Taschenlampen-Tests.de






         

6. August 2014

Willkommen auf Taschenlampen-Tests.de!

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 10:20

Intention dieser unabhängigen Seite ist es, Taschenlampen zu testen und dabei ihre Stärken und Schwächen herauszustellen. Weiterhin finden sich Beamshots, Tipps sowie interessante Links für alle, die Interesse und Spaß an diesem umfangreichen Thema haben. Und unter der Rubrik “Maiks Mods” stellt Tüftler Maik Langner Taschenlampen-Umbauten vor, die es so in keinem Geschäft zu kaufen gibt.
Viel Spaß beim Stöbern!
Walter (Lichtinsdunkel)

14. Oktober 2014

Niwalker Nova MM15

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 23:00

Niwalker Nova MM15 001
Die Niwalker Nova MiniMax15 wirkt auf den ersten Blick wie eine Kreuzung aus einem Fotoobjektiv, einer Mülltonne und einer Blechdose. Abstoßend wirkt sie, zumindest auf mich, dennoch nicht – ganz im Gegenteil. Und sie ist hell, sehr hell.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton sind die Lampe, ein Tragegriff nebst Schrauben zur Befestigung, ein Ersatz-O-Ring, ein Holster, ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung enthalten.

Niwalker Nova MM15 002
Das Holster fehlt auf dem Bild, weil der Alzheimer-Patient Lichtinsdunkel vergessen hat, es dazuzulegen. Aber wir kommen gleich noch dazu.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 114,5 mm
Durchmesser Kopf: 64 mm
Durchmesser Tail: 53 mm
Gewicht: 338 g
Gewicht mit Akkus: 534 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Öse am Body.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Stromversorgung: 4x 18650

Niwalker Nova MM15 003
Der Poppes der Nova MM15.

 

Niwalker Nova MM15 004
Der Tragegriff, zwei Schräubchen zur Befestigung desselben am Lampenkörper und ein Inbusschlüssel sind im Lieferumfang enthalten. Man sollte sich allerdings gut überlegen, ob man den Griff nutzen möchte oder nicht, denn das Anbringen ist ein Geduldsspiel, da man mit dem Inbusschlüssel nach jeder Vierteldrehung gegen Griff oder Lampe stößt und das Werkzeug ständig wieder neu ansetzten muss. Ich habe den Griff nur fürs Foto montiert und anschließend wieder abmontiert. Damit habe ich im Hellen angefangen und im Dunkeln aufgehört.

 

Niwalker Nova MM15 005
Dafür sitzt der Griff wenigstens bombenfest. Sinn macht er allerdings nur, wenn man die Lampe nicht in einer taktischen Haltung bedient, ansonsten stört er mehr, als er nützt.

 

Niwalker Nova MM15 006
Auf der Gegenseite findet sich ein Gewinde zur Stativmontage.

 

Niwalker Nova MM15 007
Tattaaa! Hier ist es endlich, das versprochene Holster.

 

Niwalker Nova MM15 008
Die Lampe passt sowohl mit dem Poppes zuerst (“Bezel up”, wie wir Fachleute sagen), oder dem Köpfchen zuerst (“Bezel down”) ins Holster. Mit einem Gewicht von mehr als 530 Gramm ist die Lampe, zumindest mir persönlich, zum Transport am Gürtel allerdings zu schwer. Bei einem Nachtcache, bei dem ich sie dabei hatte, habe ich sie nach kurzer Zeit abgenommen und lieber in den Rucksack gesteckt. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass man ständig das Gewicht von einer Dose Katzenfutter plus 100 Gramm zusätzlich am Gürtel hängen hat.


Leuchteinheit:
Zwei Cree-MP-G2-LEDs verrichten ihre Arbeit in einem OP-Reflektor. Davor sitzt eine Frontscheibe aus gehärtetem, ultraklarem, anti-reflex-beschichtetem Glas.

Niwalker Nova MM15 009
Frontansicht.


Bedienung:
Die MM15 wird komplett über einen Seitenschalter bedient. Ein- und ausgeschaltet wird sie durch einen Druck auf selbigen. Wird der Schalter bei eingeschalteter Lampe gedrückt gehalten, werden nacheinander die Leuchtstufen Mode 1 (angegeben mit 6 Lumen für 100 Stunden); Mode 2 (angegeben mit 180 Lumen für 30 Stunden); Mode 3 (angegeben mit 450 Lumen für 12 Stunden); Mode 4 (angegeben mit 880 Lumen für 8,2 Stunden) und Mode 5 (angegeben mit 1950 Lumen für 3,3 Stunden) aktiviert. Die Lampe hat Memory und speichert die zuletzt aktivierte Leuchtstufe. Durch einen Doppelklick, egal aus welcher Leuchtstufe heraus, gelangt man in den Turbo-Modus, der mit 5233 ANSI-Lumen angegeben ist.
Die versprochenen 5.233 Lumen liefert die Lampe sicherlich nicht. In einem Test in einer Privatkugel (nein, keine echte Ulbrichtkugel, aber ein Selbstbau von Photon aus dem Taschenlampen-Forum), mit dem bislang meiner Kentnis nach immer Ergebnisse erzielt wurden, die denen von Lampen mit bekannten Messwerten aus sündhaft teuren Ulbrichtkugeln sehr nahe kamen, haben wir 3.700 Lumen gemessen – auch kein schlechter Wert, aber halt keine 5.233 Lumen. Und schon gar nicht ANSI. Für diese Aussage verbürge ich mich!
Durch einen Doppelklick im Turbo-Modus wird Geblinke in der Reihenfolge Strobe-SOS-langsames Blinken aktiviert. Ein einfacher Klick aus jedem dieser Modi schaltet in die zuletzt aktivierte Stufe zurück. Strobe ist auch direkt anwählbar, indem bei ausgeschalteter Lampe ein Doppelklick ausgeführt wird.

Niwalker Nova MM15 010
Die komplette Bedienung erfolgt über den Seitenschalter.


Der Schalter selbst ist hinterleuchtet. Bei ausgeschalteter Lampe blinkt eine grüne LED etwa alle drei Sekunden, bei eingeschalteter Lampe leuchtet sie dauerhaft. Geht die Akkukapazität zur Neige, leuchtet eine rote LED. Diese Anzeige ist nicht allzu genau, bietet aber zumindest eine grobe Orientierung, ab wann ein Akkuwechsel sinnvoll ist.
Gegen versehentliches Einschalten hilft ein Lockout, der durch einen Dreifachklick aktiviert wird. Die Lampe quittiert dies durch zweifaches Blinken. Das Wiedereinlocken geschieht auf dieselbe Art und Weise.
Darüberhinaus gibt es noch die Möglichkeit, Momentlicht im Turbo zu aktivieren, indem der Schalter bei augeschalteter Lampe gedrückt gehalten wird, wobei die Momentlichtfunktion solange aktiv bleibt, wie der Schalter gedrückt gehalten wird. Wird die Lampe nun innerhalb von zwei Sekunden ausgeschaltet und der Schalter erneut gedrückt gehalten, liefert sie Dauerlicht im Turbo-Modus – ein Bug, der zuverlässig funktioniert.

Niwalker Nova MM15 011
Es grünt so grün, wenn Novas Akkus voll sind.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Vier 18650-Akkus versorgen die Lampe mit Strom. Beim Test wurde die Lampe in der hellsten Stufe eingeschaltetet und durch einen Ventilator gekühlt.

Niwalker Nova MM15 012

Die Lampenelektronik erinnert mich ein wenig an mich selbst direkt nach dem Aufstehen – ziemlich chaotisch. Mit den Brillipower- und den Keeppower-Akkus schaltete die MM15 nach etwa zweieinhalb Minuten in die zweite Stufe zurück. Mit den Samsung-Akkus war dies erst nach sechs Minuten der Fall. Spricht dies nun für eine temperaturgesteuerte oder eine zeitgesteuerte Regelung? Beides passt nicht, da Kühlung und äußere Bedingungen jedesmal nahezu identisch waren.
Die Regelung nach dem Herunterschalten geht mit allen Akkus in Ordnung, ohne wirklich überzeugen zu können, da die Lampe auch in der zweiten Stufe über den gesamten Laufzeitraum zwar langsam, aber stetig dunkler wird.
Beim Abschalten, beziehungsweise Nicht-Abschalten verhielt sich die Lampenelektronik divenmäßig. Während beim Betrieb mit den Samsung-Akkus nach 151 Minuten eine Blinkwarnung erfolgte (Akkuspannungen im Leerlauf: 3,49, 3,19, 3,16, 2,98 Volt nach Entnahme), war dies beim Betrieb mit den Brillipower- und Keeppower-Akkus nicht der Fall. Die Brillis habe ich nach drei Stunden mit Leerlaufspannungen zwischen 3,28 und 3,20 Volt gemessen, die Keeppower-Akkus hatten nach drei Stunden 3,01, 2,99, 2,85 und 2,74 Volt ohne Last.
Beim Betrieb mit den Tank007-Akkus griff die Schutzschaltung eines der Akkus. Da diese Versuchsreihe über Nacht lief, habe ich keine Akku-Messwerte, da ich den gerechten Schlaf des Lampenfreunds geschlafen und die Akkus sich über Nacht soweit erholt hatten, dass eine Spanungsmessung ziemlich sinnfrei gewesen wäre.
Die Fragen, die sich mir nach den Testläufen stellen, sind folgende: Erstens: Wie ist die Lampe geregelt? Und zweitens: Ist sie überhaupt geregelt? Ein wenig habe ich das Gefühl, dass die Lampe nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt halbwegs gut geregelt und anschließend ungeregelt oder nur bedingt geregelt läuft und die Leistungsabnahme in erster Linie unmittelbar mit der Entladekurve der verwendeten Akkus zusammenhängt.
Hierzu mal ein Ausschnitt aus dem ersten Diagramm, das die Leistungsabnahme von zehn Minuten nach dem Einschalten an bis zum Testende zeigt.

Niwalker Nova MM15 013

Bei einem weiteren Versuch habe ich die Lampe alle 5 Minuten (das eingestellte Intervall, in dem das Luxmeter die Werte abgegriffen hat) hochgeschaltet. Da die Lampe zwischendurch regelmäßig heruntergeschaltet hat, entspricht dieses Diagramm NICHT der tatsächlichen Laufzeit im Turbo-Modus, sondern soll vielmehr die Regelung im Turbo-Modus aufzeigen.

Niwalker Nova MM15 014

Nach 82 Minuten ging die Lampe ohne Vorwarnung aus. Grund dafür war die Schutzschaltung eines der Akkus, die bei 2,83 Volt (ohne Last) gegriffen hatte. Die anderen Akkus habe ich unmittelbar nach Entnahme mit 3,10, 3,08 und 3,06 Volt im Leerlauf gemessen.

Was ich in jedem Fall ausschließen kann, ist eine temperaturgesteuerte Regelung. Denn wäre das der Fall, hätte die Lampe irgendwann mal wieder hochregeln müssen, was sie nicht getan hat, obwohl die Kühlung mehr als ausreichend war und die Lampe in der zweiten Stufe mit dieser Kühlung noch nicht einmal handwarm wurde. Über alles andere mögen sich Leute den Kopf zerbrechen, die von Lampenelektronik mehr verstehen als ich.
Ebenfalls auszuschließen ist, dass die Nova MM15 über eine Abschaltung verfügt. Wenn sie unfreiwillig ausgeht, liegt das definitiv daran, das einer der Akkus in die Schtzschaltung gegangen ist. Vom Betrieb mit ungeschützten Akkus ist daher dringend abzuraten.

Niwalker Nova MM15 015
Der Akkukäfig macht mit seinen Metallstreben einen soliden Eindruck.

 

Niwalker Nova MM15 016
Die Kontaktfedern im Lampenkopf.

 

Paratisäe Begleiterscheinungen:
Hierbei geht es um den Strom, den die Lampe in Standby zieht. Aufgrund mangenlder Messmöglichkeiten und Kompetenz habe ich die Lampe 48 Stunden lang im Standby laufen lassen ohne sie einzuschalten, und lediglich die Akkuspannungen im Leerlauf nach diesen 48 Stunden gemessen.
Akku 1: 4,17 Volt. Nach 2 Tagen: 4,15 Volt
Akku 2: 4,16 Volt. Nach 2 Tagen: 4,14 Volt
Akku 3: 4,20 Volt. Nach 2 Tagen: 4,17 Volt.
Akku 4: 4,18 Volt. Nach 2 Tagen: 4,16 Volt
Das Parasitenzeugs dürfte ergo vernachlässigbar sein, ohne dass man allerdings die Entladug aus den Augen lassen sollte. Allzu lange würde ich die Lampe nicht uneingeschaltet im Standby herumliegen lassen. Zumindest sollte man in solchen Fällen die Akkuspannung vor dem Einschalten messen und gegebenenfalls die Akkus nachladen.

Beam:
Das Lichtbild ist sehr gleichmäßig und ausgewogen. Die MM15 ist ein riesiger Fluter, große Reichweiten sind damit allerdings nicht drin. Die maximale Reichweite wird von Niwalker mit 280 Metern angegeben. Die aus dem Wert bei der Luxmessung errechnete Reichweite liegt bei etwa 250 Metern.

Niwalker Nova MM15 017
Normalerweise steht hinten an dieser Wand eine Lampen-Zielscheibe. Wie man sehen kann, ist diese nicht an Ort und Stelle, da sie für wichtige Recordings einem Schlagzeug gewichen ist, das seitdem zwar nicht mehr bespielt wurde, da ich bei Live-Gigs kleinere Sets benutze, und das ich zu faul bin, wieder abzubauen. Es ist ja auch ein schönes Kit, und es klingt gut, was ich bildlich jedoch nicht darzustellen vermag. Was ich bildlich hingegen darstellen kann, ist die Ausleuchtung der Niwalker Nova MM15 auf dieses Set aus einem Meter Entfernung. Ganz schön gleichmäßig, oder?


Resümee:
Tja, gar nicht so einfach, über eine Lampe eine Zusammenfassung zu schreiben, zu der man ein persönliches Verhältnis aufgebaut hat. Ich mag die Niwalker Nova MM15, weil sie sich optisch vom derzeit angesagten Einheitsbrei abhebt und auch sonst einiges zu bieten hat. Zunächst natürlich eine gewaltige Nahbereichsausleuchtung, wie sie bei einer Lampe mit Reflektor(en) besser kaum sein könnte. Dazu kommen eine schöne, neutrale Farbwiedegabe und ein UI, das in meinen Augen zwar nicht ideal, aber sehr gut überschaubar und auch für Laien gut nachvollziehbar ist.
Die Lampenelektronik ist allerdings eine Wundertüte. Nach Lust und Laune wird mal früher, mal später heruntergeschaltet, was offenbar von den verwendeten Akkus abhängt. Eine MM15 habe ich übrigens während der Testläufe komplett geschrottet. Sie ging in der zweithellsten Stufe einfach aus und danach nie wieder an. Friede ihrer Asche, aber auch das passt zu meinem ganz persönlichen Eindruck der verwendeten Elektronik-Bausteinchen – wirklich die Uhr danach stellen sollte man vielleicht nicht unbedingt.
Aber wenn die Lampe läuft, was der zweite Probant, ohne zu mucken, trotz der geschilderten Macken, durchgängig tat, macht sie richtig viel Spaß für alle, die eine gepflegte und extrem helle Nahbereichsausleuchtung mögen und nicht das Weite suchen.

Niwalker Nova MM15 018
Von links: Niwalker Nova MM15, Lupine Betty TL2 S, Skyray King, Niteye Eye 30, Fire-Foxes FF4.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Niwalker Nova MM15 019
Kontroll-Shot

 

Niwalker Nova MM15 020
Niwalker Nova MM15

 

Niwalker Nova MM15 021
Lupine Betty TL2 S

 

Niwalker Nova MM15 022
Niteye Eye 30

 

Niwalker Nova MM15 023
Crelant 7G10

 

Niwalker Nova MM15 024
Spark SP6

 

Niwalker Nova MM15 025
Led Lenser X21R.2 fokussiert

 

Niwalker Nova MM15 026
Fenix TK70

 

Niwalker Nova MM15 027
Fire-Foxes FF4

 

nach oben

31. August 2014

Taschenlampen-Sommer-Ausgrillen 2014

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 12:31

Längere Zeit ist hier nichts passiert. Um wieder ein bisschen Leben in die Bude zu bringen, habe ich zumindest mal eine kleine Bildergeschichte vom Ausgrillen auf meiner Ponderosa-Ranch erstellt, damit niemand glauben könnte, ich sei vielleicht verstorben.

Kurz zur Erklärung: Zweimal im Jahr veranstalte ich bei mir ein Grillfest für Leute aus dem Taschenlampen-Forum: im Frühjahr das Taschenlampen-Sommer-Eingrillen, und im Sommer das Taschenlampen-Sommer-Ausgrillen. Dabei wird gegessen, gequatscht und natürlich geleuchtet.
Mitglieder des Forums dürften, gerade, was die Lampenbilder angeht, ähnliche Bilder bereits häufig gesehen haben, für alle anderen ist es vielleicht dennoch ganz interessant.
Aber fangen wir erstmal ganz vorne an…

 

Ausgrillen 2014 001
Die Pre-Opening-Don’t-worry-be-happy-Party fand im kleinen Kreis bereits am Vortag des Ausgrillens statt. Wie man sieht, waren zu fortgeschrittener Stunde alle Lampen schon an.

Zufälle gibt’s: Zwei Tage vor dem Ausgrillen war bei meinem Grill die Wanne aus den Beinen gerostet. Parallel dazu hatten die Gäste hinter meinem Rücken für einen nigelnagelneuen Grill zusammengeschmissen, ohne zu wissen, dass mein alter Grill das Zeitliche gesegnet hatte. Ich wusste natürlich nicht, dass ein neuer Grill im Anmarsch war, und wollte meinerseits einen kaufen. Dass es nicht dazu kam, ist einem weiteren Zufall zu verdanken: Als ich bei einem Telefongespräch mit einem der Gäste beiläufig erwähnte, dass ich einen neuen Grill kaufen musste, wurde die Stimme am anderen Ende der Leitung leicht panisch, und ich hörte die folgenden Worte: “Walter… …egal was passiert… …kauf’ auf keinen Fall einen Grill!”. Ich ahnte also schon, worauf das hinauslief…

Ausgrillen 2014 002
Und da ist er, der nigelnagelneue schöne Grill. Besser, größer, stabiler und komfortabler als sein Vorgänger.

Traditionell wird beim Ein- und Ausgrillen der Grill natürlich mit einer Taschenlampe angezündet. Das geht nicht? Doch! Mit einer 100-Watt-Halogen-Birne, die überbestromt wird, ist das überhaupt kein Problem. Mit dieser Lampe habe ich bei einem Treffen übrigens auch schon ein Käse-Fondue zubereitet.

Ausgrillen 2014 003
Ein paar neue Sößchen und der Grillanzünder.

 

Ausgrillen 2014 004
Und ab dafür!

 

Ausgrillen 2014 005
Grill ist an.

 

Ausgrillen 2014 006
Ein paar Gäste.

 

Ausgrillen 2014 007
Und noch ein paar andere Gäste. Da das Treffen in die Urlaubszeit fiel und diesmal relativ kurzfristig angesetzt worden war, waren diesmal nicht ganz so viele Leute da wie sonst. Unseren Spaß hatten wir trotzdem.

 

Ausgrillen 2014 008
Mist, da lässt man den Grill mal eine Minute aus den Augen, und schon passiert sowas! Ist natürlich Quatsch, wir hatten eine Nebelmaschine am Start.

 

Ausgrillen 2014 009
Auch die Zeit für Nostalgie durfte nicht fehlen.

 

Ausgrillen 2014 010
Laser und Nebel passen übrigens gut zusammen.

 

Ausgrillen 2014 011
Noch ein Spielkind…

 

Ausgrillen 2014 012
Gemütliche Stimmung beim romantischen Licht der Gaslaternen.

 

Ausgrillen 2014 013
Scheiß’ was auf Romantik!

 

Ausgrillen 2014 014
Oder doch nicht? Kann es etwas Romantischeres geben, als eine schöne Frau mit einem Küchengerät?

 

Ausgrillen 2014 015
Beim Warmleuchten.

 

Ausgrillen 2014 016

Ausgrillen 2014 017
Zu fortgeschrittener Stunde wurde der Grill nochmal angeschmissen.

Wenn Gäste und Gastgeber des Speisens überdrüssig geworden sind, gehen sie aufs freie Feld und leuchten. Manchmal werden auch sogenannte “Beamshots” gemacht. Dabei handelt es sich um die Leuchtbilder der Lampen, um sie miteinander vergleichen zu können. Menschen außerhalb unseres kleinen Lampen-Universums halten uns deswegen für gestört, gemeingefährlich und nur bedingt zurechnungsfähig. Denen möchte ich einige Gegenfragen stellen: Wozu sammelt man Briefmarken? Was ist der Sinn des Lebens? Wieviel ist Drei mal Drei?

Ausgrillen 2014 018
Einige Eigenbauten der Gäste.

 

Ausgrillen 2014 019
Nein, das ist diesmal kein Laser, sondern eine Taschenlampe. Okay, vielleicht eine etwas größere Taschenlampe.

 

Ausgrillen 2014 020
Wir brauchen mehr Licht!

 

Ausgrillen 2014 021
Diese Geste ist durch einen jamaikanischen Sprinter ziemlich bekannt geworden. Okay, er hat vielleicht etwas weniger Hüftspeck als unser Bogenschütze…

 

Ausgrillen 2014 022
Abgeräumt wird Morgen. Gute Nacht!

 

nach oben

24. Juli 2014

Geocaching-Special: Die beste Nachtcache-Lampe

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 00:00

Welche ist eigentlich die beste Lampe für einen Nachtcache?
Bevor wir uns auf die Suche (nicht nach dem Cache, sondern nach der Lampe) begeben, sollte zunächst klar sein, ob wir eine “One-and-only-Lampe” bevorzugen, die wahlweise eine Handlampe oder eine Stirnlampe sein kann, oder zwei Lampen, von denen eine zur Reflektorsuche und Fernausleuchtung und die andere für den Nahbereich eingesetzt werden soll.

Beste Nachtcache-Lampe 001
Die TK35 von Fenix…

Beste Nachtcache-Lampe 002
…und die Led-Lenser-Lampen der P- oder M-Serie (im Bild die M7RX) sind unter Cachern sehr beliebt.

 

Beste Nachtcache-Lampe 003
Modelle wie diese (gemeint ist nicht der Hase) findet man regelmäßig beim Discounter. Zum Anfixen ausreichend – aber wer regelmäßig auf Nachtcache-Suche geht, wird sich damit nicht zufrieden geben.

Zunächst möchte ich mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufräumen. Gerade bei uns Cachern sind fokussierbare Lampen sehr beliebt und werden von vielen Cachern, die es einfach nicht besser wissen, als das Non-Plus-Ultra angesehen.
Das ist allerdings völliger Blödsinn. Man kann fokussierbare Lampen mögen oder nicht, das ist letztlich Geschmackssache. Fakt hingegen ist: Eine gute Lampe mit festem Fokus ist jeder fokusierbaren Lampe überlegen, da sie sowohl den Nah- als auch den Fernbereich ausleuchtet, während eine fokussierbare Lampe immer nur eines von beidem zufriedenstellend kann.
Wer sich noch nicht vom Mythos “Ich brauche unbedingt eine fokussierbare Lampe” hat anstecken lassen, sollte davon auch weiterhin Abstand nehmen. Allen anderen sei gesagt: Dieser Mythos ist absoluter Bullshit! Konstruktionsbedingt kann eine fokussierbare Lampe nicht das leisten, was eine Lampe mit gutem Fixfokus problemlos schafft.
Ausgenommen davon sind extreme Fluter und Lampen, die ausschließlich auf Reichweite getrimmt sind. Sie können zwar bei einem “Zwei-Lampen-Konzept” ihre Vorteile ausspielen, sind aber als Einzel-Lampen einer fokussierbaren Lampe unterlegen, wenn es um die Vielseitigkeit geht.

Beste Nachtcache-Lampe 004
Fokussierbare Lampe in defokussierter Einstellung. Nur der unmittelbare Nahbereich ist ausgeleuchtet. Bereits ab wenigen Metern Entfernung ist nur noch ein schwarzes Loch zu sehen.

 

Beste Nachtcache-Lampe 005
Fokussierbare Lampe in fokussierter Einstellung. Tunnelblick – ein Punkt wird hell angestrahlt, um ihn herum bleibt es dunkel.

 

Beste Nachtcache-Lampe 006
Lampe mit gutem Fixfokus. Sowohl der Nah- als auch der Fernbereich werden ausgeleuchtet.

Wer vorrangig mit einer einzigen Lampe unterwegs ist, sollte – unabhängig davon, ob Stirn- oder Handlampe – sicherstellen, dass die Lampe sowohl über genügend Reichweite verfügt, um auch weiter entfernte Reflektoren aufzuspüren, als auch über einen dunklen Modus, der zur Ausleuchtung des Wegs und zum Lesen von Hinweisen an Stationen geeignet ist.

Eine feine “Ich-kann-alles-Lampe”, die allerdings das Budget der meisten Cacher sprengen dürfte, ist die Betty TL2 bzw. TL2S (mit kurzem Akkupack) von Lupine. Durch eine spezielle Optik ist sie in erster Linie ein sehr heller Fluter, durch die immense Power von sechs Cree-XM-L-LEDs, die relativ hoch angesteuert werden, macht sie allerdings auch ordentlich Meter. Kein auch noch so weit entfernter Reflektor dürfte vor ihr verborgen bleiben, während in einer dunklen Stufe eine gleichmäßige und sichere Wegausleuchtung garantiert ist. Beim Lesen von Karten oder Hinweisen oder an Stationen mag sie für mache zu hell sein, denn die dunkelste Stufe ist nicht wirklich das, was man gemeinhin unter “dunkel” versteht. Das ist aber auch die einzige Schwäche dieser Lampe, die im Bedarfsfall die Nacht zum Tag macht. Sicherlich ist nicht jeder bereit, für eine Lupine Betty mehr als 700 Euro auszugeben, aber wer diese Lampe einmal in den Händen hatte, wird nichts anderes mehr wollen.

Beste Nachtcache-Lampe 007
Lupine Betty TL2S: 4500 Lumen aus einer Lampe, die bequem in die Hand passt, sind eine echte Ansage. Auch, wenn man die maximale Leistung eher selten brauchen wird – aber wer bei einem Nachtcache schon länger keine Reflektoren mehr gefunden hat, wird mit Bettys Power schnell erfahren, ob er überhaupt noch auf dem richtigen Weg ist.

Auch, wer auschließlich mit einer Stirnlampe unterwegs ist, sollte sich mal bei Lupine umschauen. Die Piko X4 (X7, X-Duo) setzt bei kleinen Abmessungen Maßstäbe in punkto Leistung. Zwar liefert die Lampe in der hellsten Einstellung “nur” 1200 Lumen, die aber immer noch völlig ausreichend fürs Suchen von Reflektoren sind. Und in einer dunklen Stufe lässt sich auch der Weg gleichmäßig hell ausleuchten.
Um es nicht falsch zu verstehen: Dies ist keine Werbung für Lupine-Lampen, aber diese kleinen Biester aus deutscher Manufaktur sind einfach klasse und lassen den Großteil des Markts weit hinter sich. In erster Linie sind die Lampen für Biker konzipiert, liefern aber auch beim Geocaching exzellente Ergebnisse, vor allem dann, wenn es um die Kombination Allrounder/handliche Lampe geht.

Beste Nachtcache-Lampe 008
Die Lupine Piko X4.

Diejenigen, die eine Kombination aus Hand- und Stirnlampe bevorzugen, sollten darauf achten, dass die Handlampe über eine entsprechende Reichweite und die Stirnlampe über eine gleichmäßige Nahausleuchtung verfügt.
Umgekehrt geht’s natürlich auch, ist aber eher unüblich. Denn zumeist ist die Handlampe für die Reichweite zuständig und die Stirnlampe für die Nahbereichsausleuchtung.
Wer diese Lösung präferiert, kommt meist wesentlich billiger davon. Denn gute Reichweiten-Lampen sind schon für weniger als 100 Euro erhältlich, gute Fluter sogar noch deutlich günstiger.
Hier bieten die führenden Hersteller wie Armytek, Eagtac, Fenix, Foursevens, Niteye, Olight, Spark, Thrunite, Zebralight und viele andere eine breite Produktpalette.

Bei Reichweiten-Lampen sollte man in erster Linie auf einen großen Reflektordurchmesser achten. Denn: Je größer der Durchmesser des Reflektors (unabhängig von dessen Tiefe), desto höher die Reichweite (wobei man zusätzlich darauf achten sollte, ob der Reflektordurchmesser noch dem eigenen Anspruch an eine Handlampe genügt). Denn mit einem Suchscheinwerfer werden nur die Allerwenigsten von uns durch die Gegend laufen wollen.

Beste Nachtcache-Lampe 009
Hubraum ist durch nichts anderes als durch Hubraum zu ersetzen. Bei einer möglichst hohen Reichweite braucht es einen etwas größeren Reflektor.

Das genaue Gegenteil ist eine Lampe, die für die Suche im Nahbereich ausgelegt ist. Am allerallerallerallerbesten geeignet sind hierfür Lampen ohne jeglichen Reflektor, die das Licht pur und extrem weitwinklig abstrahlen. Im Nahbereich sind die ersten Meter absolut gleichmäßig ausgeleuchtet, danach kommt allerdings gar nix mehr. Nichtsdestotrotz sind Lampen, die über diese Eigenschaft verfügen, in Verbindug mit einer auf Reichweite getrimmten Lampe, die beste Allround-Kombination.

Beste Nachtcache-Lampe 010
Ein waschechter Fluter ohne Reflektor: die Spark SD73.

Ein Kompromiss sind Lampen mit Streuscheibe, die zwar den Nahbereich nicht so gleichmßig ausleuchten wie Lampen ohne Reflektor, aber immer noch ein recht ausgewogenes Lichtbild im Nahbereich liefern.

Beste Nachtcache-Lampe 011
Die Varta Sports Headlight bietet zwar nicht viel Leistung, dafür aber für kleines Geld die Möglichkeit, eine Streuscheibe vor die Linse zu klappen. Damit eignet sie sich als Ergänzungslampe gut für die Suche im Nahbereich oder das Lesen von Hinweisen. Streuscheiben gibt es übrigens für viele Lampen als optionales Zubehör; die Möglichkeiten werden dadurch beträchtlich erweitert.

Ein feines Lämpchen, das von Gewicht und Größe noch gut ins Cachergepäck und in die Hand passt, ist die TK51 von Fenix. Sie arbeitet mit zwei LEDs, die jeweils in einem eigenen Reflektor sitzen – eine LED für den Nah- und eine für den Fernbereich. Beide LEDs können in jeweils vier Helligkeitsstufen betrieben werden, wobei diese Stufen miteinander kombiniert werden können. So kann man mit einer Lampe viele unterschiedliche Leuchtcharakteristiken abdecken, die von reinem Flutlicht über eine Mischung aus Flutlicht und Reichweite bis hin zu purer Reichweite variabel sind.

Beste Nachtcache-Lampe 012
Die TK51 von Fenix bietet zahlreiche Lichtbilder. Besser kann man den Anschaffungspreis von rund 150 Euro nicht in Licht anlegen.

Weitere oder andere Empfehlungen auszusprechen respektive weiter ins Detail zu gehen und an dieser Stelle die “ideale” Lampe/Lampenkombination zu preisen, macht wenig bis gar keinen Sinn. Denn es gibt mittlerweile so viele Lampen verschiedener Hersteller, die sich nicht wirklich etwas tun und allesamt zum Nachtcachen geeignet sind, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, welche Lampen am besten zu ihm passen.

Beachten sollte man aber auf jeden Fall bei der Lampenwahl, ob die Lampe der eigenen Lampenhaltung entgegenkommt. Denn wer seine Lampe in einer “normalen” Haltung hält und bedient, wird mit einem Tailcap-Clicky meist wenig anfangen können, da er dafür immer die zweite Hand braucht oder umgreifen muss.
Umgekehrt ist es das gleiche Spiel. Wer seine Lampe in einer taktischen Haltung bedient, benötigt immer die andere Hand zum Ein-, Aus- und Umschalten.

Meine Wenigkeit bevorzugt die taktische Haltung, und das aus zwei Gründen: Einerseits kann man den Schalter nie verfehlen, da man einfach nur hinten drücken muss. Bei Lampen mit Seitenschalter kommt es häufig vor, dass man den Schalter erst ertasten muss, bevor man die Lampe einschalten kann. Das mögen einige euch vielleicht für ein schlechtes Argument halten, aber zumindest mir geht es bei einem Nachtcache gehörig auf die Zwiebel, wenn ich die Lampe bei jedem Ein- und Auschalten immer erst in der Hand drehen muss.
Der zweite Grund ist allerdings viel entscheidender. Wer eine Lampe in einer taktischen Haltung bedient, hält sie automatisch in Augenhöhe, während Lampen, die in der “normalen” Haltung bedient werden, in Hüfthöhe gehalten werden.
Das macht keinen Unterschied? Und ob, probiert es ruhig mal aus. Wenn die Lampe in Höhe der Augen ist, sieht man anders, und zwar besser, da die Lampe genau dahin leuchtet, wo das Auge hinschaut. Vor allem weit entfernte Reflektoren lassen sich wesentlich besser entdecken, wenn die Lampe in Augenhöhe gehalten wird.

Beste Nachtcache-Lampe 013
“Normale” Haltung – gibt es dafür eigentlich einen Namen? Ich habe keine Ahnung. Jedenfalls führt man die Lampe in dieser Haltung in Hüfthöhe, während die Augen (hoffentlich) in Augenhöhe sind. Da wir mit den Augen sehen und nicht mit der Hüfte, können Objekte bei der Haltung der Lampe in dieser Haltung schlechter oder später gesehen/entdeckt werden, auch wenn der Unterschied manchmal nur marginal ist.

 

Beste Nachtcache-Lampe 014

Beste Nachtcache-Lampe 015
Taktische Haltungen. Hier ist die Lampe auf Augenhöhe und leuchtet unmittelbar dorthin, wo unsere Augen hinschauen. Reflektoren lassen sich schneller und besser entdecken.

So weit, so gut.
Letzlich solltet ihr all das, was ihr hier als schlaue Tipps von einem “Experten” bekommen habt, immer an eurem gesunden Verstand messen und abwägen, was davon für euch wichtig oder hilfreich sein könnte, und was nicht.
Bezüglich Taschenlampen bin ich halt Perfektionist und gönne mir diesbezüglich wirklich gutes Material. Ich kann es gut verstehen, dass manche von euch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie hier lesen, wieviel Geld man für eine Taschenlampe ausgeben kann. Aber seid beruhigt: Mir geht es umgekehrt genauso, wenn ich höre, was Leute für Autos oder Sofas ausgeben.
Und nicht zuletzt gibt es auch in Zeiten von Taschenlampen, bei denen kein Fernlicht eines Autos mehr mitkommt, immer noch die Fraktion, die Nachtcaches erfolgreich mit einer 3-D-Maglite absolviert. Denn die beste Lampe nützt nichts, wenn einem der vielzitierte Cacherinstinkt und die Ideen zur Lösung an Stationen fehlen.

Beste Nachtcache-Lampe 016
Die kennt jeder.

 

nach oben

10. Juli 2014

Rubytec Kao

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 23:15

Rubytec Kao 001
Heute möchte ich euch eine kleine Arbeitslampe vorstellen. “Arbeitslampe” in dem Sinne, dass man arbeiten muss, damit sie leuchtet. Denn bei der Rubytec Kao handelt es sich um eine Kurbellampe. Die Bilder stammen von meiner Handykamera. Das war ein Versuch, der bekanntlich kluch macht. Kommt nicht wieder vor, sorry für die grauenhafte Qualität der Bilder! Bevor es losgeht, noch einen herzlichen Dank an meinen Lampen-Buddy Roland Tobiasch, ohne den dieser Test nicht möglich gewesen wäre.


Beschreibung der Lampe:

Die Rubytec Kao mit dem süßen Beinamen “Baby Swing Solar Flashlight” wiegt inklusive Schlüsselanhänger gerade mal 26 Gramm und ist in etwa so groß wie ein angebissener Mini-Mars-Riegel.

Rubytec Kao 002
Größenvergleich: Rubytec Kao (links), angebissener Mini-Mars-Riegel.

 

Rubytec Kao 003
Für alle, denen beim vorherigen Bild das Wasser im Mund zusammelgelaufen ist, noch der Größenvergleich mit einem angebissenen Mini-Twix-Riegel (rechts). Twix hieß früher übrigens Raider.

 

Rubytec Kao 004
Mit dem Schlüsselring kann die Lampe am Schlüsselbund befestigt werden.


Leuchteinheit:
Zwei LEDs (vermutlich 0,5-Watt-Nichias) werkeln in einem kleinen Plastik-Reflektor mit einer Kunststoffscheibe davor.

Rubytec Kao 005
Szene aus “Kampf der Welten”.


Bedienung:
An der rechten Seite des Baby Swingers ist ein Schiebeschalter angebracht, mit dem die Lampe ein- und ausgeschaltet wird. Sie verfügt über zwei Leuchtstufen: an und aus.

Rubytec Kao 006
Das zentrale Bedienelement fügt sich homogen in die rundlich-sanft verlaufende Form des Lampenkörpers ein, wobei auch der ergonomische Aspekt nicht vernachlässigt wurde.


Erweiterte Bedienung:
An der Unterseite des Lampenkörpers befindet sich eine ausklappbare Kurbel. Im ausgeklappten Zustand kann diese Kurbel im Uhrzeigersinn gedreht werden, um den internen, fest verbauten Akku zu laden.

Rubytec Kao 007
Mit der Stromkurbel kann Strom gekurbelt werden. Der Nöpsi, mit dem die Kurbel beim Kurbeln locker zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten wird, ist im eingeklappten Zustand der Stromkurbel im Gehäuse versenkt.

 

Rubytec Kao 008
Stromkurbel in Arbeitsstellung. Der weiße Pfeil zeigt die Drehrichtung an.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein interner, fest verbauter Akku versorgt die LEDs mit Strom. Zum Aufladen des Akkus wird die Lampe ins Sonnenlicht gelegt, wobei der Akku über zehn Solarzellen auf der Oberseite der Lampe geladen wird. Während des Ladevorgangs kann und sollte der Akku in der Lampe verbleiben.
Falls die Lampe in der Dunkelheit beim Betätigen des Schiebeschalters kein Licht geben sollte: siehe unter Punkt “Erweiterte Bedienung”.

Rubytec Kao 009
Insgesamt zehn Sonnenkollektoren wurden auf dem Dach der Lampe installiert.


Laufzeitmessung:
Die Laufzeitmessung wurde im Hellen durchgeführt. Da das Licht, das die Rubytec Kao liefert, kaum bis zum Luxmeter reichte und das einfallende Tageslicht die Messung verfälscht hätte, habe ich von einer wissenschaftlichen Bestimmung von Leuchtkraft und Laufzeit abgesehen und eine individuelle Messung mit Stoppuhr durchgeführt.
Wenn der Akku manuell durch Drehen der zum Laden des Akkus angedachten Drehkurbel geladen wird, steht bei einer Minute intensiven Kurbelns Licht für 26 Sekunden zur Verfügung, wobei man etwa 16 Sekunden lang unmittelbar im Nahbereich befindliche Objekte erkennen kann. Ab Sekunde 17 kann man noch die Hand vor Augen erkennen, ab Sekunde 22 nur noch schemenhafte Umrisse derselben.
In einem zweiten Versuch kurbelte ich den Akku fünf Minuten am Stück heiß. 56 Sekunden lang waren anschließend Objekte im unmittelbaren Nahbereich zu erkennen, nach 71 Sekunden herrschte wieder völlige Dunkelheit.
Wenn der interne Akku durch Sonnen- oder Muskelkraft komplett geladen ist, steht nutzbares Licht für etwa zweieinhalb Minuten am Stück zur Verfügung. Weitere anderthalb Minuten später gehen die LED-Äuglein komplett zu.

Fazit: Die Rubytec Kao ist ungegegelt. Über die gesamte Leuchtdauer nimmt die Lichtausbeute kontinuierlich ab. Über den Nachteil ungeregelter Lampen müssen wir hier nicht diskutieren. Der Vorteil liegt in einer deutlich längeren Laufzeit, wie der Test unter Beweis gestellt hat.

Beam:
Das Lichtbild ist verwaschen-homogen und stark blaustichig.

Rubytec Kao 010
“Target-beamshot” der Rubytec Kao.


Resümee:
Wer eine wartungsfreie Lampe zur Schlüssellochsuche sucht, ist mit der Rubytec Kao “Baby Swing Solar Flashlight” gut bedient. Allerdings sollte die Schlüssellochsuche möglichst im nüchternen Zustand der suchenden Person erfolgen. Denn bei erhöhtem Alkoholpegel sinkt die Trefferqoute beim Lochen und nahezu adäquat dazu auch die Lichtausbeute der Lampe. Ab drei Promille heißt es dann: Kurbeln, bis der Arzt kommt, um neue Versuche starten zu können – vorausgesetzt, man findet mit drei Promille noch die Kurbel zum manuellen Laden des Akkus.
Aber auch, wer nachts im Wald unvermittelt im Dunkeln steht und keine zusätzliche Lampe dabei hat, kann in einem solchen Fall mit der Rubytec Kao Licht ins Dunkel, nicht mich (Lichtinsdunkel) bringen, auch wenn das bei nicht geladenem Akku ein wenig aufwendig ist, aber immer noch besser, als komplett ohne Lampe dazustehen. Den Preis von gerade mal sieben oder acht Euro (Stand: Juli 2014) ist der Babyschwinger, der in vielen neckischen Farben erhältlich ist, allemal wert.

 

 

nach oben

Nächste Seite »

Powered by WordPress MU.