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29. Oktober 2012

Fenix RC10

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Fenix setzt bei seinen neuen Modellen verstärkt auf das Zwei-Schalter-Prinzip. Und bei der RC10 dazu auf ein Komplettpaket.


Verpackung/Lieferumfang:

In einem stabilen Kunststoffkoffer sind die Lampe mit bereits eingelegtem Akku, eine Ladeschale, ein Ladegerät inklusive zwei aufsteckbaren Steckdosenadaptern, ein Ladekabel für den Anschluss an einen 12-Volt-Zigarettenanzünder im Auto, Ersatz-O-Ringe, ein Lanyard, eine Bedienungsanleitung in englischer und chinesischer Sprache, eine Garantiekarte und eine kleine Fenix-Werbebroschüre enthalten.

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Ausgeliefert wird die Lampe in einem Kunststoffkoffer.

 

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Das sieht man, wenn man den Koffer öffnet.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 161,5 mm
Reflektoröffnung: 25 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 26 mm
Gewicht: 150 g
Gewicht mit Akku: 200 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Schlitz in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Auf den ersten Blick gibt es nichts zu bemängeln. Anodisierung und Gesamtverarbeitung sind hochwertig. Das Tailcap-Gewinde weist bei den ersten Umdrehungen zwar einiges an Spiel auf, greift aber bei den letzten Umdrehungen stramm und fest.

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Der Lampenkopf ist im Verhältnis zur Länge der Lampe zwar nicht übermäßig, aber doch relativ groß geraten. Auch wenn es so aussieht: Zu öffnen ist er ohne Gewalt nicht. Hier bleibt Fenix sich treu.

 

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Das Gewinde zur Tailcap ist von Werk aus nicht gefettet. Während der ersten Umdrehungen ist merklich Spiel vorhanden, dreht man die Tailcap weiter zu, greift das Gewinde bombenfest.

 

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Wenn ich Gewinde schneiden könnte, würde ich es anders machen als Fenix beim Testmodell der RC10. Sieht nicht wirklich schön aus, tut der Funktion aber keinen Abbruch.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree-XP-G-R5-LED. Der Reflektor ist ein SMO aus Aluminium, die Frontscheibe ist eine gehärtete ultralkare Glaslinse mit Anti-Reflex-Beschichtung.

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Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ins Batterierohr kommt ein Spezialakku, der verpolungssicher ist. Plus- und Minus sitzen jeweils auf einer Seite des Akkus. Völlig egal also, wie man den Akku einlegt, ein „Falsch“ gibt es nicht. Der Akku hat eine angegebene Kapazität von 2.200mAh; bei der Zellchemie handelt es sich um LiIon.

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Der Akku sieht an beiden Enden gleich aus. Plus liegt in der Mitte, Minus außen.

 

Der Test erfolgte in der hellsten Leuchtstufe, die mit 380 ANSI-Lumen angegeben ist. Zur Kühlung diente ein Verntilator.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 12.700 Lux
nach 5 Minuten: 12.500 Lux
nach 15 Minuten: 12.500 Lux
nach 30 Minuten: 12.200 Lux
nach 45 Minuten: 10.900 Lux
nach 60 Minuten: 10.200 Lux
nach 75 Minuten: 9.600 Lux
nach 90 Minuten: 8.800 Lux
nach 105 Minuten: 7.600 Lux
Nach 112 Minuten brach die Lampe merklich ein. Nach 115 Minuten wurden noch 4.700 Lux gemessen. Nach 117 Minuten blinkte die Lampe kurz auf und schaltete dann in die dunkelste Stufe. Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,30 Volt gemessen.

Fazit: Die Fenix-Produktphilosophie, ausschließlich hervorragend gegelte Lampen auf den Markt zu bringen, greift bei der RC10 nicht. Der Verlust an maximal verfügbarer Leistung hält sich über die Gesamtlaufzeit zwar in Grenzen, ist aber deutlich messbar und wird irgendwann auch fürs Auge sichtbar.

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Die Ladekontakte an der Unterseite der Lampe…

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…rasten im Ladegerät ein.

 

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Die RC10 während des Ladevorgangs.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die RC10 mit einem Tailcap-Forward-Clicky, mit dem auch Momentlicht und Morsen möglich ist. Die Modi werden mittels Seitenschalter in der Reihenfolge Low-Mid-High-Turbo angewählt. Die einzelnen Leuchtstufen sind von Fenix nach ANSI-Standard wie folgt angegeben: Low: 5 Lumen für 142 Stunden; Mid: 40 Lumen für 26 Stunden und 30 Minuten; High: 140 Lumen für 6 Stunden und 10 Minuten; Turbo: 380 Lumen für 1 Stunde und 55 Minuten. Die Lampe verfügt über Memory und startet immer in dem Modus, in dem sie vor dem letzten Ausschalten eingeschaltet war. Wenn der Seitenschalter gedrückt gehalten wird, wechselt die Lampe in den Strobe-Modus mit wechselnder Frequenz. Durch Antippen gelangt man in die zuletzt aktivierte Helligkeitsstufe.

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Mit dem Heckschalter wird die Lampe eingeschaltet. Der Schalter ist leicht erhaben, der Tailstand somit nicht möglich.

 

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Mit dem grauen Seitenschalter werden die Leuchtstufen angewählt. Mein persönlicher Freund ist das Getaste nach dem Seitenschalter im Dunkeln nicht gerade, aber es gibt sicherlich genug Freunde dieses Prinzips, und ich bin schließlich auch nicht der Maßstab. Umständlich darf ich es aber trotzdem finden.

 

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Die Tailcap von innen.


Beam:
Der Hotspot setzt sich klar definiert, aber weich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung liefert die Lampe eine spotbetonte Ausleuchtung mit immer noch ausreichend Streulicht.

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„White-wall-beamshot“ Fenix RC10.


Resümee:
Das Paket ist insgesamt stimmig. Mit der Fenix RC10 bekommt man eine „Rundum-sorglos-Lampe“, die gut verarbeitet ist. Bei der gewohnt stabilen Fenix-Regelung hapert es allerdings, denn die RC10 hält die maximal verfügbare Leistung nur für etwas weniger als 30 Minuten und wird dann über die Restlaufzeit langsam aber kontinuierlich dunkler. Das mag vielleicht einige Käufer freuen, da dadurch eine längere Laufzeit erreicht wird – ideal sieht allerdings anders aus. Aber generell habe ich den Eindruck, dass Fenix sich in letzter Zeit vor allem den zusätzlichen Markt der „Normalnutzer“ erschließen möchte, und für die ist nunmal eine längere Laufzeit wichtiger als eine gleichbleibende Helligkeit. Von daher ist der gewählte Kompromiss sicherlich eine gute Lösung, die echte Flashaholics allerdings weniger überzeugen dürfte.
Angesprochen dürften mit der RC10 somit vor allem diejenigen Nutzer, die sich über Spezialakkus, entsprechende Ladegeräte und eine perfekt geregelte Lampe keine Gedanken machen möchten. Die RC10 wird lediglich ins Ladegerät geschoben – einfacher geht’s nicht. Erhhältlich ist die RC10 zu einem Preis von 129 Euro (Stand: Oktober 2012).
Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von der Kato-Deutschland-GmbH www.edenwebshops.de Weitere Informationen zur Lampe sind auf der Herstellerseite unter www.fenixlight.com zu finden.

Fenix RC10 016
Größenvergleich. Von links nach rechts: Fenix RC10, Armytek Predator, EagleTac T20C2 Mark II, Solarforce L2, Surefire G2 Nitrolon, Ultrafire C3.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Fenix RC10 017
Kontroll-Shot

 

Fenix RC10 018
Fenix RC10 Low

 

Fenix RC10 019
Fenix RC10 Mid

 

Fenix RC10 020
Fenix RC10 High

 

Fenix RC10 021
Fenix RC10 Turbo

 

Fenix RC10 022
Tank007 TR01

 

Fenix RC10 023
Armytek Predator OP

 

Fenix RC10 024
Lumintop TD-15

 

Fenix RC10 025
Xeno G42

 

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