Taschenlampen-Tests.de






         

10. März 2013

Streamlight SL-20LP

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 14:06

Streamlight SL-20LP 001
Die Streamlight SL-20LP ist eine Stablampe, die auf die Entfernung richtig schön knallt.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem Pappkarton finden sich neben der Lampe ein Akkupack zum Betrieb, ein Wandlader, ein Lader für einen Zigarettenanzünder im Auto, Schräubchen zur Befestigung des Laders und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung.

Streamlight SL-20LP 002
Verpackung…

Streamlight SL-20LP 003
…und Inhalt.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:

Länge: 334 mm
Reflektoröffnung: 48,5 mm
Durchmesser Kopf: 63,5 mm
Durchmesser Tail: 38 mm
Gewicht: 312 g
Gewicht mit Akkupack: 540 g
Tailstand: nur auf planen und geraden Flächen wenn kein Wind weht.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: nein.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Die Lampe ist aus dem bruchsicheren Kunstoff Polyamid gefertigt und wirkt robust. Auffällig ist das durch die Materialverwendung geringe Gewicht der Lampe. Mit Akkupack wiegt sie gerade mal 540 Gramm. Zum Vergleich: Eine 3-D-Maglite bringt mehr als 930 Gramm auf die Waage.

Streamlight SL-20LP 004

 

Streamlight SL-20LP 005
Wie man sieht, wurden Gewinde und O-Ring ausreichend gefettet.

 

Streamlight SL-20LP 006
Das Batterierohr kann man als „dickwandig“ bezeichnen.


Leuchteinheit:

Eine Cree-XP-G-LED ist für die Beleuchtung zuständig. Reflektor (SMO) und Frontlinse bestehen aus Kunstoff. Zumindest bei der Linse hätte Streamlight von der Leichtbauweise abrücken und eine Glaslinse verwenden können. Denn das fällt nun im wahrsten Sinne des Wortes nicht ins Gewicht, aber die Linse wäre dadurch wesentlich unempfindlicher gegen Kratzer.

Streamlight SL-20LP 007
Frontansicht.

 

Streamlight SL-20LP 008
Entblößter Lampenkopf.

 

Streamlight SL-20LP 009
Bezelring, Dichtring, Frontscheibe, Reflektor.

 

Streamlight SL-20LP 010
Größenvergleich: Reflektor und Fenix E01.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein separates Akkupack, in dem fünf 1,2-Volt-NiMh-Akkus zusammengeschlossen sind, versorgt die LED mit Strom. Zum Test wurde die Lampe in der hellsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 38.200 Lux
nach 5 Minuten: 37.100 Lux
nach 10 Minuten: 36.600 Lux
nach 20 Minuten: 36.300 Lux
nach 30 Minuten: 36.200 Lux
nach 40 Minuten: 36.100 Lux
nach 50 Minuten: 36.100 Lux
nach 60 Minuten: 36.100 Lux
nach 70 Minuten: 36.000 Lux
Nach 80 Minuten schaltete die Lampe auf 4.000 Lux herunter. Das Akkupack wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 5,58 Volt gemessen, was 1,116 Volt pro Zelle entspricht. Testende.
Die Lampe kann danach theoretisch noch eine ganze Zeit im dunklen Modus weiterbetrieben werden. Im Sinne der Lebensdauer der Akkus sollte man dies allerdings nicht mehr allzulange machen.
Die tatsächliche Laufzeit dürfte nach mehrmaligem Laden des Akkupacks höher liegen als im Test ermittelt, da die Akkus erst nach mehrmaligem Laden ihre maximale Kapazität erreichen.

Fazit: Die Lampe ist ausgezeichnet geregelt. Legt man der Wert beim Erreichen der Betriebstemperatur nach fünf Minuten zugrunde, beträgt der Verlust gegenüber der Maximalleistung bis zum Herunterschalten gerade mal drei Prozent. Auch das Herunterschalten selbst geschieht zu einem sinnvollen Zeitpunkt, an dem die Akkus noch nicht im kritischen Bereich liegen und die Lampe noch eine Zeitlang im Notbetrieb genutzt werden kann.

Streamlight SL-20LP 011
Das Akkupack der Streamlight.

 

Streamlight SL-20LP 012
Plus und Minus sind vorne, Plus sitzt dabei innen.

 

Streamlight SL-20LP 013
Lampe im Lader. Während des Ladens leuchtet eine LED im Schaltermodul permanent. Nach dem Laden wird auf Erhaltungsladung geschaltet, und die LED beginnt zu blinken. Beim Testmodell war das Laden übrigens nur im Fahrzeug möglich, da dem Wandlader kein Adapter für hiesige Steckdosen beilag und vor allem das beiliegende Netzteil auf 110 Volt läuft. Ob es Netzteile für den deutschen Markt gibt, ist mir nicht bekannt.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit weichem Druckpunkt, der seitlich unterhalb des Lapenkopfs sitzt. Momentlicht und Morsen sind durch Antippen des Clickys möglich. Durchdrücken gibt Dauerlicht. Dabei startet die Lampe immer in der hellsten Leuchtstufe. Wird der Schalter (egal ob bei ein- oder ausgeschalteter Lampe) gedrückt gehalten, wechselt die Lampe durch die Leuchtstufen. Die Reihenfolge ist hell – mittel – dunkel – mittel, bevor wieder hell kommt. Lässt man den Schalter los, wenn die gewünschte Leuchtstufe erreicht ist, wird diese als Dauerlicht aktiviert. Dass die Lampe von mittel über dunkel zunächst wieder auf mittel geht, ist ungewöhnlich; die Idee an sich finde ich persönlich aber gar nicht mal schlecht. Ein einfacher Druck auf den Schalter schaltet die Lampe aus jeder Leuchtstufe heraus aus. Ebenfalls aus jeder Leuchtstufe heraus und auch im ausgeschalteten Zustand der Lampe kann Strobe durch einen Doppelklick aktiviert werden.
Die Leuchtstufen sind von Streamlight wie folgt nach ANSI angegeben: High: 350 Lumen für zwei Stunden; Mid: 160 Lumen für vier Stunden; Low: 10 Lumen für 50 Stunden.

Streamlight SL-20LP 014
Der Schalter ist leichtgängig und reagiert präzise.

 

Streamlight SL-20LP 015
Die Endkappe.

 

Streamlight SL-20LP 016
Endkappe von innen.


Beam:
Der Hotspot setzt sich klar definiert vom Sidespill ab. Die Stärke der Lampe liegt eindeutig in der Reichweite, die von Streamlight mit 490 Metern angegeben ist. Streulicht liefert die Lampe nur wenig, bei der Wegausleuchtung in der hellsten Leuchtstufe besteht die Gefahr der Eigenblendung. In den dunkleren Stufen funktioniert auch die Wegausleuchtung, allerdings sollte dies nicht der primäre Einsatzzweck der Lampe sein.

Streamlight SL-20LP 017
„White-wall-beamshot“ Streamlight SL-20LP.


Resümee:
Ich mag Lampen, die aus der Reihe fallen, wenn sie gut umgesetzt sind. Und das ist bei der Streamlight SL-20LP der Fall. Durch das Kunstoffgehäuse ist sie für ihre Größe sehr leicht, aber dennoch robust. Die Regelung funktioniert bis zum Herunterschalten ausgezeichnet. Die Leuchtstufen sind gut gewählt, und Strobe steht jederzeit per Direktzugriff zur Verfügung, ohne aus Versehen angewählt werden zu können. Die Lampe ist konsequent auf Reichweite ausgelegt, und hier macht sie richtig Meter. Lediglich eine Frontlinse aus Glas hätte Streamlight der Lampe spendieren dürfen, hier liegt sicherlich noch Verbesserungspotenzial.
Die Lampe wird im Internetz in verschiedenen Variationen angeboten. Mit und ohne Akkupack, mit Wandlader und Akkupack, mit 9-Volt-Lader und Akkupack, und, und, und sowie in den Farben Gelb und Orange. Der Preis des Komplettpakets, das hier vorgestellt wurde, bewegt sich zwischen 109 und 180 Euro (Stand: März 2013), hier sollte man also besser zweimal schauen, bevor man zuschlägt. Zur Verfügung gestellt wurde das Testobjekt freundlicherweise von Streamlight www.streamlight.com Unter dieser Adresse sind auch weitere Infos zur Lampe zu finden. Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.

Streamlight SL-20LP 018
Von links: Fenix TK45, Lumintop PK30, Varta 4 Watt LED Outdoor Pro, Maglite 3-D-Cell, Streamlight SL-20LP, Fenix TK70, Led Lenser X21R.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1,5 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Streamlight SL-20LP 019
Kontroll-Shot

 

Streamlight SL-20LP 020
Streamlight SL-20LP Low

 

Streamlight SL-20LP 021
Streamlight SL-20LP Mid

 

Streamlight SL-20LP 022
Streamlight SL-20LP High

 

Streamlight SL-20LP 023
Xeno G42

 

Streamlight SL-20LP 024
Solarforce Skyline 1

 

Streamlight SL-20LP 025
Tiablo A9 Colli

 

nach oben



Keine Kommentare

Noch keine Kommentare.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Diese Kommentarfunktion ist zurzeit nicht zugelassen.

Powered by WordPress MU.