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22. Oktober 2013

Rofis JR30

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 22:56

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Die Rofis JR30 ist eine praktische „Knick-Lampe“, die über ausreichend Licht für alle Tätigkeiten im Nah- und erweiterten Nahbereich verfügt.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung sind die Lampe, ein Ersatz-O-Ring, ein Ersatz-Tailcap-Gummi, ein Trageclip, ein Holster, ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache enthalten.

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Verpackung und Lieferumfang der Rofis JR30.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 119,5 mm
Reflektoröffnung: 17 mm
Durchmesser Kopf: 22,4 mm
Durchmesser Tail: 22 mm
Gewicht: 74 g
Gewicht mit Akku: 100 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit montiertem Trageclip.
Löcher für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Der erste Eindruck ist ein guter. Alles wirkt robust und ordentlich verarbeitet.

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Die Gewinde laufen sauber und weich.

 

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Gute Materialstärke.

 

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Innenansicht Lampenkopf.

 

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Der Clip ist zwar nur zum Aufstecken, aber er hält bombenfest.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree-XP-G-R5-LED. Der Reflektor ist ein OP aus Aluminium, die Frontscheibe besteht aus ultraklarem, gehärtetem Glas mit Anti-Reflex-Beschichtung.

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Frontansicht.


Bedienung:
Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky in der Tailcap, mit dem Momentlicht und Morsen möglich sind. Die Modi werden mit dem Seitenschalter unterhalb des Lampenkopfs angewählt. Es gibt drei Leuchtstufen und drei Blinkmodi. Die Leuchtstufen werden durch Drücken des Seitenschalters in der Reihenfolge Low (angegeben mit 5 Lumen für 75 Stunden), Mid (angegeben mit 50 Lumen für 5 Stunden und 40 Minuten) und High (angegeben mit 120 Lumen für 2 Stunden) angewählt. Der zuletzt angewählte Modus wird gespeichert und wird beim nächsten Einschalten als erster aktiviert.
Blinken kann die Lampe auch, und zwar, wenn man den Seitenschalter bei eingeschalteter Lampe drückt und gedrückt hält. In diesem Fall werden nacheinander Strobe, SOS und Blinken angewählt. Durch kurzes Drücken des Seitenschalters kehrt man in den zuletzt aktivierten Leuchtmodus zurück. Das Geblinke wird zum Glück nicht gespeichert.
Der vordere Teil des Lampenkopfs kann gedreht werden, wodurch die Lampe zur Winkellampe wird und an Kleidung oder Rucksack angeklipst werden kann, um die Hände frei zu haben. Ein wenig kontraproduktiv ist allerdings in diesem Zusammenhang die Anordnung des Clips, denn der sitzt bei abgeknicktem Lampenkopf quasi „verkehrtrum“, woduch die Lampe „Bezel down“, also mit abgewinkeltem Kopf nach unten getragen werden muss.
Edit 28.10.: Wie ein aufmerksamer Leser festgestellt hat, kann zwar nicht der Clip andersherum aufgesteckt werden, aber der Body kann gedreht werden, da die Gewinde zum Lampenkopf und zur Tailcap identisch sind. Dann sitzt auch der Clip richtig. (Da hätte der Lampentester eures Vertrauens eigentlich auch selbst drauf kommen können…) Die Konstruktion/der Verstellmechanismus macht einen guten Eindruck. Häufiges Verstellen sollte problemlos möglich sein, ohne dass die Stabilität darunter leidet.

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Ein Forward-Clicky schaltet die Lampe ein und aus.

 

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Tailcap von innen.

 

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Die Modi werden mit dem Seitenschalter angewählt.

 

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Der vordere Teil des Lampenkopfs kann „abgeknickt“ werden.

 

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So wird die JR30 im Handumdrehen zur Winkellampe.

 

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Der große und der kleine Bruder.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Rofis JR30 wahlweise mit einem AA-Akku oder einer AA-Batterie. Beim Test kamen beide Stromversorger zum Einsatz. Die Lampe wurde jeweils in der hellsten Stufe eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung NiMh-Akku (Sanyo Eneloop, 2.000mAh):
Beim Einschalten: 1.740 Lux
nach 5 Minuten: 1.700 Lux
nach 10 Minuten: 1.670 Lux
nach 20 Minuten: 1.650 Lux
nach 30 Minuten: 1.640 Lux
nach 40 Minuten: 1.640 Lux
nach 50 Minuten: 1.630 Lux
nach 60 Minuten: 1.620 Lux
nach 70 Minuten: 1.610 Lux
nach 80 Minuten: 1.580 Lux
Nach 87 Minuten zeigte das Messgerät noch 1.000 Lux an. Der Akku wurden entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 1,06 Volt gemessen. Ende des Tests.

Laufzeitmessung AA-Batterie:
Beim Einschalten: 1.760 Lux
nach 5 Minuten: 1.700 Lux
nach 10 Minuten: 1.620 Lux
nach 20 Minuten: 1.370 Lux
nach 30 Minuten: 360 Lux
nach 40 Minuten: 120 Lux
nach 50 Minuten: 90 Lux
nach 60 Minuten: 60 Lux
nach 70 Minuten: 30 Lux
nach 80 Minuten: 10 Lux

Rofis JR30 Diagramm

Fazit: Die Lampe ist recht ordentlich geregelt, verfügt aber über keine Abschaltung. Beim Akkubetrieb sollte man spätestens dann, wenn die Leuchtleistung fürs Auge merklich nachlässt, den Akku wechseln. Wird die Lampe mit einer Batterie betrieben, lässt die Leistung nach etwas mehr als 20 Minuten Dauerbetrieb in der hellsten Stufe deutlich nach. Wer die Lampe länger am Stück in dieser Stufe betreiben möchte, sollte vom Batteriebetrieb absehen. Wird die Lampe nur gelegentlich oder immer nur kurzzeitig in der hellsten Stufe genutzt, kann man auch mit einer Batterieladung längere Zeit auskommen. Generell ist der Batteriebetrieb allerdings eher als Notlösung anzusehen, es sei denn, man verwendet Lithium-Batterien, die allerdings wesentlich teurer sind als die überall erhältlichen Alkalines.

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Wie bei nahezu allen Lampen, die mit einem AA-Akku und einer AA-Batterie betrieben werden kann, ist der Akku herkömmlichen Alkali-Batterien deutlich überlegen. Dennoch – mehr als 20 Minuten Dauerbetrieb in der hellsten Stufe sind auch mit einer Alkali-Batterie möglich bei leichten Verlusten – da habe ich bei anderen Lampen schon ganz andere Sachen gesehen…


Beam:
Der Hotspot setzt sich klar, aber weich vom Sidespill ab. Die Ausleuchtung ist leicht spotbetont, insgesamt auf die Distanz aber recht gleichmäßig.

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„Target-beamshot“ Rofis JR30.


Resümee:
Die Rofis JR30 ist eine praktische und gut verarbeitete Lampe. Die drei Leuchtstufen sind gut und praxisnah gewählt, und durch die Möglichkeit, die Lampe auch als Winkellampe nutzen zu können, wird der Einsatzbereich nochmal erweitert. Dass die Lampe über keine Abschaltung verfügt, ist zwar für die meisten Lampen, die mit einer 1,5-Volt-Batterie und einem 1,2-Volt-Akku betrieben werden können, normal, aber dennoch alles andere als ideal. Beim Akkubetrieb ist das Auge des Benutzers gefordert, bei dunkler werdender Lampe den Akku zu wechseln, ansonsten droht die Tiefentladung.
Der Kauf schlägt mit 45 Euro zu Buche (Stand: Oktober 2013), was ein mehr als angemessener Preis ist. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Weitere Infos sind auf der Herstellerseite www.rofislight.com zu finden.

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Von links: Xeno E03, Inova X5, Rofis JR30, Rofis JR20, Niteye MSA20, Crelant V21A, Fenix LD20, LiteXpress Workx 207.

 

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Im Anschluss an die Fotosession kam ein gar greuliches Gewitter auf, das mich dazu animiert hat, ein Stimmungsbikl mit den Lampen im Regen bei roter und blauer Beleuchtung zu schießen. Wer jetzt sagt, dieses herrliche Stimmungsbild sei mindestens so greulich wie das Gewitter, muss mir ein Bier ausgeben.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Rofis JR30

 

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Inova T2

 

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Fenix LD15

 

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Unilite PS-H3

 

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Walther MTL300

 

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