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23. Juni 2010

Solarforce Skyline1

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Solarforce Skyline1 001
Mit der Skyline1 liefert Solarforce einen reinrassigen Thrower ab, der sich hinter anderen Vertretern seiner Gattung keinesfalls zu verstecken braucht.


Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe wird mit zwei CR123-Batterien zum Betrieb in einer stabilen Pappbox ausgeliefert. Zubehör findet sich darin nicht.

Solarforce Skyline1 002
Lieferumfang: Pappkarton mit Lampe.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 181 mm
Reflektoröffnung: 38,5 mm
Durchmesser Kopf: 51 mm
Durchmesser Tail: 28 mm
Gewicht: 276 g
Gewicht mit Akku: 318 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Die Lampe ist stufenlos dimmbar. O-Ringe und Gewinde sind von Werk aus nicht gefettet, wodurch die Gewinde teilweise quietschen. Nach dem Einfetten laufen sie allerdings butterweich. Auffällig ist der große Kopf mit tiefem Reflektor.

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Auch die (von Werk aus nicht gefetteten) Gewinde wurden anodisiert. Durch leichtes Lösen der Tailcap kann ein unbeabsichtigtes Einschalten somit vermieden werden.

 

Solarforce Skyline1 004
Tiefer Reflektor für maximalen Throw.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Skyline 1 wird wahlweise mit zwei CR123-Batterien oder einem 18650-Akku in einem Spannungsbereich von 2,7 – 6 Volt betrieben. Herstellerseitig ist die Lampe mit 200 Lumen und einer Laufzeit von 3,5 Stunden bei Verwendung eines 18650-Akkus sowie mit 260 Lumen und einer Laufzeit von 1,5 Stunden bei Verwendung von zwei CR123-Batterien angegeben. Die Helligkeitsunterschiede beim Betrieb mit den verschiedenen Stromversorgern sind deutlich erkennbar und auch messbar: Am Luxmeter erreichte die Lampe mit CR123-Batterien 9000 Lux mehr. Zum Test trat die Lampe mit einem 18650-Akku mit einer Kapazität von 2400mAh an.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten wurden 20.500 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 5 Minuten: 20.100 Lux
nach 15 Minuten: 20.000 Lux
nach 30 Minuten: 19.600 Lux
nach 45 Minuten: 18.900 Lux
nach 60 Minuten: 18.100 Lux
nach 75 Minuten: 17.400 Lux
nach 90 Minuten: 16.800 Lux
nach 120 Minuten: 15.700 Lux
nach 150 Minuten: 14.900 Lux
nach 180 Minuten: 14.400 Lux
nach 210 Minuten: 14.000 Lux
nach 240 Minuten: 13.100 Lux
nach 270 Minuten: 12.000 Lux
nach 300 Minuten: 9.700 Lux
Da die Lampe zu diesem Zeitpunkt mehr als 50 Prozent ihrer Ausgangshelligkeit eingebüßt hatte, habe ich das Luxmeter von ihr erlöst. Während des Betriebs blieb das Lampengehäuse kalt, meines Erachtens kein Zeichen für eine schlechte Wärmeableitung, sondern eher das Zusammenwirken vom Gesamtoutput und der Größe und Masse des Lampenkopfs. Die Regelung ist nur in der ersten halben Stunde wirklich gut, danach sanken die Werte über den gesamten Laufzeitraum langsam, aber kontinuierlich. Ob die Reglung nach 30 Minuten anfängt zu schwächeln oder die Lampe danach zugunsten einer längeren Laufzeit direkt betrieben wird, konnte ich trotz Internet-Recherchen und Telefonaten leider nicht herausfinden. Legt man nicht die 20.500 Lux, die lediglich direkt nach dem Einschalten verfügbar waren zugrunde, sondern den Wert von 20.100 Lux, der innerhalb kürzester Zeit danach erreicht wurde, beträgt der Verlust nach einer Dreiviertelstunde Dauerbetrieb auf high etwas mehr als fünf Prozent; nach einer Stunde sind es zehn Prozent.
Fazit: Obwohl die Lampe die maximale Helligkeit nur rund 30 Minuten hält, sollten im Praxisbetrieb deutlich längere Einsatzzeiten erreicht werden, da man die Lampe kaum über einen längeren Zeitraum auf high betreiben dürfte. Aber auch mit schwächer werdendem Licht lässt einen die Skyline lange nicht im Dunkeln stehen. Ein Wärmeproblem war beim Test nicht festzustellen.

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Der Treiber verarbeitet maximal 6 Volt. Der Betrieb mit zwei 16340-Akkus mit 3,7 Volt ist nicht möglich.


Leuchteinheit:
Eine Cree XR-E-R2-LED verteilt das Licht mit einem Smooth-Reflektor aus Aluminium. Davor sitzt eine ultraklare und gehärtete Linse.

Solarforce Skyline1 006
Als LED wurde eine Cree-XR-E R2 verbaut.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Taster in der Tailcap, der gut zu erreichen ist und sich leicht schalten lässt. Drückt man den Taster durch, steht die volle Helligkeit zur Verfügung. Hält man den Taster beim Einschalten gedrückt, dimmt die Lampe innerhalb weniger Sekunden auf Minimum herunter. Drückt und hält man den Taster erneut, dimmt die Lampe wieder hoch. In der dunkelsten Einstellung ist ein deutliches PWM-Flimmern erkennbar. Durch Doppelklicken des Tasters bei ausgeschalteter Lampe wird der Strobe-Modus angewählt. Die Skyline verfügt über keine Memory-Funktion, sie startet immer in der hellsten Einstellung. Morsen ist mit der Skyline nicht möglich. Um unbeabsichtigtes Einschalten zu vermeiden, kann die Tailcap leicht gelöst werden. Die Lampe liegt gut in der Hand, ist dabei allerdings etwas kopflastig.

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Bedient wird die Skyline mit einen leichtgängigen Taster.


Beam:
Der Hotspot setzt sich durch eine dunklere Corona deutlich vom Sidespill ab. Die Thrower-Eigenschaften sind unverkennbar, dennoch wirkt der Beam im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern noch relativ ausgewogen. Bild 1 zeigt die Raidfire Spear mit OP-Reflektor, Bild 2 die Eastward XGR2, Bild 3 die Solarforce Skyline1 mit zwei CR123-Batterien.

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Resümee:
Solarforce liefert mit der Skyline1 einen hochwertig verarbeiteten Thrower ab. Was die Qualität betrifft, gibt es nichts zu bemängeln. Auch die Leuchteigenschaften und das Bedienkonzept überzeugen. Wer nicht auf einen Strobe-Modus verzichten kann, bekommt ihn, wer ihn nicht benötigt, wird ihn nie aus Versehen aktivieren. Schön ist die dimmbare Helligkeit, die es ermöglicht, mit der Lampe auch mal eine Karte zu lesen. Der Preis von 75 Euro (Stand: Juni 2010) für diesen erstklassigen Thrower ist angemessen. Vielen Dank an Jürgen Winkler von Selected Lights www.selected-lights.de für die freundliche und kurzfristige Unterstützung am Telefon, obwohl die Lampe nicht von ihm stammt. Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.solarforce.hk.

Solarforce Skyline1 011
Größenvergleich mit der L2.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Die Qualität der Bilder ist der 5-Minuten-Hauruck-Aktion geschuldet, bei der sie aufgenommen wurden. Um die Unterschiede zu sehen, sollten die Bilder dennoch ausreichen. Die Baumkrone mit der Y-förmigen Verästelung ist etwa 200 Meter entfernt.

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Raidfire Spear (OP)

 

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Eastward XGR2

 

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Solarforce Skyline1 mit 18650-Akku

 

Solarforce Skyline1 015
Solarforce Skyline1 mit 2x CR123-Batterien

 

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