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22. Februar 2017

OxyLED P03

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Ein witziges und praktisches Gadget ist die Campinglaterne OxyLED P03.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem Pappkarton sind die Lampe mit fest verbautem Akku, ein Ladekabel, eine Fernbedienung, ein kleiner Karabiner und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache enthalten.

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Lieferumfang der kleinen LED-Campinglaterne.


Beschreibung der Lampe:
Höhe: 115 mm
Durchmesser breiteste Stelle: 70 mm
Gewicht: 135 g
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Stromversorgung: interner LiIon-Akku.

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Dank des mitgelieferten Karabiners kann das Laternchen überall aufgehangen werden.

 

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Das Laden des Akkus erfolgt über USB.


Leuchteinheit:

Über die verbaute(n) LED(s) macht der Hersteller keine Angaben. Da die Lampe nicht gewaltfrei zu öffnen ist und es fürs Lichtbild ohnehin keine Rolle spielt, was tatsächlich drin steckt, habe ich auch nicht weiter nachgeforscht.
Die Lichtfarbe ist mit 5.500K angegeben, also ziemlich mainstream. Meins ist es nicht, da ich eher wärmere Lichtfarben bevorzuge, aber Lichtfarben, Frauen und Currywürste sind bekanntlich Geschmackssache.

Bedienung:
Mit einem Schalter an der Oberseite wird das Laternchen eingeschaltet. Insgesamt stehen drei Leuchtstufen und zwei Blinkmodi zur Verfügung, die durch Drücken des Schalters nacheinander in der Reihenfolge Low-Medium-High-Strobe-SOS angewählt werden – wobei das „SOS“ bei dieser Lampe die abenteuerlichste Variante dieses Notsignals ist, die mir bisher begegnet ist. Denn die Lampe morst nicht etwa „SOS“ oder das beliebte „SOSO“, sondern: „MSTS“. Wenn man bezüglich dieser Abkürzung die bekannteste Suchmaschine im Netz bemüht, landet man bei einem Eisenbahn-Fahrsimulator von Microsoft. Wer sich in einer Notsituation also am liebsten von einem fiktiven Zug retten lassen möchte, kann bedenkenlos zugreifen.
Auf dieses Pseudo-SOS folgt „Aus“, anschließend geht es wieder von vorne los. Was im Klartext bedeutet: ein typisches China-Lampen-Billig-UI, das genauso unsinnig wie unpraktisch ist.

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Der Ein- und Durchschaltknopf befindet sich an der Oberseite.


Aber – und jetzt kommt die Fernbedienung ins Spiel: Bei Benutzung selbiger, und das ist schließlich Sinn und Zweck einer Fernbedienung, verfügt die Laterne über Memory und schaltet immer in der Stufe ein, in der sie zuvor ausgeschaltet wurde. Und es kommt noch besser. Denn die Fernbedienung verfügt nicht nur über einen Ein- und Aus-Knopf, sondern auch noch über zwei weitere Knöpfe, mit denen die Lampe hoch- und wieder runtergeschaltet werden kann. Damit kann man die nervigen Blinkmodi problemlos umschiffen.

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Der Clou ist die Fernbedienung, die von einer austauschbaren Knopfzelle gespeist wird.

 

Ein netter Gag ist es, auf Partys oder bei Lampentreffen die Laterne irgendwo hinzustellen oder aufzuhängen und sie dann im Strobe einzuschalten. Irgendwann wird irgendwem das Geblinke auf die Nerven gehen, und er wird die Lampe am Einschaltknopf ausschalten. Anschließend muss man einfach kurz darauf unbemerkt die Fernbedienung aus der Tasche ziehen und die Lampe wieder einschalten. Dieser Zaubertrick funktioniert auch mehrmals hintereinander wunderbar und sorgt bei demjenigen, der die Lampe immer wieder ausschaltet, für zunehmende Verwirrung und bei Eingeweihten für jede Menge Lacher, wie ich bei einem Lampentreffen in Köln feststellen konnte.
Die Leuchtstufen sind wie folgt angegeben: High: 150 Lumen für 4 Stunden; Mid: 30 Prozent für 14 Stunden; Low: 10 Prozent für 100 Stunden. Um einem unbeabsichtigten Einschalten mittels Fernbedienung vorzubeugen, können der Einschaltknopf der Fernbedienung und der Einschaltknopf an der Lampe gleichzeitig für drei Sekunden gedrückt gehalten werden. Anschließend kann die Lampe nur noch am Knopf an der Oberseite der Lampe wieder eingeschaltet werden. Ist das geschehen, ist das Lampi auch via Fernbedienung wieder bedienbar.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Für die nötige Power sorgt ein in der Lampe fest verbauter LiIon-Akku mit einer angegebenen Kapazität von 1800 mAh. Mit dem mitgelieferten Ladekabel von USB auf Mini-USB kann die Lampe an jedem PC, Laptop etc. geladen werden. Während des Ladevorgangs blinkt eine rote LED in der Lampe. Ist der Akku komplett geladen, leuchtet die LED dauerhaft rot.

Laufzeitmessung:
Für Freunde exakter Luxmessungen: Da die Laterne aufgrund ihrer Abstrahlcharakteristik extrem streut, habe ich mir eine exakte Entfernungsmessung verkniffen, denn auf welche Entfernung soll ich diese Lampe genau messen, um ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen? Daher habe ich das Luxmeter in unmittelbarer Nähe der Laterne plaziert und den Verlust lediglich in Prozentwerten angegeben.
Beim Einschalten: 100%
nach 10 Minuten: 2% Verlust
nach 20 Minuten: 3% Verlust
nach 200 Minuten: 3% Verlust
nach 240 Minuten: 4% Verlust

Fazit: Erstaunlicherweise hält die kleine LED-Laterne tatsächlich, wie vom Hersteller angegeben, vier Stunden am Stück in der hellsten Leuchtstufe durch, und das, ohne fürs Auge an Leistung einzubüßen. Zehn Minuten nach dem Einschalten waren noch 98 und nach zwanzig Minuten noch 97 Prozent der ursprünglichen Leuchtkraft verfügbar. Dieser Wert wurde über mehr als drei Stunden fast konstant gehalten. Nach vier Stunden lag der zusätzliche Verlust gerade mal bei einem weiteren Prozentchen – besser geht’s kaum.

Ausleuchtung:
Zum allerersten Mal gewähre ich Taschenlampen-Tests-Lesern nun einen Einblick in mein intimstes Reich – mein Schlafzimmer. Die Bilder wurden allesamt aus der Hand geschossen, sind also nicht sonderlich scharf – im Gegensatz zu dem, was ansonsten hier auf mich wartet… äähm… kleiner Scherz am Rande… Jedenfalls reichen sie vollkommen aus, um die Leistung der kleinen Laterne fürs Auge wiederzugeben.

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Ein erster scheuer Blick in mein Schlafzimmer: die dunkelste Leuchtstufe der kleinen LED-Laterne.

 

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In der mittleren Leuchtstufe wird erkennbar, dass mein Schlafzimmer sogar über eine Tür verfügt.

 

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Besonders brutal wird es in der hellsten Leuchtstufe. Links stehen verpackte Trommeln, rechts hängt eine Drohne an der Wand, und ganz rechts unten außen wird erkennbar, dass ich meine Wäsche im Schlafzimmer trockne. Mehr Leuchtstufen gibt es zum Glück nicht, und viel intimer möchte ich auch nicht werden.


Resümee:
Mit der OxyLED P03 bekommt man eine nützliche LED-Campinglaterne fürs Zelt, für die spontane Beleuchtung draußen, für Heim und Hobby sowie weitere Einsatzzwecke. Bei mir hängt das Ding im Schlafzimmer, und ich kann mich ins Bett legen, mich zudecken und per Fernbedienung bequem das Licht ausschalten. Andere Einsatzzwecke mag jeder für sich selbst herausfinden – es gibt sie garantiert.
Erhältlich ist die knuffige Campinglaterne für 19,99 bei Amazon. Zur Verfügung wurde das Testmodell freundlicherweise von OxyLED.

 

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