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18. Mai 2020

Olight SR Mini Intimidator II

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Mit der SR Mini Intimidator II hat Olight eine handliche und helle Lampe abgeliefert.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Kunststoffkoffer sind neben der Lampe noch ein USB-Ladekabel, ein Holster, eine Bedienungsanleitung und eine kleine Werbebroschüre enthalten.


Ausgeliefert wird die Lampe in einem stabilen Plastikkoffer.

 


Der Inhalt des Koffers.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 132,5 mm
Gewicht: 287 g
Gewicht mit Akkus: 432 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 3x 18650 LiIon, 6x CR123A.


Materialstärke Batterierohr.

 


Das Tailcap-Gewinde ist werksseitig bereits ausreichend gefettet und läuft sehr geschmeidig.

 


Das Gegenstück: die Tailcap.

 


Die Möglichkeit zur Befestigung eines Lanyards (nicht im Lieferumfang enthalten) besteht am Heck der Lampe.

 


Am Heck der Lampe finden sich auch Bezeichnung und Seriennummer.

 


Lampe im Holster.

 

Leuchteinheit:
Drei Cree-XM-L2-LEDs verrichten ihren Dienst hinter speziellen TIR-Optiken.


Da kommt das Licht raus.

 

Bedienung:
Ein- und durchgeschaltet wird die Mini II mittels Seitenschalter. Ein langer Druck schaltet die Lampe ein, die danach rotierend folgende Leuchtstufen durchläuft:

Low – 120 Lumen – 36 Stunden
Mid – 600 Lumen – 8 Stunden
High – 1600 Lumen – 3 Stunden

Erneutes langes Drücken schaltet die Lampe wieder aus. Die Lampe merkt sich den zuletzt aktivierten Modus und schaltet in diesem wieder ein. Ein Doppelklick aktiviert den Turbo-Modus, der mit 3200 Lumen ohne Laufzeit angegeben ist. Eine Laufzeitangabe würde auch wenig Sinn machen, da dieser Modus, selbst mit den empfohlenenen hauseigenen Akkus, immer nur für wenige Sekunden nutzbar ist, wie im weiteren Verlauf dieses Reviews der Laufzeittest zeigen wird. Ein Dreifachklick, egal, ob bei aus- oder eingeschalteter Lampe, aktiviert den Strobe-Modus. Durch Gedrückthalten des Schalters im Strobe gelangt man in die dunkelste Leuchtstufe. Hält man den Schalter im Strobe lange gedrückt, schaltet die Lampe aus. Strobe wird zum Glück nicht gespeichert.
Die SR Mini verfügt zudem über einen Lockout-Modus gegen unbeabsichtigtes Einschalten. Dieser wird durch langes Gedrückthalten des Schalters erreicht. Das Entsperren erfolgt auf dieselbe Weise.


Die Lampe wird komplett über einen Seitenschalter bedient.

 

Stromversorgung:
Drei 18650-Akkus (nicht im Lieferumfang enthalten) sorgen für die nötige Power. Geladen werden können sie über einen USB-Port, der seitlich an der Lampe angebracht ist. Obwohl ich kein ausgewiesener Freund von Lampen bin, die über einen aufklapp- aufschieb- oder sonstwie zu erreichenden externen Ladeport verfügen, da damit immer eine grundsätzliche potenzielle Undichtichkeit der jeweiligen Lampe verbunden ist, finde ich es andererseits dennoch praktisch, die Lampe über Nacht einfach ans USB-Kabel meines Rechners hängen zu können, um am nächsten Tag wieder komplett vollgeladene Akkus zu haben.


Hinter diesem Schieber…

 


… findet sich die Ladebuchse.

 

Laufzeittest:
Die Lampe wurde im Turbo-Modus eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.
Bereits nach wenigen Sekunden schaltete die Lampe von 22500 Lux auf 16300 Lux herunter, einen Wert, der deutlich über dem von mir gemessenen Wert im High-Modus (9300 Lux) liegt. Im Zeitraum zwischen Minute 7 und 9 regelte die Lampe noch mal herunter. Dieser Wert wurde anschließend konstant gehalten.
Nach einer Stunde habe ich den Test beendet. Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen zwischen 3,67 und 3,68 Volt entnommen, was faktisch bedeutet, dass noch eine Menge Restlaufzeit drin ist. Auch nach 60 Minuten läuft die Lampe immer noch mit einer Leistung, die deutlich über dem High-Modus liegt. Unabhängig davon, ob und wann die Lampe irgendwann erneut herunterregelt, ist dies ein hervorragendes Ergebnis. Den Laufzeitangaben des Herstellers kann somit absolut Glauben geschenkt werden.

Im Diagramm sieht das so aus:

Fazit:
Grundsätzlich ist die SR Mini Intimidator II hervorragend geregelt. Einziger Schwachpunkt ist der Turbo-Modus, der immer nur für sehr kurze Zeit aktiviert werden kann. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass mit neuen Akkus, die gerade ihre maximale Kapazität erreicht hatten, auch etwas längere Laufzeiten drin waren, habe diese allerdings nie gemessen. Sobald die Akkus nicht mehr in absoluter Topform sind, ist die maximale Leistung nur noch für wenige Sekunden verfügbar.

 

Resümee:
Mit der SR Mini Intimidator II hat Olight eine schöne handliche Lampe mit reichlich Leistung abgeliefert. Die Verarbeitung ist klasse und lässt nicht zu wünschen übrig. Auch die Bedienung geht einfach von der Hand. Der Knackpunkt ist der Turbo-Modus, in dem die Lampe, auch mit hochstromfähigen Akkus, nur für wenige Sekunden läuft, sofern die Akkus nicht im absoluten Topzustand sind. Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 159,95 Euro (Stand: Mai 2020) im Olight-Store.


Größenvergleich. Von links: Olight SR Mini Intimidator II, Manker MK34, Olight X7 Marauder, Surefire 6P.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Tageslicht

 


Kontroll-Shot

 


Low

 


Mid

 


High

 


Turbo

 

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