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30. September 2013

Fenix E50

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 18:12

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Die Fenix E50 ist eine kleine Stablampe, die ordentlich Licht macht.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung finden sich neben der Lampe Ersatz O-Ringe, ein Holster, ein Lanyard, ein Spacer, eine Bedienungsanleitung und eine Garantiekarte.

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Verpackung ind Lieferumfang der Fenix E50.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 210 mm
Reflektoröffnung: 31 mm
Durchmesser Kopf: 40 mm
Durchmesser Tail: 24 mm
Gewicht: 148 g
Gewicht mit Akkus: 240 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitz am Tail.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Die Lampe macht einen gut verarbeiteten Gesamteindruck. Die Gewinde haben zwar bis kurz vor den letzten Windungen relativ viel Spiel, greifen zum Schluss aber satt und spielfrei.

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Die Gewinde haben beim Zuschrauben zu Beginn relativ viel Spiel. Am Ende greifen sie allerdings satt und gewährleisten, in Kombination mit den Dichtungsringen, die Wasserdichtigkeit der Lampe.

 

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Materialstärke Batterierohr.

 

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Die Tailcap-Feder sorgt für ausreichenden Druck.

 

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Fenix E50 auseinandergeschraubt: Tailcap, Verlängerungsrohr und der Kopf mit Batterierohr. Letzteres kann nicht gewaltfrei entfernt werden und ist quasi fester Bestandteil des Lampenkopfs.

 

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Kurzversion ohne Verlängerungsrohr. Hier sind folgende Bestückungen möglich: 1x 18650-Akku, 2x CR123A-Batterie, 2x 16340-LiIon-Akku.

 

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Zurück zur Langversion. Das Holster wirkt ein wenig unterdimensioniert, erfüllt aber seinen Zweck.

 

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Egal, ob kurz oder lang – am Tail kann das Lanyard befestigt werden.

 

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Im Lieferumfang ist ein magnetischer Spacer enthalten. Allerdings habe ich weder bei der Kurz- noch bei der Langversion irgendeine Kombination von zwei 18650-Akkus, vier CR123A-Batterien, einem 18650-Akku, zwei 16340-LiIon-Akkus oder zwei CR123A-Batterien gefunden (einschließlich Flattop- oder ungeschützter Akkus), bei der die Verwendung des Spacers vonnöten gewesen wäre. Aber egal – Fenix wird sich schon was dabei gedacht haben, und falls nicht, hat man eine astreine Verlängerung für seine Flattop-Akkus bei der Verwendung in Lampen, die ohne Verlängerung nicht funktionieren.


Leuchteinheit:
Für Licht sorgt eine Cree-XM-L-T6-LED mit neutralweißer Lichtfarbe, die in einem SMO-Reflektor sitzt. Die Frontscheibe besteht aus ultraklarem, gehärtetem und beschichtetem Glas.

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Frontansicht Fenix E50.


Bedienung:
Bedient wird die E50 über einen Schalter, der seitlich unterhalb des Lampenkopfs angeordnet ist und zum Einschalten gedrückt gehalten werden muss. Es gibt vier Leuchtstufen, die in der Reihenfolge von dunkel nach hell geschaltet werden. Um die Leuchtstufe zu wechseln, drückt man den Schalter bei eingeschalteter Lampe kurz. Ausgeschaltet wird die Lampe durch Gedrückthalten des Schalters. Die Lampe hat Memory und startet immer in der Leuchtstufe, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde.
Die Leuchtstufen sind von Fenix wie folgt angegeben: Low: 23 Lumen für 80 Stunden; Mid: 74 Lumen für 28,5 Stunden; High: 236 Lumen für 8,5 Stunden; Turbo: 780 Lumen für 1,75 Stunden.
In der Kurzversion unterscheidet Fenix bei den Laufzeitangaben nicht zwischen dem Betrieb mit einem 18650-Akku und zwei CR123A-Batterien und gibt folgende Laufzeiten an: Low: 23 Lumen für 42 Stunden; Mid: 74 Lumen für 15,5 Stunden; High: 236 Lumen für 4,5 Stunden; Turbo: 780 Lumen für 1,5 Stunden.
In der Bedienungsanleitung gibt der Hersteller an, dass die Lampe beim Dauerbetrieb in der hellsten Stufe alle 15 Minuten auf High zurückschaltet und die Laufzeitangaben in der hellsten Stufe daher keine absoluten Werte sind.

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Über diesen Seitenschalter wird die E50 bedient.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Dem Nutzer bieten sich diesbezüglich einige Möglichkeiten. Mit Verlängerungsrohr kann die E50 mit zwei 18650-Akkus oder vier CR123A-Batterien betrieben werden. In der Kurzversion kann man zwei CR123A-Batterien, zwei 16340-LiIon-Akkus oder einen 18650-Akku verwenden.
Beim Test wurde die Lampe in der Langversion betrieben und mit zwei Solarforce-Akkus (mit einem der letzten Sätze der guten blau-weißen) mit einer Kapazität von 2.400 mAh bestückt. Gekühlt wurde mittels Ventilator.
Da die Lampe (wie in der Anleitung beschrieben) etwa alle 15 Minuten auf Stufe 2 (5.000 Lux) herunterschaltete, wurde sie unmittelbar danach wieder in der hellsten Stufe eingeschaltet.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 17.600 Lux
nach 5 Minuten: 17.100 Lux
nach 15 Minuten: 16.800 Lux
nach 30 Minuten: 16.800 Lux
nach 45 Minuten: 16.800 Lux
nach 60 Minuten: 16.800 Lux
nach 75 Minuten: 16.800 Lux
Nach 90 Minuten und immer noch angezeigten 16.800 Lux ging die Lampe aus. Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen von 3,43 und 0 Volt gemessen. Nachdem der „leere“ Akku ins Ladegerät eingelegt wurde, erfolgte unmittelbar die Rücksetzung auf 3,27 Volt – ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Schutzschaltung des Akkus gegriffen hatte.
Durch gelegentliches Auflegen von Eiswürfeln wurden während der gesamten Laufzeit 17.400 Lux erzielt. Ohne jegliche Kühlung sinkt der Luxwert dagegen deutlich. Was alles andere als ein schlechtes Zeichen ist, denn dadurch wird die LED vor einem möglichen Überhitzungstod bewahrt. Letzlich ist es immer eine Frage der Kühlung und der Umgebungstemperatur, ob und wie weit die Lampe herunterregelt. In der Praxis sollten die Kühlung durch die Umgebungsluft und den Blutkreislauf ausreichen, um eine fürs Auge gleichbleibende Leuchtleistung zu gewährleisten.
Fazit: Die Fenix E50 verfügt über eine hervorragende Regelung, bei der unter optimalen Bedingungen kein Leistungsverlust festzustellen ist. Allerdings hat dies auch seine Schattenseiten und legt ein grundsätzliches Fenix-Problem offen: Da die Lampe keine Abschaltung hat und auch über keine Akkuwarnung verfügt, steht man im ungünstigsten Fall nicht nur von einer Sekunde auf die andere im Dunkeln, sondern tut auch seinen Akkus keinen Gefallen. Hier sollte Fenix dringend mal nachbessern.

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Je nachdem, ob die Lampe in der kurzen oder der langen Variante betrieben wird, sind Kombinationen aus zwei 16340-LiIon-Akkus (ohne Verlängerung), einem 18650-Akku (ohne Verlängerung), zwei CR123A-Batterien (ohne Verlängerung) oder zwei 18650-Akkus (mit Verlängerung) oder vier CR123A-Batterien (mit Verlängerung) möglich.


Beam:

Der Hotspot setzt sich auf kurze Entfernungen sauber und deutlich vom Sidespill ab. Auf mittlere und weitere Entfernungen liefert die Lampe eine ordentliche Reichweite bei ausreichend Streulicht und angenehmer neutralweißer Lichtfarbe.

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„Target-beamshot“ Fenix E50.


Resümee:

Die Fenix E50 ist eine feine Lampe ohne viel Schnickschnack. Die Verarbeitung ist astrein, die Leuchtstufen sind gut aufeinander abgestimmt, und auf nerviges Geblinke wurde verzichtet, was den meisten Nutzern entgegenkommen dürfte. Trotz ihres relativ kleinen Kopfs erreicht die Lampe eine erstaunliche Reichweite bei gleichzeitig reichlich Streulicht. Das Lichtbild ist homogen und durch die Verwendung einer neutralweißen LED sehr angenehm fürs Auge. Dadurch, dass die Lampe mit und ohne Verlängerung betrieben werden kann, ergeben sich nicht nur zwei Variationen bezüglich ihrer Länge, sondern auch gleich mehrere Möglichkeiten der Stromversorgung.
Beim Akkubetrieb sollte man allerdings tunlichst darauf achten, die Akkus regelmäßig zu kontrollieren und zu laden. Ansonsten kann es sein, dass man von einer Sekunde auf die andere im Dunkeln steht und dabei im ungünstigsten Fall auch noch die Akkus schädigt. Vom Betrieb mit ungeschützten Akkus ist daher dringend abzuraten. Was mich persönlich stört, ist die Einschaltverzögerung, die dadurch bedingt ist, dass der Schalter zum Einschalten gedrückt gehalten werden muss. Wenn ich eine Lampe einschalte, möchte ich sofort Licht und nicht erst nach einer halben Sekunde. aber das können wir unter der Rubrik „Geschmackssache“ abhaken.
Die Anwendungsmöglicheiten sind vielseitig. Ob im Haushalt, beim nächtlichen Spaziergang, beim Gassigehen oder Geocaching – die Fenix E50 macht überall eine gute Figur.
Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise vom Flashlightshop www.flashlightshop.de, wo sie auch erhältlich ist. Der aktuelle Verkaufspreis liegt bei rund 75 Euro (Stand: September 2013). Weitere Informationen finden sich im Internetz unter www.fenixlight.com auf der Herstellerseite.

Fenix E50 015
Von links: Inova T5, Fenix E50, Niteye MSA20, Spark SL6, Zebralight SC600.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Fenix E50

 

Fenix E50 017
Armytek VikingX

 

Fenix E50 018
Crelant 7G9

 

Fenix E50 019
Lupine Piko TL Max

 

Fenix E50 020
Nitecore EA4

 

Fenix E50 021
Zebralight SC600

 

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