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16. Oktober 2012

Spark SX5-CW

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Mit der SX5 präsentiert Spark einen echten „Allesfresser“. Mit und ohne Adapter passt von AAA-Zellen bis zum 26650-Akku nahezu alles ins Batterierohr.


Verpackung/Lieferumfang:
Im bekannten schwarzen-Spark-Karton findet sich die Lampe in einem Transportsäckchen. Als weiteres Zubehör sind ein bereits montiertes Kopfband mit Überkopfband, ein Batterierohr für 3 AA-Zellen, ein Batterierohr für 3 AAA-Zellen, ein Kunstoffröhrchen für die Verwendung des 3-AAA-Batterierohrs und eines 26650-Akkus sowie eine Bedienungsanleitung in Englisch und Chinesisch enthalten.

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Das ist alles drin im Karton.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Gewicht mit Kopfband und Überkopfband: 182 g
Gewicht mit 1x 18650: 239 g
Gewicht mit 3xAA: 274 g
Gewicht: mit 3x AAA: 236 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Erster Eindruck: passt. Die Verarbeitung wirkt, wie von Spark gewohnt, hochwertig. Die Steckverbindung von der Lampe zum Batteriepack wird durch einen O-Ring und eine darüberliegende Verschraubung abgedichtet, das Gewinde des Batteriepacks läuft sauber und spielfrei.

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Das „nackte“ Lampengehäuse.

 

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Der Spannungsbereich, in dem die Lampe betrieben werden kann, ist auf der Seite des Lampengehäuses aufgedruckt.

 

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Ansicht von oben.

 

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Das Gewinde des Batterierohrs.

 

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Materialstärke Batterierohr.

 

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Die Feder übt genug Druck aus, um alle Stromversorger sicher in Position zu halten.

 

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Die Steckverbindung von der Lampe zum Batterierohr ist durch einen O-Ring gegen Wasser geschützt.

 

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Nach dem Zusammenstecken sorgt eine Art Überwurfmutter für sicheren Zusammenhalt.

 

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Wieder mal fein von Spark: Das Überkopfband kann entfernt werden, ohne es zerschneiden zu müssen.


Leuchteinheit:
Eine Cree-XM-L-T6-LED sitzt in einem stark texturierten OP-Reflektor. Die Frontlinse besteht aus Glas, laut Spark handelt es sich um eine „Schott-Ultra-clear-lens“. Alternativ ist die Lampe auch mit neutralweißer LED als SX5-NW erhältlich.

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Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Jetzt geht’s zur Sache. Als mögliche Stromversorger kommen in Frage: 3x AAA, 3x AA, 1x 18650, 1x 26650, 4x 18650 (mit separat erhältlichem 18650-Batterie-Pack), 2-8x CR123-Batterien (mit separat erhältlichem 18650-Batterie-Pack). Und wahrscheinlich läuft die SX5 auch mit handelsüblichem Paniermehl, wenn man es genügend komprimiert.
Getestet wurde die Lampe mit einem 18650-Akku, drei AA-Akkus und drei AAA-Akkus. Während der Tests wurde die SX5 in der hellsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

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Was draufsteht, geht auch rein. Darüberhinaus ist auch die Stromversorgung mit einem einzelnen 18650-Akku möglich, der sich mithilfe des Kunstoffröhrchens ebenfalls ins Magazin einsetzen lässt.

 

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Das passt alles rein in die SX5. Da meine 26650-Akkus noch irgendwo in den Weltmeeren festhängen, habe ich ein wenig mit Tiefenschärfe gearbeitet, damit mein billiger Versuch eines 26650-Dummys nicht allzu scheiße daherkommt.


Laufzeitmessung 18650-Akku (AW, 2.600mAh):

Beim Einschalten: 1.250 Lux
nach 5 Minuten: 1.240 Lux
nach 15 Minuten: 1.230 Lux
nach 30 Minuten: 1.230 Lux
nach 45 Minuten: 1.220 Lux
nach 60 Minuten: 1.220 Lux
nach 75 Minuten: 1.220 Lux
nach 90 Minuten: 1.220 Lux
nach 105 Minuten: 1.210 Lux
nach 120 Minuten: 1.210 Lux
nach 135 Minuten: 1.210 Lux
nach 150 Minuten: 1.200 Lux
Anschließend wurde die Lampe langsam und fürs Auge kaum sichtbar dunkler. Nach 155 Minuten schaltete die Lampe ab. Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,16 Volt gemesen. Ende des Tests.

Laufzeitmessung AA-Akkus (Sanyo Eneloop, 2.000mAh):
Beim Einschalten: 1.250 Lux
nach 5 Minuten: 1.240 Lux
nach 15 Minuten: 1.230 Lux
nach 30 Minuten: 1.220 Lux
nach 45 Minuten: 1.220 Lux
nach 60 Minuten: 1.220 Lux
nach 75 Minuten: 1.220 Lux
nach 90 Minuten: 1.210 Lux
nach 105 Minuten: 1.110 Lux
Nach 107 Minuten und angezeigten 650 Lux schaltete die Lampe ab. Leerlaufspannung der Akkus bei Entnahme: zwischen 1,03 und 1,11 Volt.

Laufzeitmessung AAA (Sanyo Eneloop, 750mAh):
Beim Einschalten: 1.270 Lux
nach 5 Minuten: 1.230 Lux
nach 15 Minuten: 1.200 Lux
nach 30 Minuten: 1.170 Lux
Nach 37 Minuten und angezeigten 650 Lux schaltete die Lampe ab. Die Leerlaufspannung der Akkus lag nach Entnahme zwischen 1,08 und 1,11 Volt.

Fazit: Die Regelung ist mit allen getesteten Stromversorgern exzellent. Bei Verwendung von NiMh-Zellen zeigt die Lampe durch Dunklerwerden an, dass die Akkus gewechselt werden müssen. Mit dem 18650-Akku wird das problematisch, da die Lampe damit zum Ende der Laufzeit kaum dunkler wird und man quasi von einer auf die andere Sekunde im Dunkeln steht. Nach kurzer Erholungszeit des Akkus ist aber zumindest der Notbetrieb in einer der dunkleren Stufen möglich.
Die Abschaltung erfolgt bei allen Stromversorgern zu einem für sie unkritischen Zustand, auch wenn der 18650-Akku bei der Abschaltung schon in einem Spannungsbereich liegt, den er nicht sonderlich mag.
Die Versorgung mit AAA-Zellen ist aufgrund der kurzen Laufzeit in der hellsten Stufe eher als eine Notlösung anzusehen, die aber dennoch ohne nennenswerte Leistungseinbußen funktioniert. Und wenn man die Lampe nicht ständig in der hellsten Stufe betreibt, dürfte sogar eine komplette Nachtwanderung mit AAA-Zellen drin sein.

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Das AA-Batteriemagazin passt haargenau.

 

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Beim 3-AAA-Magazin muss das Kunstoffröhrchen herhalten, auch, wenn es nicht wirklich gut passt.

 

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Mit einem 26650-Akku harmoniert das Kunstoffröhrchen wesentlich besser (Auch, wenn dieses Bild gefakt ist, denn, wie gesagt, meine 26650-Akkus sind auf dem Wasserweg verschollen, und so musste ein popeliger D-Zellen-Akku als 26650 herhalten). Aber solange ich das nicht verrate, wird es keine Sau merken.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Taster, der oben am Lampengehäuse angebracht ist. Durch einen kurzen Druck auf den Taster wird die Lampe eingeschaltet. Sie verfügt über insgesamt fünf Leuchtstufen. Wird der Taster gedrückt gehalten, werden die Leuchtstufen in der Reihenfolge Low – Med1 – Med2 – Max- durchgeschaltet. Ein Doppelklick aktiviert, unabhängig von der Leuchtstufe, in der die Lampe gerade betrieben wird, den „Super“-Modus. Mittels Doppelklick aus dem Super-Modus heraus gelangt man in die zuletzt angewählte Leuchtstufe zurück. Ausgeschaltet wird die Lampe mit einem einfachen Klick.
Die SX5 verfügt über Memory und startet immer in der Leuchtstufe, die vor dem letzten Ausschalten aktiviert war (ausgenommen der Super-Modus. Wird die Lampe aus dem Super-Modus heraus ausgeschaltet, startet sie in der Leuchtstufe, in der sich die Lampe vor dem Aktivieren des Super-Modus‘ befunden hat.
Angegeben sind die einzelnen Leuchtstufen wie folgt: Low (0,5 Lumen); Med 1 (40 Lumen); Med 2 (60 Lumen); Max (180 Lumen); Super (360 Lumen). Die Laufzeiten sind von den einzelnen Stromversorgern abhängig und reichen laut Spark von 0,9 Stunden beim Betrieb mit drei AAA-Zellen im hellsten Modus bis zu 380 Tagen beim Betrieb mit vier 18650-Akkus im dunkelsten Modus.

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Der Taster reagiert präzise auf jeden Schaltbefehl.


Beam:
Ein relativ großer Hotspot geht bereits auf kurze Distanz weich und ohne Ringe in den Sidespill über. Das bleibt auch auf mittlere Entfernungen so. Die Ausleuchtung ist homogen, und im Gegensatz zu reflektorlosen Lampen ist selbstverständlich auch ein wenig Reichweite drin.

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„White-wall-beamshot“ der SX5.


Resümee:
Die Stärke der Spark SX5 liegt einserseits an ihrem Leuchtbild, das wunderschön, sauber und rund ist und andererseits darin, dass von AAA-Zellen bis zum 26650-Akku alles ins Batterierohr passt. Was die Lampe gleichzeitig für „Normalnutzer“ und „Spezialisten“ interessant macht. Für Normalnutzer deswegen, weil man nicht auf hierzulande „exotische“ Akkuformate zurückgreifen muss, für Spezialisten deswegen, weil man all das, was gerade geladen ist, ins Batterierohr stecken kann. Die Verarbeitung bewegt sich auf hohem Niveau, und auch die Regelung könnte besser nicht sein, ganz unabhängig von der Stromversorgung. Aus diesen Gründen halte ich die Lampe für eine der besten Kreationen aus dem Hause Spark. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 65 Euro (Stand: Oktober 2012). Zur Verfügung gestellt wurde das Testmuster freundlicherweise von Spark Europa www.spark-store.com.

Spark SX5 020
Größenvergleich. Ganz oben: Zebralight SC60. Zweite Reihe von links nach rechts: UK 3AAA Vision, Spark SD6. Unten von links: Led Lenser H7R, Spark SX5, Taclights T-Eye.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Spark SX5 021
Kontroll-Shot

 

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Spark SX5 Low

 

Spark SX5 023
Spark SX5 Med1

 

Spark SX5 024
Spark SX5 Med2

 

Spark SX5 025
Spark SX5 Max

 

Spark SX5 026
Spark SX5 Super

 

Spark SX5 027
Spark ST6-360CW

 

Spark SX5 028
Spark SD6-460NW

 

Spark SX5 029
Spark SD73

 

Spark SX5 030
Zebralight SC600, High, 2. Stufe mit 330 Lumen

 

Spark SX5 031
Niteye MSA20

 

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