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12. Dezember 2012

Rofis ER10

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 13:15

 

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Sie ist klein, ausreichend hell für alle Tätigkeiten im unmittelbaren Nahbereich und sieht edel aus: die Rofis ER10.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappschächtelchen mit Magnetverschluss sind die Lampe, ein Schlüsselring, ein Ersatz-O-Ring, eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache und eine Garantiekarte enthalten.

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Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 74,5 mm
Reflektoröffnung: 10,5 mm
Durchmesser Kopf: 14 mm
Durchmesser Tail: 13,5 mm
Gewicht: 30 g
Gewicht mit Akku: 42 g
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Löcher im Tail.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die ER10 wirkt durch ihr Edelstahlgehäuse und das eingearbeitete Muster sehr edel. Das Gewinde wurde passgenau geschnitten und läuft sauber und rund.

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Leuchteinheit:
Zum Einsatz kommt eine Cree-XP-G-R5-LED in einem SMO-Reflektor. Die Frontlinse besteht aus Glas.

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Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit einer AAA-Batterie/einem AAA-Akku. Getestet wurde mit einem NiMh-LSD-Akku von Sanyo sowie einer Alkaline-Batterie. Die Lampe wurde dabei in der hellsten Leuchtstufe eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung AAA-Akku (Sanyo Eneloop, 750mAh):
Beim Einschalten: 480 Lux
nach 5 Minuten: 460 Lux
nach 10 Minuten: 460 Lux
nach 20 Minuten: 460 Lux
nach 30 Minuten: 460 Lux
nach 40 Minuten: 150 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 0,97 Volt gemessen. Testende.

Laufzeitmessung AAA-Alkaline-Batterie:
Beim Einschalten: 470 Lux
nach 5 Minuten: 390 Lux
nach 10 Minuten: 290 Lux
nach 20 Minuten: 20 Lux
Den Rest schenken wir uns, weil wir es kennen: Die Batterie erholt sich nach dem Ausschalten der Lampe, bringt nach einer halben oder ganzen Stunde wieder die maximale Leistung, aber für noch kürzere Zeit als beim ersten Einschalten. Die Batterie erholt sich nach dem Ausschalten der Lampe, bringt nach einer halben oder ganzen Stunde wieder die maximale Leistung, aber für noch kürzere Zeit als beim zweiten Einschalten. Die Batterie erholt sich nach dem Ausschalten der Lampe, bringt aber nicht mehr die maximale Leistung und selbst das für noch kürzere Zeit als beim dritten Einschalten. Anschließend dümpelt die Lampe bei einem, zwei oder zweidreiviertel Lux noch gefühlte drei Milliarden Jahre vor sich hin, bis die Batterie ihr zartes, ungerechtes Leben endgültig aushaucht.

Fazit: Die schönsten Sachen sind immer die, die nicht in der Bedienungsanleitung stehen. Die Lampe ist zwar sehr gut geregelt, regelt aber etwa alle siebeneinhalb Minuten automatisch auf 310 Lux herunter. Um den Laufzeittest bei voller Leistung durchführen zu können, habe ich sie anschließend immer wieder in der hellsten Stufe eingeschaltet.
Bei der Alkali-Batterie war dies nicht nötig, da die Spannung schon nach wenigen Minuten einbrach und dem Herunterregeln zuvorkam. Auch bei der ER10 gilt: Alkalines sind selbst bei einer nicht allzu leistungsstarken Taschenlampe eher etwas für den Notbetrieb, dafür bieten sie den Vorteil, dass man sie, wenn der Notbetrieb angesagt ist, auch nachts an der Tankstelle bekommt.
Eine Abschaltung hat Rofis der ER10 nicht spendiert, was im Sinne des Batteriebetriebs sicherlich auch sinnvoll ist. Für den Akkubetrieb ist das allerdings kontraproduktiv, da die Tiefentladung droht. Bei dunkler werdender Lampe mit Akku im Tank sollte man daher selbigen schleunigst wechseln.

Bedienung:
Bedient wird die ER10 mittels Twisty. Sie verfügt über drei Leuchtstufen, die in der Reihenfolge Mittel-Dunkel-Hell durchgeschaltet werden. Eine Memory-Funktion gibt es nicht. Angegeben sind die Leuchtstufen wie folgt: Mid: 30 Lumen für 3 Stunden; Low: 3 Lumen für 28 Stunden; High: 85 Lumen für 1 Stunde und 10 Minuten. Gegen falsches Einlegen des Stromversorgers ist die Lampe mit einem Verpolungsschutz ausgestattet.

Beam:
Wie nicht anders zu erwarten, ist der Beam sehr „floody“ und leuchtet den Nahbereich gleichmäßig aus.

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Resümee:
Mit der ER10 hat Rofis eine hübsche und gut verarbeitete Schlüsselbund-Lampe abgeliefert, die für den Schlüsselbund eigentlich schon fast zu schade ist. Die Regelung funktioniert hervorragend; die Tatsache, dass die Lampe alle paar Minuten automatisch herunterschaltet, werte ich nicht als Nachteil, da man eine Lampe mit diesem Anwendungszweck ohnehin selten länger als ein paar Minuten in der hellsten Stufe betreiben wird. Der Preis von 42 Euro (Stand: Dezember 2012) ist für das gute Stück durchaus angemessen. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de, wo sie auch erhältlich ist.

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Größenvergleich der Leuchtzwerge. Von links: Rofis ER10, Dereelight DA3, Tank007 TK703, iTP A3 EOS upgraded, Fenix E01, Thrunite Ti, Spark SK7.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 3 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Fairerweise wurde auch die Thrunite Ti, bei der auch der Betrieb mit einem 10440-LiIon-Akku möglich ist, mit 1,2 Volt betrieben.

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Kontroll-Shot

 

 

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Rofis ER10

 

 

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Dereelight DA3

 

 

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Thrunite Ti

 

 

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Unfairerweise wurde die Thrunite Ti doch noch mit einem LiIon-Akku bestückt.

 

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