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26. April 2013

Peli HeadsUp Lite 2690 Zone 0

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Die Peli HeadsUp Lite 2690 Zone 0 ist speziell für Einsatzkräfte gedacht, die in ex-geschützten Zonen arbeiten.


Verpackung/Lieferumfang:

Im Blister sind die Lampe, ein Stirnband, ein Gummi-Kopfband zur Helmbefestigung, vier Batterien zum Betrieb und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

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Lieferumfang der Peli HeadsUp Lite 2690 Zone 0.

 

Die Lampe ist Ex-geschützt und erfüllt dabei einen sehr hohen Standard. Da ich davon allerdings wenig bis gar keine Ahnung habe, sei mir erlaubt, mich selbst aus meinen krückigen Recherchen zum Test der Peli StealthLite 2410 LED Zone 0 zu zitieren.

„Es handelt sich um eine Ex-geschützte Lampe, die prädestiniert für Einsätze von Feuerwehren und Rettungsdiensten ist. Eingeteilt ist die Lampe in die Atex-Kategorie 1.
Die Kategorie 1 (Zone 0) umfasst Orte an denen ständig oder für eine lange Zeit explosionsfähige Atmosphäre vorhanden ist (mehr als 1000h/Jahr) (Beispiel: das Innere von Tanks). Geräte, die in die Kategorie 1 eingestuft werden, sind konstruktiv so zu gestalten, dass sie ein sehr hohes Maß an Sicherheit gewährleisten. Geräte dieser Kategorie müssen sogar bei selten auftretenden Störungen (Defekte am Gerät) das erfoderliche Maß an Sicherheit gewährleisten. Auch bei Auftreten von zwei Fehlern (Defekten) am Gerät darf es nicht zu einer Zündung kommen.

Quelle: http://www.helpi.com/lampen/EX-Schutz-Infos.htm


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:

Gewicht: 86 g
Gewicht mit Batterien: 118 g
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Das Kunstoffgehäuse wirkt robust und zu allen Schandtaten bereit. Was ziemlich nervt, ist die Tatsache, dass die Stromversorger nur durch Aufschrauben des Lampengehäuses zu wechseln sind.

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Das Gummistirnband hält die Lampe am Helm sicher in Position.


Leuchteinheit:

Verbaut wurde eine Cree-XP-E-LED in einem OP-Reflektor. Die Frontlinse besteht aus Kunststoff.

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Frontansicht der Peli-Stirnlampe.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe wird mit drei AAA-Batterien betrieben. Für den Ex-Schutz zugelassen sind folgende Zellen: Philips PN LR03 (Powerlife), Panasonic PN LR03 (Xtreme Power), Duracell PN MN2400 und Energizer PN E92. Getestet wurde die Lampe mit den beigelegten Duracell-Batterien. Um optimale Bedingungen zu gewährleisten, wurde sie durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 1.060 Lux
nach 5 Minuten: 980 Lux
nach 15 Minuten: 880 Lux
nach 30 Minuten: 800 Lux
nach 45 Minuten: 740 Lux
nach 60 Minuten: 720 Lux
nach 75 Minuten: 690 Lux
nach 90 Minuten: 650 Lux
nach 105 Minuten: 630 Lux
nach 120 Minuten: 610 Lux
nach 135 Minuten: 590 Lux
nach 150 Minuten: 580 Lux
nach 165 Minuten: 560 Lux
nach 180 Minuten: 550 Lux
nach 4 Stunden: 510 Lux
nach 5 Stunden: 470 Lux
nach 6 Stunden: 440 Lux
nach 7 Stunden: 400 Lux
nach 8 Stunden: 360 Lux
Da der Andrang weiterer Lampen am Luxmeter mittlerweile ähnlich groß war wie in der DDR, als es frische Bananen gab, habe ich den Test abgebrochen, um eine Massenschlägerei unter den Lampen zu verhindern.

Fazit: In der Bedienungsanleitung heißt es: „Die LED spendet Licht für mehr als dreieinhalb Stunden. Die Leuchtkraft wird jedoch nach einem Zeitraum von zwei Stunden merklich schwächer.“ Das stimmt so nicht ganz, denn die Leuchtkraft wird bereits nach einem Zeitraum von 20 Minuten merklich schwächer. Was schlicht und einfach damit zu tun hat, dass die Lampe ungeregelt betrieben wird. Dies hat zwei Gründe: Zum einen muss für eine Regelungselektronik ein zusätzlicher Ex-Schutz beantragt werden, zum anderen ist es für Einsatzkräfte wichtiger, eine ungeregelte Lampe mit langer Laufzeit zu haben als eine geregelte Lampe, bei der vielleicht mitten im Einsatz die Batterien gewechselt werden müssen.

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Um die Batterien zu wechseln, muss Werkzeug herhalten.

 

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Batteriefach ohne Deckel.


Bedienung:
Die Lampe verfügt über eine Leuchtstufe, die mit 60 Lumen angegeben ist und durch Drehen des Lampenkopfs angewählt wird. Dies ist auch mit Handschuhen problemlos möglich, allerdings ist der Weg von der Nullstellung bis zum Einschaltpunkt relativ lang. Vom Einschaltpunkt bis zur Endstellung des Drehschalters bleibt die Lampe eingeschaltet. Das verwirrt zunächst ein wenig, man muss sich also darauf einstellen, dass sich die An-Aus-Funktion lediglich auf einen geringen Bereich des tatsächlich möglichen Drehwegs des Schalters beschränkt.
Die Lampe rastet im Neigungswinkel in vier Einstellungen ein. Die erste leuchtet mehr oder weniger in den Himmel, die letzte einem direkt vor die Füße. Somit scheinen lediglich die beiden mittleren Rasterungen wirklich praktikabel zu sein. Bedenkt man jedoch, dass Rettungskräfte auch über Kopf oder eben direkt vor den Füßen arbeiten müssen, machen auch diese Einstellungen durchaus Sinn.

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Der Pfeil zeigt den oberen Anschlagpunkt des Drehschalters.

 

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Bis hierhin muss gedreht werden, damit die Lampe Licht spendet.

 

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Bis zum anderen Anschlagpunkt bleibt die Lampe eingeschaltet.

 

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Der Neigungswinkel kann in vier Stufen verstellt werden. Ein solches „Kunstoffgetriebe“ ist erfahrungsgemäß recht langlebig.

 

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Die Befestigung am Lampengehäuse.


Beam:
Die Peli HeadsUp Lite 2690 Zone 0 liefert eine leicht spotbetonte Ausleuchtung, ohne dabei im Nahbereich zu blenden.

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„White-wall-beamshot“ der Peli 2690.


Resümee:
Die Peli HeadsUp Lite 2690 Zone 0 ist sicherlich eine ganz spezielle Lampe. Normalanwender dürften mit der Leuchtkraft wenig anfangen können, schreien doch die meisten auch bei Stirnlampen nach immer mehr Licht. Das ist allerdings auch nicht die Intention dieser Lampe. Gedacht ist sie für Rettungskräfte, die im Nahbereich blendfreies Licht brauchen, und dafür sind die 60 Lumen weder zu viel noch zu wenig. Dabei erfüllt die Peli-Lampe einen sehr hohen Ex-Schutz-Standard.
Was mich persönlich stört, ist die Tatsache, dass man die Batterien nur durch Aufschrauben des Gehäuses wechseln kann. Und sollte eines der beiden Schräubchen beim Batteriewechsel verloren gehen, darf es genau genommen nur durch ein Schräubchen des exakt gleichen Typs ersetzt werden, da ansonsten offiziell der Ex-Schutz nicht mehr gewährleistet ist. Denn selbst für jedes Schräubchen muss eine Ex-Schutz-Zertifizierung beantragt werden.
Erhältlich ist die Lampe im Internetz zu einem Preis zwischen 40 und 50 Euro (Stand: April 2013). Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom deutschen Peli-Verteieb. Weitere Infos sind im Internetz unter www.peli.com oder www.peli.com/de zu finden.

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Von links: Unilite PS-H3, Peli HeadsUp Lite 2690 Zone 0, Spark SD6-460NW, UK 3AAA Vizion i ATEX.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Kontroll-Shot

 

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Peli HeadsUp Lite 2690 Zone 0

 

Und noch ein kleiner Vergleich: Die Lampe mir vollen und leeren Batterien. Die Bilder zeigen meinen Bus in einer Entfernung von fünf Metern. Beim ersten Bild sind die Batterien neu. Das zweite Bild zeigt die Lampe nach acht Stunden Dauerbetrieb – für Arbeiten im Nahbereich sollte das Licht immer noch ausreichen.

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