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8. September 2013

Kleiner EDC-Vergleich

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 17:02

Für die aktuelle Ausgabe des Gear-Magazins hatte ich die Gelegenheit, einige schnuckelige EDC-Lämpchen zu befummeln, die bei dieser Gelegenheit auch den Weg auf diese fabulöse Seite gefunden haben.

Getestet wurden sechs EDC-Lampen mit einer Länge von bis zu maximal 8 Zentimetern und einem Lichtstrom von mindestens 200 Lumen. Die Lumen-, Laufzeit- und Reichweitenangaben sowie die IP-Klassifizierungen sind Herstellerangaben.

Zum Vergleich traten an:
Lumapower Incendio V3+
Nitecore EC1
Niteye Eye10
Spark SK3
Sunwayman Sirius M11R
Zebralight SC52


Lumapower Incendio V3+

Kleiner EDC-Vergleich 001

Der Name Lumapower steht schon seit längerem für helle EDCs mit einfacher Bedienung. Das ist bei der Incendio V3+ nicht anders. Durch mehrmaliges Antippen des Schalters gelangt man durch die vier Leuchtstufen Low-Mid-High-Ultra. Loslassen des Schalters in der gewünschten Stufe aktiviert diese als Dauerlicht. Die zuletzt eingestellte Stufe wird gespeichert und steht beim nächsten Einschalten wieder zur Verfügung.
Möglich ist es auch, die Lampe ausschließlich in einer Stufe zu betreiben. Das Aktivieren ist denkbar einfach und geht auch Leuten mit zwei linken Händen leicht von selbigen.
Als LED wurde eine Cree XP-G verbaut, der Reflektor ist ein OP. Die Incendio V3+ liefert ein ausgewogenes, leicht spotbetontes Lichtbild. Gefüttert wird die Lampe mit einer CR123A-Batterie.
Der Lieferumfang ist recht üppig ausgefallen. Neben Bedienungsanleitung, Holster, Ersatz-O-Ringen und Ersatz-Tailcap-Gummi finden sich in der Verpackung noch ein Warnstab-Diffusor-Aufsatz, ein Ring zur Lanyardbefestigung, der gegen den vormontierten Clip ausgetauscht werden kann und eine Pinzette, mit der man die Montage vornehmen kann.

Kleiner EDC-Vergleich 002

Gesamtlänge: 77 mm
Durchmesser: 21,5 mm
Gewicht mit Batterie: 57 g
Stromversorgung: 1x CR123; 1x 16340 LiIon
Maximale Helligkeit: 200 Lumen/1,5 Stunden (CR123A); 350 Lumen/keine Angabe (16340 LiIon)
Minimale Helligkeit/h: 7 Lumen/33 h
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: keine Angabe
Zubehör: Clip, Lanyardring, Holster, Ersatz-O-Ringe, Ersatz-Tailcap-Gummi, Warnstab-Diffusor-Aufsatz, Pinzette, Bedienungsanleitung.
Preis: 49,90 Euro

Kleiner EDC-Vergleich 003

 

 

Nitecore EC1

Kleiner EDC-Vergleich 004

Nitecore tritt mit der EC1 zum Vergleich an. Die Bedienung erfolgt über zwei Taster am Lampenkopf. Der hintere Taster schaltet die Lampe ein und aus. Mit dem vorderen Taster können die insgesamt fünf Leuchtstufen Micro (4 Lumen/70 Stunden), Low (25 Lumen/12 Stunden), Mid (75 Lumen/5 Stunden), High (200 Lumen/80 Minuten) und Turbo (280 Lumen/ohne Laufzeitangabe) aktiviert werden. Die Lampe verfügt in ersten vier Stufen über Memory, Turbo wird nicht gespeichert. Das Lichtbild ist durch XP-G-R5-LED und SMO-Reflektor leicht spotbetont, aber insgesamt recht ausgewogen.
Weiterhin verfügt die EC1 über Strobe, SOS und eine Rotlicht-Funktion, bei der die Nachtsicht erhalten bleibt. Die rote LED befindet sich neben den beiden Tastern und blinkt bei ausgeschalteter Lampe in regelmäßigen Abständen, was das Auffinden der Lampe im Dunkeln erleichtert. Eine Lockout-Funktion verhindert unbeabsichtigtes Einschalten. Wenn der Lockout aktiviert wird, zeigt die rote LED die verbleibende Restspannung der Batterie an.
Durch ihre zahlreichen Funktionen ist die EC1 alles andere als selbstklärend, man muss sich schon ein wenig mit ihr beschäftigen, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen.

Kleiner EDC-Vergleich 005

Gesamtlänge: 65 mm
Durchmesser: 25,4 mm (Kopf); 22 mm (Body)
Gewicht mit Batterie: 60 g
Stromversorgung: 1x CR123; 1x 16340 LiIon
Maximale Helligkeit: 280 Lumen/keine Laufzeitangabe
Minimale Helligkeit: 4 Lumen/70 Stunden
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: 141 Meter
Zubehör: CR123A-Batterie, Holster, Lanyard Ersatz-O-Ring, Bedienungsanleitung
Preis: 59,90 Euro

Kleiner EDC-Vergleich 006

 

 

Niteye Eye10

Kleiner EDC-Vergleich 007

Niteye konnte als noch junger Hersteller schnell durch ausgezeichnete Produkte in die Phalanx der etablierten Hersteller einbrechen. Mit der Eye10 wird auch der EDC-Bereich abgedeckt.
Auffällig ist beim Auspacken der Lampe zunächst mal deren Griffigkeit, die durch ein tiefes und sauber ausgeführtes Knurling erreicht wird. Die Leuchtstufen werden mit einem Magnetringschalter angewählt, der in insgesamt zwölf Stufen (Nullstellung + 11 Stufen) spürbar einrastet. Angegeben ist die dunkelste Stufe mit 1 Lumen, die hellste mit 260 Lumen. Allerdings stimmt zumindest die Angabe von 1 Lumen nicht, denn die Lampe liegt in der dunkelsten Stufe deutlich darunter. Man muss schon sehr genau direkt in die LED schauen, um zu sehen, dass sie überhaupt leuchtet. Als „Hidden-Modes“ verfügt die Lampe über Strobe und SOS, die durch zweimaliges (Strobe) und dreimaliges (SOS) schnelles Hin- und Herdrehen des Selektorrings aktiviert werden.
Gespeist wird die Lampe mit einer CR123A-Batterie, ihr Licht verteilt sie mit einer Cree-XM-L-U2-LED in einem OP-Reflektor – eine Kombination, die für ein gleichmäßiges Lichtbild sorgt.

Kleiner EDC-Vergleich 008

Gesamtlänge: 80 mm
Durchmesser: 24 mm
Gewicht mit Batterie: 62 g
Stromversorgung: 1x CR123; 1x 16340 LiIon
Maximale Helligkeit: 260 Lumen/2 Stunden
Minimale Helligkeit: 1 Lumen/80 Stunden
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: 100 Meter
Zubehör: Lanyard, Clip, Inbusschlüssel zur Befestigung des Clips, Ersatz-O-Ring, Bedienungsanleitung
Preis: 67,90 Euro

Kleiner EDC-Vergleich 009

 

 

Spark SK3

Kleiner EDC-Vergleich 010

Die Spark SK3 kommt in der Spark-typischen schwarzen Pappverpackung daher. Durch die olivgrüne Beschichtung und die ungewöhnliche Riffelung unterscheidet sich die Lampe schon rein äußerlich von den meisten Lampen ähnlicher Größe.
Auch bei der LED-Bestückung geht Spark einen anderen Weg. Während die meisten Hersteller auf die aktuelle XM-L- oder die XP-G-LED setzen, kommt in der SK3 eine XP-E-LED zum Einsatz, die in Kombination mit einem SMO-Reflektor für eine ordentliche Reichweite bei immer noch ausreichend Streulicht sorgt.
Ein- und durchgeschaltet wird die Lampe mittels Twisty. Dem Benutzer stehen drei Leuchtstufen zur Verfügung, die durch Festdrehen und Lösen des Twistys in der Reihenfolge Low, Mid und High angewählt werden können. Angegeben sind die Leuchtstufen mit 8 Lumen für 26 Stunden (Low), 40 Lumen für 5,8 Stunden (Mid) und 200 Lumen für 1,2 Stunden (High). Die Lampe hat keine Memory-Funktion und startet immer im dunkelsten Modus. Auf Geblinke wurde komplett verzichtet.
Wer eine einach zu bedienende Lampe für die Hosentasche oder den Schlüsselbund sucht, wird bei der Spark SK3 fündig.

Kleiner EDC-Vergleich 011

Gesamtlänge: 59 mm
Durchmesser: 21 mm
Gewicht mit Batterie: 38 g
Stromversorgung: 1x CR123; 1x 16340 LiIon
Maximale Helligkeit: 200 Lumen/1,2 Stunden
Minimale Helligkeit: 8 Lumen/26 Stunden
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: keine Angabe
Zubehör: CR123A-Batterie, Karabiner, Schlüsselring, Ersatz-O-Ring, Bedienungsanleitung
Preis: 39,90 Euro

Kleiner EDC-Vergleich 012

 

 

Sunwayman Sirius M11R

Kleiner EDC-Vergleich 013

Bei der Sunwayman Sirius M11R merkt man direkt, dass man „etwas in der Hand“ hat. Denn das Schwergewicht unter den Testkandidaten bringt es auf immerhin 88 Gramm. Verantwortlich dafür ist das Titangehäuse, durch das die Lampe sehr wertig wirkt. Ausgeliefert wird die Lampe in einer Geschenkverpackung aus Metall.
Aber nicht nur die äußeren, auch die inneren Werte können überzeugen. Die Cree-XM-L-U3-LED sorgt in Verbindung mit dem OP-Reflektor für ein homogenes Lichtbild. Als Stromversorger dient eine CR123A-Batterie.
Die drei Leuchtstufen werden von dunkel nach hell mit einem Selektorring angewählt, der sauber läuft und in jeder Stufe sanft, aber spürbar einrastet. Durch eine Kombination aus schnellem Hin- und Herdrehen das Rings in den Stufen Mid bzw. High stehen zusätzlich Firefly mit 0,5 Lumen und Beacon bzw. Strobe und SOS zur Verfügung. In der hellsten Stufe startet die Lampe im Turbo-Modus, der mit 230 Lumen angegeben ist, und schaltet nach drei Minuten auf High (160 Lumen) zurück.
Mit knapp 200 Euro ist die Sirius M11R auch preislich ein Schwergewicht. Als Gegenwert erhält man eine solide und gut verarbeitete Lampe, die vor allem Sammler ansprechen dürfte.

Kleiner EDC-Vergleich 014

Gesamtlänge: 76 mm
Durchmesser: 23 mm
Gewicht mit Batterie: 88 g
Stromversorgung: 1x CR123; 1x 16340 LiIon
Maximale Helligkeit High: 160 Lumen/2 Stunden (CR123A)
Minimale Helligkeit: 0,5 Lumen/30 Tage
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: 120 Meter
Zubehör: Holster, Lanyard, Karabiner mit Schlüsselring, Inbusschlüssel zur Demontage des Clips, einschraubbarer Glasbrecher, Bedienungsanleitung
Preis: 199,90 Euro

Kleiner EDC-Vergleich 015

 

 

Zebralight SC52

Kleiner EDC-Vergleich 016

Zebralight begeistert viele Lampenfreunde schon seit jeher durch das geniale UI seiner Lampen. Logisch, dass dies auch bei der SC52 zum Einsatz kommt. Die Grundbedienung ist denkbar einfach. Bei einem kurzen Druck auf den Tastschalter leuchtet die Lampe in der hellsten Stufe. Kurzes Gedrückthalten und Loslassen beim Einschalten aktiviert die dunkelste Stufe.
Hält man den Taster während des Betriebs gedrückt, durchläuft die Lampe die Leuchtstufen in der Reihenfolge Low-Mid-High. Loslassen des Tasters in der gewünschten Stufe aktiviert diese als Dauerlicht.
Jede der drei Stufen ist doppelt belegt, wobei mit einem Doppelklick in jeder Stufe die jeweilige Unterstufe angewählt wird. Darüber hinaus können für die Unterstufen mehrere Helligkeitsstufen sowie Strobe programmiert werden. Sehr schön ist das dunkelste Low mit 0,01 Lumen, das man öfter brauchen kann, als man zunächst denken mag. Das Lichtbild ist durch die Kombination aus XM-L-LED und OP-Reflektor sehr homogen.
Als Stromversorger können eine AA-Batterie oder ein AA-NiMh-Akku verwendet werden. An der Gesamtverarbeitung gibt es nichts zu mäkeln.

Kleiner EDC-Vergleich 017

Gesamtlänge: 78,2 mm
Durchmesser: 23,6 mm
Gewicht mit Batterie: 65 g
Stromversorgung: 1x AA-Batterie/Akku; 1x 14500 LiIon-Akku
Maximale Helligkeit: 200 Lumen/0,9 Stunden (AA); 500 Lumen/keine Angabe (14500 LiIon)
Minimale Helligkeit: 0,01 Lumen/3 Monate
IP-Klassifizierung: IPX-8
Reichweite: keine Angabe
Zubehör: Clip, Ersatz-O-Ringe, Bedienungsanleitung
Preis: 79,90 Euro

Kleiner EDC-Vergleich 018

 

Kleiner EDC-Vergleich 019
Einen Ausreißer gibt es weder im positiven, noch im negativen Sinne. Jede Lampe kann auf die ein- oder andere Weise überzeugen. Sei es durch den günstigen Preis, die Bedienung, das Lichtbild, die Leuchtstufen oder die Exklusivität. Bei der Auswahl entscheidet vor allem der persönliche Geschmack.

 

Alle Testkandidaten können alternativ auch mit einem Lithium-Ionen-Akku betrieben werden, bei zumeist deutlich höherer Lichtausbeute. Da diese Mehrleistung aufgrund der hohen Wärmeentwicklung allerdings nur immer kurzzeitig zur Verfügung steht, wurden bei allenTests/Vergleichsbildern ausschließlich CR123A-Batterien bzw. ein NiMh-Akku (Zebralight SC52) verwendet.

Kleiner EDC-Vergleich 020
Lumapower Incendio V3+

 

Kleiner EDC-Vergleich 021
Nitecore EC1

 

Kleiner EDC-Vergleich 022
Niteye Eye10

 

Kleiner EDC-Vergleich 023
Spark SK3

 

Kleiner EDC-Vergleich 024
Sunwayman Sirius M11R

 

Kleiner EDC-Vergleich 025
Zebralight SC52

 

Kleiner EDC-Vergleich 026
Lumapower Incendio V3+

 

Kleiner EDC-Vergleich 027
Nitecore EC1

 

Kleiner EDC-Vergleich 028
Niteye Eye10

 

Kleiner EDC-Vergleich 029
Spark SK3

 

Kleiner EDC-Vergleich 030
Sunwayman Sirius M11R

 

Kleiner EDC-Vergleich 031
Zebralight SC52

 

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