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17. Dezember 2012

Peak Eiger 10180 Small Mule

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Die Peak Eiger 10180 Small Mule dürfte der kleinste Flutlichtstrahler der Welt sein.

 

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Verpackung/Lieferumfang:

Oveready liefert die Lampe, sicher in einer Schaumstoffrolle verpackt, in einem Pappkarton aus.

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Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 41 mm
Durchmesser Kopf: 13,5 mm
Durchmesser Tail: 13,5 mm
Gewicht: 19 g
Gewicht mit Akku: 22 g
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die Verarbeitung ist astrein, das Gewinde greift bereits nach den ersten Umdrehungen sowas von satt, dass allein das Auf- und Zudrehen schon richtig Spaß macht. Gleichzeitig läuft das Gewinde leicht genug, um eine Einhandbedienung zu ermöglichen. Trotz ihrer geringen Abmessungen und des vermeintlich geingen Gewichts merkt man, dass man bei dieser Edelstahl-Lampe mit 19 Gramm ordentlich was in der Hand hat. Die Fenix E01, die iTP A3 EOS, die LiteXpress Mini Palm 101 oder die Spark SK 7, die allesamt fast doppelt so lang sind, wiegen einige Gramm weniger.

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Materialstärke Body.

 

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Das Gewinde läuft satt und stramm. Die Einhandbedienung ist trotzdem problemlos möglich.


Grundsätzliches:
Die Peak Eiger 10180 gibt es in verschiedenen Ausführungen. Man bekommt, was man bestellt. So kann man zwischen einem flachen Lampenpopo und zwei Key Lugs wählen. Bei der Helligkeit stehen zwei Varianten mit regelbarer beziehungsweise fester (maximaler) Leistung zur Verfügung. Was die Optik angeht, gibt es ebenfalls zwei Varianten: Eine mit Reflektor, die andere ohne. Die hier vorgestellte Variante mit „Small-Mule-Optik“, also ohne Reflektor, ist meines Wissens nur bei Oveready erhältlich. Alle Maßangaben, Werte, etc. in diesem Test gelten daher selbstverständlich nur für das hier vorgestellte Modell.
Interessant ist vielleicht noch die Tatsache, dass die relativ neue Verordnung zur Akku-Ausfuhr aus den U.S.A hier konsequent umgesetzt wurde. Obwohl ich zwei Akkus bestellt hatte, wurde nur einer ausgeliefert, weil der zum Betrieb unerlässlich ist. Das Geld für den Ersatzakku wurde einen Tag nach der Bestellung zurückgebucht. Unterwegs aus den Staaten ins Ruhrgebiet war die Lampe von der Bestellung bis zur Ankunft gerade mal neun Tage.

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Bei der „Short-Flat“-Variante ist der Tailstand möglich.


Leuchteinheit:
Eine Cree-XP-G2-LED sitzt hinter einer Glaslinse. Ein Reflektor wurde nicht verbaut.

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Stromversorgung:
Betrieben wird die Lampe mit einem 10180-LiIon-Akku. Da sie in der hellsten Einstellung einerseits auch trotz Kühlung sehr heiß wird und andererseits die hellste Einstellung immer nur kurzzeitig abgerufen werden kann, da der Akku das nicht lange mitmacht, habe ich auf einen Laufzeittest verzichtet. Aufgrund der geringen Kapazität des Akkus sind mehr als ein paar Minuten Laufzeit in der hellsten Einstellung ohnehin nicht möglich. Je nach Nutzungskadenz und der dabei eingestellten Helligkeit sind in der Praxis tatsächlich nur wenige Minuten bis zu mehreren Wochen möglich.

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Von links: Peak Eiger 10180 Small Mule, 10180-Akku, CR123A-Batterie, AA-Batterie, 18650-Akku.


Bedienung:

Eingeschaltet wird die Lampe mittels Twisty, mit dem auch die Helligkeit geregelt wird. Um zu erklären, wie das funktioniert, nehme ich mir die Dreistigkeit heraus, einfach mal vom geschätzten Kollegen The Driver, der im CPF und im Taschenlampen-Forum aktiv ist, zu klauen und lediglich ein bisschen umzuformulieren, denn besser könnte ich es sicherlich nicht erklären.
Die Helligkeit wird mittels QTC (Quantum Tunneling Composite) stufenlos geregelt. QTC ist ein elektrischer leitender Schwamm, dessen Widerstand sich mit zunehmendem Druck verringert. Je weiter man die Lampe zusammenschraubt, desto heller wird sie (also eine Art Poti). Die QTC-Pill besteht aus zwei Metallscheiben und dem QTC dazwischen. Diese wird im Batterierohr versenkt.
In der Praxis funktioniert das ausgezeichnet, wenngleich es, zumindest beim Testmodell, auch einige kleine Schwächen gab. So wird die dunkelste Einstellung erst dann erreicht, wenn man den Twisty nach dem Einschalten wieder ein kleines Stück zurückdreht. Und wenn man die Lampe eingeschaltet ein wenig fester auf den Tisch stellt, ändert sie die Helligkeit. Ob dies ein Einzelfall ist, weiß ich nicht.
Die Lampe läuft im Direct-Drive Modus, der Strom wird durch das QTC begrenzt.

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Innenansicht Lampenkopf.


Beam:
Dadurch, dass kein Reflektor verbaut wurde, ist die Lampe extrem floody. Selbst auf ganz kurze Entfernungen gibt es keinen Hotspot, alles ist Flutlicht.

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„White-wall-beamshot“ Peak Eiger 10180 Small Mule.


Resümee:
Obwohl die Peak Eiger 10180 Small Mule im erweiterten Sinne eine Serienlampe ist, ist es beileibe keine Lampe von der Stange. Die Verarbeitung ist hervorragend, die QTC-Technologie zur Helligkeitsregelung eine tolle Lösung, auch wenn das Testmodell diesbezüglich einige kleine Schwächen aufwies. Über die Laufzeit mit einem 10180-Akku muss man nicht diskutieren, denn man erwirbt eine solche Lampe nicht, um damit nächtelang auf die Jagd zu gehen. Als täglicher kleiner Begleiter bereitet die Lampe viel Freude, auch, wenn man den Akku häufiger mal nachladen muss.
Erhältlich ist die Peak Eiger 10180 Small Mule für 72 US-Dollar. Weitere Infos finden sich auf den Seiten www.oveready.com bzw. www.peakledsolutions.net

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Links: Peak Eiger, rechts: Lummi Wee.

 

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Von links nach rechts: Lummi Wee, Peak Eiger 10180 Small Mule, 4Sevens Quark Mini 123, Spark SK7, Keenwin HR01, iTP A3 EOS, Fenix E01; im Hintergrund: Niteye Eye 30.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Da es bitterkalt war, habe ich auf Vergleichsbeamshots verzichtet. Die beiden Bilder zeigen aber ausreichend, dass die Peak Eiger ordentlich hell macht.

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Kontroll-Shot

 

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Peak Eiger 10180 Small Mule

 

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