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26. Oktober 2016

Willkommen auf Taschenlampen-Tests.de!

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Intention dieser unabhängigen Seite ist es, Taschenlampen zu testen und dabei ihre Stärken und Schwächen herauszustellen. Weiterhin finden sich Beamshots, Tipps sowie interessante Links für alle, die Interesse und Spaß an diesem umfangreichen Thema haben.

18. Dezember 2016

JETBeam Jet-1 MK

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 18:58

JetBeam Jet-1 MK 001
„Kann ja nichts taugen“ war der erste Gedanke, der mir angesichts einer EDC zum Preis von 13,39 Euro gekommen ist. Aber bei der Lampe handelt es sich immerhin um ein Exemplar aus der JetBeam-Schmiede, die nicht gerade für schlechte Qualität bekannt ist. Was kann das Ding also für diesen unverschämt günstigen Preis?


Verpackung/Lieferumfang:
Neben der Lampe sind in einer Papp-Plastikverpackung ein Trageclip, ein Lanyard, ein Ersatz-O-Ring, eine Bedienungsanleitung, eine Garantiekarte und ein Echtheitszertifikat enthalten.

JetBeam Jet-1 MK 002
Lieferumfang der kleinen JetBeam.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 83,5 mm
Reflektoröffnung: 14,5 mm
Durchmesser Kopf: 19,5 mm
Durchmesser Tail: 19 mm
Gewicht: 24 g
Gewicht mit Akku: 50 g
Anodisierung: HA-III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit Trageclip
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Löcher in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1x AA (Akku oder Batterie), 1x 14500 LiIon.

JetBeam Jet-1 MK 003
Das Gewinde vom Body zur Tailcap ist sauber geschnitten. Beim Zuschrauben greift es zunächst mit leichtem Spiel, das beim weiteren Zuschrauben immer geringer wird. Mehrere Umdrehungen, bevor der Kontakt hergestellt wird, läuft es satt und stramm und sorgt für eine komfortable Bedienung, die auch einhändig möglich ist.

 

JetBeam Jet-1 MK 004
Im Lampenpopo finden sich nicht nur mehrere Löcher zur Lanyardbefestigung, sondern auch ein Gewinde, mit dem die Lampe in ein Fotostativ eingeschraubt werden kann.

 

JetBeam Jet-1 MK 005
Innenansicht Lampenkopf.

 

JetBeam Jet-1 MK 006
Der Clip ist als Dreiviertelversion ausgelegt.

 

JetBeam Jet-1 MK 007
Beim Testexemplar sitzt der Clip stramm und fest. Andere Nutzer haben andere Erfahrungen gemacht. Über diese Art der Befestigung möchte ich an dieser Stelle nicht philosophieren. Fakt ist: Eine Lampe ohne gesicherten Clip kann sich grundsätzlich immer von selbigem lösen – und damit bin ich raus aus der Nummer.


Leuchteinheit:
Ein SMO-Reflektor beherbergt eine Cree-XP-G2-LED.

JetBeam Jet-1 MK 008
Blick in den Lampenkopf.


Bedienung:
Mittels Twisty werden die drei Leuchtstufen Low-Mid-High in ebendieser Reihenfolge angewählt. Kein Geblinke, keine Notrufsignale, also kein unnötiges Leuchtzeug, das unbeabsichtigt oder gewollt aktiviert werden könnte – einfach nur leuchten – herrlich! Ungewöhnlich für eine Twisty-EDC dieser Größe ist, dass die Lampe über Memory verfügt. Bei diesem Feature kann man durchaus geteilter Meinung sein. Ich für meinen Teil liebe es, denn gerade eine EDC schaltet man am liebsten in der persönlich meistgenutzten Stufe ein.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Ins Batterierohr können wahlweise eine AA-Batterie, ein AA-Akku oder ein 14500-LiIon-Akku eingelegt werden.

JetBeam Jet-1 MK 009
Das frisst die Lampe alles.


Laufzeittest
Zum Einsatz kamen ein Sanyo-Eneloop-Akku mit einer Kapazität von 2.400 mAh, eine AA-Alkali-Batterie (Super Energy) und ein 14500-LiIon-Akku von Keeppower (840 mAh). Die Lampe wurde jeweils in der hellsten Stufe betrieben und prophylaktisch durch einen Ventilator gekühlt.

JetBeam Jet-1 MK 010

Der Eneloop-Akku wurde nach 60 Minuten entnommen und mit einer Spannung von 1,16 Volt im Leerlauf gemessen – Testende. Die Batterie habe ich nach einer Stunde von ihrem Job erlöst. Ich hätte sie auch noch dreiundzwölfzig Stunden bei ständig fallender Lichtausbeute der Lampe weitermachen lassen können, aber dann wäre das Diagramm nicht mehr so schön zu lesen. Den LiIon-Akku habe ich nach 45 Minuten mit einer Leerlaufspannung von 3,13 Volt gemessen, fünf Minuten später griff die Schutzschaltung des Akkus.

Fazit:
Eine Abschaltung bei schwindender Akkukapazität hat die Lampe nicht – weder beim Betrieb mit AA-Zellen, noch mit einem 14500er-Akku. Der Benutzer sollte also tunlichst darauf achten, den Stromversorger zu wechseln, sobald die Lampe merklich dunkler wird. Über einen Großteil der Laufzeit ist sie mit einem AA-Akku sehr ordentlich geregelt, mit einer Alkali-Batterie, wie nicht anders zu erwarten, nicht. Dennoch kann man auch mit einer Alkali-Batterie durchaus seinen Spaß haben, denn ob man nun nach soundsoviel Minuten mit 150, 120 oder 100 Lumen durch die Gegend läuft, ist bei einer EDC eher unerheblich, und im Dauerbetrieb in der hellsten Stufe wird man die Lampe ohnehin eher selten betreiben.
Beim Betrieb mit einem 14500-Akku bricht die Leistung relativ schnell ein, dennoch hat man über fast die gesamte Laufzeit mehr Licht zur Verfügung als beim Betrieb mit einer herkömmlichen AA-Zelle mit 1,2 oder 1,5 Volt. Man sollte beim Betrieb mit einem LiIon-Akku allerdings darauf achten, einen geschützten 14500er zu verwenden, ansonsten nuckelt die Lampe den Akku irgendwann so leer, dass man ihn direkt der Wertstoffsammlung zuführen kann.
Wie man bei den Outdoor-Beamshots weiter unten sehen kann, ist die Lampe in allen drei Stufen mit einem LiIon-Akku deutlich heller. Welcher Stromversorger verwendet wird, ist also vom persönlichen Geschmack abhängig. Mit persönlich gefällt die Variante mit 1,2 beziehungsweise 1,5 Volt besser, denn dadurch hat man ein schönes, dunkles Low und für eine EDC immer noch genügend Licht in den beiden helleren Stufen.

Beam:
Das Lichtbild ist mit einem hellen Spot und einem deutlich dunkleren Spill zwar nicht perfekt, allerdings fällt das nur an der weißen Wand auf und beim Praxisbetrieb draußen nicht sonderlich ins Gewicht.

JetBeam Jet-1 MK 011
„Target-Beamshot“ der Jet-1 MK.


Resümee:
Die Jet-1 MK ist ein toller Begleiter für die Hosen- oder Hemdtasche. Die Verarbeitung stimmt, das Gewinde läuft butterweich, und die Bedienung könnte verständlicher nicht sein. Keine versteckten oder offensichtlichen Blinkmodi, die sowieso keine Sau braucht, dafür ein Mode-Memory, was ungewöhnlich für eine Lampe dieser Größe und mit diesem Schaltkonzept ist. Ich liebe es, anderen Nutzern wäre vielleicht eine Lampe ohne Memory lieber, aber das ist ein Punkt, an dem sich die Geister nicht erst seit gestern scheiden.
Unabhängig davon, kann man weniger als 14 Euro sicherlich nicht gewinnbringender investieren als in diese kleine Lampe, die zum Test freundlicherweise von gearbest www.gearbest.com zur Verfügung gestellt wurde und unter dieser Adresse bezogen werden kann.

JetBeam Jet-1 MK 012
Größenvergleich. Zigarette, JetBeam Jet-1 MK, Tank007 TK-566, Maglite Mini-AA, Surefire 6P.



Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

JetBeam Jet-1 MK 013
Kontroll-Shot

 

JetBeam Jet-1 MK 014
JetBeam Jet-1 MK low (1,2 Volt)

 

JetBeam Jet-1 MK 015
JetBeam Jet-1 MK low (4,2 Volt)

 

JetBeam Jet-1 MK 016
JetBeam Jet-1 MK mid (1,2 Volt)

 

JetBeam Jet-1 MK 017
JetBeam Jet-1 MK mid (4,2 Volt)

 

JetBeam Jet-1 MK 018
JetBeam Jet-1 MK high (1,2 Volt)

 

JetBeam Jet-1 MK 019
JetBeam Jet-1 MK high (4,2 Volt)

 

JetBeam Jet-1 MK 020
Led Lenser P7 (halb fokussiert)

 

JetBeam Jet-1 MK 021
Fenix LD20 (Q5)

 

JetBeam Jet-1 MK 022
Niteye MSA20


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4. Dezember 2016

Lampen zur Schädlingsbekämpfung

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 21:23

Als ich vom DpS-Magazin, das sich der Schädlingsbekämpfung verschrieben hat, die Anfrage nach geeigneten Taschenlampen für die Schädlingsbekämpfung erhielt, war ich zunächst ein wenig ratlos. Bislang bin ich mit dieser Thematik noch nicht konfrontiert worden und hatte dementsprechend auch nicht die leiseste Ahnung davon. Letztlich wurde aber klar, dass vor allem eine gute Nahbereichsausleuchtung gefragt ist.
Da die Testlampen im Magazin bereits aus der Sicht eines professionellen Schädlingsbekämpfers vorgestellt worden sind, möchte ich in diesem Test vor allem auf Dinge wie Stromversorgung, Bedienung, Praxistauglichkeit und Besonderheiten der Probanden eingehen. Auf Aspekte wie Regelung oder die Eigenschaften der jeweils verbauten LED einzugehen, habe ich bewusst verzichtet, da sie nicht wirklich relevant für eine Kaufentscheidung der Zielgruppe sein dürften.
Wesentlich wichtiger ist die ständige Verfügbarkeit der Stromversorger, denn niemand aus dieser Zielgruppe möchte irgendwann im Dunkeln stehen und sich Gedanken darüber machen müssen, wo man denn nun auf die Schnelle „exotische“ Akkus oder Batterien herbekommt. Daher war ein wichtiges Kriterium, dass alle Testkandidaten mit handelsüblichen AA-Zellen betrieben werden können (die Batterieversion bekommt man in jedem Supermarkt und rund um die Uhr an fast jeder Tankstelle). Ausnahme: die Nitecore KO-01, die durch einen 18650-LiIon-Akku gespeist wird, der über ein mitgeliefertes Ladekabel geladen werden kann.
Mit diesen Kriterien in der Hinterhand hieß es für mich nun: Ran an den Speck!

Die Kandidaten:

Lampen Schädlingsbekämpfung 001
Armytek Prime A2

Lampen Schädlingsbekämpfung 002
Nitecore EA41

Lampen Schädlingsbekämpfung 003
Niteye KO-01


Verpackung/Lieferumfang:

Armytek Prime A2
Lampe, Trageclip, Handschlaufe, Holster, Ersatz-O-Ringe, Bedienungsanleitung.

Lampen Schädlingsbekämpfung 004


Nitecore EA41
Lampe, Handschlaufe, Holster, Ersatz-O-Ring, Bedienungsanleitung.

Lampen Schädlingsbekämpfung 005


Niteye KO-01

Lampe, Akku zum Betrieb, Ladekabel, Ersatz-Schaltergummi, Ersatz-O-Ringe, Bedienungsanleitung.

Lampen Schädlingsbekämpfung 006


Beschreibung der Lampen:
Armytek Prime A2

Länge: 156 mm
Durchmesser: 21 mm
Gewicht mit Batterien: 140 g
LED: Cree XM-L2
Tailstand („Kerzenfunktion“): ja.
Rollschutz: nur mit Trageclip.
Befestigungsmöglichkeit für Handschlaufe: ja.
Stromversorgung: 2x AA.
Besonderheiten: Trageclip, Magnet in der Endkappe.

Nitecore EA41
Länge: 118 mm
Durchmesser: 40 mm
Gewicht mit Batterien: 234 g
LED: Cree XM-L2 U2
Tailstand („Kerzenfunktion“): ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Handschlaufe: ja.
Stromversorgung: 4x AA.
Besonderheiten: aufsteckbarer Diffusor.

Niteye KO-01
Länge: 129 mm
Durchmesser: 25,5 mm
Gewicht mit Batterien: 137 g
LED: Cree XP-L
Tailstand („Kerzenfunktion“): ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Handschlaufe: ja.
Stromversorgung: 1x LiIon 18650.
Besonderheiten: Akku kann in der Lampe geladen werden.


Bedienung
Armytek Prime A2
Die komplette Bedienung erfolgt über einen Seitenschalter. Die Lampe verfügt über drei Leuchtebenen (dunkel, hell, Turbo) und Memory, das heißt, sie „merkt“ sich die beim Ausschalten gewählte Helligkeit und schaltet in dieser Stufe wieder ein. Durch einmaliges Drücken des Schalters landet man in einer der beiden ersten der ersten Leuchtebenen. Mittels Doppelklick gelangt man in die andere der beiden ersten Leuchtebenen. Ein schneller Dreifachklick – und man landet in der dritten Ebene.
In jeder der drei Ebenen stehen zusätzlich drei Unterstufen zur Verfügung, die bei eingeschalteter Lampe durch Gedrückthalten des Seitenschalters angewählt werden. Lässt man den Schalter los, wird die gewünschte Leuchtstufe gespeichert und steht beim nächsten Einschalten wieder zur Verfügung.

Lampen Schädlingsbekämpfung 007
Bei der Armytek Prime A2 ist ein Clip im Lieferumfang enthalten.


Nitecore EA41
Bedient wird die Lampe über zwei Schalter. Mit dem Schalter am Gehäuse wird die Lampe ein- und ausgeschaltet, mit dem Schalter am Lampenkopf können insgesamt fünf Leuchtstufen von dunkel nach hell angewählt werden. Die Lampe hat ebenfalls Memory. Durch Gedrückthalten des Schalters am Lampenkopf bei ausgeschalteter Lampe startet die EA41 immer in der hellsten Stufe.

Lampen Schädlingsbekämpfung 008
Ein aufsteckbarer Diffusor ist optional erhältlich und verteilt das Licht bei der Nitecore EA41 sehr gleichmäßig.


Niteye KO-01

Eingeschaltet wird die Lampe durch Gedrückthalten des Seitenschalters. Zur Verfügung stehen vier Leuchtstufen, die durch kurzes Drücken des Schalters in der Reihenfolge von hell nach dunkel abgerufen werden. Auch die dritte Lampe im Test ist mit einer Memory-Funktion ausgestattet und schaltet in der Leuchtstufe wieder ein, in der sie ausgeschaltet wurde.

Lampen Schädlingsbekämpfung 009
Bei der Nitecore KO-01 kann der Akku zum Laden in der Lampe verbleiben.


Generelle Infos

Alle Lampen sind zusätzlich mit Blinkfunktionen wie Strobe ausgestattet, die durch viermaliges schnelles Drücken des Schalters (Armytek), Gedrückthalten des Schalters am Lampenkopf (Nitecore) und Doppelklick (Niteye) erreicht werden können. Schädlinge dürfte man damit nicht beeindrucken können, außer vielleicht solche, die einem in der Nacht an die Wäsche oder die Geldbörse wollen. Darüber hinaus zeigen alle Lampen durch eine Status-LED im Schalter an, wie es um die Restkapazität der Akkus/Batterien bestellt ist – ausreichend zur groben Orientierung, wann diese gewechselt werden müssen.
Grundsätzlich sollte man bei Hochleistungstaschenlampen, die mit AA-Zellen (Armytek, Nitecore) besser Akkus verwenden statt herkömmlicher Alkali-Batterien, da letztere durch ihren höheren Innenwiderstand von der Leistung schnell einbrechen. Alternative: Lithium-Batterien, die allerdings deutlich teurer als Alkali-Batterien sind. Mit Akkus schont man langfristig Geldbeutel und Umwelt, und die Anschaffung eines entsprechenden Ladegeräts – falls noch nicht vorhanden – hat sich schnell amortisiert.
Bei der Niteye KO-01 stellt sich diese Frage nicht. Denn sie hat mit einem LiIon-18650-Akku nicht nur den besten Stromversorger aufgrund der höheren Leistung und Energiedichte – der Akku kann mit dem im Lieferumfang enthaltenen Ladekabel über USB auch bequem aufgeladen werden, ohne dass er aus der Lampe entnommen werden muss. Handelsübliche AA-Zellen funktionieren in der Lampe nicht, man sollte also immer darauf achten, dass der Akku ausreichend geladen ist.

Welche Lampe darf’s denn nun sein?
Was die Leistung angeht, sind alle drei Lampen fürs Ausleuchten des Nahbereichs und erweiterten Nahbereichs mit (laut Herstellerangaben) 400 Lumen (Armytek), 1020 Lumen (Nitecore) und 960 Lumen (Niteye) mehr als ausreichend geeignet.
Bei der Lichtfarbe hat die Armytek Prime A2 klar die Nase vorn, da sie mit ihrer warmweißen LED die neutralste Farbwiedergabe ermöglicht. Am Lampenfuß ist sie mit einem (ausbaubaren) Magneten versehen, mit dem sie an metallenen Gegenständen haftet. Zweifellos ist die Armytek Prime A2 die vielseitigste Lampe im Testfeld – allerdings von der Bedienung auch die komplizierteste. Dazu kommt, dass sich der Schalter recht schwammig und indirekt drückt. Diese Lampe mit Handschuhen zu bedienen, ist nahezu unmöglich.
Die Nitecore EA41 ist die am einfachsten zu bedienende Lampe. Mit einem Schalter wird sie ein- und ausgeschaltet, mit dem anderen werden die Leuchtstufen angewählt. Doch auch hier ist die Bedienung mit Handschuhen nicht gerade ein Kinderspiel. Mal abgesehen davon, ob man auf Anhieb den richtigen Schalter trifft, muss man die Stelle, an der beide Schalter sitzen, im Dunkeln erst mal ertasten.
Bei der Niteye KO-01 ist die Bedienung mit Handschuhen noch am Einfachsten, vorausgesetzt, man hat mit Handschuhen das nötige Fingerspitzengefühl, denn auch bei dieser Lampe ist der Schalter seitlich angebracht und muss „out of the Jackentasche“ erst mal gefunden werden. Was mir bei dieser Lampe überhaupt nicht gefällt, ist die Tatsache, dass der Schalter zum Ein- und Ausschalten gedrückt gehalten werden muss. Das ist gewöhnungsbedürftig und irgendwie nicht „natürlich“ – hier werden einer intuitiven Bedienung sicherlich etliche unbeabsichtigte Fehlversuche vorausgehen.

Resümee:
Gewöhnen kann man sich an alle Lampen. Wer es gerne „knubbelig“ und kompakt mag, sollte sich für die Nitecore EA41 entscheiden, die zudem am einfachsten zu bedienen ist. Für die Armytek Prime A2 sprechen die neutrale Farbwiedergabe und die Vielseitigkeit – dagegen der schwammige Schalter und die wenig intuitive Bedienung für einen „Normalo“. Ein gutes Mittelmaß ist die Niteye KO-01, mit deren Eigenheiten bei der Bedienung man sich allerdings zunächst erstmal anfreunden muss.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Bis zum ersten Pfosten sind es 4 Meter, bis zum zweiten 9, bis zum dritten 14. Der Waldrand ist 21 Meter entfernt.

Lampen Schädlingsbekämpfung 010
Armytek Prime A2

 

Lampen Schädlingsbekämpfung 011
Nitecore EA41

 

Lampen Schädlingsbekämpfung 012
Nitecore EA41 mit Aufsteck-Diffusor

 

Lampen Schädlingsbekämpfung 013
Niteye KO-01

 

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15. November 2016

Armytek Wizard Pro V3

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 22:39

Armytek Wizard Pro V3 001
Bereits im Vorfeld der Tests zur Armytek Wizard Pro V3 war mir klar, dass dies kein einfaches Review werden würde. Denn die Lampe ist relativ komplex, und nicht wenige Leute, die national und international in der Szene für fundierte und aussagekräftige Tests bekannt sind, haben schon über sie berichtet. Ergo habe ich versucht, einige noch unbeleuchtete Aspekte dieser Lampe in den Vordergrund zu rücken und hoffe, mit meiner eher unorthodoxen Vorgehensweise noch ein wenig mehr Lichtinsdunkel… ähhm… Licht ins Dunkel zu bringen.


Verpackung/Lieferumfang:
Die Armytek Wizard Pro V3 kommt in einem schlichten Pappkarton daher, in dem sich die Lampe, ein Halter für die Stirn, ein Kopfband, ein Überkopfband, ein Band, mit dem die Lampe an der Hand getragen werden kann, ein Lanyard, ein Trageclip und zwei Ersatz-O-Ringe befinden. Zusätzlich lag noch eine deutsche Bedienungsanleitung bei, da das Testmuster in Deutschland geordert wurde. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Jojo von www.selected-lights.de.

Armytek Wizard Pro V3 002
Lieferumfang der Wizard Pro V3.


Beschreibung der Lampe:

Länge: 111 mm
Reflektoröffnung: 17 mm
Durchmesser Kopf: 29 mm
Durchmesser Tail: 24,5 mm
Gewicht: 63 g
Gewicht mit Akku: 110 g
Gewicht mit Akku und Stirnband: 138 g
Anodisierung: gut und gleichmäßig ausgeführt, allerdings kein HA III.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1x 18650 LiIon, 2x 16340 LiIon, 2x CR123A.

Armytek Wizard Pro V3 003
Die Kopfform ist ungewöhnlich, sorgt aber dafür, dass die Lampe nicht wegrollen kann. Wie man sieht, handelt es sich beim Testexemplar um die warmweiße LED-Version.

 

Armytek Wizard Pro V3 004
Solide Materialstärke.

 

Armytek Wizard Pro V3 005
Das Gewinde zur Tailcap wurde werksseitig bereits ausreichend mit Fett versorgt.

 

Armytek Wizard Pro V3 006
Die Endkappe.

 

Armytek Wizard Pro V3 007
Wenn man hier dreht…

Armytek Wizard Pro V3 008
…kommt ein Magnet zum Vorschein.

Armytek Wizard Pro V3 009
Dank des Magneten kann man sein Kleingeld auch ohne Geldbörse transportieren oder die Lampe an metallenen Gegenständen anbringen.

Armytek Wizard Pro V3 010
Wer mag, kann den Magneten auch ausbauen.

 

Armytek Wizard Pro V3 011
Im Lieferumfang ist auch ein Trageclip enthalten, der stramm und fest sitzt.

Armytek Wizard Pro V3 012
Allerdings hinterlässt die Nutzung des Trageclips Spuren. So schön samtig-mattig-fluffig die Anodisierung bei Armytek auch sein mag – kratzfest geht anders.

 

Armytek Wizard Pro V3 013
Eine Möglichkeit, die Lampe am Lanyard zu tragen, gibt es auch.

 

Armytek Wizard Pro V3 014
Mit dem Stirnband ist die Lampe als Stirnlampe nutzbar. Das Überkopfband (nicht im Bild) kann überkopf über den Kopf gezogen werden. Dann hat die Lampe noch mehr Halt an Stirn und Kopf.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine XHP50-LED mit einer speziellen TIR-Optik mit einer Streuscheibe aus Glas.

Armytek Wizard Pro V3 015
Frontansicht.


Bedienung:
Insgesamt stehen drei Leuchtstufen mit mehreren Unterstufen zur Verfügung. Armytek nennt die Leuchtstufen „Ebenen“. Süß ist die deutsche Bezeichnung für die erste Ebene, die sich „Glühwürmchen-Modus“ nennt. Ebene 2 wird als „Hauptebene“ bezeichnet, Ebene 3 als „Turbo“. Bei ausgeschalteter Lampe landet man bei einem Klick in Ebene 1, bei einem Doppelklick in Ebene 2, bei einem Dreifachklick in Ebene 3. Bei eingeschalteter Lampe kann man durch Doppelklicken wie folgt zwischen den Ebenen wechseln: Befindet man sich in Ebene 1 oder 2, schaltet man mit dem Doppelklick zwischen diesen beiden Ebenen hin und her; befindet man sich in Ebene 3, gelangt man mit einem Doppelklick in Ebene 2 und bei einem erneuten Doppelklick in Ebene 1. Ebene 3 wird auch bei eingeschalteter Lampe durch einen Dreifachklick aktiviert. Ausgeschaltet wird die Wizard durch einen einfachen Klick.
Die Lampe verfügt über Memory und schaltet immer in der Ebene ein, in der sie ausgeschaltet wurde. Alternativ kann sie jederzeit im Moonlight-Modus eingeschaltet werden, indem man den Schalter gedrückt hält.
Wenn man den Schalter bei eingeschalteter Lampe gedrückt hält, rampt sie in jeder Stufe durch die Unterstufen, die mit folgenden Werten angegeben sind: Ebene 1: 0,25, 2 und 7 Lumen; Ebene 2: 40, 210 und 500 Lumen; Ebene 3: 1.250 und 2.150 Lumen. Auch hier merkt sich die Lampe die zuletzt aktivierte Unterstufe. Armytek gibt bei den Werten zwar lediglich die OTF-Lumen an und nicht die Lumen, die nach ANSI-Standard gemessen hätten werden können/sollen/müssen, aber in der Praxis ist dies sicher vernachlässigbar und unerheblich, außer vielleicht im hellsten Turbo-Modus.

Armytek Wizard Pro V3 016
Dieses Bild des Schalters habe ich nur deshalb eingebaut, um das ganze Geschreibsel zur Bedienung ein wenig aufzulockern – alter Journalisten-Trick.

 

Eine vierte Ebene gibt es auch noch: die Blinkebene. Diese betritt man durch viermaliges Klicken und landet zunächst im Strobe. Bei Gedrückthalten des Schalters folgt zuerst helles Beacon und dann dunkles Beacon.
Die Beschreibung der Bedienung mag kompliziert klingen, ist es aber in der Praxis nicht und geht schnell in Fleisch und Blut über. Der Schalter drückt sich sehr konkret und reagiert präzise auf jeden Schaltbefehl. Was mir besonders gut gefällt, ist, dass man für die Mehrfach-Klicks kein Geschwindigkeitsweltmeister sein muss. Egal, ob man einen Doppel,- Dreifach- oder Vierfach-Klick sehr schnell oder etwas langsamer ausführt – man landet immer da, wo man hinwill.
Verschweigen möchte ich zu guter Letzt auch den taktischen Modus nicht. In diesem Modus geht die Lampe nur dann an, wenn man den Schalter gedrückt hält. Der taktische Modus dürfte für die meisten Anwender überflüssig sein, aber wer mit der Lampe morsen möchte, kann dies im taktischen Modus machen. Und wenn er auch nur ein einziges Leben retten sollte, hat dieser Modus seinen Zweck bei drei Trilliarden verkaufter Lampen mehr als erfüllt. Wie man in diesen Modus gelangt und wie wieder heraus, kann man in der Anleitung nachlesen, denn dieses Kapitel ist ohnehin schon sehr lang.

Armytek Wizard Pro V3 017
Und noch ein schnuckeliges Bildchen vom Schalter, der erhaben und daher auch mit Handschuhen gut zu bedienen ist.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ins Lampengehäuse können wahlweise ein 18650-LiIon-Akku, zwei CR123A-Batterien oder zwei 16340-LiIon-Akkus eingesetzt werden. Nach dem Einlegen des Akkus/der Batterien kann der Akkutyp im Konfigurationsmenü der Lampe ausgewählt werden. Dazu hält man bei ausgeschalteter Lampe den Schalter gedrückt. Die Lampe durchläuft alle Helligkeitsstufen und beginnt zu blinken. Durch einmaliges Drücken des Seitenschalters wählt man als Akkutyp 18650 aus, durch zweimaliges Drücken CR123A, durch dreimaliges Drücken 16340. Die Auswahl wird von der Lampe durch ein-, zwei- oder dreimaliges Blinken quittiert.
Eine Status-LED im Schalter zeigt (außer im dunkelsten Modus) in den Farben grün, orange und rot grob den Ladestand der/des Stromversorger(s) an. Gleichzeitig dient diese Anzeige als Temperaturanzeige. Wenn die Lampe zu warm wird, blinkt der Schalter mehrmals orange.

Armytek Wizard Pro V3 018
Die Armytek Wizard Pro V3 kann wahlweise mit einem 18650-Akku, zwei 16340-Akkus oder zwei CR123A-Batterien betrieben werden.

 

Da die Lampe im hellen Turbo-Modus bereits innerhalb kürzester Zeit extrem heiß wird und ohne jegliche Kühlung schnell herunterschaltet, habe ich vor der Laufzeitmessung einen ganz speziellen Test durchgeführt.

Die Eiswasser-Kühlung
Bei der Eiswasser-Kühlung wurde die Lampe in der höchsten Turbo-Stufe in eine Glassschüssel mit Wasser und Eiswürfeln gelegt. Selbst bei maximaler Kühlung schaltete die Lampe mehrmals herunter. Nach einiger Zeit blinkte die Lampe – trotz maximaler Kühlung durch das Eiswasser – mehrmals innerhalb weniger Sekunden orange und schaltete weiter herunter, ein Zeichen dafür, dass die Lampe in der hellen Turbo-Stufe zeit- und nicht temperaturgesteuert läuft.
Weiter schlimm finde ich das nicht, denn selbst im dunkleren der beiden Turbo-Modi liefert die Lampe immer noch genug Licht für nahezu alle praktischen Anwendungen. Wer noch mehr Licht bei einer Stirnlampe benötigt, kann die helle Stufe natürlich aktivieren – viel länger als wenige Sekunden wird man diesen Modus ohnehin nie nutzen, und ob er nun zeit- oder temperaturgesteuert ist – scheißt der Hund drauf.

Armytek Wizard Pro V3 019
Lampi im Eiswasser.

 

Jedenfalls war durch den Test im Eiswasser klar, dass ein Laufzeittest in der hellen Turbo-Stufe wenig Sinn machen würde. Daher habe ich die Lampe in der dunkleren Turbo-Stufe laufen lassen. Als Stromversorger kam ein 18650-BattEnergy-Akku mit einer Kapazität von 3.100 mAh zum Einsatz. Während des Testlaufs wurde die Lampe durch einen Ventilator gekühlt.

Armytek Wizard Pro V3 020
Zu Beginn des Laufzeittests blinkte die LED im Schalter etwa alle vier Sekunden grün, nach 37 Minuten alle vier Sekunden orange, nach 62 Minuten alle zwei Sekunden orange. Drei Minuten später begann die Lampe, stufenweise herunterzuschalten und sendete in Minute 79 erste Blinkzeichen aus, um zu signalisieren, dass der Akku langsam mal gewechselt werden sollte.
Nach 95 Minuten habe ich den Test abgebrochen, da es unerheblich ist, ob die Lampe noch weiter herunterregelt und noch mehr Signale aussendet, um den Benutzer darüber zu informieren, dass der Akku spätestens jetzt schleunigst gewechselt werden sollte. Wer an dieser Stelle immer noch nicht bemerkt haben sollte, dass es an der Birne furchtbar dunkel geworden ist, gehört eigentlich durch einen tiefentladenen Akku bestraft.
Wird er aber nicht. Denn die Spannung des Akkus betrug bei Entnahme im Leerlauf zu diesem Zeitpunkt immer noch 3,19 Volt. Also alles im grünen Bereich – fein gemacht, Lampi!

Trotz der Tatsache, dass ein Laufzeittest in der hellsten Stufe wenig bis gar keinen Sinn macht, da die Lampe in selbiger nicht temperatur- sondern zeitgesteuert geregelt ist, habe ich natürlich dennoch für all diejenigen, die sich an drastisch fallenden Laufzeitkurven ergötzen, einen weiteren Test durchgeführt, bei dem die Lampe im „Alles-was-geht“-Modus eingeschaltet wurde. Als Akku wurde hier ein AW mit einer Kapazität von 2.600 mAh verwendet, und der Ventilator gab wieder alles, was er konnte.
Aber von wegen drastisch fallender Laufzeitkurve!

Armytek Wizard Pro V3 021
Nach 42 Minuten und 19 Sekunden schaltete die Lampe in den Moonlight-Modus herunter. Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,02 Volt gemessen.

Fazit: Im dunkleren der beiden Turbo-Modi läuft die Armytek Wizard Pro V3 länger als ein Stunde perfekt geregelt, nach minimalem Leistungseinbruch zu Beginn. Aber auch unter maximaler Belastung zieht sich der Leistungseinbruch über einen längeren Zeitraum hin – nach zehn Minuten liegt er bei etwas weniger als 25 Prozent. Nicht schlecht für eine solch kleine Lampe. Durch unterschiedliche Farben/Blinkintervalle des hinterleuchteten Schalters sowie durch Blinksignale der Lampe selbst wird der Benutzer darüber informiert, wie es um den/die Stromversorger bestellt ist.

Aber:
Eine kleine Auffälligkeit gibt es noch. Was die Akkus betrifft, mit denen die Lampe überhaupt die helle Turbo-Stufe erreicht, sind nicht wenige Exemplare der Wizard Pro V3 sehr wählerisch. Nicht nur mir, sondern auch anderen Testern im bunten Lampenuniversum ist aufgefallen, dass die Lampe mit manchen Akkus im hellen Turbo-Modus direkt ausgeht. Mit welchen, scheint von Lampe zu Lampe und von Akku zu Akku unterschiedlich zu sein. An fehlender Hochstromfähigkeit oder einem zu hohen Innenwiderstand der verwendeten Akkus scheint es nicht zu liegen, denn dafür sind meine Ergebnisse und die anderer Tester schlicht und einfach zu widersprüchlich. Und nicht zu vergessen: Nicht alle Exemplare der Wizard Pro V3 weisen dieses Verhalten auf.
Meine einzige wissenschaftlich fundierte Erklärung als professioneller Lampentester: Die Wizard Pro V3 ist in Wirklichkeit eine im Körper einer Taschenlampe gefangene Frau, die entweder ihre Tage hat, zickig ist oder schwanger. Oder alles zusammen.
Edit 16. November, frühmorgens: Freaksound aus dem Taschenlampen-Forum berichtet, dass es einen Akku gibt, der in allen Lampen funktioniert: der Eagtac 3500. Herzlichen Dank für die Info!

Armytek Wizard Pro V3 022
Die helle Turbo-Stufe funktioniert nicht bei allen Lampen mit jedem Akku. Fein, wenn man genügend von den Dingern herumfliegen hat – mit irgendeinem wird’s schon klappen.


Beam:
Bedingt durch die Kombination aus TIR-Optik und zusätzlicher Streulinse erzeugt die Lampe einen ausgewogenen Beam mit immer noch genügend Reichweite für nahezu alle Situationen im Nah- und erweiterten Nahbereich. Die warme Lichtfarbe sorgt für eine sehr neutrale Farbwiedergabe. Die maximale Reichweite ist von Armytek mit 105 Metern angegeben. Beim Praxistest wurden beim Einschalten in der hellsten Stufe kurzzeitig 3400 Lux gemessen, was sogar einer Reichweite von 116 Metern entspricht. Die paar Meter mehr oder weniger spielen in der Praxis allerdings keine große Rolle, da die Lampe in der hellsten Stufe schnell herunterschaltet und dieser Wert ohnehin nur kurzzeitig erreicht wird.

Armytek Wizard Pro V3 023
„Target-Beamshot“ der Armytek Wizard Pro V3.


Resümee:
Genial, beautiful, klasse, exciting, toll, marvelous, hervorragend! The Lampentester is fucking begeistert. Die Armytek Wizard Pro V3 ist eine wirklich gute Stirnlampe mit nicht minder guter Verarbeitung (mal abgesehen von der Anodisierung, bei der sich Armytek mal etwas überlegen sollte, denn auch diese Lampe des kanadischen Herstellers sieht dank der matten Beschichtung zwar hübsch aus, aber kratzfest geht anders). Und da ich schon mal beim Meckern bin: Die Tatsache, dass manche Exemplare nur mit bestimmten Akkus die hellste Leuchtstufe erreichen, ist sicherlich auch ein Manko, an dem Armytek arbeiten sollte.
Aber wenn man über Kratzer, die sicherlich auch zu einer Gebrauchslampe dazugehören, hinwegsehen kann, und einen zur Lampe passenden Akku hat, wird man mit einer vielseitigen Lampe belohnt, die kaum Wünsche offen lässt. Die Ausleuchtung ist homogen, ohne dass es es an Reichweite fehlt, und die schöne warme Lichtfarbe lässt Dinge auch im Dunkeln so erscheinen, wie sie im Hellen aussehen – jedenfalls fast, aber näher dran kommt man kaum.
Erhältlich ist die Lampe in Deutschland zu einem Preis von 109,95 Euro.

Armytek Wizard Pro V3 024
Die Lampe wird werksseitig bereits in den richtigen Vereinsfarben ausgeliefert. Lediglich beim blöden weißen Schriftzug an der Tailcap ist Nachbesserung angesagt.

 

Ein persönliches Problem:
Das Einzige, was mich bei der Abstufung der Leuchtstufen stört, ist der Sprung zwischen der hellsten Stufe in Ebene 1 und der dunkelsten Stufe in Ebene 2. Zwischen 7 Lumen (hellste Stufe Ebene 1) und 40 Lumen (dunkelste Stufe Ebene 2) liegt richtig viel sinnvoll nutzbares Licht, das nicht abgerufen werden kann, weil die Lampe nicht dafür ausgelegt ist, und der Sprung zwischen diesen beiden Einstellungen ist schon recht extrem. Der Sprung zwischen der hellsten Stufe bei Ebene 2 (500 Lumen) und der dunkleren bei Ebene 3 (1.250 Lumen, zu sehen bei den abschließenden Beamshots) fällt dagegen fürs Auge nicht sonderlich ins Gewicht.

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7 Lumen (hellste Stufe Ebene 1).

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40 Lumen (dunkelste Stufe Ebene 2). Dazwischen gibt’s nix – schade eigentlich.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Es sind die schlechtesten Beamshots, die ich vermutlich je gemacht habe. Die Ausrichtung der Lampen ist unterschiedlich, viele Bilder sind überbelichtet, aber es musste schnell gehen, da leckeres Essen auf dem Herd stand.
Bei den aufgeführten Lumenwerten handelt es sich um Herstellerangaben, für deren Richtigkeit ich keine Garantie übernehme, auf gar keinen Fall!

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Kontroll-Shot

 

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Armytek Wizard Pro V3, 7 Lumen. Wie man sieht, sieht man keinen Unterschied. Um den zu sehen, hätte ich deutlich länger belichten müssen, aber dann würden die meisten anderen Bilder aussehen wie eine Supernova. Das Auge sieht jedenfalls, dass die Lampe an ist, die Kamera ist dafür zu doof.

 

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Armytek Wizard Pro V3, 40 Lumen

 

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Armytek Wizard Pro V3, 210 Lumen

 

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Armytek Wizard Pro V3, 500 Lumen

 

Armytek Wizard Pro V3 032
Armytek Wizard Pro V3, 1250 Lumen

 

Armytek Wizard Pro V3 033
Armytek Wizard Pro V3, 2150 Lumen

 

Armytek Wizard Pro V3 034
Crelant 7G10, 1860 Lumen

 

Armytek Wizard Pro V3 035
Niteye Eye 30, 2000 Lumen

 

Armytek Wizard Pro V3 036
Wicked Lasers The Torch, 4100 Lumen

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26. Oktober 2016

Kurztest Fenix UC30

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 04:09

Fenix UC30 001
Wer eine kleine, handliche und unkomplizierte Lampe sucht, die ohne Entnahme des Akkus geladen werden kann, sollte bei der Fenix UC30 zumindest mal kurz innehalten.


Verpackung/Lieferumfang:

In einer Papp/Plastikverpackung sind die Lampe, ein Akku zum Betrieb, ein USB-Ladekabel, zwei Ersatz-Ladeport-Abdeckungen, ein Ersatz-O-Ring, ein Holster, ein Lanyard und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

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Lieferumfang der UC30.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 130 mm
Gewicht: 76 g
Gewicht mit Akku: 124 g
LED: Cree XM-L2 U2
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: IPX-8 (laut Hersteller).
Stromversorgung: 1x 18650 LiIon.

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Hinter dieser Abdeckung befindet sich der Ladeport.

 

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Der Akku kann geladen werden, ohne aus der Lampe entnommen zu werden.


Bedienung:

Die komplette Bedienung erfolgt über den Seitenschalter. Ein längerer Druck schaltet die Lampe ein. Sie verfügt über vier Leuchtstufen, die durch kurzes Drücken des Schalters in der Reihenfolge Dunkel (10 Lumen), Mittel (110 Lumen), Hell (400 Lumen) und Turbo (960 Lumen) angewählt werden. Gedrückthalten des Schalters schaltet die Lampe wieder aus. Sie verfügt über Memory und schaltet in der Leuchtstufe ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde.
Stroben kann die Lampe auch. Bei ausgeschalteter Lampe muss man den Schalter dafür solange gedrückt halten, bis sie genau das macht. In diesem Fall strobt die Lampe nur solange, wie der Schalter gedrückt gehalten wird. Bei eingeschalteter Lampe wird der Schalter ebenfalls solange gedrückt gehalten, bis die Lampe in den Strobe-Modus (dauerhaft) wechselt. Durch einfaches Drücken des Schalters gelangt man in die zuletzt aktivierte Leuchtstufe zurück.

 

Wie leuchtet sie denn?

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Naturwiese im Hellen.

 

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Naturwiese im Dunkeln mit der UC30 in der hellsten Einstellung.


Resümee:

Klein, kompakt und hell: Mit 960 Lumen im Jackentaschenformat erreicht die Fenix UC30 eine erstaunliche Leistung und ist dabei auch beim Laden unkompliziert zu handhaben. Einfach das im Lieferumfang enthaltene Kabel mit dem einen Ende in den USB-Port von Rechner, Laptop oder Powerbank stecken und das andere Ende in den Micro-USB-Port der Lampe – schon wird der Akku geladen, ohne aus der Lampe entnommen zu werden. Erhältlich ist das gute Stück zu einem Preis von 59,90 Euro.

 

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