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18. März 2022

Willkommen auf Taschenlampen-Tests.de!

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Intention dieser unabhängigen Seite ist es, Taschenlampen zu testen und dabei ihre Stärken und Schwächen herauszustellen. Weiterhin finden sich Beamshots, Tipps sowie interessante Links für alle, die Interesse und Spaß an diesem umfangreichen Thema haben.

Fireflies E07

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Eine günstige und für ihre Größe recht helle Lampe, die in mehreren Variationen erhältlich ist, bietet Fireflies mit der E07 an. Im Testlabor wurde die Edelstahl-Version mit sieben Osram-KW-CSLNM1.TG-LEDs unter die Lupe genommen.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem Pappkarton sind neben der Lampe ein Trageclip, ein Lanyard, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Reduzierröhrchen zum Betrieb mit einem 18650-Akku und eine kleine Karte, auf der die Funktionsweise der Lampe erklärt wird, enthalten. Zum regulären Lieferumfang zählt darüber hinaus auch noch eine Bedienungsanleitung, die beim Testmodell allerdings nicht dabei war.


Ausgeliefert wird die E07 in einem Pappkarton.

 


Der Inhalt der Verpackung.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 113 mm
Linsenöffnung: 32,5 mm
Durchmesser Kopf: 37,5 mm
Durchmesser Tail: 28 mm
Gewicht: 114 g
Gewicht mit Akku: 182 g
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit Trageclip.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap, Öse am Lampenkopf.
wasserdicht: laut Hersteller gemäß IPX-6.
Stromversorgung: 1x 21700 LiIon, 1x 18650 LiIon.

 

Erstes Kennenlernen:
Da ich der Lampe durchaus mehr zutraue als die Wasserdichtigkeit gemäß IPX-6 (geschützt gegen starkes Strahlwasser) habe ich einen Test im Waschbecken durchgeführt. Und siehe da – die E07 hat ihn klaglos überstanden. Die IPX-7-Norm (Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen) erfüllt die Lampe auf jeden Fall, wenn nicht sogar die IPX-8-Norm (Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen). Aber so lange wollte ich nicht warten und begnüge mich mit der Auskunft, dass die Lampe auch mal in einen Bach oder Fluss fallen darf, ohne Schaden zu nehmen, denn dauerhaft wird man sie dort eher nicht liegen lassen.


Materialstärke Batterierohr.

 


Auf eine Schmierung der Gewinde hat man bei Fireflies komplett verzichtet. Aber auch komplett trocken gibt es keinerlei Probleme beim Auf- und Zuschrauben. Sowohl das Gewinde zur Tailcap (Bild) als auch das zum Lampenkopf läuft sauber ohne auch nur ansatzweise zu kratzen.

 


Lampenkopf, Batterierohr und Tailcap.

 


Die E07 mit montiertem Trageclip. Am Clip kann auch das mitgelieferte Lanyard befestigt werden.

 


Eine weitere Möglichkeit, ein Lanyard anzubringen, bietet eine Öse im Lampenkopf. Das im Lieferumfang enthaltene Lanyard kann hier allerdings nicht befestigt werden, da es lediglich über einen kleinen Karabiner und keine Schlaufe verfügt. Reingewürgt bekommen habe ich das Ding trotzdem, aber beim Versuch, den Karabiner wieder herauszubekommen, ist das Ding direkt zerbrochen. Kein Zeichen für Qualität, aber scheißt der Hund drauf – ich mag Lanyards sowieso nicht. Dennoch frage ich mich, warum Fireflies der Lampe zwei Möglichkeiten offeriert, ein Lanyard zu befestigen, und dann ein Lanyard mitliefert, mit dem die Öse im Lampenkopf überhaupt nicht genutzt werden kann. Darüber sollte der Hersteller vielleicht mal nachdenken.

 

Leuchteinheit:
Beim Testmodell kommen sieben Osram-KW-CSLNM1.TG-LEDs zum Einsatz, von denen jede in einer eigenen kleinen Optik hinter einer vergüteten Glaslinse sitzt. Die Farbtemperatur ist mit 6.500 Kelvin angegeben. Zusätzlich wurden zwölf Auxiliary-LEDs in „Ice Blue“ verbaut.


Beim Testmodell kommen sieben KW-CSLNM1.TG-LEDs von Osram zum Einsatz.

 

Bedienung:
Die E07 ist mit der Anduril-Firmware ausgestattet, die eine umfangreiche Programmierung ermöglicht. Alle Möglichkeiten dieser Programmierung hier zu beschreiben, würde den Rahmen dieses Tests sprengen, daher beschränke ich mich auf die wesentlichen Punkte. Eine tolle deutschsprachige Anleitung, was mit Anduril alles möglich ist, hat steidlmick aus dem Taschenlampen-Forum verfasst. Diese Anleitung kann kostenlos als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Einziges Bedienelement ist ein Seitenschalter im Lampenkopf, der über einen konkreten Druckpunkt verfügt. Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe durch einen kurzen Druck auf den Schalter; die Helligkeit wird durch Gedrückthalten des Schalters verändert.


Der Schalter hat einen konkreten Druckpunkt und ist auch im Dunkeln gut zu ertasten.

 

Grundsätzlich gibt es zwei Bedienmöglichkeiten – per Ramping oder mit mehreren festen Leuchtstufen. Zwischen diesen beiden Möglichkeiten wechselt man, indem man bei eingeschalteter Lampe einen Dreifachklick ausführt.
Die Lampe verfügt über Memory und schaltet in beiden Modi immer in der Stufe ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde.

Apropos ausgeschaltet: Ist die Lampe ausgeschaltet, leuchten im Lampenkopf insgesamt zwölf blaue Aux-LEDs, die beim Auffinden der Lampe im Dunkeln oder beim nächtlichen Gang zum Klo hilfreich sind. Durch einen siebenfachen Klick auf den Schalter im ausgeschalteten Zustand kann die Lampe so programmiert werden, dass die Aux-LEDs blinken oder gar nicht leuchten. Was immer leuchtet, sind blaue LEDs im Schalter. Eine komplette Unterbrechung der Stromzufuhr wird durch leichtes Lösen der Endkappe erreicht. Großartig viel Strom aus dem Akku ziehen die sechs blauen LEDs indes nicht; nach zehn Stunden Dauerbetrieb habe ich anstatt der anfänglichen 4,20 Volt noch 4,19 Volt gemessen.


Hübsch anzusehen und durchaus nützlich – die Aux-LEDs.

 


Im ausgeschalteten Zustand der Lampe leuchten neben den Aux-LEDs auch vier LEDs im Schalter.

 


Ist die Lampe eingeschaltet, leuchten zwei LEDs im Schalter. Komplett unterbrochen werden kann die Stromzufuhr nur, indem man die Lampe leicht aufdreht.

 

Unabhängig vom gewählten Betriebsmodus startet die Lampe immer im dunkelsten Modus, wenn man den Schalter etwas weniger als eine Sekunde gedrückt hält.
Mit einem Doppelklick bei ausgeschalteter Lampe schaltet die Lampe in der hellsten Leuchtstufe ein.
Ein weiterer Doppelklick aktiviert den Turbo, der allerdings lediglich ein „Dragster-Modus“ ist. Denn die Lampe regelt einerseits schnell herunter und erwärmt sich andererseits extrem schnell, sodass man sie in einer taktischen Haltung schon nach wenigen Sekunden nicht mehr anfassen kann, weil man das Gefühl hat, der Handballen wird geröstet. In einer regulären Haltung kann man es etwas länger aushalten, da man den Lampenkopf nicht zwangsläufig anfassen muss. Aber zumindest zum Spielen und Auf-die-Kacke-Hauen ist der Turbo-Modus, der mit 6.500 Lumen angegeben ist, ein schönes Gimmick. Mangels Bedienungsanleitung kann ich die hellste Leuchtstufe unter dem Turbo nur grob per Ceiling-Bounce schätzen. Sie dürfte etwa um die 3.000 (plusminus 500) Lumen liegen.

Wird die Lampe im Ramping-Modus betrieben, rampt sie von dunkel nach hell. Wenn das Ramping unterbrochen und der Schalter innerhalb einer Sekunde erneut gedrückt und gehalten wird, ändert sich die Richtung. Genau so verhält sich die Lampe auch, wenn sie mit festen Leuchtstufen betrieben wird. Gedrückthalten = Lampe schaltet kontinuierlich hoch. Gedrückthalten unterbrechen und innerhalb einer Sekunde drücken und gedrückt halten = Lampe schaltet kontinuierlich runter.

Über Strobe und weiteres Geblinke verfügt die E07 ebenfalls. Zum Glück ist dieses Zeug aber so gut im UI versteckt, dass man es nicht aus Versehen aktivieren kann.

Da die Beschreibung der grundsätzlichen Bedienung schon deutlich länger ist als bei den meisten anderen getesteten Lampen auf dieser fabulösen Seite, gehe ich nicht weiter ins Detail, sondern beschränke mich darauf, stichpunktartig noch einige weitere Kunststücke aufzuführen, die die Lampe noch beherrscht.
– Akkustand anzeigen
– Momentlicht
– thermische Konfiguration
– Muggelmodus (Lampe funktioniert nur in den dunklen Leuchtstufen)
– Tastensperre

All das sind zusätzliche Features, die man nutzen kann aber nicht muss. Die Grundbedienung ist auf jeden Fall denkbar einfach und geht auch Menschen, die noch nie eine Taschenlampe in der Hand hatten, schnell in Fleisch und Blut über.

 

Stromversorgung:
Die Lampe kann wahlweise mit einem 21700-LiIon-Akku oder einem 18650-LiIon-Akku betrieben werden.


Mit dem Reduziehrrohr passt auch ein 18650-Akku in die Lampe.

 


Ob das Röhrchen mit dem güldenen Kontakt voran zum Plus- oder Minuspol der Lampe eingesetzt wird, spielt keine Rolle. Wichtig ist allerdings, dass der Pluspol des Akkus immer zum Lampenkopf zeigt. Sowohl beim Betrieb mit 21700-Akkus als auch beim Betrieb mit 18650-Akkus sollte man auf die Länge – respektive Kürze – der Stromversorger achten. Mit Flattop-Akkus funktioniert die Lampe problemlos. Akkus mit erhabenem Pluspol passen nur bedingt, vor allem dann, wenn es sich um geschütze Akkus handelt, die immer ein Stückchen länger sind. In diesen Fällen lässt sich die Lampe nicht mehr zuschrauben und leuchtet nicht.

 

Laufzeitmessung:
Der Test erfolgte mit einem Samsung INR-21700-40-T-Akku, wobei die Lampe in der hellsten Leuchtstufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt wurde.

Selbstverständlich durfte auch ein Test im „Dragster-Modus“ nicht fehlen.
Das entsprechende Diagramm seht ihr hier:

Fazit:
Das, was vorne aus der Lampe herauskommt, scheint eine Kombination aus Temperaturregelung und verbleibender Rest-Akkuspannung zu sein. Die Lampe möchte grundsätzlich immer wieder hochregeln, sobald eine bestimmte Temperatur unterschritten wird, darf dies aber nur, solange die verbleibende Akkuspannung es zulässt. Ab einer gewissen Restspannung des Akkus ist Schluss mit lustig, und es geht mit der Leuchtleistung einfach nur noch kontinuierlich bergab, wie im oberen Diagramm zu sehen ist. Beim „Dragster-Modus“-Test, der nicht auf Laufzeit ausgelegt war und den ich nach zehn Minuten beendet habe, geht es nach diesen zehn Minuten mit der Leuchtleistung selbstverständlich noch nicht kontinuierlich bergab.

 

Beam:
Bedingt durch die spezielle Optik ist der Hotspot nicht sonderlich ausgeprägt und geht sauber in einen breiten Sidespill über. Somit liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild, und durch die schiere Leistung ist sogar ein wenig Reichweite drin. Tendenziell ist die E07 allerdings eher der Fluter-Fraktion zuzuordnen mit leichter Tendenz zum Allrounder.


Schuss auf die Scheibe mit der FF E07.

 

Resümee:
Mit der E07 von Fireflies bekommt man eine gut verarbeitete Taschenlampe zu einem absolut fairen Preis. Dank des Anduril-UIs sind die Möglichkeiten, die Einstellungen individuell zu gestalten, sehr vielfältig, aber bereits die Werkseinstellungen reichen für eine sinnvolle und problemlose Bedienung mehr als aus.
Durch die Möglichkeit, die Lampe in verschiedenen Gehäusefarben und mit verschiedenen LEDs zu ordern, kann sich jeder „seine“ E07 bestellen. Das von Fireflies freundlicherweise zum Test zur Verfügung gestellte Modell liegt bei 75 US-Dollar, die Grundausführungen sind bereits für 50 US-Dollar erhältlich (Stand: März 2022).
Da die Taschenlampenindustrie mittlerweile dazu übergegangen ist, einen Großteil der Produkte als Komplettpaket mit Akku und Lademöglichkeit per USB direkt an der Lampe auszuliefern, sollte erwähnt werden, dass die E07 ohne Akku und USB-Lademöglichkeit daherkommt. Akku und Lader müssen also zusätzlich erworben werden, falls nicht bereits vorhanden. Mich persönlich stört das nicht – ganz im Gegenteil, denn so bin ich beim Akku-Nachkauf nicht auf teure Spezialakkus angewiesen und muss nicht ständig nach irgendwelchen Kabeln suchen, die ich irgendwo verschlampt habe. Einfach den Akku in den Lader hauen, und schon wird alles gut.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Bei Tageslicht kurz vor dem großen Regen

 


Kontroll-Shot im Dunkeln nach dem großen Regen

 


Fireflies E07 im dunkelsten Modus. Wenn man im dunkelsten Modus keinen Unterschied zum Kontroll-Shot sieht, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass dieser Modus wirklich dunkel ist.

 

Da die einzelnen Leuchtstufen (im Auslieferungszustand sind es sieben) beliebig aus dem UI entfernt oder wieder reinprogrammiert werden können, erspare ich mir an dieser Stelle die ganzen Zwischenstufen und mache da weiter, wo es interessant wird.

 


Fireflies E07 hellste Stufe

 


Fireflies E07 Turbo

 


Emisar D4 XP-L Hi V2 5D

 


Lupine Betty TL2

 


Olight X7 Marauder Turbo

 


Olight X7 Marauder Turbo S

 

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24. August 2020

Olight RN800/RN120

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Mit der RN800 hat Olight eine neue Fahrradlampe im Programm, die durch die RN120 als Rücklicht ergänzt wird. Bevor der Testspaß losgeht, erwähne ich allerdings direkt, dass beide Lampen nach Paragraph Soundso der StVZO keine Zulassung für den Straßenverkehr in Deutschland besitzen.

 

Verpackung/Lieferumfang RN800:
In einem stabilen Pappkarton finden sich neben der Lampe ein Ladekabel von USB auf USB-C, Befestigungsmaterial zur Befestigung am Fahrradlenker, ein kleiner Inbusschlüssel und eine sehr, sehr knapp gehaltene Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, die sich auf drei Sätze beschränkt.


Lieferumfang der RN800.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 107,5 mm
Gewicht: 160 g
Stromversorgung: fest verbauter 21700-LiIon-Akku.


So sieht die RN800 aus der Nähe aus.

 


Den schraffierten Bereich nennt Olight „Blendschutzlinse“. Dadurch soll vermieden werden, dass der Gegenverkehr geblendet wird. Eine offizielle Zulassung für den Straßenverkehr hat die Lampe trotzdem nicht.

 


Lampenunterseite mit Befestigungsmöglichkeit am Fahrradlenker oder zur Nutzung als Helmlampe. Alle nötigen Adapter sowie ein kleiner Inbusschlüssel als Werkzeug liegen der Verpackung bei.

 

Verpackung/Lieferumfang RN120:
In einem stabilen Pappkarton sind neben der Lampe ein Ladekabel von USB auf Micro-USB, Befestigungsmaterial zur Befestigung am Fahrradrahmen und eine ebenfalls sehr, sehr knapp gehaltene Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen enthalten, die sich ebenfalls auf drei Sätze beschränkt.


Auch bei der RN120 ist alles dabei.

 

Beschreibung der Lampe:
Abmessungen: 34,9 mm x 32,7 mm x 32 mm
Gewicht: 26 g
Stromversorgung: interner Akku.


So sieht das kleine Rücklicht aus der Nähe aus.

 


Frontansicht.

 


Auf der Rückseite können die Adapter zur Befestigung am Radl-Rahmen angebracht werden.

 

Grundsätzliches:
Lampen mit fest verbauten und per Kabel ladbaren Akkus sind für den Endverbraucher zunächst mal einfach zu handhaben. Man bekommt ein Komplettpaket, bei dem nichts dazugekauft werden muss und muss sich dementsprechend erstmal keine Gedanken machen – zumindest solange nicht, bis die Akkus anfangen zu schwächeln und irgendwann überhaupt keine Kapazität mehr haben. Dann ist man darauf angewiesen, die Lampen an den Hersteller einzuschicken und gegen teures Geld die Akkus wechseln zu lassen.
Etwas unglücklich gelöst finde ich es, dass Scheinwerfer und Rücklicht zwei unterschiedliche Ladekabel benötigen. So muss man ständig mit zwei Kabeln hantieren, wenn man die RN800 und die RN120 als Bundle erwirbt. Darüber sollte Olight vielleicht langfristig mal nachdenken.

 

Bedienung RN800:
Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe durch Gedrückthalten des Schalters auf der Oberseite. Durch einen kurzen Druck auf den Schalter bei eingeschalteter Lampe gelangt man rotierend durch drei Leuchtstufen, die von Olight wie folgt angegeben sind:

Low: 200 Lumen für 8 Stunden
Mid: 400 Lumen für 4 Stunden
High: 800 Lumen für 2 Stunden

Die Lampe verfügt über Memory und schaltet immer in der Leuchtstufe ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde.

Führt man während des Betriebs einen Doppelklick aus, kann man zwei weitere Modi aktivieren: mittelschnelles Blinken und eine Mischung aus Blinken und Strobe. Zwischen diesen beiden Modi kann durch einen Einfachklick gewechselt werden. Ein erneuter Doppelklick, und man gelangt in die dunkelste Leuchtstufe. Auch die Blinkstufen werden memorisiert – war die Lampe beim Ausschalten in einer dieser beiden Stufen aktiv, beginnt sie auch in dieser Stufe wieder.

Während des Betriebs informiert eine LED im Schalter grob über die Restspannung des Akkus. Folgende Informationen werden dabei von der Lampe herausgerückt:

grün = alles klar
rot = niedriger Akkustand
rot blinkend = Akku schleunigst nachladen


Bedient wird die RN800 mit einem Schalter auf der Lampenoberseite. Während des Betriebs informiert eine LED im Schalter über die Restspannung des Akkus. Bei ausgeschalteter Lampe kann man den Schalter kurz drücken, um ebenfalls über den Akkustand informiert zu werden.

 

Bedienung RN120:
Die Grundbedienung ist bei beiden Lampen identisch. Auch die RN120 wird durch Gedrückthalten des Schalters oben auf dem Lampengehäuse ein- und ausgeschaltet. Durch einen kurzen Druck auf den Schalter wechselt sie rotierend zwischen folgenden Leuchtstufen (Herstellerangaben):

Low: 20 Lumen für 5:10 Stunden
Mid: 45 Lumen für 2:50 Stunden
High: 80 Lumen für 1:30 Stunden

Ein weiterer Modus nennt sich „Auto Brake“ und ist mit 120 Lumen angegeben. Dieser Modus kann offenbar ausschließlich durch Erschütterungen der Lampe und nicht mittels des Schalters erreicht werden. Vermutlich schaltet die Lampe bei starkem Bremsen oder wenn man irgendwie mit dem Rad umfällt, automatisch in diesen Modus. Wenn man während des Betriebs auf die Lampe haut, wechselt sie ebenfalls in diesen Modus.
Durch einen Doppelklick bei eingeschalteter Lampe landet man in einem Modus, in dem die Lampe runter- und wieder hochdimmt, durch zwei einzelne Klicks blinkt sie schnell, durch einen weiteren Doppelklick blinkt sie in der Mitte und leuchtet außen relativ hell.
Meine ganz bescheidene Meinung: Too much. Wofür braucht man dermaßen viel Blinkzeug hinten an einem Fahrrad? Die zweite Ebene hätte man sich durchaus auch sparen können. Schließlich tanzt man mit einem Fahrrad nicht in der Disco; vielmehr geht es es einzig und allein darum, im Dunkeln von hinten gesehen zu werden, und dafür hätten die drei unterschiedlich hellen Leuchtmodi völlig ausgereicht.

Bei ausgeschalteter Lampe informiert ein kurzer Druck auf den Schalter durch eine LED im Schalter grob über die Restspannung des Akkus.


Durch einen kurzen Druck auf den Schalter bei ausgeschalteter Lampe informiert eine LED darüber, wie es um den Akku bestellt ist.

 

Stromversorgung RN800:
Olight verwendet in der Lampe einen fest verbauten 21700-Akku mit einer angegebenen Kapazität von 4.000 mAh, der über ein USB-C-Kabel geladen wird.
Während des Ladevorgangs blinkt eine rote LED im Schalter. Bei komplett geladenem Akku leuchtet die LED dauerhaft grün.

Stromversorgung RN120:
Beim Rücklicht kommt ein fest verbauter Akku zum Einsatz, über den ich bisher noch nichts in Erfahrung bringen konnte, der via USB auf USB Micro geladen wird. Den Satz, den ich bezüglich des Ladevorgangs der RN800 geschrieben habe, kann ich 1:1 beim RN-120-Akku übernehmen. Also mache ich das auch und zitiere mich selbst: „Während des Ladevorgangs blinkt eine rote LED im Schalter. Bei komplett geladenem Akku leuchtet die LED dauerhaft grün.“

 

Es fehlt was…
Lampenfreunde dürften an dieser Stelle den Laufzeittest vermissen; Radler die Information, wie die beiden Lampen denn nun genau am Fahrrad befestigt werden. Zu beidem bin ich in der Kürze der Zeit, in der dieser Test stattfinden musste, leider nicht gekommen, da mir nur anderthalb Tage zur Verfügung standen, um den kompletten Text zu schreiben und die Bilder zu schießen, und obendrein habe ich auch noch ein Leben neben der Lampenwelt.
Ich gehe aber davon aus (für die Lampenfreunde), dass die Lampen ebenso exzellent geregelt sind wie alle anderen Olight-Lampen, die ich bisher unter meinen Fittichen hatte, (und für die Radler), dass die Befestigungen die Lampen bombenfest sowie dauerhaft in Position halten.

 

Resümee:
Mit der RN800 (Scheinwerfer) und RN120 (Rücklicht) bietet Olight eine Kombination fürs Fahrrad an, die für sämtliche Alltagssituationen mehr als ausreichend sein dürfte – nicht ohne einige kleine Schwächen zu offenbaren. Nicht wechselbare Akkus sind nach mehreren Jahren mit erheblichen Zusatzkosten verbunden, da sie im Normalfall nur vom Hersteller ersetzt werden können. Und zwei unterschiedliche USB-Kabel – falls man die Lampen als Bundle erwirbt – finde ich ein wenig unglücklich gelöst. Abgesehen davon, bekommt man mit der RN800 und der RN120 ein leistungsstarkes Paket, das sich nicht hinter anderen Fahrradbeleuchtungen verstecken muss.
Dazu kommt die Verarbeitungsqualität von Olight, die unbestritten sein dürfte. Nicht zuletzt deswegen ist dieser Hersteller schon seit Jahren erfolgreich auf dem hart umkämpften Markt vertreten und von selbigem nicht mehr wegzudenken.
Ob man die nicht vorhandene Zulassung für den Straßenverkehr als Manko wertet, ist Gewissenssache. Mich persönlich stört es nicht, und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es Polizisten gibt, die einem bei einer Kontrolle deswegen an die Karre – respektive den Rahmen – pissen. Meist sind die Gesetzeshüter einfach nur froh, wenn ein Fahrrad überhaupt über eine Beleuchtung verfügt.
Die RN800 ist zu einem regulären Verkaufspreis von 59,95 Euro erhältlich, die RN120 für 34,95 Euro (Stand: August 2020). Zur Verfügung gestellt wurden die Testlampen freundlicherweise von Olight.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot im Dunkeln

 


Olight RN800 Low

 


Olight RN800 Mid

 


Olight RN800 High

 


Kontroll-Shot im Dunkeln: Garagentor auf 20 Meter Entfernung

 


Olight RN120 20 Lumen

 


Olight RN120 45 Lumen

 


Olight RN120 80 Lumen

 


Olight RN120 120 Lumen

 

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7. August 2020

Olight R50 Pro Seeker

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 16:04


It’s tooltime, baby!

 

Der Heimwerkerkönig war da und hat seine Werkzeugkiste mitgebracht. Doch es stellt sich die entscheidende Frage:
Was ist in der Kiste? What’s in the box? Contenu de la boîte? Wat zit er in de doos? Kutuda neler var? ماذا يوجد في الصندوق Conteúdo da caixa? Что в коробке Τι υπάρχει στο κουτί Que hay en la caja? 盒子裡有什麼 Cosa c’è nella scatola? Какво има в кутията Mitä laatikossa on? Vad är i rutan? Шта има у кутији Što je u kutiji? 상자 내용물 Hva er i boksen? Mi van a dobozban? Quid de arca archa? 箱の中身 Що в коробці Co jest w pudełku?


Es ist die Olight R50 Pro Seeker, die gerne auf Herz und Nieren gestestet werden möchte.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton sind die Lampe, ein Akku zum Betrieb (bereits eingelegt), ein USB-Ladekabel, ein Netzadapter, ein Holster, eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen und ein Olight-Werbeblättchen enthalten.


Die Verpackung der Lampe.

 


Nach dem Öffnen präsentiert sich ein aufgeräumtes Bild.

 


Und das ist alles drin im Karton.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 128,5 mm
Reflektoröffnung: 35 mm
Durchmesser Kopf: 42 mm
Durchmesser Tail: 33 mm
Gewicht: 165 g
Gewicht mit Akku: 264 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: nein.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1 x 26650 LiIon.


Die Unterseite der Lampe.

 


Materialstärke des Batterierohrs.

 


Das Gewinde wurde werksseitig ausreichend gefettet und läuft butterweich.

 


Im Lampenfuß befindet sich ein starker Magnet, mit dem die Lampe an metallischen Gegenständen befestigt werden kann, zum Beispiel, um beim Arbeiten die Hände frei oder einen Ständer in der Kiste zu haben.

 


Lampe im Holster.

 

Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine kaltweiße XHP70-LED von Cree, die ihr Licht mittels eines OP-Reflektors verteilt. Davor sitzt eine gehärtete, ultraklare Glaslinse.


Die Leuchteinheit.

 

Bedienung:
Die gesamte Bedienung erfolgt über einen Schalter (Taster), der unterhalb des Lampenkopfs angebracht ist. Durch einen kurzen Druck schaltet die Lampe ein. Sie verfügt über vier Leuchtstufen, die von Olight mit folgenden Werten angegeben sind:

Low – 60 Lumen – 50 Stunden
Medium – 400 Lumen – 7,5 Stunden
High – 1500/1000 Lumen – 10 Minuten + 160 Minuten
Turbo – 3200/1000 Lumen – 1,5 Minuten + 105 Minuten

Im Klartext bedeutet das: Laut Bedienungsanleitung hält die Lampe die Leistung in den beiden niedrigen Stufen konstant über den angegebenen Laufzeitraum. Im Turbo schaltet sie nach anderthalb Minuten zurück, und im High-Modus schaltet sie nach zehn Minuten zurück. Dazu, wie sich die Lampe tatsächlich verhält, komme ich später im Laufzeittest.

Nach dem Einschalten wechselt die Lampe durch Gedrückthalten des Schalters zwischen den Stufen Low, Medium und High. Nach High folgt wieder Low. Die R50 Pro Seeker ist mit Memory ausgestattet und schaltet immer in der Leuchtstufe ein, in der sie zuvor ausgeschaltet wurde. Wenn man den Schalter bei ausgeschalteter Lampe etwa eine halbe Sekunde lang drückt, startet sie immer in der dunkelsten Stufe.
Ein Doppelklick – unabhängig davon, ob die Lampe ein- oder ausgeschaltet ist, aktiviert den Turbo-Modus. Hält man den Schalter im Turbo gedrückt, gelangt man wieder in die zuvor aktivierte Leuchtstufe. Ein kurzer Druck in einer der regulären Leuchtstufen oder im Turbo schaltet die Lampe aus.
Über Strobe verfügt die Lampe ebenfalls. In diesen Modus gelangt man durch einen schnellen Dreifachklick, unabhängig davon, ob die Lampe ein- oder ausgeschaltet ist.
Gegen unbeabsichtigtes Einschalten kann die R50 Pro Seeker durch langes Gedrückthalten des Schalters bei ausgeschalteter Lampe gesperrt werden; das Entsperren funktioniert auf die selbe Weise.


Einziges Bedienelement ist ein Schalter unterhalb des Lampenkopfs.

 

Stromversorgung:
Dafür, dass die Lampe leuchtet, sorgt der mitgelieferte 26650-Akku mit einer Kapazität von 4500 mAh.


Der Akku.

 


Wie man sieht, handelt es sich um einen Spezialakku, bei dem die Ladekontakte nicht unten und oben sitzen, sondern unten. Minus ist in der Mitte.

 


Dementsprechend sieht die Tailcap von innen aus.

 


Und so von außen.

 


Geladen werden kann der Akku mit dem mitgelieferten Kabel über einen USB-Anschluss. Während des Ladevorgangs leuchtet die LED am Ende des Kabels rot, bei komplett geladenem Akku grün. Hier leuchtet sie gar nicht, da es sich um eine Werkzeugkiste ohne USB-Anschluss handelt.

 


Ein Steckdosenadapter ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten.

 

Laufzeittest:
Beim ersten Test wurde die Lampe im Turbo-Modus betrieben und während des Tests kontinuierlich durch einen Venitilator gekühlt.

Nach etwas mehr als 53 Minuten schaltete die Lampe ab. Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,14 Volt gemessen.

Ohne Kühlung beginnt die Lampe nach etwas mehr als 2 Minuten auf 8300 Lux herunterzuregeln (den Wert im High-Modus), der nach 3 Minuten und 20 Sekunden erreicht ist.

Ein weiterer Test erfolgte im High-Modus, diesmal bei Raumtemperatur.

Sehr schön zu sehen ist, dass die Lampe zunächst herunter- und später wieder heraufregelt, was auf eine temperaturgesteuerte Regelung schließen lässt. Nach 52 Minuten wurde ein Wert erreicht, den die Lampe ohne jegliche Kühlung über einen langen Zeitraum fast kontinuierlich hält. Nach zwei Stunden habe ich den Test beendet. Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,38 Volt gemessen.

 

Fazit:
Die R50 Pro Seeker ist ein kleiner Rebell und hält sich nicht zwangsläufig an die Werte, die Olight angibt.
Unter optimalen Bedingungen ist die Lampe astrein geregelt. Sie regelt zwar herunter, aber dieses Herunterregeln ist absolut sinnvoll, ansonsten würde die LED irgendwann den Hitzetod sterben.
Das erste Diagramm zeigt, dass die Lampe unter guten (Kühl)-Bedingungen auf die herstellerseitig angegebenen Werte und Laufzeiten pfeift und einfach die ganze Zeit mit maximal möglicher Leistung leuchtet, was das Zeug hält. Die von Olight angegebenen Laufzeiten gehen dadurch natürlich komplett in den Keller, aber der Test zeigt, dass die Lampe grundsätzlich sogar mehr kann als vom Hersteller versprochen.
Auch beim Test im High-Modus, bei dem die Lampe nicht gekühlt wurde, regelt sie nur immer soweit herunter wie temperaturbedingt nötig. Fein gemacht, Lampi!

 

Beam:
Das Lichtbild ist recht ausgewogen und bietet einen gelungenen Mix zwischen Nahbereichsausleuchtung und Reichweite, was die R50 Pro Seeker zu einer sehr universell einsetzbaren Lampe macht. Die Leuchtweite ist mit 250 Metern angegeben, was sicherlich nicht gestrunzt ist. Nach der Umrechnung des höchsten gemessenen Luxwerts im Turbo kam ich sogar auf 264 Meter.


Scheiben-Schuss der R50 Pro Seeker.

 

Resümee:
Die Verarbeitung ist „Olight-like“ – sehr gut und hochwertig. Hier gibt es absolut nichts zu meckern. An die Bedienung kann man sich schnell gewöhnen, sofern man sie nicht schon von anderen Lampen dieses Herstellers kennt. Strobe kann bei sowohl bei aus- als auch bei eingeschalteter Lampe per Direktzugriff erreicht und nicht aus Versehen aktiviert werden, und die Regelung könnte kaum besser sein.
Meiner Meinung nach hat Olight bei der R50 Pro Seeker alles richtig gemacht. Der aktuelle VK liegt bei 159,95 Euro (Stand: August 2020). Das hört sich nach viel Geld an, geht aber aufgrund der Tatsache, das weder Akku noch Ladegerät zusätzlich erworben werden müssen, absolut in Ordnung. Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.


Olight-Größenvergleich: Von links: R50 Pro Seeker, SR Mini II, X7 Marauder.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Kurz vor Sonnenuntergang

 


Kontroll-Shot

 


R50 Pro Seeker Low

 


R50 Pro Seeker Medium

 


R50 Pro Seeker High

 


R50 Pro Seeker Turbo

 

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16. Juli 2020

Sofirn SP33 V3.0

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Eine helle Allrounder-Lampe zu einem schier unschlagbaren Preis hat Sofirn mit der SP33 V3.0 abgeliefert. Aber kann sie diesem Preis auch mit entsprechender Qualität gerecht werden?

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp-Umverpackung sind die Lampe, ein 26650-Akku zum Betrieb (bereits eingelegt und durch eine Schutzfolie gegen versehentliches Einschalten beim Transport gesichert), ein Reduzierröhrchen für den Betrieb mit einem 18650-Akku, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ladekabel, ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen enthalten.


Die Umverpackung der Lampe.

 


Der Inhalt der Verpackung. Die Bedienungsanleitung habe ich auf dem Bild vergessen.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 126,5 mm
Reflektoröffnung: 31 mm
Durchmesser Kopf: 37,5 mm
Durchmesser Tail: 35 mm
Gewicht: 138 g
Gewicht mit Akku: 231 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: gemäß IPX-8.
Stromversorgung: 1x 26650 LiIon, 1x 18650 LiIon.


Materialstärke Batterierohr.

 


Das Tailcap-Gewinde wurde von Sofirn von Werk aus bereits ausreichend geschmiert und läuft spielfrei und weich.

 


Vergoldete Tailcap-Feder.

 


Möglichkeit zur Lanyard-Befestigung an der Tailcap.

 

Leuchteinheit:
Eine LED des Typs XHP50.2 von Cree verrichtet die Arbeit in einem OP-Reflektor. Davor wurde eine Glaslinse verbaut.


Blick in den Lampenkopf.

 

Bedienung:
Es gibt zwei Möglichkeiten, die Lampe zu bedienen: mittels Durchschalten von insgesamt fünf Leuchtstufen (Werkseinstellung) oder stufenlos per Ramping.

Angegeben sind die Leuchtstufen von Sofirn mit folgenden Werten:
Moonlight: 1 Lumen – 31 Tage
Low: 150 Lumen – 26 Stunden und 36 Minuten
Mid: 450 Lumen – 9 Stunden und 21 Minuten
High: 1600 Lumen – 2 Stunden und 21 Minuten
Turbo: 3500 Lumen – 1 Stunde und 53 Minuten

Zwischen Durchschalten und Ramping wechselt man durch einen Vierfachklick auf den Schalter bei eingeschalteter Lampe, was mit einem kurzen Blinken und anschließendem direkten Umschalten in den jeweils anderen Modus quittiert wird.

Für beide Betriebsarten gilt:
Ein kurzer Druck auf den Schalter schaltet die Lampe ein und aus. Durch Gedrückthalten wechselt man die Modi/regelt man die Lampe herauf und herunter. Die Lampe hat Memory und schaltet immer in der Stufe/Helligkeit ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde. Hält man den Schalter gedrückt, schaltet die Lampe grundsätzlich im Moonlight-Modus ein, der allerdings nicht gespeichert wird. Ein Dreifachklick bei ein- oder ausgeschalteter Lampe aktiviert Strobe; durch einen einfachen Klick aus Strobe gelangt man zur zuletzt aktivierten Stufe/Helligkeit zurück.

Für den Stufen-Modus gilt:
Memorisiert werden nur die Stufen Low, Mid und High. Durch einen Doppelklick gelangt man in den Turbo, durch einen Einfachklick aus dem Turbo zurück in die zuletzt aktivierte Leuchtstufe.

Für den Ramping-Modus gilt:
Die Lampe rampt bis in den Turbo und speichert diesen auch ab, was im Klartext bedeutet: Wurde die Lampe zuletzt im Turbo ausgeschaltet, schaltet sie auch im Turbo wieder ein. Wurde sie zuletzt mit einer anderen Helligkeit betrieben, gelangt man nach einem Einfachklick aus Turbo ebenfalls genau dorthin zurück.
Beim Ramping gelten folgende Kriterien: Wenn man den Schalter (bei eingeschalteter Lampe) für weniger als etwa 1,5 Sekunden gedrückt hält, wechselt die Lampe zwischen Herauf- und Herunterrampen. Wartet man länger als 1,5 Sekunden, rampt die Lampe in die Richtung, die zuletzt aktiviert war.
Was bedeutet: Gedrückthalten beim Hochrampen nach mehr als 1,5 Sekunden: Lampe rampt weiter hoch; erneutes Gedrückthalten beim Runterrampen nach mehr als 1,5 Sekunden: Lampe rampt weiter runter.

Dieser ganze Klumpatsch bezüglich der Bedienung mag sich zwar kompliziert lesen, ist es in der Praxis aber nicht, und man hat schnell heraus, wie die Lampe zu bedienen ist.

Beim Einschalten wird die Spannung des Akkus für etwa fünf Sekunden grob durch eine LED im Schalter angezeigt. Bei ausreichender Spannung leuchtet die LED blau, bei niedriger Spannung rot. Bei kritischer Akkuspannung blinkt die LED während des Betriebs dauerhaft rot.
Die Lampe verfügt über einen Lockout-Modus, der sie gegen versehentliches Einschalten sichert. Dazu muss der Schalter im ausgeschalteten Zustand viermal schnell gedrückt werden. Das Entsperren funktioniert ebenfalls durch schnelles viermaliges Drücken.

Abgesehen von der Bedienung, stellt der Schalter das größte Problem dar – nicht etwa, weil er nicht gut funktioniert, ganz im Gegenteil – sondern vielmehr, weil er im Dunkeln unglaublich schlecht zu ertasten ist. Die einzige fühlbare Orientierung bietet die Abdeckung der Ladebuchse, die leicht erhaben ist, und genau gegenüberliegend dieser Buchse sitzt der Schalter, den man drücken muss. In einer taktischen Haltung ist dies nahezu unmöglich, in einer „normalen“ Haltung mit viel Zeit und Feingefühl verbunden. Hier sollte Sofirn bei einem möglichen Nachfolger dringend nachbessern.


Der Schalter arbeitet präzise und zuverlässig. Leider ist er im Dunkeln kaum zu ertasten, egal, wie man die Lampe hält.

 

Stromversorgung:
Betrieben wird die Lampe mit einem 26650-Akku. Mitgeliefert wird ein ungeschützter Sofirn-Akku mit einer Kapazität von 5.500 mAh. Bei Auslieferung hatte der Akku eine Leerlaufspannung von 3,86 Volt. Geladen werden kann er mittels eines USB-C-Kabels über einen entsprechenden Anschluss in der Lampe. Während des Ladevorgangs blinkt eine rote LED im Schalter. Bei komplett geladenem Akku leuchtet die LED konstant blau. Die Ladeschlusspannung nach dem Aufladen betrug 4,15 Volt, was einen gesunden Wert darstellt.


Im Lieferumfang ist ein ungeschützter Sofirn-Akku enthalten. Die Lampe kann allerdings auch mit geschützten 26650-Akkus betrieben werden. Der große Vorteil des Akkus: Es handelt sich um keinen Spezialakku. Plus ist am Köpfchen, Minus am Popo. Davon können sich manch andere Hersteller, die auf teure Spezialakkus setzen, eine Scheibe abschneiden. Ein kleines Manko: Der mitgelieferte Akku klappert leicht im Lampengehäuse, und auch das Röhrchen für den Betrieb mit einem 18650-Akku ist nicht wirklich präzise gehalten. Auch hier klappert und wackelt es (ohne Bild).

 


Das Reinpuhlen der Ladeport-Abdeckung ist zwar ein wenig fummelig, aber die Lampe ist dicht und hat den gnadenlosen Unterwassertest meinerseits bestanden.

 


Vorbildlich, was das Laden des Akkus in einer Lampe betrifft: ein USB-C-Anschluss.

 

Laufzeittest:
Während des Tests wurde die Lampe mit dem mitgelieferten Akku betrieben und im Turbo eingeschaltet. Nach einer Stunde habe ich den Test beendet. Die Leerlaufspannung des Akkus betrug zu diesem Zeitpunkt 3,09 Volt.

Fazit:
Laut Bedienungsanleitung verfügt die Lampe über eine Temperatursteuerung, was im Diagramm zu Beginn der Messung sehr schön veranschaulicht wird. Nach elf Minuten sinkt der Luxwert allerdings kontinuierlich, was darauf schließen lässt, dass ab diesem Zeitpunkt lediglich die verbleibende Akkuspannung über die Leistung entscheidet.
Auffällig ist, dass die Wärme zum Großteil ausschließlich über den Lampenkopf abgeleitet wird, während am Batterierohr kaum noch Wärme ankommt.

 

Beam:
Durch die Kombination aus LED und Reflektor ergibt sich ein schönes und homogenes Leuchtbild. Die Reichweite ist mit 273 Metern angegeben. Nach Umrechnung des Maximalwerts aus dem Laufzeittest kommt das Testmodell sogar auf 331 Meter. Nach zweieinhalb Minuten waren es noch 278 Meter.


Scheiben-Schuss.

 

Resümee:
Mit der SP33 V3.0 hat Sofirn fast alles richtig gemacht. Die Verarbeitung ist klasse. Die Leistung ist klasse. Der Preis ist klasse. Was nervt, ist allerdings die Tatsache, dass man den Schalter im Dunkeln, weder in einer taktischen noch in einer „normalen“ Haltung, gut ertasten kann. Dadurch ist es bei völliger Dunkelheit nicht wirklich einfach, die Lampe schnell einzuschalten.
Die Bedienung würde ich nicht als „intuitiv“, sondern vielmehr als „leicht erlernbar“ bezeichnen. Nachdem man sich ein wenig mit der Lampe beschäftigt hat, macht man keine Fehler mehr und kann zudem zwischen zwei Betriebsarten auswählen.
Was mir richtig gut gefällt, ist der Moonlight-Modus, den man oft unterschätzt, der aber in vielen Situationen enorm hilfreich ist – etwa, wenn man nicht gesehen werden oder sein Gegenüber nicht blenden möchte, beim nächtlichen Gang zum Klo oder beim Finden des Schlüssellochs. Dieser Modus ist leider bei den meisten etablierten Herstellern bei Lampen ähnlicher Baugröße nicht vorhanden – bei der SP33 V3.0 hingegen schon.
Abgesehen von den kleinen Schwächen der Lampe, bekommt man mit der SP33 V3.0 für weniger als 60 Euro ein überzeugendes Gesamtpaket, bei dem nichts dazugekauft werden muss. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von Sofirn. Erhältlich ist sie unter anderem hier.


Größenvergleich. Von links: Sofirn SP33 V3.0, Lupine Betty TL2 S, Olight Warrior X Pro, Surefire 6P.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Tageslicht

 


Kontroll-Schuss im Dunkeln

 


Sofirn SP33 V3.0 Moonlight

 


Sofirn SP33 V3.0 Low

 


Sofirn SP33 V3.0 Mid

 


Sofirn SP33 V3.0 High

 


Sofirn SP33 V3.0 Turbo

 

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