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15. März 2013

Armytek Viking S

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Armytek Viking S 001
Die Armytek Viking S ist die XP-G-Schwester der Viking X – mit dem gleichen, etwas gewöhnungsbedürftigen UI.


Verpackung/Lieferumfang:
Im Armytek-typischen Pappkarton sind neben der Lampe ein Combat-Ring aus Gummi (vormontiert), ein flacher Ring, ebenfalls aus Gummi, der anstelle des Combat-Rings montiert werden kann, Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi, ein Trageclip, ein Holster und ein Lanyard enthalten. Normalerweise ist auch eine Bedienungsaleitung dabei, die beim Testmodell allerdings nicht beilag.

 

Armytek Viking S 002


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 156 mm
Reflektoröffnung: 31 mm
Durchmesser Kopf: 39,5 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 151 g
Gewicht mit Akku: 197 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein. Das Argument, dass der Tailstand möglich ist, wenn man den Combat-Ring abnimmt und die Lampe darauf stellt, lasse ich nicht gelten. Denn dann könnte prinzipiell jede Lampe mit entsprechenden Hilfsmitteln den Tailstand.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: Loch im Combat-Ring; Schlitze im Gürtelclip.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Bezüglich des ersten Eindrucks zitiere ich mal eins zu eins aus meinem Test der Viking X: Insgesamt gibt sich die Lampe nicht wie eine „abgespeckte“ Version der Armytek Predator, sondern als eine eigenständige, robuste Lampe, die so schnell nichts aus der Bahn werfen dürfte. Die Verarbeitung ist hochwertig, lediglich die Tatsache, dass der von Werk aus montierte Combat-Ring sich munter hin- und her dreht, nervt mich persönlich etwas.

Armytek Viking S 003
Die Gewinde und O-Ringe sind von Werk aus bereits mit dem guten Nyogel gefettet.

 

Armytek Viking S 004
Materialstärke Batterierohr.

 

Armytek Viking S 005
Innenansicht Lampenkopf.

 

Armytek Viking S 006
Die Viking S mit flachem Ring.

 

Armytek Viking S 007
Und die Variante mit Clip-Bestückung.

 

Armytek Viking S 008
Von links: Viking S, Viking X, Predator, Predator (neues Modell).


Leuchteinheit:
Licht macht eine Cree-XP-G-R5-LED, die in einem SMO-Reflektor sitzt. Die Frontlinse ist eine gehärtete, beschichtete Glaslinse.

Armytek Viking S 009
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe kann wahlweise mit einem 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien betrieben werden. Getestet wurde mit einem 18650-Akku, die Lampe in der hellsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung 18650-Akku (AW, 2.600mAh):
Beim Einschalten: 14.800 Lux
nach 5 Minuten: 14.800 Lux
nach 15 Minuten: 14.500 Lux
nach 30 Minuten: 14.200 Lux
nach 45 Minuten: 13.900 Lux
nach 60 Minuten: 13.700 Lux
nach 75 Minuten: 13.500 Lux
nach 90 Minuten: 13.300 Lux
nach 105 Minuten: 13.200 Lux
nach 120 Minuten: 13.100 Lux
nach 135 Minuten: 12.900 Lux
nach 150 Minuten: 12.200 Lux
Nach 155 Minuten wurden noch 9.800 Lux gemessen, die Leerlaufspannung des Akkus betrug zu diesem Zeitpunkt 3,54 Volt. Ende des Tests.

Fazit: Ein wenig überrascht war ich von der Regelung. Ein Lichtverlust von 10 Prozent nach 90 Minuten und weniger als 15 Prozent nach zwei Stunden Dauerbetrieb ist zwar immer noch sehr gut, aber hier bin ich von der Armytek Predator noch Besseres gewohnt. Nichtsdestotrotz ist das Meckern auf hohem Niveau, denn in der Praxis wird sich der Lichtverlust fürs Auge nicht spürbar bemerkbar machen. Und die dadurch zugewonnene Laufzeit ist schließlich auch nicht zu verachten. Wenn das Licht merklich dunkler wird, sollte der Akku gewechselt werden.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit weichem Druckpunkt, mit dem bei angezogenem Lampenkopf auch Morsen möglich ist. Wenn der Lampenkopf festgezogen ist, schaltet die Lampe immer in der hellsten Stufe ein. Bei gelöstem Lampenkopf werden durch Antippen des Clickys nacheinander die Stufen Low, Mid und High angewählt. Durchdrücken des Clickys aktiviert die gewünschte Stufe als Dauerlicht. Wenn durch Drehen des Lampenkopfs zwischen der hellsten und einer der anderen Stufen gewechselt wird, bleibt diese Stufe solange gespeichert, bis die Lampe ausgeschaltet wird. Bleibt die Lampe länger als zwei Sekunden ausgeschaltet, startet sie bei gelöstem Kopf immer im dunkelsten Modus.
Die Leuchtstufen sind von Armytek wie folgt angegeben: Turbo: 500 Lumen für 3 Stunden und 20 Minuten, High: 240 Lumen für 5 Stunden und 25 Minuten, Mid: 85 Lumen für 15 Stunden und 30 Minuten, Low: 7 Lumen für 135 Stunden.
Die Bedienung ist in meinen Augen eher suboptimal, zumindest aber gewöhnungsbedürftig. Denn während bei festgezogenem Lampenkopf immer der hellste Modus aktiviert ist, geht es bei gelöstem Kopf mit den anderen Modi reihum. Wenn ich in der Praxis also die Lampe im Turbo-Modus betreibe und in den High-Modus wechseln möchte, aber zuletzt der Low-Modus gespeichert war, ist die Prozedur folgende: Lampenkopf leicht lösen, Lampe ausschalten, Schalter zweimal antippen, Schalter durchdrücken. Ein wenig umständlich, oder?
Gegen unbeabsichtigtes Einschalten kann die Tailcap leicht gelöst werden.

Armytek Viking S 010
Endkappe mit Clicky.

 

Armytek Viking S 012
Gefederter Minus-Kontakt.


Beam:
Die Lampe liefert auf kurze Entfernungen ein spotlastiges Lichtbild. Auf größere Entfernungen ist der Beam dennoch recht gleichmäßig mit leichter Spotbetonung.

Armytek Viking S 013
„White-wall-beamshot“ Armytek Viking S.


Resümee:
Die Verarbeitung der Viking S bewegt sich auf hohem Niveau. Die Lampe dürfte auch bei härteren Einsätzen ein zuverlässiger Begleiter sein. Die Regelung ist sehr gut, wobei sie allerdings nicht „State of the art“ ist. Dass Armytek gut geregelte Lampen kann, hat die junge Firma bereits bewiesen. Also gehe ich einfach mal davon aus, dass die Lichteinbuße über den gesamten Laufzeitraum gewollt ist und einer längeren Gesamtlaufzeit zugute kommt. Nicht wirklich begeistert bin ich vom Bedienkonzept. Je nachdem, in welche Stufe man aus dem Turbo-Modus heraus schalten möchte, kann dies zu einer Kombination aus Drehen, Tippen und Drücken ausarten. Erhältlich ist die Armytek Viking S zu einem Preis von rund 70 Euro (Stand: März 2013). Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de.

Armytek Viking S 014
Von links: Armytek Viking S, Powertac Warrior, Surefire 6P, Lumintop TD-15.

 

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Beim Testmodell betrug der Abstrahlwinkel des Hotspots 5 Grad bei einem Gesamtabstrahlwinkel von 24 Grad. Alternativ ist die Lampe auch in der Variante 5/36 erhältlich.

Armytek Viking S 015
Kontroll-Shot

 

Armytek Viking S 016
Armytek Viking S (5/24) Low

 

Armytek Viking S 017
Armytek Viking S (5/24) Mid

 

Armytek Viking S 018
Armytek Viking S (5/24) High

 

Armytek Viking S 019
Armytek Viking S (5/24) Max

 

Armytek Viking S 020
Armytek Viking X (8/55)

 

Armytek Viking S 021
Armytek Predator OP (10/24)

 

Armytek Viking S 022
Armytek Predator SMO (5/24)

 

Armytek Viking S 023
Surefire C2 Nailbender XM-L CW

 

Armytek Viking S 024
Surefire 6P Ultrafire XM-L

 

Armytek Viking S 025
Powertac Warrior

 

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