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4. Juli 2013

Keenwin RC30

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Bei der Keenwin RC30 handelt es sich um eine Lampe mit einem katastrophalen UI, bei der der Akku zum Laden in der Lampe verbleiben kann und ein entsprechender Ladeadapter im Lieferumfang inbegriffen ist.


Verpackung/Lieferumfang:

In einer Geschenkverpackung aus stabilem Karton mit Sichtfenster und Magnetverschluss sind die Lampe, ein Ladestecker zum Laden via USB, ein Adapter für einen 12-Volt-Zigarettenanzünder, ein Trageclip, ein Lanyard, Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi, eine Bedienungsanleitung und eine Garantiekarte enthalten.

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Lieferumfang und Geschenkverpackung.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 144 mm
Reflektoröffnung: 24 mm
Durchmesser Kopf: 32,2 mm
Durchmesser Tail: 25 mm
Gewicht: 118 g
Gewicht mit Akku: 164 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit montiertem Trageclip.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die Verarbeitung genügt auf den ersten Blick zwar nicht allerhöchsten Ansprüchen, ist für eine Low-Budget-Lampe aber insgesamt recht ordentlich.

 

Ein paar Eindrücke:

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Der Clip kann optional montiert werden.

 

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Montiert sitzt der Clip stramm und sicher.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine XR-E-Q5-LED von Cree. Als Frontlinse kommt eine ultraklare Glaslinse zum Einsatz, der Reflektor ist ein SMO aus Aluminium.

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Stromversorgung/Laufzeittest:

Mögliche Stromversorger sind zwei CR123A-Batterien/entsprechende Akkus oder ein 18650-Akku. Letzterer fand beim Test Verwendung. Die Lampe wurde in der hellsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung 18650-Akku (AW, 2.600mAh):
Beim Einschalten: 11.200 Lux
nach 5 Minuten: 10.900 Lux
nach 15 Minuten: 10.900 Lux
nach 30 Minuten: 10.900 Lux
nach 45 Minuten: 10.900 Lux
nach 60 Minuten: 10.900 Lux
nach 75 Minuten: 11.000 Lux
nach 90 Minuten: 11.000 Lux
nach 105 Minuten: 10.800 Lux
nach 120 Minuten: 10.400 Lux
nach 135 Minuten: 10.000 Lux
nach 150 Minuten: 9.300 Lux
nach 165 Minuten: 8.000 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,48 Volt gemeseen. Ende des Tests.

Fazit: Die Lampe ist über den gesamten Zeitraum der sinvoll nutzbaren Akkukapazität sehr gut geregelt. Erst bei schwächelndem Akku schwächelt auch die Lampe und zeigt dadurch an, dass der Akku gewechselt werden sollte. Nach 150 Minuten Dauerbetrieb in der hellsten Stufe wurden noch 3,85 Volt im Leerlauf gemessen, nach 165 Minuten waren es noch 3,48 Volt. Dementsprechend sollte dann, wenn die Leistung auch fürs Auge merklich nachlässt, ein Akkuwechsel vorgenommen werden.
Geladen werden kann die Lampe direkt an einem USB-Anschluss oder mit dem beiliegenden 12-Volt-Adapter an einem Zigarettenanzünder im Auto.

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Durch Losdrehen des Lampenkopfs kommt die Ladebuchse zum Vorschein.

 

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Die Lampe kann an einem USB-Anschluss am Computer oder mit dem mitgelieferten Adapter im Auto geladen werden.

 

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Der Adapter verfügt sogar über einen Haken zum Aufhängen und bietet damit eine echte Alternative zum Wackeldackel, Wackel-Elvis, Fuchsschwanz oder Wunderbaum.


Bedienung:
Nicht schon wieder! Keenwin versteht es gerne und oft, seinen Lampen das schlechteste UI von allen Lampen auf dem Markt zu verpassen. Das trifft leider auch bei der RC30 zu. Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Reverse-Clicky mit weichem Druckpunkt. Antippen gibt Momentlicht, Durchdrücken Dauerlicht. Die Lampe hat zwei Leuchtstufen und einen Blink-Modus in Form von theoretischem SOS. Theoretisch deshalb, weil die RC30, wie die meisten anderen Lampen von Keenwin auch, „SOSO“ statt „SOS“ blinkt. Das ist zwar schwach, aber noch zu verwinden, weil ohnehin kaum jemand SOS braucht.
Richtig schlecht ist mal wieder das UI, in dem die Leuchtstufen nacheinander in der Reihenfolge Low (angegeben mit 70 Lumen für 10,5 Stunden), High (angegeben mit 220 Lumen für 2,5 Stunden) und SOS (angegeben mit 100 Lumen für 10 Stunden) angewählt werden. Die Lampe schaltet bei jedem Einschalten eine Stufe weiter. Was zur Folge hat, dass man nie weiß, in welcher Stufe die Lampe einschaltet, es sei denn, man führt akribisch Buch darüber, in welcher Stufe man die Lampe zuletzt ausgeschaltet hat. Schlimmer geht’s nimmer.
Oder doch, denn nachdem die Lampe 12 Minuten oder länger ausgeschaltet bleibt, fällt ihr ein, dass sie beim nächsten Einschalten doch lieber nicht im nächsten Modus, sondern immer im dunkelsten starten möchte…

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Die Tailcap.

 

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Tailcap von innen.


Beam:
Das Lichtbild ist auf kurze, mittlere und weite Entfernungen relativ spotbetont, liefert dabei aber immer noch ausreichend Streulicht zur Wegausleuchtung.

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„White-wall-beamshot“ Keenwin RC30.


Resümee:
Während die Keenwin RC30 über eine ausgezeichnete Regelung verfügt, ist das UI unterirdisch schlecht. Ich begreife nicht, warum jemand im bevölkerungsreichsten Land der Erde ausgerechnet den größten Idioten des Landes anstellt, um das UI zu programmieren. Denn abgesehen davon ist die RC30 keine schlechte Lampe. Die Verarbeitung ist recht ordentlich, und mit dem mitgelieferten Ladezubehör bekommt man ein „Komplett-Sorglos-Paket“. Erhältlich ist die Lampe für rund 80 Dollar (Stand: Juli 2013).

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Größenvergleich. Von oben nach unten: Keenwin RC30, MTE M3-2I, EagleTac T20C2 MKII, Spark SL6, Walther MTL300.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Da es leicht diesig war, wirkt der Spot der Lampen leicht überbetont.

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Kontroll-Shot

 

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Keenwin RC30 Low

 

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Keenwin RC30 High

 

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SecuriLed RC4 R-II

 

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EagleTac P20A2 MKII (XP-G)

 

Keenwin RC30 022
Led Lenser M7R fokussiert

 

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Edgetac Raidfire Spear (OP)

 

Keenwin RC30 024
HDS Systems EDC Rotary

 

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