Taschenlampen-Tests.de






         

27. März 2020

Fenix TK47UE

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 15:37


Die TK47UE ist eine (noch) handliche Lampe mit interessanten Zusatzfunktionen.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton mit Tragegriff sind die Lampe, ein Ersatz-O-Ring, ein Holster, ein Lanyard, eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, eine Garantiekarte und ein Werbeblättchen für andere Fenix-Lampen enthalten.


Ausgeliefert wird die Lampe in einem stabilen Pappkarton mit Tragegriff.

 


Und das ist alles drin im Karton.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 266 mm
Reflektoröffnung: 52,5 mm
Durchmesser Kopf: 61,5 mm
Durchmesser Tail: 35 mm
Gewicht: 364 g
Gewicht mit Akkus: 460 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nur sehr, sehr wackelig.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 2 x 18650 LiIon.


Das Batterierohr ist mehr als ausreichend gepanzert.

 


Das Gewinde wurde werksseitig bereits mit Fett versorgt und läuft sehr geschmeidig.

 


Innenansicht Tailcap.

 


An der Tailcap kann das Lanyard befestigt werden.

 


Lampe im Holster.

 

Leuchteinheit:
Für Licht sorgt eine XHP70-LED des Herstellers Cree. Verteilt wird das Licht mittels eines OP-Reflektors, der hinter einer vergüteten Glaslinse sitzt.


Die Leuchteinheit.

 

Bedienung:
Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe, indem man den Seitenschalter gedrückt hält. Durch einen kurzen Druck werden die Helligkeitsstufen umgeschaltet, von denen es fünf an der Zahl gibt, die vom Hersteller wie folgt angegeben sind:

Eco – 20 Lumen – 170 Stunden
Dunkel – 100 Lumen – 46 Stunden
Mittel – 350 Lumen – 11 Stunden und 20 Minuten
Hell – 1.000 Lumen – 3 Stunden und 20 Minuten
Turbo – 3.200 Lumen – 1 Stunde

Hinter der „Turbo“-Laufzeitangabe findet sich in der Bedienungsanleitung ein kleines Sternchen. Kleine Sternchen in Bedienungsanleitungen weisen immer darauf hin, dass sie eine Erklärung nach sich ziehen. So auch hier. Hinter einem weiteren kleinen Sternchen steht folgender Satz: „Wegen dem intelligenten Überhitzungsschutz ist dies ein akkumulierter Wert.“
Patsch, patsch, patsch – drei Ohrfeigen für den chinesischen Übersetzer, der den Dativ mit dem Genitiv verwechselt hat. Selbstverständlich müsste es korrekt heißen „Wegen des intelligenten Überhitzungsschutzes ist dies ein akkumulierter Wert.“ Aber es ist müßig, chinesische Übersetzer ohrfeigen zu wollen, wenn schon ein Großteil der Deutschen den Unterschied nicht begreift. Was das angeht, müsste man eigentlich das halbe Volk verdreschen…
Jedenfalls wird uns auf diesem Weg schriftlich mitgeteilt, dass die Lampe nur theoretisch eine Stunde mit 3.200 Lumen leuchtet, aber praktisch nicht ganz so lange. Wie lange, wird sich später im Test zeigen.
Die Lampe verfügt über Memory und schaltet immer in der Leuchtstufe ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde.

Eigentlich ist dieses UI relativ stressfrei, wäre da nicht eine böse Zusatzfunktion, die sich „Strobe“ schimpft – im Fall der TK47UE ein kirre machendes Blinken mit wechselnder Frequenz, das auf ziemlich unglückliche Weise aktiviert wird. Ich zitiere mich mal selbst:
Der erste Satz unter dem Punkt „Bedienung“ lautet: „Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe, indem man den Seitenschalter gedrückt hält.“ Hält man ihn allerdings eine gefühlte Millisekunde länger gedrückt, nachdem man die Lampe ein- oder ausgeschaltet hat, landet man unweigerlich bei diesem nervigen Geblinke.
Das ist ziemlich suboptimal gelöst. Rettung naht, indem man den Schalter entweder kurz oder lang drückt. Bei einem kurzen Druck landet man in der zuvor aktivierten Leuchtstufe, bei einem langen schaltet die Lampe aus.
Gegen versehentliches Einschalten der Lampe im Rucksack, beim Ohrfeigen chinesischer Übersetzer oder dem Verdreschen des halben Volks hilft ein Doppelklick, der die Lampe auslockt.

Eine Besonderheit findet sich im Lampenpopo, in dem ein zusätzlicher Schalter sowie ein weißes Plastik-Etwas sitzen. Hält man den Schalter gedrückt, leuchtet eine Weißlicht-LED im Plastik-Etwas. Nach einem kurzen Druck auf den Schalter wechselt die Farbe auf rot. Ein weiterer Druck lässt die rote LED blinken, und noch ein weiterer Druck aktiviert ein „SOS“-Blinken, ebenfalls in rot. Beim folgenden Druck geht die ganze Geschichte von vorne los: Weiß – rot – Blinken rot – SOS rot. Langes Drücken des Heckschalters schaltet das Licht im Plastik-Etwas aus. Im Gegensatz zu den regulären Leuchtstufen wird hier nix memorisiert; die Lampe schaltet immer mit Weißlicht ein.
Die LEDs im Lampenkopf und in der Tailcap können unabhängig voneinander oder auch gemeinsam betrieben werden.


Mit dem Seitenschalter wird die Helligkeit geregelt.

 


Zusätzliche Funktionen bietet der Heckschalter. Beim Einschalten wird immer zuerst Weißlicht aktiviert.

 


Beim nächsten Druck folgt rotes Licht. Ebenfalls im Rotlicht-Millieu… … ähm… -Modus folgen Geblinke und SOS, bevor es zurück zum Weißlicht geht.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Zum Einsatz kamen zwei Olight-Akkus mit einer Kapazität von 3.500 mAh. Die Lampe wurde im Turbo-Modus eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 46200 Lux
nach 5 Minuten: 45000 Lux
nach 10 Minuten: 45700 Lux
nach 15 Minuten: 45900 Lux
nach 20 Minuten: 46300 Lux
nach 25 Minuten: 42900 Lux
nach 30 Minuten: 39600 Lux
nach 35 Minuten: 36300 Lux
nach 40 Minuten: 31900 Lux
nach 45 Minuten: 24800 Lux

Die Test-Akkus wurden entnommen und mit 3,25 bzw. 3,26 Volt Leerlaufspannung gemessen.

Das entsprechende Diagramm sieht so aus:

 

Ein weiterer Test erfolgte im High-Modus, ebenfalls mit Ventilatorkühlung.
Die ermittelten Werte:

Beim Einschalten: 15900 Lux
nach 10 Minuten: 15800 Lux
nach 20 Minuten: 15700 Lux
nach 30 Minuten: 15700 Lux
nach 40 Minuten: 15400 Lux
nach 50 Minuten: 15300 Lux
nach 60 Minuten: 15300 Lux
nach 70 Minuten: 15300 Lux
nach 80 Minuten: 15200 Lux
nach 90 Minuten: 15100 Lux
nach 100 Minuten: 15100 Lux
nach 110 Minuten: 15100 Lux
nach 120 Minuten: 15100 Lux

Stabil, stabil, und kaum Verluste.
An dieser Stelle habe ich den Test abgebrochen, da ich irgendwann im Bett gehen musste (sofern hier niemand den falschen Dativ bemerken sollte – schämt euch!).

Als seriöser Tester habe ich dazu selbstverständlich auch ein Diagramm erstellt.

 

Fazit:
Obwohl ich auf meiner fabulösen Seite schon über einen längeren Zeitraum keine Fenix-Lampe mehr getestet habe, (was zwangsläufig damit zusammenhängt, dass ich auf meiner fabulösen Seite, abgesehen von einer Ausnahme, schon über einen längeren Zeitraum überhaupt keine Lampe mehr getestet habe), bleibt es dabei, dass Fenix ganz vorne ist, wenn es um die Regelung geht.
Ein wenig runter, ein wenig rauf – unter „Laborbedingungen“ liefert die erste Messung konstante Werte. Mehr als 25 Minuten lang wird der Maximalwert fast gleichbleibend gehalten, bevor es langsam bergab geht.
Die zweite Messung unterstreicht sogar noch mehr, wie gut die Lampe geregelt ist. Über einen langen Zeitraum wird der maximale Wert fast gleichbleibend aufrecht erhalten, bevor es irgendwann leicht bergab geht.

 

Resümee:
Die TK47UE ist eine grundsolide verarbeitete Lampe mit einem nahezu stimmigen Bedienkonzept. Das Aktivieren und Durchschalten der Leuchtmodi ist intuitiv und auch für Anfänger gut nachvollziehbar. Lediglich der Strobe-Modus ist sehr unglücklich im UI untergebracht. Zwar ist Strobe direkt erreichbar, was meiner bescheidenen Meinung nach auch die einzige Berechtigung für einen solchen Modus ist. Allerdings ist Strobe dermaßen direkt erreichbar, dass es nervt, da dieser Modus auch aus Versehen schnell aktiviert werden kann. Davon abgesehen, ist die Lampe den Kaufpreis von fast 160 Euro absolut wert. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst, wo sie auch erhältlich ist.


Größenvergleich: Fenix TK47UE und Surefire 6P.

 


Größenvergleich: Fenix TK47UE und Klopapierrolle. Die Lampe wird nach diesem Test veräußert. Das Kackpapier bleibt in meinem Besitz, es sei denn, jemand zahlt mir einen entsprechenden Preis. Verhandlungsbasis sind 150 Euro.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Aufnahme bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot

 


Fenix TK47UE Eco

 


Fenix TK47UE dunkel

 


Fenix TK47UE mittel

 


Fenix TK47UE hell

 


Fenix TK47UE Turbo

 

nach oben



Keine Kommentare

Noch keine Kommentare.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Diese Kommentarfunktion ist zurzeit nicht zugelassen.

Powered by WordPress MU.