Taschenlampen-Tests.de






         

9. Juni 2013

Fenix E35

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 18:47

Fenix E35 001
Mit der „E“-Serie spricht Fenix vor allem das Klientel der „Normalnutzer“ an, die eine einfach zu bedienende Lampe ohne viel Firlefanz suchen. Die E35 ist das kompakte Jackentaschenmodell dieser Serie.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung finden sich die Lampe, ein Ersatz-O-Ring, ein Lanyard, eine englischsprachige Bedienungsanleitung und eine Garantiekarte.

Fenix E35 002
Lieferumfang der E35.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 117 mm
Reflektoröffnung: 18,5 mm
Durchmesser Kopf: 24 mm
Durchmesser Tail: 24 mm
Gewicht: 58 g
Gewicht mit Akku: 104 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitz in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Insgesamt wirkt die Lampe gut verarbeitet und steht den teureren Fenix-Modellen in nichts nach. Lediglich das Gewinde vom Batterierohr zum Lampenkopf hat in den ersten Windungen relativ viel Spiel. Erst kurz, bevor die Lampe komplett zugedreht ist, greift es richtig satt.

Fenix E35 003
Das Gewinde läuft erst in den letzten Windungen völlig spielfrei.

 

Fenix E35 004
Materialstärke Batterierohr.

 

Fenix E35 005
Lampenkopf von innen.

 

Fenix E35 006
Keine Tailcap – der Popo der Lampe ist Teil des Batterierohrs.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree-XP-E-LED in einem SMO-Reflektor. Davor sitzt eine gehärtete, ultraklare, anti-reflex-beschichtete Glaslinse.

Fenix E35 007
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die E35 mit einem 18650-Akku oder wahlweise zwei CR123A-Batterien. Beim Test trat sie in der hellsten Einstellung mit einem AW-Akku mit einer Kapazität von 3.100mAh an und wurde durch einen Ventilator gekühlt. Ziemlich genau alle 30 Minuten schaltet die Lampe in die mittlere Stufe zurück (was übrigens nicht in der Bedienungsanleitung steht). Um die Laufzeit bei Maximalleistung zu ermitteln, wurde die Lampe nach jedem Herunterschalten wieder in der hellsten Stufe eingeschaltet.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 8.000 Lux
nach 5 Minuten: 7.900 Lux
nach 15 Minuten: 7.900 Lux
nach 30 Minuten: 7.900 Lux
nach 45 Minuten: 7.900 Lux
nach 60 Minuten: 7.900 Lux
nach 75 Minuten: 7.900 Lux
nach 90 Minuten: 7.900 Lux
nach 105 Minuten: 7.900 Lux
nach 120 Minuten: 7.900 Lux
nach 135 Minuten: 7.900 Lux
nach 150 Minuten: 7.800 Lux
nach 165 Minuten: 7.200 Lux
nach 180 Minuten: 6.100 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,32 Volt gemessen, Ende des Tests.

Fazit: Die E35 ist exzellent geregelt. Über die gesamte sinvoll nutzbare Akkukapazität steht die maximale Leistung zur Verfügung. Nicht ideal gelöst ist dagegen, dass die sinnvoll nutzbare Akkukapazität während des Betriebs unterschritten wird. Will heißen: Der Akku muss irgendwann in einem Bereich Strom abgeben, den er nicht sonderlich mag. Nach 150 Minuten wurde die Leerlaufspannung mit 3,42 Volt gemessen, nach 165 Minuten mit 3,38 Volt, nach 180 Minuten mit 3,32 Volt. Ob irgendwann eine Abschaltung seitens der Lampe erfolgt, habe ich nicht weiter verifiziert. Denn selbst wenn sie erfolgen sollte, tut sie das zu spät. Selbst wenn der Akku nicht in die Schutzschaltung getrieben wird, sollte die Lampe bei 3,4 oder 3,3 Volt Akkuspannung im Leerlauf abgeschaltet haben – insbesondere bezüglich der Zielgruppe, die sich mit derartigen Problemen nicht herumschlagen möchte.
Das automatische Herunterregeln alle 30 Minuten sehe ich persönlich nicht als Nachteil. Denn die Lampe kann unmittelbar danach wieder in der hellsten Stufe eingeschaltet werden, falls sie in der Praxis überhaupt solange mit Maximalleistung betrieben wird. Übermäßig warm wird die E35 auch ohne Kühlung nicht. Als Überhitzungsschutz sehe ich das Herunterregeln nicht, eher als einen Stromsparmodus für Vergessliche. Gegen versehentliches Falscheinlegen des Akkus/der Batterien ist die Lampe mit einem Verpolungsschutz ausgestattet.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Taster seitlich unterhalb des Lampenkopfs. Dazu muss der Taster eine halbe Sekunde gedrückt gehalten werden. Die Lampe verfügt über drei Leuchtmodi, die durch Antippen des Tasters in der Reihenfolge Low (angegeben mit 5 Lumen für 155 Stunden), Mid (angegeben mit 50 Lumen für 18 Stunden) und High (angegeben mit 225 Lumen für 2 Stunden und 48 Minuten) angewählt werden können. Die Lampe speichert beim Ausschalten die zuletzt gewählte Stufe. Das Ausschalten funktioniert wie das Einschalten – indem der Taster eine halbe Sekunde gedrückt gehalten wird.

Fenix E35 008
Der Taster muss zum Ein- und Ausschalten gedrückt gehalten werden.


Beam:

Der Hotspot setzt sich weich, aber mit leichten Ringen vom Sidespill ab. Die Lampe kann in der Praxis sowohl zur Wegausleuchtung als auch zum Erkennen weiter entfernter Objekte eingesetzt werden. Die Reichweite ist von Fenix mit 176 Metern angegeben.

Fenix E35 009
„White-wall-beamshot“ Fenix E35.


Resümee:
Für weniger als 40 Euro (Stand: Juni 2013) bekommt man mit der Fenix E35 eine solide verarbeitete und vielseitig verwendbare Lampe, die in jede Jackentache passt. Die drei Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt, dadurch sind sowohl blendfreies Lesen, die Wegausleuchtung und das Suchen nach weiter entfernten Objekten möglich. Auf Geblinke jeglicher Art wurde verzichtet, und die Bedienung ist sehr simpel. Falls Fenix der Lampe eine Abschaltung spendiert haben sollte, greift sie zu spät. Zwar wird die Lampe zum Ende der Laufzeit dunkler, dies allerdings so langsam, dass selbst das geübte Flashaholic-Auge Probleme damit haben dürfte, das wahrzunehmen. Und Otto Normalverbraucher, für den die Lampe in erster Linie gedacht ist, wird so lange leuchten, bis der Akku noch wesentlich tiefer entladen wird, als das ohnehin schon der Fall ist. Eine sinnvolle Akkuwarnung in Form von Blinkimpulsen oder einer deutlich dunkler werdenden Lampe ist in meinen Augen Pflicht.
Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise vom Flashlightshop www.flashlightshop.de Weitere Informationen finden sich auf der Seite www.fenixlight.com im Internetz.

Fenix E35 010
Größenvergleich. Vorne: Fenix E35, hinten: Fenix PD32.

 

Fenix E35 011
Von links: Fenix E35, Fenix PD32, Fenix LD10, Fenix LD20, Led Lenser P5, Spark SL5, Surefire 6P.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Fenix E35 012
Kontroll-Shot

 

Fenix E35 013
Fenix E35 Low

 

Fenix E35 014
Fenix E35 Mid

 

Fenix E35 015
Fenix E35 High

 

Fenix E35 016
Fenix LD20 (XR-E Q5)

 

Fenix E35 017
Spark SL5-220CW (1,2 Volt)

 

Fenix E35 018
EagleTac P20A2 MKII (XP-G)

 

Fenix E35 019
Fenix PD32

 

nach oben



Keine Kommentare

Noch keine Kommentare.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Diese Kommentarfunktion ist zurzeit nicht zugelassen.

Powered by WordPress MU.