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10. Juli 2014

Rubytec Kao

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Heute möchte ich euch eine kleine Arbeitslampe vorstellen. „Arbeitslampe“ in dem Sinne, dass man arbeiten muss, damit sie leuchtet. Denn bei der Rubytec Kao handelt es sich um eine Kurbellampe. Die Bilder stammen von meiner Handykamera. Das war ein Versuch, der bekanntlich kluch macht. Kommt nicht wieder vor, sorry für die grauenhafte Qualität der Bilder! Bevor es losgeht, noch einen herzlichen Dank an meinen Lampen-Buddy Roland Tobiasch, ohne den dieser Test nicht möglich gewesen wäre.


Beschreibung der Lampe:

Die Rubytec Kao mit dem süßen Beinamen „Baby Swing Solar Flashlight“ wiegt inklusive Schlüsselanhänger gerade mal 26 Gramm und ist in etwa so groß wie ein angebissener Mini-Mars-Riegel.

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Größenvergleich: Rubytec Kao (links), angebissener Mini-Mars-Riegel.

 

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Für alle, denen beim vorherigen Bild das Wasser im Mund zusammelgelaufen ist, noch der Größenvergleich mit einem angebissenen Mini-Twix-Riegel (rechts). Twix hieß früher übrigens Raider.

 

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Mit dem Schlüsselring kann die Lampe am Schlüsselbund befestigt werden.


Leuchteinheit:
Zwei LEDs (vermutlich 0,5-Watt-Nichias) werkeln in einem kleinen Plastik-Reflektor mit einer Kunststoffscheibe davor.

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Szene aus „Kampf der Welten“.


Bedienung:
An der rechten Seite des Baby Swingers ist ein Schiebeschalter angebracht, mit dem die Lampe ein- und ausgeschaltet wird. Sie verfügt über zwei Leuchtstufen: an und aus.

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Das zentrale Bedienelement fügt sich homogen in die rundlich-sanft verlaufende Form des Lampenkörpers ein, wobei auch der ergonomische Aspekt nicht vernachlässigt wurde.


Erweiterte Bedienung:
An der Unterseite des Lampenkörpers befindet sich eine ausklappbare Kurbel. Im ausgeklappten Zustand kann diese Kurbel im Uhrzeigersinn gedreht werden, um den internen, fest verbauten Akku zu laden.

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Mit der Stromkurbel kann Strom gekurbelt werden. Der Nöpsi, mit dem die Kurbel beim Kurbeln locker zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten wird, ist im eingeklappten Zustand der Stromkurbel im Gehäuse versenkt.

 

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Stromkurbel in Arbeitsstellung. Der weiße Pfeil zeigt die Drehrichtung an.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein interner, fest verbauter Akku versorgt die LEDs mit Strom. Zum Aufladen des Akkus wird die Lampe ins Sonnenlicht gelegt, wobei der Akku über zehn Solarzellen auf der Oberseite der Lampe geladen wird. Während des Ladevorgangs kann und sollte der Akku in der Lampe verbleiben.
Falls die Lampe in der Dunkelheit beim Betätigen des Schiebeschalters kein Licht geben sollte: siehe unter Punkt „Erweiterte Bedienung“.

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Insgesamt zehn Sonnenkollektoren wurden auf dem Dach der Lampe installiert.


Laufzeitmessung:
Die Laufzeitmessung wurde im Hellen durchgeführt. Da das Licht, das die Rubytec Kao liefert, kaum bis zum Luxmeter reichte und das einfallende Tageslicht die Messung verfälscht hätte, habe ich von einer wissenschaftlichen Bestimmung von Leuchtkraft und Laufzeit abgesehen und eine individuelle Messung mit Stoppuhr durchgeführt.
Wenn der Akku manuell durch Drehen der zum Laden des Akkus angedachten Drehkurbel geladen wird, steht bei einer Minute intensiven Kurbelns Licht für 26 Sekunden zur Verfügung, wobei man etwa 16 Sekunden lang unmittelbar im Nahbereich befindliche Objekte erkennen kann. Ab Sekunde 17 kann man noch die Hand vor Augen erkennen, ab Sekunde 22 nur noch schemenhafte Umrisse derselben.
In einem zweiten Versuch kurbelte ich den Akku fünf Minuten am Stück heiß. 56 Sekunden lang waren anschließend Objekte im unmittelbaren Nahbereich zu erkennen, nach 71 Sekunden herrschte wieder völlige Dunkelheit.
Wenn der interne Akku durch Sonnen- oder Muskelkraft komplett geladen ist, steht nutzbares Licht für etwa zweieinhalb Minuten am Stück zur Verfügung. Weitere anderthalb Minuten später gehen die LED-Äuglein komplett zu.

Fazit: Die Rubytec Kao ist ungegegelt. Über die gesamte Leuchtdauer nimmt die Lichtausbeute kontinuierlich ab. Über den Nachteil ungeregelter Lampen müssen wir hier nicht diskutieren. Der Vorteil liegt in einer deutlich längeren Laufzeit, wie der Test unter Beweis gestellt hat.

Beam:
Das Lichtbild ist verwaschen-homogen und stark blaustichig.

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„Target-beamshot“ der Rubytec Kao.


Resümee:
Wer eine wartungsfreie Lampe zur Schlüssellochsuche sucht, ist mit der Rubytec Kao „Baby Swing Solar Flashlight“ gut bedient. Allerdings sollte die Schlüssellochsuche möglichst im nüchternen Zustand der suchenden Person erfolgen. Denn bei erhöhtem Alkoholpegel sinkt die Trefferqoute beim Lochen und nahezu adäquat dazu auch die Lichtausbeute der Lampe. Ab drei Promille heißt es dann: Kurbeln, bis der Arzt kommt, um neue Versuche starten zu können – vorausgesetzt, man findet mit drei Promille noch die Kurbel zum manuellen Laden des Akkus.
Aber auch, wer nachts im Wald unvermittelt im Dunkeln steht und keine zusätzliche Lampe dabei hat, kann in einem solchen Fall mit der Rubytec Kao Licht ins Dunkel, nicht mich (Lichtinsdunkel) bringen, auch wenn das bei nicht geladenem Akku ein wenig aufwendig ist, aber immer noch besser, als komplett ohne Lampe dazustehen. Den Preis von gerade mal sieben oder acht Euro (Stand: Juli 2014) ist der Babyschwinger, der in vielen neckischen Farben erhältlich ist, allemal wert.

 

 

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