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15. Juni 2020

Manker MK34

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Ein schnuckeliges, kleines und vom Formfaktor her „verliebenswertes“ Lämpchen hat Manker mit der MK34 abgeliefert. Hell ist der kleine Knubbel zweifellos – aber kann er auch in anderen Punkten punkten?

 

Verpackung/Lieferumfang:
Um es kurz zu machen: Sehr schlicht. Neben der Lampe sind in einem Pappkarton lediglich noch ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung in englischer und chinesischer Sprache enthalten.


Noch schlichter als der Lieferumfang ist dieses Bild. Die Verpackung habe ich nicht mehr, das Lanyard finde ich nicht mehr, und die Lampe habe ich vergessen, mitzufotografieren. Aber zumindest kommt die Bedienungsanleitung dadurch besonders gut zur Geltung.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 100,5 mm
Reflektoröffnung(en): 21,9 mm
Durchmesser Kopf: 62 mm
Durchmesser Tail: 47 mm
Gewicht: 274 g
Gewicht mit Akkus: 411 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Aussparung im Body.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 3x 18650 LiIon.


Die Akkus werden direkt in den Lampenkörper eingesetzt.

 


Schlecht gelöst: Die Akkus schleifen mit dem Pluspol am güldenen Metallring und tragen dort bei jedem Auf- und Zuschrauben der Lampe Material ab.

 


Hier kann das Lanyard befestigt werden.

 


Ein Gewinde zur Stativ-Befestigung ist ebenfalls vorhanden.

 

Leuchteinheit:
Beim Testexemplar sorgen zwölf Nichia-219B-LEDs, die auf drei Leuchtgruppen mit jeweils vier LEDs aufgeteilt sind, für Licht. Alternativ ist die Lampe auch mit zwölf Cree XP-G3-LEDs erhältlich, die zwar mehr Dampf, dabei allerdings eine wesentlich kältere Lichtfarbe haben.


Die Leuchteinheit. Der kleine Schleier über den beiden LEDs ganz links unten ist in der Realität nicht vorhanden und lediglich irgendwelchen Reflexionen geschuldet.

 

Unverhofft kommt oft:
Eigentlich ist eine Serienlampe nicht dazu bestimmt, auseinandergenommen zu werden. Bei meinem Testexemplar war das allerdings nötig, da sich irgendwann eine Leuchtgruppe von heute auf morgen komplett verabschiedet hatte. Die Lampe war weder heruntergefallen, noch war Wasser eingedrungen, noch hatte ich böse Lampengeister ins Haus gelassen. Vier LEDs wollten schlicht und einfach plötzlich nicht mehr leuchten.


So sah das dann aus.

 

Das Rätsels Lösung fand sich in der schlampigen Lötarbeit an der LED-Platine. Die Kabel sind mehr geklebt als gelötet, und eines davon hatte sich gelöst.
Ich habe keine Ahnung von den Preisen für Lötzinn in China, aber sollten sie nicht exorbitant hoch sein, müsste man demjenigen, der diese Kabel angedingst hat, solange mit eingeschaltetem Lötkolben in der Nase bohren, bis er in akzentfreiem Deutsch sagen kann „Ich gelobe Besserung.“ Und zwar mit gerolltem „R“ bei „Besserung“!


Mehr geklebt als gelötet.

 

Bedienung:
Manker hat der MK34 sechs Leuchtstufen mit auf den Weg gegeben. Bei der hier getesteten Nichia-Variante gibt es lediglich eine Angabe für den Turbo-Modus: 6500 Lumen. Die XP-G3-Version ist mit folgenden Werten angegeben:

Moonlight: 0,1-30 Lumen (ohne Laufzeitangabe)
Low: 120 Lumen – 30 Stunden
Medium 1: 500 Lumen – 7,5 Stunden
Medium 2: 1000 Lumen – 3,5 Stunden
High: 2500 Lumen – 2 Stunden
Turbo: 8000 Lumen (ohne Laufzeitangabe)

Die komplette Bedienung erfolgt über einen Schalter/Taster im Lampenkopf. Die Lampe verfügt über Memory und schaltet immer in der Leuchtstufe ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde (außer Moonlight).


Die komplette Bedienung erfolgt über einen Schalter im Lampenkopf.

 

Mit einem einfachen Klick landet man grundsätzlich immer im Moonlight-Modus, der in mehreren Helligkeitsabstufungen programmiert werden kann. Wie das funktioniert, mag jeder, der Interesse an dieser Lampe hat, gerne in der Bedienungsanleitung nachlesen. Es ist nicht wirklich schwierig, aber es würde den Rahmen dieses Tests sprengen, dies auch noch zu beschreiben.
Jeder weitere Einfach-Klick schaltet die Lampe in den nächsthelleren Modus, sodass sich die Schaltreihenfolge Moonlight – Low – Med1 – Med2 – High ergibt. Drückt man im High nun erneut kurz auf den Taster, beginnt die Lampe nicht etwa wieder bei Moonlight, sondern schaltet in der Reihenfolge Med2 – Med1 – Low – Moonlight wieder zurück. Warum, bitteschön?
Bei ein- oder ausgeschalteter Lampe gelangt man mit einem Doppelklick in den Turbo-Modus.
Je nachdem, aus welcher Stufe man die Lampe in den Turbo schaltet, gelangt man durch einen erneuten Doppelklick in eine der zuvor aktivierten Leuchtstufen zurück. Um zu veranschaulichen, was, wann, wenn, wie beim Doppelklicken passiert, habe ich die einzelnen Leuchtstufen mal farblich markiert.


Das Doppelklick-Desaster.

 

Wie man sieht, ist die Bedienung nur bedingt intuitiv. Aber zumindest beim Hochschalten in den Turbo gelangt man in den ersten drei Leuchtstufen beim Zurückschalten immer verlässlich wieder in selbige zurück.
Als wäre das nicht schon genug Chaos, hat die Lampe zusätzlich auch noch einen Bug. Schaltet man aus Med2 in den Turbo, landet man zunächst im Low. Lässt man die Lampe weiter laufen, überlegt sie sich nach etwa dreiundzwanzig Sekunden, dass sie eigentlich im Turbo laufen sollte und schaltet dorthin. Beim Zurückschalten erwartet einen dann erneut Med2. Wenn man aus High in den Turbo-Modus und wieder zurück schaltet, landet man in Med1.
Beim Runterschalten gelangt man nach einem Doppelklick in den Turbo-Modus und einem anschließenden Doppelklick, um die Lampe zurückzuschalten, grundsätzlich immer in Leuchtstufen, die man nicht erwartet hätte. Hier hilft nur: Vergessen, dass die Lampe einen Downstep – Turbo – Downstep-Modus hat, oder aber: den ganzen Klumpatsch auswendig zu lernen. Am besten, man schaltet die Lampe niemals in den Turbo, wenn sie im Runterschalt-Modus ist, dann erspart man sich viele Unannehmlichkeiten.
Verlässlich ist zumindest wieder das direkte Aktivieren des Turbos durch einen Doppelklick beim Einschalten. Nach dem Zurückschalten landet man grundsätzlich immer im High-Modus.

 

Und dann war da noch…
… das Geblinke. Nach einem einfachen Klick im Turbo-Modus schaltet die Lampe zuerst in den Strobe, nach einem weiteren Einfach-Klick in SOS, nach weiteren Einfach-Klicks folgen kurzes Blinken und eine Ladestands-Anzeige, die grob über den Ladezustand der Akkus informiert.
Die Art und Weise, in der das Blinkzeug ins UI integriert wurde, ist sicherlich der größte Knackpunkt der Lampe. Denn in jedem anderen Modus bedeutet ein Einfachklick Hoch- oder Runterschalten. In Turbo dagegen gelangt man mit einem Einfachklick ins unsägliche, nervige Geblinke. Und damit vertut man sich dauernd.
Mit diesem UI hat Manker sicherlich eine der kreativsten Bedienmöglichkeiten erschaffen, die eine Lampe je hatte – aber leider auch eine der dümmsten, die es je gegeben hat.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Für die nötige Power sorgen drei 18650-LiIon-Zellen. Aufgrund der engen Abmessungen des Bodys passen nur ungeschützte Zellen. Beim Test kamen die guten Samsung-30-Q-Akkus zum Einsatz. Eingeschaltet wurde die Lampe im Turbo-Modus und dabei durch einen Ventilator gekühlt.

Der Turbo-Modus ist nur für sehr kurze Zeit verfügbar. Bereits nach 20 Sekunden schaltete die Lampe von 10.600 auf 4.300 Lux herunter. Anschließend wurde die Leistung über fast anderthalb Stunden fast konstant gehalten. Nach 88 Minuten schaltete die Lampe auf 2.300 Lux herunter, nach 94 Minuten auf 800 Lux – Testabbruch. Die Akkus wurden entnommen und mit jeweils 3,11 Volt im Leerlauf gemessen. Höchste Zeit also, den Test abzubrechen.

Die nackten Fakten:

Fazit:
Die MK34 ist grundsätzlich sehr ordentlich geregelt. Der Stepdown von Turbo auf High erfolgt bereits nach zwanzig Sekunden und ist nicht temperatur-, sondern zeitgesteuert. Das wurde durch einen weiteren Test, bei dem die Lampe in einer Schüssel mit Eiswasser eingeschaltet wurde, unterstrichen. Auch hier erfolgte das Zurückschalten nach 20 Sekunden.
Anschließend hält die Lampe die Leistung ohne Einbußen und regelt bei schwächelnden Akkus schließlich herunter. Wie weit es mit ungeschützten Akkus mit einer Leerlaufspannung von 3,11 Volt nach 94 Minuten noch heruntergeht, bevor die Lampe abschaltet – falls sie abschaltet – wollte ich lieber nicht ausprobieren. Den Indikator im Schalter, der zu diesem Zeitpunkt in einem herrlichen Rot leuchtete, sollte man auf jeden Fall ernst nehmen.


Wenn die LED im Schalter rot leuchtet, ist schleunigst ein Akkutausch angesagt.

 

Beam:
Die Ausleuchtung ist, bedingt durch die Anordnung der LEDs in drei Vierergruppen im Lampenkopf, sehr ausgewogen und homogen. Kein sichtbarer Hotspot, lediglich massig Flutlicht, aber durch die schiere Leistung ergibt sich dennoch eine ordentliche Reichweite, die bei der XP-G3-Version mit 280 Metern angegeben ist. Für die getestete Nichia-Variante existieren keine Angaben; nach der Umrechnung des Luxwertes komme ich auf 205 Meter.


Schuss auf die Scheibe.

 

Resümee:
Die Manker MK34 ist ein handlicher Knubbel mit einer sehr angenehmen Lichtfarbe. Das Gesamtkonzept hätte schön und stimmig sein können, hätte man nicht irgendeinen Hirni an die Programmierung gelassen, der meinte, die Lampe müsse, nachdem sie im hellsten Modus weitergeschaltet wird, zurückschalten, anstatt wieder im dunkelsten Modus anzufangen. Dazu kommt, dass die Lampe im „Runterschalt-Modus“ beim Aktivieren des Turbos und anschließendem Zurückschalten alle Facetten der Schwachsinnigkeit durchläuft – dämlicher geht’s nimmer, denn wohin die Lampe dann zurückschaltet, ist zwar nicht dem Zufall überlassen, es macht allerdings genau den Eindruck.
Absolut ätzend ist das Geblinke, in das man aufgrund des Bedienkonzepts nur allzu schnell gerät und dann die Lampe nur noch gegen die Wand schleudern möchte.
Die Verarbeitung ist ebenfalls nicht „erste Sahne“. Die Lötarbeiten an der LED-Platine wurden ziemlich schlampig ausgeführt, und auch die Tatsache, dass die Pluspole der Akkus dem Metallring im Lampenkopf bei jedem Auf- und Zuschrauben der Lampe mehr und mehr zusetzen, ist suboptimal.
Ich liebe die Lampe trotzdem, wegen ihres relativ niedrigen Gewichts für eine Lampe ihrer Größe, ihrer Lichtfarbe und ihres niedrigen Preises. Ich liebe die Lampe, weil Manker ihr einen Low-Modus spendiert hat, der programmierbar und in der dunkelsten Stufe wirklich richtig dunkel ist – davon können sich andere Hersteller eine Scheibe abschneiden. Und ich liebe die Lampe, weil sie einfach toll und satt in der Hand liegt, egal, ob man sie in einer taktischen oder nicht-taktischen Haltung bedient. Aktuell (Stand: Juni 2020) ist die Lampe für knapp unter 100 Euro erhältlich.


Größenvergleich. Von links: Manker MK34, Skyray King, Astrolux MF 01.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Aufnahme bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot. Wie man sehen kann, war es noch nicht richtig dunkel – selbst der Mond, der aufdringlich und unnachgiebig von der falschen Seite schien, meinte es nicht gut mit der MK34. Egal – ich bleibe hart und nicht minder unnachgiebig.

 


Moonlight

 


Low

 


Med1

 


Med2

 


High

 


Turbo

 

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10. Juni 2020

Brinyte PT18 Pro Oathkeeper

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 15:57


Mit der PT18 Pro Oathkeeper hat Brinyte jüngst den Nachfolger der PT18 Oathkeeper auf den Markt gebracht. Was kann das Ding?

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton sind die Lampe, ein Akku zum Betrieb, ein Griffring, ein Combat-Ring, ein Trageclip (alles bereits vormontiert), ein Holster, ein Lanyard, Ersatz-O-Ringe und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache enthalten.


Als Verpackung dient ein stabiler und schlichter Pappkarton.

 


Das ist alles im Karton.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 167 mm
Reflektoröffnung: 32 mm
Durchmesser Kopf: 41 mm
Durchmesser Tail: 28 mm
Gewicht: 178 g
Gewicht mit Akku: 226 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitz am Combat-Ring.
wasserdicht: gemäß IP68.
Stromversorgung: 1x 18650 LiIon, 2x CR123A.


So findet sich die Lampe im Karton. Werkssetig wurde der Griffring vormontiert.

 


Das „doppelte Batterierohr-Lottchen“ war bereits beim Vorgänger Standard.

 


Das Gewinde zur Tailcap.

 


Das Gegenstück.

 


Trageclip und Combat-Ring.

 


Im mitgelieferten Holster kann dort, wo der schlaue Pfeil hinzeigt, ein Ersatzakku mitgeführt werden.

 


Das Holster kann in verschiedenen Stellungen arretiert werden.

 


Lampe im Holster.

 


Im Notfall kann die Lampe sogar direkt aus dem Holster leuchten.

 

Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree-XHP35-LED in einem SMO-Reflektor. Davor sitzt eine gehärtete, ultraklare, anti-reflex-beschichtete Glaslinse.


Die Leuchteinheit.

 

Bedienung:
Zur Verfügung stehen vier Leuchtstufen, die von Brinyte mit folgenden Werten angegeben sind:

Low: 10 Lumen – 1870 Minuten
Mid: 60 Lumen – 930 Minuten
High: 450 Lumen – 150 Minuten
Turbo: 2000 Lumen – 1 Minute + 90 Minuten

Die Lampe setzt auf ein Zwei-, genaugenommen auf ein Dreischalterprinzip und kann auf zwei Arten bedient werden.

1. Heckschalter:
Mit dem runden Tailcap-Schalter wird die Lampe ein- und ausgeschaltet. Sie startet dabei grundsätzlich im Turbo-Modus. Mit dem flachen Schalter werden die Leuchtstufen rotierend von dunkel nach hell durchgeschaltet. Hält man den flachen Schalter bei ausgeschalteter Lampe gedrückt, strobt die Lampe für die Dauer des Gedrückthaltens mit wechselnder Frequenz.

2. Seitenschalter:
Ein kurzer Druck auf den seitlichen Schalter schaltet die Lampe ein. Durch jeden weiteren kurzen Druck geht es ebenfalls rotierend von dunkel nach hell durch die Leuchtstufen. Ein langer Druck bewirkt das Ausschalten.
Klickt man den Schalter bei eingeschalter Lampe schnell doppelt, strobt die Lampe. Auf einen weiteren Doppelklick folgt SOS. Durch einen einfachen Klick gelangt man in die zuvor aktivierte Leuchtstufe zurück. Das direkte Ausschalten aus den Blinkmodi ist nicht möglich.
Bei der Bedienung über den Seitenschalter verfügt die Lampe über Memory und schaltet in der Leuchtstufe ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde.

Gegen versehentliches Einschalten kann die Lampe durch leichtes Aufdrehen der Tailcap gesichert werden. Der Seitenschalter ist davon allerdings nicht betroffen. Ihn kann man außer Betrieb setzen, indem man ihn bei ausgeschalteter Lampe dreimal schnell klickt. Dann ist die Lampe ausgelockt, was durch zweimaliges Blinken quittiert wird. Wieder eingelockt wird die Lampe ebenfalls durch dreifaches schnelles Klicken.

Der Knackpunkt: Nach einer Minute lockt sich die Lampe selbst aus und kann nicht mehr über den seitlichen Schalter bedient werden. Das ist erst dann wieder möglich, nachdem die Lampe durch den schnellen Dreifachklick wieder eingelockt worden ist, was ich nicht gut gelöst finde. Denn ich hätte lieber selbst mehr Kontrolle über Memory, ohne die Lampe jedesmal, wenn sie länger als eine Minute ausgeschaltet war, neu einlocken zu müssen.

Es gibt zwar nach einer Minute des Nicht-Leuchtens eine alternative Variante, aber die ist auch nicht besser: Wenn man die Lampe mit dem runden Heckschalter einschaltet und zehn Sekunden wartet, funktioniert auch der Seitenschalter wieder. Der Nachteil liegt auf der Hand: Beim Einschalten landet man immer im Turbo-Modus, bevor der Seitenschalter wieder arbeitet.


Die Lampe kann wahlweise von hinten…

 


… oder über einen Seitenschalter bedient werden.

 

Stromversorgung:
Betrieben werden kann die Lampe wahlweise mit einem 18650-Akku oder zwei CR123A-Primärzellen. Im Lieferumfang enthalten ist ein ungeschützter Brinyte-Akku mit einer Kapazität von 3100 mAh. Bei Verwendung des mitgelieferten Magnetladekabels kann er beim Laden in der Lampe verbleiben. Während des Ladevorgangs leuchtet in der Lampe eine rote LED. Ist der Akku komplett geladen, wechselt die Farbe auf grün. Beim Testmodell lud der Akku bis auf 4,18 Volt.


Im Lieferumfang ist ein ungeschützter 18650-Akku enthalten.

 


Geladen werden kann der Akku mit dem mitgelieferten Magnetladekabel, ohne der Lampe entnommen werden zu müssen.

 


Während des Ladevorgangs leuchtet eine rote LED im Schalter. Bei komplett vollgeladenem Akku wechselt die Farbe auf grün.

 

Laufzeittest:
Beim Test wurde die Lampe mit dem mitgelieferten Akku betrieben, im Turbo-Modus eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.

Nach einer Stunde habe ich den Test beendet. Der Akku wurde mit einer Leerlaufspannung von 3,52 Volt gemessen – faktisch zwar fast leer, aber eine gewisse Restlaufzeit dürfte damit immer noch drin sein. Mit 15.300 Lux lag der gemessene Wert nach einer Stunde noch deutlich über dem Wert, den die Lampe in High erreicht (10.100 Lux).


Fazit:
Die Brinyte PT18 Pro Oathkeeper ist astrein geregelt. Zum Schutz der LED regelt sie zu Beginn der Laufzeit von anfänglichen 46.800 Lux zweimal bis auf 15.300 Lux herunter. Dieser Wert wird anschließend konstant gehalten.

 

Beam:
Die Stärke der Lampe liegt eindeutig in der Reichweite. Im Lichtbild setzt sich ein heller Spot deutlich vom Sidespill ab. Die Reichweite ist mit 360 Metern angegeben. Legt man den zu Beginn der Messung erreichten Wert von 46.800 Lux zugrunde, kommt man sogar auf 432 Meter. Nach dem ersten Herunterregeln sind es immer noch 372 Meter, und nach dem zweiten Herunterregeln auf 15.300 Lux kommt man auf 247 Meter.


Scheiben-Schuss.

 

Resümee:
Sie kann schon gefallen – die PT18 Pro Oathkeeper von Brinyte. Die Verarbeitung ist klasse und die Bedienung intuitiv. Jeder Modus kann direkt erreicht werden – zumindest theoretisch. Denn dadurch, dass sich die Lampe nach einer Minute selbst auslockt, wurde Potenzial liegengelassen. Für einen Preis von etwa 135 Dollar bekommt man ein Komplettpaket, bei dem nichts dazugekauft werden muss und das es durchaus in sich hat. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe, die im Brinytestore erhältlich ist,  freundlicherweise von Brinyte.


Größenvergleich. Von links: Brinyte PT18 Pro Oathkeeper, Olight Warrior X Pro, Armytek Predator, Surefire 6P.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot im Dunkeln

 


PT18 Pro Oahtkeeper low

 

PT18 Pro Oahtkeeper mid

 

PT18 Pro Oahtkeeper high

 

PT18 Pro Oahtkeeper Turbo

 

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4. Juni 2020

RovyVon Angel Eyes E700U

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Eine nicht nur vom Formfaktor her interessante Lampe ist die neue Angel Eyes E700U von RovyVon.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einer Plastiktüte finden sich die Lampe in einem stabilen Kunststoffkoffer, ein 21700-Akku zum Betrieb (eingelegt), ein Trageclip (vormontiert), ein Ersatz-O-Ring, eine Ersatzabdeckung für den USB-Ladeport, ein Lanyard, ein USB-A-C-Kabel, ein USB-C-C-Kabel, eine Bedienungsanleitung in englischer und chinesischer Sprache sowie eine Garantiekarte.


Die Umverpackung.

 


Die Lampe wird in einer stabilen Kunststoffbox geliefert.

 


Und das ist sonst noch dabei.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 112,5 mm
Linsenöffnung: 23 mm
Durchmesser Kopf: 30 mm
Durchmesser Tail: 27,5 mm
Gewicht: 158 g
Gewicht mit Akku: 226 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, am Trageclip.
wasserdicht: gemäß IP68.
Stromversorgung: 1x 21700 LiIon.


Materialstärke Batterierohr.

 


Das Tailcap-Gewinde läuft weich und spielfrei.

 


In der Tailcap sitzt ein starker Magnet, der auch ausgebaut werden kann.

 


Ansicht der Tailcap bei zugeschraubter Lampe.

 


Der Lampenpopo.

 


Der Clip greift einmal komplett ums Gehäuse. Dadurch kann die Lampe nicht verloren gehen. Das Tragen ist sowohl „Bezel up“ als auch „Bezel down“ möglich.

 


Das Gewinde unterhalb des Lampenkopfs macht die Befestigung auf einem Stativ möglich.

 

Leuchteinheit:
Die Lampe kann zwei Dinge: leuchten und töten. Und zwar Bakterien. Denn neben den vier Cree-XP-G3-LEDs, von denen jede eine eigene Optik spendiert bekommen hat, verfügt die Lampe über drei UV-LEDs, deren Wellenlänge 270 Nanometer beträgt. In diesem Bereich der UV-C-Strahlung werden Keime und Bakterien abgetötet. Aber Vorsicht! Dieser kurzwellige Bereich ist auch der für den Menschen gefährlichste. Direkt in die LEDs zu schauen oder sich länger auf die Haut zu leuchten, sollte man auf jeden Fall vermeiden.


Vier XP-G3-LEDs von Cree sorgen in Kombination mit jeweils einer TIR-Optik fürs Licht. Davor hat RovyVon eine ultraklare, anti-reflex-beschichtete, gehärtete Glaslinse gesetzt.

 


Taschenlampen, die Weißlicht- mit UV-LEDs kombinieren, gibt es etliche auf dem Markt. Allerdings liegt die Strahlung so gut wie immer im langwelligen Bereich (UV-A), meist zwischen 360 und 400 nm. RovyVon geht einen anderen Weg und hat die E700U mit drei LEDs bestückt, die mit 270 nm im kurzwelligen UV-C-Bereich leuchten. Viren werden bei der Bestrahlung inaktiv.

 


Anwendungsbeispiel: Mit der E700U kann man seine geliebte Corona-Maske desinfizieren.

 

Bedienung:
Bedient wird die Lampe komplett über einen Seitenschalter. Eingeschaltet wird sie mit einem Doppelklick. Sie verfügt über vier Leuchtstufen, die vom Hersteller mit folgenden Werten angegeben sind:

Low: 200 Lumen – 12 Stunden
Mid: 800 Lumen – 4 Stunden
High: 1800 Lumen – 3 Stunden
Turbo: 2800 Lumen – 2 Stunden
Die Leistung der UV-LEDs ist mit 18 mW für fünf Stunden angegeben.

Eines vorweg: In der Bedienungsanleitung ist die Low-Stufe mit 200 Lumen angegeben. Dabei handelt es sich offenbar um einen Druckfehler. Ich kann, mangels Ulbrichtkugel, zwar keine Lumenmessungen vornehmen, aber per Ceiling-Bounce im Vergleich mit anderen Lampen kann man getrost eine Null wegstreichen. In der Praxis dürften es also etwa 20 Lumen sein, was ich für ein Low wesentlich geeigneter finde.

Bei eingeschalteter Lampe gelangt man durch einen kurzen Druck auf den Schalter, rotierend von dunkel nach hell, durch die Leuchtstufen. Hält man den Schalter gedrückt, schaltet die Lampe aus. Hält man den Schalter bei ausgeschalteter Lampe gedrückt, leuchtet die Lampe für die Dauer des Gedrückthaltens im Turbo.
Die UV-LEDs werden durch einen Dreifachklick bei ausgeschalteter Lampe aktiviert. Durch einen Mehrfachklick gelangt man in die regulären Leuchtstufen zurück; ein kurzer oder langer Klick schaltet die UV-LEDs ab.
Die Angel Eyes E700U verfügt über Memory, wobei die Art und Weise dieser Funktion recht ungewöhnlich und eigenwillig ist. Von Werk aus startet die Lampe immer in Mid als Dauerlicht. Wenn man möchte, dass die Lampe in einer anderen Leuchtstufe als Dauerlicht einschaltet, muss man sie in der gewünschten Stufe mindestens eine Minute laufen lassen und ausschalten. Danach ist diese Stufe bei jedem Einschalten programmiert. Wird der Akku entnommen, schaltet die Lampe nach dem Wiedereinlegen wieder mit Mid als Dauerlicht ein.
Das hört sich alles recht kompliziert an, ist es aber eigentlich nicht. Einfacher liest es sich vielleicht als Tabelle.

 


Die komplette Bedienung erfolgt über einen seitlichen Schalter.

 

Stromversorgung:
Zum Einsatz kommt ein 21700-LiIon-Akku. Im Lieferumfang enthalten ist ein ungeschützter INR21700-50E von Samsung mit einer Kapazität von 5.000 mAh, der über einen USB-C-Anschluss an der Lampe geladen werden kann. RovyVon hat dazu gleich zwei Kabel mitgeliefert: USB-B-C und USB-C-C.
Während des Ladevorgangs leuchten abwechselnd zwei rote LEDs neben den UV-LEDs. Wenn der Ladevorgang beendet ist, leuchten beide LEDs dauerhaft blau. Der Akku der Testlampe wurde bis auf 4,15 Volt geladen, was ich für einen gesunden Kompromiss halte.


Der mitglieferte Akku ist hochstromfähig und hat sich in der Praxis bewährt.

 


Die Abdeckung der Ladebuchse…

 


… und die Ladebuchse selbst.

 


Während des Ladevorgangs leuchten abwechselnd zwei rote LEDs.

 


Bei komplett geladenem Akku leuchten zwei blaue LEDs. Falls jemand behaupten sollte, das Bild sei unscharf, möchte ich ihn zwar nicht des Lügens bezichtigen, aber eines klarstellen: Das Bild ist bewusst unscharf gehalten, um einen künstlerischen Aspekt einzubringen. Hier hat mich die Muse geküsst, respektive die Kuse gemüsst, oder eine Kombination aus beidem. Nein, selbstverständlich ist das Bild erbarmungslos unscharf, aber ich hatte keinen Bock, die Kamera nochmal aufzubauen. Hauptsache, es leuchtet blau.

 

Laufzeittest:
Der im Turbo angegebene Wert bezieht sich auf die Gesamtlaufzeit in diesem Modus. Denn dass die Lampe nicht zwei Stunden lang mit 2800 Lumen leuchtet, ist von vornherein klar, ansonsten würden die LEDs gegrillt. Beim Test wurde die Lampe im Turbo eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.
Der maximale Wert wird nur für wenige Sekunden gehalten. Nach einer Minute liefert die Lampe noch knapp 90 Prozent der Maximalleistung, nach zwei Minuten noch knapp 80 Prozent, und nach etwas weniger als drei Minuten noch 50 Prozent. Dieser Wert wird anschließend konstant gehalten. Nach 20 und nach 55 Minuten ging es jeweils noch mal 100 Lümchen hoch, was man der Lampenelektronik gerne zugestehen darf.
Nach einer Stunde habe ich den Test beendet, den Akku entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,58 Volt gemessen.

Fazit:
Um die LEDs vor Überhitzung zu schützen, regelt die Lampe innerhalb der ersten drei Minuten herunter und läuft dann mit konstanter Leistung durch. Bei einer Restspannung von 3,58 Volt ist der Akku zwar theoretisch fast leer, aber der praktische Erfahrungswert zeigt, dass eine Lampe damit noch eine ganze Weile läuft.

 

Beam:
Durch die Kombination aus LEDs und Optiken ist die Lampe ein fast reinrassiger Fluter und liefert ein sehr ausgewogenes Lichtbild. Dadurch, dass sie allerdings auch einiges an Wumms hat, ist zu Beginn der Laufzeit eine Reichweite von mehr als 170 Metern drin. Nach dem Herunterregeln sind es immer noch fast 130 Meter.


Schuss auf die Scheibe.

 

Resümee:
Mit der Angel Eyes E700U hat RovyVon ein starkes Stück Lampe abgeliefert. An der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Die Bedienung ist schnell erlernt und geschieht nach kurzer Zeit, ohne nachzudenken. Das Design ist eigenständig und eigenwillig, genauso wie die ungewöhnliche Art der Memory-Funktion. Und Viren killen kann die Lampe auch noch. Unterm Strich ist die E700U eine der innovativsten Lampen, die ich in letzter Zeit bespielt habe. Alternativ ist die Lampe auch als E700S mit seitlichen Weißlicht-LEDs verfügbar.
Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise von RovyVon. Dort ist die Lampe zu einem Preis von 149,95 US-Dollar auch erhältlich.


Größenvergleich. Von links: RovyVon Angel Eyes E700U, Surefire 6P, Olight i5T EOS.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Aufnahme bei Tageslicht

 


Kontroll-Schuss bei Dunkelheit

 


Angel Eyes E700U low

 


Angel Eyes E700U mid

 


Angel Eyes E700U high

 


Angel Eyes E700U Turbo

 

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31. Mai 2020

Tektite Expedition Star

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 14:51


Mit der Expedition Star liefert der amerikanische Hersteller Tektite eine Tauchlampe ab, die mit herkömmlichen C-Zellen, hierzulande auch als „Babyzellen“ bekannt, betrieben wird.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einer Plastiktüte sind die Lampe mit bereits eingelegten Batterien und bereits befestigtem Lanyard sowie eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.


Hier muss ich mich gleich zweimal entschuldigen. Die Bedienungsanleitung habe ich vergessen mitzufotografieren, und im Auslieferungszustand gibt es selbstverständlich keinen Riss in der Verpackung. Dieser rührt daher, dass ich vor dem Fotografieren viel zu gierig war, die Lampe zu bespielen und die Verpackung direkt aufgerissen habe.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 200 mm
Reflektoröffnung: 27 mm
Durchmesser Kopf: 56 mm
Durchmesser Tail: 39,5 mm
Gewicht: 180 g
Gewicht mit Batterien: 375 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Loch im Tail.
wasserdicht: bis 150 Meter.
Stromversorgung: 3x C-Cell.


Das Gewinde zum Lampenkopf wurde werksseitig leicht geschmiert und doppelt abgedichtet.

 


Blick in den Lampenkopf.

 


Das Lanyard ist von Werk aus bereits angebracht.

 


Sicher ist sicher. Diese Lampe geht garantiert nicht verloren.

 

Leuchteinheit:
Fürs Licht sorgt eine Leuchteinheit mit einer Cree-XR-E-LED, die hinter einer speziellen Optik sitzt. Ausgelegt ist die Leuchteinheit als Drop-in, das gewechselt werden kann. Vorne im Lampenkopf wurde zusätzlich eine Kunststofflinse verbaut.


So sieht die Expedition Star von vorne aus.

 


Die Leuchteinheit…

 


… ist als wechselbares Drop-in ausgelegt.

 

Bedienung:
Sehr einfach und kurz: Durch komplettes Zuschrauben leuchtet die Lampe. Es gibt nur eine Leuchtstufe, die mit 240 Lumen angegeben ist.


Nicht zugeschraubt: Lampe aus.

 


Zugeschraubt: Lampe an.

 

Stromversorgung:
Drei C-Cell-Batterien sorgen dafür, dass die Lampe leuchtet.


Diese Batterien sind im Lieferumfang enthalten.

 

Laufzeittest:
Beim Test wurde die Lampe mit den mitgelieferten Batterien betrieben und prophylaktisch durch einen Ventilator gekühlt.

Fazit:
Wie das Diagramm zeigt, läuft die Lampe komplett ungeregelt. Die Helligkeit wird alleine durch die Restspannung der Batterien bestimmt. Das ist zwar nicht „Up to date“, aber ich kann mir als Nicht-Taucher gut vorstellen, dass es unter Wasser eher vorteilhaft ist, wenn mir eine Lampe durch Dunklerwerden eine konkrete Rückmeldung über den Zustand der Stromversorger gibt. Denn das ist sicherlich besser, als wenn die Lampe plötzlich abschaltet und man von einem Moment auf den anderen im Dunkeln schwimmt. Von daher ist die Lösung, die Lampe ungeregelt zu betreiben, sicherlich gar nicht mal so verkehrt.

 

Beam:
Alles ist Spot. Kein Sidespill. Lediglich auf wenige Zentimeter Entfernung sind einige kleine Ringe zu sehen, die das Lichtbild in der Praxis jedoch nicht negativ beeinflussen.


Scheiben-Schuss der Expedition Star.

 

 

Resümee:
Angesichts einer relativ schweren Lampe, die nur 240 Lumen liefert, scheint der Preis von 59,99 US-Dollar für die Tektite Expedition Star auf den ersten Blick relativ hoch angesetzt. Bedenkt man allerdings, dass Lampen mit Ex-Schutz oder Lampen, die fürs Tauchen konzipiert sind, grundsätzlich teurer sind, und auch „Made in the USA“ den Preis noch ein wenig beeinflusst, geht die Tektite-Preispolitik durchaus in Ordnung. Die Leuchteinheit kann gewechselt werden; alternativ ist auch eine Version mit breit streuendem Licht mit 500 Lumen erhältlich. Zur Verfügung gestellt wurde die Expedition Star freundlicherweise von Tektite, wo sie auch erhältlich ist.


Größenvergleich. Tektite Expedition Star und Surefire 6P.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Tageslicht

 


Kontroll-Shot im Dunkeln

 


Tektite Expedition Star

 

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25. Mai 2020

Olight Seeker 2 Pro

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 15:16


Das rote Telefon war einst ein Meilenstein in der Geschichte der Telekommunikationstechnik. Aber da diese Seite nicht „Telefon-Tests“, sondern „Taschenlampen-Tests“ heißt, geht es um die Lampe die darauf liegt – die Seeker 2 Pro von Olight.

 

Verpackung/Lieferumfang:
Ein altes Sprichwort lautet „Das Auge leuchtet mit“ oder so ähnlich. Ausgeliefert wird die Lampe in einem Karton mit Magnetverschluss. Öffnet der Öffner des Kartons den Karton, steht er nicht vor dem Auspacken, sondern geradezu vor einer Präsentation. Im repräsentativen Präsentationskarton finden sich die Lampe, ein Akku zum Betrieb (bereits eingelegt und werksseitig durch eine Kunststoffscheibe gegen versehentliches Einschalten gesichert), ein Holster, ein Ladekabel, ein Mikrofasertuch zur Reinigung der Frontscheibe, eine Wandhalterung (Docking-Station), Dübel und Schrauben zur Befestigung der Wandhalterung, eine Anleitung, wie die Wandhalterung befestigt wird sowie eine mehrsprachige Bedienungsanleitung.
Was ich persönlich nicht vermisse, da ich es nie nutze, das aber erstaunlicherweise nicht dabei ist, ist ein Lanyard – jenes Bändchen, mit dem man die Lampe am Handgelenk mit sich führen kann. Warum Olight ausgerechnet bei der Seeker Pro 2 darauf verzichtet hat, das Ding mitzuliefern, ist mir ein Rätsel, denn viele Nutzer schwören darauf.


Ausgeliefert wird die Seeker 2 Pro in einem Karton mit Magnetverschluss.

 


Die Spannung dieser kleinen Bilderstrecke steigt ins Unermessliche. Was erwartet uns wohl, wenn wir das gelbe Ding anlupfen?

 


Die Spannung steigt weiter. 

 


„Törööööööö!“ würde Benjamin Blümchen sagen, „Tätäää, tätäää, tätäää! Wolle mer se reinlasse?“ würden Karnevalisten sagen. Das alles ist im Präsentationskarton enthalten.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 129 mm
Reflektoröffnung: 27,5 mm
Durchmesser Kopf: 35 mm
Durchmesser Tail: 30 mm
Gewicht: 124 g
Gewicht mit Akku: 196 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Öse an der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1x 21700 LiIon.


Zur besseren Griffigkeit der Lampe wurden seitlich zwei Silikon-Elemente eingeklebt. Wie lange sie am Lampenkörper halten, kann nur die Zeit zeigen.

 


Materialstärke Batterierohr.

 


Das Gewinde wurde werksseitig ausreichend gefettet und läuft butterweich.

 


Innenansicht Tailcap.

 


Am Lampenpopo kann ein Lanyard (erstaunlicherweise nicht im Lieferumfang enthalten) befestigt werden.

 


Gegen versehentliches Einschalten während der Lieferung zum Händler/Kunden hat Olight die Lampe durch eine Kunststoffscheibe über dem Akku gesichert.

 


Das mitgelieferte Holster.

 


Anders, als bei manchen Vertretern seiner Gattung, ist das Holster nicht vernäht. Somit kann es problemlos beispielsweise an Molle-Systemen befestigt werden.

 


Die Seeker 2 Pro im Holster.

 


Die Wandhalterung, die bei Olight offiziell als „L-Dock“ bezeichnet wird, lässt sich anschrauben oder festkleben.

 

Leuchteinheit:
Zum Einsatz kommen drei Cree-XP-L-HD-LEDs, von denen jede hinter einer eigenen TIR-Linse sitzt. Davor wurde eine Glasscheibe verbaut.


Die Leuchteinheit.

 

Bedienung:
Als einziges Bedienelement kommt ein Seitenschalter zum Einsatz, der eingefasst und somit auch im Dunkeln leicht zu ertasten ist.
Ein einfacher Druck auf den Schalter schaltet die Lampe ein. Durch Gedrückthalten des Schalters gelangt man von dunkel nach hell in die Leuchtstufen dunkel-mittel-hell, die vom Hersteller mit folgenden Werten angegeben sind:

Dunkel: 50 Lumen – 52 Stunden
Mittel: 300 Lumen – 9:30 Stunden
Hell: 1200/600 Lumen – 110/30 Minuten

Die Lampe verfügt über Memory und schaltet in der Stufe ein, in der sie zuvor ausgeschaltet wurde.
Darüberhinaus gibt es mit Moonlight und Turbo noch zwei weitere Leuchtstufen sowie einen Stroboskop-Modus. Moonlight (angegeben mit fünf Lumen für 12 Tage) wird durch Gedrückthalten des Seitenschalters aktiviert, Turbo (angegeben mit 3200 Lumen für zwei Minuten und anschließend 600 Lumen für 150 Minuten) durch einen Doppelklick. Strobe erreicht man durch einen Dreifachklick. Moonlight, Turbo und Strobe wurden nicht ins reguläre UI integriert und sind nur direkt erreichbar.
Als weitere Features verfügt die Lampe noch über einen Lockout-Modus und eine Timer-Funktion, bei der die Lampe wahlweise nach 3 oder 9 Minuten von selbst abschaltet.
Um den Schalter herum finden sich rechts und links jeweils vier LEDs, die beim Einschalten für einige Sekunden leuchten. Die LEDs links stehen für die aktivierte Leuchtstufe, die LEDs rechts informieren grob über die Akkuspannung.


Bedient wird die Seeker 2 Pro komplett über einen Seitenschalter.

 


Kleine LEDs (links: Leuchtstufe, rechts: Akkuspannung) dienen zur Information.

 

Stromversorgung:
Zur Verwendung kommt ein 21700-Lithium-Ionen-Akku, der bei der Auslieferung mit 3,87 Volt geladen war. Bei diesem Akku handelt es sich leider wieder einmal um einen Spezialakku, der nicht besser ist als ein guter Marken-Akku, dafür aber das Doppelte kostet. Geladen werden kann der Akku via USB mit dem mitgelieferten Magnetladekabel, das entweder direkt an der Lampe oder an der Docking-Station befestigt werden kann. Da der maximale Ladestrom nur etwa 0,8 Ampere beträgt, dauert es mehrere Stunden, bis der Akku komplett geladen ist. Die Ladeschlussspannung beim Akku der Testlampe betrug nach dem Aufladen 4,17 Volt.


Für die Stromversorgung ist ein 21700-LiIon-Akku zuständig.

 


Leider setzt Olight auch bei der Seeker 2 Pro dabei auf einen Spezialakku.

 


Die Ladekontakte an der Tailcap.

 


Dieses Ladekabel ist im Lieferumfang enthalten.

 


Es kann wahlweise direkt an der Lampe…

 


… oder der Docking-Station befestigt werden. Während des Ladevorgangs leuchtet am Ladekabel eine rote LED, die bei vollgeladenem Akku auf grün wechselt. Bei mir leuchtet nix, da dort, wo die Fotos entstehen, kein Strom vorhanden ist. Daher setze ich auf die Vorstellungskraft aller Besucher meiner fabulösen Seite. Und mal ganz davon ab: Für diejenigen Leser, die eine Rot-Grün-Schwäche haben, würden die Bilder ohnehin nichts bringen.

 

Laufzeittest:
BeimTest wurde die Seeker 2 Pro im Turbo-Modus eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.

Nach einer Stunde habe ich den Test beendet. Der Akku hatte zu diesem Zeitpunkt noch eine Leerlaufspannung von 3,65 Volt.

Fazit:
Wie von Olight versprochen, regelt die Lampe nach ungefähr zwei Minuten herunter, um die LED vor einer Überhitzung zu schützen. Anschließend wird die Leistung konstant gehalten. Die Regelung funktioniert also, wie nicht anders zu erwarten, ausgezeichnet.

 

Beam:
Ausgelegt ist die Seeker 2 Pro als Fluter, wobei das „Flood“ durch einen großen Hotspot mit nur sehr wenig Streulicht erreicht wird. Die Reichweite ist mit 250 Metern angegeben. Legt man den im Test gemessenen Maximalwert zu Grunde, kommt man sogar auf 262 Meter.


Scheiben-Schuss der Seeker 2 Pro.

 

Resümee:
Mit der Seeker 2 Pro liefert Olight eine in (fast) allen Punkten gelungene Lampe ab. Die Bedienung ist Olight-typisch und einfach zu erlernen, sofern man nicht bereits damit vertraut ist. Fein finde ich, dass Olight der Lampe einen wirklich sinnvollen Moonlight-Modus spendiert hat, was nicht bei allen Lampen ähnlicher Größe dieses Herstellers der Fall ist. Eine Anzeige, die den Nutzer grob darüber informiert, wie es um den Akku bestellt ist, ist ebenfalls vorhanden, und man bekommt ein Komplettpaket, bei dem nichts dazugekauft werden muss. Der einzige Punkt, den es zu bemängeln gibt: Die Lampe kann nicht mit einem herkömmlichen 21700er betrieben werden, sondern nur mit einem Spezialakku, der deutlich teurer ist.
Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Olight-Store. Der reguläre Verkaufspreis liegt bei 179,95 Euro (Stand: Mai 2020).


Größenvergleich. Von links: Olight Seeker 2 Pro, Olight R50 Pro Seeker, Olight X7 Marauder, Lupine Betty TL2 S.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot

 


Olight Seeker 2 Pro Moonlight

 


Olight Seeker 2 Pro low

 


Olight Seeker 2 Pro mid

 


Olight Seeker 2 Pro high

 


Olight Seeker 2 Pro Turbo

 


Olight R50 Pro Seeker Turbo

 

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