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13. April 2020

Fenix TK75 2018 Edition

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Die 2018-Edition der TK75 von Fenix macht für eine Serienlampe ihrer Größe reichlich Meter.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp-Umverpackung findet sich ein Kunststoffkoffer mit Tragegriff. Darin wiederum finden sich die TK75, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ladekabel, ein Tragegurt, ein Lanyard, eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, eine Garantiekarte sowie ein kleines Werbeblättchen.


Die Umverpackung.

 


In einem Kunststoffkoffer sind Lampe und Zubehör untergebracht.

 


Und das ist alles drin im Koffer.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 189 mm
Reflektoröffnung: 77,5 mm
Durchmesser Kopf: 86 mm
Durchmesser Tail: 55 mm
Gewicht: 635 g
Gewicht mit Akkus: 833 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 4 x 18650 LiIon.


Das Batterierohr ist zwar relativ dünn, aber mehr als ausreichend stabil.

 


Das Gewinde zur Tailcap ist werkksetig bereits gefettet und läuft sehr geschmeidig.

 

Lampe mit Tragegurt. An der Tailcap kann alternativ auch das Lanyard befestigt werden.

 


Es besteht auch die Möglichkeit, die Lampe auf einem Stativ zu befestigen.

 

Leuchteinheit:
Verbaut wurden vier XHP35-HI-LEDs des amerikanischen Herstellers Cree, die in vier kleinen Reflektoren sitzen. Davor befindet sich eine ultraklare gehärtete Linse aus Glas.


Die Leuchteinheit der TK75 in der 2018-Edition.

 

Bedienung:
Die Lampe ist mit zwei Schaltern ausgestattet, wobei mit dem rechten die insgesamt sechs Leuchtstufen aktiviert werden und mit dem linken Strobe und SOS. Die Leuchtstufen werden vom Hersteller mit folgenden Werten angegeben:

Eco – 50 Lumen – 95 Stunden
Low – 150 Lumen – 46 Stunden
Mid – 450 Lumen – 17 Stunden und 45 Minuten
High 1 – 1000 Lumen – 6 Stunden
High 2 – 2000 Lumen – 3 Stunden
Turbo – 5100 Lumen – 2 Stunden und 15 Minuten

Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe, indem man den rechten Schalter gedrückt hält. Durch kurzes Drücken schaltet die Lampe von dunkel nach hell durch die Leuchtstufen. Nach Turbo geht es wieder mit der dunkelsten Stufe los. Die Lampe verfügt über Memory und schaltet beim Einschalten in der Stufe ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde. Bei eingeschalteter Lampe kann man durch einen kurzen Druck auf den linken Schalter in den Strobe-Modus wechseln und durch einen kurzen Druck auf den rechten Schalter wieder zurück.
Hält man bei ausgeschalteter Lampe den linken Schalter gedrückt, strobt die TK75 mit wechselnder Frequenz. Durch kurzes Drücken des Schalters wechselt man zwischen Strobe und SOS hin und her, langes Drücken schaltet die Lampe aus.


Bedient wird die TK75 mit zwei Schaltern.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Vier 18650-Akkus sorgen für den nötigen Dampf. Eingesetzt werden die Akkus in ein Magazin, das mit einer Mini-USB-Buchse ausgestattet ist, über die die Akkus per Powerbank, Computer, Laptop, Notebook, Facebook oder sonstwas geladen werden können.


Im Batteriemagazin befindet sich eine Ladebuchse.

 

Beim Test wurde die Lampe im Turbo-Modus betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 187000 Lux
nach 15 Minuten: 87900 Lux
nach 30 Minuten: 87300 Lux
nach 45 Minuten: 87100 Lux
nach 60 Minuten: 86700 Lux
nach 75 Minuten: 86500 Lux
nach 90 Minuten: 86300 Lux
nach 97 Minuten: 74500
nach 100 Minuten: 38200 Lux
nach 105 Minuten: 17400 Lux

In den ersten Minuten nach dem Einschalten blieb die maximale Leistung nahezu konstant. Nach 4:40 Minuten schaltete die Lampe in den High-2-Modus herunter. Anschließend wurde sie kontinuierlich marginal dunkler, was allerdings nur mit dem Luxmeter messbar und fürs menschliche Auge nicht sichtbar ist.
Nach etwas mehr als 97 Minuten regelte die Lampe herunter und war nach 105 Minuten bei 17400 Lux angekommen. Testabbruch. Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen von 3,13 und 3,14 Volt gemessen.

Das entsprechende Diagramm:

Edit 13. April, 18:27 Uhr: Wenn ich mir selbst in den Hintern beißen könnte, würde ich das jetzt tun. Erst im Nachhinein fällt mir auf, dass ich die Lampe gewohnheitsmäßig auf einen Meter gemessen habe. Das verfälscht zwar nicht die Kurve des Diagramms, der tatsächliche Wert dürfte allerdings noch um einiges höher liegen, vermutlich jenseits der 200.000-Lux-Marke. Da die Lampe allerdings schon versandbereit verpackt ist, messe ich nicht nochmal auf größere Distanz. Sorry!

Fazit:
Die 2018-Edition der TK75 ist astrein geregelt. Unter optimalen Bedingungen traue ich der Lampe sogar zu, im Turbo-Modus mit konstanter Helligkeit ohne nennenswerte Einbußen durchzulaufen. Optimale Bedingungen bedeuten allerdings eine ständige Kühlung durch Eiswürfel oder den ausschließlichen Einsatz in der Antarktis.
Tests mit Eiswürfelkühlung habe ich in der Vergangenheit zwar bereits durchgeführt, aber ich hatte diesmal keinen Bock, mir wieder das Wohnzimmer einzusauen – schließlich sieht es hier schon schlimm genug aus – und in die Antarktis wollte ich nicht wirklich.
So muss der Test mit Ventilatorkühlung ausreichen, um ein verlässliches Ergebnis bezüglich der Regelung zu liefern. Was unter Optimalbedingungen tatsächlich möglich wäre, bleibt daher außen vor.

 

Beam:
Der Hotspot setzt sich auf kurze Distanzen deutlich vom Sidespill ab. Im Lichtbild sind deutlich vier „Ohren“ zu sehen, die sich auf die Distanz allerdings zunehmend verlieren. Die Reichweite ist vom Hersteller im Turbo-Modus mit 850 Metern angegeben, was keinesfalls übertrieben ist. Nach Umrechnung des Luxwertes bei meiner Messung kam ich auf 864 Meter, und da ich auf zu kurze Distanz gemessen habe, sind es sogar noch einige Meter mehr.


Scheiben-Schuss der TK35.

 

Resümee:
Schönes Ding, dat. Die TK75 in der 2018-Ausführung macht reichlich Meter, ist dabei allerdings kein reinrassiger Thrower. Für die Ausleuchtung des unmittelbaren Nahbereichs ist die Lampe dennoch weniger geeignet, da der Hotspot doch sehr dominant ist. Die Bedienung ist simpel, die Verarbeitung hochwertig, wie man es von Fenix gewohnt ist. Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise von Taschenlampen-Papst. Dort ist die Lampe zum Preis von 219,90 Euro (Stand: April 2020) auch erhältlich.


Größenvergleich. Von links: Fenix TK75, Fenix TK70, Spark SP6, Surefire 6P.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Aufnahme bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot im Dunkeln

 


Eco

 


Low

 


Mid

 


High 1

 


High 2

 


Turbo

 

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