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14. Dezember 2017

Wuben T102 Prometheus

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Wuben T102 Prometheus 001
Die Wuben T102 trägt den Beinamen „Prometheus“. Bemüht man dazu ein großes Online-Lexikon, erfährt man, dass der Name „Vordenker“ bedeutet. Darüberhinaus erfährt man, dass Prometheus ein listiger Betrüger war. Ist die Lampe nun ihrer Zeit voraus oder schummelt sie sich lediglich über die Runden?


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Köfferchen finden sich neben der Lampe ein Akku zum Betrieb, ein Netzteil, Steckdosenadapter für den amerikanischen und deutschen Markt, ein Ladekabel, ein Lanyard, zwei Ersatz-O-Ringe sowie eine Bedienungsanleitung in englischer und chinesischer Sprache.

Wuben T102 Prometheus 002
In diesem Köfferchen wird Prometheus ausgeliefert.

 

Wuben T102 Prometheus 003
Und das ist alles drin im Köfferchen.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 191 mm
Gewicht: 322 g
Gewicht mit Akku: 419 g
LED: Cree XHP70
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1x 26650 LiIon.

 

Wuben T102 Prometheus 004
Das Gewinde läuft sauber und nahezu spielfrei.

 

Wuben T102 Prometheus 005
Die Tailcap.

 

Wuben T102 Prometheus 006
Tailcap von innen.

 

Wuben T102 Prometheus 007
Möglichkeit zur Lanyardbefestigung.

 

Leuchteinheit:
Eine XHP70-LED von Cree werkelt in einem SMO-Reflektor.

Wuben T102 Prometheus 008
Blick in den Rachen von Prometheus.


Bedienung:
Die komplette Bedienung erfolgt über einen Schalter/Taster, der seitlich unterhalb des Lampenkopfs angebracht ist. Durch Gedrückthalten des Schalters wird die Lampe eingeschaltet. Ein einfacher Klick schaltet anschließend durch die Leuchtstufen, über deren vier Prometheus verfügt: Turbo (angegeben mit 3.200 Lumen für 1,5 Stunden), High (angegeben mit 788 Lumen für 3,8 Stunden), Med (angegeben mit 212 Lumen für 14,5 Stunden) und Low (angegeben mit 13 Lumen für 240 Stunden). Ein erneuter langer Druck des Schalters schaltet die Lampe aus.
Mittels eines Doppelklicks (unabhängig davon, ob die Lampe ein- oder ausgeschaltet ist, gelangt man in den Strobe-Modus. Nach einem weiteren Doppelklick morst die Lampe SOS; nach einem Einfachklick wechselt sie in die zuletzt angewählte Leuchtstufe zurück (wenn der Stobe-Modus bei ausgeschalteter Lampe aktiviert wurde, schaltet der Einfachklick die Lampe aus).
Prometheus verfügt über Memory und schaltet immer in der Stufe wieder ein, die vor dem letzten Ausschalten aktiviert war. Ausgenommen davon sind die Blinkmodi, die nicht gespeichert werden können. Und das ist auch gut so.

Wuben T102 Prometheus 009
Die komplette Bedienung erfolgt über einen Seitenschalter.


Ist Prometheus eigentlich noch ganz dicht?
Grundsätzlich bin ich kein Freund von Lampen, die via USB geladen werden können, da der Ladeport lediglich durch einen Gummiverschluss abgedeckt wird und somit prädestiniert fürs potenzielle Eindringen von Wasser ist. Die T102 blieb beim Waschbeckentest standhaft gegen jegliches Wasser – ein Punkt für Wuben.

Laden des Akkus:
Der Akku mit einer angegebenen Kapazität von 5.000 mAh kann mit dem im Lieferumfang enthaltenen USB-C-Ladekabel geladen werden, ohne dass er der Lampe entnommen werden muss. Der Ladevorgang kann wahlweise über PC, Laptop oder Powerbank erfolgen oder über das Netzteil. Während des Ladevorgangs leuchtet eine rote LED im Schalter. Ist der Akku komplett geladen, wechselt die Farbe zu blau.

Wuben T102 Prometheus 010
Ein Akkumulator mit einer angegebenen Kapazität von 5.000 mAh zählt zum Lieferunfang.

 

Wuben T102 Prometheus 011
Der Akku kann über einen USB-C-Anschluss an Computer, Laptop, Powerbank…

Wuben T102 Prometheus 012
… oder mit einem Netzteil geladen werden, das ebenfalls zum Lieferumfang zählt.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Beim Test wurde die Lampe in der hellsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt. Als Stromversorger kam der mitgelieferte 26650-Akku zum Einsatz.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 53.200 Lux
nach 10 Minuten: 30.000 Lux
nach 20 Minuten: 29.600 Lux
nach 30 Minuten: 24.000 Lux
nach 40 Minuten: 23.700 Lux
nach 50 Minuten: 23.300 Lux
nach 60 Minuten: 22.900 Lux
nach 70 Minuten: 22.500 Lux
nach 80 Minuten: 22.100 Lux
nach 89 Minuten: –

Innerhalb weniger Sekunden fiel der Maximalwert nach dem Einschalten drastisch ab. Nach fünf Minuten hatte sich der Wert dann eingepegelt und blieb mehr als nahezu 25 Minuten relativ konstant. Anschließend regelte die Lampe ein wenig herunter, um die Lichtleistung für eine weitere Stunde, ohne fürs Auge sichtbare Verluste, auf fast konstantem Niveau zu halten.
Nach 47 Minuten erfolgte eine erste Blinkwarnung, nach 57 Minuten eine zweite. Weitere Blinkwarnungen erfolgten dann gleichmäßig im Fünf-Minuten-Turnus. Nach 89 Minuten schaltete die Lampe ab. Die Leerlaufspannung des Akkus betrug zu diesem Zeitpunkt 3,30 Volt.

Im Diagramm sieht das dann so aus:

Wuben T102 Prometheus 013


Fazit:
Insgesamt kann man der Wuben T102 Prometheus eine ordentliche Regelung bescheinigen. Nach einem ersten, drastischen Abfall der Maximalhelligkeit hält die Lampe den Output für mehr als 25 Minuten annähernd auf einem Level und schaltet dann herunter in eine Stufe, die immer noch reichlich Licht bietet und für eine weitere Stunde fast konstant gehalten wird.
Blinkwarnungen, die bereits zu einem frühen Zeitpunkt erfolgen, informieren den Nutzer darüber, dass der Akku aufgeladen werden sollte. Die Abschaltung erfolgt zu einem recht frühen Zeitpunkt – das freut den Akku.

Beam:
Ein kleiner Hotspot setzt sich sauber vom Sidespill ab. Insgesamt wirkt das Lichtbild noch ausgewogen mit allerdings deutlicher Spotbetonung. Die Reichweite ist vom Hersteller mit 454 Metern angegeben. Beim Test wurde dieser Wert zwar erreicht und mit 461 Metern sogar noch leicht übertroffen, allerdings nur für wenige Sekunden, denn die Maximalleitung nimmt rasch ab. Realistisch ist eine Reichweite zwischen 340 und 350 Metern für etwas mehr als 25 Minuten im Dauerbetrieb.

Resümee:
Ein listiger Betrüger ist die Wuben T102 Prometheus sicherlich nicht, denn sie ist ehrlich und direkt mit einem leicht verständlichen UI und dem Direktzugriff auf Strobe, der aus jeder Leuchtstufe und auch bei ausgeschalteter Lampe möglich ist. Denn nur so macht ein Strobe-Modus Sinn. Ein Vordenker ist die Lampe ebenfalls nicht, denn es gibt haufenweise Lampen auf dem Markt, die das gleiche leisten und können wie die T102. Allerdings kann keine Lampe auf dem Markt dem Anspruch, ein Vordenker zu sein, standhalten – dazu müsste man schlicht und einfach zwei LED- und Akkugenerationen weiter sein.
Unterm Strich ist die Wuben T102 Promotheus eine gut verarbeitete und durchdachte Lampe mit einer langen Laufzeit. Das Gesamtpaket benötigt keine Zusatzkäufe von Akku oder Ladegerät, da alle Komponenten zum Betrieb der Lampe und zum Laden des Akkus bereits im Lieferumfang enthalten sind. Der Akku kann entnommen und ausgetauscht werden, wenn er aufgrund seiner natürlichen Alterung keine sinnvolle Kapazität mehr hat (oder aufgrund zu vieler Ladezyklen, was in der Praxis allerdings nie der Fall sein dürfte). Von daher geht auch der Preis von 119,95 Euro, zu dem die Lampe bei Obramo angeboten wird, in Ordnung.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Wuben T102 Prometheus 014
Wuben T102 Prometheus

 

Wuben T102 Prometheus 015
Olight SR Mini II

 

Wuben T102 Prometheus 016
Manker MK34

 

Wuben T102 Prometheus 017
Lupine Betty TL2 S

 

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