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15. September 2013

Crelant 7G3CS

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 18:20

Crelant 7G3CS 001
Die Crelant 7G3CS ist ein handliches Lampi, das für seine Größe schön hell macht.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung sind die Lampe, ein Ersatz-O-Ring, ein Lanyard, ein Trageclip, eine Karte mit den Daten zur Lampe und eine Kurzanleitung zur Bedienung enthalten.

Crelant 7G3CS 002
Verpackung und Lieferumfang.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:

Länge: 135,5 mm
Reflektoröffnung: 20,5 mm
Durchmesser Kopf: 25 mm
Durchmesser Tail: 23 mm
Gewicht: 68 g
Gewicht mit Akku: 114 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit Clip.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Löcher in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die Lampe wirkt ordentlich verarbeitet. Die Gewinde weisen beim Zuschrauben zu Beginn leichtes Spiel auf, greifen anschließend aber satt und stramm.

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Materialstärke.

 

Crelant 7G3CS 004
Gewinde und Dichtring.

 

Crelant 7G3CS 005
Die Löcher zur Lanyardbefestigung. Richtig rund geht anders, Freunde des Entgratens sind die Leute von Crelant offenbar nicht.

 

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Mit halbrunden Trageclips ist das immer so eine Sache, da sie sich unter Belastung gerne mal von der Lampe lösen.

 

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Im Fall der 7G3CS sitzt der Clip ziemlich fest und löst sich beim Anklipsen an Hemd, Hose oder Rucksack nicht. Dennoch würde ich dieser Konstruktion nicht mein Leben anvertrauen.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree XM-L-U3-LED, die in einem SMO-Reflektor sitzt. Die Frontlinse ist eine gehärtete ultraklare und anti-reflex-beschichtete Glaslinse.

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Frontansicht.

 

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Die LED.

 

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Komplette Leuchteinheit mit Schalter. Wenn die LED oder der Schalter das Zeitliche segnen sollten, kann die Einheit ausgetauscht werden.

 

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Lampenkopf, Leuchteinheit, Body. Manchmal komme ich mir ein wenig armselig vor, wenn ich unter die Bilder genau das schreibe, was auf ihnen zu sehen ist. Aber hätte ich unter dieses Bild geschrieben „Apfel, Birne, Schweineschnitzel“, würde mir das kein Mensch glauben.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Verwendet werden kann das komplette Programm: wahlweise ein 18650-Akku, zwei CR123A-Batterien oder zwei 16340-LiIon-Akkus. Beim Test kamen alle Stromversorger zum Einsatz (nacheinander, versteht sich). Dabei wurde die Lampe in der hellsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung 18650-Akku (AW, 2.600mAh):
Beim Einschalten: 5.300 Lux
nach 5 Minuten: 5.000 Lux
nach 10 Minuten: 4.900 Lux
nach 20 Minuten: 4.600 Lux
nach 30 Minuten: 4.300 Lux
nach 40 Minuten: 4.100 Lux
nach 50 Minuten: 3.900 Lux
nach 60 Minuten: 3.800 Lux
nach 70 Minuten: 3.700 Lux
nach 80 Minuten: 3.600 Lux
nach 90 Minuten: 3.500 Lux
nach 100 Minuten: 3.100 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit 3,61 Volt Leerlaufspannung gemessen. Testende, da ich ihn nicht strapazieren wollte.

Laufzeitmessung 2x 16340 LiIon-Akku (AW, 750mAh):
Beim Einschalten: 6.300 Lux
nach 5 Minuten: 6.200 Lux
nach 10 Minuten: 6.200 Lux
nach 20 Minuten: 6.200 Lux
Nach 22 Minuten und angezeigten 5.800 Lux ging die Lampe aus. Die Akkus wurden entnommen und mit einer Leerlaufspannung von jeweils 3,55 Volt gemessen. Um zu verifizieren, dass es sich nicht etwa um eine Wunderlampe handelt, die mit drei Stromversorgern unterschiedlicher Spannung betrieben werden kann, aber ausgerechnet bei Unterspannung der 16340er LiIons abschaltet, habe ich den Test mit zwei ungeschützten Akkus wiederholt. Die Luxwerte waren identisch und begannen ebenfalls nach etwas mehr als 20 Minuten leicht zu fallen. Nachdem der Luxwert nach 30 Minuten bis auf 4.300 Lux gesunken war, habe ich den Test abgebrochen und die Akkus im Leerlauf gemessen. Der eine hatte 3,17 Volt, der andere 3,08. Beim ersten Test hatte also die Schutzschaltung eines der Akkus gegriffen.

Laufzeitmessung 2x CR123A-Batterie (Duracell):
Beim Einschalten: 6.100 Lux
nach 5 Minuten: 6.000 Lux
nach 10 Minuten: 5.900 Lux
nach 20 Minuten: 6.000 Lux
nach 30 Minuten: 5.000 Lux
nach 40 Minuten: 3.600 Lux
nach 50 Minuten: 2.400 Lux
nach 60 Minuten: 1.400 Lux
Die Batterien hatten zu diesem Zeitpunkt noch eine Leerlaufspannung von 2,07 bzw. 1,83 Volt.

Fazit: Optimiert ist die Lampe für den Betrieb mit zwei 16340-LiIon-Akkus. Die Lichtleistung bleibt damit konstant, während man beim Betrieb mit einem 18650-Akku oder zwei Batterien mit einer dunkler werdenden Lampe leben muss.
Da die Laufzeit im Dauerbetrieb in der hellsten Stufe mit den 16340er-Akkus allerdings recht kurz ist und die Lampe über keine Abschaltung verfügt, sollten die Akkus lieber einmal mehr als einmal zu wenig geladen werden.

Crelant 7G3CS 012
Das geht alles rein.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt. Die Lampe hat zwei Leuchtstufen und startet beim Einschalten immer in der hellen, die mit 500 Lumen angegeben ist. Durch Betätigung des Seitenschalters (Taster) gelangt man in die zweite Leuchtstufe (Medium). Betätigt man den Seitenschalter erneut, schaltet die Lampe aus und beim nächsten Druck auf den Seitenschalter wieder in der hellen Stufe ein. Ein Doppelklick aktiviert Strobe, ein weiterer Doppelklick SOS, wobei ein „S“ vergessen wurde. Sprich: Die Lampe blinkt SOSO.
Die beiden Leuchtstufen können vom Benutzer programmiert werden. Dazu muss der Seitenschalter in der jeweiligen Stufe gedrückt gehalten werden. Die Lampe beginnt, hinunter- und wieder heraufzurampen (was für ein Wort…). Ist die gewünschte Helligkeit erreicht, lässt man den Schalter los, und die Stufe ist gespeichert. So kann man, je nach Gutdünken, die Lampe auch in der dunkelsten Stufe (angegeben mit einem Lümchen) starten lassen und die zweite Stufe mit Mid oder High oder irgendwas dazwischen belegen.
Solange die Lampe ausschließlich durch den Seitenschalter bedient wird, bleiben die programmierten Leuchtstufen erhalten. Wird die Stromzufuhr allerdings durch den Tailcap-Clicky unterbrochen, vergisst die Lampe die gespeicherten Stufen und startet wieder in High (mit Medium als zweite Stufe).

Crelant 7G3CS 013
Der Herr über die Stromzufuhr.

 

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Seitenschalter zur Modiwahl.


Beam:
Ein relativ großer Hotspot setzt sich zart, gefühlvoll und kaum merklich vom reichlich vorhandenen Sidespill ab, ein wundervolles Lichtbild. Ach, könnte man doch bloß einen Beam heiraten!

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„Target-beamshot“ der 7G3CS.


Resümee:

Die Crelant 7G3CS ist eine günstige, gut verarbeitete Lampe mit einem tollen Lichtbild und einer mehr als ordentlichen Leistung für ihre Größe. Gassi-Geher dürften damit gut bedient sein, ebenso wie Geocacher, Spaziergänger oder Leute, die die Lampe für Haushalt oder Hobby nutzen möchten. Abstriche muss man bei der Bedienung machen, die nicht wirklich überzeugen kann.
Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 45 Euro (Stand: September 2013). Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de, der sie auch im Sortiment hat. Weitere Infos finden sich unter www.crelant.com auf der Herstellerseite.

Crelant 7G3CS 016
Von links: Wolf-Eyes Night-Hunter, Niteye MSA20, Fenix LD20, Crelant 7G3CS, JetBeam DDC20, Led Lenser M5.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Crelant 7G3CS 017
Kontroll-Shot

 

Crelant 7G3CS 018
Crelant 7G3CS (18650-Akku)

 

Crelant 7G3CS 019
Crelant 7G3CS (2x LiIon-16340-Akku)

 

Crelant 7G3CS 020
Fenix TK15

 

Crelant 7G3CS 021
Inova T5

 

Crelant 7G3CS 022
JetBeam DDC20

 

Crelant 7G3CS 023
Armytek Viking X

 

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