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6. Dezember 2012

Fenix E21

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Fenix E21 001
Die Fenix E21 ist eine gute und günstige Einsteiger-Lampe, die so ziemlich jede Einsteiger-Lampe aus dem Baumarkt oder Elektronik-Markt locker verbläst.


Verpackung/Lieferumfang:
In der Fenix-typischen Papp/Plastikverpackung sind neben der Lampe zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Schaltergummi für die Tailcap, ein Lanyard und eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 161 mm
Reflektoröffnung: 19 mm
Durchmesser Kopf: 26 mm
Durchmesser Tail: 22,5 mm
Gewicht: 96 g
Gewicht mit Akkus: 148 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitz in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Trotz des niedrigen Preises macht die E21 keineswegs einen billigen Eindruck. Alle Gewinde laufen sauber und in den letzten Umdrehungen komplett spielfrei, und auch die Eloxierung wurde einwandfrei ausgeführt.

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Gewinde zur Tailcap.

 

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Gewinde zum Lampenkopf.

 

Fenix E21 004
Solide Materialstärke.

 

Fenix E21 005
Lampenkopf von innen.


Leuchteinheit:
Eine Cree-XP-E-LED sitzt in einem SMO-Reflektor. Als Linse kommt eine gehärtete, antireflex-beschichtete Glaslinse zum Einsatz.

Fenix E21 006
Welche isses denn nu?


Stromversorgung/Laufzeittest:

Betrieben werden kann die E21 mit zwei AA-Batterien/AA-Akkus. Beim Test wurden beide möglichen Stromversorger eingesetzt, die Lampe in der hellsten Stufe betrieben und prophylaktisch durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung AA-Akkus (Sanyo Eneloop, 2.000mAh):
Beim Einschalten: 5.400 Lux
nach 5 Minuten: 5.400 Lux
nach 15 Minuten: 5.400 Lux
nach 30 Minuten: 5.400 Lux
nach 45 Minuten: 5.400 Lux
nach 60 Minuten: 5.400 Lux
nach 75 Minuten: 5.400 Lux
nach 90 Minuten: 5.400 Lux
nach 105 Minuten: 5.400 Lux
nach 107 Minuten begann die Lampe, langsam herunterzuregeln. Eine Minute später war sie bei 2.000 Lux angekommen. Die Akkus wurden entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 1,0 und 0,98 Volt gemessen.

Laufzeitmessung AA-Batterien (Duracell-Alkaline):
Beim Einschalten: 5.400 Lux
nach 5 Minuten: 5.400 Lux
nach 15 Minuten: 5.400 Lux
nach 30 Minuten: 600 Lux
nach 45 Minuten: 200 Lux
nach 60 Minuten: 100 Lux
Testabbruch wegen Sinnlosigkeit.

Fazit: Die gute alte Fenix-Regelung greift auch hier. Über den gesamten Laufzeitraum bleibt die maximale Leuchtkraft konstant. Besser geht’s nicht. Alkali-Batterien sind, wie bei allen guten Lampen, die mir in den letzten Jahren in die Finger gekommen sind, nur eine Notlösung, falls die Lampe kontinuierlich über eine längere Zeit in der hellsten Stufe betrieben werden soll, da sie einfach zu schnell einknicken. Wird die Lampe immer nur kurzzeitig in dieser Stufe betrieben, liefern auch Alkali-Zellen einen guten Job ab und bieten dem Normalanwender zudem den Vorteil, dass sie zu jeder Tages- und Nachtzeit im Supermarkt oder an der Tankstelle für kleines Geld zu haben sind.
Eine Abschaltung gibt es nicht. Beim Akkubetrieb sollte man daher tunlichst darauf achten, die Akkus beim ersten Anzeichen dunkler werdenden Lichts zu wechseln, ansonsten rutschen sie in Bereiche, die ihnen langfristig nicht gut tun.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit mittelhartem und konkretem Druckpunkt. Morsen und SOS sind möglich. Die Lampe verfügt über zwei Leuchtstufen, die durch Festziehen bzw. Lösen des Lampenkopfs angewählt werden. Bei festgezogenem Lampenkopf liefert die Lampe laut Hersteller 150 Lumen für 2 Stunden, bei leicht gelöstem Kopf 48 Lumen für 11 Stunden.

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Der Clicky verfügt über einen konkreten Druckpunkt und steht übers Gehäuse hinaus. Der Tailstand ist somit nicht möglich.

 

Fenix E21 008
Tailcap von innen.


Beam:
Der Hotspot setzt sich definiert aber weich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung wirkt die Lampe leicht spotbetont bei ausreichend Streulicht.

Fenix E21 009
„White-wall-beamshot“ Fenix E21.


Resümee:

Weniger ist bei der Fenix E21 mehr. Auf den ersten Blick scheint die Lampe aufgrund des niedrigen Preises eine „abgespeckte“ Version der LD20 oder der LD22. Dieses Abspecken bezieht sich allerdings nur auf die Anzahl der Modi. Kein Low, Mid, High und Turbo, kein verstecktes Geblinke, das sowieso kein Mensch braucht – lediglich zwei sinvoll gewählte Leuchtstufen. Das macht die Lampe in meinen Augen auf eine Art sogar besser als die höherpreisigen Modelle. Zwei Leuchtstufen bei einer konsequent simpel umgesetzten Bedienung, die jeder versteht, dazu eine Stromversorgung, die Einsteigern schmecken dürfte, da keine „exotischen“ Akkus zugekauft werden müssen, sondern die Lampe mit handelsüblichen AA-Akkus oder Batterien betrieben werden kann. Und qualitativ steht die E21 den teureren Modellen in nichts nach. Das fängt bei der guten Verarbeitung an und hört bei der nicht minder guten Regelung noch längst nicht auf. Für einen Preis von gerade mal 35 Euro (Stand: Dezember 2012) ist die Lampe ein echtes Schnäppchen. Weitere Infos finden sich unter www.fenixlight.com auf der Herstellerseite. Erhältlich ist die Lampe zum Beispiel hier.

Fenix E21 010
Von oben nach unten: LiteXpress Workx207, Fenix LD20, Niteye MSA20, Fenix E21, EagleTac P20A2 MKII.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Fenix E21 011
Kontroll-Shot

 

Fenix E21 012
Fenix E21 Low

 

Fenix E21 013
Fenix E21 High

 

Fenix E21 014
Fenix LD10

 

Fenix E21 015
Fenix LD20 (XR-E)

 

Fenix E21 016
SecuriLed RC4 R-II

 

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