Taschenlampen-Tests.de






         

26. Januar 2018

Rofis R 1

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 22:09

Rofis R 1 001
Vor etlichen Jahren brauchte ich für eine Bühnenshow eine Gummipuppe. Also ging ich in den nächsten Sex-Shop und war von der Auswahl erschlagen. Die Preisspanne reichte von 30 bis 800 Mark, und ich fragte die Verkäuferin, wo genau die Unterschiede zwischen der Gummipuppe für 30 Mark und der für 800 Mark lägen. Die Verkäuferin deutete auf das Modell für 800 Mark und antwortete: „Die kann alles.“ Wäre die Rofis R 1 eine Gummipuppe, müsste sie eigentlich mit zu den teuersten Ludern im Shop zählen, denn sie ist unglaublich vielseitig, kostet dabei aber nur doppelt soviel wie die Gummipuppe, die ich damals gekauft habe.


Verpackung/Lieferumfang:
Im einem Pappkarton sind die Lampe, ein Akku zum Betrieb, ein Ladekabel, ein Trageclip, ein Lanyard, ein Stirnband mit Halterung, zwei Ersatz-O-Ringe und eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen enthalten.

Rofis R 1 002
Die Verpackung.

 

Rofis R 1 003
Das ist alles drin.

Beschreibung der Lampe:
Länge: 80,5 mm
Reflektoröffnung: 17,5 mm
Durchmesser Kopf: 22 mm
Durchmesser Tail: 22,5 mm
Gewicht: 43 g
Gewicht mit Akku: 62 g
Anodisierung: HAIII, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit Trageclip oder mit abgewinkeltem Lampenkopf.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1x 16340 LiIon.

Rofis R 1 004
Der Trageclip ist werksseitig bereits vormontiert und hält bombenfest.

 

Rofis R 1 005
Materialstärke Batterierohr.

 

Rofis R 1 006
Innenansicht Endkappe.

 

Rofis R 1 007
In der Endkappe ist ein starker Magnet verbaut. Dadurch kann man an der Lampe zum Beispiel ein Feuerzeug befestigen und Plastik-Hütchen draufstellen.

 

Rofis R 1 008
Immer wieder fein bei Rofis: Der Lampenkopf kann abgewinkelt werden, was den Einsatzbereich beträchtlich erweitert.

 

Rofis R 1 009
Ebenfalls praktisch: Die Lampe kann auch als Stirnlampe verwendet werden.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine LED des Typs XM-L2 U2 von Cree, die in einem SMO-Reflektor werkelt.

Rofis R 1 010
Die Leuchteinheit.


Bedienung:
Die Lampe verfügt über drei reguläre Leuchtstufen, einen Moonlight- sowie einen Turbo-Modus und wird komplett über den Seitenschalter (Taster) bedient. Ein kurzer Druck auf den Taster schaltet die Lampe ein. Durch Gedrückthalten des Tasters wandert die Lampe durch die Leuchtstufen Low, Mid und High, die mit 10 Lumen für 40 Stunden, 60 Lumen für 7,5 Stunden und 300 Lumen für 70 Minuten angegeben sind. Wenn die gewünschte Leuchtstufe erreicht ist, lässt man den Schalter los. Ein kurzer Druck schaltet die Lampe aus. Die zuletzt angewählte Leuchtstufe wird gespeichert und beim nächsten Einschalten als erste angewählt.
Hält man den Taster beim Einschalten gedrückt, gelangt man in den Moonlight-Modus, der mit 0,5 Lumen für 20 Tage angegeben ist. Ein Doppelklick, egal, ob bei ein- oder ausgeschalteter Lampe, aktiviert den Turbo, der mit 900 Lumen angegeben ist. Moonlight und Turbo werden nicht memorisiert; nach dem Ausschalten schaltet die Lampe im zuletzt aktivierten regulären Modus wieder ein.
Blinkgedöns in Form von Strobe und SOS gibt es auch noch, indem man einen Dreifachklick ausführt, ebenfalls unabhängig davon, ob die Lampe ein- oder ausgeschaltet ist. Zunächst landet man dann im Strobe und gelangt durch Gedrückthalten des Schalters in den SOS-Modus. Durch erneutes Gedrückthalten erreicht man wieder den Strobe-Modus usw., ein kurzer Druck schaltet die Lampe aus.
Einen Lockout gegen unbeabsichtigtes Einschalten im Rucksack oder in der Hosentasche hat Rofis der R 1 ebenfalls spendiert. Erreicht wird er, indem man den Schalter etwa drei Sekunden lang gedrückt hält. Das Entsperren erfolgt auf dieselbe Weise. Alternativ kann man die Tailcap auch leicht lösen, um den Stromfluss zu unterbrechen.

Rofis R 1 011
Einer für alles: Sämtliche Funktionen werden über den Seitenschalter angewählt.


Laden des Akkus:
Der Akku kann zum Laden in der Lampe verbleiben und wird über ein Magnetladekabel geladen, das einfach auf die Lampe aufgesetzt wird – quasi wie ein Hütchen. Am anderen Ende des Kabels findet sich ein USB-Stecker. Als Stromlieferanten können somit PCs, Laptops, Powerbanks etc. genutzt werden.

Rofis R 1 012
Der Ladekontakt an der Lampe.

 

Rofis R 1 013
Einfach aufsetzen – Lampi lädt.

 

Rofis R 1 014
Während des Ladevorgangs leuchtet eine rote LED im Schalter. Wenn der Akku komplett geladen ist, leuchtet der Schalter in einer anderen Farbe. Welche das ist, verrate ich aber nicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die nötige Energie liefert ein 16340-LiIon-Akku mit einer Kapazität von 700 mAh.
Beim Test wurde die Lampe in Turbo eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt. Laut Hersteller schaltet die Lampe nach 30 Sekunden in High zurück. Das ist durchaus sinnvoll, einerseits, damit die LED nicht überhitzt, andererseits, damit der Leuchtspaß nicht schon nach wenigen Minuten zuende ist. Denn wie lange die Lampe mit einem solch kleinen Akku mit geringer Kapazität leuchtet, kann sich jeder selbst ausrechnen. Ich kann es nicht, da ich furchtbar schlecht in Mathe bin und zudem die entsprechende Formel nicht kenne. Aber ich würde es auch gar nicht wollen, denn es wäre sehr, sehr kurz…

Rofis R 1 015
Der mitgelieferte Akku.


Laufzeitdiagramm:
Rofis R 1 016

Beim Einschalten wurden 5.620 Lux gemessen, anschließend regelte die Lampe herunter und war nach 30 Sekunden bei 1.630 Lux angelangt. Laut Hersteller soll dieser Wert 65 Minuten lang gehalten werden.
65 Minuten wurden nicht ganz erreicht, aber fast – nach 62 Minuten schaltete die Lampe auf 310 Lux herunter, und da der Akku nagelneu war und noch nicht seine maximale Kapazität erreicht hatte, dürften die fehlenden Minütchen noch locker drin sein. Die Herstellerangaben sind also durchaus realistisch.
Nach 90 Minuten habe ich den Akku entnommen und eine Leerlaufspannung von 3,43 Volt gemessen. Nach dem Wiedereinsetzen in die Lampe ließ sich diese zwar noch auf 1.640 Lux hochschalten, war aber innerhalb einer halben Sekunde wieder bei 310 Lux angelangt – Ende des Tests.
Wie lange die Lampe noch mit 310 Lux läuft, ob sie irgendwann abschaltet oder vorher die Schutzschaltung des Akkus greift, hat mich nicht wirklich interessiert. Fakt ist, dass die Lampe zu einem sinnvollen Zeitpunkt herunterregelt und in dieser dunklen Stufe immer noch eine ganze Weile läuft, ohne den Akku in einen kritischen Bereich zu treiben. Wer meint, die Lampe nun dennoch weiter betreiben zu müssen oder hochzuschalten, ist vermutlich mit einer Gummipuppe besser bedient. Denn da braucht selbst das günstigste Modell keine Akkus und wehrt sich gegen gar nichts.

Fazit:
Ich kann mich an keine Lampe erinnern, die bei meinen Tests näher an den Herstellerangaben war als die R 1. Die Lampe ist klasse geregelt, und bei der Laufzeitangabe wurde nicht geschummelt. Danke, Rofis!

Resümee:
Mit der R 1 hat Rofis ein solides, gut verarbeitetes und vor allem extrem vielseitiges Lämpchen abgeliefert. Ob als Handlampe, Ansteck/Arbeitslampe mit abgeknicktem Kopf oder als Stirnlampe – die R 1 macht überall eine gute Figur.
Die Regelung ist astrein, wobei die maximale Leistung allerdings nur direkt beim Einschalten zur Verfügung steht, da die Lampe innerhalb von 30 Sekunden auf ein Drittel dieser Leistung herunterregelt. Wer kurzfristig viel Licht braucht, kann die Lampe natürlich zwischendurch immer mal wieder hochschalten, sollte das aber nicht zu allzuoft machen, denn lange Laufzeiten sind bei der R 1 in der hellsten Stufe nicht drin, was aber in der Natur der Sache liegt. Ein Akku mit 700 mAh kann halt keine komplette Nachtwanderung durchhalten. Einen Ersatzakku sollte man also immer parat haben, wenn man die Lampe nicht ausschließlich in Low und Mid nutzt.
Erhältlich ist die Rofis R 1 beim Taschenlampen-Papst zu einem Preis von 69,95 Euro, der für dieses solide Komplettpaket, bei dem nichts dazugekauft werden muss, absolut in Ordnung geht. Zur Verfügung gestellt wurde der Testkandidat freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst.

Rofis R 1 017
Nix „Fang den Hut“ – fang die Lampe! Alle Hütchen lieben die Rofis R 1.


Wie leuchtet sie denn?

Das Lichtbild besteht größtenteils aus dem Spot mit wenig Streulicht drumherum. Für ihre Größe schafft die Lampe eine ordentliche Reichweite und leuchtet auch den Nahbereich recht gleichmäßig aus.

Rofis R 1 018
Bei Tageslicht ohne Lampe

 

Rofis R 1 019
Kontroll-Shot

 

Rofis R 1 020
Rofis R 1 Moonlight

 

Rofis R 1 021
Rofis R 1 Low

 

Rofis R 1 022
Rofis R 1 Mid

 

Rofis R 1 023
Rofis R 1 High

 

Rofis R 1 024
Rofis R 1 Turbo

 

nach oben

3. Januar 2018

Olight M2R Warrior

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 18:26

Olight M2R Warrior 001
Die M2R Warrior von Olight kommt per Direktzugriff mit ganz hell, ganz dunkel, Momentlicht, Strobe und anderem Zeugs daher. Das liest sich gut, aber ist es das auch?


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Pappverpackung sind neben der Lampe ein Akku zum Betrieb, ein Ladekabel, ein Holster, ein Lanyard, ein Trageclip und eine Bedienungsanleitung in gefühlten 46.000 Sprachen enthalten.

Olight M2R Warrior 002
Verpackung…

Olight M2R Warrior 003
… und Inhalt.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 130 mm
Reflektoröffnung: 20,5 mm
Durchmesser Kopf: 25,5 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 96 g
Gewicht mit Akku: 146 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit Trageclip.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1x LiIon 18650.

Olight M2R Warrior 004
Der Bezelring im typischen Olight-Blau präsentiert sich neckisch gezackt, ohne dabei allzu scharfkantig zu sein.

 

Olight M2R Warrior 005
Das Gewinde zur Tailcap wurde werksseitig bereits ausreichend gefettet.

 

Olight M2R Warrior 006
Innenansicht Tailcap.

 

Olight M2R Warrior 007
Schlitze in der Tailcap zur Lanyardbefestigung.

 

Olight M2R Warrior 008
Der Trageclip hält bombenfest.

 

Olight M2R Warrior 009
Im Füßchen befindet sich ein starker Magnet. Wer zu Hause Platzprobleme bei der Lampenaufbewahrung hat, kann die M2R Warrior bequem am Türscharnier aufhängen oder den Magneten alternativ für sinnvollere Einsatzmöglichkeiten nutzen.

 

Olight M2R Warrior 010
Zum Lieferumfang zählt auch ein Holster.

 

Olight M2R Warrior 011
Dieses Holster bietet zwei Befestigungsvariationen. Die innere Schlaufe kann während des Einführens eines Gürtels in die Hosenschlaufen einer Hose in den Gürtel eingeführt werden. Wer den Gürtel bereits in die Hosenschlaufen der Hose eingeführt hat und keinen Bock hat, ihn wieder aus selbigen auszuführen, darf sich über den Druckknopf freuen, mit dem es möglich ist, das Holster nachträglich am Gürtel zu befestigen, ohne ihn den Hosenschlaufen der Hose entnehmen zu müssen.

 

Olight M2R Warrior 012
Und nun kommt der Clou: Sogar die Lampe passt rein.

 

Leuchteinheit:
Ein OP-Reflektor aus Aluminium sorgt für eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Lichts, das eine Cree-XHP35-LED liefert.

Olight M2R Warrior 013
Frontansicht.


Bedienung:
Es gibt zwei Möglichkeiten, die M2R Warrior zu bedienen. Möglichkeit 1 ist der Seitenschalter. Mit ihm schaltet die Lampe von Werk aus in der Stufe Low ein, die mit 15 Lumen und einer Laufzeit von 70 Stunden angegeben ist. Durch Gedrückthalten des Schalters gelangt man nacheinander in die Stufen Med 2 (60 Lumen/20 Stunden), Med 1 (250 Lumen/6 Stunden, 15 Minuten) und High (700 Lumen/2 Stunden). Die Lampe merkt sich die zuletzt aktivierte Leuchtstufe und schaltet in dieser beim nächsten Einschalten wieder ein. Selbstverständlich hat Olight der Lampe auch einen Turbo-Modus mit auf den Weg gegeben. Dazu später mehr.
Einen Moonlight-Modus gibt es auch. In ihn gelangt man, indem man den Seitenschalter beim Einschalten gedrückt hält. Der Moonlight-Modus wird ebenfalls memorisiert und beim nächsten Einschalten aktiviert; allerdings ist er nicht in den Schaltzyklus Low-Med 2-Med 1-High integriert. Was im Klartext bedeutet: Wenn man die Lampe in Moonlight ausschaltet, schaltet sie zwar in Moonlight wieder ein, aber sobald man sie hochschaltet, steht Moonlight erst wieder nach erneutem Gedrückthalten des Seitenschalters bei ausgeschalteter Lampe zur Verfügung.
Einen Lockout gegen unbeabsichtigtes Einschalten gibt es ebenfalls. Man erreicht ihn, indem man den Seitenschalter etwa zwei Sekunden gedrückt hält. Nun kann man die Lampe nicht mehr einschalten. Die M2R Warrior gibt darüber sogar Auskunft – in Form einer roten LED im Schalter, wenn man versucht, die Lampe einzuschalten. Das Entsperren funktioniert auf dieselbe Weise: Schalter etwa zwei Sekunden gedrückt halten, und schon stehen alle Funktionen wieder zur Verfügung. Ausgeschaltet wird die Lampe durch einen kurzen Klick.
Auch der Turbo-Modus kann mit dem Seitenschalter erreicht werden, indem man den Schalter doppelklickt (Lampe geht in High an) und anschließend einen weiteren Doppelklick für Turbo ausführt.

Olight M2R Warrior 014
Der Seitenschalter ist die Hauptschaltzentrale der M2R Warrior.

 

Die zweite Möglichkeit, die Lampe zu bedienen, ist der Heckschalter, der in zwei Modi programmiert werden kann, die von Olight mit „Standard“ und „Erweitert“ bezeichnet werden.
Wenn man den Heckschalter im Modus „Erweitert“, der werksseitig eingestellt ist, leicht andrückt, steht die maximale Leistung (Turbo, angegeben mit 1.500 Lumen) als Momentlicht für die Dauer des Andrückens zur Verfügung; drückt man den Schalter ganz durch, strobt die Lampe, solange man den Schalter gedrückt hält. Alternativ kann man das Geblinke, das bei den Amis sehr beliebt ist, das aber sonst keine Sau braucht, auch abschalten, indem man den Heckschalter durchdrückt, gedrückt hält und dann kurz den Seitenschalter drückt. Dann ist die Lampe im „Standard“-Modus. Diese Prozedur hat zur Folge, dass die Lampe beim Andrücken des Heckschalters weiterhin Momentlicht im Turbo liefert und beim Durchdrücken Dauerlicht im Turbo.
Eine weitere Möglichkeit, zwischen den beiden Modi zu wechseln, besteht darin, bei eingeschalteter Lampe den Seitenschalter gedrückt zu halten und die Lampe dreimal durch die Schaltzyklen laufen zu lassen. Anschließend schaltet die Lampe zwischen „Standard“ und „Erweitert“ hin und her. Beim gewünschten Modus lässt man den Schalter los, und der Modus ist eingestellt.
Leider hat Olight den Turbo im „Standard“-Modus kastriert; dort liefert er keine 1.500, sondern lediglich 1.000 Lumen. Was sich Olight dabei gedacht hat, wird wohl für immer ein Geheimnis des Herstellers bleiben.
Und es gibt noch einen Nachteil bei der Heckschalter-Bedienung: Wenn man bei eingeschalteter Lampe den Heckschalter betätigt – unabhängig davon, ob sich die Lampe im erweiterten oder im Standard-Modus befindet – schaltet sie beim Loslassen des Heckschalters nicht in den zuletzt aktivierten Modus zurück, sondern grundsätzlich komplett aus. Zum Wiedereinschalten muss anschließend erneut der Seitenschalter gedrückt werden.

Olight M2R Warrior 015
Mit dem Heckschalter ist der Direktzugriff auf Turbo möglich. Leider schaltet er die Lampe nach seiner Benutzung immer komplett aus, anstatt in die zuletzt genutzte Leuchtstufe zurückzuschalten.


Stromversorgung:
Im Lieferumfang ist ein hochstromfähiger 18650-Akku mit einer angegebenen Kapazität von 3.500 mAh enthalten, der mit einem Magnetladekabel geladen werden kann, das ebenfalls zum Lieferumfang zählt.

Olight M2R Warrior 016
Der Akku wird „verkehrtherum“ – also mit dem Pluspol zur Tailcap – eingesetzt.

 

Olight M2R Warrior 017
Das Magnetladekabel wird einfach aufs Lampenende aufgesetzt. Der Akku kann dann via USB-Anschluss am Computer, Laptop oder an anderen Quellen aufgeladen werden.

 

Olight M2R Warrior 018
Während des Ladevorgangs leuchtet eine rote LED. Nachdem der Ladevorgang abgeschlossen ist, wechselt die Farbe auf grün.


Laufzeittest:
Beim Test wurde die Lampe mit dem Akku gefüttert, der im Lieferumfang enthalten war. Die Lampe wurde in der höchsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Olight M2R Warrior 019

Fazit:
Die M2R Warrior ist grundsätzlich so programmiert und geregelt wie vom Hersteller versprochen. Innerhalb der ersten dreieinhalb Minuten (von Olight sind drei Minuten angegeben) regelt sie sanft herunter und läuft bei konstanter Lichtleistung über einen längeren Zeitraum durch. Im Test waren es etwas mehr als 85 Minuten, was doch ein wenig von den 120 Minuten abweicht, die Olight angibt.
Nach 84 Minuten leuchtete die LED im Schalter rot, zwei Minuten später ging die LED aus, und die Lampe schaltete auf 2.100 Lux herunter. Nach 98 Minuten leuchtete die LED erneut rot und blieb an; nach 106 Minuten regelte die Lampe auf 700 Lux herunter. Ein weiteres Herunterregeln auf 100 Lux erfolgte nach 140 Minuten. Dieser Wert wurde konstant bis zur Abschaltung nach 249 Minuten gehalten. Allerdings war nicht die Lampe für die Abschaltung verantwortlich, sondern der Akku, der in die Schutzschaltung gegangen war.

Ich habe noch ein zweites Diagramm erstellt, das beim Herunterregeln auf 100 Lux endet. So ist es etwas übersichtlicher, zumal so wenig Licht kein Mensch braucht.

Olight M2R Warrior 020

Fazit vom Fazit:
Mit der Laufzeitangabe hat Olight übertrieben, denn die Lampe bleibt deutlich unter der herstellerseitig angegebenen Laufzeit. Eine Abschaltung seitens der Lampe gibt es nicht. Allerdings zeigt sie deutlich und frühzeitig an, wann es an der Zeit ist, den Akku zu wechseln. Bereits die erste Warnung erfolgt zu einem sinnvollen Zeitpunkt. Vergleichbar ist das in etwa mit der Ölkontrolleuchte beim Auto. Wenn sie leuchtet, ist Öl-Nachfüllen angesagt. Wer ohne Nachfüllen weiterfährt, hat die Arschkarte gezogen, und die Karre verreckt.
Besser hat es auch der sorglose Taschenlampen-Freund nicht verdient. Wer die Warnung nicht ernst nimmt, wird irgendwann mit Tiefentladung bestraft – bestenfalls durch die Schutzschaltung des Akkus, schlimmstenfalls mit Tiefentladung eines ungeschützten Akkus, den man in der Regel anschließend direkt wegschmeißen kann.

Olight M2R Warrior 021
Bei schwachem Akku signalisiert eine rote LED im Seitenschalter, dass der Akku bald gewechselt werden sollte. Diese Warnung sollte man ernst nehmen, denn eine Abschaltung seitens der Lampe gibt es nicht.


Beam:
Die Leuchtcharakteristik der M2R Warrior zu beschreiben, fällt mir schwer, denn sie ist recht ungewöhnlich. Der Hotspot macht einen Großteil des Lichts aus, das vorne aus der Lampe rauskommt. Auf kurze Distanzen setzt er sich deutlich, aber weich vom Sidespill ab. Bereits ab wenigen Metern Entfernung ist das Lichtbild homogen und wird immer homogener, je weiter man leuchtet.

Resümee:
Mit der M2R Warrior hat Olight eine Lampe abgeliefert, die einfach zu bedienen ist, wenn man sich ein wenig mit ihr beschäftigt. Dann wird die Bedienung schnell intuitiv und eröffnet viele Möglichkeiten.
Die Verarbeitung lässt nicht zu wünschen übrig, und das Komplettpaket bedarf keiner Zukäufe von Akku oder Ladegerät. Mit dem Magnetladekabel kann der Akku geladen werden, ohne ihn aus der Lampe zu entnehmen. Da es sich dabei um einen Standard-Akku und nicht um einen Spezialakku handelt, kann man ihn alternativ auch aus der Lampe entnehmen und in einem separaten Ladegerät laden. Somit altert die Lampe nicht mit dem Akku, was die beste aller Möglichkeiten der Umsetzung eines Komplettpakets ist.
Was mir unverständlich ist: warum man der Lampe im „Standard“-Modus bei der Bedienung mittels Heckschalter 500 Lumen geklaut hat. Die Heckschalter-Bedienung stellt grundsätzlich eine gute Zusatz-Option dar; dass die Lampe nach dem Loslassen des Schalters komplett abschaltet, anstatt in den zuletzt eingestellten Modus zurückzukehren, ist mir allerdings ebenfalls unverständlich.
Eine Abschaltung seitens der Lampe gibt es nicht, lediglich eine frühzeitige Warnung in Form einer leuchtenden LED im Seitenschalter, die man unbedingt ernst nehmen sollte.
Zu einem Preis von 99,95 Euro im Olight-Storeund im Olight Amazon-Store bekommt man ein solides Paket, wobei die Lampe selbst für mein Dafürhalten allerdings nicht bis ins letzte Detail durchdacht worden ist. Das Testmuster wurde freundlicherweise von Olight zur Verfügung gestellt.

Olight M2R Warrior 022
Der Stinkefinger-Buddha zeigt die M2R Warrior in ihrer ganzen Pracht.


Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Olight M2R Warrior 023
Teststrecke bei Tageslicht

 

Olight M2R Warrior 024
Kontroll-Shot

 

Olight M2R Warrior 025
Olight M2R Warrior Moonlight-Modus
Zum Kontroll-Shot sieht man keinen Unterschied, was auch doof wäre, denn ansonsten würde der Moonlight-Modus seines Sinnes entbehren.

 

Olight M2R Warrior 026
Olight M2R Warrior Low

 

Olight M2R Warrior 027
Olight M2R Warrior Med 2

 

Olight M2R Warrior 028
Olight M2R Warrior Med 1

 

Olight M2R Warrior 029
Olight M2R Warrior High

 

Olight M2R Warrior 030
Olight M2R Warrior Turbo (1.000 Lumen)

 

Olight M2R Warrior 031
Olight M2R Warrior Turbo (1.500 Lumen)

 

nach oben

 

14. Dezember 2017

Wuben T102 Prometheus

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 20:42

Wuben T102 Prometheus 001
Die Wuben T102 trägt den Beinamen „Prometheus“. Bemüht man dazu ein großes Online-Lexikon, erfährt man, dass der Name „Vordenker“ bedeutet. Darüberhinaus erfährt man, dass Prometheus ein listiger Betrüger war. Ist die Lampe nun ihrer Zeit voraus oder schummelt sie sich lediglich über die Runden?


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Köfferchen finden sich neben der Lampe ein Akku zum Betrieb, ein Netzteil, Steckdosenadapter für den amerikanischen und deutschen Markt, ein Ladekabel, ein Lanyard, zwei Ersatz-O-Ringe sowie eine Bedienungsanleitung in englischer und chinesischer Sprache.

Wuben T102 Prometheus 002
In diesem Köfferchen wird Prometheus ausgeliefert.

 

Wuben T102 Prometheus 003
Und das ist alles drin im Köfferchen.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 191 mm
Gewicht: 322 g
Gewicht mit Akku: 419 g
LED: Cree XHP70
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1x 26650 LiIon.

 

Wuben T102 Prometheus 004
Das Gewinde läuft sauber und nahezu spielfrei.

 

Wuben T102 Prometheus 005
Die Tailcap.

 

Wuben T102 Prometheus 006
Tailcap von innen.

 

Wuben T102 Prometheus 007
Möglichkeit zur Lanyardbefestigung.

 

Leuchteinheit:
Eine XHP70-LED von Cree werkelt in einem SMO-Reflektor.

Wuben T102 Prometheus 008
Blick in den Rachen von Prometheus.


Bedienung:
Die komplette Bedienung erfolgt über einen Schalter/Taster, der seitlich unterhalb des Lampenkopfs angebracht ist. Durch Gedrückthalten des Schalters wird die Lampe eingeschaltet. Ein einfacher Klick schaltet anschließend durch die Leuchtstufen, über deren vier Prometheus verfügt: Turbo (angegeben mit 3.200 Lumen für 1,5 Stunden), High (angegeben mit 788 Lumen für 3,8 Stunden), Med (angegeben mit 212 Lumen für 14,5 Stunden) und Low (angegeben mit 13 Lumen für 240 Stunden). Ein erneuter langer Druck des Schalters schaltet die Lampe aus.
Mittels eines Doppelklicks (unabhängig davon, ob die Lampe ein- oder ausgeschaltet ist, gelangt man in den Strobe-Modus. Nach einem weiteren Doppelklick morst die Lampe SOS; nach einem Einfachklick wechselt sie in die zuletzt angewählte Leuchtstufe zurück (wenn der Stobe-Modus bei ausgeschalteter Lampe aktiviert wurde, schaltet der Einfachklick die Lampe aus).
Prometheus verfügt über Memory und schaltet immer in der Stufe wieder ein, die vor dem letzten Ausschalten aktiviert war. Ausgenommen davon sind die Blinkmodi, die nicht gespeichert werden können. Und das ist auch gut so.

Wuben T102 Prometheus 009
Die komplette Bedienung erfolgt über einen Seitenschalter.


Ist Prometheus eigentlich noch ganz dicht?
Grundsätzlich bin ich kein Freund von Lampen, die via USB geladen werden können, da der Ladeport lediglich durch einen Gummiverschluss abgedeckt wird und somit prädestiniert fürs potenzielle Eindringen von Wasser ist. Die T102 blieb beim Waschbeckentest standhaft gegen jegliches Wasser – ein Punkt für Wuben.

Laden des Akkus:
Der Akku mit einer angegebenen Kapazität von 5.000 mAh kann mit dem im Lieferumfang enthaltenen USB-C-Ladekabel geladen werden, ohne dass er der Lampe entnommen werden muss. Der Ladevorgang kann wahlweise über PC, Laptop oder Powerbank erfolgen oder über das Netzteil. Während des Ladevorgangs leuchtet eine rote LED im Schalter. Ist der Akku komplett geladen, wechselt die Farbe zu blau.

Wuben T102 Prometheus 010
Ein Akkumulator mit einer angegebenen Kapazität von 5.000 mAh zählt zum Lieferunfang.

 

Wuben T102 Prometheus 011
Der Akku kann über einen USB-C-Anschluss an Computer, Laptop, Powerbank…

Wuben T102 Prometheus 012
… oder mit einem Netzteil geladen werden, das ebenfalls zum Lieferumfang zählt.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Beim Test wurde die Lampe in der hellsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt. Als Stromversorger kam der mitgelieferte 26650-Akku zum Einsatz.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 53.200 Lux
nach 10 Minuten: 30.000 Lux
nach 20 Minuten: 29.600 Lux
nach 30 Minuten: 24.000 Lux
nach 40 Minuten: 23.700 Lux
nach 50 Minuten: 23.300 Lux
nach 60 Minuten: 22.900 Lux
nach 70 Minuten: 22.500 Lux
nach 80 Minuten: 22.100 Lux
nach 89 Minuten: –

Innerhalb weniger Sekunden fiel der Maximalwert nach dem Einschalten drastisch ab. Nach fünf Minuten hatte sich der Wert dann eingepegelt und blieb mehr als nahezu 25 Minuten relativ konstant. Anschließend regelte die Lampe ein wenig herunter, um die Lichtleistung für eine weitere Stunde, ohne fürs Auge sichtbare Verluste, auf fast konstantem Niveau zu halten.
Nach 47 Minuten erfolgte eine erste Blinkwarnung, nach 57 Minuten eine zweite. Weitere Blinkwarnungen erfolgten dann gleichmäßig im Fünf-Minuten-Turnus. Nach 89 Minuten schaltete die Lampe ab. Die Leerlaufspannung des Akkus betrug zu diesem Zeitpunkt 3,30 Volt.

Im Diagramm sieht das dann so aus:

Wuben T102 Prometheus 013


Fazit:
Insgesamt kann man der Wuben T102 Prometheus eine ordentliche Regelung bescheinigen. Nach einem ersten, drastischen Abfall der Maximalhelligkeit hält die Lampe den Output für mehr als 25 Minuten annähernd auf einem Level und schaltet dann herunter in eine Stufe, die immer noch reichlich Licht bietet und für eine weitere Stunde fast konstant gehalten wird.
Blinkwarnungen, die bereits zu einem frühen Zeitpunkt erfolgen, informieren den Nutzer darüber, dass der Akku aufgeladen werden sollte. Die Abschaltung erfolgt zu einem recht frühen Zeitpunkt – das freut den Akku.

Beam:
Ein kleiner Hotspot setzt sich sauber vom Sidespill ab. Insgesamt wirkt das Lichtbild noch ausgewogen mit allerdings deutlicher Spotbetonung. Die Reichweite ist vom Hersteller mit 454 Metern angegeben. Beim Test wurde dieser Wert zwar erreicht und mit 461 Metern sogar noch leicht übertroffen, allerdings nur für wenige Sekunden, denn die Maximalleitung nimmt rasch ab. Realistisch ist eine Reichweite zwischen 340 und 350 Metern für etwas mehr als 25 Minuten im Dauerbetrieb.

Resümee:
Ein listiger Betrüger ist die Wuben T102 Prometheus sicherlich nicht, denn sie ist ehrlich und direkt mit einem leicht verständlichen UI und dem Direktzugriff auf Strobe, der aus jeder Leuchtstufe und auch bei ausgeschalteter Lampe möglich ist. Denn nur so macht ein Strobe-Modus Sinn. Ein Vordenker ist die Lampe ebenfalls nicht, denn es gibt haufenweise Lampen auf dem Markt, die das gleiche leisten und können wie die T102. Allerdings kann keine Lampe auf dem Markt dem Anspruch, ein Vordenker zu sein, standhalten – dazu müsste man schlicht und einfach zwei LED- und Akkugenerationen weiter sein.
Unterm Strich ist die Wuben T102 Promotheus eine gut verarbeitete und durchdachte Lampe mit einer langen Laufzeit. Das Gesamtpaket benötigt keine Zusatzkäufe von Akku oder Ladegerät, da alle Komponenten zum Betrieb der Lampe und zum Laden des Akkus bereits im Lieferumfang enthalten sind. Der Akku kann entnommen und ausgetauscht werden, wenn er aufgrund seiner natürlichen Alterung keine sinnvolle Kapazität mehr hat (oder aufgrund zu vieler Ladezyklen, was in der Praxis allerdings nie der Fall sein dürfte). Von daher geht auch der Preis von 119,95 Euro, zu dem die Lampe bei Obramo angeboten wird, in Ordnung.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Wuben T102 Prometheus 014
Wuben T102 Prometheus

 

Wuben T102 Prometheus 015
Olight SR Mini II

 

Wuben T102 Prometheus 016
Manker MK34

 

Wuben T102 Prometheus 017
Lupine Betty TL2 S

 

nach oben

24. November 2017

Kurztest Fenix TK41 C

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 20:07

Fenix TK41C 001
Die TK41 C von Fenix kann weiß, rot und blau leuchten. Macht sie das auch gut?


Verpackung/Lieferumfang:
In der Verpackung sind die Lampe, ein Holster, ein Lanyard, ein Ersatz-O-Ring und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

Fenix TK41C 002
Der Lieferumfang im Bild.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 197 mm
Gewicht: 280 g
Gewicht mit Batterien: 475 g
LED: Cree XM-L2 U2
Farb-LEDs: Philips Luxeon Z
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: IPX-8 (laut Hersteller).
Stromversorgung: 8x AA (Akkus oder Batterien).

Fenix TK41C 003
Frontansicht.

 

Fenix TK41C 004
Das Batteriemagazin.


Bedienung:
Die TK41C wird über zwei Schalter bedient. Mit dem rechten Schalter wird die Weißlicht-LED angewählt, mit dem linken werden die Farb- LEDs in rot und blau angewählt. Gedrückthalten eines der beiden Schalter schaltet die Lampe ein. Im Weißlicht-Modus stehen die Leuchtstufen Dunkel (15 Lumen), Mittel (100 Lumen), Hell (350 Lumen) und Turbo (1000 Lumen) zur Verfügung, die nacheinander durch Antippen des Schalters aktiviert werden. Die Lampe verfügt über Memory und schaltet in der Leuchtstufe wieder ein, in der sie ausgeschaltet wurde. Wenn der Schalter länger gedrückt gehalten wird, wird Strobe aktiviert. Im Farb-Modus startet die Lampe immer mit Rotlicht. Durch Drücken des Schalters folgen blau, rot blinkend und rot/blau blinkend. Zwischen weißem und farbigem Licht wird durch Drücken auf den jeweils anderen Schalter gewechselt.
Darüber hinaus verfügt die Lampe über eine grobe Kapazitätsanzeige sowie einen Lock-out, um die Lampe gegen versehentliches Einschalten zu sichern.

 

Wie leuchtet sie denn?

Fenix TK41C 005
Naturwiese bei Tageslicht

 

Fenix TK41C 006
Naturwiese mit der TK 41 ausgeleuchtet.


Resümee:
Die TK41C ist eine vielseitig einsetzbare Lampe mit ordentlicher Reichweite, die mit AA-Akkus oder handelsüblichen AA-Batterien betrieben werden kann. Der Wechsel zwischen der weißen und den farbigen LEDs ist im laufenden Betrieb mit nur einem Klick möglich. Der Direktzugriff auf Strobe kann sowohl bei ein- wie auch bei ausgeschalteter Lampe erfolgen. Über die grobe Restkapazität der Stromversorger informiert eine Kapazitätsanzeige.
Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 99,90 Euro beim Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.fenixlight.com

 

nach oben

27. Oktober 2017

Olight X7 Marauder

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 22:06

Olight X7 Marauder 001
„Marauder“ kann mit „Plünderer“ oder „Räuber“ übersetzt werden. Wenn man die Olight X7 mit ebendiesem Beinamen in den beiden hellsten Stufen betreibt, wird überall dort geplündert und geräubert, wo es dunkel ist – und zwar richtig. Aber stimmen auch Qualität, Bedienkonzept und andere Faktoren?

 

Um diese Frage zu beantworten, habe ich einen Gastdozenten zu Rate gezogen, der in einem Sumpf lebt. Da es an seinem Wohnort meist extrem dunkel ist, kann viel Licht dort nicht schaden.

Olight X7 Marauder 002
Da kommt er. Wer könnte es sein?

Olight X7 Marauder 003
Kommt euch der Typ auch bekannt vor?

Olight X7 Marauder 004
Na klar, es ist Shrek, der tollkühne Held. Freundlicherweise hat er sich dazu bereit erklärt, den Test der X7 auf dieser fabulösen Seite durchzuführen. Zum Glück hat Shrek den nervigen Esel nicht mitgebracht, denn der hätte garantiert den ganzen Test zerquatscht.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer stabilen Verpackung mit Magnetverschluss sind die Lampe, ein Holster und eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen enthalten. Ferner finden sich dort auch noch eine Werbebroschüre und ein Olight-Aufkleber.

Olight X7 Marauder 005
Oger und Verpackung.

 

Olight X7 Marauder 006
Das Zubehör ist recht spartanisch ausgefallen. Zum Lieferunfang zählt lediglich ein Holster. Die Bedienungsanleitung ist ebenfalls auf dem Bild zu sehen, Werbebroschüre und Aufkleber schenken wir uns an dieser Stelle.

 

Olight X7 Marauder 007
Kaum ist die Lampe ausgepackt, hat Shrek sich offenbar auch schon in sie verliebt.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 128 mm
Reflektoröffnung: 57 mm
Durchmesser Kopf: 68 mm
Durchmesser Tail: 52 mm
Gewicht: 460 g
Gewicht mit Akkus: 654 g
Anodisierung: HA-III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: nein.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 4x 18650 LiIon.

Olight X7 Marauder 008
Der blaue Bezelring ist hübsch anzusehen und steht der Lampe gut.

 

Olight X7 Marauder 009
Lampenpopo mit Tailcap.

 

Olight X7 Marauder 010
Riecht nach nix, ist aber von Werk aus bereits ausreichend gefettet: das Gewinde zur Tailcap, das butterweich und spielfrei läuft.

 

Olight X7 Marauder 011
Innenansicht Tailcap.

 

Olight X7 Marauder 012
Lampe im Holster.


Leuchteinheit:

Verbaut wurden drei XHP70-LEDs von Cree, von denen jede in einem eigenen OP-Reflektor sitzt.

Olight X7 Marauder 013
Olight hat dem Räuber drei LEDs vom Typ XHP70 spendiert.


Bedienung:

Ein-, aus- und durchgeschaltet wird die X7 mit einem Seitenschalter (Taster). Durch einen kurzen Druck auf diesen Taster schaltet die Lampe ein. Werksseitig macht sie das in der Low-Stufe, die von Olight mit 300 Lumen angegeben ist. Hält man den Schalter gedrückt, gelangt man in die Stufen Medium (1000 Lumen) und High (3000 Lumen).
Ein Doppelklick, egal aus welcher Stufe heraus, aktiviert den Turbo, der mit 5500 Lumen angegeben ist. Ein weiterer Doppelklick, und man gelangt in den Turbo S mit 9000 Lumen. Wenn man weiter doppelklickt, wechselt die Lampe zwischen den beiden Turbo-Stufen hin und her, hält man ihn gedrückt, gelangt man immer in die Low-Stufe.

Olight X7 Marauder 014
Die komplette Bedienung erfolgt über den Seitenschalter.

Wird die Lampe in einer der drei regulären Leuchtstufen ausgeschaltet, schaltet sie in der Stufe wieder ein, die vor dem letzten Ausschalten aktiviert war. Wird sie aus einer der beiden Turbo-Stufen ausgeschaltet, schaltet sie auf High wieder ein.
Ein nettes Feature ist der Moonlight-Mode, den Olight der Lampe spendiert hat. Erreicht wird er, indem der Schalter beim Einschalten gedrückt gehalten wird. In diesem Fall leuchtet die X7 mit gerade mal drei Lümchen – sehr praktisch für den nächtlichen Gang zum Klo, oder wenn man mit einem dicken Brummer wie dieser Lampe in anderen Situationen mal wirklich wenig Licht benötigt, ohne eine weitere Lampe mitschleppen zu müssen, weil die X7 ohne Moonlight dafür bereits in der dunkelsten Stufe viel zu hell wäre. Danke, Olight!

Olight X7 Marauder 015
Im Moonlight-Modus kann man sogar in die Lampe hineinschauen. Einen solchen Modus sucht man bei Olight-Lampen leider oft vergebens.

Stroben kann die Lampe auch, und das sogar so, wie es sich gehört – per Direktzugriff. Dazu muss man einen Dreifachklick ausführen. Wer nicht bis drei zählen kann oder Angst hat, beim Zählen in Panik zu geraten, darf auch öfter als dreimal auf den Taster tippen – die X7 schaltet immer zuverlässig in den Strobe-Modus, der durchs selbe Prozedere auch bei eingeschalteter Lampe aktiviert werden kann, was die sinnvollste und beste Art, in einen Strobe-Modus zu gelangen ist, die ich bisher bei einer Lampe gesehen habe.
Auch ein Lockout gegen unbeabsichtigtes Einschalten wurde nicht vergessen. Wie wir erfahren haben, schaltet die Lampe im Moonlight-Modus ein, wenn wir den Schalter gedrückt halten. Halten wir den Schalter noch länger gedrückt, wird der Lockout aktiviert, und wir können den Räuber nicht mehr einschalten. Das Entsperren erfolgt auf dieselbe Weise: Einfach den Schalter solange gedrückt halten, bis die Lampe im Moonlight-Modus wieder einschaltet – schon kann sie wieder bedient werden, wie zuvor beschrieben.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Im Test wurde die Lampe mit vier Olight-Akkus vom Typ ORB-186S35 mit einer Kapazität von 3500 mAh betrieben. Die Kapazität ist zunächst mal unbedeutend und lediglich für die Laufzeit entscheidend. Wichtig ist vor allem, dass es sich bei diesen Akkus um hochstromfähige Zellen handelt. Denn die X7 zieht in den beiden Turbo-Modi richtig viel Strom. Mit Zellen, die nicht in der Lage sind, diesen hohen Strom dauerhaft zu liefern, werden die beiden Turbo-Modi (vor allem der Turbo S) entweder gar nicht oder nur für sehr kurze Zeit erreicht.

Olight X7 Marauder 016
Beim Test kamen vier Olight-Akkus des Typs ORB-186S35 zum Einsatz.

Zum Schutz der LEDs aufgrund der beträchtlichen Hitzeentwicklung in den beiden Turbo-Modi regelt die Lampe herunter. Dieses Herunterregeln erfolgt über eine Temperatursteuerung, was durch zwei Tests festgestellt werden konnte: Beim ersten Test wurde die Lampe in ein Waschbecken mit kaltem Wasser gelegt und im Turbo-S-Modus eingeschaltet. Nach vier Minuten war weder fürs Auge, noch fürs Luxmeter ein Helligkeitsverlust festzustellen. Beim zweiten Test wurde die Lampe bei einer Umgebungstemperatur von 14 Grad Celsius in der Hand gehalten (Blutkühlung) und ebenfalls in Turbo S laufengelassen. Nach zweieinhalb Minuten regelte die Lampe dezent, aber auch fürs Auge sichtbar, langsam herunter.

Olight X7 Marauder 017
Der Waschbecken-Test stellte unter Beweis, dass die Lampe über eine temperaturgesteuerte Regelung verfügt.

Laut Hersteller soll die X7 im Turbo-S-Modus mit 9.000 Lumen zweieinhalb Minuten konstant leuchten, anschließend auf 1.800 Lumen zurückschalten und diese Leistung für 200 Minuten konstant halten.
Beim Test wurde die Lampe auf einem Stativ montiert und durch einen Ventilator gekühlt. Obwohl die X7 kein Thrower ist, erfolgte die Messung aufgrund der schieren Leistung der Lampe sicherheitshalber auf eine Entfernung von zwei Metern. Die ermittelten Werte wichen allerdings von einer Vergleichsmessung auf einen Meter nur geringfügig ab.

Olight X7 Marauder 018
Auf eine solche Lampenbefestigung kann nur ein Oger kommen – hat aber funktioniert.


Laufzeitmessung:

Beim Einschalten: 27200 Lux
nach 5 Minuten: 24800 Lux
nach 10 Minuten: 13600 Lux
nach 15 Minuten: 14000 Lux
nach 20 Minuten: 14000 Lux
nach 25 Minuten: 14000 Lux
nach 30 Minuten: 14000 Lux
nach 35 Minuten: 14000 Lux
nach 40 Minuten: 14000 Lux
nach 45 Minuten: 14000 Lux
nach 50 Minuten: 14000 Lux
nach 55 Minuten: 8000 Lux
nach 60 Minuten: 8400 Lux
nach 65 Minuten: 8400 Lux
nach 70 Minuten: 8400 Lux
nach 75 Minuten: 8400 Lux

Innerhalb der ersten fünf Minuten war lediglich ein geringfügiges Abfallen der Maximalleistung messbar. Nach 5,55 Minuten begann die Lampe, langsam bis auf 13.200 Lux herunterzuregeln. Ein weiteres Herunterregeln erfolgte nach 52 Minuten.
In Minute 64 begann die Status-LED (die sich 45 Grad links neben dem Schalte befindet und die der vergessliche Shrek leider vergessen hat, für diesen Test zu fotografieren), rot zu blinken, nach 72 Minuten leuchtete sie rot. Vier Minuten später schaltete die Lampe ab. Die Akkus wurden unmittelbar danach mit Leerlaufspannungen zwischen 3,05 und 3,07 Volt gemessen.

Im Diagramm sieht das dann so aus:
Olight X7 Marauder 019


Fazit:

Die X7 Marauder ist exzellent geregelt. Laut Hersteller schaltet sie nach zweieinhalb Minuten herunter. Beim Test war das, aufgrund der Ventilatorkühlung, erst nach fast sechs Minuten der Fall. Da die Lampe im hellsten Modus extrem an den Akkus nuckelt, erklärt sich dadurch ein Teil der deutlich kürzeren Laufzeit gegenüber den Herstellerangaben.
Bei einer Angabe hat Olight allerdings geflunkert: Die Lampe läuft nach dem ersten Herunterschalten nicht konstant mit gleicher Leistung bis zum Abschalten durch. Um die angegebene Gesamtlaufzeit zu erreichen, erfolgt nach dem ersten Herunterschalten ein zweites Herunterschalten, wenn die Akkus in den Keller gehen, was im Test nach 52 Minuten der Fall war.
Was die angegebene Laufzeit betrifft, hat Olight sicherlich übertrieben, denn die Akkus, mit der die Lampe diese Laufzeit erreichen könnte, müssen erst noch entwickelt werden. Dennoch gehen auch die Testwerte in Ordnung für die Leistung, die die Lampe liefert, denn solange wie im Test wird man die Lampe sicherlich nicht dauerhaft in den hellen Modi betreiben.
Die Abschaltung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Akkus noch nicht in einen kritischen Bereich getrieben werden.

Beam:
Die Lampe ist als Fluter ausgelegt und liefert im Nahbereich einen großen Hotspot mit nur wenig Streulicht. Auf die Entfernung ergibt sich ein homogenes Lichtbild. Die Reichweite ist vom Hersteller mit 313 Metern angegeben. Rechnet man den Lux-Maximalwert im Test in Meter um, kommt man beim Einschalten sogar auf 329 Meter. Nach fünf Minuten Dauerbetrieb wird der angegebene Herstellerwert ziemlich genau erreicht (314 Meter). Danach regelt die Lampe herunter.

Olight X7 Marauder 020
„Scheiben-Beamshot“ der X7 Marauder. Ein wenig verdeckt Shreks Konstruktion die Zahlen beim Abstrahlwinkel. Aber okay – man kann nicht alles haben, und alleine die Tatsache, dass der Esel zu Hause geblieben ist, entschädigt bereits mehr als ausreichend für diesen kleinen faux pas.


Resümee:
Als bekennender Flashaholic habe ich die X7 natürlich bereits öfter in der Hand gehabt und bespielt, bevor dieser Test zustande kam. Die Leistung hat mich zwar beeindruckt, aber vielmehr auch nicht, da es mittlerweile einige dieser hellen Klopper in ähnlicher Größe gibt. Aber ich hatte die Lampe halt nur bespielt, nicht getestet.
Nach dem Test muss ich mein Urteil revidieren. Ich bin absolut begeistert von der X7. Das Bedienkonzept ist intuitiv und durchdacht. Es gibt einen Moonlight-Modus. Der Strobe ist völlig paniksicher. Die Verarbeitung ist klasse. Das Herunterregeln erfolgt nicht tumb durch eine Zeitschaltung, sondern ist von der Umgebungstemperatur abhängig. Die Abschaltung erfolgt zu einem sinnvollen Zeitpunkt, sodass auch ungeschützte Akkus keinen Schaden nehmen, und die Akkus werden gleichmäßig entladen.
Für mein Dafürhalten ist die Olight X7 Marauder eine in allen Punkten gut konzipierte und entsprechend umgesetzte Lampe, die ihren Preis von derzeit 149 $ im Olight-Storeund im Olight Amazon Storeabsolut wert ist. Zum Test zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von Olight.
Nicht außer Acht lassen möchte ich an dieser Stelle natürlich auch die Negativpunkte, die zu dieser Lampe in manchen Reviews proklamiert worden sind. Dazu zählt einerseits der Kritikpunkt, dass die Lampe über keinen Rollschutz verfügt. Dem ist tatsächlich so. Mir stellt sich allerdings die Frage, warum ich eine Lampe hinlegen soll, wenn ich sie genausogut auch hinstellen kann. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass an der Lampe kein Lanyard befestigt werden kann. Wozu auch? Warum sollte sich freiwillig jemand mehr als ein halbes Kilo Lampe ums Handgelenk binden? Das ist sicherlich nicht Sinn und Zweck der X7 Marauder. Insofern hat Olight auch hier, zumindest meiner bescheidenen Meinung nach, keinerlei Fehler gemacht. Alles passt, und mehr als eine „Tragetasche“ in Form des mitgelieferten Holsters braucht die X7 tatsächlich nicht.

Olight X7 Marauder 021
Größenvergleich. Von links: Manker MK34, Lupine Betty TL2S, Olight SR Mini II, Olight X7 Marauder, Fire-Foxes FF4, Surefire 6P, dahinter: glücklicher Shrek.


Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1,5 Sekunden bei Blende 4 und 400 ASA aufgenommen.

Olight X7 Marauder 022
Kontroll-Shot

 

Olight X7 Marauder 023
Olight X7 Marauder Moonlight
Einen Unterschied zum Kontroll-Shot sieht man nicht, da die Belichtungszeit relativ kurz gewählt wurde, damit die Bilder der Lampen in den hellen Stufen nicht überbelichtet werden. Generell wäre eine etwas längere Belichtung angebracht gewesen, denn auch die hellsten Bilder sind noch nicht überstrahlt. Insgesamt wirken die Bilder dunkler, als das menschliche Auge den Vergleich in der Praxis wahrnimmt. Ich persönlich hätte auch länger belichtet, aber Shrek wollte es genau so. Der Vergleich zwischen den einzelnen Lampen wird trotzdem sehr schön herausgestellt.

 

Olight X7 Marauder 024
Olight X7 Marauder Low

 

Olight X7 Marauder 025
Olight X7 Marauder Medium

 

Olight X7 Marauder 026
Olight X7 Marauder High

 

Olight X7 Marauder 027
Olight X7 Marauder Turbo

 

Olight X7 Marauder 028
Olight X7 Marauder Turbo S

 

Olight X7 Marauder 029
Olight SR Mini II

 

Olight X7 Marauder 030
Manker MK 34

 

Olight X7 Marauder 031
Lupine Betty TL2S

 

Olight X7 Marauder 032
Fire-Foxes FF4

 

nach oben

Nächste Seite »

Powered by WordPress MU.