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11. August 2013

Keenwin A11

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Keenwin A11 001
Die Keenwin A11 ist ein günstiges EDC-Einsteigerlämpchen.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Plastik/Pappverpackung sind die Lampe, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi und ein Lanyard enthalten.

Keenwin A11 002
Verpackung und Lieferumfang.

 

Keenwin A11 003
Alles, was man wissen muss, steht auf der Verpackungsrückseite.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 100 mm
Reflektoröffnung: 17,5 mm
Durchmesser Kopf: 25,5 mm
Durchmesser Tail: 23 mm
Gewicht: 62 g
Gewicht mit Akku: 86 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die kleine Keenwin macht einen ordentlich verarbeiteten Eidruck, die Gewinde sind bereits vorgefettet und laufen sauber. Und auch am Rest der Verarbeitung gibt es auf den ersten Blick nichts auszusetzen.

Keenwin A11 004
Wenn ich behaupten würde, das Batterierohr wäre zu dünn, würde ich lügen.

 

Keenwin A11 005
Die Gewinde sind gefettet und laufen sauber.

 

Keenwin A11 006
Innenansicht Lampenkopf.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree-XP-G-R5-LED. Der Reflektor ist ein SMO, davor sitzt eine Glaslinse.

Keenwin A11 007


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die Lampe laut Hersteller in einem Spannungsbereich von 1,2 bis 3,6 Volt. Was bedeutet, dass auf dem Papier neben einer AA-Batterie und einem AA-Akku auch ein nahezu leerer LiIon-14500-Akku verwendet werden kann. Ob Keenwin mit 3,6 Volt nun 4,2 Volt meint, weiß ich nicht. Wer es ausprobieren möchte, kann es gerne tun, ich jedenfalls bin nicht der Pionier dafür, ein unschuldiges Lämpchen aufgrund missverständlicher Herstellerangaben eventuell für immer in den Lampenhimmel zu schicken.
Dementsprechend wurden die Testläufe lediglich mit einem AA-Akku und einer AA-Batterie durchgeführt, die Lampe dabei in der hellsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung AA-Akku (Sanyo Eneloop, 2.000mAh):
Beim Einschalten: 1.490 Lux
nach 5 Minuten: 1.490 Lux
nach 10 Minuten: 1.490 Lux
nach 20 Minuten: 1.490 Lux
nach 30 Minuten: 1.490 Lux
nach 40 Minuten: 1.490 Lux
nach 50 Minuten: 1.490 Lux
nach 60 Minuten: 1.490 Lux
nach 70 Minuten: 1.490 Lux
nach 80 Minuten: 490 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 0,969 Volt gemessen – Testende.

Laufzeitmessung AA-Alkaline-Batterie:
Beim Einschalten: 1.490 Lux
nach 5 Minuten: 1.490 Lux
nach 10 Minuten: 1.210 Lux
nach 20 Minuten: 1.060 Lux
nach 30 Minuten: 480 Lux
nach 40 Minuten: 110 Lux
Dass ich keinen Bock mehr hatte, weiterzumessen, versteht sich wohl hoffentlich von selbst.

Fazit: Die Keenwin A11 ist grundsätzlich sehr gut geregelt. Mit einem LSD-Akku liefert sie über nahezu den gesamten Laufzeitraum eine gleichbleibende Helligkeit. Wenn die Lichtausbeute fürs Auge deutlich geringer wird, sollte der Akku schleunigst gewechselt werden, da die Lampe über keine Abschaltung verfügt.
Beim Batteriebetrieb mit Alkali-Zellen bricht die Leuchtleistung schnell ein. Daher ist diese Stromversorgung eher als Notbetrieb anzusehen – es sei denn, man verwendet deutlich teurere Lithium-Batterien, mit denen eine gute Laufzeit bei gleichbleibender Hellikeit erreicht wird.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die A11 mit einem Reverse-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt, mit dem auch Morsen möglich ist. Die Lampe verfügt über vier Leuchtstufen, die durch Lösen und Festziehen des Lampenkopfs angewählt werden: High (angegeben mit 150 Lumen für 2 Stunden), Mid (angegeben mit 50 Lumen für 10 Stunden), Low (angegeben mit 12 Lumen für 15 Stunden) und SOS (angegeben mit 100 Lumen).
Das UI ist allerdings ein Griff ins Klo. Denn SOS ist ins UI integriert und kann nicht übersprungen werden. Als wäre das nicht schon dämlich genug, schaltet die Lampe auch noch bei jedem Einschalten eine Stufe weiter. Das allerdings nur, wenn die Lampe nach weniger als 30 Sekunden nach dem letzten Ausschalten wieder eingeschaltet wird. Wartet man länger als 30 Sekunden, startet die Lampe immer im Low-Modus – wenigstens etwas.
Auch bei der Programmierung des SOS-Modus wurde bei Keenwin geschlampt (mal wieder). Denn die A11 blinkt, wie einige andere Lampen von Keenwin auch, nicht „SOS“, sondern „SOSO“, womit Keenwin endgültig Rekordhalter für verkehrt programmierte SOS-Modi von allen Lampen im ganzen Universum ist.

Keenwin A11 008
Tailcap von außen.

 

Keenwin A11 009
Tailcap von innen.


Beam:
Ein relativ kleiner Hotspot setzt sich auf kürzeste Distanzen weich vom Sidespill ab. Auf mittlere Entfernungen liefert die Lampe ein ausgewogenes Lichtbild.

Keenwin A11 010
„White-wall-beamshot“ Keenwin A11.


Resümee:
Wer bisher nur Baumarkt-Lampen gewohnt war, findet mit der Keenwin A11 einen preiswerten Einstieg in die professionelle Lampenwelt. Die Verarbeitung ist sehr ordentlich, die Regelung ebenfalls. Allerdings ist das UI denkbar schlecht, mal ganz abgesehen davon, dass statt „SOS“ „SOSO“ einprogrammiert wurde. Der Preis, der etwa zwischen 40 und 45 Dollar liegt, entschädigt dafür ein wenig. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de

Keenwin A11 011
Von links: Keenwin A11, Ledwave MC-1 Elite, Fenix LD10, Xeno E03, Spark SL5, Lumintop L1C.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Keenwin A11 012
Kontroll-Shot

 

Keenwin A11 013
Keenwin A11 Low

 

Keenwin A11 014
Keenwin A11 Mid

 

Keenwin A11 015
Keenwin A11 High

 

Keenwin A11 016
Fenix LD10

 

Keenwin A11 017
MTE C3-907

 

Keenwin A11 018
LiteXpress X-Tactical 103

 

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