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14. Juni 2013

Fire-Foxes FF4

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 14:47

Fire-Foxes FF4 001
Sie ist günstig. Sie ist gut verarbeitet. Sie ist unglaublich hell. Die Fire-Foxes FF4. Aber wo ist der Haken?


Verpackung/Lieferumfang:
In einem schlichten Pappkarton finden sich die Lampe, eine Bedienungsanleitung, eine Garantiekarte, ein Echtheits-Zertifikat und eine kleine Karte, auf der eine Kurzanleitung, eine Beitrittserklärung zu den Triaden oder ein Rezept für ein besonders schmackhaft zubereitetes Haustier stehen könnte. Verifizieren kann zumindest ich das nicht, da sämtliche Unterlagen ausschließlich in chinesischer Sprache gehalten sind.

Fire-Foxes FF4 002
Auf der Verpackung steht “40W HID Flashlight”. Die 40 Watt stehen dabei für die hellste Dauerbetriebsstufe.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 158 mm
Reflektoröffnung: 59 mm
Durchmesser Kopf: 75 mm
Durchmesser Tail: 51 mm
Gewicht: 523 g
Gewicht mit Akkus: 705 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Löcher in der Teilcap.
wasserdicht: gemäß IPX-7 gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt. Rein theoretisch könnte die Lampe aufgrund der gut laufenden Gewinde und der zweifachen O-Ring- Abdichtung (Gewinde zum Lampenkopf) und der einfachen (Gewinde zur Tailcap) sogar komplett wasserdicht sein, was ich allerdings nicht ausprobiert habe.
Die Gewinde sind von Werk aus nicht gefettet und machen beim Zuschrauben Geräusche, die ich nicht von einer Lampe hören möchte. Mit ein wenig gutem Fett (über das sich übrigens auch die O-Ringe freuen) kann und sollte Abhilfe geschaffen werden. In den ersten Gewindegängen weist die FF4 leichtes Spiel auf, aber zum Ende hin greifen die Gewinde satt und spielfrei.

Fire-Foxes FF4 003
Die großzügig ausgestalteten Kühlrippen hat die FF4 nicht umsonst, denn beim Betrieb wird die Lampe extrem heiß.

 

Fire-Foxes FF4 004
Materialstärke Batterierohr.

 

Fire-Foxes FF4 005
Doppelte-O-Ring-Abdichtung am Gewinde zum Lampenkopf. Werksseitig sind die Gewinde nicht gefesttet, was die Lampe durch Quietsch- und Knarzlaute quittiert. Mit dem guten Nyogel wurde hier Abhilfe geschaffen.

 

Fire-Foxes FF4 006
Minus-Kontakte und Plus-Kontakt im Lampenkopf.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde ein HID-Brenner mit einer angegebenen Lebensdauer von 2.500 Stunden, der auf 24, 40 oder 60 Watt betrieben werden kann. Der Reflektor ist ein SMO aus Aluminium. Die Frontlinse besteht aus hitzebeständigem Glas, über dessen genaue Beschaffenheit der Hersteller keine Angaben macht.

Fire-Foxes FF4 007
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die FF4 mit vier 18650-Akkus, die in einen stabilen Akkuträger eingesetzt werden. Genutzt werden können aufgrund des knapp bemessenen Platzes (hinsichtlich der Länge) im Akkuträger und wegen der hohen Einschaltströme ausschließlich ungeschützte Akkus.
Beim Test kamen vier Panasonic-Akkus mit der Bezeichnung “NCR 18650B” mit einer Kapazität von 3.400mAh zum Einsatz. Beim Laufzeittest wurde die Lampe in der hellsten Stufe (60 Watt) eingeschaltet (mit zeitbedingtem Herunterschalten auf 24 Watt nach ziemlich genau drei Minuten) und dann in der 40-Watt-Stufe weiterbetrieben. Gekühlt wurde mittels Ventilator.
Die Messung erfolgte auf vier Meter mit anschließender Umrechnung auf einen Meter. Die ermittelten Werte sind keine absoluten, sondern lediglich Annäherungswerte, denn schon minimalste Abweichungen bei der Ausrichtung der Lampe auf den Sensor ergeben Messabweichungen von 50.000 Lux und mehr. Während der Messungen schwankten die Werte minimal, blieben aber insgesamt stabil, im Gegensatz zu vielen günstigen HIDs, bei denen die Farbtemperaturen und Luxwerte häufig wechseln/springen.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 372.800 Lux (60 Watt)
nach 5 Minuten: 243.200 Lux (40 Watt)
nach 10 Minuten: 241.600 Lux
nach 15 Minuten: 236.800 Lux
nach 20 Minuten: 233.600 Lux
nach 25 Minuten: 230.400 Lux
nach 30 Minuten: 227.200 Lux
nach 35 Minuten: 222.400 Lux
nach 40 Minuten: 214.400 Lux
nach 45 Minuten: 201.600 Lux
Nach 46 Minuten und angezeigten 198.400 Lux schaltete die Lampe ab. Die Akkus wurden mit Leerlaufspannungen zwischen 3,16 und 3,18 Volt gemessen und waren knalleheiß. Laut Fire-Foxes verfügt die Lampe über einen Überhitzungsschutz und schaltet bei Erreichen einer bestimmten Temperatur auf 24 Watt zurück. Dies war beim Testlauf aufgrund der Ventilatorkühlung nicht der Fall. Hier griff – zwar sehr spät (eigentlich schon zu spät), aber immerhin – ein Unterspannungsschutz, der die Akkus vor Schlimmerem bewahrt.
Fazit: Die FF4 ist nicht perfekt, aber doch gut geregelt. In den ersten drei “60-Watt-Minuten” sanken die Werte nur minimal. In der 40-Watt-Stufe lag der nach 40 Minuten (und damit bereits ziemlich zum Ende der Laufzeit) gemessene Leistungsverlust gegenüber dem Ausgangswert (nach fünf Minuten) bei etwas mehr als zehn Prozent. Während des Betriebs wird die Lampe vor allem in der 60-Watt-Stufe extrem heiß. Das automatische Herunterschalten macht somit in jedem Fall Sinn, denn dauerbetriebsfest ist die Lampe in dieser Stufe nicht.

Fire-Foxes FF4 008
Der Akkuträger ist robust verarbeitet. Auch die Streben wurden aus Alu gefertigt.

 

Fire-Foxes FF4 009
Die Kontakte zum Lampenkopf.

 

Fire-Foxes FF4 010
Am hinteren Ende sitzt der Einschaltknopf respektive der “Stromgeber”.

 

Fire-Foxes FF4 011
Zwei grüne LEDs zeigen die Betriebsbereitschaft an. Die LEDs sind bei zugeschraubter Lampe auch durch das Schaltergummi zu sehen, allerdings nur im Dunkeln.


Bedienung:
Einsatzklar gemacht wird die Lampe mit einem Tailcap-Clicky mit weichem bis mittelhartem, aber konkretem Druckpunkt, der die Betriebsbereitschaft durch zwei kleine LEDs signalisiert. Anschließend kann die FF4 mit einem Taster seitlich unterhalb des Lampenkopfs eingeschaltet werden, der zwar ebenfalls einen konkreten Druckpunkt hat, dessen Bedienung aber dennoch leicht schwammig ist. Die Lampe startet in der 40-Watt-Stufe (angegeben mit 4.000 Lumen). Beim Einschalten ist das Licht zunächst bläulich und wird mit zunehmender Dauer wärmer. Nach etwa 15 bis 20 Sekunden hat die FF4 fürs Auge die maximale Leistung in der 40-Watt-Stufe erreicht. Am Luxmeter wird deutlich, dass die Lampe etwa doppelt so lange braucht, bis sie tatsächlich komplett hochgefahren ist.
Durch einen Druck auf den Taster wechselt die Lampe in die 24-Watt-Stufe (angegeben mit 2.000 Lumen). Ein weiterer Druck, und man gelangt wieder in die 40-Watt-Stufe (und so weiter). Die 60-Watt-Stufe (angegeben mit 6.000 Lumen) kann nur aus der 24-Watt-Stufe heraus aktiviert werden. Dazu muss der Taster etwa zwei Sekunden lang gedrückt gehalten werden. Dies ist allerdings nur einmal bei eingeschalteter Lampe möglich. Wenn man aus der 60-Watt-Stufe zurückschaltet, lässt sie sich nicht erneut aktivieren. Will man wieder die volle Power, muss man die FF4 mit dem Tailcap-Clicky aus- und wieder einschalten. Wenn der Brenner auf Betriebstemperatur ist, kann man das, ohne dass er Schaden erleiden dürfte, direkt im Anschluss tun.
Nichtsdestotrotz hätte man das meiner Meinung nach besser lösen können. Sicherlich macht es in vielen Fällen Sinn, die Lampe vor ihrem Benutzer zu schützen, aber im Fall der FF4 setze ich einfach mal voraus, dass die Käufer einer solch speziellen Lampe wissen, was sie tun.

Fire-Foxes FF4 012
Durch das GITD-Tailcap-Gummi sind bei Dunkelheit die beiden LEDs zu sehen, die signalisieren, dass die FF4 nun zu allen Schandtaten bereit ist. Im Hellen sieht man nichts, wie man sieht.

 

Fire-Foxes FF4 013
Tailcap von innen.

 

Fire-Foxes FF4 014
Mit dem Seitenschalter werden die Leuchtstufen angewählt.


Beam:
Das Lichtbild ist “HID-typisch” nicht sonderlich ästhetisch und alles andere als ausgewogen, wobei man in der Praxis mit einer solchen Lampe allerdings eher selten eine einen Meter entfernte Zielscheibe anleuchten dürfte. Die Farbtempearatur von 4.300K ist sehr angenehm fürs Auge all derer, die warmes Licht kaltem Licht vorziehen. Leider kommt die Lichtfarbe auf diesem Bild nicht wirklich gut rüber.
Die Reichweite ist vom Hersteller mit 1.600 Metern angegeben, was sicherlich ein wenig gestrunzt ist.

Fire-Foxes FF4 015
“Target-beamshot” der FF4.


Resümee:
Wenn ein Lampentester tagelang jeden Abend mit ein- und derselben Lampe vor die Tür geht und mitten im Sommer spätestens ab 19 Uhr beginnt, das Tageslicht zu verfluchen, kann das nur zwei Gründe haben. Erstens: Entweder ist der Typ völlig bescheuert, oder zweitens: Die Lampe muss absolut beeindruckend sein. Punkt 1 kann ich nicht reinen Gewissens von der Hand weisen, Punkt 2 trifft auf jeden Fall zu.
Die Fire-Foxes FF4 bietet im kleinen Format eine Leistung, die schier unglaublich ist. Bereits in der dunkelsten Stufe ist die Lampe beeindruckend, und beim Hochschalten geht im wahrsten Sinne des Wortes mitten in der Nacht die Sonne auf.
Die Verarbeitung ist über alle Zweifel erhaben, sieht man mal von den quietschenden Gewinden aufgrund fehlender werksseitiger Schmierung ab. Um auf den eingangs erwähnten Haken zu kommen: Trotz der guten Verarbeitung wäre ich beim Punkt “Robustheit” eher vorsichtig. Darüber, ob die Lampe ein Herunterfallen klaglos wegsteckt, möchte ich aufgrund der Tatsache, dass hier jede Menge Technik auf kleinstem Raum verbaut wurde, nicht spekulieren.
Erhältlich ist die Fire-Foxes FF4 zu einem Preis von rund 210 Dollar (Stand: Juni 2013), was angesichts dessen, was sie leistet, fast geschenkt ist.

Fire-Foxes FF4 016
Größenvergleich. Von links: Microfire K3500R Warrior, Fire-Foxes FF4, Niteye Eye30, Skyray King, Armytek Predator.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Fürs menschliche Auge ist die Überlegenheit der FF4 wesentlich größer als es auf den Bildern erscheint, was damit zusammenhängen dürfte, dass die Kamera kühlere Farbtöne überrepräsentiert.

Fire-Foxes FF4 017
Kontroll-Shot

 

Fire-Foxes FF4 018
Fire-Foxes FF4 24 Watt

 

Fire-Foxes FF4 019
Fire-Foxes FF4 40 Watt

 

Fire-Foxes FF4 020
Fire-Foxes FF4 60 Watt

 

Fire-Foxes FF4 021
Spark SP6

 

Fire-Foxes FF4 022
Niteye Eye30

 

Fire-Foxes FF4 023
Led Lenser X21R

 

Fire-Foxes FF4 024
Microfire K3500R Warrior III

 

Fire-Foxes FF4 025
Fenix TK70

 

Fire-Foxes FF4 026
Lambda Lights Varapower Turbo V2

 

Fire-Foxes FF4 027
THE LED LASER

 

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9. Juni 2013

Fenix E35

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 18:47

Fenix E35 001
Mit der “E”-Serie spricht Fenix vor allem das Klientel der “Normalnutzer” an, die eine einfach zu bedienende Lampe ohne viel Firlefanz suchen. Die E35 ist das kompakte Jackentaschenmodell dieser Serie.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung finden sich die Lampe, ein Ersatz-O-Ring, ein Lanyard, eine englischsprachige Bedienungsanleitung und eine Garantiekarte.

Fenix E35 002
Lieferumfang der E35.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 117 mm
Reflektoröffnung: 18,5 mm
Durchmesser Kopf: 24 mm
Durchmesser Tail: 24 mm
Gewicht: 58 g
Gewicht mit Akku: 104 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitz in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Insgesamt wirkt die Lampe gut verarbeitet und steht den teureren Fenix-Modellen in nichts nach. Lediglich das Gewinde vom Batterierohr zum Lampenkopf hat in den ersten Windungen relativ viel Spiel. Erst kurz, bevor die Lampe komplett zugedreht ist, greift es richtig satt.

Fenix E35 003
Das Gewinde läuft erst in den letzten Windungen völlig spielfrei.

 

Fenix E35 004
Materialstärke Batterierohr.

 

Fenix E35 005
Lampenkopf von innen.

 

Fenix E35 006
Keine Tailcap – der Popo der Lampe ist Teil des Batterierohrs.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree-XP-E-LED in einem SMO-Reflektor. Davor sitzt eine gehärtete, ultraklare, anti-reflex-beschichtete Glaslinse.

Fenix E35 007
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die E35 mit einem 18650-Akku oder wahlweise zwei CR123A-Batterien. Beim Test trat sie in der hellsten Einstellung mit einem AW-Akku mit einer Kapazität von 3.100mAh an und wurde durch einen Ventilator gekühlt. Ziemlich genau alle 30 Minuten schaltet die Lampe in die mittlere Stufe zurück (was übrigens nicht in der Bedienungsanleitung steht). Um die Laufzeit bei Maximalleistung zu ermitteln, wurde die Lampe nach jedem Herunterschalten wieder in der hellsten Stufe eingeschaltet.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 8.000 Lux
nach 5 Minuten: 7.900 Lux
nach 15 Minuten: 7.900 Lux
nach 30 Minuten: 7.900 Lux
nach 45 Minuten: 7.900 Lux
nach 60 Minuten: 7.900 Lux
nach 75 Minuten: 7.900 Lux
nach 90 Minuten: 7.900 Lux
nach 105 Minuten: 7.900 Lux
nach 120 Minuten: 7.900 Lux
nach 135 Minuten: 7.900 Lux
nach 150 Minuten: 7.800 Lux
nach 165 Minuten: 7.200 Lux
nach 180 Minuten: 6.100 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,32 Volt gemessen, Ende des Tests.

Fazit: Die E35 ist exzellent geregelt. Über die gesamte sinvoll nutzbare Akkukapazität steht die maximale Leistung zur Verfügung. Nicht ideal gelöst ist dagegen, dass die sinnvoll nutzbare Akkukapazität während des Betriebs unterschritten wird. Will heißen: Der Akku muss irgendwann in einem Bereich Strom abgeben, den er nicht sonderlich mag. Nach 150 Minuten wurde die Leerlaufspannung mit 3,42 Volt gemessen, nach 165 Minuten mit 3,38 Volt, nach 180 Minuten mit 3,32 Volt. Ob irgendwann eine Abschaltung seitens der Lampe erfolgt, habe ich nicht weiter verifiziert. Denn selbst wenn sie erfolgen sollte, tut sie das zu spät. Selbst wenn der Akku nicht in die Schutzschaltung getrieben wird, sollte die Lampe bei 3,4 oder 3,3 Volt Akkuspannung im Leerlauf abgeschaltet haben – insbesondere bezüglich der Zielgruppe, die sich mit derartigen Problemen nicht herumschlagen möchte.
Das automatische Herunterregeln alle 30 Minuten sehe ich persönlich nicht als Nachteil. Denn die Lampe kann unmittelbar danach wieder in der hellsten Stufe eingeschaltet werden, falls sie in der Praxis überhaupt solange mit Maximalleistung betrieben wird. Übermäßig warm wird die E35 auch ohne Kühlung nicht. Als Überhitzungsschutz sehe ich das Herunterregeln nicht, eher als einen Stromsparmodus für Vergessliche. Gegen versehentliches Falscheinlegen des Akkus/der Batterien ist die Lampe mit einem Verpolungsschutz ausgestattet.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Taster seitlich unterhalb des Lampenkopfs. Dazu muss der Taster eine halbe Sekunde gedrückt gehalten werden. Die Lampe verfügt über drei Leuchtmodi, die durch Antippen des Tasters in der Reihenfolge Low (angegeben mit 5 Lumen für 155 Stunden), Mid (angegeben mit 50 Lumen für 18 Stunden) und High (angegeben mit 225 Lumen für 2 Stunden und 48 Minuten) angewählt werden können. Die Lampe speichert beim Ausschalten die zuletzt gewählte Stufe. Das Ausschalten funktioniert wie das Einschalten – indem der Taster eine halbe Sekunde gedrückt gehalten wird.

Fenix E35 008
Der Taster muss zum Ein- und Ausschalten gedrückt gehalten werden.


Beam:

Der Hotspot setzt sich weich, aber mit leichten Ringen vom Sidespill ab. Die Lampe kann in der Praxis sowohl zur Wegausleuchtung als auch zum Erkennen weiter entfernter Objekte eingesetzt werden. Die Reichweite ist von Fenix mit 176 Metern angegeben.

Fenix E35 009
“White-wall-beamshot” Fenix E35.


Resümee:
Für weniger als 40 Euro (Stand: Juni 2013) bekommt man mit der Fenix E35 eine solide verarbeitete und vielseitig verwendbare Lampe, die in jede Jackentache passt. Die drei Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt, dadurch sind sowohl blendfreies Lesen, die Wegausleuchtung und das Suchen nach weiter entfernten Objekten möglich. Auf Geblinke jeglicher Art wurde verzichtet, und die Bedienung ist sehr simpel. Falls Fenix der Lampe eine Abschaltung spendiert haben sollte, greift sie zu spät. Zwar wird die Lampe zum Ende der Laufzeit dunkler, dies allerdings so langsam, dass selbst das geübte Flashaholic-Auge Probleme damit haben dürfte, das wahrzunehmen. Und Otto Normalverbraucher, für den die Lampe in erster Linie gedacht ist, wird so lange leuchten, bis der Akku noch wesentlich tiefer entladen wird, als das ohnehin schon der Fall ist. Eine sinnvolle Akkuwarnung in Form von Blinkimpulsen oder einer deutlich dunkler werdenden Lampe ist in meinen Augen Pflicht.
Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise vom Flashlightshop www.flashlightshop.de Weitere Informationen finden sich auf der Seite www.fenixlight.com im Internetz.

Fenix E35 010
Größenvergleich. Vorne: Fenix E35, hinten: Fenix PD32.

 

Fenix E35 011
Von links: Fenix E35, Fenix PD32, Fenix LD10, Fenix LD20, Led Lenser P5, Spark SL5, Surefire 6P.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Fenix E35 012
Kontroll-Shot

 

Fenix E35 013
Fenix E35 Low

 

Fenix E35 014
Fenix E35 Mid

 

Fenix E35 015
Fenix E35 High

 

Fenix E35 016
Fenix LD20 (XR-E Q5)

 

Fenix E35 017
Spark SL5-220CW (1,2 Volt)

 

Fenix E35 018
EagleTac P20A2 MKII (XP-G)

 

Fenix E35 019
Fenix PD32

 

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4. Juni 2013

LiteXpress Illumate 200

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 19:39

LiteXpress Illumate 200 001
Die LiteXpress Illumate 200 ist eine wandelbare Taschenlampe, wenn man sie auszieht.

LiteXpress Illumate 200 002


Verpackung/Lieferumfang:

Im Blister sind die Lampe, drei Batterien zum Betrieb, ein Lanyard und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

LiteXpress Illumate 200 003
Lieferumfang der Illumate 200.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 130 mm
Länge ausgezogen: 159 mm
Reflektoröffnung: 25 mm
Durchmesser Kopf: 42 mm
Durchmesser Tail: 36 mm
Gewicht: 175 g
Gewicht mit Batterien: 209 g
Anodisierung: gut und gleichmäßig ausgeführt, allerdings kein HA III.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: nach IP-X 4 spritzwassergeschützt.
Abgesehen von der nicht kratzfesten Anodisierung wirkt die Lampe insgesamt ordentlich verarbeitet.

LiteXpress Illumate 200 004
Das nenne ich aber mal Materialstärke!

 

LiteXpress Illumate 200 005
Und nochmal von der Seite.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree-XP-C-LED. Der Reflektor ist ein OP aus Kunstoff, die Frontlinse besteht ebenfalls aus Kunstoff. Warum man an den paar Cent mehr für eine Glaslinse gespart hat, die nicht so leicht zerkratzt, leuchtet mir nicht ein.

LiteXpress Illumate 200 006
Datt Lämpken von vorne.

 

LiteXpress Illumate 200 007
Nackig.

 

LiteXpress Illumate 200 008
Die Einzelteile des Lampenkopfs.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Drei AAA-Batterien/AAA-Akkus versorgen die LED mit Strom. Zum Test trat die Illumate 200 einmal mit Akkus und einmal mit Batterien an. Gekühlt wurde durch einen Ventilator.

Laufzeitmessung AAA-Akkus (Sanyo Eneloop, 800mAh):
Beim Einschalten: 4.600 Lux
nach 5 Minuten: 4.100 Lux
nach 15 Minuten: 3.800 Lux
nach 30 Minuten: 3.600 Lux
nach 45 Minuten: 3.600 Lux
nach 60 Minuten: 3.600 Lux
nach 75 Minuten: 3.600 Lux
nach 90 Minuten: 3.600 Lux
nach 105 Minuten: 3.500 Lux
nach 120 Minuten: 3.500 Lux
nach 135 Minuten: 3.400 Lux
nach 150 Minuten: 3.300 Lux
nach 165 Minuten: 3.100 Lux
nach 180 Minuten: 2.800 Lux
nach 195 Minuten: 2.400 Lux
nach 210 Minuten: 1.900 Lux
Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen zwischen 1,11 und 1,14 Volt gemessen. Testende.

Laufzeitmessung AAA-Batterien (Alkaline):
Beim Einschalten: 5.300 Lux
nach 5 Minuten: 4.200 Lux
nach 15 Minuten: 3.700 Lux
nach 30 Minuten: 3.300 Lux
nach 45 Minuten: 2.900 Lux
nach 60 Minuten: 2.700 Lux
nach 75 Minuten: 2.500 Lux
nach 90 Minuten: 2.400 Lux
nach 105 Minuten: 2.300 Lux
nach 120 Minuten: 2.200 Lux
nach 135 Minuten: 2.200 Lux
nach 150 Minuten: 2.100 Lux
nach 165 Minuten: 2.000 Lux
nach 180 Minuten: 2.000 Lux
nach 195 Minuten: 1.900 Lux
nach 210 Minuten: 1.900 Lux
nach 225 Minuten: 1.800 Lux
nach 4 Stunden: 1.800 Lux
nach 5 Stunden: 1.500 Lux
nach 6 Stunden: 1.200 Lux
nach 7 Stunden: 1.000 Lux

Fazit: Vom Einschalten an wird die Lampe langsam, aber kontinuierlich dunkler. In diesem Fall finde ich es nicht sonderlich schlimm. Denn wenn die Lampe als “Laterne” verwendet wird, dürfte nicht möglichst viel Licht, sondern eine möglichst lange Laufzeit gefordert sein.
Bei der Verwendung von Akkus ist der Verlust erwartungsgemäß nicht so groß, aber durch die geringere Kapazität gegenüber Batterien ist auch die Laufzeit deutlich kürzer. Eine Alternative sind Lithium-Batterien, die die positiven Eigenschaften von Alkalis und Akkus vereinen, aber als langfristige Stromversorger auch nicht ganz billig sind.

LiteXpress Illumate 200 009
Das Batteriemagazin. Meckerköppe könnten jetzt sagen: “Das kann man aber hochwertiger bauen.” Dem entgegenhalten möchte ich, dass das Batteriemagazin in der Praxis ähnlich hohen Belastungen ausgesetzt ist wie ein Autoradio beim Bremsen.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit weichem Druckpunkt. Morsen und Momentlicht sind möglich. Durchdrücken des Schalters gibt Dauerlicht. Die Lampe verfügt über eine Leuchtstufe, die mit 83 Lumen für 8 Stunden und 15 Minuten angegeben ist.
Die Verbindung vom Lampenkopf zum Batterierohr besteht aus einem transparenten Kunstoffröhrchen. Wenn man den Lampenkopf nach vorne zieht, kommt dieses Röhrchen zum Vorschein, und die Lampe wird zur “Laterne”.

LiteXpress Illumate 200 010
Die Tailcap.

 

LiteXpress Illumate 200 011
Die Tailcap von innen.

 

LiteXpress Illumate 200 012
So…

LiteXpress Illumate 200 013
…oder so.


Beam:

Ein verhältnismäßig großer Hotspot setzt sich weich vom Sidespill ab. Die Ausleuchtung ist insgesamt recht spotbetont mit immer noch ausreichend Streulicht zur Wegausleuchtung.

LiteXpress Illumate 200 014
“White-wall-beamshot” der Illumate 200.

 

LiteXpress Illumate 200 015
Das übliche Szenario für einen Heiratsantrag: Man ist schon ziemlich besoffen, Pinnchen, Wasserpfeife, Koks und ein paar Bananen für die Gesundheit stehen für weitere Aktivitäten bereit. Bei voller Lampenleistung ist der Heiratsantrag gut lesbar.

 

LiteXpress Illumate 200 016
Die Illuminate 200 nach sieben Stunden Dauerbetrieb. Der Vorteil einer ungeregelten Lampe kommt hier deutlich zum Tragen. Der Heiratsantrag ist kaum mehr zu lesen und wird so auf keinen Fall angenommen, was langfristig unnötige Scherereien und Gerichtskosten erspart.


Resümee:
Auch wenn die Idee nicht neu ist: Die LiteXpress Illumate 200 ist eine ordentlich verarbeitete Taschenlampe, die auch als “Laterne” auf Partys, im Zelt oder am Nachttisch genutzt werden kann. Schön wäre eine zweite, dunklere Leuchtstufe gewesen, die die Möglichkeiten in Richtung richtig dunkler Beleuchtung nochmal erweitert hätte. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis zwischen 30 und 40 Euro (Stand: Juni 2013 ), und für diesen Preis kann man über kleine Schwächen wie Anodisierung und Kunstofflinse sicherlich hinwegsehen. Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise von LiteXpress www.litexpress.com Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.

LiteXpress Illumate 200 017
Von links: Surefire G2 Nitrolon, Fenix TK15, LiteXpress Illumate 200, Xeno G42, Led Lenser M14.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

LiteXpress Illumate 200 018
Kontroll-Shot

 

LiteXpress Illumate 200 019
LiteXpress Illumate 200

 

LiteXpress Illumate 200 020
LiteXpress Workx 207

 

LiteXpress Illumate 200 021
Inova X1

 

LiteXpress Illumate 200 022
Maglite XL100

 

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28. Mai 2013

Lumintop ED20

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 21:06

Lumintop ED20 001
Klein, hell, ordentliche Laufzeit: Lumintop ED20.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Pappschachtel mit Sichtfenster sind die Lampe, Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi, ein Trageclip, ein Holster, ein Lanyard und eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

Lumintop ED20 002
Lieferumfang der ED20.

 

Lumintop ED20 003
Das Holster macht einen ordentlichen Eindruck.

 

Lumintop ED20 004
Dieses Bild heißt “Lampe im Holster”. Warum bloß?

 

Lumintop ED20 005
Auch das Lanyard ist nicht der Schlechtesten eines.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:

Länge: 122 mm
Reflektoröffnung: 20,5 mm
Durchmesser Kopf: 26 mm
Durchmesser Tail: 25 mm
Gewicht: 82 g
Gewicht mit Akku: 128 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: Schlitze in der Tailcap und im Trageclip.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Auf den ersten Blick wirkt die Lampe stimmig. Die Verarbeitung macht einen guten Eindruck, alle Gewinde laufen sauber und stramm, und der Trageclip kann nicht verloren gehen.

Lumintop ED20 006
Das Gewinde läuft sauber und rund.

 

Lumintop ED20 007
Materialstärke Batterierohr.

 

Lumintop ED20 008
Dieses Bild heißt “Innenansicht Lampenkopf”. Warum bl… Ach so, das hatten wir schon…

 

Lumintop ED20 009
Halbrunde Clips lösen sich gerne mal unter Belastung.

 

Lumintop ED20 010
Nicht so bei der Lumintop ED20. Der Griffring aus Gummi hält den Clip bei festgeschraubter Tailcap sicher in Position.

 

Lumintop ED20 011
Wer eher auf Lampen ohne Dessous steht, kann Griffring und Clip auch entfernen.


Leuchteinheit:
Eine Cree-XM-L-LED sitzt in einem SMO-Reflektor. Die Frontlinse besteht aus gehärtetem, beschichtetem Glas.

Lumintop ED20 012
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Betrieben werden kann die ED20 in einem Spannungsbereich zwischen 2,8 und 8,4 Volt, was die Verwendung eines 18650-Akkus, zwei CR123-Batterien/Akkus mit 3 Volt und zwei 16340-LiIon-Akkus erlaubt. Da die Lampe mit allen Stromversorgern gleich hell ist, habe ich auf Laufzeittests mit den kleineren Zellen verzichtet. Zum Test wurde die Lampe mit einem AW-18650-Akku mit einer Kapazität von 2.600mAh bestückt und durch einen Ventilator gekühlt.
Lumintop spricht von einer “Tactical runtime” von 2,5 Stunden in der hellsten Stufe. Da muss also irgendwas im Busch sein. War es auch. Etwa alle fünf Minuten schaltet die Lampe um 1.200 Lux herunter, um die angegebene Laufzeit auch tatsächlich erzielen zu können. Da diese fabulöse Seite nichts für Warmduscher ist und keine halben Sachen macht, wurde die Lampe nach jedem Herunterschalten wieder in die hellste Stufe zurückgeschaltet, um die tatsächliche Laufzeit bei voller Belastung zu ermitteln.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 4.200 Lux
nach 5 Minuten: 4.200 Lux
nach 15 Minuten: 4.200 Lux
nach 30 Minuten: 4.200 Lux
nach 45 Minuten: 4.200 Lux
nach 60 Minuten: 4.100 Lux
nach 75 Minuten: 4.100 Lux
nach 90 Minuten: 4.200 Lux
Nach 98 Minuten begann der Luxwert langsam zu fallen.
Nach 105 Minuten und angezeigten 2.400 Lux wurde der Akku entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,40 Volt gemessen. Ende des Tests.

Fazit: Die Regelung könnte besser kaum sein. Über die gesamte Laufzeit bleibt die maximale Leistung nahezu konstant. Das elektronische Herunterschalten, das nichts mit der Erwärmung der Lampe zu tun hat, sehe ich persönlich nicht als Nachteil an. Schließlich handelt es sich bei der ED20 nicht um einen Suchscheinwerfer, sondern um ein kompaktes Lämpchen, bei dem man die volle Leistung selten über einen längeren Zeitraum als fünf Minuten benötigen dürfte. Und falls doch, genügt einfaches Durchschalten, um wieder den maximalen Output zur Verfügung zu haben.
Die Lampe warnt durch Dunklerwerden vor zur Neige gehender Akkukapazität. Wenn die Lichtleistung fürs Auge sichtbar abnimmt, sollte der Akku im Sinne einer langen Lebensdauer gewechselt werden.
Ohne Kühlung wird die Lampe schon ordentlich warm. Bei Kühlung durch den Blutkreislauf bei in der Hand gehaltener Lampe und die Umgebungsluft sollte sie aber dauerbetriebsfest sein.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die ED20 mit einem Reverse-Clicky mit weichem Druckpunkt. Durchdrücken des Schalters schaltet die Lampe ein, durch Antippen des Schalters wechselt die Lampe zwischen den drei Leuchtstufen Low (angegeben mit 10 Lumen für 60 Stunden, Medium (angegeben mit 80 Lumen für 10 Stunden und Max (angegeben mit 420 Lumen ohne Laufzeitangabe). Die zuletzt aktivierte Leuchtstufe wird gespeichert und steht beim nächsten Einschalten zur Verfügung. Deweiteren verfügt die Lampe über einen Strobe-Modus, der durch Lösen des Lampenkopfs aktiviert wird.

Lumintop ED20 013
Dieses Bild würde “Die Tailcap” heißen, wennn es denn einen Namen hätte.

 

Lumintop ED20 014
Und dieses hier heißt “Innenansicht Tailcap”. Aber das verrate ich niemandem, weil ich sonst wieder die peinliche Frage “Warum bloß?” stellen müsste.


Beam:

Ein verhältnismäßig großer Hotspot setzt sich weich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild.

Lumintop ED20 015
“Black-wall-beamshot” der Lumintop ED20. Irgendwas stimmt bei der Bezeichnung des Bildes nicht. Echte Flashaholics werden natürlich wissen, was.


Resümee:

Mit der ED20 hat Lumintop eine klasse Lampe abgeliefert, die aufgrund ihrer Größe so gerade noch als EDC durchgeht. Und als solche macht sie richtig viel Licht bei einer guten Laufzeit. Die Verarbeitung ist sehr gut und die Bedienung simpel. Strobe kann nicht aus Versehen aktiviert werden, steht aber per Direktzugriff jederzeit zur Verfügung. Das Beste kommt zum Schluss: Der Preis. Die Lumintop ED20 ist zu einem Preis von 59 Euro (Stand: Mai 2013) erhältlich. Davon kann sich so manch anderer Hersteller bei einer Lampe dieser Qualität eine Scheibe abschneiden.Weitere Infos finden sich unter www.lumintop.com auf der Herstellerseite.

Lumintop ED20 016
Von oben nach unten: Lumintop ED20, Fenix PD32, Solarforce L2, Walther MTL300, Spark SL6.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1,5 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Lumintop ED20 017
Kontroll-Shot

 

Lumintop ED20 018
Lumintop ED20 Low

 

Lumintop ED20 019
Lumintop ED20 Med

 

Lumintop ED20 020
Lumintop ED20 High

 

Lumintop ED20 021
Lumintop TD-15

 

Lumintop ED20 022
Armytek Predator OP

 

Lumintop ED20 023
Powertac Warrior

 

Lumintop ED20 024
Inova T5

 

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24. Mai 2013

Crelant V11A

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 21:01

Crelant V11A 001
Die V11A von Crelant ist eine helle, kleine und günstige Lampe, die wahlweise mit einer herkömmlichen AA-Zelle oder einem 14500-LiIon-Akku betrieben werden kann.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Pappverpackung finden sich Lampe, Trageclip, Lanyard, Ersatz-O-Ringe und eine kleine Karte mit den wichtigsten Daten.

Crelant V11A 002
Verpackung und Lieferunfang der Crelant V11A.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:

Länge: 109,5 mm
Reflektoröffnung: 18 mm
Durchmesser Kopf: 23 mm
Durchmesser Tail: 23 mm
Gewicht: 58 g
Gewicht mit Akku: 80 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit montiertem Trageclip.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Löcher und Schlitze am Tail sowie Schlitze im Trageclip.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die V11A ist sehr ordentlich verarbeitet, sieht man mal vom Gewindefett ab, das Crelant von Werk aus verwendet hat. Gesäubert und mit gutem Fett versehen, läuft das Gewinde dann wie eine Eins.

Crelant V11A 003

Crelant V11A 004

 

Crelant V11A 005
Der Clip ist abnehmbar. Obwohl halbrunde Clips gerne dazu neigen, sich unter Belastung von der Lampe zu lösen, hielt der Clip beim Testmodell bombenfest.

 

Crelant V11A 006
Lampe ohne Clip.


Leuchteinheit:
Zum Einsatz kommt eine Cree-XM-L-U2-LED in einem OP-Reflektor aus Aluminium. Davor sitzt eine gehärtete, anti-reflex-beschichtete Glaslinse.

Crelant V11A 007
Frontansicht.

 

Crelant V11A 008
Die LED sitzt in einer separaten Einheit.

 

Crelant V11A 009
Lampenkopf, Leuchteinheit, Lampenkörper.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Als Stromversorger können wahlweise eine AA-Batterie, ein AA-Akku oder ein 14500-LiIon-Akku verwendet werden. Bei den Tests wurde die Lampe in der hellsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung Akku (Sanyo Eneloop, 2.000mAh):
Beim Einschalten: 1.130 Lux
nach 5 Minuten: 950 Lux
nach 10 Minuten: 920 Lux
nach 15 Minuten: 910 Lux
nach 20 Minuten: 900 Lux
nach 25 Minuten: 890 Lux
nach 30 Minuten: 880 Lux
nach 35 Minuten: 860 Lux
nach 40 Minuten: 830 Lux
nach 45 Minuten: 740 Lux
nach 50 Minuten: 480 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 1,03 Volt gemessen.

Laufzeitmessung AA-Alkaline:
Beim Einschalten: 1.100 Lux
nach 5 Minuten: 780 Lux
nach 10 Minuten: 700 Lux
nach 15 Minuten: 630 Lux
nach 20 Minuten: 570 Lux
nach 25 Minuten: 500 Lux
nach 30 Minuten: 420 Lux
nach 35 Minuten: 330 Lux
nach 40 Minuten: 210 Lux
nach 45 Minuten: 80 Lux
nach 50 Minuten: 50 Lux
nach 55 Minuten: 50 Lux
nach 60 Minuten: 50 Lux
Die Leerlaufspannung der Batterie betrug zu diesem Zeitpunkt 0,86 Volt.

Laufzeitmessung LiIon 14500 (AW, 750 mAh):
Beim Einschalten: 2.870 Lux
nach 5 Minuten: 2.940 Lux
nach 10 Minuten: 2.860 Lux
nach 15 Minuten: 2.770 Lux
nach 20 Minuten: 2.670 Lux
nach 25 Minuten: 2.260 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,29 Volt gemessen.

Fazit: Beim Akkubetrieb ist die Regelung sowohl mit einem AA- als auch mit einem LiIon-Akku zwar nicht glorreich, geht aber durchaus in Ordnung. Beim Batteriebetrieb knickt die Lampe von der Leistung her erwartungsgemäß deutlich schneller ein.
Die relativ kurze Laufzeit im Dauerbetrieb auf High mit einem 14500-LiIon-Akku ist normal; andere Lampen, die bei ähnlicher Leistung mit dem gleichen Akkuformat betrieben werden können, laufen auch nicht länger.
In jedem Fall sollte man beim Akkubetrieb den Akku spätestens dann wechseln, wenn die Lampe fürs Auge sichtbar dunkler wird, ansonsten wird der Akku in den kritschen Bereich getrieben.

Crelant V11A 010
Diese Batterie- und Akkuformate können verwendet werden.


Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit hartem und konkretem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Sie verfügt über drei Leuchtstufen, die durch Antippen in der Reihenfolge High-Mid-Low angewählt werden. Durchdrücken des Schalters aktiviert die gewünschte Stufe als Dauerlicht. Die Lampe verfügt über Memory, die zuletzt eingestellte Leuchtstufe wird beim nächsten Einschalten beibehalten. Die Leuchtstufen sind von Crelant mit 450 Lumen für 56 Minuten, 128 Lumen für 151 Minuten und 13 Lumen für 25 Stunden angegeben.

Crelant V11A 011
Der Clicky.


Beam:
Der Hotspot setzt sich auf kürzeste Entfernungen weich von Sidespill ab. Auf mittlere Distanzen geht der Hotspot weich in den Spill über.

Crelant V11A 012
“Target-beamshot” Crelant V11A.


Resümee:
Die Crelant V11A ist nicht nur preislich attraktiv (29 Euro, Stand: Mai 2013), sondern kann auch mit einer ordentlichen Verarbeitung und Regelung punkten. Ein Kritikpunkt ist das Gewindefett, mit dem Crelant die Lampe von Werk aus versehen hat, hier kann man allerdings selbst einfach Abhilfe schaffen. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de, wo sie auch erhältlich ist, weitere Infos zur Lampe sind im Internetz unter www.crelant.com auf der Herstellerseite zu finden.

Crelant V11A 013
Von links: Led Lenser F1, Crelant V31A, Fenix LD10, Sunwayman V10A, Crelant V11A.

 

Crelant V11A 014
Es ist angerichtet!

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Da ich diesmal eine andere Kamera verwendet und noch nicht die richtige Farbtemperatureinstellung gefunden habe, haben alle Bilder einen leichten Grünstich.

Crelant V11A 015
Kontroll-Shot

 

Crelant V11A 016
Crelant V11A

 

Crelant V11A 017
Xeno E03 XM-L Warm White

 

Crelant V11A 018
Lumapower D-Mini VX XP-G R5

 

Crelant V11A 019
Led Lenser F1

 

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