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9. April 2020

Fenix UC52

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Die UC52 von Fenix ist eine idiotensichere Lampe, die alles anzeigt, was sie gerade macht.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton sind die Lampe mit fest verbautem Akkupack, ein USB-Ladekabel, ein Holster, ein Lanyard, eine mehrsprachige Bedienungsanleitung, eine Garantiekarte und ein Werbeblättchen enthalten.


Verpackung und Lieferumfang der Fenix UC52.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 153 mm
Reflektoröffnung: 33,5 mm
Durchmesser Kopf: 42 mm
Durchmesser Tail: 42,5 mm
Gewicht: 274 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja, allerdings sehr wackelig und nur auf ebenen Flächen.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze am Lampenende.
wasserdicht: laut Hersteller gemäß IP68.
Stromversorgung: internes 18650-LiIon-Akkupack.


Zwei Schlitze am Lampenende dienen zur Lanyardbefestigung.

 


Lampe im Holster.

 

Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree XHP70-LED, die ihr Licht mittels eines OP-Reflektors verteilt.


Die Leuchteinheit.

 

Bedienung:
Sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr sehr, sehr simpel. Die Lampe verfügt über zwei Schalter. Mit dem unteren Schalter werden die Leuchtstufen angewählt, mit dem oberen Strobe und SOS.


Der untere Schalter ist für die Leuchtstufen zuständig, der obere für Strobe und SOS. Während des Betriebs kann durch kurzes Drücken des jeweiligen Schalters zwischen Leuchten und Geblinke gewechselt werden.

 

Kommen wir zunächst zum unteren Schalter für die Leuchtstufen. Diese sind vom Hersteller mit folgenden Werten angegeben:

Eco – 15 Lumen – 82 Stunden und 30 Minuten
Low – 100 Lumen – 27 Stunden und 30 Minuten
Mid – 350 Lumen – 8 Stunden und 15 Minuten
High – 1000 Lumen – 2 Stunden und 45 Minuten
Turbo – 3100 Lumen – 42 Minuten

Gedrückthalten des Schalters schaltet die Lampe in der zuletzt gespeicherten Leuchtstufe ein (Memory) und auch wieder aus. Durch einen kurzen Druck gelangt man in die nächste Stufe.

Ein interessantes und nützliches Detail ist ein Display unterhalb des Lampenkopfs, in dem sowohl die aktuell aktivierte Leuchtstufe als auch die Restlaufzeit in dieser Stufe anzeigt werden.


Im Display werden die aktivierte Leuchtstufe und die verbleibende Restlaufzeit in dieser Stufe angezeigt.

 

Hält man den oberen Schalter gedrückt, landet man zunächst in Strobe mit wechselnder Frequenz. Ein kurzer Druck, und die Lampe morst „SOS“. Beim nächsten Druck landet man wieder im Strobe, und so weiter. Bei einem langen Druck auf den oberen Schalter schaltet die Lampe aus.

Die Idee, die Leucht- und Blinkmodi durch zwei Schalter zu aktivieren, finde ich ziemlich gelungen. Denn so kann man nicht durcheinanderkommen und das Geblinke aktivieren, ohne es zu wollen, wie es leider bei vielen aktuellen Lampen der Fall ist.

Darüberhinaus verfügt der obere Schalter noch über eine weitere Funktion: Wenn man ihn bei ausgeschalteter Lampe kurz drückt, wird im Display die verbleibende Leistung des Akkupacks in Prozent angezeigt. Was genau hier gemessen wird, weiß ich nicht. In der deutschen Übersetzung ist von einer „Kapazitätsanzeige“ die Rede, in der englischen von einem „Battery level indicator“. Ich gehe aber davon aus, dass nicht die Kapazität gemessen wird, sondern die Spannung und auch nur die Leerlaufspannung und keine Spannung unter Last. Warum ich davon ausgehe? Ganz einfach: Alles andere wäre mit zusätzlichen Kosten verbunden, die an den Endverbraucher weitergegeben werden müssten. Und warum sollte man das machen, wenn es 99 Komma irgendwas aller Endverbraucher ohnehin nicht interessiert?

Ausgelockt werden kann die Lampe ebenfalls. Dazu muss man beide Schalter gleichzeitig gedrückt halten. Die Lampe signalisiert das durch zweimaliges Blinken. Das Entsperren funktioniert auf dieselbe Weise. Nach dem Entsperren schaltet die Lampe in der zuletzt gewählten Leuchtstufe ein.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein LiIon-Pack mit einer Nennspannung von 7,2 Volt und einer angegebenen Kapazität von 3500 mAh liefert die nötige Leistung. Auf der Unterseite der Lampe sitzt eine Buchse mit Mini-USB-Anschluss, über die der Akku geladen wird.


Die Ladebuchse ist mit einer Abdeckung versehen, die die Lampe wasserdicht halten soll. Den Waschbeckentest habe ich mir trotzdem verkniffen, weil ich diesen Dingern nicht über den Weg traue. Einmal herausgepuhlt und nicht wieder richtig reingefriemelt – schon ist die Lampenelektronik hinüber. Generell ist Fenix erfahrungsgemäß diesbezüglich allerdings schon zu trauen, sofern man ein perfekter Friemler ist.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Der erste Test wurde im Turbo-Modus durchgeführt. Während der Messung wurde die Lampe durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 19500 Lux
nach 5 Minuten: 19000 Lux
nach 10 Minuten: 19000 Lux
nach 15 Minuten: 19000 Lux
nach 20 Minuten: 19000 Lux
nach 25 Minuten: 19000 Lux
nach 30 Minuten: 19000 Lux
nach 35 Minuten: 17600 Lux
nach 40 Minuten: 6500 Lux
nach 42 Minuten: 6500 Lux

Nach etwas mehr als 37 Minuten schaltete die Lampe auf 6500 Lux (High-Modus) herunter und ließ sich nicht mehr hochschalten. Die Restlaufzeit im Display wurde nun mit 42 Minuten in Stufe 4 (High) angezeigt.
Da das Akkupack nicht entnommen werden kann, musste ein kurzer Druck auf den oberen Schalter als einzige Referenz zur Bestimmung der verbleibenden Akkuleistung herhalten. Sie betrug nach 42 Minuten noch 25 Prozent.

Im Diagramm sieht das dann so aus:

Ein weiterer Test erfolgte im High-Modus, ebenfalls bei Ventilatorkühlung der Lampe.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 6500 Lux
nach 15 Minuten: 6500 Lux
nach 30 Minuten: 6500 Lux
nach 45 Minuten: 6500 Lux
nach 60 Minuten: 6500 Lux
nach 75 Minuten: 6500 Lux
nach 90 Minuten: 6500 Lux
nach 105 Minuten: 6500 Lux
nach 120 Minuten: 6500 Lux
nach 135 Minuten: 6500 Lux
nach 150 Minuten: 6500 Lux
nach 155 Minuten: 2200 Lux

Nach 155 Minuten schaltete die Lampe auf 2.200 Lux (Mid) zurück. Die verbleibende Laufzeit wurde mit 1:39 Stunden angezeigt bei noch 20 Prozent Saft im Akku. Auch hier war ein Hochschalten der Lampe nicht mehr möglich.

Auch hier darf natürlich das entsprechende Diagramm nicht fehlen:

 

Fazit:
Die Lampe ist konstant und gut geregelt. Im Turbo sinkt der Peak-Wert beim Einschalten innerhalb der ersten Minute minimal ab. Anschließend läuft die Lampe fast die angegebenen 42 Minuten im Turbo-Modus mit gleichbleibender Helligkeit. Wenn das Akkupack nach mehreren Ladevorgängen seine maximale Kapazität erreicht hat, dürfte man sogar noch näher an die 42 Minuten herankommen.
Auch im High-Modus ist der Wert über einen langen Zeitraum absolut konstant, bis es in die nächst niedrigere Leuchtstufe geht.

 

Beam:
Auf sehr kurze Entfernungen setzt sich der Hotspot deutlich vom Sidespill ab. Aber schon auf Distanzen von wenigen Metern ergibt sich ein ausgewogenes Lichtbild.


Scheiben-Schuss der UC52.

 

Resümee:
Die UC52 von Fenix finde ich rundum gelungen. Die Bedienung ist intuitiv, die Blinkmodi können durch das Zwei-Schalter-Prinzip nicht aus Versehen aktiviert werden, und dem Benutzer wird jederzeit im Display mitgeteilt, wie es um den Akku bestellt ist.
Der Preis von 149,90 Euro (Stand: April 2020) mag auf den ersten Blick zwar recht hoch erscheinen, geht aber aufgrund dessen, was die Lampe alles kann und zudem als Komplettpaket daherkommt, bei dem nichts dazugekauft werden muss, absolut in Ordnung. Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell vom Taschenlampen-Papst, wo die UC52 auch geordert werden kann.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Bei Abendlicht.

 


Kontroll-Shot im Dunkeln.

 


Fenix UC52 Eco

 


Fenix UC52 Low

 


Fenix UC52 Mid

 


Fenix UC52 High

 


Fenix UC52 Turbo

 

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