Taschenlampen-Tests.de






         

6. August 2014

Willkommen auf Taschenlampen-Tests.de!

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Intention dieser unabhängigen Seite ist es, Taschenlampen zu testen und dabei ihre Stärken und Schwächen herauszustellen. Weiterhin finden sich Beamshots, Tipps sowie interessante Links für alle, die Interesse und Spaß an diesem umfangreichen Thema haben. Und unter der Rubrik “Maiks Mods” stellt Tüftler Maik Langner Taschenlampen-Umbauten vor, die es so in keinem Geschäft zu kaufen gibt.
Viel Spaß beim Stöbern!
Walter (Lichtinsdunkel)

14. Juni 2015

Ansmann Agent 5

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 11:19

Ansmann Agent 5 001

Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Für mich ist es zweifellos ein großes Ereignis, nach mehr als einem halben Jahr mal wieder eine Taschenlampe zu testen. Ganz ehrlich? Die dämlichen Funzeln haben mich in letzter Zeit nicht die Bohne interessiert, da die Entwicklung auf diesem Sektor doch ein wenig stagniert. Wer will schon wissen, ob Lampe AB, die ähnlich hell ist wie Lampe XY, durch einen Dreh-, Seiten-, Reverse-, Forward-, Oral- oder Analschalter bedient wird? Leuchten tun die Dinger alle irgendwie, unabhängig davon, ob eine, zwei oder drei Milliarden LEDs verbaut wurden. Und im Wald verhungern wird niemand, egal, welche Funzel er bei sich hat. Es sei denn, er hat überhaupt keine Funzel dabei. In diesem Fall hat derjenige das Verhungern aber auch mehr als verdient, denn ein Mann ohne Taschenlampe ist wie…

Ich sehe schon, dass ich mich in entschuldigenden Erklärungen verliere, warum ich seit Monaten keine Taschenlampe mehr getestet habe. Ergo teste ich einfach mal wieder eine, und zwar die Ansmann Agent 5.
Dass ich ausgerechnet diese Lampe auserkoren habe, hat einen bestimmten Grund. Eigentlich habe ich sie gar nicht auserkoren; ehrlich gesagt, kannte ich sie nicht einmal. Aber die Firma Ansmann hat bei mir angefragt, ob ich die Agent 5 nicht mal einem kritischen Test unterziehen wolle. Man würde mir gerne ein Testexemplar zukommen lassen.
Und nochmal ganz ehrlich: Auch wenn Ansmann nicht gerade als Hersteller hochwertiger Taschenlampen bekannt ist, ist es mir dennoch eine große Ehre, als popeliger Hobby-Lampentester von einem derart renommierten Unternehmen für einen Taschenlampen-Test angefragt zu werden. Ergo konnte ich nicht “Nein” sagen.
Da ich nicht bestechlich bin, könnte sich besagte Anfrage für Ansmann allerdings als gravierender Fehler in der Firmenhistorie herausstellen.
Oder etwa doch nicht?
Lest selbst!

 

Ansmann Agent 5 002
Die Ansmann Agent 5


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Plastik-Umverpackung sind neben einer, bereits mit vier AAA-Batterien bestückten, Agenten-Lampe vier zusätzliche Batterien und ein Lanyard enthalten.

Ansmann Agent 5 003
Lieferumfang der Agent 5.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 132 mm
Linsenöffnung: 25 mm
Durchmesser Kopf: 36 mm
Durchmesser Tail: 30 mm
Gewicht mit Batterien: 186 g
Anodisierung: gut und gleichmäßig ausgeführt, allerdings kein HA-III.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit Clip.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Loch im Tail.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 4x AAA.

Ansmann Agent 5 004
Zackig, zackig! Mit dieser Krone kann die Lampe auch als Glasbrecher fungieren.

 

Ansmann Agent 5 005
Die Materialstärke ist eher gering, aber völlig ausreichend.

 

Ansmann Agent 5 006
Die Gewinde zum Lampenkopf und an der Tailcap sind durch O-Ringe abgedichtet. Beide Gewinde weisen beim Zuschrauben Spiel auf und greifen erst im letzten Drittel satt.

 

Ansmann Agent 5 007
Der Clip wird auf die Tailcap gesetzt und arretiert sich beim Zuschrauben. Verloren gehen kann dieser Clip garantiert nicht.


Leuchteinheit:
Auch am attraktivsten Lampentester im gesamten Universum nagt mit der Zeit der Zahn der Zeit. Die Haare fallen aus, die Vergesslichkeit nimmt zu und die Sehstärke schwindet. Was im Klartext bedeutet: Lichtinsdunkel, der Held unzähliger Lampenabenteuer und -reviews wird hässlich, doof und blind. Aber immerhin hat er Winnetou, der kürzlich in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist, überlebt. Daher sei es ihm auch erlaubt, nun wieder von sich in der ersten Person sprechen zu können. Hugh!

Sofern mich meine blinden Augen nicht täuschen, handelt es sich bei der verbauten LED um eine Cree XP-E. Diese LED ist in der heutigen Zeit etwa so aktuell wie ein mittelalterlicher Ritter in einem Karl-May-Western. Davor sitzt eine Linse, die das Licht bündelt.

Ansmann Agent 5 008
Die Lichtquelle des Agenten.

 

Ansmann Agent 5 009
Eine spezielle Linse bündelt das Licht und sorgt für mehr Reichweite.

 

Ansmann Agent 5 010
Und das Ganze nochmal von innen.


Bedienung:
Ein großer Forward-Clicky ist das einzige Bedienelement der Agent 5. Er ist auch mit Handschuhen gut zu ertasten und zu bedienen. Antippen sorgt für Momentlicht; auch Morsesignale können problemlos gesendet werden, ohne dass die Gefahr des Schalter-Durchdrückens besteht, denn der entsprechende Weg zwischen Antippen und Durchdrücken ist auf jeden Fall groß genug.
Drückt man den Schalter komplett durch, liefert die Lampe Dauerlicht in der hellsten Stufe, die mit 220 Lumen angegeben ist. Wenn man den Schalter bei eingeschalteter Lampe antippt, gelangt man in einen Modus, in dem die Lampe 20 Prozent der Maximalleistung abgibt. Beim nächsten Antippen landet man im Strobe-Modus, in dem eventuell nervende Aggressoren mit 100 Prozent Leuchtkraft abgeschreckt werden. Der nächste Klick aktiviert wieder den Dauerlicht-Modus mit 220 Lumen. Und so weiter.

Ansmann Agent 5 011
Der Schalter kann auch mit Handschuhen problemlos bedient werden.

 

Ansmann Agent 5 012
Innenansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Als Stromversorger kommen vier AAA-Batterien zum Einsatz. Der Vorteil dieser Stromversorgung liegt auf der Hand: Die Dinger sind 24 Stunden rund um die Uhr überall erhältlich: Supermarkt, Discounter, Tankstelle, Kiosk (sofern man in einem Bundesland wohnt, in dem es Kioske gibt; in manchen Regionen heißen die Kioske “Spätkauf”) – alles kein Problem. Der Nachteil der Stromversorgung einer Hochleistungs-Taschenlampe mittels AAA-Zellen liegt allerdings nicht minder auf der Hand und ist, zumindest meiner Meinung nach, deutlich gravierender: Diese Zellen sind extrem schwachbrüstig, brechen in der Leistung schnell ein und stehen daher exemplarisch für kurze Laufzeiten. Mal ganz abgesehen davon, ist mir in meiner langjährigen Karriere als Lampenpfuschexperte noch nie eine Taschenlampe begegnet, die mit vier AAA-Zellen geregelt läuft (zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, aber das will ja nix heißen, da ich hässlich, doof und blind bin).

Ansmann Agent 5 013
Das Batteriemagazin.


Laufzeitdiagramm:

Ansmann Agent 5 014

Wie die Laufzeitmessungen zeigen, ist eine Regelung nicht vorhanden; die Lampe läuft im Direktbetrieb und wird mit zunehmender Abnahme der Leistung der Stromversorger zunehmend dunkler. Damit gibt sie zwar “ehrlich” Laut, wann spätestens die Stromversorger gewechselt werden sollten, aber schön ist anders – zumal die Konkurrenz das wesentlich besser kann.

Resümee:
Die Ansmann Agent 5 ist gewiss keine schlechte Taschenlampe. Aber sie muss sich nunmal an dem messen, was aktuell auf dem Lampensektor erhältlich ist. Bereits das, was ich vor meiner, mir selbst auferlegten, Testpause unter den Fittichen hatte, war dieser Lampe in den meisten Belangen überlegen, und das hat sich seitdem sicherlich nicht zum Vorteil des Agenten 5 verändert.
Die einzige Chance der Ansmann Agent 5 besteht meiner bescheidenen Meinung darin, über den Preis zu kommen, was sie nicht wirklich schafft. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei rund 60 Euro. Meine Wenigkeit würde etwa die Hälfte davon als angemessen ansehen, um im Haifischbecken der etablierten Hersteller nicht gefressen zu werden. Im Internetz ist die Lampe teilweise für einen Preis von rund 40 Euro erhältlich, womit sie vielleicht für den ein- oder anderen Spezialagenten interessant sein könnte. Weitere Infos gibt es bei Ansmann selbst.

Ansmann Agent 5 015
Größenvergleich. Warum eigentlich immer Lampen mit Lampen vergleichen, die sowieso keine Sau kennt? Der Größenvergleich mit diesem Gegenstand, der hoffentlich immer in jedem Haushalt vorhanden sein sollte, sagt doch viel mehr aus! Für alle, die es ganz genau wissen möchten: Der Vergleichsgegenstand ist aus drei Lagen zusammengesetzt.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Ansmann Agent 5 016
Kontroll-Shot

 

Ansmann Agent 5 017
Die Ansmann Agent 5 in voller Pracht. Das Lichtbild ist recht “tunnelig” – hurra, ich habe schon wieder einen neuen Begriff erfunden! Sonderlich effektiv ist diese Art der Lichtbündelung nicht; die Agent 5 macht weder Meter, noch leuchtet sie den Nahbereich gut aus. Die Reichweite heißt bei Ansmann “Leuchtweite” und ist mit zirka 700 Metern angegeben. Das ist leider hoffnungslos übertrieben. Aus den Luxmessungen ergibt sich umgerechnet eine Reichweite von etwa 237 Metern – gerade mal ein Drittel des vom Hersteller Versprochenen.

 

Ansmann Agent 5 018
Der Agent im Low-Modus.

 

Ansmann Agent 5 019
Wer möchte, kann den Lampenkopf auch aufdrehen und damit den Abstand zwischen LED und Linse vergrößern. Dadurch ergibt sich dieses Lichtbild.

 

Ansmann Agent 5 020
Aber da dies seitens des Herstellers nicht vorgesehen ist, bleiben wir zum Vergleich bei der “offiziellen” Ausleuchtung mit komplett festgedrehtem Lampenkopf. Also nochmal: Ansmann Agent 5

 

Ansmann Agent 5 021
Armytek Predator

 

Ansmann Agent 5 022
Der Klassiker: Fenix LD20 (Q5)

 

Ansmann Agent 5 023
Led Lenser M7RX (halb fokussiert)

14. Oktober 2014

Niwalker Nova MM15

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 23:00

Niwalker Nova MM15 001
Die Niwalker Nova MiniMax15 wirkt auf den ersten Blick wie eine Kreuzung aus einem Fotoobjektiv, einer Mülltonne und einer Blechdose. Abstoßend wirkt sie, zumindest auf mich, dennoch nicht – ganz im Gegenteil. Und sie ist hell, sehr hell.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton sind die Lampe, ein Tragegriff nebst Schrauben zur Befestigung, ein Ersatz-O-Ring, ein Holster, ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung enthalten.

Niwalker Nova MM15 002
Das Holster fehlt auf dem Bild, weil der Alzheimer-Patient Lichtinsdunkel vergessen hat, es dazuzulegen. Aber wir kommen gleich noch dazu.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 114,5 mm
Durchmesser Kopf: 64 mm
Durchmesser Tail: 53 mm
Gewicht: 338 g
Gewicht mit Akkus: 534 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Öse am Body.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Stromversorgung: 4x 18650

Niwalker Nova MM15 003
Der Poppes der Nova MM15.

 

Niwalker Nova MM15 004
Der Tragegriff, zwei Schräubchen zur Befestigung desselben am Lampenkörper und ein Inbusschlüssel sind im Lieferumfang enthalten. Man sollte sich allerdings gut überlegen, ob man den Griff nutzen möchte oder nicht, denn das Anbringen ist ein Geduldsspiel, da man mit dem Inbusschlüssel nach jeder Vierteldrehung gegen Griff oder Lampe stößt und das Werkzeug ständig wieder neu ansetzten muss. Ich habe den Griff nur fürs Foto montiert und anschließend wieder abmontiert. Damit habe ich im Hellen angefangen und im Dunkeln aufgehört.

 

Niwalker Nova MM15 005
Dafür sitzt der Griff wenigstens bombenfest. Sinn macht er allerdings nur, wenn man die Lampe nicht in einer taktischen Haltung bedient, ansonsten stört er mehr, als er nützt.

 

Niwalker Nova MM15 006
Auf der Gegenseite findet sich ein Gewinde zur Stativmontage.

 

Niwalker Nova MM15 007
Tattaaa! Hier ist es endlich, das versprochene Holster.

 

Niwalker Nova MM15 008
Die Lampe passt sowohl mit dem Poppes zuerst (“Bezel up”, wie wir Fachleute sagen), oder dem Köpfchen zuerst (“Bezel down”) ins Holster. Mit einem Gewicht von mehr als 530 Gramm ist die Lampe, zumindest mir persönlich, zum Transport am Gürtel allerdings zu schwer. Bei einem Nachtcache, bei dem ich sie dabei hatte, habe ich sie nach kurzer Zeit abgenommen und lieber in den Rucksack gesteckt. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass man ständig das Gewicht von einer Dose Katzenfutter plus 100 Gramm zusätzlich am Gürtel hängen hat.


Leuchteinheit:
Zwei Cree-MP-G2-LEDs verrichten ihre Arbeit in einem OP-Reflektor. Davor sitzt eine Frontscheibe aus gehärtetem, ultraklarem, anti-reflex-beschichtetem Glas.

Niwalker Nova MM15 009
Frontansicht.


Bedienung:
Die MM15 wird komplett über einen Seitenschalter bedient. Ein- und ausgeschaltet wird sie durch einen Druck auf selbigen. Wird der Schalter bei eingeschalteter Lampe gedrückt gehalten, werden nacheinander die Leuchtstufen Mode 1 (angegeben mit 6 Lumen für 100 Stunden); Mode 2 (angegeben mit 180 Lumen für 30 Stunden); Mode 3 (angegeben mit 450 Lumen für 12 Stunden); Mode 4 (angegeben mit 880 Lumen für 8,2 Stunden) und Mode 5 (angegeben mit 1950 Lumen für 3,3 Stunden) aktiviert. Die Lampe hat Memory und speichert die zuletzt aktivierte Leuchtstufe. Durch einen Doppelklick, egal aus welcher Leuchtstufe heraus, gelangt man in den Turbo-Modus, der mit 5233 ANSI-Lumen angegeben ist.
Die versprochenen 5.233 Lumen liefert die Lampe sicherlich nicht. In einem Test in einer Privatkugel (nein, keine echte Ulbrichtkugel, aber ein Selbstbau von Photon aus dem Taschenlampen-Forum), mit dem bislang meiner Kentnis nach immer Ergebnisse erzielt wurden, die denen von Lampen mit bekannten Messwerten aus sündhaft teuren Ulbrichtkugeln sehr nahe kamen, haben wir 3.700 Lumen gemessen – auch kein schlechter Wert, aber halt keine 5.233 Lumen. Und schon gar nicht ANSI. Für diese Aussage verbürge ich mich!
Durch einen Doppelklick im Turbo-Modus wird Geblinke in der Reihenfolge Strobe-SOS-langsames Blinken aktiviert. Ein einfacher Klick aus jedem dieser Modi schaltet in die zuletzt aktivierte Stufe zurück. Strobe ist auch direkt anwählbar, indem bei ausgeschalteter Lampe ein Doppelklick ausgeführt wird.

Niwalker Nova MM15 010
Die komplette Bedienung erfolgt über den Seitenschalter.


Der Schalter selbst ist hinterleuchtet. Bei ausgeschalteter Lampe blinkt eine grüne LED etwa alle drei Sekunden, bei eingeschalteter Lampe leuchtet sie dauerhaft. Geht die Akkukapazität zur Neige, leuchtet eine rote LED. Diese Anzeige ist nicht allzu genau, bietet aber zumindest eine grobe Orientierung, ab wann ein Akkuwechsel sinnvoll ist.
Gegen versehentliches Einschalten hilft ein Lockout, der durch einen Dreifachklick aktiviert wird. Die Lampe quittiert dies durch zweifaches Blinken. Das Wiedereinlocken geschieht auf dieselbe Art und Weise.
Darüberhinaus gibt es noch die Möglichkeit, Momentlicht im Turbo zu aktivieren, indem der Schalter bei augeschalteter Lampe gedrückt gehalten wird, wobei die Momentlichtfunktion solange aktiv bleibt, wie der Schalter gedrückt gehalten wird. Wird die Lampe nun innerhalb von zwei Sekunden ausgeschaltet und der Schalter erneut gedrückt gehalten, liefert sie Dauerlicht im Turbo-Modus – ein Bug, der zuverlässig funktioniert.

Niwalker Nova MM15 011
Es grünt so grün, wenn Novas Akkus voll sind.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Vier 18650-Akkus versorgen die Lampe mit Strom. Beim Test wurde die Lampe in der hellsten Stufe eingeschaltetet und durch einen Ventilator gekühlt.

Niwalker Nova MM15 012

Die Lampenelektronik erinnert mich ein wenig an mich selbst direkt nach dem Aufstehen – ziemlich chaotisch. Mit den Brillipower- und den Keeppower-Akkus schaltete die MM15 nach etwa zweieinhalb Minuten in die zweite Stufe zurück. Mit den Samsung-Akkus war dies erst nach sechs Minuten der Fall. Spricht dies nun für eine temperaturgesteuerte oder eine zeitgesteuerte Regelung? Beides passt nicht, da Kühlung und äußere Bedingungen jedesmal nahezu identisch waren.
Die Regelung nach dem Herunterschalten geht mit allen Akkus in Ordnung, ohne wirklich überzeugen zu können, da die Lampe auch in der zweiten Stufe über den gesamten Laufzeitraum zwar langsam, aber stetig dunkler wird.
Beim Abschalten, beziehungsweise Nicht-Abschalten verhielt sich die Lampenelektronik divenmäßig. Während beim Betrieb mit den Samsung-Akkus nach 151 Minuten eine Blinkwarnung erfolgte (Akkuspannungen im Leerlauf: 3,49, 3,19, 3,16, 2,98 Volt nach Entnahme), war dies beim Betrieb mit den Brillipower- und Keeppower-Akkus nicht der Fall. Die Brillis habe ich nach drei Stunden mit Leerlaufspannungen zwischen 3,28 und 3,20 Volt gemessen, die Keeppower-Akkus hatten nach drei Stunden 3,01, 2,99, 2,85 und 2,74 Volt ohne Last.
Beim Betrieb mit den Tank007-Akkus griff die Schutzschaltung eines der Akkus. Da diese Versuchsreihe über Nacht lief, habe ich keine Akku-Messwerte, da ich den gerechten Schlaf des Lampenfreunds geschlafen und die Akkus sich über Nacht soweit erholt hatten, dass eine Spanungsmessung ziemlich sinnfrei gewesen wäre.
Die Fragen, die sich mir nach den Testläufen stellen, sind folgende: Erstens: Wie ist die Lampe geregelt? Und zweitens: Ist sie überhaupt geregelt? Ein wenig habe ich das Gefühl, dass die Lampe nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt halbwegs gut geregelt und anschließend ungeregelt oder nur bedingt geregelt läuft und die Leistungsabnahme in erster Linie unmittelbar mit der Entladekurve der verwendeten Akkus zusammenhängt.
Hierzu mal ein Ausschnitt aus dem ersten Diagramm, das die Leistungsabnahme von zehn Minuten nach dem Einschalten an bis zum Testende zeigt.

Niwalker Nova MM15 013

Bei einem weiteren Versuch habe ich die Lampe alle 5 Minuten (das eingestellte Intervall, in dem das Luxmeter die Werte abgegriffen hat) hochgeschaltet. Da die Lampe zwischendurch regelmäßig heruntergeschaltet hat, entspricht dieses Diagramm NICHT der tatsächlichen Laufzeit im Turbo-Modus, sondern soll vielmehr die Regelung im Turbo-Modus aufzeigen.

Niwalker Nova MM15 014

Nach 82 Minuten ging die Lampe ohne Vorwarnung aus. Grund dafür war die Schutzschaltung eines der Akkus, die bei 2,83 Volt (ohne Last) gegriffen hatte. Die anderen Akkus habe ich unmittelbar nach Entnahme mit 3,10, 3,08 und 3,06 Volt im Leerlauf gemessen.

Was ich in jedem Fall ausschließen kann, ist eine temperaturgesteuerte Regelung. Denn wäre das der Fall, hätte die Lampe irgendwann mal wieder hochregeln müssen, was sie nicht getan hat, obwohl die Kühlung mehr als ausreichend war und die Lampe in der zweiten Stufe mit dieser Kühlung noch nicht einmal handwarm wurde. Über alles andere mögen sich Leute den Kopf zerbrechen, die von Lampenelektronik mehr verstehen als ich.
Ebenfalls auszuschließen ist, dass die Nova MM15 über eine Abschaltung verfügt. Wenn sie unfreiwillig ausgeht, liegt das definitiv daran, das einer der Akkus in die Schtzschaltung gegangen ist. Vom Betrieb mit ungeschützten Akkus ist daher dringend abzuraten.

Niwalker Nova MM15 015
Der Akkukäfig macht mit seinen Metallstreben einen soliden Eindruck.

 

Niwalker Nova MM15 016
Die Kontaktfedern im Lampenkopf.

 

Paratisäe Begleiterscheinungen:
Hierbei geht es um den Strom, den die Lampe in Standby zieht. Aufgrund mangenlder Messmöglichkeiten und Kompetenz habe ich die Lampe 48 Stunden lang im Standby laufen lassen ohne sie einzuschalten, und lediglich die Akkuspannungen im Leerlauf nach diesen 48 Stunden gemessen.
Akku 1: 4,17 Volt. Nach 2 Tagen: 4,15 Volt
Akku 2: 4,16 Volt. Nach 2 Tagen: 4,14 Volt
Akku 3: 4,20 Volt. Nach 2 Tagen: 4,17 Volt.
Akku 4: 4,18 Volt. Nach 2 Tagen: 4,16 Volt
Das Parasitenzeugs dürfte ergo vernachlässigbar sein, ohne dass man allerdings die Entladug aus den Augen lassen sollte. Allzu lange würde ich die Lampe nicht uneingeschaltet im Standby herumliegen lassen. Zumindest sollte man in solchen Fällen die Akkuspannung vor dem Einschalten messen und gegebenenfalls die Akkus nachladen.

Beam:
Das Lichtbild ist sehr gleichmäßig und ausgewogen. Die MM15 ist ein riesiger Fluter, große Reichweiten sind damit allerdings nicht drin. Die maximale Reichweite wird von Niwalker mit 280 Metern angegeben. Die aus dem Wert bei der Luxmessung errechnete Reichweite liegt bei etwa 250 Metern.

Niwalker Nova MM15 017
Normalerweise steht hinten an dieser Wand eine Lampen-Zielscheibe. Wie man sehen kann, ist diese nicht an Ort und Stelle, da sie für wichtige Recordings einem Schlagzeug gewichen ist, das seitdem zwar nicht mehr bespielt wurde, da ich bei Live-Gigs kleinere Sets benutze, und das ich zu faul bin, wieder abzubauen. Es ist ja auch ein schönes Kit, und es klingt gut, was ich bildlich jedoch nicht darzustellen vermag. Was ich bildlich hingegen darstellen kann, ist die Ausleuchtung der Niwalker Nova MM15 auf dieses Set aus einem Meter Entfernung. Ganz schön gleichmäßig, oder?


Resümee:
Tja, gar nicht so einfach, über eine Lampe eine Zusammenfassung zu schreiben, zu der man ein persönliches Verhältnis aufgebaut hat. Ich mag die Niwalker Nova MM15, weil sie sich optisch vom derzeit angesagten Einheitsbrei abhebt und auch sonst einiges zu bieten hat. Zunächst natürlich eine gewaltige Nahbereichsausleuchtung, wie sie bei einer Lampe mit Reflektor(en) besser kaum sein könnte. Dazu kommen eine schöne, neutrale Farbwiedegabe und ein UI, das in meinen Augen zwar nicht ideal, aber sehr gut überschaubar und auch für Laien gut nachvollziehbar ist.
Die Lampenelektronik ist allerdings eine Wundertüte. Nach Lust und Laune wird mal früher, mal später heruntergeschaltet, was offenbar von den verwendeten Akkus abhängt. Eine MM15 habe ich übrigens während der Testläufe komplett geschrottet. Sie ging in der zweithellsten Stufe einfach aus und danach nie wieder an. Friede ihrer Asche, aber auch das passt zu meinem ganz persönlichen Eindruck der verwendeten Elektronik-Bausteinchen – wirklich die Uhr danach stellen sollte man vielleicht nicht unbedingt.
Aber wenn die Lampe läuft, was der zweite Probant, ohne zu mucken, trotz der geschilderten Macken, durchgängig tat, macht sie richtig viel Spaß für alle, die eine gepflegte und extrem helle Nahbereichsausleuchtung mögen und nicht das Weite suchen.

Niwalker Nova MM15 018
Von links: Niwalker Nova MM15, Lupine Betty TL2 S, Skyray King, Niteye Eye 30, Fire-Foxes FF4.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Niwalker Nova MM15 019
Kontroll-Shot

 

Niwalker Nova MM15 020
Niwalker Nova MM15

 

Niwalker Nova MM15 021
Lupine Betty TL2 S

 

Niwalker Nova MM15 022
Niteye Eye 30

 

Niwalker Nova MM15 023
Crelant 7G10

 

Niwalker Nova MM15 024
Spark SP6

 

Niwalker Nova MM15 025
Led Lenser X21R.2 fokussiert

 

Niwalker Nova MM15 026
Fenix TK70

 

Niwalker Nova MM15 027
Fire-Foxes FF4

 

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31. August 2014

Taschenlampen-Sommer-Ausgrillen 2014

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 12:31

Längere Zeit ist hier nichts passiert. Um wieder ein bisschen Leben in die Bude zu bringen, habe ich zumindest mal eine kleine Bildergeschichte vom Ausgrillen auf meiner Ponderosa-Ranch erstellt, damit niemand glauben könnte, ich sei vielleicht verstorben.

Kurz zur Erklärung: Zweimal im Jahr veranstalte ich bei mir ein Grillfest für Leute aus dem Taschenlampen-Forum: im Frühjahr das Taschenlampen-Sommer-Eingrillen, und im Sommer das Taschenlampen-Sommer-Ausgrillen. Dabei wird gegessen, gequatscht und natürlich geleuchtet.
Mitglieder des Forums dürften, gerade, was die Lampenbilder angeht, ähnliche Bilder bereits häufig gesehen haben, für alle anderen ist es vielleicht dennoch ganz interessant.
Aber fangen wir erstmal ganz vorne an…

 

Ausgrillen 2014 001
Die Pre-Opening-Don’t-worry-be-happy-Party fand im kleinen Kreis bereits am Vortag des Ausgrillens statt. Wie man sieht, waren zu fortgeschrittener Stunde alle Lampen schon an.

Zufälle gibt’s: Zwei Tage vor dem Ausgrillen war bei meinem Grill die Wanne aus den Beinen gerostet. Parallel dazu hatten die Gäste hinter meinem Rücken für einen nigelnagelneuen Grill zusammengeschmissen, ohne zu wissen, dass mein alter Grill das Zeitliche gesegnet hatte. Ich wusste natürlich nicht, dass ein neuer Grill im Anmarsch war, und wollte meinerseits einen kaufen. Dass es nicht dazu kam, ist einem weiteren Zufall zu verdanken: Als ich bei einem Telefongespräch mit einem der Gäste beiläufig erwähnte, dass ich einen neuen Grill kaufen musste, wurde die Stimme am anderen Ende der Leitung leicht panisch, und ich hörte die folgenden Worte: “Walter… …egal was passiert… …kauf’ auf keinen Fall einen Grill!”. Ich ahnte also schon, worauf das hinauslief…

Ausgrillen 2014 002
Und da ist er, der nigelnagelneue schöne Grill. Besser, größer, stabiler und komfortabler als sein Vorgänger.

Traditionell wird beim Ein- und Ausgrillen der Grill natürlich mit einer Taschenlampe angezündet. Das geht nicht? Doch! Mit einer 100-Watt-Halogen-Birne, die überbestromt wird, ist das überhaupt kein Problem. Mit dieser Lampe habe ich bei einem Treffen übrigens auch schon ein Käse-Fondue zubereitet.

Ausgrillen 2014 003
Ein paar neue Sößchen und der Grillanzünder.

 

Ausgrillen 2014 004
Und ab dafür!

 

Ausgrillen 2014 005
Grill ist an.

 

Ausgrillen 2014 006
Ein paar Gäste.

 

Ausgrillen 2014 007
Und noch ein paar andere Gäste. Da das Treffen in die Urlaubszeit fiel und diesmal relativ kurzfristig angesetzt worden war, waren diesmal nicht ganz so viele Leute da wie sonst. Unseren Spaß hatten wir trotzdem.

 

Ausgrillen 2014 008
Mist, da lässt man den Grill mal eine Minute aus den Augen, und schon passiert sowas! Ist natürlich Quatsch, wir hatten eine Nebelmaschine am Start.

 

Ausgrillen 2014 009
Auch die Zeit für Nostalgie durfte nicht fehlen.

 

Ausgrillen 2014 010
Laser und Nebel passen übrigens gut zusammen.

 

Ausgrillen 2014 011
Noch ein Spielkind…

 

Ausgrillen 2014 012
Gemütliche Stimmung beim romantischen Licht der Gaslaternen.

 

Ausgrillen 2014 013
Scheiß’ was auf Romantik!

 

Ausgrillen 2014 014
Oder doch nicht? Kann es etwas Romantischeres geben, als eine schöne Frau mit einem Küchengerät?

 

Ausgrillen 2014 015
Beim Warmleuchten.

 

Ausgrillen 2014 016

Ausgrillen 2014 017
Zu fortgeschrittener Stunde wurde der Grill nochmal angeschmissen.

Wenn Gäste und Gastgeber des Speisens überdrüssig geworden sind, gehen sie aufs freie Feld und leuchten. Manchmal werden auch sogenannte “Beamshots” gemacht. Dabei handelt es sich um die Leuchtbilder der Lampen, um sie miteinander vergleichen zu können. Menschen außerhalb unseres kleinen Lampen-Universums halten uns deswegen für gestört, gemeingefährlich und nur bedingt zurechnungsfähig. Denen möchte ich einige Gegenfragen stellen: Wozu sammelt man Briefmarken? Was ist der Sinn des Lebens? Wieviel ist Drei mal Drei?

Ausgrillen 2014 018
Einige Eigenbauten der Gäste.

 

Ausgrillen 2014 019
Nein, das ist diesmal kein Laser, sondern eine Taschenlampe. Okay, vielleicht eine etwas größere Taschenlampe.

 

Ausgrillen 2014 020
Wir brauchen mehr Licht!

 

Ausgrillen 2014 021
Diese Geste ist durch einen jamaikanischen Sprinter ziemlich bekannt geworden. Okay, er hat vielleicht etwas weniger Hüftspeck als unser Bogenschütze…

 

Ausgrillen 2014 022
Abgeräumt wird Morgen. Gute Nacht!

 

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24. Juli 2014

Geocaching-Special: Die beste Nachtcache-Lampe

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 00:00

Welche ist eigentlich die beste Lampe für einen Nachtcache?
Bevor wir uns auf die Suche (nicht nach dem Cache, sondern nach der Lampe) begeben, sollte zunächst klar sein, ob wir eine “One-and-only-Lampe” bevorzugen, die wahlweise eine Handlampe oder eine Stirnlampe sein kann, oder zwei Lampen, von denen eine zur Reflektorsuche und Fernausleuchtung und die andere für den Nahbereich eingesetzt werden soll.

Beste Nachtcache-Lampe 001
Die TK35 von Fenix…

Beste Nachtcache-Lampe 002
…und die Led-Lenser-Lampen der P- oder M-Serie (im Bild die M7RX) sind unter Cachern sehr beliebt.

 

Beste Nachtcache-Lampe 003
Modelle wie diese (gemeint ist nicht der Hase) findet man regelmäßig beim Discounter. Zum Anfixen ausreichend – aber wer regelmäßig auf Nachtcache-Suche geht, wird sich damit nicht zufrieden geben.

Zunächst möchte ich mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufräumen. Gerade bei uns Cachern sind fokussierbare Lampen sehr beliebt und werden von vielen Cachern, die es einfach nicht besser wissen, als das Non-Plus-Ultra angesehen.
Das ist allerdings völliger Blödsinn. Man kann fokussierbare Lampen mögen oder nicht, das ist letztlich Geschmackssache. Fakt hingegen ist: Eine gute Lampe mit festem Fokus ist jeder fokusierbaren Lampe überlegen, da sie sowohl den Nah- als auch den Fernbereich ausleuchtet, während eine fokussierbare Lampe immer nur eines von beidem zufriedenstellend kann.
Wer sich noch nicht vom Mythos “Ich brauche unbedingt eine fokussierbare Lampe” hat anstecken lassen, sollte davon auch weiterhin Abstand nehmen. Allen anderen sei gesagt: Dieser Mythos ist absoluter Bullshit! Konstruktionsbedingt kann eine fokussierbare Lampe nicht das leisten, was eine Lampe mit gutem Fixfokus problemlos schafft.
Ausgenommen davon sind extreme Fluter und Lampen, die ausschließlich auf Reichweite getrimmt sind. Sie können zwar bei einem “Zwei-Lampen-Konzept” ihre Vorteile ausspielen, sind aber als Einzel-Lampen einer fokussierbaren Lampe unterlegen, wenn es um die Vielseitigkeit geht.

Beste Nachtcache-Lampe 004
Fokussierbare Lampe in defokussierter Einstellung. Nur der unmittelbare Nahbereich ist ausgeleuchtet. Bereits ab wenigen Metern Entfernung ist nur noch ein schwarzes Loch zu sehen.

 

Beste Nachtcache-Lampe 005
Fokussierbare Lampe in fokussierter Einstellung. Tunnelblick – ein Punkt wird hell angestrahlt, um ihn herum bleibt es dunkel.

 

Beste Nachtcache-Lampe 006
Lampe mit gutem Fixfokus. Sowohl der Nah- als auch der Fernbereich werden ausgeleuchtet.

Wer vorrangig mit einer einzigen Lampe unterwegs ist, sollte – unabhängig davon, ob Stirn- oder Handlampe – sicherstellen, dass die Lampe sowohl über genügend Reichweite verfügt, um auch weiter entfernte Reflektoren aufzuspüren, als auch über einen dunklen Modus, der zur Ausleuchtung des Wegs und zum Lesen von Hinweisen an Stationen geeignet ist.

Eine feine “Ich-kann-alles-Lampe”, die allerdings das Budget der meisten Cacher sprengen dürfte, ist die Betty TL2 bzw. TL2S (mit kurzem Akkupack) von Lupine. Durch eine spezielle Optik ist sie in erster Linie ein sehr heller Fluter, durch die immense Power von sechs Cree-XM-L-LEDs, die relativ hoch angesteuert werden, macht sie allerdings auch ordentlich Meter. Kein auch noch so weit entfernter Reflektor dürfte vor ihr verborgen bleiben, während in einer dunklen Stufe eine gleichmäßige und sichere Wegausleuchtung garantiert ist. Beim Lesen von Karten oder Hinweisen oder an Stationen mag sie für mache zu hell sein, denn die dunkelste Stufe ist nicht wirklich das, was man gemeinhin unter “dunkel” versteht. Das ist aber auch die einzige Schwäche dieser Lampe, die im Bedarfsfall die Nacht zum Tag macht. Sicherlich ist nicht jeder bereit, für eine Lupine Betty mehr als 700 Euro auszugeben, aber wer diese Lampe einmal in den Händen hatte, wird nichts anderes mehr wollen.

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Lupine Betty TL2S: 4500 Lumen aus einer Lampe, die bequem in die Hand passt, sind eine echte Ansage. Auch, wenn man die maximale Leistung eher selten brauchen wird – aber wer bei einem Nachtcache schon länger keine Reflektoren mehr gefunden hat, wird mit Bettys Power schnell erfahren, ob er überhaupt noch auf dem richtigen Weg ist.

Auch, wer auschließlich mit einer Stirnlampe unterwegs ist, sollte sich mal bei Lupine umschauen. Die Piko X4 (X7, X-Duo) setzt bei kleinen Abmessungen Maßstäbe in punkto Leistung. Zwar liefert die Lampe in der hellsten Einstellung “nur” 1200 Lumen, die aber immer noch völlig ausreichend fürs Suchen von Reflektoren sind. Und in einer dunklen Stufe lässt sich auch der Weg gleichmäßig hell ausleuchten.
Um es nicht falsch zu verstehen: Dies ist keine Werbung für Lupine-Lampen, aber diese kleinen Biester aus deutscher Manufaktur sind einfach klasse und lassen den Großteil des Markts weit hinter sich. In erster Linie sind die Lampen für Biker konzipiert, liefern aber auch beim Geocaching exzellente Ergebnisse, vor allem dann, wenn es um die Kombination Allrounder/handliche Lampe geht.

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Die Lupine Piko X4.

Diejenigen, die eine Kombination aus Hand- und Stirnlampe bevorzugen, sollten darauf achten, dass die Handlampe über eine entsprechende Reichweite und die Stirnlampe über eine gleichmäßige Nahausleuchtung verfügt.
Umgekehrt geht’s natürlich auch, ist aber eher unüblich. Denn zumeist ist die Handlampe für die Reichweite zuständig und die Stirnlampe für die Nahbereichsausleuchtung.
Wer diese Lösung präferiert, kommt meist wesentlich billiger davon. Denn gute Reichweiten-Lampen sind schon für weniger als 100 Euro erhältlich, gute Fluter sogar noch deutlich günstiger.
Hier bieten die führenden Hersteller wie Armytek, Eagtac, Fenix, Foursevens, Niteye, Olight, Spark, Thrunite, Zebralight und viele andere eine breite Produktpalette.

Bei Reichweiten-Lampen sollte man in erster Linie auf einen großen Reflektordurchmesser achten. Denn: Je größer der Durchmesser des Reflektors (unabhängig von dessen Tiefe), desto höher die Reichweite (wobei man zusätzlich darauf achten sollte, ob der Reflektordurchmesser noch dem eigenen Anspruch an eine Handlampe genügt). Denn mit einem Suchscheinwerfer werden nur die Allerwenigsten von uns durch die Gegend laufen wollen.

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Hubraum ist durch nichts anderes als durch Hubraum zu ersetzen. Bei einer möglichst hohen Reichweite braucht es einen etwas größeren Reflektor.

Das genaue Gegenteil ist eine Lampe, die für die Suche im Nahbereich ausgelegt ist. Am allerallerallerallerbesten geeignet sind hierfür Lampen ohne jeglichen Reflektor, die das Licht pur und extrem weitwinklig abstrahlen. Im Nahbereich sind die ersten Meter absolut gleichmäßig ausgeleuchtet, danach kommt allerdings gar nix mehr. Nichtsdestotrotz sind Lampen, die über diese Eigenschaft verfügen, in Verbindug mit einer auf Reichweite getrimmten Lampe, die beste Allround-Kombination.

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Ein waschechter Fluter ohne Reflektor: die Spark SD73.

Ein Kompromiss sind Lampen mit Streuscheibe, die zwar den Nahbereich nicht so gleichmßig ausleuchten wie Lampen ohne Reflektor, aber immer noch ein recht ausgewogenes Lichtbild im Nahbereich liefern.

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Die Varta Sports Headlight bietet zwar nicht viel Leistung, dafür aber für kleines Geld die Möglichkeit, eine Streuscheibe vor die Linse zu klappen. Damit eignet sie sich als Ergänzungslampe gut für die Suche im Nahbereich oder das Lesen von Hinweisen. Streuscheiben gibt es übrigens für viele Lampen als optionales Zubehör; die Möglichkeiten werden dadurch beträchtlich erweitert.

Ein feines Lämpchen, das von Gewicht und Größe noch gut ins Cachergepäck und in die Hand passt, ist die TK51 von Fenix. Sie arbeitet mit zwei LEDs, die jeweils in einem eigenen Reflektor sitzen – eine LED für den Nah- und eine für den Fernbereich. Beide LEDs können in jeweils vier Helligkeitsstufen betrieben werden, wobei diese Stufen miteinander kombiniert werden können. So kann man mit einer Lampe viele unterschiedliche Leuchtcharakteristiken abdecken, die von reinem Flutlicht über eine Mischung aus Flutlicht und Reichweite bis hin zu purer Reichweite variabel sind.

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Die TK51 von Fenix bietet zahlreiche Lichtbilder. Besser kann man den Anschaffungspreis von rund 150 Euro nicht in Licht anlegen.

Weitere oder andere Empfehlungen auszusprechen respektive weiter ins Detail zu gehen und an dieser Stelle die “ideale” Lampe/Lampenkombination zu preisen, macht wenig bis gar keinen Sinn. Denn es gibt mittlerweile so viele Lampen verschiedener Hersteller, die sich nicht wirklich etwas tun und allesamt zum Nachtcachen geeignet sind, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, welche Lampen am besten zu ihm passen.

Beachten sollte man aber auf jeden Fall bei der Lampenwahl, ob die Lampe der eigenen Lampenhaltung entgegenkommt. Denn wer seine Lampe in einer “normalen” Haltung hält und bedient, wird mit einem Tailcap-Clicky meist wenig anfangen können, da er dafür immer die zweite Hand braucht oder umgreifen muss.
Umgekehrt ist es das gleiche Spiel. Wer seine Lampe in einer taktischen Haltung bedient, benötigt immer die andere Hand zum Ein-, Aus- und Umschalten.

Meine Wenigkeit bevorzugt die taktische Haltung, und das aus zwei Gründen: Einerseits kann man den Schalter nie verfehlen, da man einfach nur hinten drücken muss. Bei Lampen mit Seitenschalter kommt es häufig vor, dass man den Schalter erst ertasten muss, bevor man die Lampe einschalten kann. Das mögen einige euch vielleicht für ein schlechtes Argument halten, aber zumindest mir geht es bei einem Nachtcache gehörig auf die Zwiebel, wenn ich die Lampe bei jedem Ein- und Auschalten immer erst in der Hand drehen muss.
Der zweite Grund ist allerdings viel entscheidender. Wer eine Lampe in einer taktischen Haltung bedient, hält sie automatisch in Augenhöhe, während Lampen, die in der “normalen” Haltung bedient werden, in Hüfthöhe gehalten werden.
Das macht keinen Unterschied? Und ob, probiert es ruhig mal aus. Wenn die Lampe in Höhe der Augen ist, sieht man anders, und zwar besser, da die Lampe genau dahin leuchtet, wo das Auge hinschaut. Vor allem weit entfernte Reflektoren lassen sich wesentlich besser entdecken, wenn die Lampe in Augenhöhe gehalten wird.

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“Normale” Haltung – gibt es dafür eigentlich einen Namen? Ich habe keine Ahnung. Jedenfalls führt man die Lampe in dieser Haltung in Hüfthöhe, während die Augen (hoffentlich) in Augenhöhe sind. Da wir mit den Augen sehen und nicht mit der Hüfte, können Objekte bei der Haltung der Lampe in dieser Haltung schlechter oder später gesehen/entdeckt werden, auch wenn der Unterschied manchmal nur marginal ist.

 

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Taktische Haltungen. Hier ist die Lampe auf Augenhöhe und leuchtet unmittelbar dorthin, wo unsere Augen hinschauen. Reflektoren lassen sich schneller und besser entdecken.

So weit, so gut.
Letzlich solltet ihr all das, was ihr hier als schlaue Tipps von einem “Experten” bekommen habt, immer an eurem gesunden Verstand messen und abwägen, was davon für euch wichtig oder hilfreich sein könnte, und was nicht.
Bezüglich Taschenlampen bin ich halt Perfektionist und gönne mir diesbezüglich wirklich gutes Material. Ich kann es gut verstehen, dass manche von euch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie hier lesen, wieviel Geld man für eine Taschenlampe ausgeben kann. Aber seid beruhigt: Mir geht es umgekehrt genauso, wenn ich höre, was Leute für Autos oder Sofas ausgeben.
Und nicht zuletzt gibt es auch in Zeiten von Taschenlampen, bei denen kein Fernlicht eines Autos mehr mitkommt, immer noch die Fraktion, die Nachtcaches erfolgreich mit einer 3-D-Maglite absolviert. Denn die beste Lampe nützt nichts, wenn einem der vielzitierte Cacherinstinkt und die Ideen zur Lösung an Stationen fehlen.

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Die kennt jeder.

 

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