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19. Januar 2013

Led Lenser F1

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Direkt aus dem Hanger mit Lichtgeschwindigkeit ins Taschenlampen-Testlabor: Die Led Lenser F1 – der Kampfjet unter den Taschenlampen.

 

Das mit dem Kampfjet habe natürlich nicht ich mir ausgedacht, sondern die Marketing-Strategen von Zweibrüder. Nichtsdestotrotz war ich selten auf eine LL-Lampe so gespannt wie auf die F1. Ehrlich gesagt, hatte ich darauf gehofft und gewartet, dass Led Lenser nach Jahren fleißigen Fokussierens auch mal wieder eine Lampe mit Fixfokus auf den Markt bringt.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einer Geschenkverpackung sind die Lampe, eine Batterie zum Betrieb, ein zusätzlicher schwarzer gezackter Bezelring, ein Trageclip, ein Lanyard, ein Tuch zum Säubern der Linse, ein Pinsel zum Säubern der Kühlrippen, eine mehrsprachige Bedienungsanleitung sowie eine kleine Werbebroschüre enthalten.

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Lieferumfang der Led Lenser F1.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 90,5 mm
Durchmesser Kopf breiteste Stelle: 27 mm
Durchmesser Tail breiteste Stelle: 29,8 mm
Gewicht: 52 g
Gewicht mit Batterie: 69 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitz in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Zunächst mal etwas ganz Persönliches: Die Optik der Lampe finde ich sehr gelungen. Das hat was, aber bekanntlich ist so etwas ja Geschmackssache. Unabhängig vom Geschmack kann sich die Verarbeitung der Lampe sehen lassen.

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Das Gewinde zur Tailcap läuft butterweich und sauber.

 

 

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Solide Materialstärke.

 

 

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Alternativ zur silbernen kann eine schwarze Krone montiert werden.

 

 

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Auch ein Trageclip gehört zum Lieferumfang.

 

 

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Lampe mit montiertem Clip.

 

 

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Darüber hinaus sind ein Tüchlein zum Reinigen der Linse und ein Pinsel zum Säubern der Kühlrippen dabei.


Leuchteinheit:
Viel genauer geht’s nicht: Wie Led Lenser im Taschenlampen-Forum verlauten ließ: „Die F1 verwendet eine XP-G2 mit 6500K und CRI 70.“ Bei der Optik setzt Zweibrüder auch bei der F1 nicht auf eine Reflektorlösung, sondern auf eine Linse aus Kunstoff.

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Frontansicht des Kampfjets.

 

 

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Bezelring und Linse.

 

 

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Die LED.


Stromversorgung/Laufzeittest:
In Kampfjets herrscht bekanntlich wenig Platz, und so darf die F1 offiziell nur von einem Piloten geflogen werden: einer CR123A-Batterie. Ob auch andere Piloten des F1-Fliegens mächtig sind, wusste ich nicht. Vom Led-Lenser-Bodenpersonal habe ich lediglich folgende Meldung bekommen: „Akkus sind nicht freigegeben. Zu den Spannungsniveaus machen wir keine Angaben.“ Mut belohnt bekanntlich, und so habe ich die Lampe sowohl mit einem 3-Volt-Akku als auch mit einem 16340-LiIon-Akku bestückt. Beides funktioniert in der Praxis nicht. Beim 3-Volt-Akku fließen deutlich höhere Ströme, mit dem 16340-LiIon-Akku schaltet die Lampe direkt wieder ab.
Der Test erfolgte dementsprechend mit einer CR123A-Batterie. Der Kampfjet wurde dabei mit der angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 400 Lumen in die Wolken gejagt und durch einen Ventilator gekühlt.
Innerhalb von zwei Minuten regelt die Lampe auf 3.800 Lux herunter, innerhalb der nächsten anderthalb Minuten bis auf 3.000 Lux, Tendenz: fallend (mit schwindender Batteriekapazität wurden diese Intervalle kürzer). Um die Laufzeit unter Maximalbelastung zu ermitteln, habe ich die Lampe jedesmal, wenn der Wert unter 3.000 Lux fiel, aus- und wieder eingeschaltet.

Laufzeitmessung bei Maximalleistung:
Beim Einschalten: 4.100 Lux
nach 5 Minuten: 4.100 Lux
nach 10 Minuten: 4.100 Lux
nach 20 Minuten: 4.100 Lux
nach 30 Minuten: 3.600 Lux
Nach 35 Minuten wurden beim Wiedereinschalten nur noch kurzzeitig 3.100 Lux erreicht. Ab diesem Zeitpunkt habe ich die Lampe außer Konkurrenz weiterlaufen lassen, wie sie wollte.
nach 40 Minuten: 1.900 Lux
nach 50 Minuten: 700 Lux
nach 60 Minuten: 700 Lux
nach 70 Minuten: 600 Lux
nach 80 Minuten: 500 Lux
Nach 88 Minuten zeigte die Lampe etwa alle 15 Sekunden durch mehrmaliges Blinken an, dass die Batterie gewechselt werden muss. Die Batterie wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 1,93 Volt gemessen.

Laufzeitmessung ohne Wiedereinschalten:
Beim Einschalten: 4.100 Lux
nach 5 Minuten: 1.800 Lux
nach 10 Minuten: 900 Lux
nach 20 Minuten: 900 Lux
nach 30 Minuten: 900 Lux
nach 40 Minuten: 900 Lux
nach 50 Minuten: 900 Lux
nach 60 Minuten: 800 Lux
nach 70 Minuten: 800 Lux
nach 80 Minuten: 800 Lux
nach 90 Minuten: 800 Lux
nach 100 Minuten: 700 Lux
nach 110 Minuten: 600 Lux
nach 120 Minuten: 500 Lux
Nach 128 Minuten zeigte die Lampe auch hier durch Blinken an, dass die Batterie am Ende war. Sie wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 1,96 Volt gemessen.
Die angezeigten 900 Lux entsprechen der dunklen Stufe der Lampe. Bis hierhin schaltet die Lampe also zurück, wenn sie darf, wie sie will.

Fazit: Prinzipiell ist die F1 gut geregelt. Das automatische Herunterschalten ist sicherlich nicht die optimalste Lösung, aber es schützt die Lampe vor Überhitzung, denn im Dauerbetrieb in der hellsten Stufe wird sie sehr warm. Gleichzeitig wird die Laufzeit durch das Herunterregeln verlängert, was garantiert viele Nutzer zu schätzen wissen.

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Eine CR123A-Batterie treibt den Kampfjet an.

 

 

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Akkus haben in der Pilotenkanzel nichts zu suchen.


Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit weichem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Dabei startet sie immer in der hellsten Stufe, die mit 400 Lumen für 120 Minuten angegeben ist. Darüber hinaus hat die F1 noch zwei weitere Stufen: Dunkel (keine Lumen- und Laufzeitangaben seitens des Herstellers) und Strobe. Erreicht werden können diese, indem der Schalter bei ausgeschalteter Lampe zweimal schnell angetippt und dann durchgedrückt wird (dunkle Stufe) bzw. dreimal schnell angetippt und dann durchgedrückt wird (Strobe). Um die Modi bei eingeschalteter Lampe zu wechseln, muss die Lampe zwischendurch immer kurz aus- und wieder eingeschaltet werden. Der Direktzugriff auf Strobe ist nicht möglich.

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Die Tailcap.

 

 

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Da der Schalter leicht versenkt ist, kann die Lampe den Tailstand.

 

 

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Innenansicht Tailcap.

 

 

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Der sechseckige Ring ist fester Bestandteil der Tailcap und fungiert als Rollschutz.


Beam:
Die Lampe erzielt eine homogene Ausleuchtung und schafft für ihre Größe dennoch eine passable Reichweite, die von Zweibrüder mit 100 Metern angegeben ist.

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„Target-beamshot“ der Led Lenser F1.


Resümee:
Ob die Led Lenser F1 hält, was sie verspricht, liegt ganz im Auge des Betrachters. Fakt ist, dass der Kampfjet eine halbe Stunde lang unter Dauerbelastung richtig viel Licht für ein solch kleines Lämpchen liefert. Über das Herunterregeln kann man geteilter Meinung sein. Dafür spricht, dass die Lampe so gegen Überhitzung geschützt wird und eine längere Laufzeit erreicht, dagegen, dass die Lampe dem Benutzer vorschreibt, wieviel Licht gerade zur Verfügung steht. Ich persönlich finde das bei einem EDC-Lämpchen nicht ideal, aber auch nicht weiter tragisch, denn solange die Batteriekapazität ausreicht, kann die Lampe jederzeit wieder mit Maximalleistung eingeschaltet werden, und selbst, wenn sie länger als eine oder zwei Minuten in der hellsten Stufe betrieben wird, ist es egal, ob sie nun 4.300, 3.500 oder 3.000 Lux liefert – genug Licht ist das auf alle Fälle. Punktabzüge gibt es allerdings bei der Bedienung. Dass Strobe ins normale UI integriert ist, spielt hier keine Rolle, da die eingeschaltete Lampe zum Modiwechsel ohnehin ausgeschaltet werden muss. Dass Strobe nicht direkt angewählt werden kann, ist der größere Nachteil, denn die Direktanwahl ist die einzige sinnvolle Berechtigung für diesen Modus.
Verarbeitung und Anodisierung können sich sehen lassen, auch der Lieferumfang mit einem zusätzlichen taktischen Bezelring sowie einem Trageclip passt. Ob man ein Tüchlein zum Säubern der Linse und einen Pinsel zum Reinigen der Kühlrippen wirklich braucht, lasse ich mal dahingestellt, aber auch hierfür werden einige Käufer sicherlich dankbar sein, und schließlich ist es eine kostenlose Dreingabe, die man nutzen kann aber nicht muss. Erhältlich ist die F1 zu einem Preis von 89 Euro (Stand: Januar 2013).
Zur Verfügung gestellt wurde der Testjet freundlicherweise von Zweibrüder www.zweibrueder.com Unter dieser Adresse sind auch weitere Infos zur Lampe zu finden. Unter anderem ist die Lampe günstig hier erhältlich.

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Von links: Mini-Maglite AAA, Led Lenser P5R, Fenix LD10, Lumapower D-Mini VX, Spark SL5, Led Lenser F1, iTP A3 EOS.

 

 

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1,5 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Kontroll-Shot

 

 

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Led Lenser F1 dunkle Stufe

 

 

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Led Lenser F1 helle Stufe

 

 

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Fenix PD32

 

 

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Xeno E03 V3 XM-L Warmweiß (14500 LiIon)

 

 

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JetBeam DDC20

 

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