Taschenlampen-Tests.de






         

24. Mai 2020

Willkommen auf Taschenlampen-Tests.de!

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Intention dieser unabhängigen Seite ist es, Taschenlampen zu testen und dabei ihre Stärken und Schwächen herauszustellen. Weiterhin finden sich Beamshots, Tipps sowie interessante Links für alle, die Interesse und Spaß an diesem umfangreichen Thema haben.

7. August 2020

Olight R50 Pro Seeker

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 16:04


It’s tooltime, baby!

 

Der Heimwerkerkönig war da und hat seine Werkzeugkiste mitgebracht. Doch es stellt sich die entscheidende Frage:
Was ist in der Kiste? What’s in the box? Contenu de la boîte? Wat zit er in de doos? Kutuda neler var? ماذا يوجد في الصندوق Conteúdo da caixa? Что в коробке Τι υπάρχει στο κουτί Que hay en la caja? 盒子裡有什麼 Cosa c’è nella scatola? Какво има в кутията Mitä laatikossa on? Vad är i rutan? Шта има у кутији Što je u kutiji? 상자 내용물 Hva er i boksen? Mi van a dobozban? Quid de arca archa? 箱の中身 Що в коробці Co jest w pudełku?


Es ist die Olight R50 Pro Seeker, die gerne auf Herz und Nieren gestestet werden möchte.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton sind die Lampe, ein Akku zum Betrieb (bereits eingelegt), ein USB-Ladekabel, ein Netzadapter, ein Holster, eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen und ein Olight-Werbeblättchen enthalten.


Die Verpackung der Lampe.

 


Nach dem Öffnen präsentiert sich ein aufgeräumtes Bild.

 


Und das ist alles drin im Karton.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 128,5 mm
Reflektoröffnung: 35 mm
Durchmesser Kopf: 42 mm
Durchmesser Tail: 33 mm
Gewicht: 165 g
Gewicht mit Akku: 264 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: nein.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1 x 26650 LiIon.


Die Unterseite der Lampe.

 


Materialstärke des Batterierohrs.

 


Das Gewinde wurde werksseitig ausreichend gefettet und läuft butterweich.

 


Im Lampenfuß befindet sich ein starker Magnet, mit dem die Lampe an metallischen Gegenständen befestigt werden kann, zum Beispiel, um beim Arbeiten die Hände frei oder einen Ständer in der Kiste zu haben.

 


Lampe im Holster.

 

Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine kaltweiße XHP70-LED von Cree, die ihr Licht mittels eines OP-Reflektors verteilt. Davor sitzt eine gehärtete, ultraklare Glaslinse.


Die Leuchteinheit.

 

Bedienung:
Die gesamte Bedienung erfolgt über einen Schalter (Taster), der unterhalb des Lampenkopfs angebracht ist. Durch einen kurzen Druck schaltet die Lampe ein. Sie verfügt über vier Leuchtstufen, die von Olight mit folgenden Werten angegeben sind:

Low – 60 Lumen – 50 Stunden
Medium – 400 Lumen – 7,5 Stunden
High – 1500/1000 Lumen – 10 Minuten + 160 Minuten
Turbo – 3200/1000 Lumen – 1,5 Minuten + 105 Minuten

Im Klartext bedeutet das: Laut Bedienungsanleitung hält die Lampe die Leistung in den beiden niedrigen Stufen konstant über den angegebenen Laufzeitraum. Im Turbo schaltet sie nach anderthalb Minuten zurück, und im High-Modus schaltet sie nach zehn Minuten zurück. Dazu, wie sich die Lampe tatsächlich verhält, komme ich später im Laufzeittest.

Nach dem Einschalten wechselt die Lampe durch Gedrückthalten des Schalters zwischen den Stufen Low, Medium und High. Nach High folgt wieder Low. Die R50 Pro Seeker ist mit Memory ausgestattet und schaltet immer in der Leuchtstufe ein, in der sie zuvor ausgeschaltet wurde. Wenn man den Schalter bei ausgeschalteter Lampe etwa eine halbe Sekunde lang drückt, startet sie immer in der dunkelsten Stufe.
Ein Doppelklick – unabhängig davon, ob die Lampe ein- oder ausgeschaltet ist, aktiviert den Turbo-Modus. Hält man den Schalter im Turbo gedrückt, gelangt man wieder in die zuvor aktivierte Leuchtstufe. Ein kurzer Druck in einer der regulären Leuchtstufen oder im Turbo schaltet die Lampe aus.
Über Strobe verfügt die Lampe ebenfalls. In diesen Modus gelangt man durch einen schnellen Dreifachklick, unabhängig davon, ob die Lampe ein- oder ausgeschaltet ist.
Gegen unbeabsichtigtes Einschalten kann die R50 Pro Seeker durch langes Gedrückthalten des Schalters bei ausgeschalteter Lampe gesperrt werden; das Entsperren funktioniert auf die selbe Weise.


Einziges Bedienelement ist ein Schalter unterhalb des Lampenkopfs.

 

Stromversorgung:
Dafür, dass die Lampe leuchtet, sorgt der mitgelieferte 26650-Akku mit einer Kapazität von 4500 mAh.


Der Akku.

 


Wie man sieht, handelt es sich um einen Spezialakku, bei dem die Ladekontakte nicht unten und oben sitzen, sondern unten. Minus ist in der Mitte.

 


Dementsprechend sieht die Tailcap von innen aus.

 


Und so von außen.

 


Geladen werden kann der Akku mit dem mitgelieferten Kabel über einen USB-Anschluss. Während des Ladevorgangs leuchtet die LED am Ende des Kabels rot, bei komplett geladenem Akku grün. Hier leuchtet sie gar nicht, da es sich um eine Werkzeugkiste ohne USB-Anschluss handelt.

 


Ein Steckdosenadapter ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten.

 

Laufzeittest:
Beim ersten Test wurde die Lampe im Turbo-Modus betrieben und während des Tests kontinuierlich durch einen Venitilator gekühlt.

Nach etwas mehr als 53 Minuten schaltete die Lampe ab. Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,14 Volt gemessen.

Ohne Kühlung beginnt die Lampe nach etwas mehr als 2 Minuten auf 8300 Lux herunterzuregeln (den Wert im High-Modus), der nach 3 Minuten und 20 Sekunden erreicht ist.

Ein weiterer Test erfolgte im High-Modus, diesmal bei Raumtemperatur.

Sehr schön zu sehen ist, dass die Lampe zunächst herunter- und später wieder heraufregelt, was auf eine temperaturgesteuerte Regelung schließen lässt. Nach 52 Minuten wurde ein Wert erreicht, den die Lampe ohne jegliche Kühlung über einen langen Zeitraum fast kontinuierlich hält. Nach zwei Stunden habe ich den Test beendet. Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,38 Volt gemessen.

 

Fazit:
Die R50 Pro Seeker ist ein kleiner Rebell und hält sich nicht zwangsläufig an die Werte, die Olight angibt.
Unter optimalen Bedingungen ist die Lampe astrein geregelt. Sie regelt zwar herunter, aber dieses Herunterregeln ist absolut sinnvoll, ansonsten würde die LED irgendwann den Hitzetod sterben.
Das erste Diagramm zeigt, dass die Lampe unter guten (Kühl)-Bedingungen auf die herstellerseitig angegebenen Werte und Laufzeiten pfeift und einfach die ganze Zeit mit maximal möglicher Leistung leuchtet, was das Zeug hält. Die von Olight angegebenen Laufzeiten gehen dadurch natürlich komplett in den Keller, aber der Test zeigt, dass die Lampe grundsätzlich sogar mehr kann als vom Hersteller versprochen.
Auch beim Test im High-Modus, bei dem die Lampe nicht gekühlt wurde, regelt sie nur immer soweit herunter wie temperaturbedingt nötig. Fein gemacht, Lampi!

 

Beam:
Das Lichtbild ist recht ausgewogen und bietet einen gelungenen Mix zwischen Nahbereichsausleuchtung und Reichweite, was die R50 Pro Seeker zu einer sehr universell einsetzbaren Lampe macht. Die Leuchtweite ist mit 250 Metern angegeben, was sicherlich nicht gestrunzt ist. Nach der Umrechnung des höchsten gemessenen Luxwerts im Turbo kam ich sogar auf 264 Meter.


Scheiben-Schuss der R50 Pro Seeker.

 

Resümee:
Die Verarbeitung ist „Olight-like“ – sehr gut und hochwertig. Hier gibt es absolut nichts zu meckern. An die Bedienung kann man sich schnell gewöhnen, sofern man sie nicht schon von anderen Lampen dieses Herstellers kennt. Strobe kann bei sowohl bei aus- als auch bei eingeschalteter Lampe per Direktzugriff erreicht und nicht aus Versehen aktiviert werden, und die Regelung könnte kaum besser sein.
Meiner Meinung nach hat Olight bei der R50 Pro Seeker alles richtig gemacht. Der aktuelle VK liegt bei 159,95 Euro (Stand: August 2020). Das hört sich nach viel Geld an, geht aber aufgrund der Tatsache, das weder Akku noch Ladegerät zusätzlich erworben werden müssen, absolut in Ordnung. Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.


Olight-Größenvergleich: Von links: R50 Pro Seeker, SR Mini II, X7 Marauder.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Kurz vor Sonnenuntergang

 


Kontroll-Shot

 


R50 Pro Seeker Low

 


R50 Pro Seeker Medium

 


R50 Pro Seeker High

 


R50 Pro Seeker Turbo

 

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16. Juli 2020

Sofirn SP33 V3.0

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 18:56


Eine helle Allrounder-Lampe zu einem schier unschlagbaren Preis hat Sofirn mit der SP33 V3.0 abgeliefert. Aber kann sie diesem Preis auch mit entsprechender Qualität gerecht werden?

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp-Umverpackung sind die Lampe, ein 26650-Akku zum Betrieb (bereits eingelegt und durch eine Schutzfolie gegen versehentliches Einschalten beim Transport gesichert), ein Reduzierröhrchen für den Betrieb mit einem 18650-Akku, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ladekabel, ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen enthalten.


Die Umverpackung der Lampe.

 


Der Inhalt der Verpackung. Die Bedienungsanleitung habe ich auf dem Bild vergessen.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 126,5 mm
Reflektoröffnung: 31 mm
Durchmesser Kopf: 37,5 mm
Durchmesser Tail: 35 mm
Gewicht: 138 g
Gewicht mit Akku: 231 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: gemäß IPX-8.
Stromversorgung: 1x 26650 LiIon, 1x 18650 LiIon.


Materialstärke Batterierohr.

 


Das Tailcap-Gewinde wurde von Sofirn von Werk aus bereits ausreichend geschmiert und läuft spielfrei und weich.

 


Vergoldete Tailcap-Feder.

 


Möglichkeit zur Lanyard-Befestigung an der Tailcap.

 

Leuchteinheit:
Eine LED des Typs XHP50.2 von Cree verrichtet die Arbeit in einem OP-Reflektor. Davor wurde eine Glaslinse verbaut.


Blick in den Lampenkopf.

 

Bedienung:
Es gibt zwei Möglichkeiten, die Lampe zu bedienen: mittels Durchschalten von insgesamt fünf Leuchtstufen (Werkseinstellung) oder stufenlos per Ramping.

Angegeben sind die Leuchtstufen von Sofirn mit folgenden Werten:
Moonlight: 1 Lumen – 31 Tage
Low: 150 Lumen – 26 Stunden und 36 Minuten
Mid: 450 Lumen – 9 Stunden und 21 Minuten
High: 1600 Lumen – 2 Stunden und 21 Minuten
Turbo: 3500 Lumen – 1 Stunde und 53 Minuten

Zwischen Durchschalten und Ramping wechselt man durch einen Vierfachklick auf den Schalter bei eingeschalteter Lampe, was mit einem kurzen Blinken und anschließendem direkten Umschalten in den jeweils anderen Modus quittiert wird.

Für beide Betriebsarten gilt:
Ein kurzer Druck auf den Schalter schaltet die Lampe ein und aus. Durch Gedrückthalten wechselt man die Modi/regelt man die Lampe herauf und herunter. Die Lampe hat Memory und schaltet immer in der Stufe/Helligkeit ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde. Hält man den Schalter gedrückt, schaltet die Lampe grundsätzlich im Moonlight-Modus ein, der allerdings nicht gespeichert wird. Ein Dreifachklick bei ein- oder ausgeschalteter Lampe aktiviert Strobe; durch einen einfachen Klick aus Strobe gelangt man zur zuletzt aktivierten Stufe/Helligkeit zurück.

Für den Stufen-Modus gilt:
Memorisiert werden nur die Stufen Low, Mid und High. Durch einen Doppelklick gelangt man in den Turbo, durch einen Einfachklick aus dem Turbo zurück in die zuletzt aktivierte Leuchtstufe.

Für den Ramping-Modus gilt:
Die Lampe rampt bis in den Turbo und speichert diesen auch ab, was im Klartext bedeutet: Wurde die Lampe zuletzt im Turbo ausgeschaltet, schaltet sie auch im Turbo wieder ein. Wurde sie zuletzt mit einer anderen Helligkeit betrieben, gelangt man nach einem Einfachklick aus Turbo ebenfalls genau dorthin zurück.
Beim Ramping gelten folgende Kriterien: Wenn man den Schalter (bei eingeschalteter Lampe) für weniger als etwa 1,5 Sekunden gedrückt hält, wechselt die Lampe zwischen Herauf- und Herunterrampen. Wartet man länger als 1,5 Sekunden, rampt die Lampe in die Richtung, die zuletzt aktiviert war.
Was bedeutet: Gedrückthalten beim Hochrampen nach mehr als 1,5 Sekunden: Lampe rampt weiter hoch; erneutes Gedrückthalten beim Runterrampen nach mehr als 1,5 Sekunden: Lampe rampt weiter runter.

Dieser ganze Klumpatsch bezüglich der Bedienung mag sich zwar kompliziert lesen, ist es in der Praxis aber nicht, und man hat schnell heraus, wie die Lampe zu bedienen ist.

Beim Einschalten wird die Spannung des Akkus für etwa fünf Sekunden grob durch eine LED im Schalter angezeigt. Bei ausreichender Spannung leuchtet die LED blau, bei niedriger Spannung rot. Bei kritischer Akkuspannung blinkt die LED während des Betriebs dauerhaft rot.
Die Lampe verfügt über einen Lockout-Modus, der sie gegen versehentliches Einschalten sichert. Dazu muss der Schalter im ausgeschalteten Zustand viermal schnell gedrückt werden. Das Entsperren funktioniert ebenfalls durch schnelles viermaliges Drücken.

Abgesehen von der Bedienung, stellt der Schalter das größte Problem dar – nicht etwa, weil er nicht gut funktioniert, ganz im Gegenteil – sondern vielmehr, weil er im Dunkeln unglaublich schlecht zu ertasten ist. Die einzige fühlbare Orientierung bietet die Abdeckung der Ladebuchse, die leicht erhaben ist, und genau gegenüberliegend dieser Buchse sitzt der Schalter, den man drücken muss. In einer taktischen Haltung ist dies nahezu unmöglich, in einer „normalen“ Haltung mit viel Zeit und Feingefühl verbunden. Hier sollte Sofirn bei einem möglichen Nachfolger dringend nachbessern.


Der Schalter arbeitet präzise und zuverlässig. Leider ist er im Dunkeln kaum zu ertasten, egal, wie man die Lampe hält.

 

Stromversorgung:
Betrieben wird die Lampe mit einem 26650-Akku. Mitgeliefert wird ein ungeschützter Sofirn-Akku mit einer Kapazität von 5.500 mAh. Bei Auslieferung hatte der Akku eine Leerlaufspannung von 3,86 Volt. Geladen werden kann er mittels eines USB-C-Kabels über einen entsprechenden Anschluss in der Lampe. Während des Ladevorgangs blinkt eine rote LED im Schalter. Bei komplett geladenem Akku leuchtet die LED konstant blau. Die Ladeschlusspannung nach dem Aufladen betrug 4,15 Volt, was einen gesunden Wert darstellt.


Im Lieferumfang ist ein ungeschützter Sofirn-Akku enthalten. Die Lampe kann allerdings auch mit geschützten 26650-Akkus betrieben werden. Der große Vorteil des Akkus: Es handelt sich um keinen Spezialakku. Plus ist am Köpfchen, Minus am Popo. Davon können sich manch andere Hersteller, die auf teure Spezialakkus setzen, eine Scheibe abschneiden. Ein kleines Manko: Der mitgelieferte Akku klappert leicht im Lampengehäuse, und auch das Röhrchen für den Betrieb mit einem 18650-Akku ist nicht wirklich präzise gehalten. Auch hier klappert und wackelt es (ohne Bild).

 


Das Reinpuhlen der Ladeport-Abdeckung ist zwar ein wenig fummelig, aber die Lampe ist dicht und hat den gnadenlosen Unterwassertest meinerseits bestanden.

 


Vorbildlich, was das Laden des Akkus in einer Lampe betrifft: ein USB-C-Anschluss.

 

Laufzeittest:
Während des Tests wurde die Lampe mit dem mitgelieferten Akku betrieben und im Turbo eingeschaltet. Nach einer Stunde habe ich den Test beendet. Die Leerlaufspannung des Akkus betrug zu diesem Zeitpunkt 3,09 Volt.

Fazit:
Laut Bedienungsanleitung verfügt die Lampe über eine Temperatursteuerung, was im Diagramm zu Beginn der Messung sehr schön veranschaulicht wird. Nach elf Minuten sinkt der Luxwert allerdings kontinuierlich, was darauf schließen lässt, dass ab diesem Zeitpunkt lediglich die verbleibende Akkuspannung über die Leistung entscheidet.
Auffällig ist, dass die Wärme zum Großteil ausschließlich über den Lampenkopf abgeleitet wird, während am Batterierohr kaum noch Wärme ankommt.

 

Beam:
Durch die Kombination aus LED und Reflektor ergibt sich ein schönes und homogenes Leuchtbild. Die Reichweite ist mit 273 Metern angegeben. Nach Umrechnung des Maximalwerts aus dem Laufzeittest kommt das Testmodell sogar auf 331 Meter. Nach zweieinhalb Minuten waren es noch 278 Meter.


Scheiben-Schuss.

 

Resümee:
Mit der SP33 V3.0 hat Sofirn fast alles richtig gemacht. Die Verarbeitung ist klasse. Die Leistung ist klasse. Der Preis ist klasse. Was nervt, ist allerdings die Tatsache, dass man den Schalter im Dunkeln, weder in einer taktischen noch in einer „normalen“ Haltung, gut ertasten kann. Dadurch ist es bei völliger Dunkelheit nicht wirklich einfach, die Lampe schnell einzuschalten.
Die Bedienung würde ich nicht als „intuitiv“, sondern vielmehr als „leicht erlernbar“ bezeichnen. Nachdem man sich ein wenig mit der Lampe beschäftigt hat, macht man keine Fehler mehr und kann zudem zwischen zwei Betriebsarten auswählen.
Was mir richtig gut gefällt, ist der Moonlight-Modus, den man oft unterschätzt, der aber in vielen Situationen enorm hilfreich ist – etwa, wenn man nicht gesehen werden oder sein Gegenüber nicht blenden möchte, beim nächtlichen Gang zum Klo oder beim Finden des Schlüssellochs. Dieser Modus ist leider bei den meisten etablierten Herstellern bei Lampen ähnlicher Baugröße nicht vorhanden – bei der SP33 V3.0 hingegen schon.
Abgesehen von den kleinen Schwächen der Lampe, bekommt man mit der SP33 V3.0 für weniger als 60 Euro ein überzeugendes Gesamtpaket, bei dem nichts dazugekauft werden muss. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von Sofirn. Erhältlich ist sie unter anderem hier.


Größenvergleich. Von links: Sofirn SP33 V3.0, Lupine Betty TL2 S, Olight Warrior X Pro, Surefire 6P.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Tageslicht

 


Kontroll-Schuss im Dunkeln

 


Sofirn SP33 V3.0 Moonlight

 


Sofirn SP33 V3.0 Low

 


Sofirn SP33 V3.0 Mid

 


Sofirn SP33 V3.0 High

 


Sofirn SP33 V3.0 Turbo

 

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2. Juli 2020

Tektite Splash-Lite

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 20:25


Eine Lampe für den kleinen Tauchgang zwischendurch bietet Tektite mit der Splash-Lite.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einer Blisterverpackung ist die Lampe mit bereits eingelegter Batterie enthalten.


So wird die Lampe ausgeliefert.

 


Alle relevanten Daten zur Lampe finden sich auf der Rückseite der Verpackung.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 75 mm
Gewicht: 16 g
Gewicht mit Batterie: 32 g
Tailstand: nein
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Loch/Schlüsselring am Lampenende.
wasserdicht: bis 30 Meter.
Stromversorgung: 1x CR123A.


Als Material für den Body kommt Lexan zum Einsatz, was die Lampe extrem leicht macht.

 


Am Lampenende kann ein Lanyard befestigt werden.

 


Eine CR123A-Batterie zählt zum Lieferumfang.

 

Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine XPC-LED von Cree in einem glatten Reflektor.


Die Leuchteinheit.

 


Lampenkopf abgeschraubt.

 

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe, indem sie zugedreht wird. Zur Verfügung steht eine Leuchtstufe, die mit 40 Lumen angegeben ist.

 

Beam:
Um einen kleinen Spot herum liefert der Zwerg jede Menge Streulicht, wobei das Lichtbild insgesamt recht ausgewogen ist.


Scheiben-Schuss der Splash-Lite.

 

Resümee:
Klein, leicht, handlich, einfach zu bedienen – die Splash-Lite von Tektite ist als Mini-Tauchlampe konzipiert, leistet aber auch als Schlüsselbundlampe gute Dienste. 40 Lumen sind in der heutigen Zeit zwar nicht gerade viel, reichen in den meisten Alltagssituationen, etwa um das Schlüsselloch zu finden oder den Weg auszuleuchten, jedoch völlig aus. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von Tektite. Dort ist die Splash-Lite zu einem Preis von 29,95 US-Dollar auch erhältlich.


Größenvergleich. Von links: Tektite Splash-Lite, Nitecore Tip, 4Sevens Quark Mini123, Olight i5T EOS.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot

 


Tektite Splash-Lite

 

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25. Juni 2020

Busch & Müller Ixon Core

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 15:31


Heute wird die Ixon Core von Busch & Müller im Testlabor vorstellig – eine kleine, leichte Fahrradlampe mit offizieller Straßenzulassung.

 

Lieferumfang:
Neben der Lampe mit fest verbautem LiIon-Akku sind eine Halterung für den Lenker, ein Ladekabel und ein Netzteil enthalten. Ein Bild gibt es leider nicht, da ich die Lampe gebraucht und lediglich mit der Halterung erworben habe.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 106 mm
Durchmesser Kopf: 44 mm
Durchmesser Tail: 31 mm
Gewicht: 106 g
Rollschutz: ja.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Stromversorgung: fest verbauter LiIon-Akku.


Simpel, aber effektiv: Es braucht nur diese beiden Teile, um die Lampe am Lenker zu befestigen.

 


So sieht das dann aus.

 


Das Gegenstück an der Lampe. Alles passt perfekt zusammen und hält satt.

 

Leuchteinheit:
Eine LED, die vom Hersteller nicht näher spezifiziert ist, verteilt das Licht von oben über einen nach vorne gebogenen Reflektor.


Die Leuchteinheit.

 

Bedienung:
Bedient wird die Lampe komplett über einen Schalter im Lampenkopf. Das Ein- und Ausschalten wird durch einen langen Druck auf diesen Schalter bewerkstelligt. Ein kurzer Druck sorgt bei eingeschalteter Lampe für einen Wechsel zwischen den beiden Leuchtstufen, die mit 50 Lux für mehr als drei Stunden und 12 Lux für 15 Stunden angegeben sind. Die zuletzt aktivierte Leuchtstufe wird dabei memorisiert; die Lampe schaltet in der Leuchtstufe wieder ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde.
In der jeweiligen Leuchtstufe blinkt die Lampe in regelmäßigen Intervallen, um über den Zustands des Akkus zu informieren – blau in der hellen, rot in der dunklen Stufe. Je öfter sie blinkt, desto voller ist der Akku. Im Idealzustand blinkt die Ixon Core fünfmal blau oder rot.
Im Gegensatz zu fast allen Herstellern macht Busch & Müller keine Lumenangaben zur Lampe. Da ich mangels Ulbrichtkugel selbst keine Messungen durchführen kann, konnte ich den Wert lediglich per Ceiling-Bounce im Vergleich mit anderen Lampen schätzen. In der hellen Stufe dürfte die Lampe grob zwischen 130 und 200 Lumen liefern, in der dunklen Stufe zwischen 40 und 80 Lumen.


Bedient wird die Ixon Core mit einem Schalter oben am Lampenkopf.

 

Stromversorgung:
Ein fest verbauter LiIon-Akku sorgt dafür, dass die Lampe leuchtet. Aufgeladen kann der Akku mittels eines beliebigen USB-Kabels. Während des Ladevorgangs leuchtet eine blaue LED im Schalter. Ist der Ladevorgang abgeschlossen, erlischt die LED.


Die Abdeckung des Ladeports am Lampenpopo…

 


… und der Ladeport höchstselbst.

 

Laufzeittest:
Die Lampe wurde in der hellen Stufe eingeschaltet und prophylaktisch durch einen Ventilator gekühlt.

Fazit:
Die Lampe zickt und zuckt zwar während des gesamten Tests, den ich nach einer Stunde beendet habe, ständig ein wenig rum, stellt aber unter Beweis, dass sie recht ordentlich geregelt ist.
Fünfmal Blinken entspricht einem vollen Akku. Beim ersten Blinken nach 60 Minuten, das innerhalb der folgenden zwei Minuten erfolgte, blinkte die Lampe viermal blau – damit dürfte noch eine Menge an Restlaufzeit drin sein.

 

Beam:
Das Lichtbild ist für einen verwöhnten Flashaholic recht gewöhnungsbedürftig – irgendwie scheint es, als schaue man bei der Ixon Core durch einen Briefschlitz.


Schuss auf die Scheibe.

 

Resümee:
Ich bin nicht der schnellste Fahrradfahrer, und mit der Ixon Core von Busch & Müller werde ich mit ziemlicher Sicherheit auch nicht dazu. Das Lichtbild ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, und die Leistung ist eher dürftig. Der Preis von 69,90 Euro (Stand: Juni 2020) ist für eine Lampe, die zwar nach StVZO offiziell zugelassen ist, aber nicht sonderlich hell ist, schon ziemlich sportlich. Als Notbeleuchtung oder „Alibi-Lampe“ für mögliche Verkehrskontrollen leistet die Ixon Core dennoch gute Dienste.


Größenvergleich. Von links: Busch & Müller Ixon Core, Olight S2R Baton II, Lupine Betty TL2 S.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Aufnahme bei Tageslicht

 


Kontroll-Schuss bei Dunkelheit

 


Busch & Müller Ixon Core dunkel

 


Busch & Müller Ixon Core hell

 

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19. Juni 2020

Olight S2R Baton II

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 15:23


Mit der S2R Baton II hat Olight eine praktische EDC-Lampe abgeliefert, die als Komplettpaket mit Akku und USB-Magnetladekabel daherkommt.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einer Pappschachtel sind neben der Lampe ein Akku (bereits eingelegt), ein blauer Trageclip (bereits montiert), ein alternativer schwarzer Trageclip, ein Lanyard, ein Magnetladekabel, ein Aufbewahrungsbeutel sowie eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen enthalten.


Die Verpackung.

 


Das ist alles drin.

 


Der Akku wurde bereits eingelegt und ist durch eine Schutzfolie gegen versehentliches Einschalten der Lampe gesichert.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 100 mm
Reflektoröffnung: 15 mm
Durchmesser Kopf: 23 mm
Durchmesser Tail: 23 mm
Gewicht: 48 g
Gewicht mit Akku: 96 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit Clip.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze im Tail.
wasserdicht: gemäß IPX-8.
Stromversorgung: 1x 18650 LiIon.


Materialstärke des Batterierohrs.

 


Das Gewinde zum Lampenkopf läuft geschmeidig und wurde von Werk aus leicht gefettet.

 


Innenansicht Lampenkopf.

 


Der vormontierte blaue Clip in Kombination mit dem „Desert-Tan“-Farbton der Lampe ist Geschmackssache.

 


Wem diese Kombination nicht gefällt, der kann auch den mitgelieferten schwarzen Clip montieren. Ob schwarz oder blau – beide Clips halten bombenfest.

 


Hier kann das Lanyard befestigt werden.

 

Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Luminus SST-40-CW-LED, die hinter einer speziellen TIR-Optik sitzt.


Die Leuchteinheit.

 

Bedienung:
Olight-typisch. Mit einem kurzen Klick auf den Seitenschalter, der das einzige Bedienelement ist, wird die Lampe ein- und ausgeschaltet. Durch Gedrückthalten des Schalters bei eingeschalteter Lampe gelangt man nacheinander rotierend durch die Leuchtstufen Low-Mid-High. Die Lampe verfügt über Memory und schaltet in der Stufe wieder ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde.
Bei ausgeschalteter Lampe gelangt man durch Gedrückthalten des Schalters in den Moonlight-Modus. Ein Doppelklick bei ein- oder ausgeschalteter Lampe aktiviert den Turbo, ein Dreifachklick Strobe. Turbo und Strobe werden nicht memorisiert. Moonlight wird zwar memorisiert, aber beim nächsten Durchschalten der Leuchtstufen nicht ins reguläre UI integriert.

Im Klartext bedeutet das beim Durchschalten:
Variation 1 ohne Moonlight:
Low-Mid-High-Low usw.
Variation 2 mit Moonlight:
Moonight-Low-Mid-High-Low usw.

Gegen unbeabsichtigtes Einschalten gesperrt werden kann die Lampe, indem der Schalter bei ausgeschalteter Lampe etwa zwei Sekunden lang gedrückt gehalten wird. Das Entsperren funktioniert auf dieselbe Art und Weise.
Auf Wunsch kann auch ein Timer programmiert werden, der die Lampe wahlweise nach drei oder neun Minuten automatisch ausschaltet.

Die Leuchtstufen sind von Olight mit folgenden Werten angegeben:
Moonlight: 0,5 Lumen – 60 Tage
Low: 15 Lumen – 100 Stunden
Mid: 120 Lumen – 14 Stunden
High: 400 Lumen – 4 Stunden
Turbo: 1150/400 Lumen – 2 Minuten/230 Minuten


Bedient wird die S2R Baton II mit einem Seitenschalter, der in einer quadratischen Erhöhung eingefasst und somit auch im Dunkeln leicht zu ertasten ist. Während des Betriebs informiert eine LED im Schalter grob über die Restspannung des Akkus (außer im Moonlight-Modus, da leuchtet sie nicht). Solange der Akku noch halbwegs gut im Saft steht, leuchtet die LED grün. Die Farbe wechselt auf rot, wenn es mit dem Akku bergab geht, was im Test bei 3,11 Volt der Fall war. Gleichzeitig schaltete die Lampe herunter und ließ sich in den hellen Stufen nicht mehr einschalten.

Grundsätzlich ist es natürlich fein, wenn eine Lampe mangelnde Akkuleistung in irgendeiner Form ankündigt. Das ist auf jeden Fall besser, als plötzlich von einer Sekunde auf die andere im Dunkeln zu stehen. Unstrittig ist ebenfalls, dass ein Akku mit einer Leerlaufspannung von 3,11 Volt schleunigst gewechselt werden sollte.
Allerdings hätte ich es eleganter gefunden, wenn die Akkuwarnung früher erfolgen und man somit noch ein wenig „Luft nach oben“ haben würde. Bei der Olight-Lösung sieht man sich damit konfrontiert, von einem Augenblick auf den anderen mit einer nur noch in den niedrigen Leuchtstufen zu betreibenden Lampe herumlaufen zu müssen – nicht optimal.

 

Stromversorgung:
Als Stromquelle dient ein 18650-Akku mit einer Kapazität von 3.200 mAh, der mit dem mitgelieferten USB-Kabel direkt in der Lampe geladen werden kann. Der im Lieferumfang enthaltene Akku hatte bei Auslieferung eine Spannung von 3,68 Volt und wurde auf 4,21 Volt geladen. Hier wäre ein wenig weniger mehr gewesen.
Während des Ladevorgangs leuchtet eine rote LED am Ende des Ladekabels, bei vollgeladenem Akku wechselt die Farbe auf grün.
Voll toll – nur leider setzt Olight auch bei der S2R Baton II wieder auf einen Spezialakku. Wer also die Lampe ein paar Jahre oder länger nutzen möchte, muss beim Nachkauf tiefer in die Tasche greifen als eigentlich nötig. Andererseits – alle paar Jahre mal einen Zehner aus dem Fenster zu schmeißen, bringt einen auch nicht wirklich um.


Der mitgelieferte Akku hat eine Kapazität von 3.200 mAh.

 


Leider handelt es sich dabei wieder mal um einen Spezialakku.

 


Aufgeladen werden kann der Akku über einen Magnetladekontakt am Lampenende. Apropos Magnet: Ein starker Vertreter dieser Gattung wurde ebenfalls verbaut und macht die Lampe somit auch als Arbeitslampe nutzbar, indem man sie an metallenen Gegenständen befestigt.

 


Der Ladekontakt wird einfach aufs Lampenende aufgesetzt.

 

Laufzeittest:
Die Lampe wurde mit dem mitgelieferten Akku betrieben, im Turbo eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.

Pünktlich nach zwei Minuten begann die Lampe herunterzuregeln. Knapp anderthalb Minuten später war sie im High-Modus angekommen und lief dort bis zum Testende mit konstanter Leistung durch.
Zur besseren Lesbarkeit des Diagramms habe ich den Test nach 45 Minuten beendet, die Lampe aber noch bis Minute 60 durchlaufen lassen. Nach einer Stunde lag der Wert immer noch bei 2.400 Lux, die Leerlaufspannung des Akkus bei 3,90 Volt. Das Hochschalten in den Turbo-Modus war immer noch möglich; der maximale Wert wurde erneut zwei Minuten lang gehalten.

Fazit:
Was die Regelung betrifft, hält Olight Wort. Ich hatte allerdings auch nichts anderes erwartet. Nach dem ersten Herunterregeln, das bei der S2R Baton II zeitgesteuert erfolgt, wird die Leistung dauerhaft gehalten. Genug Leistung für eine längere Laufzeit ist noch vorhanden, und auch der Turbo kann noch aktiviert werden. Besser kann eine Lampe nicht geregelt sein.

 

Beam:
Bedingt durch die spezielle Optik ergibt sich ein großer Hotspot mit ein wenig Streulicht. In der Praxis liefert die Lampe ein homogenes und ausgewogenes Lichtbild, das ideal für die Ausleuchtung des Nahbereichs ist. Die maximale Reichweite ist mit 135 Metern angegeben. Nach Umrechnung des Höchstwerts, der bei der Messung erzielt wurde, komme ich beim Einschalten sogar auf 169 Meter und nach dem Herunterregeln auf 2.400 Lux immer noch auf fast 98 Meter.


Schuss auf die Scheibe.

 

Resümee:
Mit der S2R Baton II bekommt man eine hervorragend verarbeitete EDC, die einfach zu bedienen ist und mit kurzfristigen 1150 Lumen richtig hell macht. Die anschließenden 400 Lumen im High-Modus sollten eigentlich für sämtliche Alltagssituationen ausreichen, denn schließlich ist eine EDC keine Lampe, mit der man stundenlang auf Großwildjagd geht. Sollte man mit der Lampe dennoch auf Großwildjagd gehen, kann sie auch nach einer Stunde Dauerbetrieb im High-Modus noch hochgeschaltet werden.
Für einen Preis von 89,95 (Stand: Juni 2020) für die hier vorgestellte Ausführung im Farbton „Desert Tan“ bekommt man ein Komplettpaket, bei dem nichts dazugekauft werden muss. Einziger Haken: der Spezialakku, der zwar nicht besser ist als andere gute Markenakkus, aber wesentlich mehr kostet. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Ladestansanzeige, die eher eine Akkuwarnung darstellt, da erst dann von grün auf rot umgeschaltet wird, wenn die Lampe nicht mehr in den hellen Stufen betrieben werden kann. Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise vom Olight-Store.


Größenvergleich. Von links: Olight S2R Baton II, Emisar D4, Olight Warrior X Pro.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Bei Tageslicht

 


Kontroll-Schuss im Dunkeln.

 


Moonlight

 


Low

 


Mid

 


High

 


Turbo

 

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