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15. Mai 2013

Energizer Hard Case Tactical

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Energizer Hard Case Tactical 001
Weiß, Rot, Grün, Blau und Infrarot: Mit der Energizer Hard Case Tactical wird’s richtig bunt.


Verpackung/Lieferumfang:

Ausgeliefert wird die Lampe mit zwei Batterien in einer Papp/Plastikverpackung.

Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 143 mm
Länge mit angewinkeltem Kopf: 136 mm
Maße Kopf: 40,5 mm x 29,5 mm
Maße Tail: 39,5 mm x 29 mm
Gewicht: 117 g
Gewicht mit Batterien: 165 g
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: Lanyard kann am Trageclip befestigt werden.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die Lampe besteht aus bruchsicherem Polymer-Kunstoff und macht einen insgesamt recht robusten Eindruck.

Energizer Hard Case Tactical 002
Befestigungsmöglichkeit an Molle- oder OTV-Systemen an der Rückseite.


Leuchteinheit:

Vom Hersteller ist lediglich angegeben, dass als Leuchtmittel eine „weiße Cree-LED“ verwendet wird. Durch die Linsenoptik ist es nicht ganz so leicht, sie zu identifizieren, aber wenn mich meine blinden Augen nicht täuschen, handelt es sich um eine XP-E. Ringsherum sind die Farb-LEDs und die IR-LED angeordnet.

Energizer Hard Case Tactical 003
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Betrieben werden kann die Hard Case Tactical mit zwei AA-Batterien/AA-Akkus. Im Notfall kann die Lampe auch mit einer Batterie/einem Akku bei reduzierter Leistung betrieben werden. Die Laufzeitmessung erfolgte mit zwei Batterien, dabei wurde die Lampe in der hellsten Stufe eingeschaltet und prophylaktisch durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 430 Lux
nach 5 Minuten: 410 Lux
nach 15 Minuten: 400 Lux
nach 30 Minuten: 390 Lux
nach 45 Minuten: 380 Lux
nach 60 Minuten: 370 Lux
nach 75 Minuten: 360 Lux
Wenige Minuten später schaltete die Lampe herunter.
nach 90 Minuten: 200 Lux
nach 105 Minuten: 190 Lux
nach 120 Minuten: 190 Lux
nach 135 Minuten: 180 Lux
nach 150 Minuten: 50 Lux
nach 165 Minuten: 50 Lux
nach 180 Minuten: 50 Lux

Fazit: Augenscheinlich hat Energizer der Lampe sogar eine Regelung mit auf den Weg gegeben. Etwas mehr als 80 Minuten hält sich der Verlust gegenüber der Maximalhelligkeit in Grenzen. Wenn die Stromversorger eine gewisse Spannung unterschreiten, schaltet die Lampe in eine dunklere Stufe, um die Laufzeit zu verlängern. Normalerweise bin ich kein Freund solcher Lösungen, im Fall der Energizer Hard Case Tactical finde ich es jedoch gar nicht mal schlecht, denn zu mehr als der relativ dunklen Wegausleuchtung ist die Lampe ohnehin nicht gedacht. Und ob ich nun mit wenig oder noch weniger Licht durch die Gegend laufe, ist zweitrangig, wenn ich wenig oder noch weniger Licht dafür länger habe.

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Das Batteriefach wird durch einen Drehknopf arretiert.

 

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Batteriefach geöffnet.

 

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Die Lampe kann mit zwei…

Energizer Hard Case Tactical 007
…oder im Notfall auch mit einer Batterie (bei reduzierter Leistung) betrieben werden.


Bedienung:

Die Lampe verfügt über einen Schieberegler, der in drei Stellungen einrastet. In der Mittelstellung bietet er eine Lockout-Funktion gegen versehentliches Einschalten, in der Stellung rechts symbolisiert ein offenes Schloss, dass die Lampe betriebsbereit ist, und in der linken Anschlagstellung wird eine Infrarot-LED mit einer Wellenlänge von 880 Nanometern wahlweise durchgängig leuchtend oder mit Blinklicht für Freund-Feind-Kennung (IFF) aktiviert.
Die weiße LED und die Farb-LEDs werden über jeweils einen Druckschalter bedient. Die weiße LED, die mit 70 Lumen angegeben ist, wird mit einem Schalter in der Endkappe aktiviert. Die Farb-LEDs werden durch drei Schalter unterhalb des Schiebereglers aktiviert. Der mittlere Schalter ist für die rote LED zuständig, der linke für die blaue, der rechte für die grüne. Die Bedienung ist bei allen Schaltern identisch. Beim Einschalten wird die jeweilige LED in der hellsten Stufe aktiviert, drückt man den Schalter innerhalb von zwei Sekunden erneut, wechselt sie in die mittlere Leuchtstufe, ein weiterer Druck innerhalb von zwei Sekunden aktiviert die dunkelste Leuchtstufe. Beim nächsten Drücken oder wenn man länger als zwei Sekunden wartet, wird die Lampe ausgeschaltet. Möglich ist auch die Kombination von zwei, mehreren oder allen LEDs, (ausgenommen natürlich die Infrarot-LED, die sinnigerweise immer nur alleine leuchtet).
Der Lampenkopf ist um 125 Grad schwenkbar und rastet in zwei Stellungen mit etwas Spiel ein. Um den Lampenkopf bewegen zu können, muss gleichzeitig ein Knopf an der Seite der Lampe gedrückt werden.

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Der Einschaltknopf für die weiße LED befindet sich im Tail. Beim Infrarotbetrieb wird mit dem Schalter zwischen durchgängig leuchtender LED oder Blinklicht für Freund-Feind-Kennung gewechselt.

 

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Die restlichen Bedienelemente. In der Stellung „offenes Schloss“ ist die Lampe betriebsbereit, in der Mittelstellung ist sie gegen versehentliches Einschalten gesichert, in der Stellung ganz links wird die Infrarot-LED aktiviert. Unterhalb des Schiebereglers sitzen die Schalter für die drei Farb-LEDs.

 

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Die Farb-LEDs in Aktion.

 

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Der Lampenkopf rastet in zwei Stellungen ein.

 

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Um den Lampenkopf bewegen zu können, muss gleichzeitig ein Knopf an der Seite gedrückt werden.


Beam:

Auf kürzeste Distanzen sieht man um einen leicht eckigen Beam mehrere Ringe. Aber schon ab etwa 50 Zentimetern liefert die Lampe einen relativ kleinen, aber ausgewogenen Lichtkegel.

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„Target-beamshot“ Energizer Hard Case Tactical.


Resümee:

Wunderdinge darf man von der Energizer Hard Case Tactical nicht erwarten, denn weder die weiße, noch die Farb-LEDs und die IR-LED sind wirklich hell. Doch Leuchten auf die Entfernung ist auch nicht die Intention dieser Lampe. Das Einsatzgebiet liegt vielmehr im Nahbereich und erweiterten Nahbereich, und da macht die Lampe ihre Sache wirklich gut. Mit abgewinkeltem Kopf kann die Hard Case Tactical als Taschenlampe genutzt werden, mit angewinkeltem Kopf als Arbeitslampe oder an der Kleidung befestigt als Lauflampe. Die Verarbeitung ist okay, sodass die Lampe auch mal herunterfallen kann, ohne gleich Schaden zu nehmen. Erhältlich ist die Energizer Hard Case Tactical zu einem Preis zwischen 80 und 90 Euro, je nach Bezugsquelle (Stand: Mai 2013).

Energizer Hard Case Tactical 015
Von links nach rechts: Zebralight SC600, Nitecore EA4, Energizer Hard Case Tactical, Fenix LD20, Armytek Predator.

 

Energizer Hard Case Tactical 016
Das „schwarze Loch“ beginnt bei etwa 30 Metern Entfernung.

 

Energizer Hard Case Tactical 017
Bis zum Garagentor sind es knapp 20 Meter.

 

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