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22. Februar 2017

OxyLED P03

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 20:36

OxyLED-P03 001
Ein witziges und praktisches Gadget ist die Campinglaterne OxyLED P03.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem Pappkarton sind die Lampe mit fest verbautem Akku, ein Ladekabel, eine Fernbedienung, ein kleiner Karabiner und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache enthalten.

OxyLED-P03 002
Lieferumfang der kleinen LED-Campinglaterne.


Beschreibung der Lampe:
Höhe: 115 mm
Durchmesser breiteste Stelle: 70 mm
Gewicht: 135 g
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Stromversorgung: interner LiIon-Akku.

OxyLED-P03 003
Dank des mitgelieferten Karabiners kann das Laternchen überall aufgehangen werden.

 

OxyLED-P03 004
Das Laden des Akkus erfolgt über USB.


Leuchteinheit:

Über die verbaute(n) LED(s) macht der Hersteller keine Angaben. Da die Lampe nicht gewaltfrei zu öffnen ist und es fürs Lichtbild ohnehin keine Rolle spielt, was tatsächlich drin steckt, habe ich auch nicht weiter nachgeforscht.
Die Lichtfarbe ist mit 5.500K angegeben, also ziemlich mainstream. Meins ist es nicht, da ich eher wärmere Lichtfarben bevorzuge, aber Lichtfarben, Frauen und Currywürste sind bekanntlich Geschmackssache.

Bedienung:
Mit einem Schalter an der Oberseite wird das Laternchen eingeschaltet. Insgesamt stehen drei Leuchtstufen und zwei Blinkmodi zur Verfügung, die durch Drücken des Schalters nacheinander in der Reihenfolge Low-Medium-High-Strobe-SOS angewählt werden – wobei das „SOS“ bei dieser Lampe die abenteuerlichste Variante dieses Notsignals ist, die mir bisher begegnet ist. Denn die Lampe morst nicht etwa „SOS“ oder das beliebte „SOSO“, sondern: „MSTS“. Wenn man bezüglich dieser Abkürzung die bekannteste Suchmaschine im Netz bemüht, landet man bei einem Eisenbahn-Fahrsimulator von Microsoft. Wer sich in einer Notsituation also am liebsten von einem fiktiven Zug retten lassen möchte, kann bedenkenlos zugreifen.
Auf dieses Pseudo-SOS folgt „Aus“, anschließend geht es wieder von vorne los. Was im Klartext bedeutet: ein typisches China-Lampen-Billig-UI, das genauso unsinnig wie unpraktisch ist.

OxyLED-P03 005
Der Ein- und Durchschaltknopf befindet sich an der Oberseite.


Aber – und jetzt kommt die Fernbedienung ins Spiel: Bei Benutzung selbiger, und das ist schließlich Sinn und Zweck einer Fernbedienung, verfügt die Laterne über Memory und schaltet immer in der Stufe ein, in der sie zuvor ausgeschaltet wurde. Und es kommt noch besser. Denn die Fernbedienung verfügt nicht nur über einen Ein- und Aus-Knopf, sondern auch noch über zwei weitere Knöpfe, mit denen die Lampe hoch- und wieder runtergeschaltet werden kann. Damit kann man die nervigen Blinkmodi problemlos umschiffen.

OxyLED-P03 006
Der Clou ist die Fernbedienung, die von einer austauschbaren Knopfzelle gespeist wird.

 

Ein netter Gag ist es, auf Partys oder bei Lampentreffen die Laterne irgendwo hinzustellen oder aufzuhängen und sie dann im Strobe einzuschalten. Irgendwann wird irgendwem das Geblinke auf die Nerven gehen, und er wird die Lampe am Einschaltknopf ausschalten. Anschließend muss man einfach kurz darauf unbemerkt die Fernbedienung aus der Tasche ziehen und die Lampe wieder einschalten. Dieser Zaubertrick funktioniert auch mehrmals hintereinander wunderbar und sorgt bei demjenigen, der die Lampe immer wieder ausschaltet, für zunehmende Verwirrung und bei Eingeweihten für jede Menge Lacher, wie ich bei einem Lampentreffen in Köln feststellen konnte.
Die Leuchtstufen sind wie folgt angegeben: High: 150 Lumen für 4 Stunden; Mid: 30 Prozent für 14 Stunden; Low: 10 Prozent für 100 Stunden. Um einem unbeabsichtigten Einschalten mittels Fernbedienung vorzubeugen, können der Einschaltknopf der Fernbedienung und der Einschaltknopf an der Lampe gleichzeitig für drei Sekunden gedrückt gehalten werden. Anschließend kann die Lampe nur noch am Knopf an der Oberseite der Lampe wieder eingeschaltet werden. Ist das geschehen, ist das Lampi auch via Fernbedienung wieder bedienbar.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Für die nötige Power sorgt ein in der Lampe fest verbauter LiIon-Akku mit einer angegebenen Kapazität von 1800 mAh. Mit dem mitgelieferten Ladekabel von USB auf Mini-USB kann die Lampe an jedem PC, Laptop etc. geladen werden. Während des Ladevorgangs blinkt eine rote LED in der Lampe. Ist der Akku komplett geladen, leuchtet die LED dauerhaft rot.

Laufzeitmessung:
Für Freunde exakter Luxmessungen: Da die Laterne aufgrund ihrer Abstrahlcharakteristik extrem streut, habe ich mir eine exakte Entfernungsmessung verkniffen, denn auf welche Entfernung soll ich diese Lampe genau messen, um ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen? Daher habe ich das Luxmeter in unmittelbarer Nähe der Laterne plaziert und den Verlust lediglich in Prozentwerten angegeben.
Beim Einschalten: 100%
nach 10 Minuten: 2% Verlust
nach 20 Minuten: 3% Verlust
nach 200 Minuten: 3% Verlust
nach 240 Minuten: 4% Verlust

Fazit: Erstaunlicherweise hält die kleine LED-Laterne tatsächlich, wie vom Hersteller angegeben, vier Stunden am Stück in der hellsten Leuchtstufe durch, und das, ohne fürs Auge an Leistung einzubüßen. Zehn Minuten nach dem Einschalten waren noch 98 und nach zwanzig Minuten noch 97 Prozent der ursprünglichen Leuchtkraft verfügbar. Dieser Wert wurde über mehr als drei Stunden fast konstant gehalten. Nach vier Stunden lag der zusätzliche Verlust gerade mal bei einem weiteren Prozentchen – besser geht’s kaum.

Ausleuchtung:
Zum allerersten Mal gewähre ich Taschenlampen-Tests-Lesern nun einen Einblick in mein intimstes Reich – mein Schlafzimmer. Die Bilder wurden allesamt aus der Hand geschossen, sind also nicht sonderlich scharf – im Gegensatz zu dem, was ansonsten hier auf mich wartet… äähm… kleiner Scherz am Rande… Jedenfalls reichen sie vollkommen aus, um die Leistung der kleinen Laterne fürs Auge wiederzugeben.

OxyLED-P03 007
Ein erster scheuer Blick in mein Schlafzimmer: die dunkelste Leuchtstufe der kleinen LED-Laterne.

 

OxyLED-P03 008
In der mittleren Leuchtstufe wird erkennbar, dass mein Schlafzimmer sogar über eine Tür verfügt.

 

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Besonders brutal wird es in der hellsten Leuchtstufe. Links stehen verpackte Trommeln, rechts hängt eine Drohne an der Wand, und ganz rechts unten außen wird erkennbar, dass ich meine Wäsche im Schlafzimmer trockne. Mehr Leuchtstufen gibt es zum Glück nicht, und viel intimer möchte ich auch nicht werden.


Resümee:
Mit der OxyLED P03 bekommt man eine nützliche LED-Campinglaterne fürs Zelt, für die spontane Beleuchtung draußen, für Heim und Hobby sowie weitere Einsatzzwecke. Bei mir hängt das Ding im Schlafzimmer, und ich kann mich ins Bett legen, mich zudecken und per Fernbedienung bequem das Licht ausschalten. Andere Einsatzzwecke mag jeder für sich selbst herausfinden – es gibt sie garantiert.
Erhältlich ist die knuffige Campinglaterne für 19,99 bei Amazon. Zur Verfügung wurde das Testmodell freundlicherweise von OxyLED.

 

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12. Februar 2017

TACTICLIGHT 360

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 04:30

Offenbar rollt derzeit eine Welle durch Funk, Fernsehen und das Internetz, bei der unnützes Lampen-Billig-Zeug, dessen Name mit „Tac“ beginnt und mit „light“ endet, zu völlig überteuerten Preisen angeboten wird.

Nach der TACLIGHT ist mir jetzt auch ein ähnliches Modell, das sich TACTICLIGHT 360 oder TL360 schimpft, aufgefallen.

Auch bei dieser Lampe wird mit völlig schwachsinnigen Behauptungen geworben.
Das Ding ist billig, schlecht verarbeitet, technisch völlig veraltet, nicht wasserdicht, arbeitet mit schwachbrüstigen AAA-Batterien, die in der Leistung schnell einknicken und so ziemlich die mieseste Stromversorgung für eine Hochleistungs-Taschenlampe darstellen, und ist selbst mit einem angebotenen Rabatt von 75 Prozent auf den angeblichen Verkaufspreis immer noch völlig überteuert.

Die Kosten für drei Biere in der Kneipe eures Vertrauens wären schon zuviel für ein solches Spielzeuglämpchen. Lasst also bitte die Finger davon!

Falls es der Hersteller/Verkäufer wünscht, darf er mir gerne ein Musterexemplar zur Verfügung stellen, das ich in einem Test mit aktuellen Lampen unter realistischen Bedingungen vergleichen werde – aber er wird es sich garantiert nicht wünschen!

 

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30. Januar 2017

TACLIGHT – kauft sie nicht!

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 02:27

Warnung: TACLIGHT
(Ausnahmsweise mal ein Test ohne Bilder, da ich keine Rechte an den offiziellen Produktfotos habe und mir die Lampe nicht zum Test vorliegt).

Nun ja – nicht ganz ohne Bilder – hier zumindest mal ein Bild einer vergleichbaren Taschenlampe:

TACLIGHT

Nachdem Eurosport in die Nachtpause gegangen ist, geht es dort immer in die Werbung.
Aktuell wird auf diesem Kanal über den Anbieter www.mediashop.deeine Taschenlampe beworben, die sich „TACLIGHT“ nennt.

Lasst bitte die Finger davon!

Lampen ähnlicher Bauart und Qualität werden seit Jahren über Anbieter aus China vertrieben.
Die Reichweitenangabe (5 Seemeilen – mehr als 9 Kilometer) ist völlig aus der Luft gegriffen. Bereits mehrere Hundert Meter sind absolut gestrunzt.
Die Lampe ist durch den Schiebefokus nicht wasserdicht und arbeitet mit einer völlig veralteten LED.
Beworben wird TACLIGHT als Lampe „der nächsten Generation“, kann allerdings nichtmal mit guten Lampen der aktuellen Generation auch nur annähernd mithalten.
Die Stromversorgung durch 3 AAA-Batterien ist hinterwäldlerisch, und die Lampe wird während des Betriebs kontinuierlich dunkler.

Die Leuchtmodi sind einfach hintereinandergeschaltet – die dümmste Bedienung, die es überhaupt gibt, und wenn man das „extrem blendende Schocklicht“ erreichen möchte, muss man alle Modi erst einmal durchschalten – für jeden Einbrecher Zeit genug, den Benutzer auszulachen, ihn zu erschießen oder ungesehen zu verschwinden.

Im Produktvideo wird die Lampe in einem Eisblock eingefroren und soll dabei dennoch kontinuierlich leuchten – völliger Blödsinn, denn die verwendeten Alkali-Batterien kommen mit Minusgraden überhaupt nicht zurecht. Im selben Video wird die Lampe von einem Auto überfahren, was jede Lampe, die aus Flugzeug-Aluminium gefertigt wird – und das macht das Gros aller aktuellen Taschenlampen aus – locker übersteht. Anschließend wird zum Vergleich eine billige Plastik-Lampe von einem Auto überfahren, die natürlich direkt zu Bruch geht.

Auf der Homepage des Anbieters wird die Lampe mit 5.000 Lux beworben – ein Wert, der nur bei maximaler Fokussierung erreicht werden kann und absolut jämmerlich ist. Je nach Modell schaffen aktuelle Serienlampen, auch ohne die völlig unsinnige Fokussierfunktion, locker das Zehn- bis Zwanzigfache oder mehr.

Absoluter Unfug ist auch die Behauptung „Taclight wird weltweit von Militär, Feuerwehr und Polizei genutzt“. Es gibt weltweit garantiert nicht einen einzigen Vertrag zwischen dem Hersteller, Distributor oder irgendeinem Verkäufer dieser Lampe mit den erwähnten Organisationen. Nicht eine dieser Organisationen würde es wagen, mit dieser Lampe bei Einsätzen aufzulaufen – selbst das, was professionellen Einsatzkräften bei Militär, Feuerwehr und Polizei im schlimmsten Fall von ihrer Behörde zur Vefügung gestellt wird, ist besser als dieser billige Kernschrott.

Verkauft wird die Lampe zu einem Preis von 39,90 Euro. Wer bei diesem Angebot schnell zuschlägt, erhält kostenlos eine zweite TACLIGHT dazu, was bereits einiges über den Spielraum beim Verkaufspreis und die tatsächliche Qualität der Lampe aussagt.
Meiner bescheidenen Meinung nach ist ein Preis von maximal 15 Euro für ein einzelnes Exemplar auf dem freien Markt eventuell gerade noch angemessen – mehr darf das Ding definitiv nicht kosten.

Es geht mir nicht darum, mich mit einem Internet-Verkaufsladen anzulegen, aber wenn ich ausnahmsweise schonmal von etwas Ahnung habe und ein Produkt zu einem völlig überteuerten Preis angeboten wird, sollte das auch jeder wissen.

Eine solche Lampe muss ich nicht in der Hand gehabt haben, um trotzdem mit Sicherheit behaupten zu können, dass der Verkaufspreis völlig überzogen ist.

Gerne erkläre ich mich bereit, ein Musterexemplar auf Herz und Nieren zu testen, aber das Ergebnis wäre für den Anbieter nicht nur ernüchternd, sondern vernichtend.

 

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18. Dezember 2016

JETBeam Jet-1 MK

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 18:58

JetBeam Jet-1 MK 001
„Kann ja nichts taugen“ war der erste Gedanke, der mir angesichts einer EDC zum Preis von 13,39 Euro gekommen ist. Aber bei der Lampe handelt es sich immerhin um ein Exemplar aus der JetBeam-Schmiede, die nicht gerade für schlechte Qualität bekannt ist. Was kann das Ding also für diesen unverschämt günstigen Preis?


Verpackung/Lieferumfang:
Neben der Lampe sind in einer Papp-Plastikverpackung ein Trageclip, ein Lanyard, ein Ersatz-O-Ring, eine Bedienungsanleitung, eine Garantiekarte und ein Echtheitszertifikat enthalten.

JetBeam Jet-1 MK 002
Lieferumfang der kleinen JetBeam.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 83,5 mm
Reflektoröffnung: 14,5 mm
Durchmesser Kopf: 19,5 mm
Durchmesser Tail: 19 mm
Gewicht: 24 g
Gewicht mit Akku: 50 g
Anodisierung: HA-III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit Trageclip
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Löcher in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1x AA (Akku oder Batterie), 1x 14500 LiIon.

JetBeam Jet-1 MK 003
Das Gewinde vom Body zur Tailcap ist sauber geschnitten. Beim Zuschrauben greift es zunächst mit leichtem Spiel, das beim weiteren Zuschrauben immer geringer wird. Mehrere Umdrehungen, bevor der Kontakt hergestellt wird, läuft es satt und stramm und sorgt für eine komfortable Bedienung, die auch einhändig möglich ist.

 

JetBeam Jet-1 MK 004
Im Lampenpopo finden sich nicht nur mehrere Löcher zur Lanyardbefestigung, sondern auch ein Gewinde, mit dem die Lampe in ein Fotostativ eingeschraubt werden kann.

 

JetBeam Jet-1 MK 005
Innenansicht Lampenkopf.

 

JetBeam Jet-1 MK 006
Der Clip ist als Dreiviertelversion ausgelegt.

 

JetBeam Jet-1 MK 007
Beim Testexemplar sitzt der Clip stramm und fest. Andere Nutzer haben andere Erfahrungen gemacht. Über diese Art der Befestigung möchte ich an dieser Stelle nicht philosophieren. Fakt ist: Eine Lampe ohne gesicherten Clip kann sich grundsätzlich immer von selbigem lösen – und damit bin ich raus aus der Nummer.


Leuchteinheit:
Ein SMO-Reflektor beherbergt eine Cree-XP-G2-LED.

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Blick in den Lampenkopf.


Bedienung:
Mittels Twisty werden die drei Leuchtstufen Low-Mid-High in ebendieser Reihenfolge angewählt. Kein Geblinke, keine Notrufsignale, also kein unnötiges Leuchtzeug, das unbeabsichtigt oder gewollt aktiviert werden könnte – einfach nur leuchten – herrlich! Ungewöhnlich für eine Twisty-EDC dieser Größe ist, dass die Lampe über Memory verfügt. Bei diesem Feature kann man durchaus geteilter Meinung sein. Ich für meinen Teil liebe es, denn gerade eine EDC schaltet man am liebsten in der persönlich meistgenutzten Stufe ein.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Ins Batterierohr können wahlweise eine AA-Batterie, ein AA-Akku oder ein 14500-LiIon-Akku eingelegt werden.

JetBeam Jet-1 MK 009
Das frisst die Lampe alles.


Laufzeittest
Zum Einsatz kamen ein Sanyo-Eneloop-Akku mit einer Kapazität von 2.400 mAh, eine AA-Alkali-Batterie (Super Energy) und ein 14500-LiIon-Akku von Keeppower (840 mAh). Die Lampe wurde jeweils in der hellsten Stufe betrieben und prophylaktisch durch einen Ventilator gekühlt.

JetBeam Jet-1 MK 010

Der Eneloop-Akku wurde nach 60 Minuten entnommen und mit einer Spannung von 1,16 Volt im Leerlauf gemessen – Testende. Die Batterie habe ich nach einer Stunde von ihrem Job erlöst. Ich hätte sie auch noch dreiundzwölfzig Stunden bei ständig fallender Lichtausbeute der Lampe weitermachen lassen können, aber dann wäre das Diagramm nicht mehr so schön zu lesen. Den LiIon-Akku habe ich nach 45 Minuten mit einer Leerlaufspannung von 3,13 Volt gemessen, fünf Minuten später griff die Schutzschaltung des Akkus.

Fazit:
Eine Abschaltung bei schwindender Akkukapazität hat die Lampe nicht – weder beim Betrieb mit AA-Zellen, noch mit einem 14500er-Akku. Der Benutzer sollte also tunlichst darauf achten, den Stromversorger zu wechseln, sobald die Lampe merklich dunkler wird. Über einen Großteil der Laufzeit ist sie mit einem AA-Akku sehr ordentlich geregelt, mit einer Alkali-Batterie, wie nicht anders zu erwarten, nicht. Dennoch kann man auch mit einer Alkali-Batterie durchaus seinen Spaß haben, denn ob man nun nach soundsoviel Minuten mit 150, 120 oder 100 Lumen durch die Gegend läuft, ist bei einer EDC eher unerheblich, und im Dauerbetrieb in der hellsten Stufe wird man die Lampe ohnehin eher selten betreiben.
Beim Betrieb mit einem 14500-Akku bricht die Leistung relativ schnell ein, dennoch hat man über fast die gesamte Laufzeit mehr Licht zur Verfügung als beim Betrieb mit einer herkömmlichen AA-Zelle mit 1,2 oder 1,5 Volt. Man sollte beim Betrieb mit einem LiIon-Akku allerdings darauf achten, einen geschützten 14500er zu verwenden, ansonsten nuckelt die Lampe den Akku irgendwann so leer, dass man ihn direkt der Wertstoffsammlung zuführen kann.
Wie man bei den Outdoor-Beamshots weiter unten sehen kann, ist die Lampe in allen drei Stufen mit einem LiIon-Akku deutlich heller. Welcher Stromversorger verwendet wird, ist also vom persönlichen Geschmack abhängig. Mir persönlich gefällt die Variante mit 1,2 beziehungsweise 1,5 Volt besser, denn dadurch hat man ein schönes, dunkles Low und für eine EDC immer noch genügend Licht in den beiden helleren Stufen.

Beam:
Das Lichtbild ist mit einem hellen Spot und einem deutlich dunkleren Spill zwar nicht perfekt, allerdings fällt das nur an der weißen Wand auf und beim Praxisbetrieb draußen nicht sonderlich ins Gewicht.

JetBeam Jet-1 MK 011
„Target-Beamshot“ der Jet-1 MK.


Resümee:
Die Jet-1 MK ist ein toller Begleiter für die Hosen- oder Hemdtasche. Die Verarbeitung stimmt, das Gewinde läuft butterweich, und die Bedienung könnte verständlicher nicht sein. Keine versteckten oder offensichtlichen Blinkmodi, die sowieso keine Sau braucht, dafür ein Mode-Memory, was ungewöhnlich für eine Lampe dieser Größe und mit diesem Schaltkonzept ist. Ich liebe es, anderen Nutzern wäre vielleicht eine Lampe ohne Memory lieber, aber das ist ein Punkt, an dem sich die Geister nicht erst seit gestern scheiden.
Unabhängig davon, kann man weniger als 14 Euro sicherlich nicht gewinnbringender investieren als in diese kleine Lampe, die zum Test freundlicherweise von gearbest www.gearbest.com zur Verfügung gestellt wurde und unter dieser Adresse bezogen werden kann.

JetBeam Jet-1 MK 012
Größenvergleich. Zigarette, JetBeam Jet-1 MK, Tank007 TK-566, Maglite Mini-AA, Surefire 6P.



Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

JetBeam Jet-1 MK 013
Kontroll-Shot

 

JetBeam Jet-1 MK 014
JetBeam Jet-1 MK low (1,2 Volt)

 

JetBeam Jet-1 MK 015
JetBeam Jet-1 MK low (4,2 Volt)

 

JetBeam Jet-1 MK 016
JetBeam Jet-1 MK mid (1,2 Volt)

 

JetBeam Jet-1 MK 017
JetBeam Jet-1 MK mid (4,2 Volt)

 

JetBeam Jet-1 MK 018
JetBeam Jet-1 MK high (1,2 Volt)

 

JetBeam Jet-1 MK 019
JetBeam Jet-1 MK high (4,2 Volt)

 

JetBeam Jet-1 MK 020
Led Lenser P7 (halb fokussiert)

 

JetBeam Jet-1 MK 021
Fenix LD20 (Q5)

 

JetBeam Jet-1 MK 022
Niteye MSA20


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4. Dezember 2016

Lampen zur Schädlingsbekämpfung

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 21:23

Als ich vom DpS-Magazin, das sich der Schädlingsbekämpfung verschrieben hat, die Anfrage nach geeigneten Taschenlampen für die Schädlingsbekämpfung erhielt, war ich zunächst ein wenig ratlos. Bislang bin ich mit dieser Thematik noch nicht konfrontiert worden und hatte dementsprechend auch nicht die leiseste Ahnung davon. Letztlich wurde aber klar, dass vor allem eine gute Nahbereichsausleuchtung gefragt ist.
Da die Testlampen im Magazin bereits aus der Sicht eines professionellen Schädlingsbekämpfers vorgestellt worden sind, möchte ich in diesem Test vor allem auf Dinge wie Stromversorgung, Bedienung, Praxistauglichkeit und Besonderheiten der Probanden eingehen. Auf Aspekte wie Regelung oder die Eigenschaften der jeweils verbauten LED einzugehen, habe ich bewusst verzichtet, da sie nicht wirklich relevant für eine Kaufentscheidung der Zielgruppe sein dürften.
Wesentlich wichtiger ist die ständige Verfügbarkeit der Stromversorger, denn niemand aus dieser Zielgruppe möchte irgendwann im Dunkeln stehen und sich Gedanken darüber machen müssen, wo man denn nun auf die Schnelle „exotische“ Akkus oder Batterien herbekommt. Daher war ein wichtiges Kriterium, dass alle Testkandidaten mit handelsüblichen AA-Zellen betrieben werden können (die Batterieversion bekommt man in jedem Supermarkt und rund um die Uhr an fast jeder Tankstelle). Ausnahme: die Nitecore KO-01, die durch einen 18650-LiIon-Akku gespeist wird, der über ein mitgeliefertes Ladekabel geladen werden kann.
Mit diesen Kriterien in der Hinterhand hieß es für mich nun: Ran an den Speck!

Die Kandidaten:

Lampen Schädlingsbekämpfung 001
Armytek Prime A2

Lampen Schädlingsbekämpfung 002
Nitecore EA41

Lampen Schädlingsbekämpfung 003
Niteye KO-01


Verpackung/Lieferumfang:

Armytek Prime A2
Lampe, Trageclip, Handschlaufe, Holster, Ersatz-O-Ringe, Bedienungsanleitung.

Lampen Schädlingsbekämpfung 004


Nitecore EA41
Lampe, Handschlaufe, Holster, Ersatz-O-Ring, Bedienungsanleitung.

Lampen Schädlingsbekämpfung 005


Niteye KO-01

Lampe, Akku zum Betrieb, Ladekabel, Ersatz-Schaltergummi, Ersatz-O-Ringe, Bedienungsanleitung.

Lampen Schädlingsbekämpfung 006


Beschreibung der Lampen:
Armytek Prime A2

Länge: 156 mm
Durchmesser: 21 mm
Gewicht mit Batterien: 140 g
LED: Cree XM-L2
Tailstand („Kerzenfunktion“): ja.
Rollschutz: nur mit Trageclip.
Befestigungsmöglichkeit für Handschlaufe: ja.
Stromversorgung: 2x AA.
Besonderheiten: Trageclip, Magnet in der Endkappe.

Nitecore EA41
Länge: 118 mm
Durchmesser: 40 mm
Gewicht mit Batterien: 234 g
LED: Cree XM-L2 U2
Tailstand („Kerzenfunktion“): ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Handschlaufe: ja.
Stromversorgung: 4x AA.
Besonderheiten: aufsteckbarer Diffusor.

Niteye KO-01
Länge: 129 mm
Durchmesser: 25,5 mm
Gewicht mit Batterien: 137 g
LED: Cree XP-L
Tailstand („Kerzenfunktion“): ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Handschlaufe: ja.
Stromversorgung: 1x LiIon 18650.
Besonderheiten: Akku kann in der Lampe geladen werden.


Bedienung
Armytek Prime A2
Die komplette Bedienung erfolgt über einen Seitenschalter. Die Lampe verfügt über drei Leuchtebenen (dunkel, hell, Turbo) und Memory, das heißt, sie „merkt“ sich die beim Ausschalten gewählte Helligkeit und schaltet in dieser Stufe wieder ein. Durch einmaliges Drücken des Schalters landet man in einer der beiden ersten der ersten Leuchtebenen. Mittels Doppelklick gelangt man in die andere der beiden ersten Leuchtebenen. Ein schneller Dreifachklick – und man landet in der dritten Ebene.
In jeder der drei Ebenen stehen zusätzlich drei Unterstufen zur Verfügung, die bei eingeschalteter Lampe durch Gedrückthalten des Seitenschalters angewählt werden. Lässt man den Schalter los, wird die gewünschte Leuchtstufe gespeichert und steht beim nächsten Einschalten wieder zur Verfügung.

Lampen Schädlingsbekämpfung 007
Bei der Armytek Prime A2 ist ein Clip im Lieferumfang enthalten.


Nitecore EA41
Bedient wird die Lampe über zwei Schalter. Mit dem Schalter am Gehäuse wird die Lampe ein- und ausgeschaltet, mit dem Schalter am Lampenkopf können insgesamt fünf Leuchtstufen von dunkel nach hell angewählt werden. Die Lampe hat ebenfalls Memory. Durch Gedrückthalten des Schalters am Lampenkopf bei ausgeschalteter Lampe startet die EA41 immer in der hellsten Stufe.

Lampen Schädlingsbekämpfung 008
Ein aufsteckbarer Diffusor ist optional erhältlich und verteilt das Licht bei der Nitecore EA41 sehr gleichmäßig.


Niteye KO-01

Eingeschaltet wird die Lampe durch Gedrückthalten des Seitenschalters. Zur Verfügung stehen vier Leuchtstufen, die durch kurzes Drücken des Schalters in der Reihenfolge von hell nach dunkel abgerufen werden. Auch die dritte Lampe im Test ist mit einer Memory-Funktion ausgestattet und schaltet in der Leuchtstufe wieder ein, in der sie ausgeschaltet wurde.

Lampen Schädlingsbekämpfung 009
Bei der Nitecore KO-01 kann der Akku zum Laden in der Lampe verbleiben.


Generelle Infos

Alle Lampen sind zusätzlich mit Blinkfunktionen wie Strobe ausgestattet, die durch viermaliges schnelles Drücken des Schalters (Armytek), Gedrückthalten des Schalters am Lampenkopf (Nitecore) und Doppelklick (Niteye) erreicht werden können. Schädlinge dürfte man damit nicht beeindrucken können, außer vielleicht solche, die einem in der Nacht an die Wäsche oder die Geldbörse wollen. Darüber hinaus zeigen alle Lampen durch eine Status-LED im Schalter an, wie es um die Restkapazität der Akkus/Batterien bestellt ist – ausreichend zur groben Orientierung, wann diese gewechselt werden müssen.
Grundsätzlich sollte man bei Hochleistungstaschenlampen, die mit AA-Zellen (Armytek, Nitecore) besser Akkus verwenden statt herkömmlicher Alkali-Batterien, da letztere durch ihren höheren Innenwiderstand von der Leistung schnell einbrechen. Alternative: Lithium-Batterien, die allerdings deutlich teurer als Alkali-Batterien sind. Mit Akkus schont man langfristig Geldbeutel und Umwelt, und die Anschaffung eines entsprechenden Ladegeräts – falls noch nicht vorhanden – hat sich schnell amortisiert.
Bei der Niteye KO-01 stellt sich diese Frage nicht. Denn sie hat mit einem LiIon-18650-Akku nicht nur den besten Stromversorger aufgrund der höheren Leistung und Energiedichte – der Akku kann mit dem im Lieferumfang enthaltenen Ladekabel über USB auch bequem aufgeladen werden, ohne dass er aus der Lampe entnommen werden muss. Handelsübliche AA-Zellen funktionieren in der Lampe nicht, man sollte also immer darauf achten, dass der Akku ausreichend geladen ist.

Welche Lampe darf’s denn nun sein?
Was die Leistung angeht, sind alle drei Lampen fürs Ausleuchten des Nahbereichs und erweiterten Nahbereichs mit (laut Herstellerangaben) 400 Lumen (Armytek), 1020 Lumen (Nitecore) und 960 Lumen (Niteye) mehr als ausreichend geeignet.
Bei der Lichtfarbe hat die Armytek Prime A2 klar die Nase vorn, da sie mit ihrer warmweißen LED die neutralste Farbwiedergabe ermöglicht. Am Lampenfuß ist sie mit einem (ausbaubaren) Magneten versehen, mit dem sie an metallenen Gegenständen haftet. Zweifellos ist die Armytek Prime A2 die vielseitigste Lampe im Testfeld – allerdings von der Bedienung auch die komplizierteste. Dazu kommt, dass sich der Schalter recht schwammig und indirekt drückt. Diese Lampe mit Handschuhen zu bedienen, ist nahezu unmöglich.
Die Nitecore EA41 ist die am einfachsten zu bedienende Lampe. Mit einem Schalter wird sie ein- und ausgeschaltet, mit dem anderen werden die Leuchtstufen angewählt. Doch auch hier ist die Bedienung mit Handschuhen nicht gerade ein Kinderspiel. Mal abgesehen davon, ob man auf Anhieb den richtigen Schalter trifft, muss man die Stelle, an der beide Schalter sitzen, im Dunkeln erst mal ertasten.
Bei der Niteye KO-01 ist die Bedienung mit Handschuhen noch am Einfachsten, vorausgesetzt, man hat mit Handschuhen das nötige Fingerspitzengefühl, denn auch bei dieser Lampe ist der Schalter seitlich angebracht und muss „out of the Jackentasche“ erst mal gefunden werden. Was mir bei dieser Lampe überhaupt nicht gefällt, ist die Tatsache, dass der Schalter zum Ein- und Ausschalten gedrückt gehalten werden muss. Das ist gewöhnungsbedürftig und irgendwie nicht „natürlich“ – hier werden einer intuitiven Bedienung sicherlich etliche unbeabsichtigte Fehlversuche vorausgehen.

Resümee:
Gewöhnen kann man sich an alle Lampen. Wer es gerne „knubbelig“ und kompakt mag, sollte sich für die Nitecore EA41 entscheiden, die zudem am einfachsten zu bedienen ist. Für die Armytek Prime A2 sprechen die neutrale Farbwiedergabe und die Vielseitigkeit – dagegen der schwammige Schalter und die wenig intuitive Bedienung für einen „Normalo“. Ein gutes Mittelmaß ist die Niteye KO-01, mit deren Eigenheiten bei der Bedienung man sich allerdings zunächst erstmal anfreunden muss.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Bis zum ersten Pfosten sind es 4 Meter, bis zum zweiten 9, bis zum dritten 14. Der Waldrand ist 21 Meter entfernt.

Lampen Schädlingsbekämpfung 010
Armytek Prime A2

 

Lampen Schädlingsbekämpfung 011
Nitecore EA41

 

Lampen Schädlingsbekämpfung 012
Nitecore EA41 mit Aufsteck-Diffusor

 

Lampen Schädlingsbekämpfung 013
Niteye KO-01

 

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