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28. März 2013

Nitecore P25 Smilodon

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Miau, miau, fauch, fauch, schnurr, schnurr – ist der Lampentester jetzt etwa total verblödet? Keineswegs, denn so spricht die Nitecore P25, die den Beinamen „Smilodon“ trägt – eine Gattung der ausgestorbenen Säbelzahntiger.


Verpackung/Lieferumfang:

In einer Papp-Plastikverpackung sind die Lampe, zwei Batterien zum Betrieb, ein Trageclip, ein Ersatz-Dichtring, ein Ersatz-Gummi für die Endkappe, ein Holster, ein Lanyard, ein USB-Ladekabel und eine Bedienungsanleitung enthalten.

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Die Verpackung der P25 muss an dieser Stelle als Bild reichen, da der Lieferumfang des Testmodells stark kastriert war. Gut, ich hätte den Inhalt auch aufmalen und abfotografieren können, aber bei meinem Maltalent hätte das länger gedauert, als der Säbelzahntiger ausgestorben ist.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:

Länge: 161 mm
Reflektoröffnung: 32 mm
Durchmesser Kopf: 40 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 172 g
Gewicht mit Akku: 218 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Auf den ersten Blick wirkt das Kätzchen robust verarbeitet. Alle Gewinde laufen weich und spielfrei, und auch sonst gibt es nichts zu bemängeln.

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Gewinde zur Tailcap.

 

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Materialstärke Batterierohr.

 

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Gewinde zum Lampenkopf.

 

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Gefederter Plus-Kontakt im Lampenkopf.


Leuchteinheit:

Verbaut wurde eine Cree-XM-L-U2-LED, die in einem SMO-Reflektor sitzt. Als Frontscheibe kommt eine gehärtete, beschichtete Mineralglaslinse zum Einsatz.

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Normalerweise verwende ich solche Bilder nicht. Aber dieses erinnert mich irgendwie an leckeren Vanille-Pudding, deshalb ist es durchs Raster gerutscht, und ich bekomme Hunger. Hoffentlich verkantet die XM-L-LED nicht beim Schlucken…

 

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Blick in den Reflektor.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Betrieben werden kann die Pussikatze mit einem 18650-Akku oder wahlweise zwei CR123A-Batterien. Getestet wurde mit einem 18650er AW mit einer Kapazität von 2.600mAh. Dabei wurde die Lampe in der hellsten Leuchtstufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 19.100 Lux
nach 5 Minuten: 17.500 Lux
nach 10 Minuten: 15.900 Lux
nach 20 Minuten: 15.900 Lux
nach 30 Minuten: 11.600 Lux
nach 40 Minuten: 11.600 Lux
nach 50 Minuten: 11.600 Lux
nach 60 Minuten: 11.600 Lux
nach 70 Minuten: 11.600 Lux
nach 80 Minuten: 11.600 Lux
nach 90 Minuten: 6.700 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,33 Volt gemessen.

Auffällig war, dass die Lampe innerhalb der ersten halben Stunde gleich zweimal herunterregelte; einmal auf 15.900 und dann auf 11.600 Lux.
Um die Laufzeit bei Maximalbelastung zu ermitteln, habe ich einen zweiten Test durchgeführt. Dabei wurde die Lampe immer dann, wenn der Wert unter 17.500 Lux fiel (den Wert, den die Lampe nach fünf Minuten nach dem Eingrooven der LED auf Betriebstemperatur hatte), aus- und wieder eingeschaltet, um die Laufzeit bei Maximalleistung zu ermitteln. Was gar nicht so einfach war, denn bereits nach dem ersten Aus- und Wiedereinschalten sank der Wert binnen weniger Sekunden wieder unter 17.500 Lux, sodass ich die Lampe schließlich ließ, wie sie wollte und erst, nachdem sie zum zweiten Mal zurückgeschaltet hatte (von 15.900 auf 11.600 Lux), wieder hochgeschaltet habe.

Laufzeitmessung mit Wiedereinschalten nach dem Herunterschalten:
Beim Einschalten: 19.100 Lux
nach 5 Minuten: 17.500 Lux
nach 10 Minuten: 17.000 Lux
nach 20 Minuten: 15.900 Lux
nach 30 Minuten: 15.000 Lux
nach 40 Minuten: 14.000 Lux
nach 50 Minuten: 13.200 Lux
nach 60 Minuten: 11.700 Lux
nach 70 Minuten: 10.400 Lux
nach 80 Minuten: 7.000 Lux
nach 90 Minuten: 2.700 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit 3,09 Volt Leerlaufspannung gemessen.

Fazit: Die Maximalleitung ist grundsätzlich nur so lange abrufbar, bis der Akku eine gewisse Spannung unterschritten hat, was beim Test bereits nach etwa zehn Minuten der Fall war. Anschließend lässt sich die Lampe nicht mehr hochschalten, bzw. nur für wenige Sekunden. Ab diesem Zeitpunkt ist die Lampe dann recht ordentlich geregelt, wobei es sicher besser geht, aber hier hat sich Nitecore zugunsten einer längeren Laufzeit gegen einen durchgängig geregelten Betrieb entschieden. Nach einer Zeit von etwa 30 bis 40 Minuten begann die Lampe, durch schnelles Blinken anzuzeigen, dass die Akkukapazität/Spannung allmählich zur Neige geht. Der Benutzer wird also rechtzeitig gewarnt, bevor der Akku in den kritischen Bereich gerät. Spätestens dann, wenn die Lichtleistung fürs Auge merklich nachlässt, sollte der Akku auf jeden Fall gewechselt werden.
Mit dem mitgelieferten Ladekabel kann direkt in der Lampe ein 18650-Akku via USB geladen werden.

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Ein Gumminippel dichtet die Ladebuchse ab.

 

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Die Ladebuchse.

 

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Der Akku kann an jedem beliebigen USB-Anschluss geladen werden.


Bedienung:

Bedient wird die Lampe durch zwei Schalter. Der Tailcap-Clicky schaltet die Lampe durch Durchdrücken ein und aus oder gibt durch Antippen und Gedrückthalten Momentlicht. Mit dem Seitenschalter unterhalb des Lampenkopfs werden durch Antippen die fünf Leuchtstufen in der Reihenfolge 2 – 50 – 180 – 550 und 860 Lumen (Herstellerangaben) ausgewählt. Die Lampe verfügt über Memory und speichert die zuletzt gewählte Leuchtstufe. Wird der Seitenschalter in einer der dunkleren Stufen gedrückt gehalten, wechselt die Lampe direkt in den hellsten Modus (und bei erneutem Gedrückthalten zurück).
Drückt man den Seitenschalter komplett durch und hält ihn gedrückt, gelangt man in den Strobe-Modus. Durch Antippen des Seitenschalters im Strobe folgen nacheinander SOS und Beacon. Strobe ist auch per Direktzugriff möglich, indem man den Seitenschalter bei ausgeschalteter Lampe durchdrückt und gedrückt hält.
Die Lampe kann auch mit dem Seitenschalter ausgeschaltet werden, indem man ihn kurz durchdrückt. Dann befindet sich die Lampe im Standby-Modus, in dem eine blaue LED im Seitenschalter in kurzen Abständen blinkt, um die Lampe bei Dunkelheit besser auffinden zu können. Gleichzeitig wird durch diese LED grob der Ladezustand des Akkus/der Batterien angezeigt. Ist alles im grünen Bereich, blinkt die LED etwa einmal alle zwei Sekunden, geht die Leistung zur Neige, blinkt die LED schnell.
Die Lampe kann auch die Spannung der eingelegten Batterien/des eingelegten Akkus anzeigen, indem der Seitenschalter im Standby-Modus kurz angetippt wird. Beispiel: Die Restspannung beträgt 3,7 Volt. Die blaue LED blinkt dreimal, danach folgt eine Sekunde Pause, anschließend blinkt die LED siebenmal. Angezeigt wird die Spannung auch beim Akku/Batteriewechsel. Um ein versehentliches Einschalten zu vermeiden, reicht es, die Tailcap ein wenig loszudrehen.

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Der Tailcap-Schalter ist quasi die „Sicherung“ der Lampe. Wenn er ausgeschaltet ist, geht gar nichts; er unterbricht die Stromzufuhr.

 

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Innenansicht Tailcap.

 

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Mit dem seitlichen Schalter werden die Modi angewählt.


Beam:
Der Hotspot setzt sich ohne Ringe vom Sidespill ab. Das Lichtbild ist leicht spotbetont und weist ein leichtes Donut-Hole auf, was dem SMO-Reflektor geschuldet ist. Die Reichweite ist von Nitecore mit 283 Metern angegeben.

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„Target-beamshot“ der Nitecore P25 Smilodon.


Resümee:

Der Nitecore P25-Säbelzahntiger macht insgesamt einen guten Job. Die Gesamtverarbeitung kann sich sehen lassen, und mit insgesamt fünf Leuchtstufen wird ein breites Spektrum abgedeckt. Nicht optimal ist in meinen Augen, dass die Lampe nicht durchgängig geregelt ist, sondern bei Unterschreitung einer bestimmten Spannung in die zweithellste Stufe herunterschaltet. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass die dann erzielten 550 Lumen (laut Hersteller) immer noch für nahezu jede Tätigkeit, die mit einer kompakten Handlampe ausgeübt wird, mehr als ausreichen.
Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von knapp 105 Euro (Stand: März 2013). Weitere Infos finden sich unter www.nitecore.com auf der Herstellerseite. Eine mögliche Bezugsquelle ist diese.

Nitecore P25 Smilodon 016
Von links: Nitecore P25 Smilodon, Nitecore EA4, Armytek Viking X, Spark SL6, Fenix TK15.

 

 

Nitecore P25 Smilodon 017
Kontroll-Shot

 

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Nitecore P25 Smilodon Lower

 

Nitecore P25 Smilodon 019
Nitecore P25 Smilodon Low

 

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Nitecore P25 Smilodon Mid

 

Nitecore P25 Smilodon 021
Nitecore P25 Smilodon High

 

Nitecore P25 Smilodon 022
Nitecore P25 Smilodon Turbo

 

Nitecore P25 Smilodon 023
Nitecore EA4

 

Nitecore P25 Smilodon 024
Led Lenser M7RX fokussiert

 

Nitecore P25 Smilodon 025
Oveready Surefire 6P mit Nailbender-XM-L-T6-Drop-in CW

 

Nitecore P25 Smilodon 026
Armytek Viking X

 

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