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12. Mai 2020

Fenix FD65

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Gerade noch handlich, recht hell und fokussierbar – was taugt die FD65 von Fenix in der Praxis?

 

Verpackung/Lieferumfang:
Im Lieferumfang enthalten sind die Lampe, ein Ersatz-O-Ring, ein Holster, ein Lanyard, eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, eine Garantiekarte und ein Fenix-Werbeblättchen.


In dieser Verpackung macht sich die FD65 auf den Weg zum Kunden.

 


Das ist alles dabei.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge defokussiert: 153,5 mm
Länge fokussiert: 158,5 mm
Durchmesser Kopf: 62 mm
Durchmesser Tail: 52 mm
Gewicht: 432 g
Gewicht mit Akkus: 630 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: laut Hersteller gemäß IP68.
Stromversorgung: 4x 18650 LiIon.


So kennt man es von Fenix: Die Materialstärke des Batterierohrs ist zwar nicht gigantisch, aber absolut mehr als ausreichend.

 


Blick ins Batterierohr. Die Minus-Kontakte sind gefedert.

 


Das Gegenstück.

 


Möglichkeit zur Lanyardbefestigung an der Tailcap.

 


An der Unterseite findet sich ein Gewinde zur Befestigung der Lampe auf einem Stativ.

 


Lampe im Holster. Mein Ding ist dieses Ding mit dem umständlichen Gurt, der den Lampenkopf umschließt, nicht, denn die Entnahme der Lampe wird darurch ziemlich fummelig.

 

Leuchteinheit:
Drei XHP35-HI-LEDs von Cree sitzen in jeweils einer eigenen Optik aus Kunststoff. Eine zusätzliche Frontscheibe wurde nicht verbaut.


Drei XHP-35-HI-LEDs sorgen fürs Licht.

 


Die Linsen sind leicht nach außen gewölbt.

 

Bedienung:
Die FD65 verfügt über zwei Seitenschalter. Durch Gedrückthalten eines Schalters – welcher ist dabei egal – wird die Lampe ein- und ausgeschaltet.
Zur Verfügung stehen insgesamt 5 Helligkeitsstufen, die vom Hersteller mit folgenden Werten angegeben sind:

Eco – 50 Lumen – 86 Stunden
Low – 150 Lumen – 40:50 Stunden
Mid – 400 Lumen – 19:40 Stunden
High – 1200 Lumen – 5 Stunden
Turbo – 3800 Lumen – 3 Stunden

Der angegebene Wert im Turbo-Modus ist allerdings nur theoretischer Natur, da die Lampe herunterregelt, um die LEDs vor Überhitzung zu schützen.
Der linke Schalter dient dazu, die Lampe herunterzuschalten, der rechte dazu, sie hochzuschalten. Das ist einfach, idiotensicher und genial. Aber vor allem ist es selten. Ich kenne kaum eine Lampe, die auf diese Art bedient werden kann. Alles könnte so schön sein, hätte Fenix nicht irgendeiner Dumpfbacke die Programmierung überlassen. Im Gegensatz zu fast allen Fenix-Lampen, die ich bisher in den Händen hatte, verfügt ausgerechnet die FD65 nicht über Memory. Schaltet man die Lampe durch Gedrückthalten des linken Schalters ein, startet sie grundsätzlich immer im Low-Modus, schaltet man sie durch Gedrückthalten des rechten Schalters ein, startet sie grundsätzlich immer im High-Modus.

Warum, Dumpfbacke?

Das Prinzip, die Lampe mit zwei Schaltern zu bedienen, von denen einer runter- und einer hochschaltet, ist super, aber warum, bitteschön hat sie dann kein Memory und schaltet nicht wieder in der Stufe ein, in der sie ausgeschaltet wurde? Dafür wäre gerade ein solches Schaltkonzept absolut prädestiniert.
Geblinke gibt es auch. Wird der linke Schalter bei ein- oder ausgeschalteter Lampe lange gedrückt gehalten, morst die FD65. Wird der rechte Schalter bei ein- oder ausgeschalteter Lampe lange gedrückt gehalten, strobt sie mit wechselnder Frequenz.
Schließlich gibt es noch einen Lockout, der die Lampe gegen versehentliches Einschalten schützt. Erreicht wird dieser, indem man beide Schalter gleichzeitig gedrückt hält. Die Lampe quittiert den Lockout durch zweimaliges Blinken. Das Entsperren funktioniert ebenfalls durch gleichzeitiges Gedrückthalten beider Schalter.


Bedient wird die FD65 mit zwei Schaltern. Der linke Schalter schaltet die Leuchtstufen herunter, der rechte herauf.

 

Was es sonst noch gibt:
Die FD65 ist fokussierbar. Die Verstellung erfolgt über einen Drehring. In der Stellung ganz rechts ist die Lampe maximal defokussiert, in der Stellung ganz links maximal fokussiert. Der Drehring ist recht schwergängig. Das Fokussieren mit einer Hand ist zwar möglich, deutlich einfacher geht es aber, wenn man beide Hände benutzt.


Mit diesem Drehring wird der Fokus verstellt.

 


In der Anschlagsstellung ganz rechts ist die Lampe maximal defokussiert und liefert ein gleichmäßiges und ausgewogenes Lichtbild.

 


In der Stellung ganz links ist die Lampe maximal fokussiert und liefert ein deutlich konzentrierteres Lichtbild – zumindest theoretisch. Beim Testmodell lag der Punkt der maximalen Fokussierung kurz vor der Stellung ganz links.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Vier 18650-Akkus sorgen für die nötige Betriebspower. Beim Test kamen Olight-Akkus mit einer Kapazität von 3500 mAh zum Einsatz. Die Lampe wurde im Turbo-Modus eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.

Wie das Diagramm zeigt, fällt die maximale Leistung recht schnell ab. Nach fast acht Minuten folgte ein kompletter Stepdown. Die Leistung nach diesem Stepdown wird anschließend konstant gehalten. Nach 60 Minuten habe ich den Test beendet. Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen zwischen 3,80 und 3,81 Volt gemessen. Zu diesem Zeitpunkt ließ sich die Lampe immer noch in den Turbo-Modus hochschalten.

Fazit:
Wie von Fenix nicht anders gewohnt, funktioniert die Regelung prächtig. Zum Schutz vor einer Überhitzung der LED regelt die Lampe schnell herunter, wobei das Herunterregeln und der Stepdown vermutlich zeitgesteuert sind. Nach einer Stunde Dauerbetrieb waren die Akkus bei einer Restkapazität von etwa 40 Prozent angelangt, und die Lampe ließ sich immer noch in den Turbo-Modus mit exakt demselben Wert wie bei Testbeginn mit komplett geladenen Akkus schalten.

 

Beam:
Je nachdem, wie die Lampe fokussiert wird, ergibt sich ein homogenes und ausgewogenes oder ein konzentriertes und gerichtetes Lichtbild. Die Übergänge sind fließend, deutlich störende „Saturn-Ringe“, wie bei vielen fokussierbaren Lampen üblich, finden sich bei der FD65 nicht.


Scheiben-Schuss FD65 defokussiert.

 


Scheiben-Schuss FD65 fokussiert.

 

Resümee:
Mit der FD65 bekommt man eine noch handliche, fokussierbare Lampe, die durch ihre Leistung überzeugt. Das Lichtbild ist für eine Lampe mit verstellbarem Fokus jederzeit akzeptabel. Nicht akzeptabel ist für mich das UI. Hier wurde viel Potenzial verschenkt, da es keine Memory-Funktion gibt. Angesichts der Tatsache, dass bei der FD65 Akkus und Ladegerät dazugekauft werden müssen, sofern nicht bereits vorhanden, sind 169,90 Euro (Stand: Mai 2020) ein stolzer Preis.
Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst. Dort ist die Fenix FD65 auch erhältlich.


Größenvergleich. Von links: Fenix FD65, Olight X7 Marauder, Astrolux MF 01.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Aufnahme bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot im Dunkeln

 


Fenix FD65 Eco defokussiert

 


Fenix FD65 Eco fokussiert

 


Fenix FD65 low defokussiert

 


Fenix FD65 low fokussiert

 


Fenix FD65 mid defokussiert

 


Fenix FD65 mid fokussiert

 


Fenix FD65 high defokussiert

 


Fenix FD65 high fokussiert

 


Fenix FD65 Turbo defokussiert

 


Fenix FD65 Turbo fokussiert

 

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