Taschenlampen-Tests.de






         

4. Februar 2014

Klarus P2A

Gespeichert unter: Taschenlampen-Tests — 208730 @ 20:44

Klarus P2A 001
Mit der P2A hat Klarus eine einfach zu bedienende Handlampe abgeliefert, die in jede Jackentasche passt.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Pappverpackung mit Plastik-Innenleben sind die Lampe, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Schaltergummi, ein Trageclip, ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung in deutscher und englischer Sprache enthalten.

Klarus P2A 002
Verpackung und Lieferumfang.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 155,5 mm
Reflektoröffnung: 18 mm
Durchmesser Kopf: 23 mm
Durchmesser Tail: 22,8 mm
Gewicht: 72 g
Gewicht mit Akkus: 124 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit Clip.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 2x AA (Akkus oder Batterien).

Klarus P2A 003
Gewinde zur Tailcapseite.

 

Klarus P2A 004
Solide Materialstärke.

 

Klarus P2A 005
Gewinde zur Lampenkopfseite.

 

Klarus P2A 006
Innenansicht Lampenkopf.

 

Klarus P2A 007
Tailcap, Body, Lampenkopf.

 

Klarus P2A 008
Der Trageclip. Halbrunde Clips lösen sich unter Belastung schon mal gerne von der Lampe.

 

Klarus P2A 009
An der P2A hält der Clip jedoch bombenfest.


Leuchteinheit:
Eine Cree-XP-G-R5-LED sitzt in einem OP-Reflektor aus Aluminium. Die Frontlinse besteht aus gehärtetem, ultraklarem Glas.

Klarus P2A 010
Frontansicht.


Bedienung:

Eingeschaltet wird die Lampe durch einem Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt, mit dem durch Antippen auch Momentlicht und Morsen möglich sind. Wird der Clicky durchgedrückt, schaltet die Lampe in einer von zwei möglichen Leuchtstufen ein. Die helle Stufe wird bei festgezogenem Lampenkopf aktiviert, die dunkle bei gelöstem Lampenkopf. Das Umschalten, beziehungsweise die Vorwahl, in welcher Stufe die Lampe einschalten soll, ist problemlos mit einer Hand möglich, sofern die Lampe in einer nicht-taktischen Haltung bedient wird. Wer eine taktische Haltung bevorzugt, benötigt zum Umschalten beide Hände. Die helle Stufe ist mit 245 Lumen bei einer Laufzeit von 1,6 Stunden angegeben, die dunkle mit 20 Lumen für 33 Stunden. Auf Geblinke jedwelcher Art wurde verzichtet, was ich persönlich sehr fein finde.

Klarus P2A 011
Der Einschaltknopf.

 

Klarus P2A 012
Endkappe mit Feder.

 

Klarus P2A 013
In einer nicht-taktischen Haltung kann zwischen den Helligkeitsstufen mit einer Hand gewechselt werden.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Verwendet werden können zwei AA-Zellen, wahlweise NiMH-Akkus oder Batterien. Bei den Testläufen kamen zwei Sanyo Eneloop-Akkus mit einer Kapazität von 2.000mAh sowie zwei Alkaline-Batterien (Aerocell) zum Einsatz. Die Lampe wurde jeweils in der hellen Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung Akkus (Eneloop, 2.000 mAh):
Beim Einschalten: 3.170 Lux
nach 5 Minuten: 3.090 Lux
nach 10 Minuten: 3.060 Lux
nach 20 Minuten: 3.040 Lux
nach 30 Minuten: 3.020 Lux
nach 40 Minuten: 3.010 Lux
nach 50 Minuten: 3.000 Lux
nach 60 Minuten: 2.980 Lux
nach 70 Minuten: 2.960 Lux
nach 80 Minuten: 2.870 Lux
Nach 87 Minuten wurden noch 1.000 Lux gemessen. Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen von 1,03 und 1,02 Volt entnommen. Ende des Tests.

Laufzeitmessung Alkaline-Batterien (Aerocell):
Beim Einschalten: 3.130 Lux
nach 5 Minuten: 2.880 Lux
nach 10 Minuten: 2.690 Lux
nach 20 Minuten: 2.240 Lux
nach 30 Minuten: 381 Lux
nach 40 Minuten: 119 Lux
nach 50 Minuten: 90 Lux
nach 60 Minuten: 71 Lux
nach 70 Minuten: 58 Lux
nach 80 Minuten: 46 Lux
nach 90 Minuten: 39 Lux
nach 100 Minuten: 32 Lux
nach 110 Minuten: 26 Lux
Testabbruch wegen Lustlosigkeit.

Und das entsprechende Diagramm:
Klarus P2A 014

Fazit: Beim Akkubetrieb ist die Lampe sehr gut geregelt. Allerdings ist der Benutzer gefordert, die Akkus zu wechseln, wenn die Lichtleistung drastisch einbricht, ansonsten droht die Tiefentladung der Akkus, denn eine Abschaltfunktion oder Blinkwarnung seitens der Lampe fehlt leider. Beim Betrieb mit Alkalines bricht die Leistung, wie nicht anders zu erwarten, schnell ein. Wer unbedingt Batterien nutzen möchte, ist mit Lithium-Batterien besser bedient. Als Notversorger können aber auch Alkalines verwendet werden, und wer die Lampe nicht vorrangig in der hellen Stufe betreibt, fährt mit Alkalines sogar einigermaßen gut.

Klarus P2A 015
Der Betrieb ist mit Akkus und Batterien möglich.


Beam:
Der Hotspot setzt sich weich vom Sidespill ab. Die Lampe liefert im Nah- und erweiterten Nahbereich eine gleichmäßige Ausleuchtung.

Klarus P2A 016
„Target-beamshot“ Klarus P2A.


Resümee:
Mein Ding ist die Klarus P2A nicht. Ebensowenig wie Eisbein mit Sauerkraut. Beide Aussagen haben allerdings nur gemein, dass sie meinen persönlichen Geschmack beschreiben. Ich mag Lampen, die durch Festziehen und Lösen des Lampenkopfs geschaltet werden, nicht besonders, da ich Lampen in einer taktischen Haltung bediene, und das Gedrehe nicht mit einer Hand möglich ist. Nichtsdestotrotz ist diese Art der Bedienung für diejenigen Anwender, die Lampen in einer nicht-taktischen Haltung nutzen, ideal. Die Lampe gibt sich schnörkellos und unkompliziert, die Verarbeitung ist okay, ebenso wie der Preis, der mit 36,90 Euro (Stand: Februar 2014) angesetzt ist. Eisbein mag ich trotzdem nicht und Sauerkraut lieber roh als gekocht.

Klarus P2A 017
Von links: Klarus P2A, LiteXpress Workx 207, Fenix LD20, Nitecore MT2A, Crelant V21A, EagleTac P20A2 MKII, Led Lenser P6.2.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Klarus P2A 018
Klarus P2A

 

Klarus P2A 019
EagleTac P100A2

 

Klarus P2A 020
Lumintop P2C

 

Klarus P2A 021
Nitecore MT2A

 

Klarus P2A 022
Rofis JR40

 

nach oben



Keine Kommentare

Noch keine Kommentare.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Diese Kommentarfunktion ist zurzeit nicht zugelassen.

Powered by WordPress MU.