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30. Dezember 2013

Keenwin P11

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Keenwin P11 001
Einen Designpreis wird die Keenwin P11 sicherlich nicht gewinnen. Dafür sind einfach zu viele optische Details von anderen Herstellern geklaut. Auf einer wissenschaftlich fundierten Seite wie dieser interessiert das allerdings nicht die Bohne. Hier interessiert nur eins: Taugt das Ding was?


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung sind neben der Lampe zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Gummi für die Tailcap und ein Lanyard enthalten.

Keenwin P11 002

 

Keenwin P11 003
Die wichtigsten Daten zur Lampe finden sich auf der Verpackungsrückseite.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 138,5 mm
Reflektoröffnung: 24 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 27 mm
Gewicht: 115 g
Gewicht mit Akku: 161 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Auf den ersten Eindruck handelt es sich bei der Keenwin P11 um eine robuste und recht ordentlich verarbeitete Lampe. Die Gewinde haben zwar in den ersten Windungen leichtes Spiel, laufen aber rund und greifen zum Ende hin satt.

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Lampenkopf, Body, Tailcap.

 

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Materialstärke Batterierohr.

 

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Innenansicht Lampenkopf.


Leuchteinheit:
Eine Cree-XP-G-R5-LED sorgt in einem SMO-Reflektor für die Lichtverteilung. Die Frontscheibe besteht aus Glas, über dessen Beschaffenheit und Vergütung der Hersteller keine Angaben macht.

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Leuchteinheit.


Bedienung:
Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe mit einem Tailcap-Clicky mit mittelhartem und konkretem Druckpunkt. Durch Festziehen und Lösen des Lampenkopfs werden die beiden Leuchtstufen Hell (bei festgezogenem Lampenkopf) und Dunkel angewählt. Bloß heißen die Stufen bei Keenwin anders. Die dunkle Stufe trägt die Bezeichnung „High“ und ist mit 65 Lumen bei einer Laufzeit von 11 Stunden angegeben. Die helle Stufe nennt Keenwin „Super-High“ und gibt sie mit 280 Lumen für 2,5 Stunden an.
Morsen und Momentlicht sind in beiden Stufen möglich. Auf Geblinke wurde verzichtet, was ich persönlich sehr begrüße.

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Tailcap mit Clicky.

 

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Innenansicht Tailcap.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die P11 wahlweise mit einem 18650-Akku oder zwei CR123A-Batterien. Beim Test kam ein 18650-Akku von BattEnergy mit einer Kapazität von 3100 mAh zum Einsatz. Die Lampe wurde in der hellen Leuchtstufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

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Möglich ist der Betrieb mit einem 18650-Akku oder zwei CR123A-Batterien.


Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 6350 Lux
nach 5 Minuten: 6610 Lux
nach 15 Minuten: 6640 Lux
nach 30 Minuten: 6710 Lux
nach 45 Minuten: 6940 Lux
nach 60 Minuten: 6890 Lux
nach 75 Minuten: 6590 Lux
nach 90 Minuten: 6210 Lux
nach 105 Minuten: 5920 Lux
nach 120 Minuten: 5670 Lux
nach 135 Minuten: 5400 Lux
nach 150 Minuten: 5020 Lux
nach 165 Minuten: 4440 Lux
nach 180 Minuten: 3630 Lux
nach 195 Minuten: 2800 Lux
nach 210 Minuten: 2090 Lux
nach 225 Minuten: 1663 Lux
nach 240 Minuten: 1242 Lux
nach 255 Minuten: 914 Lux
Keenwin P11 011

Fazit: Interessant ist, dass die Lampe im Dauerbetrieb auf höchster Stufe fast eine Stunde lang langsam an Leistung zulegt. Fragt mich bitte nicht nach dem Grund, denn ich habe keine Ahnung. Anschließend nimmt die Leistung in den folgenden 30 Minuten langsam ab, bevor sie zunehmend schneller in den Keller geht.
Die Lampe ist zwar nicht perfekt geregelt, wie man im Diagramm unschwer erkennen kann, aber wer seinen Akku immer brav nachlädt, wird vom Leistungsverlust in der Praxis nichts mitbekommen. Wer nicht brav ist, wird irgendwann mit einer immer dunkler werdenden Lampe bestraft, die aber zumindest eine lange Laufzeit hat.

Beam:
Auf kurze Entfernungen ist das Lichtbild recht spotbetont. Dabei grenzt sich der Hotspot allerdings sauber vom Sidesill ab. Die Spotbetonung bleibt auch auf mittlere Distanzen sichtbar, wobei die Ausleuchtung insgesamt durchaus als homogen zu bezeichnen ist.

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„Target-Beamshot“ Keenwin P11.


Resümee:
Die Keenwin P11 ist eine mehr als brauchbare Handlampe mit ausreichend Licht für die meisten Alltagssituationen. Die Verarbeitung gibt keinerlei Anlass zur Kritik, und durch lediglich zwei Leuchtstufen ist die Bedienung genauso intuitiv wie idiotensicher. Der Preis von etwas weniger als 60 Dollar (Stand: Dezember 2013) liegt deutlich unter dem von vergleichbaren Konkurrenzprodukten namhafter Hersteller. Wer nicht unbedingt eine „Markenlampe“ haben muss und lieber Geld sparen möchte, sollte diese Lampe in seine Überlegungen einbeziehen.

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Von links: Keenwin P11, Ledwave XP-1, Solarforce L2P, Fenix TK15, Lumintop TD-15, Armytek Viking X.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Kontroll-Shot

 

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Keenwin P11 Low

 

Keenwin P11 016
Keenwin P11 High

 

Keenwin P11 017
Eagletac T20C2 MKII (XP-G)

 

Keenwin P11 018
Tank007 TR01

 

Keenwin P11 019
Led Lenser M7R halb fokussiert

 

Keenwin P11 020
Led Lenser M7R fokussiert

 

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