Taschenlampen-Tests.de






         

28. September 2013

Willkommen auf Taschenlampen-Tests.de!

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 23:30

Intention dieser unabhängigen Seite ist es, Taschenlampen zu testen und dabei ihre Stärken und Schwächen herauszustellen. Weiterhin finden sich Beamshots, Tipps sowie interessante Links für alle, die Interesse und Spaß an diesem umfangreichen Thema haben. Und unter der Rubrik “Maiks Mods” stellt Tüftler Maik Langner Taschenlampen-Umbauten vor, die es so in keinem Geschäft zu kaufen gibt.

Viel Spaß beim Stöbern!
Walter (Lichtinsdunkel)

24. Juli 2014

Geocaching-Special: Die beste Nachtcache-Lampe

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 00:00

Welche ist eigentlich die beste Lampe für einen Nachtcache?
Bevor wir uns auf die Suche (nicht nach dem Cache, sondern nach der Lampe) begeben, sollte zunächst klar sein, ob wir eine “One-and-only-Lampe” bevorzugen, die wahlweise eine Handlampe oder eine Stirnlampe sein kann, oder zwei Lampen, von denen eine zur Reflektorsuche und Fernausleuchtung und die andere für den Nahbereich eingesetzt werden soll.

Beste Nachtcache-Lampe 001
Die TK35 von Fenix…

Beste Nachtcache-Lampe 002
…und die Led-Lenser-Lampen der P- oder M-Serie (im Bild die M7RX) sind unter Cachern sehr beliebt.

 

Beste Nachtcache-Lampe 003
Modelle wie diese (gemeint ist nicht der Hase) findet man regelmäßig beim Discounter. Zum Anfixen ausreichend – aber wer regelmäßig auf Nachtcache-Suche geht, wird sich damit nicht zufrieden geben.

Zunächst möchte ich mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufräumen. Gerade bei uns Cachern sind fokussierbare Lampen sehr beliebt und werden von vielen Cachern, die es einfach nicht besser wissen, als das Non-Plus-Ultra angesehen.
Das ist allerdings völliger Blödsinn. Man kann fokussierbare Lampen mögen oder nicht, das ist letztlich Geschmackssache. Fakt hingegen ist: Eine gute Lampe mit festem Fokus ist jeder fokusierbaren Lampe überlegen, da sie sowohl den Nah- als auch den Fernbereich ausleuchtet, während eine fokussierbare Lampe immer nur eines von beidem zufriedenstellend kann.
Wer sich noch nicht vom Mythos “Ich brauche unbedingt eine fokussierbare Lampe” hat anstecken lassen, sollte davon auch weiterhin Abstand nehmen. Allen anderen sei gesagt: Dieser Mythos ist absoluter Bullshit! Konstruktionsbedingt kann eine fokussierbare Lampe nicht das leisten, was eine Lampe mit gutem Fixfokus problemlos schafft.
Ausgenommen davon sind extreme Fluter und Lampen, die ausschließlich auf Reichweite getrimmt sind. Sie können zwar bei einem “Zwei-Lampen-Konzept” ihre Vorteile ausspielen, sind aber als Einzel-Lampen einer fokussierbaren Lampe unterlegen, wenn es um die Vielseitigkeit geht.

Beste Nachtcache-Lampe 004
Fokussierbare Lampe in defokussierter Einstellung. Nur der unmittelbare Nahbereich ist ausgeleuchtet. Bereits ab wenigen Metern Entfernung ist nur noch ein schwarzes Loch zu sehen.

 

Beste Nachtcache-Lampe 005
Fokussierbare Lampe in fokussierter Einstellung. Tunnelblick – ein Punkt wird hell angestrahlt, um ihn herum bleibt es dunkel.

 

Beste Nachtcache-Lampe 006
Lampe mit gutem Fixfokus. Sowohl der Nah- als auch der Fernbereich werden ausgeleuchtet.

Wer vorrangig mit einer einzigen Lampe unterwegs ist, sollte – unabhängig davon, ob Stirn- oder Handlampe – sicherstellen, dass die Lampe sowohl über genügend Reichweite verfügt, um auch weiter entfernte Reflektoren aufzuspüren, als auch über einen dunklen Modus, der zur Ausleuchtung des Wegs und zum Lesen von Hinweisen an Stationen geeignet ist.

Eine feine “Ich-kann-alles-Lampe”, die allerdings das Budget der meisten Cacher sprengen dürfte, ist die Betty TL2 bzw. TL2S (mit kurzem Akkupack) von Lupine. Durch eine spezielle Optik ist sie in erster Linie ein sehr heller Fluter, durch die immense Power von sechs Cree-XM-L-LEDs, die relativ hoch angesteuert werden, macht sie allerdings auch ordentlich Meter. Kein auch noch so weit entfernter Reflektor dürfte vor ihr verborgen bleiben, während in einer dunklen Stufe eine gleichmäßige und sichere Wegausleuchtung garantiert ist. Beim Lesen von Karten oder Hinweisen oder an Stationen mag sie für mache zu hell sein, denn die dunkelste Stufe ist nicht wirklich das, was man gemeinhin unter “dunkel” versteht. Das ist aber auch die einzige Schwäche dieser Lampe, die im Bedarfsfall die Nacht zum Tag macht. Sicherlich ist nicht jeder bereit, für eine Lupine Betty mehr als 700 Euro auszugeben, aber wer diese Lampe einmal in den Händen hatte, wird nichts anderes mehr wollen.

Beste Nachtcache-Lampe 007
Lupine Betty TL2S: 4500 Lumen aus einer Lampe, die bequem in die Hand passt, sind eine echte Ansage. Auch, wenn man die maximale Leistung eher selten brauchen wird – aber wer bei einem Nachtcache schon länger keine Reflektoren mehr gefunden hat, wird mit Bettys Power schnell erfahren, ob er überhaupt noch auf dem richtigen Weg ist.

Auch, wer auschließlich mit einer Stirnlampe unterwegs ist, sollte sich mal bei Lupine umschauen. Die Piko X4 (X7, X-Duo) setzt bei kleinen Abmessungen Maßstäbe in punkto Leistung. Zwar liefert die Lampe in der hellsten Einstellung “nur” 1200 Lumen, die aber immer noch völlig ausreichend fürs Suchen von Reflektoren sind. Und in einer dunklen Stufe lässt sich auch der Weg gleichmäßig hell ausleuchten.
Um es nicht falsch zu verstehen: Dies ist keine Werbung für Lupine-Lampen, aber diese kleinen Biester aus deutscher Manufaktur sind einfach klasse und lassen den Großteil des Markts weit hinter sich. In erster Linie sind die Lampen für Biker konzipiert, liefern aber auch beim Geocaching exzellente Ergebnisse, vor allem dann, wenn es um die Kombination Allrounder/handliche Lampe geht.

Beste Nachtcache-Lampe 008
Die Lupine Piko X4.

Diejenigen, die eine Kombination aus Hand- und Stirnlampe bevorzugen, sollten darauf achten, dass die Handlampe über eine entsprechende Reichweite und die Stirnlampe über eine gleichmäßige Nahausleuchtung verfügt.
Umgekehrt geht’s natürlich auch, ist aber eher unüblich. Denn zumeist ist die Handlampe für die Reichweite zuständig und die Stirnlampe für die Nahbereichsausleuchtung.
Wer diese Lösung präferiert, kommt meist wesentlich billiger davon. Denn gute Reichweiten-Lampen sind schon für weniger als 100 Euro erhältlich, gute Fluter sogar noch deutlich günstiger.
Hier bieten die führenden Hersteller wie Armytek, Eagtac, Fenix, Foursevens, Niteye, Olight, Spark, Thrunite, Zebralight und viele andere eine breite Produktpalette.

Bei Reichweiten-Lampen sollte man in erster Linie auf einen großen Reflektordurchmesser achten. Denn: Je größer der Durchmesser des Reflektors (unabhängig von dessen Tiefe), desto höher die Reichweite (wobei man zusätzlich darauf achten sollte, ob der Reflektordurchmesser noch dem eigenen Anspruch an eine Handlampe genügt). Denn mit einem Suchscheinwerfer werden nur die Allerwenigsten von uns durch die Gegend laufen wollen.

Beste Nachtcache-Lampe 009
Hubraum ist durch nichts anderes als durch Hubraum zu ersetzen. Bei einer möglichst hohen Reichweite braucht es einen etwas größeren Reflektor.

Das genaue Gegenteil ist eine Lampe, die für die Suche im Nahbereich ausgelegt ist. Am allerallerallerallerbesten geeignet sind hierfür Lampen ohne jeglichen Reflektor, die das Licht pur und extrem weitwinklig abstrahlen. Im Nahbereich sind die ersten Meter absolut gleichmäßig ausgeleuchtet, danach kommt allerdings gar nix mehr. Nichtsdestotrotz sind Lampen, die über diese Eigenschaft verfügen, in Verbindug mit einer auf Reichweite getrimmten Lampe, die beste Allround-Kombination.

Beste Nachtcache-Lampe 010
Ein waschechter Fluter ohne Reflektor: die Spark SD73.

Ein Kompromiss sind Lampen mit Streuscheibe, die zwar den Nahbereich nicht so gleichmßig ausleuchten wie Lampen ohne Reflektor, aber immer noch ein recht ausgewogenes Lichtbild im Nahbereich liefern.

Beste Nachtcache-Lampe 011
Die Varta Sports Headlight bietet zwar nicht viel Leistung, dafür aber für kleines Geld die Möglichkeit, eine Streuscheibe vor die Linse zu klappen. Damit eignet sie sich als Ergänzungslampe gut für die Suche im Nahbereich oder das Lesen von Hinweisen. Streuscheiben gibt es übrigens für viele Lampen als optionales Zubehör; die Möglichkeiten werden dadurch beträchtlich erweitert.

Ein feines Lämpchen, das von Gewicht und Größe noch gut ins Cachergepäck und in die Hand passt, ist die TK51 von Fenix. Sie arbeitet mit zwei LEDs, die jeweils in einem eigenen Reflektor sitzen – eine LED für den Nah- und eine für den Fernbereich. Beide LEDs können in jeweils vier Helligkeitsstufen betrieben werden, wobei diese Stufen miteinander kombiniert werden können. So kann man mit einer Lampe viele unterschiedliche Leuchtcharakteristiken abdecken, die von reinem Flutlicht über eine Mischung aus Flutlicht und Reichweite bis hin zu purer Reichweite variabel sind.

Beste Nachtcache-Lampe 012
Die TK51 von Fenix bietet zahlreiche Lichtbilder. Besser kann man den Anschaffungspreis von rund 150 Euro nicht in Licht anlegen.

Weitere oder andere Empfehlungen auszusprechen respektive weiter ins Detail zu gehen und an dieser Stelle die “ideale” Lampe/Lampenkombination zu preisen, macht wenig bis gar keinen Sinn. Denn es gibt mittlerweile so viele Lampen verschiedener Hersteller, die sich nicht wirklich etwas tun und allesamt zum Nachtcachen geeignet sind, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, welche Lampen am besten zu ihm passen.

Beachten sollte man aber auf jeden Fall bei der Lampenwahl, ob die Lampe der eigenen Lampenhaltung entgegenkommt. Denn wer seine Lampe in einer “normalen” Haltung hält und bedient, wird mit einem Tailcap-Clicky meist wenig anfangen können, da er dafür immer die zweite Hand braucht oder umgreifen muss.
Umgekehrt ist es das gleiche Spiel. Wer seine Lampe in einer taktischen Haltung bedient, benötigt immer die andere Hand zum Ein-, Aus- und Umschalten.

Meine Wenigkeit bevorzugt die taktische Haltung, und das aus zwei Gründen: Einerseits kann man den Schalter nie verfehlen, da man einfach nur hinten drücken muss. Bei Lampen mit Seitenschalter kommt es häufig vor, dass man den Schalter erst ertasten muss, bevor man die Lampe einschalten kann. Das mögen einige euch vielleicht für ein schlechtes Argument halten, aber zumindest mir geht es bei einem Nachtcache gehörig auf die Zwiebel, wenn ich die Lampe bei jedem Ein- und Auschalten immer erst in der Hand drehen muss.
Der zweite Grund ist allerdings viel entscheidender. Wer eine Lampe in einer taktischen Haltung bedient, hält sie automatisch in Augenhöhe, während Lampen, die in der “normalen” Haltung bedient werden, in Hüfthöhe gehalten werden.
Das macht keinen Unterschied? Und ob, probiert es ruhig mal aus. Wenn die Lampe in Höhe der Augen ist, sieht man anders, und zwar besser, da die Lampe genau dahin leuchtet, wo das Auge hinschaut. Vor allem weit entfernte Reflektoren lassen sich wesentlich besser entdecken, wenn die Lampe in Augenhöhe gehalten wird.

Beste Nachtcache-Lampe 013
“Normale” Haltung – gibt es dafür eigentlich einen Namen? Ich habe keine Ahnung. Jedenfalls führt man die Lampe in dieser Haltung in Hüfthöhe, während die Augen (hoffentlich) in Augenhöhe sind. Da wir mit den Augen sehen und nicht mit der Hüfte, können Objekte bei der Haltung der Lampe in dieser Haltung schlechter oder später gesehen/entdeckt werden, auch wenn der Unterschied manchmal nur marginal ist.

 

Beste Nachtcache-Lampe 014

Beste Nachtcache-Lampe 015
Taktische Haltungen. Hier ist die Lampe auf Augenhöhe und leuchtet unmittelbar dorthin, wo unsere Augen hinschauen. Reflektoren lassen sich schneller und besser entdecken.

So weit, so gut.
Letzlich solltet ihr all das, was ihr hier als schlaue Tipps von einem “Experten” bekommen habt, immer an eurem gesunden Verstand messen und abwägen, was davon für euch wichtig oder hilfreich sein könnte, und was nicht.
Bezüglich Taschenlampen bin ich halt Perfektionist und gönne mir diesbezüglich wirklich gutes Material. Ich kann es gut verstehen, dass manche von euch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie hier lesen, wieviel Geld man für eine Taschenlampe ausgeben kann. Aber seid beruhigt: Mir geht es umgekehrt genauso, wenn ich höre, was Leute für Autos oder Sofas ausgeben.
Und nicht zuletzt gibt es auch in Zeiten von Taschenlampen, bei denen kein Fernlicht eines Autos mehr mitkommt, immer noch die Fraktion, die Nachtcaches erfolgreich mit einer 3-D-Maglite absolviert. Denn die beste Lampe nützt nichts, wenn einem der vielzitierte Cacherinstinkt und die Ideen zur Lösung an Stationen fehlen.

Beste Nachtcache-Lampe 016
Die kennt jeder.

 

nach oben

10. Juli 2014

Rubytec Kao

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 23:15

Rubytec Kao 001
Heute möchte ich euch eine kleine Arbeitslampe vorstellen. “Arbeitslampe” in dem Sinne, dass man arbeiten muss, damit sie leuchtet. Denn bei der Rubytec Kao handelt es sich um eine Kurbellampe. Die Bilder stammen von meiner Handykamera. Das war ein Versuch, der bekanntlich kluch macht. Kommt nicht wieder vor, sorry für die grauenhafte Qualität der Bilder! Bevor es losgeht, noch einen herzlichen Dank an meinen Lampen-Buddy Roland Tobiasch, ohne den dieser Test nicht möglich gewesen wäre.


Beschreibung der Lampe:

Die Rubytec Kao mit dem süßen Beinamen “Baby Swing Solar Flashlight” wiegt inklusive Schlüsselanhänger gerade mal 26 Gramm und ist in etwa so groß wie ein angebissener Mini-Mars-Riegel.

Rubytec Kao 002
Größenvergleich: Rubytec Kao (links), angebissener Mini-Mars-Riegel.

 

Rubytec Kao 003
Für alle, denen beim vorherigen Bild das Wasser im Mund zusammelgelaufen ist, noch der Größenvergleich mit einem angebissenen Mini-Twix-Riegel (rechts). Twix hieß früher übrigens Raider.

 

Rubytec Kao 004
Mit dem Schlüsselring kann die Lampe am Schlüsselbund befestigt werden.


Leuchteinheit:
Zwei LEDs (vermutlich 0,5-Watt-Nichias) werkeln in einem kleinen Plastik-Reflektor mit einer Kunststoffscheibe davor.

Rubytec Kao 005
Szene aus “Kampf der Welten”.


Bedienung:
An der rechten Seite des Baby Swingers ist ein Schiebeschalter angebracht, mit dem die Lampe ein- und ausgeschaltet wird. Sie verfügt über zwei Leuchtstufen: an und aus.

Rubytec Kao 006
Das zentrale Bedienelement fügt sich homogen in die rundlich-sanft verlaufende Form des Lampenkörpers ein, wobei auch der ergonomische Aspekt nicht vernachlässigt wurde.


Erweiterte Bedienung:
An der Unterseite des Lampenkörpers befindet sich eine ausklappbare Kurbel. Im ausgeklappten Zustand kann diese Kurbel im Uhrzeigersinn gedreht werden, um den internen, fest verbauten Akku zu laden.

Rubytec Kao 007
Mit der Stromkurbel kann Strom gekurbelt werden. Der Nöpsi, mit dem die Kurbel beim Kurbeln locker zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten wird, ist im eingeklappten Zustand der Stromkurbel im Gehäuse versenkt.

 

Rubytec Kao 008
Stromkurbel in Arbeitsstellung. Der weiße Pfeil zeigt die Drehrichtung an.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein interner, fest verbauter Akku versorgt die LEDs mit Strom. Zum Aufladen des Akkus wird die Lampe ins Sonnenlicht gelegt, wobei der Akku über zehn Solarzellen auf der Oberseite der Lampe geladen wird. Während des Ladevorgangs kann und sollte der Akku in der Lampe verbleiben.
Falls die Lampe in der Dunkelheit beim Betätigen des Schiebeschalters kein Licht geben sollte: siehe unter Punkt “Erweiterte Bedienung”.

Rubytec Kao 009
Insgesamt zehn Sonnenkollektoren wurden auf dem Dach der Lampe installiert.


Laufzeitmessung:
Die Laufzeitmessung wurde im Hellen durchgeführt. Da das Licht, das die Rubytec Kao liefert, kaum bis zum Luxmeter reichte und das einfallende Tageslicht die Messung verfälscht hätte, habe ich von einer wissenschaftlichen Bestimmung von Leuchtkraft und Laufzeit abgesehen und eine individuelle Messung mit Stoppuhr durchgeführt.
Wenn der Akku manuell durch Drehen der zum Laden des Akkus angedachten Drehkurbel geladen wird, steht bei einer Minute intensiven Kurbelns Licht für 26 Sekunden zur Verfügung, wobei man etwa 16 Sekunden lang unmittelbar im Nahbereich befindliche Objekte erkennen kann. Ab Sekunde 17 kann man noch die Hand vor Augen erkennen, ab Sekunde 22 nur noch schemenhafte Umrisse derselben.
In einem zweiten Versuch kurbelte ich den Akku fünf Minuten am Stück heiß. 56 Sekunden lang waren anschließend Objekte im unmittelbaren Nahbereich zu erkennen, nach 71 Sekunden herrschte wieder völlige Dunkelheit.
Wenn der interne Akku durch Sonnen- oder Muskelkraft komplett geladen ist, steht nutzbares Licht für etwa zweieinhalb Minuten am Stück zur Verfügung. Weitere anderthalb Minuten später gehen die LED-Äuglein komplett zu.

Fazit: Die Rubytec Kao ist ungegegelt. Über die gesamte Leuchtdauer nimmt die Lichtausbeute kontinuierlich ab. Über den Nachteil ungeregelter Lampen müssen wir hier nicht diskutieren. Der Vorteil liegt in einer deutlich längeren Laufzeit, wie der Test unter Beweis gestellt hat.

Beam:
Das Lichtbild ist verwaschen-homogen und stark blaustichig.

Rubytec Kao 010
“Target-beamshot” der Rubytec Kao.


Resümee:
Wer eine wartungsfreie Lampe zur Schlüssellochsuche sucht, ist mit der Rubytec Kao “Baby Swing Solar Flashlight” gut bedient. Allerdings sollte die Schlüssellochsuche möglichst im nüchternen Zustand der suchenden Person erfolgen. Denn bei erhöhtem Alkoholpegel sinkt die Trefferqoute beim Lochen und nahezu adäquat dazu auch die Lichtausbeute der Lampe. Ab drei Promille heißt es dann: Kurbeln, bis der Arzt kommt, um neue Versuche starten zu können – vorausgesetzt, man findet mit drei Promille noch die Kurbel zum manuellen Laden des Akkus.
Aber auch, wer nachts im Wald unvermittelt im Dunkeln steht und keine zusätzliche Lampe dabei hat, kann in einem solchen Fall mit der Rubytec Kao Licht ins Dunkel, nicht mich (Lichtinsdunkel) bringen, auch wenn das bei nicht geladenem Akku ein wenig aufwendig ist, aber immer noch besser, als komplett ohne Lampe dazustehen. Den Preis von gerade mal sieben oder acht Euro (Stand: Juli 2014) ist der Babyschwinger, der in vielen neckischen Farben erhältlich ist, allemal wert.

 

 

nach oben

27. Juni 2014

Rofis TR31C

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 16:01

Rofis TR31C 001
Mit der TR31C hat Rofis eine handliche Lampe mit Lademöglichkeit direkt an der Lampe im Programm.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton mit Sichtfenster sind die Lampe, ein Ladekabel, ein Ladeadapter für die Steckdose, ein Ersatz-O-Ring, ein Ersatz-Schalterkappengummi, ein Lanyard, ein Holster, ein Trageclip und eine Bedienungsanleitung in zwei Sprachen (englisch, chinesisch) enthalten.

Rofis TR31C 002
Das ist alles dabei.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 152 mm
Reflektoröffnung: 31,5 mm
Durchmesser Kopf: 40 mm
Durchmesser Tail: 25,4 mm
Gewicht: 175 g
Gewicht mit Akku: 224 g
Anodisierung: HA III, gut und geichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap, Loch im Combat-Ring.
wasserdicht: IPX-8 laut Hersteller. Da die Ladebuchse frei liegt und in keiner Form abgedichtet ist, habe ich auf die Probe aufs Exempel verzichtet.
Stromversorgung: 1x 18650, 2x CR123A.

Rofis TR31C 003
Das Gewinde für die Tailcap.

 

Rofis TR31C 004
Materialstärke Batterierohr.

 

Rofis TR31C 005
Lampenkopf abgeschraubt.

 

Rofis TR31C 006
Durch den relativ kurzen Lampenkopf in Verbindung mit den Edelstahlbezel hebt sich die Lampe optisch zumindest ein wenig vom derzeit offenbar mehr denn je beliebten Einheitsbrei ab.

 

Rofis TR31C 007
Der Combat-Ring dient zur besseren Bedienung im Zigarrengriff und verhindert das Wegrollen.

 

Rofis TR31C 008
Der Dreiviertel-Clip hält bombenfest an der Lampe.

 

Rofis TR31C 009
Lampe mit bombenfest haltendem Clip. Wer behauptet, dass ich den Clip schief angebracht habe, bekommt Ärger mit mir. Er ist lediglich nicht ganz in der Flucht montiert.


Leuchteinheit:
Eine Cree-XM-L-U2-LED sitzt in einem SMO-Reflektor aus Aluminium. Die Frontscheibe besteht aus gehärtetem, ultraklarem, antireflex-beschichtetem Glas.

Rofis TR31C 010
Frontansicht.


Bedienung:
Ausgestattet ist die Rofis TR31C mit zwei Schaltern. Der Tailcap-Schalter ist Herr über die Stromzufuhr und schaltet die Lampe ein und aus. Mit dem Seitenschalter werden die Modi durchgeschaltet. Die Lampe verfügt über vier Leuchtstufen, die in der Reihenfolge Low (angegeben mit 6 Lumen für 200 Stunden), Mid (angegeben mit 60 Lumen für 20 Stunden), High (angegeben mit 150 Lumen für 7:30 Stunden) und Turbo (angegeben mit 655 Lumen für 1:40 Stunden) durchgeschaltet werden. Die Lampe verfügt über Memory und schaltet in der Stufe ein, die beim letzten Ausschalten aktiviert war.
Wenn der Seitenschalter bei eingeschalteter Lampe gedrückt gehalten wird, schaltet die Lampe in den Strobe-Modus. Durch erneuten Druck des Seitenschalters wird SOS aktiviert, ein weiterer Druck aktiviert ein gleichmäßiges Blinksignal. Durch Gedrückthalten des Seitenschalters gelangt man ins reguläre UI zurück, und zwar genau in die Stufe, die vor dem Geblinke aktiviert war. Das Geblinke wird (zum Glück) nicht gespeichert. Der Direktzugriff aufs Geblinke bei ausgeschalteter Lampe ist nicht möglich.

Rofis TR31C 011
Mit dem Endkappenschalter wird die Lampe ein- und ausgeschaltet.

 

Rofis TR31C 012
Mit dem über dem, nicht ganz in der Flucht montierten, Clip sitzenden Seitenschalter werden die Modi und das Blinkzeug aktiviert.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Zum Einsatz kommen wahlweise ein 18650-Akku oder zwei CR123A-Batterien. Getestet wurde die Lampe mit einem 18650-Akku und wurde dabei in der hellsten Einstellung betrieben. Für Kühlung sorgte ein Ventilator.
Rofis TR31C 013

Fazit: Die Regelung ist – falls vorhanden – nicht sonderlich gut. Vermutlich läuft die Lampe nahezu ungeregelt, und die Leistung ist in erster Linie von der Entladekurve des Akkus abhängig.

Rofis TR31C 014
Mit dem im Lieferumfang enthaltenen Ladegerät kann der Akku geladen werden, ohne dass er aus der Lampe entnommen werden muss. Alternativ kann der Akku mit dem Ladekabel auch über USB geladen werden.


Beam:
Das Lichtbild ist recht spotlastig, wodurch die Rofis TR31C eine für ihre Größe ordentliche Reichweite erzielt. Die Reichweite ist mit 260 Metern angegeben, was sich in etwa mit dem aus meinem schönen Diagramm errechneten Maximalwert deckt – zumindest, wenn der Akku noch voll ist.

Rofis TR31C 015
“Target-beamshot” Rofis TR31C.


Resümee:
Die Rofis TR31C ist eine solide Lampe, die für ihre Größe reichlich Meter macht. Die Verarbeitungsqualität geht in Ordnung. Wer allerdings auf eine gute Regelung Wert legt, sollte besser zu einer anderen Lampe greifen. Das Geblinke kann nicht aus Versehen aktiviert werden, jedoch ist der Direktzugriff auf Strobe nicht möglich, was meiner Meinung nach die einzige Berechtigung für diesen Modus darstellt. Wem die kleinen Schwächen der Lampe nichts ausmachen, bekommt für 80 Euro ein Gesamtpaket mit Ladeadapter, bei dem nur noch der Akku dazugekauft werden muss.
Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Unter dieser Internet-Adresse kann die Lampe auch käuflich erworben werden.

Rofis TR31C 016
Von links: Rofis TR31C, Armytek Predator, Led Lenser M7RX, Fenix TK15, Lumintop TD15, Solarforce L2P.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Rofis TR31C 017
Kontroll-Shot

 

Rofis TR31C 018
Rofis TR31C

 

Rofis TR31C 019
Fenix UC40

 

Rofis TR31C 020
Powertac Warrior

 

Rofis TR31C 021
Crelant CH10

 

Rofis TR31C 022
Armytek Predator

 

nach oben

15. Juni 2014

Crelant 7G5MT

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 12:38

Crelant 7G5MT 001
Zehn geteilt durch Zwei macht Fünf. Das weiß ich noch aus der Schule. Eine Crelant 7G10 geteilt durch zwei macht eine Crelant 7G5MT. Oder so ähnlich. Jedenfalls kommen halb soviele Akkus in die Crelant 7G5MT, die damit quasi die kleine lange Schwester der Crelant 7G10 ist. Oder auch nicht. Wenn einem keine Einleitung einfällt, sollte man darauf verzichten. Aber jetzt habe ich sie geschrieben, und sie bleibt wie in Stein gemeißelt. Basta!


Verpackung/Lieferumfang:
In einem Pappkarton sind die Lampe, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache enthalten.

Crelant 7G5MT 002
Lieferumfang.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 245 mm
Reflektoröffnung: 57,7 mm
Durchmesser Kopf: 64 mm
Durchmesser Tail: 27 mm
Gewicht: 356 g
Gewicht mit Akkus: 448 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, am Ring zwischen Body und Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 2x 18650, 4x CR123A.

Crelant 7G5MT 003
Das Gewinde zur Tailcap.

 

Crelant 7G5MT 004
Materialstärke Batterierohr Tailcapseite.

 

Crelant 7G5MT 005
Materialstärke Batterierohr Lampenkopfseite.

 

Crelant 7G5MT 006
Innenansicht Lampenkopf.

 

Crelant 7G5MT 007
Der Griffring erleichtert die Bedienung in der Zigarrengriff-Haltung. Am schmalen Ring dahinter kann das Lanyard befestigt werden.


Leuchteinheit:
Zum Einsatz kommt eine MT-G2-LED von Cree. Der Reflektor ist ein Hybrid-OP aus Aluminium, davor sitzt eine ultraklare, gehärtete, beschichtete Glasscheibe.

Crelant 7G5MT 008
Die Leuchteinheit der 7G5MT.


Bedienung:
Die 7G5MT verfügt über zwei Schalter. Mit dem Endkappenschalter wird die Lampe ein- und ausgeschaltet. Zur Verwendung kommt hier ein taktischer Schalter, wie man ihn beispielsweise auch von Surefire kennt. Bei leicht gelöster Tailcap sind für die Dauer des Gedrückthaltens Momentlicht und Morsen mit voller Leuchtkraft möglich. Festdrehen der Tailcap gibt Dauerlicht, ebenfalls mit voller Power.
Der Seitenschalter schaltet zwischen den beiden Leuchtstufen durch. Werksseitig eingestellt sind als erstes die High-Stufe (angegeben mit 1860 Lumen für 65 Minuten) und eine dunklere Stufe (angegeben mit 340 Lumen für 48 Stunden). Beide Stufen können frei programmiert werden. Dazu muss der Seitenschalter gedrückt werden, dann rampt die Lampe herauf und wieder herunter. Ist die gewünschte Helligkeit erreicht, lässt man den Schalter los, und die Stufe ist programmiert. Die Schaltreihenfolge ist Stufe 1 – Stufe 2 – Aus. Durch einen schnellen Doppelklick können nacheinander Strobe und SOS angewählt werden.
Wenn die Lampe bei festgedrehter Tailcap ausschließlich über den Seitenschalter bedient wird, bleiben die programmierten Leuchtstufen dauerhaft gespeichert. Sobald die Tailcap gelöst wird, sind sie futsch und müssen neu programiert werden.

Crelant 7G5MT 009
Bei leicht gelöster Endkappe gibt ein Druck auf den Schalter Momentlicht, solange er gedrückt gehalten wird. Wenn die Endkappe festgezogen wird, liefert die Lampe Dauerlicht, und der Schalter ist außer Funktion.

 

Crelant 7G5MT 010
Die Endkappe von innen betrachtet.

 

 

Crelant 7G5MT 011
Der Seitenschalter dient zur Auswahl der Leuchtstufen und zum Programmieren derselben.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Verwendet werden können zwei 18650-Akkus oder vier CR123A-Batterien. Beim Test kamen zwei Weiss-Akkus mit einer Kapazität von 2.900mAh ins Batterierohr. Die Lampe wurde mit maximaler Leistung betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.
Crelant 7G5MT 012

Fazit: Eine gute Regelung sieht anders aus. Über den gesamten Laufzeitraum baut die Lampe in der Leistung ab. Crelant ist zwar nicht für überragend geregelte Lampen bekannt, aber dass es durchaus besser geht als bei der 7G5MT, hat der Hersteller bereits bei anderen Lampen unter Beweis gestellt. Aber zumindest hat Crelant der Lampe eine Blinkwarnung spendiert, die zu einem sinnvollen Zeitpunkt greift.

Crelant 7G5MT 013
Wahlweise kann die Lampe mit zwei 18650-Akkus oder vier CR123A-Batterien befeuert werden.


Beam:
Der Hotspot geht bereits bei kurzen Entfernungen weich in den Hotspot über. Auf größere Distanzen liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild, schafft aber durch die Power der MT-G2-LED auch eine ordentliche Reichweite.

Crelant 7G5MT 014
“Target-beamshot” Cree 7G5MT.


Resümee:
Die Crelant 7G5MT ist eine solide verarbeitete Lampe, die im Detail allerdings ihre Schwächen hat. Die Regelung ist nicht sonderlich gut, und auch das UI ist in zweierlei Hinsicht nicht gelungen. Einerseits ist das Bedienschema Stufe 1 – Stufe 2 – Aus recht umständlich, da man aus der ersten Stufe immer erst über die nächste gehen muss, wenn man die Lampe ausschalten will – es sei denn, man schaltet die Lampe durch Lösen der Tailcap aus. Und schon sind wir bei “andererseits”. Denn bei dieser Methode “vergisst” die Lampe die einprogrammierten Leuchtstufen.
Wer mit diesen Mankos leben kann, bekommt für 94 Euro (Stand: Juni 2014) eine robuste Lampe mit ordentlich “Wumms” und einer schönen neutralweißen Lichtfarbe.
Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de, bei dem sie auch erhältlich ist.

Crelant 7G5MT 015
Größenvergleich Crelant 7G5MT/Crelant 7G10.

 

Crelant 7G5MT 016
Größenvergleich Crelant 7G5MT/Maglite 2D.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1,5 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Crelant 7G5MT 017
Kontroll-Shot

 

Crelant 7G5MT 018
Crelant 7G5MT

 

Crelant 7G5MT 019
Crelant 7G10

 

Crelant 7G5MT 020
Fenix TK51

 

Crelant 7G5MT 021
Fenix TK70

 

Crelant 7G5MT 022
Niteye Eye 30

 

Crelant 7G5MT 023
Lambda Lights Varapower Turbo V2

 

nach oben

4. Juni 2014

Taschenlampen bis 50 Euro

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 22:51

Lampen bis 50 Euro 001

Taschenlampen, die heller als das Fernlicht von Autos sind, gibt es mittlerweile zuhauf. Wobei bei vielen von ihnen den Begriff “Taschenlampe” eigentlich nicht mehr ganz zutreffend ist, sofern man nicht nicht von einer Einkaufstasche ausgeht, denn in die Jackentasche passen diese Lampen in der Regel nicht. Dementsprechend hat man solche Lampen natürlich auch nicht immer dabei. Im Test kamen zehn Lampen auf den Präsentierteller, die bequem in jede Jackentasche passen und immer noch genug Licht für nahezu jede Alltagssituation liefern. Dabei wurde explizit auch aufs Portemonnaie geschaut, und es wurden nur Kandidaten ins Rennen geschickt, die nicht mehr als 50 Euro kosten.

Info
Alle Lampen im Test, die mit AA-Alkaline-Batterien betrieben werden können, knickten bei Verwendung selbiger mehr oder minder schnell ein. Das ist nicht den Lampen anzulasten, sondern den Batterien, die bei der Verwendung in Hochleistungstaschenlampen allenfalls eine Notlösung darstellen. Wer seine Lampe unbedingt mit Batterien betreiben möchte, sollte zu Lithium-Batterien greifen, die allerdings wesentlich teurer sind.
Was mir nicht so gut gefallen hat: Unabhängig von der Stromversorgung, verfügt keine der Lampen im Testfeld über eine Akkuwarnung oder eine Abschaltung bei geringer Restkapazität. Beim Batteriebetrieb ist das nicht weiter schlimm, aber wenn Akkus ins Spiel kommen, leuchten alle getesteten Lampen so lange, bis die Akkus bereits in einem kritischen Bereich angelangt sind. Es mag durchaus sein, dass die ein- oder andere Lampe tatsächlich irgendwann abschaltet, dann aber auf jeden Fall zu einem viel zu späten Zeitpunkt.

Die Kandidaten
Getestet wurden folgende Lampen (absteigend in alphabetischer Reihenfolge):
Crelant 7G2CS
EagleTac P100A2
Fenix E25
Klarus P2A
Led Lenser P6.2
Lumintop P2C
Nitecore MT2A
Niteye MSC20
Rofis JR40
Solarforce L2T

Zu jeder Lampe habe ich ein Laufzeitdiagramm sowie zwei Beamshots (drinnen und draußen) erstellt. Die Scheiben-Beamshots zeigen im oberen Bereich der Scheibe die Größe des Spots und des Streulichts auf einen Meter Entfernung und im unteren Bereich den Abstrahlwinkel der Lampe.

 

 

Crelant 7G2CS
Lampen bis 50 Euro 002
Gesamtlänge: 150 mm
Durchmesser: 24,5 mm
Gewicht (mit Batterien): 222 g
Stromversorgung: 1x 18650, 2x CR123A, 2x 16340 LiIon
Max. Helligkeit/h: 658 Lumen/2,1 h
Min. Helligkeit/h: 5 Lumen/39 h
Strobe: ja
LED-Modell: Cree XM-L U2
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: k.A.
Kerzenfunktion: ja
Clip: nein
Öse: ja
Zubehör: Ersatz-O-Ring, Ersatz-Schaltergummi, Handschlaufe
Preis: 45 Euro

Die Crelant 7G2CS ist mit 658 Lumen in der hellsten Einstellung angegeben. Angetrieben wird sie wahlweise von einem 18650-Akku, zwei CR123A-Batterien oder zwei 16340-LiIon-Akkus. Als LED kommt eine XM-L-U2 von Cree zum Einsatz.
Der Clicky in der Endkappe schaltet die Lampe ein und aus. Mit dem Seitenschalter wird zwischen den beiden Leuchtstufen gewechselt. In der Werkseinstellung startet die Lampe in der hellsten Stufe und wechselt beim Umschalten in eine dunklere, die vom Hersteller nicht näher definiert ist. Je nach Einsatzzweck, kann die Lampe durch Gedrückthalten des Seitenschalters in beiden Einstellungen stufenlos programmiert werden. Strobe und SOS sind als versteckte Modi ebenfalls mit an Bord. Die Lampe kann auch komplett über den Seitenschalter bedient werden und merkt sich die gespeicherten Einstellungen. Allerdings nur solange, bis sie wieder durch den Endkappenschalter ausgeschaltet wird. In diesem Fall geht sie auf die Werkseinstellungen zurück und startet beim nächsten Einschalten wieder in der hellsten Stufe.
Optimiert ist die 7G2CS für den Betrieb mit zwei 16340-LiIon-Akkus, mit denen sie gut geregelt ist, allerdings ist die Laufzeit auf Max damit sehr kurz. Mit anderen Stromversorgern wird nicht die volle Leistung erreicht, und die Regelung ist eher mittelmäßig.
Fazit: Die 7G2CS macht ordentlich hell. Die maximale Leistung wird aber nur mit 16340-LiIon-Akkus erreicht, was sich in einer kurzen Laufzeit äußert.

Lampen bis 50 Euro 003

Lampen bis 50 Euro 004

Lampen bis 50 Euro 005

 

 

EagleTac P100A2
Lampen bis 50 Euro 006
Gesamtlänge: 158 mm
Durchmesser: 28 mm
Gewicht (mit Batterien): 121 g
Stromversorgung: 2x AA
Max. Helligkeit/h: 250 Lumen/1,5 h
Min. Helligkeit/h: 50 Lumen/8 h
Strobe: -
LED-Modell: Cree XP-G S2
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: k.A.
Kerzenfunktion: nein
Clip: nein
Öse: ja
Zubehör: Ersatz-O-Ringe, Handschlaufe, Holster
Preis: 42,90 Euro

Mit der XP-G-S2-LED von Cree liefert die EagleTac P100A2 laut Hersteller einen Lichtstrom von 250 Lumen für 1,5 Stunden. Ins Batterierohr kommen wahlweise zwei NiMH-Akkus oder zwei Batterien im AA-Format.
Die Bedinung könnte einfacher nicht sein. Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky, mit dem die Lampe direkt beim Einschalten Licht macht. Es gibt zwei Leuchtstufen, die durch Festziehen und Lösen des Lampenkopfs aktiviert werden. Bei festgezogenem Kopf leuchtet die P100A2 mit voller Power, bei leicht gelöstem Kopf wird die dunkle Stufe aktiviert, die mit 50 Lumen bei einer Laufzeit von acht Stunden angegeben ist. Auf Geblinke wurde konsequent verzichtet. Da der Schalter in der Endkappe hervorsteht, ist eine Verwendung als “Kerze” nicht möglich. An der Gesamtverarbeitung gibt es nichts zu meckern, lediglich die Stromversorger klappern leicht im Batterierohr. Die Lampe ist sehr gut geregelt und hält die maximale Leistung beim Akkubetrieb über nahezu die gesamte Laufzeit konstant.
Fazit: Die P100A2 von EagleTac ist eine einfach zu bedienende Lampe mit zwei Leuchtstufen und ohne jeglichen Schnickschnack.

Lampen bis 50 Euro 007

Lampen bis 50 Euro 008

Lampen bis 50 Euro 009

 

 

Fenix E25
Lampen bis 50 Euro 010
Gesamtlänge: 146 mm
Durchmesser: 24 mm
Gewicht (mit Batterien): 117 g
Stromversorgung: 2x AA
Max. Helligkeit/h: 187 Lumen/2,3 h
Min. Helligkeit/h: 27 Lumen/26 h
Strobe: -
LED-Modell: Cree XP-E
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: 156m
Kerzenfunktion: ja
Clip: nein
Öse: ja
Zubehör: Handschlaufe, Ersatz-O-Ring, zwei AA-Batterien
Preis: 36,95 Euro

Die E-Serie von Fenix bietet zum günstigen Preis viele Features der “größeren” Brüder aus der LD-Serie, verzichtet dabei aber auf Spezialfunktionen wie Strobe und SOS, und setzt auf einfache Bedienbarkeit.
Die E25 wird durch Gedrückthalten des Schalters, der seitlich unterhalb des Lampenkopfs angebracht ist, ein- und ausgeschaltet. Kurzes Drücken des Schalters wechselt durch die drei Leuchtstufen Low, Mid und High. Die Lampe verfügt über Memory und speichert die zuletzt ausgewählte Stufe. Kleines Manko dieses Bedienkonzepts: Die Lampe geht nicht sofort an, sondern immer mit einer leichten Verzögerung.
Als Stromversorger können zwei NiMH-Akkus oder zwei AA-Batterien verwendet werden. In unserem Test hielt die Lampe beim Betrieb mit den Akkus die Helligkeit über den gesamten Laufzeitraum nahezu konstant. Die LED ist eine XP-E von Cree, die für eine ordentliche Reichweite bei “nur” 187 Lumen sorgt. Die dunkelste Stufe ist mit 27 Lumen angegeben. Die Verarbeitung steht der der LD-Serie in nichts nach, hier hat Fenix gute Arbeit geleistet.
Fazit: “Kleine Brüder” müssen nicht zwangsläufig hinter ihren größeren Geschwistern zurückstehen. Das stellt die Fenix E25 unter Beweis.

Lampen bis 50 Euro 011

Lampen bis 50 Euro 012

Lampen bis 50 Euro 013

 

 

Klarus P2A
Lampen bis 50 Euro 014
Gesamtlänge: 155 mm
Durchmesser: 22,6 mm
Gewicht (mit Batterien): 121 g
Stromversorgung: 2x AA
Max. Helligkeit/h: 245 Lumen/1,6 h
Min. Helligkeit/h: 20 Lumen/33 h
Strobe: nein
LED-Modell: Cree XP-G R5
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: k.A.
Kerzenfunktion: ja
Clip: ja
Öse: ja.
Zubehör: Ersatz-O-Ringe, Ersatz-Gummi-Endkappe, Trageclip, Handschlaufe
Preis: 36,90 Euro

“Einfach, unkopmpliziert – fertig”. Das könnte durchaus ein Werbeslogan für die P2A von Klarus sein. Die Lampe wird mit einem Schalter in der Endkappe ein- und ausgeschaltet. Es gibt exakt zwei Helligkeitsstufen, die durch Festziehen und Lösen des Lampenkopfs aktiviert werden. Bei festgezogenem Lampenkopf leuchtet die Lampe in der hellen Stufe, die mit 245 Lumen bei einer Laufzeit von 1,6 Stunden angegeben ist. Löst man den Lampenkopf leicht, wird die dunkle Stufe aktiviert (angegeben mit 20 Lumen für 30 Stunden). Somit kann man im laufenden Betrieb schnell von hell nach dunkel wechseln und umgekehrt oder die gewünschte Stufe schon vor dem Einschalten auswählen.
Als Stromversorger können zwei Akkus oder Batterien der Größe AA eingelegt werden, fürs Licht sorgt eine Cree XP-G-R5-LED. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, die Regelung beim Akkubetrieb ist astrein, lediglich die Stromversorger klappern ein wenig im Batterierohr. Ein kleiner Nachteil der Lampe: Man braucht zwei Hände zur Bedienung, denn Ein/Ausschalten und Modiwechsel sind mit einer Hand nicht möglich.
Fazit: Wer eine unkomplizierte Lampe sucht, die von der Bedienung her garantiert idiotensicher ist, findet in der Klarus P2A einen treuen Freund.

Lampen bis 50 Euro 015

Lampen bis 50 Euro 016

Lampen bis 50 Euro 017

 

 

Led Lenser P6.2
Lampen bis 50 Euro 018
Gesamtlänge: 163 mm
Durchmesser: 18,5 mm
Gewicht (mit Batterien): 116 g
Stromversorgung: 2x AA
Max. Helligkeit/h: 200 Lumen/25 h
Min. Helligkeit/h: k.A.
Strobe: -
LED-Modell: Cree XP-G
IP-Klassifizierung: k.A.
Reichweite: 120 Meter
Kerzenfunktion: nein
Clip: nein
Öse: ja
Zubehör: Holster, Handschlaufe, Batterien
Preis: 39,95 Euro

Die Led Lenser P6.2 ist das Upgrade der etwas betagten P6. Als LED kommt eine Cree XP-G zum Einsatz, mit der nun 200 statt der 95 Lumen des Vorgängermodells zur Verfügung stehen. Die Lampe hat nicht nur eine neue LED, sondern auch ein neues Äußeres spendiert bekommen und präsentiert sich in matten Schwarz mit roter Schalterkappe. Vorne in der Linse wurde ein ebenfalls roter Ring eingearbeitet. Wenn man die Linse bei eingeschalteter Lampe betrachtet, scheint dieser Ring zu leuchten. Optisch ist das Upgrade mehr als gelungen.
Die Bedienung könnte einfacher nicht sein: Wenn man den Schalter drückt, schaltet die Lampe ein, drückt man erneut, schaltet sie wieder aus. Kein Geblinke, kein dunkler Modus, simpler geht es nicht. Manche Nutzer werden genau danach suchen, andere werden eine dunklere Stufe vermissen.
Durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs kann die Lampe fokussiert werden, wobei sich in allen Einstellungen Ringe im Lichtbild finden.
Stromversorger sind zwei AA-Zellen, wobei, auf Nachfrage bei Zweibrüder, entgegen der Beschreibung in der Bedienungsanleitung, auch Akkus verwendet werden dürfen. Allerdings ist die Lampe, wie alle Lampen der P-Serie, ungeregelt und wird kontinuierlich dunkler.
Fazit: Wer eine unkomplizierte Lampe sucht und eine lange Laufzeit einer geregelten Lampe vorzieht, ist mit der Led Lenser P6.2 bestens bedient.

Lampen bis 50 Euro 019

Lampen bis 50 Euro 020

Lampen bis 50 Euro 021

Lampen bis 50 Euro 022

Lampen bis 50 Euro 023

 

 

Lumintop P2C
Lampen bis 50 Euro 024
Gesamtlänge: 122 mm
Durchmesser: 22 mm
Gewicht (mit Batterien): 104 g
Stromversorgung: 2x CR123A, 2x 16340 LiIon
Max. Helligkeit/h: 300 Lumen/2,5 h
Min. Helligkeit/h: 10 Lumen/70 h
Strobe: -
LED-Modell: Cree XP-G R5
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: k.A.
Kerzenfunktion: ja
Clip: ja
Öse: ja
Zubehör: Holster, Ersatz-O-Ringe, Ersatz-Gummiendkappe, Trageclip, Handschlaufe
Preis: 39,95 Euro

Die Lumintop P-Serie steht für einfach zu bedienende Lampen ohne Schnörkel und Geblinke. In unserem Test trat mit der P2C die hellste Lampe dieser Serie an.
An der Verarbeitung gibt es nichts zu mäkeln. Als LED kommt eine Cree XP-G R5 zum Einsatz, mit der die Lampe laut Hersteller in ihren zwei Leuchtstufen 300 Lumen für 2,5 Stunden und zehn Lumen für 70 Stunden liefern soll.
Als Stromversorger dienen zwei CR123A-Batterien. Da die Lampe in einem Spannungsbereich bis 8,4 Volt betrieben werden kann, ist auch die Versorgung mit zwei 16340-LiIon-Akkus möglich. Heller ist die Lampe damit jedoch nicht.
Eingeschaltet wird die Lumintop P2C mit einem Reverse-Clicky, einem Schalter also, der erst beim Loslassen schaltet. Die Lampe startet immer in der hellen Stufe. Tippt man den Schalter an, wechselt sie in die dunkle. Tippt man den Schalter erneut an, wechselt sie zurück in die helle Stufe. Durchdrücken des Schalters, egal in welcher Leuchtstufe, schaltet die Lampe aus. Gegen eine mögliche Überhitzung hat die Lampe eine Stepdown-Regelung, die die P2C automatisch alle fünf Minuten in eine niedrigere Leuchtstufe schaltet.
Fazit: Die Lumintop P2C ist ein guter Allrounder, der in einem kompakten Format für mehr als ausreichend viel Licht sorgt.

Lampen bis 50 Euro 025

Lampen bis 50 Euro 026

Lampen bis 50 Euro 027

 

 

Nitecore MT2A
Lampen bis 50 Euro 028
Gesamtlänge: 155 mm
Durchmesser: 22 mm
Gewicht (mit Batterien): 119 g
Stromversorgung: 2x AA
Max. Helligkeit/h: 280 Lumen/2,25 h
Min. Helligkeit/h: 15 Lumen/50 h
Strobe: ja
LED-Modell: Cree XP-G R5
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: 115 m
Kerzenfunktion: ja
Clip: ja
Öse: ja
Zubehör: Ersatz-O-Ring, Trageclip, Handschlaufe, zwei AA-Batterien
Preis: 39,95 Euro

Die MT2A von Nitecore liefert mit zwei AA-Zellen 280 Lumen in der hellsten Leuchtstufe. Um ein mögliches Überhitzen der LED zu vermeiden, schaltet die Lampe zeitgesteuert alle drei Minuten (beim Testmodell waren es zweieinhalb Minuten) elektronisch herunter. Die hellste Stufe kann allerdings danach direkt wieder aktiviert werden. Im Lampengehäuse werkelt eine Cree-XP-G-R5-LED.
Eingeschaltet wird die Lampe, indem der hintere Schalter durchgedrückt wird. Durch leichtes Drücken und Gedrückthalten ist auch Momentlicht möglich. Die Leuchtstufen werden durch Festziehen und Lösen des Lampenkopfs angewählt. Wenn der Kopf festgezogen ist, leuchtet die Lampe grundsätzlich im Turbo-Modus. Bei gelöstem Lampenkopf hat der Benutzter die Wahl zwischen High (125 Lumen), Mid (50 Lumen), Low (15 Lumen), SOS und Strobe. Durch Antippen des Schalters bei ausgeschalteter Lampe werden diese Stufen nacheinander aufgerufen. Durchdrücken des Schalters speichert die gewünschte Stufe. Für Flashaholics ist das kein Problem, aber wer sich zum ersten Mal eine Hochleistungs-Taschenlampe zulegt, dürfte zumindest anfänglich mit der Bedienung Probleme haben.
Fazit: Die MT2A ist eine vielseitige Lampe, mit deren Bedienung man sich ein wenig auseinandersetzen muss. Der frühe Stepdown nervt auf Dauer.

Lampen bis 50 Euro 029

Lampen bis 50 Euro 030

Lampen bis 50 Euro 031

 

 

Niteye MSC20
Lampen bis 50 Euro 032
Gesamtlänge: 122 mm
Durchmesser: 24 mm
Gewicht (mit Batterien): 112 g
Stromversorgung: 1x 18650, 2x CR123A, 2x 16340 LiIon
Max. Helligkeit/h: 500 Lumen/1,4 h
Min. Helligkeit/h: 25 Lumen/20 h
Strobe: ja
LED-Modell: Cree XM-L U2
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: 136m
Kerzenfunktion: ja
Clip: ja
Öse: ja, am Clip
Zubehör: Ersatz-O-Ringe, Trageclip
Preis: 49,90 Euro

Die Niteye MSC20 liefert 500 Lumen. Ihr Licht verteilt sie mittels einer XM-L-U2-LED von Cree. Bei der Stromversorgung zeigt sich die Lampe nicht wählerisch. Es können ein 18650-Akku, zwei CR123A-Batterien oder zwei 16340-LiIon-Akkus verwendet werden.
Bei der Bedienung geht die MSC20 einen etwas anderen Weg. Die Lampe verfügt über einen Schalter und einen Magnetring. Eingeschaltet werden kann sie mit beiden Bedienelementen. Der Magnetring rastet in vier Stufen ein. Ganz links ist Strobe, dann kommt die “Aus”-Position, dann die dunkle Stufe und schließlich die helle. Je nach Position des Drehrings kann man mit ihm die Lampe von hell nach dunkel und umgekehrt, von dunkel nach “Aus” und umgekehrt, und von “Aus” in den Strobe-Modus und zurück schalten. Mit dem Schalter kann man die Lampe in der zuletzt angewählten Stufe ein- und ausschalten. Während die helle Stufe fest belegt ist, kann die dunklere zwischen 25 und 200 Lumen stufenlos programmiert werden. Die programmierte Stufe wird gespeichert. Die MSC20 verfügt über eine Art Ladestandsanzeige in Form eines hinterleuchteten Schalters. Allerdings wechselt die LED im Schalter erst dann von grün auf rot, wenn die Lampe bereits deutlich dunkler geworden ist.
Fazit: Das Bedienungskonzept der Niteye MSC20 ist genauso gewöhnungsbedürftig wie genial. Die Ladestandsanzeige hat allerdings nur einen geringen praktischen Nutzwert.

Lampen bis 50 Euro 033

Lampen bis 50 Euro 034

Lampen bis 50 Euro 035

 

 

Rofis JR40
Lampen bis 50 Euro 036

Lampen bis 50 Euro 037
Gesamtlänge: 170 mm
Durchmesser: 22 mm
Gewicht (mit Batterien): 155 g
Stromversorgung: 2x AA
Max. Helligkeit/h: 290 Lumen/2 h
Min. Helligkeit/h: 3 Lumen/140 h
Strobe: ja
LED-Modell: Cree XP-G2
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: 133 m
Kerzenfunktion: ja
Clip: ja
Öse: ja
Zubehör: Ersatz-O-Ringe, Ersatz-Schaltergummi, Trageclip, Handschlaufe, Holster
Preis: 49 Euro

Die JR40 von Rofis ist mit einer XP-G-2-LED von Cree ausgestattet und nimmt als Stromversorger zwei AA-Zellen (Akkus oder Batterien) auf. Eingeschaltet wird die Lampe mit dem hinteren Schalter, die Leuchtstufen werden mit dem seitlichen Schalter in der Reihenfolge Dunkel (3 Lumen für 140 Stunden), Mittel (63 Lumen für 9 Stunden und 30 Minuten), Hell (105 Lumen für 5 Stunden und 15 Minuten) und Turbo (290 Lumen für 2 Stunden) angewählt. Die Lampe verfügt über Memory und speichert die zuletzt gewählte Leuchtstufe. Sehr schön ist das dunkle “Low” mit 3 Lumen, mit dem man auch im Zelt niemanden stört. Durch einen Doppelklick gelangt man in den Strobe-Modus, ein weiterer Doppelklick wechselt zu SOS, ein weiterer zu langsamem Blinken. Beim Akkubetrieb ist die JR40 hervorragend geregelt. Warum Rofis der Lampe allerdings einen Stepdown nach 30 Minuten verpasst hat, dürfte das Geheimnis des Herstellers bleiben.
Der Clou ist der “abknickbare” Lampenkopf, mit dem man die Lampe im Nu zu einer Winkellampe umfunktionieren kann. Der entsprechende Mechanismus macht einen robusten Eindruck, sodass auch häufigeres Verstellen kein Problem darstellen sollte.
Fazit: Die Rofis JR40 ist eine vielseitig einsetzbare Lampe, und die Idee mit dem “Knickkopf” ist richtig pfiffig und gut umgesetzt.

Lampen bis 50 Euro 038

Lampen bis 50 Euro 039

Lampen bis 50 Euro 040

 

 

Solarforce L2T
Lampen bis 50 Euro 041
Gesamtlänge: 138 mm
Durchmesser: 25,5 mm
Gewicht (mit Batterien): 148 g
Stromversorgung: 1x 18650, 2x CR123A, 2x 16340 LiIon
Max. Helligkeit/h: 880 Lumen/k.A
Min. Helligkeit/h: k.A. Lumen/k.A.
Strobe: nein
LED-Modell: Cree XM-L U2
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: k.A.
Kerzenfunktion: nein
Clip: nein
Öse: nein
Zubehör: -
Preis: 49 Euro

Die Solarforce L2T setzt bei der Beleuchtung auf eine Drop-in-Lösung, das heißt, die komplette Leuchteinheit kann mit einem Handgriff ausgewechselt werden. Das Testmodell war mit einem Cree-XM-L-U2-Drop-in bestückt, mit dem es bis zu 880 Lumen laut Hersteller liefert. Als Stromversorger können ein 18650-Akku, zwei CR123A-Batterien oder zwei 16340-LiIon-Akkus verwendet werden. Gut geregelt ist die Lampe allerdings nur mit zwei Zellen bei einer relativ kurzen Laufzeit.
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Clicky in der Tailcap. Antippen gibt Momentlicht, Durchdrücken Dauerlicht. Mehrmaliges Antippen hintereinander bei ausgeschalteter Lampe wechselt in der Reihenfolge Hell-Mittel-Dunkel durch die Leuchtstufen. Die zuletzt angewählte Leuchtstufe wird gespeichert – allerdings nur, sofern man die Lampe nicht innerhalb von fünf Sekunden nach dem Ausschalten wieder einschaltet. Denn in diesem Fall wechselt sie in die nächste Leuchtstufe. Auch, wenn man die Lampe im Normalfall nicht ständig direkt nach dem Ausschalten wieder einschalten wird – ideal ist das nicht.
Fazit: Die Solarforce L2T ist eine solide Lampe, die die Möglichkeit bietet, die Leuchteinheit zu wechseln und so immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein.

Lampen bis 50 Euro 042

Lampen bis 50 Euro 043

Lampen bis 50 Euro 044

 

 

Gesamtfazit:
Wirklich enttäuscht hat keine der Lampen. Wer eine möglichst schnörkellose Lampe sucht, ist mit der Fenix, der EagleTac, der Klarus oder der Lumintop gut beraten und kann dabei auch noch zwischen verschiedenen Möglichkeiten der Bedienung und der Stromversorgung wählen. Die anderen Lampen verfügen über zusätzliche Funktionen wie Strobe, SOS oder Blinken, auch hier gibt es die unterschiedlichsten Bedienkonzepte. Und wer auf fokussierbare Lampen setzt, bekommt mit der Led Lenser P6.2 ebenfalls eine gute Lampe für weniger als 50 Euro. Einen klaren Sieger gibt es nicht. Bei der Wahl der richtigen Lampe ist vor allem der persönliche Geschmack entscheidend, denn gut sind alle Kandidaten.

Lampen bis 50 Euro 045

 

nach oben

Nächste Seite »

Powered by WordPress MU.