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8. Februar 2013

Brontelight RC25s

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Die Bronte RC25s ist das Schwestermodell der RC25. Der grundlegende Unterschied liegt in der Bedienung. Denn während die RC25 durch Lösen und Festziehen des Lampenkopfs bedient wird, verfügt die RC25s dazu über einen Seitenschalter.


Verpackung/Lieferumfang:

Ausgeliefert wird die Lampe in einem stabilen Pappkarton, in dem sich neben der Lampe Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi, ein flacher Ring, der anstelle des Combat-Rings montiert werden kann, ein Holster und ein Lanyard finden.

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Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:

Länge: 154 mm
Reflektoröffnung: 27,5 mm
Durchmesser Kopf breiteste Stelle: 38 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 178 g
Gewicht mit Akku: 224 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, Loch am Combat-Ring und Schlitz im Trageclip.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Die Gesamtverarbeitung macht einen guten Eindruck. Vom Design ist die Lampe schnörkellos und wie ich finde, optisch durchaus ansprechend. Den vorigen Satz habe ich von meinem Test der RC25 geklaut. Was ich nicht geklaut habe, sind die Abmessungen. Denn die RC25s habe ich vier Millimeter länger gemessen. Was nur zwei Schlüsse zulässt: Entweder war ich beim Test des Schwestermodells ziemlich betrunken, oder aber der Längenunterschied ergibt sich aus der anders gestalteten Tailcap der RC25s, in der ja auch noch der Seitenschalter verbaut wurde. Ich hoffe mal, das Letzteres zutrifft.

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An der Wandstärke gibt es nichts zu meckern. Und auch das Gewinde läuft sauber und spielfrei.

 

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Lampenkopf von innen.

 

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Wenn noch jemand Zweifel hatte, warum dieses Ding oft als „Krone“ bezeichnet wird, sollten diese hiermit ausgeräumt sein.

 

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Der Combat-Ring kann gegen einen flachen Ring ausgetauscht werden.

 

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Auch der Clip kann entfernt werden. Das Bild zeigt die Lampe mit flachem Ring ohne Clip, womit ich euch beschreibe, was ihr seht. Wer auf diesem Bild dennoch einen Combat-Ring oder einen Clip entdeckt, sollte schleunigst seinen Dealer wechseln.


Leuchteinheit:
Die nächsten Änderungen zur Schwester: Als LED wurde eine Cree XM-L-U2 verbaut (RC25: XM-L-T6). Der Reflektor ist ein SMO aus Aluminium (RC25: OP). Die Frontlinse besteht aus Glas, über dessen Vergütung oder Beschichtung der Hersteller keine Angaben macht.

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Die RC25s von vorne.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Betrieben werden kann die RC25s mit einem 18650-Akku oder wahlweise zwei CR123-Batterien/RCR123-Akkus/16340-LiIon-Akkus. Betrieben wurde die Lampe beim Test in der hellsten Stufe, der verwendete Akku beim ersten Test war ein 18650er AW mit einer Kapazität von 2.600mAh, beim zweiten Test kamen zwei 16340-LiIon-Zellen von AW mit einer Kapazität von 750mAh ins Batterierohr. Gekühlt wurde mit einem Ventilator.

Laufzeitmessung (in Klammern die Werte der RC25):
beim Einschalten: 10.100 Lux (12.600)
nach 5 Minuten: 9.200 Lux (11.700)
nach 10 Minuten: 8.800 Lux (11.200)
nach 20 Minuten: 8.300 Lux (10.300)
nach 30 Minuten: 7.800 Lux (9.700)
nach 40 Minuten: 7.400 Lux (9.200)
nach 50 Minuten: 7.100 Lux (8.800)
nach 60 Minuten: 6.900 Lux (8.500)
nach 70 Minuten: 6.600 Lux (8.100)
nach 80 Minuten: 6.400 Lux (7.100)
nach 90 Minuten: 6.000 Lux (5.400)
Nach 100 Minuten wurden noch 5.400 Lux angezeigt. Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,61 Volt gemessen. Innerhalb der nächsten fünf Minuten sanken die Werte unter die 5.000-Lux-Marke. Ende des Tests.

Laufzeitmessung 2x LiIon 16340:
beim Einschalten: 11.000 Lux (12.900)
nach 5 Minuten: 11.000 Lux (12.600)
nach 10 Minuten: 11.000 Lux (12.500)
Nach 18 Minuten ging die Lampe aus. Die Akkus wurden entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,64 und 3,65 Volt gemessen.

Was verwundert, ist die Tatsache, dass die RC25s trotz aktuellerer LED und SMO-Reflektor niedrigere Luxwerte liefert als das Schwestermodell. Ich habe tunlichst genau auf den Versuchsaufbau geachtet, eine derartige Messungenauigkeit kann ich definitiv ausschließen. Bleiben als mögliche Ursachen: Verluste durch den Schalter, Serienstreuung der LEDs oder garstige Trolle.
Nichtsdestotrotz ist die Regelung mit einem 18650-Akku im Batterierohr genauso schröchelig wie beim Schwesterlein. Mit zwei Zellen funktioniert das schon besser, aber dafür ist die Laufzeit unterirdisch. Hier hat Brontelight nix gelernt.
Im Praxisbetrieb wird die Lampe ordentlich warm. Einem Dauerbetrieb in der hellsten Stufe dürfte bei Blutkühlung und Kühlung durch die Umgebungsluft allerdings nichts im Wege stehen.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit weichem bis mittelhartem Druckpunkt, mit dem auch Momentlicht und Morsen möglich sind. Die Lampe verfügt über drei Leuchtstufen und Strobe, die über den seitlichen Schalter angewählt werden. Die Schaltreihenfolge ist Low (angegeben mit 15 Lumen für 120 Stunden); Medium (angegeben mit 380 Lumen für 4,8 Stunden); High (angegeben mit 700 Lumen für 1 Stunde). Die zuletzt angewählte Leuchtstufe wird gespeichert und wird beim nächsten Einschalten aktiviert. Strobe kann bei ausgeschalteter Lampe direkt mit dem Seitenschalter angewählt werden. Bei eingeschalteter Lampe kann Strobe durch Halten des Seitenschalters aktiviert werden.
Und dies ist der entscheidenede, bahnbrechende, sensationelle, unübertreffliche, vorzügliche, exzellente Unterschied zur Schwester. Denn bei der wurde nicht nur Strobe, sondern auch noch SOS ins UI integriert, konnte nicht übersprungen werden und die Lampe verfügte zudem ebenfalls über Memory, sodass man zwangsläufig, auch wenn man die Lampe nur in den regulären Stufen betreiben wollte, über das Geblinke gehen musste. Hier hat man bei der RC25s nachgebessert, sehr schön.

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Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe hinten.

 

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Für alle anderen Befehle ist der Seitenschalter zuständig. Er ist nur minimal erhaben und ist somit im Dunkeln nicht immer auf Anhieb zu finden. Wenn der Trageclip montiert ist und sich beim Bedienen oben befindet, liegt der Seitenschalter etwa in der „1-Uhr-Position“, was das Auffinden des Seitenschalters erleichtert. Wenn der Trageclip nicht montiert ist, wird die Bedienung im Dunkeln zum Blindflug.

 

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Innenansicht Tailcap.


Beam:

Der Hotspot setzt sich weich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild.

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„White-wall-beamshot“ der Bronte RC25s.


Resümee:
Die Bronte RC25s ist vor allem dank des UIs die deulich bessere Lampe im Vergleich zur RC25. Das einzige Manko am Seitenschalter ist, dass er schwer zu ertasten ist. Hier hilft der Trageclip bei der Auffindung im Dunkeln. Die Verarbeitung der Lampe braucht sich vor renommierten Herstellern nicht zu verstecken. Wohl aber die Regelung, die mit einem 18650-Akku nicht so toll ist. Mit zwei Zellen funktioniert sie zwar ordentlich, dafür ist die Laufzeit sehr kurz und die Praxistauglichkeit fraglich. Ein Extender für den Betrieb mit zwei 18650ern wäre eine sinnvolle Dreingabe gewesen, auch wenn die Lampe dadurch länger wird. Der Preis liegt bei 69 Euro (Stand: Februar 2013). Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Weitere Informationen sind auf der Herstellerseite www.brontelight.com zu finden.

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Von links: Lummi Wee, Brontelight RC25s, Lumintop TD-15, Solarforce L2, Led Lenser M7R, Spark SK3.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1,5 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Die RC25s wurde dabei mit zwei 16340-LiIons bestückt.

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Kontroll-Shot

 

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Bronte RC25s Low

 

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Bronte RC25s Med

 

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Bronte RC25s High

 

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Armytek Viking X

 

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Powertac Warrior

 

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Zebralight SC600

 

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