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25. Oktober 2012

Armytek Viking X

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Die Armytek Viking X ist eine helle, handliche Lampe mit gleichmäßiger Ausleuchtung, deren Bedienkonzept – nun ja, sagen wir mal … etwas gewöhnungsbedürftig ist.


Verpackung/Lieferumfang:
Im schlichten Pappkarton sind die Lampe mit momtiertem Combat-Ring aus Gummi, ein flacher Ring, ebenfalls aus Gummi, der anstelle des Combat-Rings montiert werden kann, Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi, ein Gürtelclip, ein Holster, ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung enthalten. Warum die Bedienungsanleitung allerdings auf russisch ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht ist man ja bei Armytek in Kanada der Meinung, es gäbe die DDR noch und die Lampe sei ein Musterbeispiel für Nachhilfe im Russisch-Unterricht.

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Der Armytek-typische Pappkarton.

 

 

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Der Inhalt des Kartons.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 153 mm
Reflektoröffnung: 31 mm
Durchmesser Kopf: 39,5 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 164 g
Gewicht mit Akku: 210 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: Loch im Combat-Ring; Schlitze im Gürtelclip.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Insgesamt gibt sich die Lampe nicht wie eine „abgespeckte“ Version der Armytek Predator, sondern als eine eigenständige, robuste Lampe, die so schnell nichts aus der Bahn werfen dürfte. Die Verarbeitung ist hochwertig, lediglich die Tatsache, dass der von Werk aus montierte Combat-Ring sich munter hin- und her dreht, nervt mich persönlich etwas.

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Doppelter Dichtring für zuverlässige Wasserdichtheit. Die Gewinde zur Tailcap und zum Lampenkopf wurden werksseitig bereits ausreichend gefettet.

 

 

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Gute Materialstärke.

 

 

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Innenansicht Lampenkopf.

 

 

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Der Combat-Ring aus Gummi dreht sich munter am Gehäuse und ist deshalb nicht mein Freund.

 

 

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Alternativ kann ein flacher Ring montiert werden.

 

 

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Diese Variante gefällt mir persönlich besser.

 

 

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Wer möchte, kann anstelle der Ringe auch den Gürtelclip montieren.


Leuchteinheit:
Eine Cree-XM-L-U2-LED sitzt in einem SMO-Reflektor aus Aluminium. Die Frontlinse ist beschichtet und wurde aus gehärtetem Glas gefertigt.

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Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann der Wikinger mit zwei CR123-Batterien oder einem 18650-LiIon-Akku. Zum Test kam ein AW-Akku mit 2.600mAh ins Batterierohr. Die Lampe wurde beim Test in der hellsten Stufe betrieben, die mit 750 Lumen angegeben ist und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 16.800 Lux
nach 5 Minuten: 16.700 Lux
nach 10 Minuten: 16.600 Lux
nach 20 Minuten: 16.600 Lux
nach 30 Minuten: 16.600 Lux
nach 40 Minuten: 16.600 Lux
Nach 42 Minuten schaltete die Lampe in die High-Stufe (11.800 Lux).
nach 50 Minuten: 11.800 Lux
nach 60 Minuten: 11.800 Lux
nach 70 Minuten: 11.800 Lux
nach 80 Minuten: 11.800 Lux
Nach 85 Minuten schaltete die Lampe zurück auf 8.500 Lux.
nach 90 Minuten: 8.500 Lux.
In der Folgezeit schaltete die Lampe noch einige Male herunter und war nach 105 Minuten bei 1.100 Lux angekommen. Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannug von 2,88 Volt gemessen, Ende des Tests.

Fazit: Die Regelung funktioniert grundsätzlich ausgezeichnet. Die Tatsache, dass die Lampe nach mehr als 40 Minuten Dauerbetrieb in der hellsten Stufe zurückschaltet, empfinde ich persönlich nicht wirklich als Manko. Denn auch in der zweiten Stufe liefert die Viking X immer noch genug Licht für nahezu alle Anwendungen. Durch weiteres Herunterschalten wird die Laufzeit verlängert; allerdings sollte man den Akku wechseln, wenn die Viking X zusehends dunkler wird, da sie nicht abschaltet.
Beim Dauerbetrieb in der hellsten Stufe wird die Lampe zwar ordentlich warm, Blutkühlung und Umgebungsluft sollten aber in der Praxis für Dauerbetriebsfestheit genügen.

Bedienung:
Die Bedienung ist zwar einfach, aber sehr ungewöhnlich, und ob sie optimal ist, lasse ich mal dahingestellt. Grundsätzlich gilt: Der Schalter ist ein Forward-Clicky. Bei festgezogenem Lampenkopf sind somit auch Morsen und SOS möglich. Bei gelöstem Kopf indes nicht. Womit wir beim Schaltkonzept wären. Wenn der Lampenkopf angezogen ist, leuchtet die Viking grundsätzlich in der hellsten Stufe, angegeben mit 750 Lumen für 2 Stunden und 35 Minuten, was nicht ganz hinkommt, wie der Laufzeittest gezeigt hat. Ist der Lampenkopf leicht gelöst, werden durch Antippen des Clickys nacheinander die Stufen Low (angegeben mit 7 Lumen für 170 Stunden); Mid (angegeben mit 90 Lumen für 16 Stunden und ein paar Zerquetschte); High (angegeben mit 520 Lumen für 2 Stunden und 50 Minuten) angewählt. Wenn die Lampe länger als zwei Sekunden ausgeschaltet war, startet sie bei gelöstem Lampenkopf immer im dunkelsten Modus. Wenn man zwischen Turbo und einer der anderen Stufen wechselt, bleibt diese Stufe solange gespeichert, bis die Lampe ausgeschaltet wird.
Wir haben es also mir einem Mix aus Durchschalten der Modi mittels Clicky und Festziehen/Lösen des Lampenkopfs zu tun. Das ist durchaus nichts Ungewöhnliches, aber bei der Viking X erschwert es in meinen Augen die Bedienung, da bei festgezogenem Lampenkopf nur ein Modus erreicht werden kann, bei gelöstem Lampenkopf jedoch deren drei. Wenn man vom hellsten Modus in den mittleren wechseln möchte, zuvor aber der dunkelste aktiviert war, muss man… Ihr ahnt es schon, es ist nicht gerade einfach, und es mag vielleicht innovativ sein, aber nicht wirklich intuitiv.

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Der Schalter ist leicht erhaben, deshalb kann die Lampe den Tailstand nicht. Der Druckpunkt ist mittelhart und konkret, Momentlicht ist schon durch leichtes Antippen möglich.

 

 

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Der Minus-Kontakt ist gefedert.


Beam:
Bedingt durch die Kombination aus relativ tiefem Reflektor und XM-L-LED ergibt sich ein insgesamt homogenes, aber leicht spotlastiges Lichtbild, das die Lampe zu einem guten Allrounder macht. Lediglich auf kürzeste Entfernungen wirkt der Wikinger extrem spotbetont, was meinem Dafürhalten nach allerdings keinen Nachteil darstellt.

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„White-wall-beamshot“ Armytek Viking X.


Resümee:
Die Armytek Viking X hinterlässt insgesamt einen guten Eindruck. Die Gesamtlaufzeit wird zwar durch mehrmaliges Herunterschalten erkauft, dennoch ist dies gar keine schlechte Idee. Denn im Praxisbetrieb wird man die Lampe bei einem nächtlichen Einsatz ohnehin selten so lange in der hellsten Stufe betreiben. Und wer seine LiIon-Akkus immer brav nach jedem Einsatz lädt, wird vom Herunterregeln wahrscheinlich nicht einmal etwas mitbekommen. Allerdings sollte man den Akku spätestens dann wechseln, wenn die Lampe kontinuierlich dunkler wird, dann auf eine Abschaltung hat man leider verzichtet.
Das Bedienkonzept als eine Mischung aus Lösen/Festziehen des Lampenkopfs und mehrfachem Drücken des Clickys ist gewöhnungsbedürftig. Meins ist es defininitv nicht, aber wer sich daran gewöhnen kann oder die Lampe vorrangig nur in zwei Helligkeitsstufen betreibt, ist bei einem Preis von rund 70 Euro (Stand: Oktober 2012) sicherlich nicht schlecht beraten. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Weitere Informationen finden sich auf der Herstellerseite www.armytek.com

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Größenvergleich. Von links: Armytek Predator, Armytek Viking X, Fenix TK15, Oveready Surefire C2, Spark SL6, Inova X5, Led Lenser P5R.

 

 

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Armytek Viking X Low

 

 

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Armytek Viking X Med

 

 

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Armytek Viking X High

 

 

Armytek_Viking_X_019
Armytek Viking X Turbo

 

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Armytek Predator OP

 

 

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Lumintop TD15

 

 

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Oveready Surefire C2 Nailbender XM-L-Drop-in

 

 

Armytek_Viking_X_023
Spark SL6-740 NW

 

 

Armytek_Viking_X_024
Zebralight SC600 CW

 

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