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15. Dezember 2013

Ledwave Nightstorm

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Der Name Ledwave dürfte den meisten nicht so geläufig sein wie Fenix, Maglite oder Led Lenser. Dennoch sind die Lampen des spanischen Herstellers weit verbreitet. Von vielen Behörden werden Modelle von Ledwave als Dienstlampen gestellt, unter anderem auch in Deutschland – nicht zuletzt aufgrund ihrer Zuverlässigkeit und Robustheit. Mit der Nightstorm hat Ledwave auch eine Lampe mit zusätzlicher IR-LED im Programm.

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Verpackung/Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe in einem stabilen Koffer aus Kunststoff. An Bord befinden sich die Lampe und zwei CR123A-Batterien zum Betrieb.

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Lieferumfang der Ledwave Nightstorm.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:

Länge: 179 mm
Kopfdurchmesser: 43 mm
Gewicht mit Batterien: 252 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: nein.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Man merkt beim Anfassen der Ledwave Nightstorm sofort, dass man etwas Wertiges in der Hand hat. Gefertigt ist die Lampe aus Flugzeugaluminium, das schwarz eloxiert wurde. Der gute erste Eindruck wird beim Auf- und Zuschrauben bestätigt, wenn man die Batterien, zwei vom Typ CR123A, einlegt. Das Gewinde läuft sauber und spielfrei, der Schalter drückt sich konkret und direkt. An der Verarbeitung gibt’s nichts auszusetzen.

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Die Gesamtverarbeitung ist astrein.


Leuchteinheit:
Bestückt ist die Lampe mit zwei LEDs, einer Cree XP-E für Weißlicht und einer Infrarot-LED, die mit einem Wellenbereich von 940 Nanometern angegeben ist und deren Licht in Verbindung mit einem Nachtsichtgerät genutzt werden kann. Mangels Letzterem konnte die Infrarot-LED leider nicht getestet werden.

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Die beiden Nachtsturm-LEDs.

 

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Die Reflektoreinheit.


Bedienung:
Die Bedienung erfolgt über zwei Elemente. Der Schalter in der Endkappe ist quasi der „Sicherungskasten“ der Lampe, denn er sorgt dafür, dass der Stromfluss von den Batterien zu den LEDs zustande kommt. Das zweite Element ist ein Drehringschalter, der sicher in vier Stellungen einrastet. In der Anschlagsstellung links ist die Lampe quasi im „Standby“ und leuchtet nicht. Dreht man den Schalter im Uhrzeigersinn, schaltet die Lampe in die dunklere der beiden Leuchtstufen, die mit 30 Lumen angegeben ist. Wird der Ring weitergedreht, folgt die helle Leuchtstufe (angegeben mit 120 Lumen bei einer Laufzeit von drei Stunden). Die Infrarot-LED wird aktiviert, wenn der Ring in die rechte Anschlagsstellung gedreht wird. Wenn der Selektorring bei ausgeschalteter Lampe in einer der Leuchtstellungen steht, sind mit dem hinteren Schalter Momentlicht und Morsen in der jeweiligen Stufe möglich. Während des Betriebs informiert eine Ladestandsanzeige mit grüner, gelber und roter LED oberhalb des Selektorrings grob über die Restkapazität der Batterien.

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Die Leuchtstufen werden mit einem Drehringschalter angewählt.

 

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Drei LEDs imformieren grob darüber, wie lange die Lampe noch leuchtet. Allerdings ist diese Art der Anzeige nicht allzu genau – auch nicht bei der Nightstorm. Mehr als eine grobe Information erhält der Benutzer nicht, denn die grüne LED wird schon nach kurzer Zeit von der gelben abgelöst. Am längsten leuchtet übrigens die rote LED.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Ledwave Nightstorm mit zwei CR123A-Batterien. Beim Test wurde die Lampe in der hellsten Leuchtstufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 8860 Lux
nach 5 Minuten: 8520 Lux
nach 15 Minuten: 8400 Lux
nach 30 Minuten: 8360 Lux
nach 45 Minuten: 8400 Lux
nach 60 Minuten: 8030 Lux
nach 75 Minuten: 6940 Lux
nach 90 Minuten: 5350 Lux
nach 105 Minuten: 3830 Lux
nach 120 Minuten: 2690 Lux
nach 135 Minuten: 2010 Lux
nach 150 Minuten: 1507 Lux
nach 165 Minuten: 1210 Lux
nach 180 Minuten: 905 Lux

Im Diagramm sieht das dann so aus:

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Fazit: Bei der Regelung muss man kleine Abstriche machen. Eine nahezu gleichbleibende Lichtleistung bringt die Lampe über die ersten 50 Minuten. Danach sinkt die verfügbare Lichtleistung mit abnehmender Batteriekapazität stetig. Doch auch nach mehr als vier Stunden (und weit darüber hinaus) gibt die Lampe zumindest noch etwas Licht. Die Nightstorm ist zwar nicht perfekt geregelt, bietet aber einen guten Kompromiss zwischen Leistung und Laufzeit, der für die meisten Nutzer mehr als zufriedenstellend sein dürfte.

Beam:
Der Hotspot setzt sich sauber vom Sidespill ab. Insgesamt wird ein eher kleines Areal ausgeleuchtet, bei dem der mittlere Bereich deutlich hervorgehoben wird.

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Resümee:
120 Lumen scheinen in einer Zeit, in der sich die Hersteller mit immer noch helleren Lampen monatlich überbieten, nicht wirklich viel. Für die meisten Einsätze dürfte die Leuchtstärke der Ledwave Nightstorm aber allemal ausreichen, zumal die Lampe nicht nur den Nahbereich ausleuchtet, sondern auch eine passable Reichweite liefert. Die Verarbeitung ist wirklich gut, allerdings ist der Preis von mehr als 140 Euro (Stand: Dezember 2013) doch recht gesalzen.

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