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28. November 2012

ThruNite Ti

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ThruNite Ti 001
Die ThruNite Ti spielt in der Liga der Mini-EDC/Schlüsselbundlampen. Macht sie das gut oder schlecht?


Verpackung/Lieferumfang:

In einer Pappverpackung mit Sichtfenster sind die Lampe, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Schlüsselring und eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

ThruNite Ti 002
Verpackung…

ThruNite Ti 003
…und Lieferumfang. Die Lampe ist übrigens in fünf Farben erhältlich.


Beschreibung der Lampe:

Länge: 73 mm
Reflektoröffnung: 11 mm
Durchmesser Kopf: 14,5 mm
Durchmesser Tail: 14 mm
Gewicht: 16 g
Gewicht mit Akku: 28 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

ThruNite Ti 004
Durch das rauhe Knurling ist die Lampe schön griffig.

 

ThruNite Ti 005
Der Nöpsi zur Schlüsselring- oder Lanyardbefestigung.

 

ThruNite Ti 006
Materialstärke Batterierohr.

 

ThruNite Ti 007
Das Gewinde läuft weich und fluffig. Die Einhandbedienung ist dadurch problemlos möglich.


Leuchteinheit:
Eine Cree-XP-E-LED verrichtet ihre Arbeit in einem OP-Reflektor. Die Frontlinse besteht aus Glas.

ThruNite Ti 008
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Betrieben werden kann die Lampe mit einer 1,5-Volt-Batterie, einem 1,2-Volt-Akku oder einem 10440-LiIon-Akku. Zwar gibt ThruNite die Lampe offiziell nur bis 1,5 Volt frei, den Betrieb mit 3,7 (4,2) Volt verpackt der Treiber allerdings ebenfalls. Zum Test kamen ein 1,2-Volt-Akku und ein LiIon-Akku ins Batterierohr. Bei den Testläufen diente ein Ventilator zur Kühlung.

Laufzeitmessung AAA-Akku (Sanyo Eneloop, 750mAh):
Beim Einschalten: 660 Lux
nach 5 Minuten: 540 Lux
nach 10 Minuten: 490 Lux
nach 20 Minuten: 440 Lux
nach 30 Minuten: 430 Lux
nach 40 Minuten: 430 Lux
nach 50 Minuten: 420 Lux
nach 60 Minuten: 420 Lux
nach 70 Minuten: 410 Lux
nach 80 Minuten: 400 Lux
nach 90 Minuten: 390 Lux
nach 100 Minuten: 380 Lux
nach 110 Minuten: 360 Lux
nach 120 Minuten: 340 Lux
nach 130 Minuten: 310 Lux
nach 140 Minuten: 290 Lux
nach 150 Minuten: 230 Lux
nach 160 Minuten: 180 Lux
nach 170 Minuten: 140 Lux
nach 180 Minuten: 90 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 1,07 Volt gemessen, Testende.

Laufzeitmessung 10440-Akku (Trustfire unprotected, angegeben mit 600mAh):
Beim Einschalten: 2.890 Lux
nach 5 Minuten: 1.970 Lux
nach 10 Minuten: 1.600 Lux
nach 20 Minuten: 590 Lux
nach 30 Minuten: 120 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit 2,48 Volt gemessen. Testende.

Fazit: Gut geregelt ist die ThruNite Ti weder mit einem NiMh-Akku noch mit einem LiIon-Akku. Ob eine gute Regelung bei einer Schlüsselbundlampe wirklich wichtig ist, lasse ich mal dahingestellt, da die Einsatzzeit einer solchen Lampe in der Praxis eher kurz ist. Nichtsdestotrotz gibt es besser geregelte Lampe dieser Größe. Wenn die Lampe fürs Auge sichtbar dunkler wird, sollte der Akku (vor allem beim LiIon-Betrieb) auf jeden Fall gewechselt werden, ansonsten droht die Tiefentladung, wie beim ungeschützten Testakku. Apropos ungeschützt: Zumindest die geschützten 10440-Akkus aus meinem Fundus passen nicht, vermutlich gilt das für alle geschützten Akkus dieser Größe.

Bedienung:
Ein- und durchgeschaltet wird die Ti mittels Twisty. Die Lampe verfügt über zwei Leuchtstufen. Kopmplett zugedreht liefert sie die maximale Leistung, leicht aufgedreht steht die dunklere Stufe zur Verfügung.
Die Lampe wird in zwei Versionen ausgeliefert, die sich lediglich durch den Low-Modus unterscheiden. Im hellen Modus liefern beide Varianten 60 Lumen; im dunklen Modus entweder 0,4 oder 3 Lumen. Beim Betrieb mit einem LiIon-Akku ist die Leistung deutlich höher. Über eine Ulbrichtkugel verfüge ich leider nicht, also musste grob das Ceiling-Bouncing für die „Ermittlung“ herhalten. Nach meiner groben Schätzung liefert die Lampe mit einem vollen Akku zwischen 200 und 250 Lumen. Wer eine wirklich helle Schlüsselbundlampe sucht, kann bei der ThruNite Ti aufhören zu suchen. Mit einem vollen 10440-Akku bestückt, zählt sie zu den hellsten Vertretern dieser Größe, die ich bislang in den Händen hatte.

Beam:
Wie bauartbedingt nicht anders zu erwarten, ist der Beam sehr homogen. Auf kürzeste Distanzen setzt sich der Hotspot mit einer kleinen Corona vom Sidespill ab.

ThruNite Ti 009
„White-wall-beamshot“ der ThruNite Ti.


Resümee:
Die Verarbeitung der ThruNite Ti lässt nicht zu wünschen übrig, der Preis ebenfalls nicht. Die nicht optimale Regelung gibt grundsätzlich Anlass zur Kritik – wobei viele Nutzer allerdings eine längere Laufzeit einer perfekten Regelung bei einer solchen Lampe vorziehen. Mich persönlich stört der Verlust an Helligkeit über die gesamte Laufzeit nicht, wird doch die Lampe meist nur kurzzeitig eingesetzt und wenn, reicht das, was vorne aus der Lampe rauskommt, jederzeit aus.
Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis zwischen 16 Dollar und 21 Euro, je nach Bezugsquelle (Stand: November 2012), ist teils aber auch deutlich günstiger im bunten Internetz zu finden.

ThruNite Ti 010
Größenvergleich. Von oben: ThruNite Ti, Fenix E01, iTP A3 EOS, Spark SK7, Dereelight DA3.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

ThruNite Ti 011
Kontroll-Shot

 

ThruNite Ti 012
ThruNite Ti (1,2 Volt)

 

ThruNite Ti 013
Tank007 TK703 (1,2 Volt)

 

ThruNite Ti 014
iTP A3 EOS (1,2 Volt)

 

ThruNite Ti 015
Dereelight DA3 (1,2 Volt)

 

ThruNite Ti 016
Spark SK7 (1,2 Volt)

 

ThruNite Ti 017
ThruNite Ti (4,2 Volt)

 

ThruNite Ti 018
Tank007 TK703 (4,2 Volt)

 

ThruNite Ti 019
iTP A3 EOS (4,2 Volt)

 

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