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23. September 2012

Streamlight Knucklehead

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„Was für ’ne geile Lampe“ war der erste Eindruck, den ich beim Auspacken und Rumspielen mit der Streamlight Knucklehead hatte. Wurde dieser Eindruck bestätigt oder enttäuscht? Wer weiterliest, wird es erfahren.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem großen Pappkarton, dessen Design ich schon fast als „Retro“ bezeichenen möchte, finden sich die Lampe inklusive befülltem Akkupack, ein zusätzliches Akkumagazin zum Selbstbefüllen, eine Ladeschale, ein Wandlader, ein Lader für den Anschluss an einen 12-Volt-Zigarettenanzünder im Auto, ein Inbusschlüssel zur Demontage des vormontierten Magneten, Schrauben zur Festmontage der Ladeschale, eine mehrsprachige Bedienungsanleitung und eine Werbebroschüre.

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In diesem knuckligen… ähm… schnuckeligen Karton wird die Lampe ausgeliefert.

 

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Und das ist alles drin im Karton.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Leergewicht: 395 g
Gewicht mit Akkupack: 649 g
Länge: 233 mm
Länge mit abgeknicktem Kopf (90°): 200 mm
Maße Kopf: 71×53 mm
wasserdicht: spritzwassergeschützt nach IPX-4.
Die Lampe besteht aus Polyamid, einem robusten und bruchsicheren Kunststoff. Auffällig ist der Magnet, auf dem im Auslieferungszustand eine Metallscheibe mit Kunststoffdistanzscheibe sitzt. Auf der Metallscheibe warnt ein Aufkleber vor der Stärke des Magneten. Der Magnet ist mit einer Zugkraft von 61 Kilogramm angegeben. Man sollte also tunlichst vermeiden, die Fingerchen zwischen metallene Gegenstände und den Magneten zu bekommen.
Der Lampenkopf ist um 210 Grad schwenkbar und um 360 Grad drehbar, wodurch sich nahezu jede beliebige Stellung erreichen lässt.

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An der Rückseite der Lampe findet sich ein Haken, mit dem die Lampe mit dem Kopf nach unten aufgehängt werden kann.

 

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Von Werk aus warnt ein Aufkleber vor der Kraft des Magneten.

 

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Betriebsbereit: der Magnet nach dem Entfernen des Metallplättchens.

 

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Kein Zweifel: Er ist stark.

 

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Wer den Magneten nicht braucht, kann ihn mit dem mitgelieferten Inbusschlüssel abschrauben.

 

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Von der „Grundstellung“ aus kann der Lampenkopf in fast jede beliebige Stellung gedreht und geschwenkt werden.

 

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Leuchteinheit:

Zwei vom Hersteller nicht näher spezifizierte LEDs sitzen in einem Kunststoffreflektor. Die Frontlinse besteht ebenfalls aus Kunststoff – sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Denn eine Arbeitslampe ist oft rauhen Bedingungen ausgesetzt. Eine Frontscheibe aus Kunststoff ist da in meinen Augen eher kontraproduktiv – verkratzt sie doch wesentlich schneller als eine Glaslinse. Allerdings dürfte die Fertigung einer entsprechenden Glaslinse aufgrund der speziellen Form eine teure Angelegenheit sein und den Preis der Lampe in die Höhe treiben.

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Frontansicht.

 

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Gummieinfassung, Frontscheibe und Reflektor.

 

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Der „nackte“ Lampenkopf.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Betrieben wird die Lampe mit vier 1,2-Volt-Akkus, die in einem verschweißten Akkupack zusammengefasst sind. Alternativ ist ein weiteres Akkumagazin zum Selbstbefüllen im Lieferumfang enthalten. Beim Test kam das mitgelieferte Akkupack zum Einsatz. Geladen werden konnte es bei der Testlampe allerdings nur über den Zigarettenanzünder im Auto, da beim Wandlader kein entsprechender Adapter für eine hiesige Steckdose beilag und der Lader selbst auf 110 Volt läuft.
Angegben ist die Knucklehead in der hellsten Stufe, in der auch der Test erfolgte, mit 200 Lumen bei einer Laufzeit von drei Stunden und 30 Minuten.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 660 Lux
nach 5 Minuten: 650 Lux
nach 15 Minuten: 640 Lux
nach 30 Minuten: 640 Lux
nach 45 Minuten: 640 Lux
nach 60 Minuten: 640 Lux
nach 75 Minuten: 640 Lux
nach 90 Minuten: 640 Lux
nach 105 Minuten: 640 Lux
nach 120 Minuten: 640 Lux
nach 135 Minuten: 640 Lux
nach 150 Minuten: 640 Lux
nach 165 Minuten: 640 Lux
nach 180 Minuten: 640 Lux
Nach 191 Minuten begann die Lampe, kontinuierlich dunkler zu werden. Nach 195 Minuten wurden noch 160 Lux angezeigt, das Akkupack entnommen und mit 4,07 Volt Leerlaufspannung gemessen.

Fazit: Die Lampe ist exzellent geregelt und liefert dadurch für lange Zeit gleichbleibend helles Licht. Erst, wenn sich die Kapazität des Akkupacks dem Ende zuneigt, wird die Knucklehead sichtbar dunkler.

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Das Akkupack wird mit einem Metallbügel sicher und fest arretiert. Zum Laden wird die Lampe in die Ladestation geschoben, wo sie hörbar einrastet. Das entsprechende Bild habe ich bei der Fotosession vergessen.

 

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Das Akkupack.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky unterhalb des Lampenkopfs. Die Lampe startet immer in der hellsten Stufe. Wird der Schalter gedrückt gehalten, durchläuft die Lampe die Stufen dunkel, Blinken und „Mondschein“. Lässt man den Schalter in der gewünschten Stufe los, wird diese Stufe als Dauerlicht aktiviert. Ein einfacher Druck auf den Schalter schaltet die Lampe aus. Die Leuchtstufen sind wie folgt angegeben: Hell: 200 Lumen für 3,5 Stunden; dunkel: 63 Lumen für 16 Stunden; Blinken: 8 Stunden; Mondschein: 20 Tage.

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Der Schalter der Knucklehead.


Beam:
Auf kürzeste Entfernungen liefert die Lampe, bedingt durch die Reflektorform, einen rechteckigen Beam mit leicht definiertem Hotspot. Auf „Arbeitsentfernungen“ und weitere Distanzen leuchtet die Knucklehead einen großen Bereich sehr homogen aus.

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„White-wall-beamshot“ Streamlight Knucklehead.


Resümee:
Die Streamlight Knucklehead ist wirklich eine geile Lampe. Der angedachte Einsatzzweck als Werkstattleuchte beschert ihr sogar ein Alleinstellungsmerkmal, denn sie ist ein „etwas anderes“ vielseitig einsetzbares Leuchtwerkzeug. Die Knucklehead kann hingestellt, aufgehangen, oder mit dem extrem starken Magneten an metallischen Gegenständen befestigt werden. Durch den schwenk- und drehbaren Kopf kann sie nahezu in alle Richtungen und Winkel leuchten. Die ausgezeichnete Regelung sorgt für kontinuierlich gleichbleibende Helligkeit über den gesamten Laufzeitraum. Die Verwendung einer Kunststofflinse ist nicht optimal, eine entsprechende Glaslinse zu fertigen, wäre allerdings aufwendig und teuer. Der Preis der Lampe ist nicht ohne: Für das Komplettpaket werden im Internetz Preise um die 140 Euro aufgerufen (Stand: September 2012). Die nackte Lampe mit selbst befüllbarem Akkumagazin ist für rund 80 Euro erhältlich. Wer es bunt mag, kann die Knucklehead auch in Gelb und Rot ordern.
Das Testmodell wurde freundlicherweise von Streamlight www.streamlight.com zur Verfügung gestellt. Unter dieser Adresse sind auch weitere Informationen zur Lampe zu finden.

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Größenvergleich. Von links: Streamlight Knucklehead, Niteye Eye 30, Fenix TK45, Fenix LD20.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Streamlight Knucklehead dunkle Stufe

 

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Streamlight Knucklehead helle Stufe

 

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Fenix LD20

 

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SecuriLed RC4 R-II

 

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