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29. September 2012

Rofis TR51

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 11:39

 

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Für alle, die die TK35 von Fenix mögen, aber nicht ihre beiden Schalter hinten, ist die Rofis TR51 eine gute Alternative.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton mit Magnetverschluss sind neben der Lampe ein Ersatz-O-Ring, ein Ersatzgummi für die Tailcap, ein Holster, ein Lanyard und eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

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Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 151 mm
Reflektoröffnung: 37 mm
Durchmesser Kopf breiteste Stelle: 47 mm
Durchmesser Tail: 51 mm
Gewicht: 242 g
Gewicht mit Akkus: 334 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßige Ausführung.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, am Tail.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die TR51 macht einen robusten Eindruck. Materialstärke und Anodisierung stimmen, das Gewinde läuft sauber und spielfrei und wurde von Werk aus bereits gefettet.

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Leuchteinheit:
Eine Cree XM-L-U2-LED sitzt in einem SMO-Reflektor aus Aluminium. Die Frontlinse ist eine gehärtete, ultraklare, anti-reflex-beschichtete Glaslinse.

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Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die Lampe mit zwei 18650-Akkus oder wahlweise vier CR123A-Batterien. Rofis gibt die TR51 in der hellsten Stufe (Turbo), in der auch der Test erfolgte, mit 890 Lumen bei einer Laufzeit von einer Stunde und dreißig Minuten an.
Beim Test wurden zwei 18650-Akkus von AW mit einer Kapazität von 2.600mAh verwendet. Gekühlt wurde die Lampe durch einen Ventilator.
Nicht erwähnt wird in der Bedienungsanleitung, dass die Lampe, um eine mögliche Überhitzung der LED zu verhindern, automatisch etwa alle 14 Minuten in eine Stufe herunterschaltet, die zwischen Turbo und High liegt. Da der Test unter Vollast erfolgen sollte, wurde die Lampe unmittelbar nach jedem Herunterschalten wieder in der hellsten Stufe eingeschaltet.

 

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 27.800 Lux
nach 5 Minuten: 27.600 Lux
nach 10 Minuten: 27.500 Lux
nach 20 Minuten: 27.300 Lux
nach 30 Minuten: 27.200 Lux
nach 40 Minuten: 27.100 Lux
nach 50 Minuten: 27.000 Lux
nach 60 Minuten: 27.000 Lux
nach 70 Minuten: 27.000 Lux
nach 80 Minuten: 26.900 Lux
Nach 89 Minuten ging die Lampe aus. Eine Blinkwarnung, wie in der Bedienungsanleitung angegeben, erfolgte zuvor nicht. Die Akkus wurden entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,14 und 3,33 Volt gemessen. Testende. Ob fürs Abschalten die Lampe oder die Akkus verantwortlich waren, habe ich nicht verifiziert. Fakt ist jedenfalls, dass eine sinnvolle Abschaltung seitens der Lampe zu einem früheren Zeitpunkt hätte erfolgen müssen, da sich die Akkus bereits in einer Spannungslage befinden, die sie nicht steinalt in Rente gehen lassen werden.

Fazit: Die Regelung ist nicht optimal, aber mehr als zufriedenstellend. Mit bloßem Auge ist über die gesamte Laufzeit kein Helligkeitsverlust feststellbar. Dass die Lampe im Dauerbetrieb in der hellsten Stufe auch bei ausreichender Kühlung etwa einmal pro Viertelstunde herunterschaltet, ist in der Praxis kein Problem, da man sie a) lediglich einmal aus- und wieder einschalten muss, um die maximale Leistung wieder zur Verfügung zu haben und es b) in der Praxis ohnehin selten der Fall sein wird, dass die Lampe kontinuierlich in dieser Stufe betrieben wird.
Ohne jegliche Kühlung wird die Lampe entsprechend warm, somit stellt der Überhitzungsschutz schon ein nützliches Feature dar, Blutkühlung und Umgebungsluft sollten aber dennoch für eine ausreichende Kühlung genügen.

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Die Akkus werden direkt ins Gehäuse gesteckt. Der Innendurchmesser ist eng bemessen, damit die Akkus nicht klappern. Allerdings gehen etwas dickere 18650er nur mit sanfter Gewalt hinein. In diesem Fall: Viel Spaß beim Akkuwechsel!

 

 

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Alternativ kann die Lampe auch mit vier CR123-Batterien betrieben werden.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit dem Schalter am Lampenende. Er ist als Forward-Clicky ausgelegt und hat einen mittelharten Druckpunkt. Morsen und Momentlicht sind in allen Leuchtstufen möglich. Die Modi werden mit dem seitlichen Schalter unterhalb des Lampenkopfs angewählt. Die Schaltreihenfolge ist Low (angegeben mit 12 Lumen für 175 Stunden), Mid (angegeben mit 145 Lumen für 12 Stunden), High (angegeben mit 400 Lumen für 4 Stunden 30 Minuten) und Turbo (angegeben mit 880 Lumen für 1 Stunde 30 Minuten). Die Lampe verfügt über Memory und startet immer in der Stufe, die vor dem letzten Ausschalten aktiviert war.
Wird der Seitenschalter gedrückt gehalten, wechselt die Lampe in den Strobe-Modus (880 Lumen) mit wechselnder Frequenz. Durch Antippen des Seitenschalters gelangt man nacheinander in den SOS- und den Blinkmodus (jeweils 145 Lumen). Hält man den Seitenschalter in einem der Blinkmodi gedrückt, wechselt die Lampe zurück in die zuletzt gewählte Leuchtstufe. Die Blinkmodi werden nicht gespeichert, bei jedem Wechsel ins Geblinke landet man zuerst im Strobe, was sicherlich sinnvoll ist, da Strobe der einzige der drei Blinkmodi ist, auf den man direkten Zugriff haben sollte (Verteidigung).

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Beam:
Der Hotspot setzt sich deutlich mit einer dunkleren Corona vom Sidespill ab. Auf die Entfernung liefert die Lampe ausreichend Streulicht zur Wegausleuchtung bei gleichzeitig guter Reichweite.

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„White-wall-beamshot“ der Rofis TR51.


Rofis TR51 vs Fenix TK35:
Da bei der Realisierung und Umsetzung der TR51 augenscheinlich auf die TK35 geschielt wurde und die beiden Lampen viele Gemeinsamkeiten aufweisen, darf ein Vergleich dieser beiden Lampen nicht fehlen.
Die Rofis ist mit einer Länge von 151 Millimetern im Vergleich zur Fenix mit 165 Millimetern etwas kompakter. Vom Gewicht tun sich beide Lampen nicht viel. Die Rofis bringt mit Akkus 334 Gramm auf die Waage, bei der Fenix sind es 350 Gramm.
Von der Verarbeitung her tun sich beide Lampen in meinen Augen nichts. Eher würde ich sogar die Rofis leicht vorne sehen, da im geöffneten Zustand nichts klappert, wie bei der Fenix TK35 die Schalter im Gehäuse. Aber das ist marginal und tut der Qualität nicht wirklich einen Abbruch.
Gleiches gilt für die Regelung. Hier hat die Fenix die Nase leicht vorn, aber nur am Luxmeter. Fürs Auge wird auch die Rofis nicht dunkler. Beide Lampen gehen schlagartig aus, wobei ich bei beiden Lampen die Schutzschaltung der Akkus als Verantwortlichen vermute. So oder so, in beiden Fällen also nicht optimal.
Beim Handling punktet die Fenix, da sie durch das kompakte Gehäuse im Vergleich zu den beiden Rohren der Rofis griffiger ist.
Die Leuchtstufen sind Geschmackssache. In der dunkelsten und der hellsten Leuchtstufe liegen beide Lampen fürs Auge gleichauf. In den beiden mittleren Stufen ist zumindest das Testmodell der Rofis fürs Auge deutlich heller. Herstellerangaben: Rofis TR51: 880/400/145/12 Lumen; Fenix TK35: 830/346/109/12 Lumen.
Vom Lichtbild her ist die Rofis throwlastiger. Das zeigt sich auch am Luxmeter: Bei der Rofis wurden 27.800 Lux gemessen, die Fenix kam auf 24.400. Das ist zwar kein gewaltiger Unterschied, aber er ist auch fürs Auge deutlich sichtbar. Der bessere Allrounder ist daher die Fenix.
Das bessere Geblinke kann die Rofis für sich verbuchen. Nicht etwa, weil ich oder 90 Prozent aller Nutzer es tatsächlich brauchen, sondern aus einem ganz einfachen Grund: Sollte es tatsächlich mal jemand brauchen, ist das wichtigste der Direktzugriff auf Strobe, um potenzielle Angreifer zu blenden. Für SOS und Geblinke hat man auf jeden Fall mehr Zeit und braucht keinen Direktzugriff. Die Fenix speichert auch das Geblinke, die Rofis nicht, sodass man nur bei der Rofis garantiert immer als Erstes im Strobe landet.
Alles in allem tun sich beide Lampen nicht wirklich viel. Das entscheidende Kriterium ist daher die Bedienung. Selbst die ist zwar prinzipiell bei beiden Lampen identisch (Einschalten und Modiwahl durch zwei verschiedene Schalter), aber da die Schalter zur Modiwahl jeweils komplett unterschiedlich angeordnet sind, dürften beide Lampen ihre Anhänger finden. Wer die Lampe in einer taktischen Haltung hält, wird sich für die Fenix entscheiden, da man mit dem Daumen die gesamte Bedienung unter Kontrolle hat und nicht erst umgreifen und mühsam nach dem zweiten Schalter suchen muss. Wer die „klassische“ Haltung bevorzugt, ist mit der Rofis besser bedient. Zwar muss zum Einschalten umgegriffen werden, aber bei der weiteren Bedienung hat man mit dem seitlichen Schalter alles unter dem Daumen.

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Die Rofis ist ein Stückchen kürzer und liegt nicht so gut in der Hand wie die Fenix.

 

 

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Links Fenix, rechts Rofis.

 

 

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Der größte Unterschied ist das Bedienkonzept. Während die Fenix komplett am Tail bedient wird, findet sich bei der Rofis hier lediglich der Einschaltknopf.


Resümee:
Die Rofis TR51 ist eine robuste und zuverlässige Lampe, die den Vergleich zur Fenix TK35 nicht scheuen muss. Die Regelung ist wirklich gut, lediglich die Tatsache, dass die Lampe ohne Vorwarnung abschaltet, ist ein Manko. Der Einsatzbereich ist groß und reicht vom Gassigehen bis zum Geocachen, nicht zuletzt auch durch die vier gut gewählten Leuchtstufen. Der aktuelle VK liegt bei 98 Euro (Stand: September 2012) und ist meiner Meinung nach für diese Lampe angemessen.
Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de. Unter dieser Bezugsquelle ist die Lampe auch in Deutschland erhältlich. Weitere Infos sind auf der Herstellerseite www.rofislight.com zu finden.

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Von links: Fenix TK35, Armytek Predator, Led Lenser M14, Rofis TR51, Niteye Eye 30, Surefire 6P.

 

 

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1,5 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Die Ausrichtung der Lampen ist so ziemlich unter aller Sau, zum Vergleichen dürfte es trotzdem reichen.

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Kontroll-Shot

 

 

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Rofis TR51 Low

 

 

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Rofis TR51 Mid

 

 

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Rofis TR51 High

 

 

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Rofis TR51 Turbo

 

 

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Fenix TK35

 

 

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Taclights Patriot (MCE)

 

 

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Fenix TK45

 

 

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Zebralight SC600

 

 

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