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1. April 2020

Fenix FD30

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Mit der FD30 hat Fenix eine handliche und fokussierbare Lampe abgeliefert.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einer Pappverpackung finden sich die Lampe mit bereits vormontiertem Trageclip, ein Ersatz-O-Ring, ein Ersatz-Tailcap-Gummi, ein Holster, ein Lanyard, eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, eine Garantiekarte und ein Werbeblättchen.


Verpackung und Inhalt.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 142 mm
Gewicht: 97 g
Gewicht mit Akku: 145 g
LED: Cree XP-L HI
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nur mit Clip.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1x 18650 LiIon; 2x CR123A


Der Dreiviertel-Clip ist werksseitig bereits vormontiert und sitzt bombenfest. Als wenig Clip-affiner Lampenfreund würde ich das Ding dennoch abmontieren. Allerdings verliert die Lampe in diesem Fall ihren Rollschutz.

 


Materialstärke des Batterierohrs.

 


Das Gewinde zur Tailcap ist gut gefettet und läuft spielfrei und weich.

 


Blick in die Tailcap. Der Minuspol ist gefedert.

 


Die Tailcap bietet die Möglichkeit, das mitgelieferte Lanyard zu befestigen.

 


Das Leuchtmittel ist eine Cree XP-L HI, die hinter einer speziellen Optik verbaut wurde.

 

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Heckschalter, der als Forward-Clicky ausgelegt ist, also direkt beim Eindrücken schaltet. Kurzes Antippen gibt Momentlicht in der jeweils gewählten Leuchtstufe, Durchdrücken Dauerlicht.

Die FD30 verfügt über fünf Leuchtstufen, die durch einen kurzen Druck auf den Seitenschalter ausgewählt werden. Angegeben sind sie von Fenix mit Eco (8 Lumen für 170 Stunden), Low (50 Lumen für 40 Stunden und 30 Minuten), Medium (150 Lumen für 11 Stunden), High (350 Lumen für 4 Stunden und 30 Minuten) und Turbo (900 Lumen für 2 Stunden), wobei in der Bedienungsanleitung ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass der Wert im Turbo lediglich theoretischer Natur ist, da die Lampe über eine Temperatursteuerung verfügt und dementsprechend beim Erreichen einer bestimmten Temperatur, die von Fenix mit 65 Grad Celsius angegeben wird, herunterregelt. Die Lampe verfügt über Memory und schaltet immer in der Stufe ein, in der sie zuvor ausgeschaltet wurde.

Stroben kann die Lampe auch. In diesen Modus gelangt man, wenn man den Seitenschalter gedrückt hält. Ein kurzer Druck auf den Seitenschalter führt in die zuvor angewählte Helligkeitsstufe zurück. Meiner Meinung nach hätte sich Fenix den Strobe-Modus auch klemmen können, da er nur bei eingeschalteter Lampe aktiviert werden kann. Wenn die Lampe ausgeschaltet ist, kann man nicht direkt auf Strobe zugreifen, da die Lampe zuerst immer mit dem Heckschalter eingeschaltet werden muss.


Der Saftgeber sitzt hinten. Der Clicky ragt dabei ein wenig über den Rest der Lampe heraus. Der Tailstand („Kerzenfunktion“) ist daher nicht möglich.

 


Die Leuchtmodi und das Geblinke werden mit dem Seitenschalter aktiviert.

 

Die FD30 besitzt ein weiteres Fietscha, oder wie die englischsprachigen Völker schreiben würden „feature“: Sie ist fokussierbar. Die Fokussierung erfolgt mittels eines Drehrings, der oberhalb des Seitenschalters sitzt. Unabhängig davon, in welche Richtung man den Ring dreht, wird der Abstand der Linse zur LED stufenlos verändert. Je näher die Linse der LED ist, desto gleichmäßiger ist die Ausleuchtung. Die Unterschiede in den beiden Extremstellungen sind deutlich merkbar, allerdings nicht so extrem wie beispielweise bei den Lampen des Herstellers Zweibrüder (LED Lenser).
Grundsätzlich ist die Fokussierung mit einer Hand möglich. Der Ring ist allerdings relativ recht stramm zu drehen, mit zwei Händen ist es deutlich einfacher.


Diesen Ring, den ich durch einen dezenten weißen Pfeil markiert habe, muss man drehen, um in den Genuss der Fokussierung zu kommen.

 


Und es wird noch dezenter. Dass sich der Abstand der Linse zur LED durchs Drehen des zum Drehen bestimmten Drehrings verändert, habe ich durch den dezentesten Pfeil markiert, den ich je auf dieser fabulösen Seite in ein Bild eingefügt habe.

 

Laufzeitmessung:
In der Hoffnung, den Ring auf die absolut verbindliche, maximal mögliche Fokussierung, die wissenschaftlich nachweisbar ist, gedreht zu haben, erfolgte ein Laufzeittest im Turbo-Modus. Zum Glück ist die absolut verbindliche, maximal mögliche Fokussierung, die wissenschaftlich nachweisbar ist, für diese Messung absolut unerheblich, da es hier nur darum geht, wie gut und wie lange die Lampe geregelt läuft.

Da mich als knallharter Brutaltester temperaturgesteuerte Lampen nicht wirklich aufgeilen, wurde zur Kühlung ein Ventilator eingesetzt, um optimale Bedingungen für den Treiber zu simulieren. Von der herstellerseitig angegebenen Laufzeit müssen wir damit zwar deutlich Abstand nehmen, aber zumindest kann die Lampe auf diesem Weg zeigen, was wirklich in ihr steckt.

Der Laufzeittest:
Beim Einschalten: 11400 Lux
nach 5 Minuten: 11400 Lux
nach 10 Minuten: 11300 Lux
nach 15 Minuten: 10800 Lux
nach 20 Minuten: 10300 Lux
nach 25 Minuten: 9800 Lux
nach 30 Minuten: 9300 Lux
nach 35 Minuten: 8700 Lux
nach 40 Minuten: 8300 Lux
nach 45 Minuten: 7900 Lux
nach 50 Minuten: 7600 Lux
nach 55 Minuten: 7300 Lux
nach 60 Minuten: 7000 Lux

Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,46 Volt gemessen. Eigentlich bereits leer – aber erfahrungsgemäß werden Lampen bei einer solchen Spannung noch eine ganze Weile zuverlässig bedient. Allerdings gilt dann: Bitte nur geschützte Akkus verwenden. So weit treiben, bis das Testmodell entweder durch die Schutzschaltung des Akkus oder durch eine interne Schutzschaltung der Lampe ausgeht, wollte ich es dann doch nicht. Und bei ungeschützten Akkus könnte Lampi laufen, laufen und laufen, und zwar so lange, bis der Stromversorger komplett am Ende und hinüber ist.

Die Werte fallen zwar unter Maximalbelastung, sind aufgrund selbiger aber gar nicht so verkehrt. Die Regelung würde ich angesichts der unlamplichen – ein Pendant zum Begriff „unmenschlichen“ – Testbedingungen als „durchaus überzeugend“ einstufen.

Im Diagramm sieht die Lampenquälerei so aus:

 

Beam:
Je nachdem, wie die Lampe fokussiert wird, ergibt sich ein Lichtbild, das zwischen gleichmäßiger Ausleuchtung und einer gleichmäßigen Ausleuchtung mit einem zusätzlichen Plus an Reichweite liegt.


Fenix FD30 maximal defokussiert.

 


Fenix FD30 maximal fokussiert.

 

Resümee:
Auch, wenn ich nicht der größte Freund von fokussierbaren Lampen bin: Die Fenix FD30 macht ihren Job ziemlich gut. Bei maximal fokussierter Lampe sind im Lichtbild kaum störende Ringe sichtbar, und die Reichweite wird merklich erhöht. Die Verarbeitung der Lampe ist „Fenix-like“ – hochwertig und ohne Makel. Der Preis von aktuell 74,90 Euro (Stand: März 2020) ist fair. Zur Verfügung gestellt wurde das Lampi netterweise vom Taschenlampen-Papst.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot

 

Im Eco-Modus waren bei dieser Kameraeinstellung keinerlei Unterschiede zum Kontroll-Shot feststellbar – alles blieb dunkel. Das ist aber auch gut so, denn schließlich unterstreicht das, wie „Eco“ der Eco-Modus ist. Acht Lumen sind bei einem solchen Lämpchen schon eine feine Sache. Denn so kann man auch dort leuchten, wo man im Dunkeln kein Aufsehen erregen möchte. Die entsprechenden Beamshots habe ich mir geklemmt, denn zwei zusätzliche Bilder, auf denen man nur sieht, dass man nichts sieht, machen schließlich herzlich wenig Sinn.

 


Fenix FD30 Low, maximal defokussiert

 


Fenix FD30 Low, maximal fokussiert

 


Fenix FD30 Mid, maximal defokussiert

 


Fenix FD30 Mid, maximal fokussiert

 


Fenix FD30 High, maximal defokussiert

 


Fenix FD30 High, maximal fokussiert

 


Fenix FD30 Turbo, maximal defokussiert

 


Fenix FD30 Turbo, maximal fokussiert

 

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