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30. Juni 2013

Project Eck Koblenz 2013 (GC3TECK)

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Mit mehr als 5.000 angemeldeten Geocachern durfte man das „Project Eck 2013“ am Wochenende in Koblenz mit Fug und Recht als „Mega-Event“ bezeichnen. Drei Tage lang wurde gecacht, wurden Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht, wurde gefeiert. Auch meine Wenigkeit war dabei, allerdings in erster Linie, um am Samstag den Stand vom Taschenlampen-Papst JoFrie mitzubetreuen.

Gecacht hätte ich auch gerne ein wenig, aber aufgrund der gefährlichen Melange aus Unorganisiertheit, Stress und Alzheimer kam ich am Freitagnachmittag in Koblenz an, ohne irgendwas auf mein Käsch-Finde-Gerät geladen zu haben. Egal – die Phase, in der mir Quantität wichtig war, habe ich zwar durchlaufen, aber zum Glück schnell hinter mir gelassen. Aber zumindest habe ich daran gedacht, die Veranstaltung selbst zu loggen – immerhin etwas, oder?

Berichte von Geocachern wird es in privaten Blogs bald mehr als genug geben, daher möchte ich euch meine Eindrücke aus Flashaholic-Sicht mit Cacher-Einschlag schildern.

Das Hotel
Meine Untekunft hatte zwar vier Sterne, war aber für einen Flashy ein Totalausfall. Sobald ich aus dem Fahrstuhl trat, ging vor mir irgendwelches Licht an. Keine Chance, den Weg vor mir stilvoll mit einer Lampe auszuleuchten. Jeden Meter, den ich lief, gingen vor mir neue Lichter an, und ich kam mir vor wie einer der Klitschko-Brüder auf dem Weg zum Boxring.

In meinem Zimmer angekommen, beschloss ich, Hoteltester zu werden, da ich meine gute Nichia-UV-Lampe dabei hatte. Mit dem Ergebnis, dass das Klo nicht wirklich vier Sterne verdient hat. Hier wurde augenscheinlich nur sehr provisorisch saubergemacht. Nicht mal einen Stern hatte die Badewanne verdient, die überhaupt nicht gereinigt wurde. Bilder konnte ich leider mangels fehlender Ausrüstung vor Ort nicht machen, aber glaubt mir, ihr würdet sie auch nicht sehen wollen…

Mein Freitagabend-Parallel-Universum
Während am gegenüberliegenden Ufer ein „Meet & Greet“ stattfand, habe ich mich drangemacht, etwas über die Koblenzer Bevölkerung zu erfahren. Dabei kam ich zu dem Schluss, dass es in Koblenz kaum Koblenzer gibt. Am Rheinufer fand ich nur völlig unterernährte Jogger vor, derweil in der Stadt Scharen von Cachern unterwegs waren, die von zahlenmäßig deutlich unterlegenen Muggels kritisch beäugt wurden. Statistisch gesehen kamen meinen wissenschaftlich fundierten Beobachtungen nach am Freitagabend auf einen Einwohner fünf Jogger, 15 Geocacher und drei Burgen.

Will attend
Um mich am anderen Rheinufer bemerkbar zu machen und zumindest auf meine körperliche Anwesenheit hinzuweisen, hatte ich zwei Lampen dabei.

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THE LED LASER

und

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die Fire-Foxes FF4.

 

Mangels mitgebrachten Stativs habe ich die Kamera mit GPS und Multitool unterlegt. Objekt der Leucht-Begierde war ein prunkvolles Schloss, dessen Name mir entfallen ist. Wie auf den Bildern zu erkennen ist, parkte gerade ein Schiff davor, das offensichtlich aus dem Rotlicht-Millieu stammt.

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Schloss mit Puff-Schiff davor.

 

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Schloss mit Puff-Schiff davor, das von THE LED LASER unter Beschuss genommen wird.

 

Project Eck Koblenz 005
Anderes Objektiv, gleiches Schloss, aber ohne Puff-Schiff davor.

 

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Schlossturm angeleuchtet mit THE LED LASER.


Dieses Gebäude ist noch wesentlich weiter entfernt.

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Noch wesentlich weiter entferntes Gebäude.

 

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THE LED LASER.

 

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Fire-Foxes FF4.


Der Morgen vor dem Mega-Event
Die Nacht war scheiße, weil viel zu kurz. Die Veranstaltung am Samstag begann um neun Uhr. Um sieben Uhr mussten wir los, um den Stand aufzubauen. Im Klartext bedeutete das, um sechs Uhr aufzustehen, was ich seit 20 Jahren nicht mehr gemacht habe. Dementsprehend vermochten weder Wecker, noch Hoteltelefon irgendeine Wirkung auf mich auszuüben. Schließlich schaffte es der Portier, mich nach zehnminutenlangem Wachrütteln zumindest in einen halbwegs handlungsfähigen Zustand zu versetzen. Und nach mehreren Kaffees ging es dann zur Festung Ehrenbreitstein, wo die Veranstaltung stattfand. Zum Glück musste ich nicht selbst fahren, sondern JoFries bessere Hälfte.

 

 

Das Mega-Event

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Hier fand die Großveranstaltung statt. Dieses Bild habe ich am Sonntag bei der Abreise gemacht.

 

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Leider war das Wetter am Samstagmorgen nicht so toll. Es regnete in Strömen. Erst gegen Mittag kam die Sonne, und es klarte auf. Der Blick von der Festung hinab auf die Stadt war aber auch bei schlechtem Wetter schön.

 

 

Und ab geht’s in die

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Ein ständiges Kommen und Gehen.

 

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Unser Stand. Genau genommen ist es natürlich nur JoFries Stand. Aber die Bezeichnung „Der Stand, an dem ich von JoFrie Geld dafür bekomme, dass ich Taschenlampen verkaufe“ hört sich blöd an. Deshalb bleibe ich bei „Unser Stand“.

 

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Wie man sieht, waren wir in bester Gesellschaft.

 

 

Impressionen

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Überall war es rappelvoll. Neben den Ständen und Fressbuden gab es ein Rahmenprogramm mit vielen Programmpunkten, von denen ich leider nix mitbekommen habe, da ich im Auftrag des irdischen Vertreters des Taschenlampen-Gottes an den Stand gefesselt war.

 

 

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Auch Cachern, die vom vielen Dosensuchen nicht mehr laufen konnten, wurde geholfen.

 

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Als hellste Lampe war die Niteye Eye 40 am Start. Trotz der Warnung „Nicht aufs Personal richten!“ war ich nie zuvor derart vielen Blendern ausgesetzt. Fast 3.000 Lumen mitten ins Gesicht nerven auf Dauer gewaltig.

 

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Gegen 18 Uhr war Schicht im Schacht. Anderthalb Stunden später schien es, als wäre hier nie etwas gewesen.


Die After-Show-Party
Oder übersetzt: Das Arschloch-Zeig-Fest. Mehrere Tausend Geocacher kamen ans Eck, um den Dosenfischern zu lauschen.

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Hier haben die Dosenfischer gespielt.

 

Falls dieses Bild jemandem bekannt vorkommen sollte: Genau, es ist das selbe, das wir vorher schon in diesem Beitrag hatten. Vom Konzert habe ich keine Bilder gemacht, weil ich die Dosenfischer schrecklich finde. Für die Taschenlampenfreunde: Die Dosenfischer sind eine Band von Geocachern, die Texte übers Geocaching machen. Da mich Texte weniger interessieren als Musik, mag ich diese Kapelle nicht. Die Musik ist ähnlich gehaltvoll wie ein Leitplanken-Tradi auf einer Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung (wobei das ja fast schon ein T5 wäre ((an die Geocacher)), der aber bei Groundspeak wohl nicht durchgehen würde).

Apropos Groundspeak: Die hatten auch wieder einen Heini entsandt, der wie immer „very amazed“ über die Veranstaltung war und dafür (ebenfalls wie immer) jede Menge Applaus bekam. Besser hätte ich es gefunden, wenn die Cacher-Gemeinde, anstatt kontrovers über Richtlinien zu diskutieren, kollektiv faule Tomaten und Bierbecher auf die Bühne geworfen hätte. Dann wäre zwar längst nicht alles, aber einiges klarer, und der Heini hätte endlich einmal einen wirklichen Grund gehabt, „very amazed“ zu sein.

Der Nachklapp
Die Veranstaltung hat Massen von Cachern bewegt und begeistert. Ich bin auch auf meine Kosten gekommen, denn für das Aufstehen zu einer menschenunwürdigen Zeit habe ich JoFrie noch ein schnuckeliges Multitool für den Schlüsselbund aus der Tasche geleiert.

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Kleiner geht’s nimmer.

 

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Stilleben: Leatherman Squirt PS4 und Peak Eiger 10280.

 

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Stilleben: Leatherman Squirt PS4 und HDS Systems EDC High CRI.

 

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Led-Lenser-Produkte, die man wirklich braucht.

 

Sorry, liebe Leute bei Led-Lenser. Aber dieser Scherz hat sich angesichts dieser Werbegeschenke geradezu aufgedrängt. Hätte ich aber bei jeder anderen Firma auch gemacht.

Die gemeinsame Rache von Led Lenser und den Dosenfischern bekam ich noch am selben Abend zu spüren. Als ich von der Festung Ehrenbreitstein Bilder gemacht habe, habe ich (ihr erinnert euch, mangels Stativ) wieder das Multitool und mein 62s-Käsch-Finde-Gerät unter die Kamera gelegt. Die Kamera habe ich wieder eingesteckt, den Rest nicht. Als ich diese Trottelei bemerkte, war es schon zu spät – beides weg.

Nun kann ich wieder mit dem etrexH auf Dosensuche gehen, aber zumindest wird das Cachen damit wieder ein bisschen zu dem, was es mal war – zu einem Abenteuer…

 

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