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29. April 2010

Nitecore SR3

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 02:08

Nitecore SR3 001
Von 0 auf 220: Die Nitecore SR3 beschleunigt in mehreren Stufen auf die maximale Leistung.


Verpackung/Lieferumfang:

In einem Karton mit Schnappverschluss sind die SR3, ein Lanyard, ein Ersatz-Clicky, zwei Ersatz-O-Ringe, sowie eine Bedienungsanleitung und eine Garantiekarte enthalten.

Nitecore SR3 002
Lieferumfang der Nitecore SR3.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 107,5 mm
Reflektoröffnung: 25 mm
Durchmesser Kopf: 32 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 110 g
Gewicht mit Akku: 128 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein, auch der Combat-Ring verhindert das Wegrollen nur bedingt.
Löcher für Lanyard: ja, am Combat-Ring.
wasserdicht: ja, bestätigt durch Praxistest.
Besonderheiten: Die verschiedenen Leuchtstufen werden durch Drehen des sogenannten „Smart-Rings“, hinter dem Lampenkopf durchgeschaltet. Der Combat-Ring kann nicht demontiert werden sondern ist fester Bestandteil der Tailcap. Gegen unbeabsichtigtes Einschalten der Lampe kann die Tailcap leicht gelöst werden.

Nitecore SR3 003
Nicht alltäglich: Der Combat-Ring ist fester Bestandteil der Tailcap.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Als Aggregat kommen wahlweise eine CR123A-Batterie oder ein entsprechender Akku bis 3,7 Volt zum Einsatz. Allerdings weist Nitecore ausdrücklich darauf hin, dass nur geschützte Akkus verwendet werden sollen. Angegeben ist die SR3 herstellerseitig mit 220 Lumen in der hellsten Stufe bei einer Laufzeit von 50 Minuten mit einer CR123-Batterie. Für den Test wurde ein 16340-Akku mit einer Kapazität von 880 MAh verwendet. Die Messung erfolgte in der hellsten Leuchtstufe der Lampe.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten wurden 5.600 Lux gemessen. Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 5.500 Lux
nach 15 Minuten: 5.400 Lux
nach 20 Minuten: 5.300 Lux
nach 25 Minuten: 5.500 Lux
Kurz darauf zeigte das Luxmeter noch 5.000 Lux an. Die Lampe begann in Intervallen zu blinken, als Zeichen dafür, dass sich die Akkukapazität dem Ende zuneigte, Testabbruch.
Fazit: Die Lampe ist über die gesamte Laufzeit fast konstant geregelt, wobei die Laufzeit zwar nicht sonderlich hoch ist, für die Konstellation Akku/hellste Stufe der Lampe aber im normalen Bereich liegt. Beim Test mit einer CR123-Batterie wurde die vom Hersteller angegebene Laufzeit fast erreicht.

Leuchteinheit:
Hinter einer Glaslinse sitzt eine Cree XR-E-R2-LED, die das Licht mittels eines Orange-Peel-Reflektors aus Aluminium verteilt.

Nitecore SR3 004
Das Foto gibt es nicht wirklich wieder: Die LED ist perfekt zentriert.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky, mit dem auch Morsen möglich ist. Der Clicky ist bequem zu erreichen und hat einen mittelharten Druckpunkt. Die verschiedenen Leuchtstufen werden durch Drehen des „Smart-Rings“, der gleichzeitig Namensgeber der Lampe ist (SR3) angewählt. In der Anschlagsstellung ganz links ist die Lampe mit 5 Lumen angegeben. Weitere Helligkeitsstufen (laut Hersteller): 10-20-40-60-120-160-220 Lumen. Dabei rastet der Ring in jeder Stufe ein. Beim Durchschalten der Helligkeitsstufen blitzt die Lampe immer kurz auf. Darüber hinaus verfügt die SR3 über einen „Hidden mode“ mit folgenden vom Hersteller angegebenen Leuchtstufen: 5-10-20-50-90-150-220 Lumen-Strobe. In diesen Modus gelangt man, indem man den Ring bei eingeschalteter Lampe in der hellsten Stufe schnell in die Endstellung links und wieder zurück in die Endstellung rechts dreht. Im Praxisbetrieb gelingt dies nicht immer auf Anhieb, hier zeigt sich die Lampe recht eigenwillig. Der Wechsel zurück in den normalen Betriebsmodus funktioniert auf die gleiche Weise.

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Mit dem „Smart Ring“ werden die verschiedenen Helligkeitsstufen angewählt.


Beam:
Bereits auf kürzeste Entfernungen setzt sich der Hotspot ohne Ringe vom Spill ab. Im Nahbereich bis etwa 25 Meter liefert die SR3 ein ausgewogenes Lichtbild.

Nitecore SR3 006
„White-Wall-Beamshot“ der SR3.


Resümee:
In der Regel kann ich zu einer Lampe nach kurzer Zeit so etwas wie eine „Beziehung“ aufbauen. Bei der Nitecore SR3 war dies nicht der Fall. Mein ganz persönlicher subjektiver Eindruck: Wenn ich einen „CR123-Einzeller“ möchte, soll die Lampe möglichst kurz, möglichst schmal und möglichst leicht sein. All das trifft auf die SR3 nicht zu. Konsequent wäre in meinen Augen, eine solche Lampe gleich mit einem Batterierohr für einen 18650er-Akku auszustatten, was gleichzeitig auch der Laufzeit zugute käme. Ein entsprechendes Batterierohr ist als Zubehör erhältlich. Warum es bei einem Preis zwischen 90 und 110 Euro für die Lampe (Stand: April 2010) nicht im Lieferumfang enthalten ist, verschließt sich mir. Objektiv betrachtet bekommt man mit der Nitecore SR3 eine hochwertig verarbeitete Lampe, die mit ihren zahlreichen Leuchtstufen im Innen- und Außenbereich Verwendung finden kann. Das Umschalten zwischen den beiden Modi durch schnelles Drehen des „Smart Rings“ funktioniert allerdings nicht immer auf Anhieb. Die Testlampe wurde freundlicherweise von Nitecore bereitgestellt. Weitere Infos finden sich unter www.nitecore.com.

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An der Materialstärke gibt es nichts zu bemängeln.

 

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtung von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Oben: Nitecore SR3, Mitte: Fenix LD20, unten: Fenix TK11 R2.

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