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30. April 2013

Fenix TK15

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 11:00

Fenix TK15 001
Die 13 wurde ausgelassen. Okay, Unglückszahl. Die 14 ebenfalls. Ergo ist der legitime Fenix-Nachfolger der TK12 die TK15.


Verpackung/Lieferumfang:

In einer Papp/Plastikverpackung sind die Lampe, ein Trageclip, Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi, ein Holster, ein Lanyard, eine englischsprachige Bedienungsanleitung und eine Garantiekarte enthalten.

Fenix TK15 002


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 145 mm
Reflektoröffnung: 26 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 130 g
Gewicht mit Akku: 176 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: Loch in der Tailcap sowie im Combat-Ring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Wie schon bei den Vorgängern wirkt auch bei der TK15 alles wie aus einem Guss.

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Gewinde zur Tailcap.

 

Fenix TK15 004
Materialstärke Batterierohr.

 

Fenix TK15 005
Lampenkopf von innen.

 

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Der Clip sitzt bombenfest und wird zusätzlich durch den Combat-Ring fixiert.

 

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Clip und Combat-Ring können entfernt werden.

 

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Im Falle des Combat-Rings liegt das entsprechende Gewinde allerdings offen, und den seitlichen Schalter ohne die Hilfe des Clips zu finden, kann im Dunkeln zu einem ziemliche Getaste ausarten.


Leuchteinheit:

Eine Cree XP-G-S2-LED sitzt in einem SMO-Reflektor aus Aluminium. Die Frontlinse besteht aus ultralkarem, antireflexbeschichteten Glas.

Fenix TK15 010


Stromversorgung/Laufzeittest:
Gespeist wird die TK15 von einem 18650-Lion-Akku oder wahlweise zwei CR123-Batterien. Beim Test wurde ein AW-Akku mit einer Kapazität von 2.600mAh verwendet, die Lampe in der hellsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 14.600 Lux
nach 5 Minuten: 14.500 Lux
nach 10 Minuten: 14.400 Lux
nach 20 Minuten: 14.400 Lux
nach 30 Minuten: 14.400 Lux
Eine Minute später schaltete die Lampe auf High zurück (gemessen mit 5.900 Lux). Danach ließ sie sich zwar wieder auf Turbo und angezeigte 14.400 Lux hochschalten, wurde in der Folgezeit jedoch kontinuierlich dunkler.
nach 40 Minuten: 13.700 Lux
nach 50 Minuten: 13.200 Lux
nach 60 Minuten: 12.700 Lux
nach 70 Minuten: 12.300 Lux
nach 80 Minuten: 11.900 Lux
nach 90 Minuten: 11.100 Lux
nach 100 Minuten: 9.000 Lux
nach 110 Minuten: 5.400 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,39 Volt gemessen. Ende des Tests.

Fazit: Über die Art der Regelung kann man geteilter Meinung sein. Eine halbe Stunde liefert die Lampe die volle Leistung und wird dann auf höchster Stufe über den Rest der Laufzeit dunkler (und schaltet nach etwas mehr als einer Stunde erneut herunter. Im Test wurde sie darauf wieder hochgeschaltet). Das steht zwar so auch in der Bedienungsanleitung, mir persönlich haben die alten, durchgängig geregelten Fenixe jedenfalls besser gefallen. Geschmackssache, denn viele Nutzer werden eine Lampe, die zwar dunkler wird, aber dafür eine längere Laufzeit erreicht, einer durchgängig geregelten Lampe mit kürzerer Laufzeit vorziehen. Wenn die Lampe fürs Auge merklich dunkler wird, sollte man den Akku wechseln, um ihn nicht zu tief zu entladen.
Die Lampe verfügt über einen Verpolungsschutz, bei verkehrt herum eingelegtem Akku passiert also nichts.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt. Durch Antippen sind Morsen und Momentlicht möglich, Durchdrücken des Schalters schaltet die Lampe dauerhaft ein. Im Gegensatz zu den Vorgängern werden die Modi bei der TK15 nicht durch Lösen und Festziehen des Lampenkopfs angewählt, sondern durch einen Seitenschalter unterhalb des Lampenkopfs. Die Leuchtstufen werden in der Reihenfolge Low (angegeben mit 6 Lumen für 171 Stunden), Mid (55 Lumen für 21 Stunden), High (angegeben mit 165 Lumen für 6 Stunden) und Turbo (angegeben mit 400 Lumen für 2 Stunden) durchgeschaltet (alle Angaben nach ANSI). Die Lampe merkt sich dabei die zuletzt gewählte Leuchtstufe. Hält man den Schalter während des Betriebs gedrückt, gelangt man in den Strobe-Modus mit wechselnder Frequenz. Durch erneutes Drücken des Seitenschalters kommt man in die zuletzt gewählte Helligkeitsstufe zurück. Die Direktanwahl von Strobe bei ausgeschalteter Lampe ist nicht möglich.
Gegen unbeabsichtigtes Einschalten kann die Endkappe leicht gelöst werden.

Fenix TK15 011
Der Clicky ist erhaben, daher ist der Tailstand nicht möglich.

 

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Innenansicht Tailcap.

 

Fenix TK15 013
Mit dem Seitenschalter werden die Modi angewählt.


Beam:
Die TK15 gibt sich auf alle Entfernungen recht spotbetont, liefert dabei aber immer noch ausreichend Streulicht zur Nahbereichsausleuchtung. Die Reichweite ist von Fenix mit 252 Metern angegeben.

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„White-wall-beamshot“ der Fenix TK15.


Resümee:
Die Fenix TK15 ist ein würdiger Nachfolger der TK12. (Genau genommen ist die getestete Variante der Nachfolger-Nachfolger der TK12, denn die Lampe ist bereits seit einiger Zeit mit XP-G-R5-LED mit angegebenen 337 Lumen auf dem Markt). Die Verarbeitung ist astrein, die Art der Regelung zwar gewollt, aber sicherlich nicht jedermanns Sache. Mein Ding ist eine Lampe, die eine halbe Stunde perfekt geregelt läuft und anschließend dunkler wird, nicht. Der Vorteil liegt in der längeren Laufzeit bei immer noch ausreichend Licht. Und ob man in der Praxis etwas davon mitbekommt, wenn man immer brav mit einem vollen Akku loszieht, ist ohnehin die Frage. Denn in der Praxis wird man die Lampe selten eine halbe Stunde am Stück mit voller Leistung laufen lassen, und ob diese halbe Stunde insgesamt bei einer Nachtwanderung/einem Einsatz erreicht wird, ist ebenfalls die Frage.
Die Tatsache, dass das Durchschalten der Modi nun durch einen Seitenschalter erfolgt, begrüße ich persönlich, denn in einer taktischen Haltung ist so die Einhandbedienung möglich und in der „normalen“ Haltung braucht man keine zwei Hände, um den Modus zu wechseln. Strobe kann zwar nicht aus Versehen aktiviert werden, allerdings auch nicht per Direktzugriff, wenn die Lampe ausgeschaltet ist, was sicherlich alles andere als ideal ist. Wenn schon Strobe, dann bitte per Direktzugriff unabhängig davon, ob die Lampe an oder aus ist. Erhältlich ist die TK15 zu einem Preis von 79,95 Euro (Stand: April 2013). Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von der Kato-Deutschland-GmbH www.edenwebshops.de Weitere Informationen zur Lampe sind auf der Herstellerseite www.fenixlight.com zu finden.

Fenix TK15 015
Von links: Fenix TK15, EagleTac P20C2 MKII, Ultrafire WF-501B, Led Lenser M7, Spark SL6, 4Sevens Quark 123 Turbo.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Fenix TK15 016
Kontroll-Shot

 

Fenix TK15 017
Fenix TK15 Low

 

Fenix TK15 018
Fenix TK15 Mid

 

Fenix TK15 019
Fenix TK15 High

 

Fenix TK15 020
Fenix TK15 Turbo

 

Fenix TK15 021
Tank007 TR01

 

Fenix TK15 022
EagleTac T20C2 MKII (XP-G)

 

Fenix TK15 023
Armytek Predator (OP)

 

Fenix TK15 024
Lumintop TD-15

 

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