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28. Oktober 2013

Fenix HP25

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Mit der HP25 hat Fenix eine vielseitig einsetzbare Strirnlampe im Programm, die bei mir persönlich allein schon durch die Farbgebung punkten kann.

 

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Verpackung/Lieferumfang:

In einer Plastik/Pappverpackung sind die Lampe, ein Stirnband mit Überkopfband, vier AA-Batterien zum Betrieb sowie eine Bedienungsanleitung und eine Garantiekarte enthalten.

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Verpackung und Inhalt. Leider hat Fenix die BVB-Dauerkarte vergessen.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Gewicht mit Akkus und Stirnband: 280 g
wasserdicht: gemäß IPX-6.
Die Lampe macht einen robusten Eindruck. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, der Lampenkopf aus Aluminium. Auch härtere Stöße und Schläge dürfte die Lampe locker wegstecken.

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In der Transportstellung sind die Schalter gegen unbeabsichtigtes Einschalten gesichert.


Leuchteinheit:
Zwei Cree-XP-E-LEDs sorgen für eine Rundum-und-Weit-Beleuchtung. Jede LED hat ein eigenes Gehäuse spendiert bekommen. Die linke LED (von vorn gesehen) sitzt in einem SMO-Reflektor und sorgt dadurch für Reichweite, die rechte kommt ohne Reflektor daher und leuchtet den gesamten Nahbereich gleichmäßig aus.

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Die linke LED liefert Fernlicht, die rechte leuchtet den Nahbereich aus.


Bedienung:
Ein- und ausgeschaltet wird die HP25, indem man den jeweiligen Schalter an der Oberseite der Lampe gedrückt hält. Bei eingeschalteter Lampe werden durch Drücken des Schalters die Leuchtstufen gewechselt. Für die LED mit Reflektor können drei Leuchtstufen angewählt werden, die in der Reihenfolge Low (angegeben mit 45 Lumen für 24 Stunden), Mid (angegeben mit 90 Lumen für 10:30 Stunden) und High (angegeben mit 180 Lumen für 4:40 Stunden) geschaltet werden. Die LED ohne Reflektor verfügt über vier Leuchtstufen, die in der Reihenfolge Low (angegeben mit 4 Lumen für 206 Stunden), Mid (angegeben mit 45 Lumen für 24 Stunden), High (angegeben mit mit 90 Lumen für 10:30 Stunden) und Turbo (angegeben mit 180 Lumen für 4:40 Stunden) geschaltet werden. Die Lampe hat Memory und startet immer in der Leuchtstufe, die vor dem letzten Ausschalten aktiviert war. Da beide LEDs sowohl einzeln, als auch gemeinsam genutzt werden können, ergeben sich eine Menge sinnvoller Kombinationen für unterschiedliche Einsatzzwecke. Wenn der Schalter der Reflektor-LED für zwei Sekunden gedrückt gehalten wird, blinkt die Lampe SOS.
Der Neigungswinkel wird über eine Kunststoffverzahnung verstellt. Solche Verzahnungen haben sich bei anderen Fenix-Stirnlampen bereits als sehr langlebig erwiesen.

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Die Schalter sind leichtgängig und reagieren präzise.

 

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Der Neigungswinkel wird über eine Plastikverzahnung verstellt.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Vier AA-Zellen (NiMh-Akkus oder Batterien) speisen die Lampe. Die Stromversorger werden ins Batteriefach eingesetzt, das sich hinten am Kopfband befindet. Beim Test wurden beide LEDs in der jeweils hellsten Stufe eingeschaltet und die Lampe durch einen Ventilator gekühlt. Als Stromversorger wurden Sanyo-Eneloop-Akkus mit einer Kapazität mit 2.000 mAh verwendet.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 5.940 Lux
nach 5 Minuten: 5.790 Lux
nach 15 Minuten: 5.770 Lux
nach 30 Minuten: 5.760 Lux
nach 45 Minuten: 5.770 Lux
nach 60 Minuten: 5.770 Lux
nach 75 Minuten: 5.780 Lux
nach 90 Minuten: 5.790 Lux
nach 105 Minuten: 2.690 Lux
Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen zwischen 1,12 und 0,98 Volt gemessen. Ende des Tests. Dass die Laufzeit im Test geringer war als vom Hersteller angegeben, hängt zum Teil mit den verwendeten Akkus zusammen, die eine Kapazität von 2.000 mAh haben. Getestet wurde die Lampe laut Hersteller mit Akkus mit einer Kapazität von 2.500 mAh. Den Rest der „fehlenden“ Laufzeit machen in der Regel leicht geschönte Angaben des Herstellers aus. Nicht zu vergessen ist natürlich, dass die Herstellerangaben für den Betrieb mit einer LED gelten. Beim Test waren beide LEDs auf voller Leistung eingeschaltet.

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Fazit: Wie von Fenix nicht anders zu erwarten, ist die Lampe hervorragend geregelt. Ausgehend vom Wert, der nach Erreichen der Betriebstemperatur der LEDs nach fünf Minuten gemessen wurde, baut die Lampe bis kurz vor Ende des Tests nicht in der Leuchtkraft ab.
Wie ebenfalls von Fenix nicht anders zu erwarten, gibt es keine Abschaltung oder Blinkwarnung bei kritischem Akkuladezustand. Spätestens, wenn beim Akkubetrieb die Lichtleistung fürs Auge sichtbar nachlässt, müssen die Akkus gewechselt werden, ansonsten werden sie in einen Bereich getrieben, der ihnen gar nicht schmeckt.
Warum Fenix hier nicht endlich mal nachbessert, ist mir ein Rätsel. Der Grund, warum es nicht passiert, liegt auf der Hand: Mit Primärzellen läuft und läuft die Lampe, bis den Batterien irgendwann komplett der Saft ausgeht. Allerdings ist die Lampe dann schon so dunkel, dass man die Batterien sowieso schon lange gewechselt haben wird. Dazu kommt, dass Batterien ohnehin nur eine Notfall-Alternative darstellen, denn beim Batteriebetrieb knickt die HP25 im Dauerbetrieb in der hellsten Stufe schnell ein.

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Der Flachmann am Hinterkopf: das Batteriefach.

 

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Zum Öffnen muss eine Rändelschraube gelöst werden.

 

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Batteriefach aufgeschraubt.


Beam:
Je nachdem, ob die „Flood“-LED ohne Reflektor, die LED mit Reflektor oder beide LEDs aktiviert werden, liefert die Lampe breit streuendes Licht im Nahbereich bis zu weitreichendem Licht auf die Distanz. Die Reichweite ist von Fenix mit 153 Metern angegeben.

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„Target-beamshot“ der Fenix HP25 mit beiden LEDs in der hellsten Einstellung.


Resümee:
Die Fenix HP25 ist ordentlich verarbeitet und bietet durch das Prinzip, eine Reflektor-LED mit einer LED ohne Reflektor zu kombinieren, vielfältige Möglichkeiten. Dieses Prinzip ist zwar nicht neu, wurde aber bei der HP25 gut und intelligent umgesetzt. Dadurch ergibt sich ein breites Einsatzspektrum, das vom Joggen und Fahrrad fahren über Geocaching, Nachtwanderungen und Gassi-Gehen bis zum Einsatz in Werkstatt, Haus und Hof reicht. Das einzige, was mir persönlich nicht so gut gefällt, ist die Einschaltverzögerung, die dadurch bedingt ist, dass der Schalter beim Einschalten gedrückt gehalten werden muss. Ich möchte sofort beim Drücken Licht. Aber das ist Geschmackssache.
Die Regelung ist hervorragend, beim Akku-Betrieb wird die maximale Leistung über nahezu die gesamte Laufzeit konstant gehalten. Allerdings sollte Fenix seinen Lampen dringend mal eine Abschaltung oder Blinkwarnung mit auf den Weg geben, bevor die Akkus Gefahr laufen, tiefentladen zu werden, statt darauf zu setzen, dass schwachbrüstige Stromversorger wie AA-Alkaline-Batterien bis zum letzten Bisschen ausgelutscht werden können.
Erhältlich ist die HP25 zu einem Preis von rund 70 Euro (Stand: Oktober 2013). Weitere Infos zur Lampe finden sich auf der Seite www.fenixlight.com im Internetz. Bezogen werden kann die Lampe unter anderem hier.

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BVB-Fans unter sich. Inova 24/7 und Fenix HP25.

 

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Hinten: Fenix HP25, Spark SX5. Vorne: Taclights T-Eye, Lupine Piko X4.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Kontroll-Shot

 

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Fenix HP25 Flutlicht

 

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Unilite PS-H5 Flutlicht

 

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Led Lenser H7R Flutlicht

 

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Fenix HP25 Reichweite

 

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Unilite PS-H5 Reichweite

 

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Led Lenser H7R Reichweite

 

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Fenix HP25 beide LEDs

 

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Spark SX5 (leider etwas anders ausgerichtet)

 

Einige Kombinationen aus beiden LEDs der HP25

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Fenix HP25 027

 

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