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16. April 2013

Crelant 7G9

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Mit der 7G9 hat auch Crelant ein „Mehr-als-1000-Lumen-Monster“ im Programm.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem Pappkarton mit Umverpackung sind neben der Lampe ein Ersatz-O-Ring, ein Lanyard und eine Karte enthalten, auf der sich die wichtigsten Daten zur Lampe finden.

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Verpackung und Lieferumfang der 7G9.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:

Länge: 189 mm
Reflektoröffnung: 57 mm
Durchmesser Kopf: 64 mm
Durchmesser Tail: 47 mm
Gewicht: 485 g
Gewicht mit Akkus: 624 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Löcher im Tail.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die Lampe wirkt sehr robust und massiv. Durch den scharfkantigen Bezelring hat man fast schon das Gefühl, eine Waffe in der Hand zu haben. Anlass zur Kritik gibt mal wieder das Fett, mit dem Crelant das Gewinde besudelt hat, denn das läuft von Werk aus schwer und kratzig. Gesäubert und neu gefettet, läuft es rund und weich.

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Gewinde zum Lampenkopf.

 

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Innenansicht Lampenkopf.

 

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Die halbe Lampe ist Kopf. Ein schöner Satz, wie ich finde.

 

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Die 7G9 liegt satt in der Hand.


Leuchteinheit:
Eine Cree-XM-L-U2-LED sorgt in einem tiefen SMO-Reflektor fürs Licht. Die Frontscheibe beteht aus gehärtetem und beschichtetem ultraklarem Glas.

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Als Lichtquelle dient eine Cree-XM-L-U2-LED.

 

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Blick in den Reflektor.

 

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Der Bezelring ist recht scharfkantig.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Das Monster frisst drei 18650-Zellen. Zum Test wurde es mit AWs mit einer Kapazität von 2.600mAh bestückt und in der hellsten Leuchtstufe betrieben. Zur Kühlung diente ein Ventilator.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 69.800 Lux
nach 5 Minuten: 68.400 Lux
nach 15 Minuten: 68.000 Lux
nach 30 Minuten: 68.000 Lux
nach 45 Minuten: 68.000 Lux
nach 60 Minuten: 68.000 Lux
nach 75 Minuten: 66.800 Lux
nach 90 Minuten: 65.200 Lux
nach 105 Minuten: 62.800 Lux
nach 120 Minuten: 57.600 Lux
nach 135 Minuten: 48.400 Lux
Nach 145 Minuten und angezeigten 32.800 Lux begann die Lampe zu blinken, als Zeichen, dass die Akkukapazität zur Neige geht. Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen von 3,32, 3,30 und 3,27 Volt gemessen. Ende des Tests.

Fazit: Die Lampe ist über 60 Minuten ausgezeichnet geregelt, und auch nach 90 Minuten beträgt der Verlust gegenüber der maximalen Leistung gerade mal fünf Prozent. Erst danach baut die Leistung ab. Zum Zeitpunkt der Blinkwarnung sind die Akkus zwar schon jenseits der für sie sinnvoll zu entnehmbaren Kapszität, aber noch nicht im kritischen Bereich.

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Befüllt wird die Lampe mit drei 18650-Akkus.

 

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Die Kontaktfedern im Body.


Bedienung:

Ein- und durchgeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt. Mittelhart – aber durch den breiten Lampenkörper ist das Einschalten per Daumen in einer taktischen Haltung ein echter Kraftakt, sofern man keine Riesenpranken hat oder bayrischer Meister im Daumenhakeln ist.
Die Lampe verfügt über drei Leuchtstufen, die in der Reihenfolge High (angegeben mit 1020 Lumen für 145 Minuten), Mid (angegeben mit 700 Lumen für 220 Minuten) und Low (angegeben mit 138 Lumen für 21 Stunden) erreicht werden können. Antippen des Schalters gibt Momentlicht, durch mehrmaliges Antippen schaltet die Lampe durch die Modi. Durchdrücken des Schalters im gewünschten Modus aktiviert diesen als Dauerlicht.
Nun gibt es UIs, die fantastisch sind. Es gibt welche, die gut sind. Es gibt welche, die weniger gut sind. Es gibt welche, die schlecht sind. Es gibt welche, die katastrophal sind. Und es gibt welche, derentwegen man den Entwickler auf grausamste Weise über Tage zu Tode foltern und dafür den Friedensnobelpreis erhalten sollte. Crelant hat sich bei der 7G9 für Letzteres entschieden. Bei jedem Einschalten wandert die Lampe eine Stufe weiter, das heißt, wurde sie in High ausgeschaltet, startet sie beim nächsten Einschalten in Mid. Wurde sie in Mid ausgeschaltet, startet sie in Low. Wurde sie in Low ausgeschaltet, startet sie in High. Hass!

 

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Der Clicky.


Beam:

Der Hotspot setzt sich klar definiert mit einer breiten Corona vom Sidespill ab. Leichte Ringe sind nur auf sehr kurze Distanzen zu sehen.

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„Target-beamshot“ Crelant 7G9.


Resümee:

Prinzipiell hat Crelant mit der 7G9 eine exzellente Lampe geschaffen. Sie ist robust, gut verarbeitet, liegt gut in der Hand, ist gut geregelt und verfügt über eine Blinkwarnung, die nicht erst dann greift, wenn die Akkus praktisch schon „tot“ sind. Ein wenig unglücklich finde ich die „Low“-Stufe mit 138 Lumen, denn wenn man mal wenig Licht braucht, ist dieses Low schon viel zu hell.
Was gar nicht geht, ist das UI. Eine Lampe, die bei jedem Einschalten die Stufe wechselt – was soll so ein Unsinn? Dümmer und unpraktikabler geht’s nimmer! Wer damit leben kann, bekommt fürs Geld einen zuverlässigen Begleiter, der im Zweifelsfall auch als „Meinungsverstärker“ dienen kann. Erhältlich ist die Crelant 7G9 zu einem Preis von 99 Euro (Stand: April 2013).
Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de, wo sie auch erhältlich ist. Auf der Herstellerseite www.crelant.com finden sich weitere Infos.

Crelant 7G9 015
Von links: Taclights Patriot, Crelant 7G9, Fenix TK35, Led Lenser M14X, Skyray King.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde bei Blende 4 und 1600 ASA aufgenommen.

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Kontroll-Shot

 

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Crelant 7G9

 

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Tiablo A9 Kollimator (XR-E R2)

 

Crelant 7G9 019
Lumintop PK30-Mod

 

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Fenix TK70

 

Crelant 7G9 021
Niteye Eye30

 

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