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7. August 2020

Olight R50 Pro Seeker

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It’s tooltime, baby!

 

Der Heimwerkerkönig war da und hat seine Werkzeugkiste mitgebracht. Doch es stellt sich die entscheidende Frage:
Was ist in der Kiste? What’s in the box? Contenu de la boîte? Wat zit er in de doos? Kutuda neler var? ماذا يوجد في الصندوق Conteúdo da caixa? Что в коробке Τι υπάρχει στο κουτί Que hay en la caja? 盒子裡有什麼 Cosa c’è nella scatola? Какво има в кутията Mitä laatikossa on? Vad är i rutan? Шта има у кутији Što je u kutiji? 상자 내용물 Hva er i boksen? Mi van a dobozban? Quid de arca archa? 箱の中身 Що в коробці Co jest w pudełku?


Es ist die Olight R50 Pro Seeker, die gerne auf Herz und Nieren gestestet werden möchte.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton sind die Lampe, ein Akku zum Betrieb (bereits eingelegt), ein USB-Ladekabel, ein Netzadapter, ein Holster, eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen und ein Olight-Werbeblättchen enthalten.


Die Verpackung der Lampe.

 


Nach dem Öffnen präsentiert sich ein aufgeräumtes Bild.

 


Und das ist alles drin im Karton.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 128,5 mm
Reflektoröffnung: 35 mm
Durchmesser Kopf: 42 mm
Durchmesser Tail: 33 mm
Gewicht: 165 g
Gewicht mit Akku: 264 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: nein.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1 x 26650 LiIon.


Die Unterseite der Lampe.

 


Materialstärke des Batterierohrs.

 


Das Gewinde wurde werksseitig ausreichend gefettet und läuft butterweich.

 


Im Lampenfuß befindet sich ein starker Magnet, mit dem die Lampe an metallischen Gegenständen befestigt werden kann, zum Beispiel, um beim Arbeiten die Hände frei oder einen Ständer in der Kiste zu haben.

 


Lampe im Holster.

 

Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine kaltweiße XHP70-LED von Cree, die ihr Licht mittels eines OP-Reflektors verteilt. Davor sitzt eine gehärtete, ultraklare Glaslinse.


Die Leuchteinheit.

 

Bedienung:
Die gesamte Bedienung erfolgt über einen Schalter (Taster), der unterhalb des Lampenkopfs angebracht ist. Durch einen kurzen Druck schaltet die Lampe ein. Sie verfügt über vier Leuchtstufen, die von Olight mit folgenden Werten angegeben sind:

Low – 60 Lumen – 50 Stunden
Medium – 400 Lumen – 7,5 Stunden
High – 1500/1000 Lumen – 10 Minuten + 160 Minuten
Turbo – 3200/1000 Lumen – 1,5 Minuten + 105 Minuten

Im Klartext bedeutet das: Laut Bedienungsanleitung hält die Lampe die Leistung in den beiden niedrigen Stufen konstant über den angegebenen Laufzeitraum. Im Turbo schaltet sie nach anderthalb Minuten zurück, und im High-Modus schaltet sie nach zehn Minuten zurück. Dazu, wie sich die Lampe tatsächlich verhält, komme ich später im Laufzeittest.

Nach dem Einschalten wechselt die Lampe durch Gedrückthalten des Schalters zwischen den Stufen Low, Medium und High. Nach High folgt wieder Low. Die R50 Pro Seeker ist mit Memory ausgestattet und schaltet immer in der Leuchtstufe ein, in der sie zuvor ausgeschaltet wurde. Wenn man den Schalter bei ausgeschalteter Lampe etwa eine halbe Sekunde lang drückt, startet sie immer in der dunkelsten Stufe.
Ein Doppelklick – unabhängig davon, ob die Lampe ein- oder ausgeschaltet ist, aktiviert den Turbo-Modus. Hält man den Schalter im Turbo gedrückt, gelangt man wieder in die zuvor aktivierte Leuchtstufe. Ein kurzer Druck in einer der regulären Leuchtstufen oder im Turbo schaltet die Lampe aus.
Über Strobe verfügt die Lampe ebenfalls. In diesen Modus gelangt man durch einen schnellen Dreifachklick, unabhängig davon, ob die Lampe ein- oder ausgeschaltet ist.
Gegen unbeabsichtigtes Einschalten kann die R50 Pro Seeker durch langes Gedrückthalten des Schalters bei ausgeschalteter Lampe gesperrt werden; das Entsperren funktioniert auf die selbe Weise.


Einziges Bedienelement ist ein Schalter unterhalb des Lampenkopfs.

 

Stromversorgung:
Dafür, dass die Lampe leuchtet, sorgt der mitgelieferte 26650-Akku mit einer Kapazität von 4500 mAh.


Der Akku.

 


Wie man sieht, handelt es sich um einen Spezialakku, bei dem die Ladekontakte nicht unten und oben sitzen, sondern unten. Minus ist in der Mitte.

 


Dementsprechend sieht die Tailcap von innen aus.

 


Und so von außen.

 


Geladen werden kann der Akku mit dem mitgelieferten Kabel über einen USB-Anschluss. Während des Ladevorgangs leuchtet die LED am Ende des Kabels rot, bei komplett geladenem Akku grün. Hier leuchtet sie gar nicht, da es sich um eine Werkzeugkiste ohne USB-Anschluss handelt.

 


Ein Steckdosenadapter ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten.

 

Laufzeittest:
Beim ersten Test wurde die Lampe im Turbo-Modus betrieben und während des Tests kontinuierlich durch einen Venitilator gekühlt.

Nach etwas mehr als 53 Minuten schaltete die Lampe ab. Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,14 Volt gemessen.

Ohne Kühlung beginnt die Lampe nach etwas mehr als 2 Minuten auf 8300 Lux herunterzuregeln (den Wert im High-Modus), der nach 3 Minuten und 20 Sekunden erreicht ist.

Ein weiterer Test erfolgte im High-Modus, diesmal bei Raumtemperatur.

Sehr schön zu sehen ist, dass die Lampe zunächst herunter- und später wieder heraufregelt, was auf eine temperaturgesteuerte Regelung schließen lässt. Nach 52 Minuten wurde ein Wert erreicht, den die Lampe ohne jegliche Kühlung über einen langen Zeitraum fast kontinuierlich hält. Nach zwei Stunden habe ich den Test beendet. Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,38 Volt gemessen.

 

Fazit:
Die R50 Pro Seeker ist ein kleiner Rebell und hält sich nicht zwangsläufig an die Werte, die Olight angibt.
Unter optimalen Bedingungen ist die Lampe astrein geregelt. Sie regelt zwar herunter, aber dieses Herunterregeln ist absolut sinnvoll, ansonsten würde die LED irgendwann den Hitzetod sterben.
Das erste Diagramm zeigt, dass die Lampe unter guten (Kühl)-Bedingungen auf die herstellerseitig angegebenen Werte und Laufzeiten pfeift und einfach die ganze Zeit mit maximal möglicher Leistung leuchtet, was das Zeug hält. Die von Olight angegebenen Laufzeiten gehen dadurch natürlich komplett in den Keller, aber der Test zeigt, dass die Lampe grundsätzlich sogar mehr kann als vom Hersteller versprochen.
Auch beim Test im High-Modus, bei dem die Lampe nicht gekühlt wurde, regelt sie nur immer soweit herunter wie temperaturbedingt nötig. Fein gemacht, Lampi!

 

Beam:
Das Lichtbild ist recht ausgewogen und bietet einen gelungenen Mix zwischen Nahbereichsausleuchtung und Reichweite, was die R50 Pro Seeker zu einer sehr universell einsetzbaren Lampe macht. Die Leuchtweite ist mit 250 Metern angegeben, was sicherlich nicht gestrunzt ist. Nach der Umrechnung des höchsten gemessenen Luxwerts im Turbo kam ich sogar auf 264 Meter.


Scheiben-Schuss der R50 Pro Seeker.

 

Resümee:
Die Verarbeitung ist „Olight-like“ – sehr gut und hochwertig. Hier gibt es absolut nichts zu meckern. An die Bedienung kann man sich schnell gewöhnen, sofern man sie nicht schon von anderen Lampen dieses Herstellers kennt. Strobe kann bei sowohl bei aus- als auch bei eingeschalteter Lampe per Direktzugriff erreicht und nicht aus Versehen aktiviert werden, und die Regelung könnte kaum besser sein.
Meiner Meinung nach hat Olight bei der R50 Pro Seeker alles richtig gemacht. Der aktuelle VK liegt bei 159,95 Euro (Stand: August 2020). Das hört sich nach viel Geld an, geht aber aufgrund der Tatsache, das weder Akku noch Ladegerät zusätzlich erworben werden müssen, absolut in Ordnung. Erhältlich ist die Lampe unter anderem hier.


Olight-Größenvergleich: Von links: R50 Pro Seeker, SR Mini II, X7 Marauder.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Kurz vor Sonnenuntergang

 


Kontroll-Shot

 


R50 Pro Seeker Low

 


R50 Pro Seeker Medium

 


R50 Pro Seeker High

 


R50 Pro Seeker Turbo

 

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