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30. Dezember 2012

Inova T3R

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 13:17

Inova T3R 001
Mit der T3R bietet Inova eine handliche Lampe im „Rundum-Sorglos-Paket“ an.


Verpackung/Lieferumfang:

In einem Pappkarton sind die Lampe, ein Akku zum Betrieb, ein Wandladegerät, mehrere Adapter für Steckdosen verschiedener Länder, ein Ladegerät für einen 12-Volt-Zigarettenanzünder, ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung in acht Sprachen enthalten.

Inova T3R 002
Fast der komplette Lieferumfang.

 

Inova T3R 003
Da ich die Bedienungsanleitung beim obigen Bild vergessen hatte und keinen Bock, den ganzen Kladderadatsch nochmal aufzubauen, ist sie die erste Bedinungsanleitung, die auf dieser fabulösen Seite ein eigenes Bild bekommt. Darauf kann sie sich was einbilden!


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:

Länge: 159 mm
Reflektoröffnung: 26,5 mm
Durchmesser Kopf: 35,5 mm
Durchmesser Tail: 26 mm
Gewicht: 148 g
Gewicht mit Akku: 198 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: Laut Hersteller ist die Lampe nach IPX-4 spritzwassergeschützt. Da Inova mit dieser Angabe meiner Erfahrung nach immer etwas tief stapelt, habe ich den Unterwassertest durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass kein Wasser eingedrungen ist.
Die Lampe macht einen wertigen Eindruck, nicht nur aufgrund der sauberen Anodisierung und des feinen Knurlings. Das Gewinde zur Tailcap läuft weich und wurde von Werk aus bereits leicht gefettet. Gleiches gilt für das Gewinde vom Body zum Lampenkopf, wo die Ladebuchse sitzt.

Inova T3R 004
Gewinde und O-Ring wurden bereits von Werk aus leicht gefettet.

 

Inova T3R 005
Die Wandstärke der T3R.

 

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Inova-typisches Knurling.

 

Inova T3R 007
Plus- und Minuskontakt sitzen im Lampenkopf.


Leuchteinheit:

In einem OP-Reflektor sorgt eine Cree XP-G-LED für Licht. Die Frontlinse ist eine doppelseitig anti-reflex-beschichtete Mineralglaslinse.

Inova T3R 008


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit einem geschützten LiIon-Spezialakku mit einer Kapazität von 2.200mAh, der zum Laden in der Lampe verbleiben kann. Beim Test lief die Lampe mit maximalem Output, zur Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 7.600 Lux
nach 5 Minuten: 7.600 Lux
nach 15 Minuten: 7.600 Lux
nach 30 Minuten: 7.600 Lux
nach 45 Minuten: 7.600 Lux
nach 60 Minuten: 7.600 Lux
nach 75 Minuten: 7.600 Lux
nach 90 Minuten: 7.600 Lux
nach 105 Minuten: 7.400 Lux
nach 120 Minuten: 7.200 Lux
nach 135 Minuten: 6.900 Lux
nach 150 Minuten: 5.400 Lux
Nach 162 Minuten und angezeigten 900 Lux begann die Lampe zu blinken, als Zeichen, dass der Akku geladen werden sollte. Wenige Sekunden später ging die Lampe aus. Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 0 Volt gemessen, war also in die Schutzschaltung gegangen. Unmittelbar nachdem er wieder ins Ladegerät kam (in diesem Fall die Lampe) und mit Strom versorgt wurde, setzte die Schutzschaltung zurück, und der Akku wurde mit 3,16 Volt gemessen.

Fazit: Über fast zwei Stunden ist die Lampe exzellent geregelt und wird dann langsam dunkler. Spätestens dann, wenn dies fürs Auge deutlich sichtbar wird, sollte der Akku geladen werden. Denn eine Blinkwarnung, die erst dann greift, wenn der Akku eigentlich schon mausetot ist, nützt weder dem Nutzer der Lampe noch dem Akku.
Generell dürfte sich die Laufzeit nach einigen Ladezyklen noch erhöhen, da der Akku zum Test das erste Mal geladen wurde und die Kapazität sich nach mehrmaligem Laden erfahrungsgemäß noch ein wenig steigert.

Inova T3R 009
Pluskontakt (innen) und Minuskontakt des Akkus.

 

Inova T3R 010
Größenvergleich zu 18650-AW-Akku.

 

Inova T3R 011
Dreht man den Lampenkopf auf, kommt eine Mini-USB-Buchse zum Vorschein.

 

Inova T3R 012
Der Mini-USB-Stecker, der zum Laden in die Buchse gesteckt wird, hat am anderen Ende einen normalen USB-Stecker, der sowohl in den Wandlader als auch in den Lader für den Zigarettenanzünder passt.

 

Inova T3R 013
Während des Ladevorgangs leuchtet die Ladeanzeige rot; wenn der Akku komplett geladen ist, leuchtet sie grün. Im Bild leuchtet sie gar nicht, weil die Lampe in diesem Moment lediglich fotografiert, aber nicht geladen wurde.


Bedienung:

Die T3R bietet zwei Leuchtstufen und einen Strobe-Modus. Eingeschaltet wird sie mit einem Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt. Antippen gibt Momentlicht, Durchdrücken Dauerlicht. Die Lampe startet immer in der hellen Stufe, die mit 234 Lumen für 2 Stunden und 45 Minuten angegeben ist. Die dunkle Stufe ist mit 20 Lumen für 40 Stunden angegeben.
Sehr schön gelöst wurde die Integration des Strobe-Modus: Durch zweimaliges Antippen und Gedrückthalten des Schalters ist Strobe für die Dauer des Gedrückthaltens verfügbar, zweimaliges Antippen und Durchdrücken des Schalters aktiviert Strobe als Dauerlicht. So und nicht anders muss es sein: Strobe ist direkt (und sogar als Momentlicht) anwählbar und kann nicht aus Versehen aktiviert werden.

Inova T3R 014
Der Tailcap-Clicky.

 

Inova T3R 015
Und das Ganze nochmal von innen.


Beam:

Der Hotspot setzt sich auf kurze Entfernungen weich und ohne Artefakte von Sidespill ab. Auf mittlere Distanzen liefert die T3R ein rundes, leicht spotbetontes Lichtbild. Die Reichweite ist mit 152 Metern angegeben.

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„White-wall-beamshot“ Inova T3R.


Resümee:
Die Inova T3R ist unspektakulär. Aber im Zuge des fortschrteitenden Lumenwahns freut es mich, dass es noch unspektakuläre Lampen gibt, die so gefertigt sind wie die T3R. Die Lampe ist solide verarbeitet und dürfte ihrem Besitzer ein Leben lang Freude machen. Die Regelung funktioniert über einen Großteil der Gesamtlaufzeit ausgezeichnet, und das Laden ist denkbar einfach, da der Akku dazu in der Lampe verbleiben kann. Bezüglich der Blinkwarnung bei niedriger Akkukapazität sollte Inova allerdings dringend nachbessern, denn sie greift zu einem Zeitpunkt, an dem der Akku bereits fix und fertig ist.
Die Zielgruppe dürfte weniger im Lager der Flashaholics liegen, obwohl eine solch hochwertige Serienlampe eigentlich in keiner Sammlung fehlen dürfte. Aber vorrangig werden mit der T3R diejenigen Nutzer angesprochen, die sich um Ladegeräte und LiIon-Akkus keine Gedanken machen möchten, sondern ihre Lampe schnell einsetzen und unkompliziert laden möchten.
Erhältlich ist die T3R zu einem Preis von 139 Euro (Stand: Dezember 2012). Die Lampe wurde zum Test freundlicherweise vom deutschen Vertrieb, der Optamit-GmbH www.optamit.de zur Verfügung gestellt. Weitere Infos zur Lampe sind auf den Seiten www.inovalight.com und www.niteize.com zu finden.

Inova T3R 017
Von links: Inova T3R, Inova T4, Fenix TK15, Armytek Predator, Led Lenser M14.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1,5 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Da es draußen leicht diesig war, ist der Spot bei allen Bildern etwas überbetont.

Inova T3R 018
Kontroll-Shot

 

Inova T3R 019
Inova T3R Low

 

Inova T3R 020
Inova T3R High

 

Inova T3R 021
EagleTac P20A2 Mark II (XP-G)

 

Inova T3R 022
Surefire 6P (XP-G)

 

Inova T3R 023
4Sevens Quark 123 Turbo

 

Inova T3R 024
Fenix TK15

 

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