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18. Mai 2020

Olight SR Mini Intimidator II

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 20:54


Mit der SR Mini Intimidator II hat Olight eine handliche und helle Lampe abgeliefert.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Kunststoffkoffer sind neben der Lampe noch ein USB-Ladekabel, ein Holster, eine Bedienungsanleitung und eine kleine Werbebroschüre enthalten.


Ausgeliefert wird die Lampe in einem stabilen Plastikkoffer.

 


Der Inhalt des Koffers.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 132,5 mm
Gewicht: 287 g
Gewicht mit Akkus: 432 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 3x 18650 LiIon, 6x CR123A.


Materialstärke Batterierohr.

 


Das Tailcap-Gewinde ist werksseitig bereits ausreichend gefettet und läuft sehr geschmeidig.

 


Das Gegenstück: die Tailcap.

 


Die Möglichkeit zur Befestigung eines Lanyards (nicht im Lieferumfang enthalten) besteht am Heck der Lampe.

 


Am Heck der Lampe finden sich auch Bezeichnung und Seriennummer.

 


Lampe im Holster.

 

Leuchteinheit:
Drei Cree-XM-L2-LEDs verrichten ihren Dienst hinter speziellen TIR-Optiken.


Da kommt das Licht raus.

 

Bedienung:
Ein- und durchgeschaltet wird die Mini II mittels Seitenschalter. Ein langer Druck schaltet die Lampe ein, die danach rotierend folgende Leuchtstufen durchläuft:

Low – 120 Lumen – 36 Stunden
Mid – 600 Lumen – 8 Stunden
High – 1600 Lumen – 3 Stunden

Erneutes langes Drücken schaltet die Lampe wieder aus. Die Lampe merkt sich den zuletzt aktivierten Modus und schaltet in diesem wieder ein. Ein Doppelklick aktiviert den Turbo-Modus, der mit 3200 Lumen ohne Laufzeit angegeben ist. Eine Laufzeitangabe würde auch wenig Sinn machen, da dieser Modus, selbst mit den empfohlenenen hauseigenen Akkus, immer nur für wenige Sekunden nutzbar ist, wie im weiteren Verlauf dieses Reviews der Laufzeittest zeigen wird. Ein Dreifachklick, egal, ob bei aus- oder eingeschalteter Lampe, aktiviert den Strobe-Modus. Durch Gedrückthalten des Schalters im Strobe gelangt man in die dunkelste Leuchtstufe. Hält man den Schalter im Strobe lange gedrückt, schaltet die Lampe aus. Strobe wird zum Glück nicht gespeichert.
Die SR Mini verfügt zudem über einen Lockout-Modus gegen unbeabsichtigtes Einschalten. Dieser wird durch langes Gedrückthalten des Schalters erreicht. Das Entsperren erfolgt auf dieselbe Weise.


Die Lampe wird komplett über einen Seitenschalter bedient.

 

Stromversorgung:
Drei 18650-Akkus (nicht im Lieferumfang enthalten) sorgen für die nötige Power. Geladen werden können sie über einen USB-Port, der seitlich an der Lampe angebracht ist. Obwohl ich kein ausgewiesener Freund von Lampen bin, die über einen aufklapp- aufschieb- oder sonstwie zu erreichenden externen Ladeport verfügen, da damit immer eine grundsätzliche potenzielle Undichtichkeit der jeweiligen Lampe verbunden ist, finde ich es andererseits dennoch praktisch, die Lampe über Nacht einfach ans USB-Kabel meines Rechners hängen zu können, um am nächsten Tag wieder komplett vollgeladene Akkus zu haben.


Hinter diesem Schieber…

 


… findet sich die Ladebuchse.

 

Laufzeittest:
Die Lampe wurde im Turbo-Modus eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.
Bereits nach wenigen Sekunden schaltete die Lampe von 22500 Lux auf 16300 Lux herunter, einen Wert, der deutlich über dem von mir gemessenen Wert im High-Modus (9300 Lux) liegt. Im Zeitraum zwischen Minute 7 und 9 regelte die Lampe noch mal herunter. Dieser Wert wurde anschließend konstant gehalten.
Nach einer Stunde habe ich den Test beendet. Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen zwischen 3,67 und 3,68 Volt entnommen, was faktisch bedeutet, dass noch eine Menge Restlaufzeit drin ist. Auch nach 60 Minuten läuft die Lampe immer noch mit einer Leistung, die deutlich über dem High-Modus liegt. Unabhängig davon, ob und wann die Lampe irgendwann erneut herunterregelt, ist dies ein hervorragendes Ergebnis. Den Laufzeitangaben des Herstellers kann somit absolut Glauben geschenkt werden.

Im Diagramm sieht das so aus:

Fazit:
Grundsätzlich ist die SR Mini Intimidator II hervorragend geregelt. Einziger Schwachpunkt ist der Turbo-Modus, der immer nur für sehr kurze Zeit aktiviert werden kann. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass mit neuen Akkus, die gerade ihre maximale Kapazität erreicht hatten, auch etwas längere Laufzeiten drin waren, habe diese allerdings nie gemessen. Sobald die Akkus nicht mehr in absoluter Topform sind, ist die maximale Leistung nur noch für wenige Sekunden verfügbar.

 

Resümee:
Mit der SR Mini Intimidator II hat Olight eine schöne handliche Lampe mit reichlich Leistung abgeliefert. Die Verarbeitung ist klasse und lässt nicht zu wünschen übrig. Auch die Bedienung geht einfach von der Hand. Der Knackpunkt ist der Turbo-Modus, in dem die Lampe, auch mit hochstromfähigen Akkus, nur für wenige Sekunden läuft, sofern die Akkus nicht im absoluten Topzustand sind. Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 159,95 Euro (Stand: Mai 2020) im Olight-Store.


Größenvergleich. Von links: Olight SR Mini Intimidator II, Manker MK34, Olight X7 Marauder, Surefire 6P.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Tageslicht

 


Kontroll-Shot

 


Low

 


Mid

 


High

 


Turbo

 

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15. Mai 2020

Kurztest Olight i5T EOS

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 15:40


Ein kleiner geiler Scheißer ist die i5T EOS von Olight. Hinter dem etwas sperrigen Namen verbirgt sich eine Lampe, die für so gut wie alle Alltagssituationen, in denen nur wenig Licht benötigt wird, mehr als ausreicht.

 

Verpackung/Lieferumfang:
Neben der Lampe, die in einem Pappkarton daherkommt, finden sich noch eine Batterie zum Betrieb sowie eine Anleitung in mehreren Sprachen.


Verpackung und Inhalt.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 95,5 mm
Gewicht: 40 g
Gewicht mit Batterie: 64 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nur mit Clip.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, am Clip.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1x AA (Batterie oder Akku).


Das dezente Knurling steht der kleinen Lampe sehr gut.

 


Die Materialstärke ist mehr als ausreichend.

 


Auch bei der Tailcap gibt es nichts zu meckern. Das Gewinde wurde von Olight von Werk aus leicht gefettet und lässt sich weich und spielfrei in den Lampenkörper hineindrehen.

 

Existenziell ist der schöne blaue Clip, der werkseitig bereits vormontiert montiert wurde. Ich bin kein Freund von Clips, aber die i5T EOS darf niemals ohne dieses Ding Gassi geführt werden, weil sie damit einfach noch wesentlich attraktiver aussieht.
Der Clip ist ergo – unabhängig von seiner Praktikabilität – ein absolutes Muss. Durch gezieltes Biegen kann er sogar dazu gebracht werden, die Lampe in nahezu jeder Situation festzuhalten. Völlig ausgeschlossen ist ein Lampenverlust allerdings nicht, was dem Prinzip von halbrunden beziehungsweise Dreiviertel-Clips geschuldet ist. Aber dieser Clip darf einfach nicht fehlen, niemals und nimmer nicht!


Mit dem Clip kann die Lampe, wie wir Profis sagen, Bezel-Up oder Bezel-Down (für Noobs: so rum oder so rum) getragen werden.

 

Leuchteinheit:
Als LED wurde eine Osram P9 in kaltweiß verbaut, die ihr Licht mittels TIR-Optik verteilt.


Die Leuchteinheit der i5T EOS.

 

Bedienung:
Ein- und durchgeschaltet wird die Lampe mit einem Tailcap-Clicky. Zur Auswahl stehen zwei Leuchtstufen, die mit 15 und 300 Lumen angegeben sind. Durch kurzes Antippen des Schalters wechselt man zwischen diesen Stufen hin und her (beginnend in der dunklen Stufe) beziehungsweise aktiviert Momentlicht in der jeweiligen Stufe. Wird der Schalter in der entsprechenden Leuchtstufe durchgedrückt, wird diese Stufe als Dauerlicht aktiviert. Wird der Schalter bei ausgeschalteter Lampe durchgedrückt, landet man immer in der dunklen Stufe. Wenn die Lampe eingeschaltet ist, führt ein Doppelklick dazu, dass zwischen hell und dunkel gewechselt wird. Ausgeschaltet wird die i5T EOS durch einen festen Druck auf den Schalter.

Die komplette Beschreibung zur Bedienung der Lampe umfasst – je nach Browser – sieben bis acht Zeilen. Jede einzelne davon ist allerdings eigentlich völlig überflüssig. Denn egal, was man wie, schnell oder langsam, doppelt oder einfach, warum auch immer oder warum auch immer nicht drückt – man kann nie einem Fähler macken. Mit diesem kleinen Schnuckel ist nicht nur jedes Schüsselloch auf Anheib zu funden, sonern auch die Umbegung schön autzuleuchten, unabhangig dafon, wie besofen Mann isst.
Pörfekt glöst.


Der Schalter hat einen knackigen und konkreten Druckpunkt.

 

Generell finde ich es toll, dass Olight der Lampe einen Endkappenschalter spendiert hat. Die meisten aktuellen kleinen Lampen werden durch Seitenschalter bedient, nach denen man sich im Dunkeln dumm und dämlich tastet, bevor man sie gefunden hat. Der gute alte Tailcap-Clicky ist für mich immer noch die beste Lösung, eine Taschenlampe einzuschalten, denn man findet ihn immer auf Anhieb. Ein weiterer Vorteil: Das Ding funktioniert rein mechanisch ohne jegliche Elektronik und kann den Stromversorger nicht langsam leerlutschen.

 

Resümee:
Es spielt absolut keine Rolle, wann und wie man die Olight i5T EOS einschaltet – man landet grundsätzlich immer in einem Modus, in dem man nicht verkehrt ist, unabhängig davon, ob es nun der dunkle oder der helle ist. Wenn man der Meinung ist, der aktuelle Modus sei nicht der richtige, drückt man den Schalter einfach schnell doppelt und landet dann im anderen Modus.
Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings. Der erste ist der wunderhübsche Clip, der die Lampe zwar meist, aber halt nicht immer zwangsläufig festhält. Der zweite ist der Name der Lampe. Jedesmal, wenn ich in diesem Beitrag „i5T EOS“ geschrieben habe, musste ich zuvor auf dem Lampenkopf nach der Bezeichnung schauen, weil ich sie mir einfach nicht merken konnte. Ein eingängigerer Name, etwa „Olight Pillemann Jones“ wäre fein gewesen, aber dafür ist es bereits zu spät.
Erhältlich ist die i5T EOS zu einem Preis von 35,95 Euro (Stand: Mai 2020). Das Testmodell wurde freundlicherweise von Olight Deutschland zur Verfügung gestellt.


Größenvergleich: Zwei Dinge, die ich gerne mag.

 

Wie leuchtet sie denn?


Aufnahme bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot bei Dunkelheit

 


Olight i5T EOS dunkel

 


Olight i50T EOS hell

 

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12. Mai 2020

Fenix FD65

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 15:36


Gerade noch handlich, recht hell und fokussierbar – was taugt die FD65 von Fenix in der Praxis?

 

Verpackung/Lieferumfang:
Im Lieferumfang enthalten sind die Lampe, ein Ersatz-O-Ring, ein Holster, ein Lanyard, eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, eine Garantiekarte und ein Fenix-Werbeblättchen.


In dieser Verpackung macht sich die FD65 auf den Weg zum Kunden.

 


Das ist alles dabei.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge defokussiert: 153,5 mm
Länge fokussiert: 158,5 mm
Durchmesser Kopf: 62 mm
Durchmesser Tail: 52 mm
Gewicht: 432 g
Gewicht mit Akkus: 630 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: laut Hersteller gemäß IP68.
Stromversorgung: 4x 18650 LiIon.


So kennt man es von Fenix: Die Materialstärke des Batterierohrs ist zwar nicht gigantisch, aber absolut mehr als ausreichend.

 


Blick ins Batterierohr. Die Minus-Kontakte sind gefedert.

 


Das Gegenstück.

 


Möglichkeit zur Lanyardbefestigung an der Tailcap.

 


An der Unterseite findet sich ein Gewinde zur Befestigung der Lampe auf einem Stativ.

 


Lampe im Holster. Mein Ding ist dieses Ding mit dem umständlichen Gurt, der den Lampenkopf umschließt, nicht, denn die Entnahme der Lampe wird darurch ziemlich fummelig.

 

Leuchteinheit:
Drei XHP35-HI-LEDs von Cree sitzen in jeweils einer eigenen Optik aus Kunststoff. Eine zusätzliche Frontscheibe wurde nicht verbaut.


Drei XHP-35-HI-LEDs sorgen fürs Licht.

 


Die Linsen sind leicht nach außen gewölbt.

 

Bedienung:
Die FD65 verfügt über zwei Seitenschalter. Durch Gedrückthalten eines Schalters – welcher ist dabei egal – wird die Lampe ein- und ausgeschaltet.
Zur Verfügung stehen insgesamt 5 Helligkeitsstufen, die vom Hersteller mit folgenden Werten angegeben sind:

Eco – 50 Lumen – 86 Stunden
Low – 150 Lumen – 40:50 Stunden
Mid – 400 Lumen – 19:40 Stunden
High – 1200 Lumen – 5 Stunden
Turbo – 3800 Lumen – 3 Stunden

Der angegebene Wert im Turbo-Modus ist allerdings nur theoretischer Natur, da die Lampe herunterregelt, um die LEDs vor Überhitzung zu schützen.
Der linke Schalter dient dazu, die Lampe herunterzuschalten, der rechte dazu, sie hochzuschalten. Das ist einfach, idiotensicher und genial. Aber vor allem ist es selten. Ich kenne kaum eine Lampe, die auf diese Art bedient werden kann. Alles könnte so schön sein, hätte Fenix nicht irgendeiner Dumpfbacke die Programmierung überlassen. Im Gegensatz zu fast allen Fenix-Lampen, die ich bisher in den Händen hatte, verfügt ausgerechnet die FD65 nicht über Memory. Schaltet man die Lampe durch Gedrückthalten des linken Schalters ein, startet sie grundsätzlich immer im Low-Modus, schaltet man sie durch Gedrückthalten des rechten Schalters ein, startet sie grundsätzlich immer im High-Modus.

Warum, Dumpfbacke?

Das Prinzip, die Lampe mit zwei Schaltern zu bedienen, von denen einer runter- und einer hochschaltet, ist super, aber warum, bitteschön hat sie dann kein Memory und schaltet nicht wieder in der Stufe ein, in der sie ausgeschaltet wurde? Dafür wäre gerade ein solches Schaltkonzept absolut prädestiniert.
Geblinke gibt es auch. Wird der linke Schalter bei ein- oder ausgeschalteter Lampe lange gedrückt gehalten, morst die FD65. Wird der rechte Schalter bei ein- oder ausgeschalteter Lampe lange gedrückt gehalten, strobt sie mit wechselnder Frequenz.
Schließlich gibt es noch einen Lockout, der die Lampe gegen versehentliches Einschalten schützt. Erreicht wird dieser, indem man beide Schalter gleichzeitig gedrückt hält. Die Lampe quittiert den Lockout durch zweimaliges Blinken. Das Entsperren funktioniert ebenfalls durch gleichzeitiges Gedrückthalten beider Schalter.


Bedient wird die FD65 mit zwei Schaltern. Der linke Schalter schaltet die Leuchtstufen herunter, der rechte herauf.

 

Was es sonst noch gibt:
Die FD65 ist fokussierbar. Die Verstellung erfolgt über einen Drehring. In der Stellung ganz rechts ist die Lampe maximal defokussiert, in der Stellung ganz links maximal fokussiert. Der Drehring ist recht schwergängig. Das Fokussieren mit einer Hand ist zwar möglich, deutlich einfacher geht es aber, wenn man beide Hände benutzt.


Mit diesem Drehring wird der Fokus verstellt.

 


In der Anschlagsstellung ganz rechts ist die Lampe maximal defokussiert und liefert ein gleichmäßiges und ausgewogenes Lichtbild.

 


In der Stellung ganz links ist die Lampe maximal fokussiert und liefert ein deutlich konzentrierteres Lichtbild – zumindest theoretisch. Beim Testmodell lag der Punkt der maximalen Fokussierung kurz vor der Stellung ganz links.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Vier 18650-Akkus sorgen für die nötige Betriebspower. Beim Test kamen Olight-Akkus mit einer Kapazität von 3500 mAh zum Einsatz. Die Lampe wurde im Turbo-Modus eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.

Wie das Diagramm zeigt, fällt die maximale Leistung recht schnell ab. Nach fast acht Minuten folgte ein kompletter Stepdown. Die Leistung nach diesem Stepdown wird anschließend konstant gehalten. Nach 60 Minuten habe ich den Test beendet. Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen zwischen 3,80 und 3,81 Volt gemessen. Zu diesem Zeitpunkt ließ sich die Lampe immer noch in den Turbo-Modus hochschalten.

Fazit:
Wie von Fenix nicht anders gewohnt, funktioniert die Regelung prächtig. Zum Schutz vor einer Überhitzung der LED regelt die Lampe schnell herunter, wobei das Herunterregeln und der Stepdown vermutlich zeitgesteuert sind. Nach einer Stunde Dauerbetrieb waren die Akkus bei einer Restkapazität von etwa 40 Prozent angelangt, und die Lampe ließ sich immer noch in den Turbo-Modus mit exakt demselben Wert wie bei Testbeginn mit komplett geladenen Akkus schalten.

 

Beam:
Je nachdem, wie die Lampe fokussiert wird, ergibt sich ein homogenes und ausgewogenes oder ein konzentriertes und gerichtetes Lichtbild. Die Übergänge sind fließend, deutlich störende „Saturn-Ringe“, wie bei vielen fokussierbaren Lampen üblich, finden sich bei der FD65 nicht.


Scheiben-Schuss FD65 defokussiert.

 


Scheiben-Schuss FD65 fokussiert.

 

Resümee:
Mit der FD65 bekommt man eine noch handliche, fokussierbare Lampe, die durch ihre Leistung überzeugt. Das Lichtbild ist für eine Lampe mit verstellbarem Fokus jederzeit akzeptabel. Nicht akzeptabel ist für mich das UI. Hier wurde viel Potenzial verschenkt, da es keine Memory-Funktion gibt. Angesichts der Tatsache, dass bei der FD65 Akkus und Ladegerät dazugekauft werden müssen, sofern nicht bereits vorhanden, sind 169,90 Euro (Stand: Mai 2020) ein stolzer Preis.
Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst. Dort ist die Fenix FD65 auch erhältlich.


Größenvergleich. Von links: Fenix FD65, Olight X7 Marauder, Astrolux MF 01.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Aufnahme bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot im Dunkeln

 


Fenix FD65 Eco defokussiert

 


Fenix FD65 Eco fokussiert

 


Fenix FD65 low defokussiert

 


Fenix FD65 low fokussiert

 


Fenix FD65 mid defokussiert

 


Fenix FD65 mid fokussiert

 


Fenix FD65 high defokussiert

 


Fenix FD65 high fokussiert

 


Fenix FD65 Turbo defokussiert

 


Fenix FD65 Turbo fokussiert

 

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9. Mai 2020

Rehkittz S1600

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 13:21


„HELL! Jetzt brauchen Sie nur ein Viertel des Preises für den gleichen Typ Taschenlampe, du kannst eine super Taschenlampe haben, die leistungsstark und exquisit ist. Der von uns verwendete Docht ist Cree’s hervorragendes Material, kann sie eine hohe Lumenleistung erzeugen. Die Helligkeit ist 12 mal höher als bei der gewöhnlichen Leuchtstofflampe.“

Mit diesen Worten beginnt die Produktbeschreibung der Rehkittz S1600, die zurzeit bei Amazon für weniger als 20 Euro verkloppt wird. Ich habe keine Ahnung, was die „gewöhnliche Leuchtstofflampe“ ist, also könnte die Lampe vermutlich tatsächlich zwölfmal heller sein. Aber taugt sie auch was?

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem wabbeligen Pappkarton sind die Lampe, ein Magazin für den Betrieb mit drei AA-Zellen, ein Reduzierrohr für den Betrieb mit einem 18650-LiIon-Akku, ein Reduzierrohr für den Betrieb mit einem 26650-LiIon-Akku, ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen enthalten.


So kommt das Kittz beim Kunden an.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge defokussiert: 146 mm
Länge fokussiert: 178 mm
Durchmesser Kopf: 54 mm
Durchmesser Tail: 36 mm
Gewicht: 240 g
Gewicht mit 26650-Akku: 337 g
Gewicht mit 18650-Akku: 294 g
Gewicht mit AA-Akkus: 329 g
Anodisierung: gut und gleichmäßig ausgeführt, allerdings nicht HA III.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur bedingt.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Löcher in der Tailcap.
wasserdicht: nein, lediglich spritzwassergeschützt.
Stromversorgung: 1x 26650 LiIon, 1x 18650 LiIon, 3x AA.


Die Materialstärke geht in Ordnung.

 


Dieses Bild wurde geschossen, nachdem die Lampe bereits mehrere Male auf- und zugeschraubt wurde. Das Gewinde ist nicht erste Sahne und weist deutlich Spiel auf, und die Anodisierung hat auch bereits gelitten.

 


Das Gegenstück: die Tailcap.

 


Blick in den Lampenkopf.

 


In diesen Löchern kann das Lanyard befestigt werden. Werksseitig wird die Lampe sogar mit bereits befestigtem Lanyard ausgeliefert. Aber da ich kein Freund davon bin, mit solchem Gebimmsel durch die Gegend zu laufen, habe ich es einfach mal frech und dreist abgefummelt und die Lampe ohne Lanyard fotografiert.

 

Leuchteinheit:
Hinter einer Plastiklinse sitzt eine Cree XM-L-T6-LED.


Nicht mehr ganz taufrisch in 2020: Als Leuchtmittel kommt eine XM-L-LED zum Einsatz.

 


Vor der LED sitzt eine Plastiklinse.

 

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Heckschalter mit mittelhartem Druckpunkt. Der Schalter ist als Reverse-Clicky ausgelegt, schaltet also beim Loslassen. Das Rehkittz hat drei Modi an Bord: hell, dunkel und Strobe. Wie bei China-Billig-UIs üblich, wurde Strobe in die Schaltreihenfolge integriert. Durch Antippen des Schalters geht es in der Reihenfolge hell-dunkel-Strobe rotierend durch die Modi. Bei jedem Einschaltvorgang wandert die Lampe leider ebenfalls immer eine Stufe weiter.

Im Gegensatz zur Amazon-Produktbeschreibung, in der in der hellen Stufe von 1000 Lumen die Rede ist, finden sich weder auf der Verpackung, noch in der Bedienungsanleitung, noch auf der Lampe selbst irgendwelche Angaben. Und das ist auch gut, denn von den Angaben bei Amazon ist die Lampe weit entfernt. Ich kann zwar, mangels Ulbrichtkugel, keine Lumenmessungen vornehmen, aber beim Vergleich per Ceiling-Bounce (Leuchten an die Decke, bei der das Licht, das wieder unten ankommt, mit dem anderer Lampen verglichen wird), dürfte die Lampe etwa zwischen 300 und 400 Lumen liefern, wobei 400 Lumen schon relativ hoch gegriffen sind – mehr kommt definitiv nicht aus dem Kittz-Körper raus.


Die Lampe wird komplett über einen Heckschalter bedient.

 

Durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs kann die Lampe fokussiert werden. Das ist problemlos auch mit einer Hand möglich, wobei der Kittz-Kopf sehr locker sitzt und munter hin- und herwackelt.


So lang ist das Kittz bei maximaler Defokussierung.

 


Und so lang bei maximaler Fokussierung.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Möglich sind drei Formate: 26650 LiIon, 18650 LiIon und 3x AA. Durchgeführt habe ich zwei Tests mit einem 26650er-Akku sowie drei AA-Akkus. Bei beiden Tests wurde die Lampe durch einen Ventilator gekühlt.



Nach jeweils einer Stunde habe ich die Tests beendet. Der LiIon-Akku hatte nach Entnahme von anfänglichen 4,20 Volt noch 3,77 Volt unter Leerlaufspannung. Beim AA-Akkupack wurden zu Beginn des Tests 4,31 Volt gemessen. Nach einer Stunde lag die Spannung im Leerlauf bei 3,68 Volt.

Fazit:
Wie nicht anders zu erwarten war, läuft die Lampe ungeregelt. Die Leistung sinkt adäquat zur Akkuspannung. Sofern man beim Rehkittz nicht gerade die schwachbrüstigen AA-Zellen verwendet, ist das nicht weiter dramatisch, da die LED nicht sonderlich gefordert wird und deshalb die Abweichung vom Maximalwert nach einer Stunde Laufzeit lediglich bei etwa 18 Prozent beim Betrieb mit einem 26650-Akku liegt.
Wer die Lampe trotzdem lieber mit AA-Zellen betreibt, sollte sich allerdings nicht darüber wundern, dass das Kittz viel schneller zusehendes dunkler wird. Beim Test mit AA-Akkus lag die Abweichung im Vergleich zur maximalen Leistung beim Einschalten nach einer Stunde bei fast 30 Prozent.
Hier mal beide Diagramme übereinandergelegt:

 

Beam:
Je nach Fokussierung, ist das Lichtbild breit gestreut oder extrem fokussiert. Bei maximaler Fokussierung ist das Abbild der LED zu sehen. Typisch sind die bei vielen Zoomlampen bekannten „Saturn-Ringe“ im Lichtbild.


Rehkittz S1600 defokussiert.

 


Rehkittz S1600 halb fokussiert.

 


Rehkittz S1600 fokussiert.

 

Torture-Test:
Bei Amazon wird auf einem Bild angedeutet, dass die Lampe sogar von einem SUV überfahren werden kann und anschließend immer noch leuchtet. In der Praxis bedeutet das für ein halbwegs vernünftiges Aluminiumrohr-Gefüge zwar keine große Belastung, aber ich wollte es dennoch wissen und habe das Rehkittz bewusst und mit voller Absicht überfahren. Da ich nicht im Besitz eines SUVs bin, galt dabei das Motto „Klasse statt Masse“. Mit meinem 23 Jahre alten Klasse-Peugeot habe ich die Lampe insgesamt zwanzigmal überfahren. Anschließend sah sie zwar scheiße aus, leuchtete aber noch immer.


So sah das Kittz nach dem Überfahren aus.

 

Resümee:
Mit der Rehkittz S1600 bekommt man viel Lampe für wenig Geld – zumindest was das Gewicht angeht. Bezüglich der Qualität bekommt man wenig Lampe für wenig Geld. Denn für eine Lampe ihrer Größe ist die S1600 im aktuellen Lampenzeitalter viel zu dunkel. Die LED ist veraltet, der Lampenkopf wackelt wie ein Lämmerschwanz, das Tailcap-Gewinde greift beim Zuschrauben erst in den letzten Gewindegängen spielfrei, und das UI ist schrecklich. Praktisch ist, dass die Lampe mit mehreren Akkuformaten betrieben werden kann und im Notfall sogar mit Batterien. Mehrere Überroll-Tests mit einem Kleinwagen übersteht die S1600 mühelos. Den Preis von etwas weniger als 20 Euro ist die Lampe auf jeden Fall wert. Erhältlich ist das Kittz hier.


Größenvergleich. Von links: Rehkittz S1600, Fenix FD65, Olight R50 Pro Seeker.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Tageslicht

 


Kontroll-Shot im Dunkeln

 


Rehkittz S1600 dunkel defokussiert

 


Rehkittz S1600 hell defokussiert

 


Rehkittz S1600 dunkel halb fokussiert

 


Rehkittz S1600 hell halb fokussiert

 


Rehkittz S1600 dunkel fokussiert

 


Rehkittz S1600 hell fokussiert

 


Fenix FD65 defokussiert

 


Fenix FD65 fokussiert

 

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5. Mai 2020

Olight Warrior X Pro

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 22:31


Eine faktisch praktische taktische Lampe hat Olight mit der Warrior X Pro im Programm. Beim Testmodell handelt es sich um ein Exemplar im Farbton „Gunmetal Grey“, das in Deutschland in limitierter Auflage von 500 Stück erhältlich ist. Alternativ ist die Warrior X Pro noch in grün (Auflage auf 200 Stück in Deutschland limitiert), „Desert Tan“ (Auflage auf 250 Stück in Deutschland limitiert), „Desert Camouflage“ (Auflage auf 600 Stück in Deutschland limitiert) und schwarz erhältlich.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Karton mit Magnetverschluss finden sich die Lampe mit bereits montiertem Trageclip und Combat-Ring, ein Akku zum Betrieb (bereits eingelegt), ein USB-Ladekabel, ein alternativer Combat-Ring, ein Holster, ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen.


In einem solchen Karton wird die Lampe ausgeliefert.

 


Inhalt der Box.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 150 mm
Reflektoröffnung: 30,5 mm
Durchmesser Kopf: 39 mm
Durchmesser Tail: 30 mm
Gewicht: 163 g
Gewicht mit Akku: 236 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja, allerdings sehr wackelig und nur auf ebenen Flächen.
Rollschutz: nur mit dem werksseitig montiertem Combat-Ring.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, am Clip.
wasserdicht: gemäß IPX-8.
Stromversorgung: 1x 21700 LiIon.


Olight-typisch: Der Akku ist bereits in die Lampe eingelegt. Die gelbe Schutzfolie verhindert, dass sich die Lampe auf dem Weg zum Käufer aus Versehen einschalten kann.

 


Materialstärke Batterierohr.

 


Für eine ausreichende Schmierung des Gewindes zur Tailcap, das weich und spielfrei läuft, wurde werksseitig bereits gesorgt.

 


Innenansicht Tailcap.

 


Im Auslieferungszustand sind ein eckiger Combat-Ring und ein Trageclip bereits montiert.

 


Alternativ kann auch der runde Combat-Ring montiert werden. Der Rollschutz geht damit allerdings flöten.

 


Lampe im Holster. Im Gegensatz zu den meisten üblichen Holstern schließt dieses nicht per Klett-, sondern per Magnetverschluss, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ganz ohne Klett kommt dennoch auch dieses Holster nicht aus, was gut ist. Auf der Rückseite, die ich vergessen habe zu fotografieren, ist ein Druckknopf mit Klettverschluss angebracht, mit dem sich das Holster schnell und unkompliziert zum Beispiel an Rucksäcken, Jacken oder Westen, die mit dem Molle-System ausgestattet sind, befestigen lässt.

 


Im Notfall leuchtet die Lampe sogar im Holster.

 


Im Lampenfuß wurde ein Magnet verbaut, der stark genug ist, damit die Lampe ihr eigenes Gewicht hält. Der Einsatz als Arbeitslampe ist allerdings nur bedingt möglich, da die Magnetkraft für eine 90-Grad-Montage nicht ausreicht.

 

Leuchteinheit:
Eine neutralweiße Cree-XHP35-LED, die in einem SMO-Reflektor (glatt, ohne Strukturierung) sitzt, sorgt dafür, dass die Lampe leuchtet.


Die Leuchteinheit der Warrior X Pro.

 

Bedienung:
Einfacher geht’s nimmer: Bedient wird die Warrior X Pro über einen Heckschalter. Die Lampe verfügt über zwei Leuchtstufen, die von Olight mit 300 und 2250 Lumen angegeben sind. Durch kurzes Antippen des Schalters wird die dunkle Stufe aktiviert. Drückt man den Schalter ganz durch, landet man in der hellen Stufe. Ausgeschaltet wird die Lampe in beiden Leuchtstufen durch leichtes Drücken oder Durchdrücken (nur helle Stufe) des Schalters.
Momentlicht in beiden Stufen ist ebenfalls möglich, indem der Schalter leicht (dunkel) oder fest (hell) gedrückt gehalten wird.

Eine Besonderheit ist die Art der Akkuwarnung, die durch einen – man lese und staune – eingebauten Vibrationsmotor erfolgt. Liegt die Leistung unter 30 Prozent, vibriert die Lampe alle fünf Minuten. Liegt die Leistung unter zehn Prozent, vibriert die Lampe einmal pro Minute, und bei weniger als fünf Prozent einmal alle zehn Sekunden.


Die Bedienung erfolgt komplett über den Heckschalter.

 

Stromversorgung:
Zum Einsatz kommt ein Spezialakku der Baugröße 21700 mit einer Kapazität von 5000 mAh. Geladen wird der Akku über USB und kann dabei in der Lampe verbleiben. Das ist schön und praktisch. Der Begriff „Spezial“ in „Spezialakku“ impliziert allerdings, dass es auch einen Haken gibt: Normale 21700-Akkus können zum Betrieb der Lampe nicht verwendet werden. Beim Ersatz muss man also immer das zwar hochwertige, aber auch hochpreisige Olight-Produkt erwerben, das immerhin fast 33 Ocken kostet, während nicht minder schlechte geschützte und hochstromfähige Akkus bereits für etwa die Hälfte dieses Preises erhältlich sind.
Der maximale Ladestrom ist mit 2 Ampere angegeben, die Ladezeit mit 5,5 Stunden. Während des Ladens leuchtet eine rote LED, bei vollgeladenem Akku wechselt die Farbe auf grün.


Für die nötige Power ist ein 21700-LiIon-Akku zuständig.

 


Plus ist innen, minus außen.

 


Geladen wird via USB. Der Akku kann dabei in der Lampe verbleiben. Wenn die Lampe am Lader hängt, leuchtet dort, wo der nachträglich professionell ins Bild eingefügte Pfeil hinzeigt, eine LED in roter oder grüner Farbe. Rot bedeutet: Der Akku wird geladen. Grün bedeutet: Der Akku ist vollgeladen. Dass hier nix leuchtet, bedeutet: Das Bild ist ein Fake, denn geladen wird hier in Wirklichkeit nicht, was schlicht und einfach daran liegt, dass ich dort, wo das Bild entstanden ist, keine Lademöglichkeit habe. Dennoch sollte das Bild ausreichen, um zu veranschaulichen, wie der Akku geladen wird. Sollte es das nicht tun, kauft euch bitte niemals eine Taschenlampe, sondern leuchtet bis ans Ende aller Zeiten mit eurem Smartphone, sofern ihr wisst, wie das funktioniert.

 

Laufzeitmessung:
Die Laufzeit ist von Olight in der dunklen Stufe mit 8 Stunden angegeben.
Für die helle Stufe stehen in der Bedienungsanleitung folgende Angaben:

– 2 Minuten maximale Leistung.
– anschließend 44 Prozent der maximalen Leistung für 100 Minuten.
– anschließend 13 Prozent der maximalen Leistung für 23 Minuten.

Beim Test wurde die Lampe in der hellen Stufe eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt. Gemessen wurde auf 2 Meter.

Nach 90 Minuten habe ich den Test beendet. Wie lange die Lampe noch mit 11200 Lux herumdümpelt, dürfte allenfalls Chronisten interessieren und ist für die praktische Nutzung völlig unerheblich. Außerdem wäre das Diagramm immer schlechter vernünftig lesbar, je länger die Akkuquälerei dauert.
Nach 90 Minuten betrug die Leerlaufspannung des Akkus 3,05 Volt – also eigentlich schon mehr als leer. Die Idee, den Test an dieser Stelle zu beenden, war also gar nicht so dumm.

Gekitzelt haben mich die extrem genauen Angaben des Herstellers bei ungekühlter Lampe: 44 und 13 Prozent nach 2 beziehungsweise 100 Minuten Laufzeit. Daher habe ich einen weiteren Test, diesmal ohne jegliche Kühlung der Lampe, durchgeführt.

Den zweiten Test habe ich nach 105 Minuten beendet. Die Leerlaufspannung des Akkus lag zu diesem Zeitpunkt bei 3,07 Volt. Der etwas höhere Maximalwert beim Einschalten erklärt sich dadurch, dass die Lampe nicht exakt so auf dem Stativ befestigt war wie bei der ersten Messung.
Die von Olight angegebenen Laufzeiten bzw. Werte wurden nicht ganz erreicht. Ein möglicher Grund ist, dass die Lampe auf dem Stativ komplett ungekühlt war und es ihr dabei offenbar zu warm wurde. Im Praxisbetrieb wird man die Lampe allerdings selten auf einem Stativ durch die Gegend tragen, sondern in der Hand halten. Bereits die Kühlung durch die Körperwärme (Blutkühlung) wird in der Praxis dafür sorgen, dass die Werte nicht kontinuierlich in den Keller gehen.

Legt man beide Kurven übereinander, sieht das so aus:

Fazit:
Der Mix aus temperatur- und zeitgesteuerter Regelung funktioniert recht gut, wobei das erste Herunterregeln bereits sehr schnell und vermutlich zeitgesteuert erfolgt. Ansonsten macht die Lampe über die gesamte Laufzeit einen guten Job und schaltet erst bei schwächelndem Akku herunter.

 

Beam:
Der Hotspot setzt sich ziemlich drastisch vom Sidespill ab. Auf die Distanz verliert sich die extreme Punktstrahlung zwar ein wenig, zur Ausleuchtung des Nahbereichs ist die Warrior X Pro aufgrund ihres dominanten Hotspots allerdings eher weniger geeignet. Die Stärke dieser Lampe liegt eindeutig in der Reichweite, die vom Hersteller mit 600 Metern angegeben ist. Hier hat Olight nicht übertrieben. Nach der Umrechnung meiner gemessenen Werte komme ich auf etwas mehr als 630 Meter.


Scheiben-Shot der Warrior X Pro.

 

Resümee:
Die Warrior X Pro von Olight ist eine hervorragend verarbeitete taktische Lampe, die simpel zu bedienen ist. Die Regelung ist eine Kombination aus Zeit- und Temperatursteuerung und geht in Ordnung. Einziger Knackpunkt ist der Spezialakku – mit regulären 21700-Akkus kann die Lampe nicht betrieben werden – aber das ist bei den meisten anderen Spezialakkus auch nicht anders. 155,95 Euro für die schwarze Version bzw. 167,95 Euro für die Sonderetitionen (Stand: Mai 2020) sind stolze Preise, aber dafür bekommt man ein Komplettpaket, bei dem weder Akku noch Ladegerät dazugekauft werden müssen. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von Olight.

Größenvergleich. Von links: Olight Warrior X Pro, Armytek Predator, Nitecore EA4, Solarforce L2x, Emisar D4Ti.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Tageslicht

 


Kontroll-Shot

 


Olight Warrior X Pro dunkel

 


Olight Warrior X Pro hell

 

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