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21. Oktober 2012

LiteXpress X-Tactical 105

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Eine „veraltete“ LED macht noch keine schlechte Lampe und die LiteXpress X-Tactical 105 damit viel Licht.


Verpackung/Lieferumfang:

In einer Blisterverpackung sind die Lampe, zwei CR123-A-Batterien zum Betrieb, ein Lanyard, drei Farbfilter und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

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Lieferumfang der X-Tactical 105.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:

Länge: 161,5 mm
Reflektoröffnung: 35,5 mm
Durchmesser Kopf: 43,5 mm
Durchmesser Tail: 25 mm
Gewicht: 176 g
Gewicht mit Batterien: 208 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja
wasserdicht: nach IPX-4 spritzwassergeschützt.
Insgesamt macht die Lampe einen robusten und zuverlässigen Eindruck. Die Gewinde laufen sauber und rund, lediglich bei den ersten Umdrehungen weisen sie ein wenig Spiel auf.

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Das Gewinde zur Tailcap.

 

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Der Bügel dient zur Lanyardbefestigung und zur bequemeren Haltung im Zigarrengriff. Entfent werden kann er nicht.


Leuchteinheit:

Fürs Licht sorgt eine Cree MC-E-LED, die ihr Licht mittels eines OP-Reflektors aus Aluminium verteilt. Die Frontlinse besteht aus Glas, über dessen Beschaffenheit LiteXpress keine näheren Angaben macht.

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Verbaut wurde eine MC-E-LED. Gemessen an aktuellen Lampis nicht gerade der neueste Schrei, aber viel Licht macht die Vierfach-LED allemal.

 

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Lampenkopf aufgeschraubt.

 

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Bezelring, Frontscheibe, Reflektor.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Betrieben wird die X-Tactical 105 mit zwei CR123A-Batterien. Alternativ ist auch der Betrieb mit einem LiIon-17670-Akku möglich. Getestet wurde die Lampe mit beiden Stromversorgern in der hellsten Stufe, die mit 550 ANSI-Lumen angegeben ist.

Laufzeitmessung 2x CR123 (Panasonic):
Beim Einschalten: 9.700 Lux
nach 5 Minuten: 9.300 Lux
nach 10 Minuten: 8.700 Lux
nach 20 Minuten: 6.300 Lux
nach 30 Minuten: 4.100 Lux
nach 40 Minuten: 3.600 Lux
nach 50 Minuten: 2.800 Lux
nach 60 Minuten: 2.100 Lux
nach 70 Minuten: 1.600 Lux
nach 80 Minuten: 1.100 Lux
nach 90 Minuten: 900 Lux
Da ich keine Lust hatte, die Batterien bis zum absoluten Siechstadium zu begleiten, habe ich den Test an dieser Stelle abgebrochen. Die Leerlaufspannung der Zellen betrug zu diesem Zeitpunkt 1,71 bzw. 1,63 Volt.

Laufzeitmessung 1x 17670 (AW, 1.500 mAh):
Beim Einschalten: 8.200 Lux
nach 5 Minuten: 7.200 Lux
nach 10 Minuten: 6.900 Lux
nach 20 Minuten: 6.400 Lux
nach 30 Minuten: 6.000 Lux
nach 40 Minuten: 5.700 Lux
nach 50 Minuten: 5.400 Lux
nach 60 Minuten: 4.000 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit 3,35 Volt Leerlaufspannung gemessen. Testende.

Diagramm
Roland Tobiasch war so nett, ein Laufzeitdiagramm zu erstellen, das ich natürlich gerne verwende. Vielen Dank dafür!

Fazit: Die Testlampe wurde nach dem Einschalten mit beiden Stromversorgern kontinuierlich dunkler, wobei der Ausganswert mit zwei CR123-Batterien um rund 1.000 Lux höher lag als beim Betrieb mit einem LiIon-Akku. Aufgrund der besseren Spannungslage des Akkus gegenüber den Batterien ist der Leistungsverlust beim Akkubetrieb allerdings geringer. Nach 20 Minuten Dauerbetrieb in der hellsten Stufe hat der Akku die Batterien überholt, was sich im weiteren Verlauf der Messung fortsetzte. Nach 30 Minuten liegt der gemessene Wert beim Akkubetrieb 1.900 Lux über dem der Batterien, nach 40 Minuten 2.100 Lux darüber, nach 50 Minuten 2.600 Lux darüber. Irgendwann ist dann allerdings auch beim Akkubetrieb Ende im Gelände, und da die Lampe über keinen Unterspannungschutz verfügt, sollte sie beim Akkubetrieb gut im Auge behalten und der Akku besser früher als später gewechselt werden.
Wird die Lampe ohne jegliche Kühlung betrieben, ist die Wärmeentwicklung übers gesamte Gehäuse, vor allem aber am Lampenkopf, enorm. Von einem Dauerbetrieb in der hellsten Stufe ist daher eher abzuraten, wobei hinzuzufügen ist, dass man die hellste Leuchtstufe in der Praxis selten über einen längeren Zeitraum nutzen wird, weil auch bereits die zweite und dritte Stufe ausreichen sollten.

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Als Stromversorger dienen zwei CR123-Batterien oder ein LiIon-17670-Akku.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky, mit dem auch Morsen möglich ist. Antippen gibt Momentlicht, Durchdrücken Dauerlicht. Die verscheidenen Modi werden mit einem Magnetdrehschalter angewählt. Dieser Schalter weist in den Zwischenstellungen ein wenig Spiel auf, rastet aber in den einzelnen Stufen sauber ein. Folgende Leuchtstufen stehen zur Verfügung: Low, Medium, High, Maximum, Strobo, SOS. Bei den Werten sind herstellerseitig nur Low mit 70 ANSI-Lumen für 10 Stunden und Maximum mit 550 ANSI-Lumen für 1 Stunde und 15 Minuten angegeben. Wenn meine Augen schreiben könnten, würden sie schreiben, dass der Sprung von Low zu Medium relativ groß ist, der Sprung von Medium zu High etwas kleiner und der Sprung von High zu Maximum am geringsten. Insgesamt finde ich die Abstufung durchaus sinnvoll, wobei ich mir als Freund niedriger Low-Modi lieber eine noch deutlich dunklere Low-Stufe gewünscht hätte.

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Endkappe von außen.

 

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Endkappe von innen.

 

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Die Modi werden über einen Magnetdrehringschalter angewählt.


Beam:

Der Hotspot setzt sich weich von Sidespill ab, was auf die Distanz für eine homogene, leicht spotbetonte Ausleuchtung sorgt. Das typische „MCE-Kreuz“ ist bei der X-Tactical 105 nur auf Entfernungen unter 25 Zentimeter zu sehen.

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„White-wall-Beamshot“ der X-Tactical 105.


Zubehör:
Es ist eine feine Sache, dass LiteXpress der Lampe gleich drei Farbfilter in Rot, Grün und Blau spendiert hat. Laut Hersteller: „Rot für Nachtsicht, Blau zur Unterscheidung von Blut und anderen Flüssigkeiten, Grün zum Lesen von Landkarten.“ Rot zur Nachtsicht ist bekannt, über die anderen Filter scheiden sich die Geister. Ich persönlich esse zwar Tiere, aber ich schieße nicht auf sie, und bei Flüssigkeiten muss ich nur unterscheiden, was oben rein- und was unten rausgeht. Dank GPS zum Cachen und Auto-Navi muss ich auch keine Landkarten mehr lesen, zumal ich ein schlechter Kartenleser bin, und das wird bei grünem Licht sicherlich nicht besser. Nichtsdestotrotz ist eine Filter-Dreingabe alles andere als normal und erweitert das Einsatzspektrum der Lampe, wenn auch solche Filter erfahrungsgemäß einiges an Licht schlucken.

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LiteXpress hat der Lampe gleich drei Farbfilter spendiert.

 

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Lampe mit aufgestecktem Filter.


Resümee:
Die LiteXpress X-Tactical 105 ist eine zuverlässige und solide Lampe, die allerdings auch ihre Schwächen hat. Gesamtverarbeitung, Bedienung und Lichtbild können überzeugen, während bei der Regelung Nachbesserung angesagt ist. Im Internetz wird die Lampe zu Preisen zwischen 80 und 130 Euro (Stand: Oktober 2012) angeboten. Und für diesen Preis muss man erwarten können, dass die Lampe über eine gute bis perfekte Regelung verfügt, was hier leider nicht der Fall ist. Die Zielgruppe dürfte daher eher im Bereich derjenigen Nutzer liegen, die über das Zurneige-Gehen der Batterien/des Akkus lieber durch eine dunkler werdende Lampe informiert werden möchten, als durch Blinksignale oder direktes Ausgehen der Lampe.
Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von LiteXpress www.litexpress.com. Weitere Infos zur Lampe sind unter derselben Adresse zu finden. Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier

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Größenvergleich. Von links: Fenix LD10, Led Lenser P7, Fenix TK11, Lumintop TD-15, Solarforce L2, LiteXpress X-Tactical 105.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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LiteXpress X-Tactical 105 Rotfilter

 

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LiteXpress X-Tactical 105 Grünfilter

 

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LiteXpress X-Tactical 105 Blaufilter

 

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LiteXpress X-Tactical 105 Low

 

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LiteXpress X-Tactical 105 Medium

 

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LiteXpress X-Tactical 105 High

 

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LiteXpress X-Tactical 105 Maximum

 

LiteXpress X-Tactical 105 023
Olight M30

 

LiteXpress X-Tactical 105 024
MTE SSC P7

 

LiteXpress X-Tactical 105 025
Powertac Warrior

 

LiteXpress X-Tactical 105 026
Zebralight SC600

 

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