Taschenlampen-Tests.de






         

10. Juni 2020

Brinyte PT18 Pro Oathkeeper

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 15:57


Mit der PT18 Pro Oathkeeper hat Brinyte jüngst den Nachfolger der PT18 Oathkeeper auf den Markt gebracht. Was kann das Ding?

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton sind die Lampe, ein Akku zum Betrieb, ein Griffring, ein Combat-Ring, ein Trageclip (alles bereits vormontiert), ein Holster, ein Lanyard, Ersatz-O-Ringe und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache enthalten.


Als Verpackung dient ein stabiler und schlichter Pappkarton.

 


Das ist alles im Karton.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 167 mm
Reflektoröffnung: 32 mm
Durchmesser Kopf: 41 mm
Durchmesser Tail: 28 mm
Gewicht: 178 g
Gewicht mit Akku: 226 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitz am Combat-Ring.
wasserdicht: gemäß IP68.
Stromversorgung: 1x 18650 LiIon, 2x CR123A.


So findet sich die Lampe im Karton. Werkssetig wurde der Griffring vormontiert.

 


Das „doppelte Batterierohr-Lottchen“ war bereits beim Vorgänger Standard.

 


Das Gewinde zur Tailcap.

 


Das Gegenstück.

 


Trageclip und Combat-Ring.

 


Im mitgelieferten Holster kann dort, wo der schlaue Pfeil hinzeigt, ein Ersatzakku mitgeführt werden.

 


Das Holster kann in verschiedenen Stellungen arretiert werden.

 


Lampe im Holster.

 


Im Notfall kann die Lampe sogar direkt aus dem Holster leuchten.

 

Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree-XHP35-LED in einem SMO-Reflektor. Davor sitzt eine gehärtete, ultraklare, anti-reflex-beschichtete Glaslinse.


Die Leuchteinheit.

 

Bedienung:
Zur Verfügung stehen vier Leuchtstufen, die von Brinyte mit folgenden Werten angegeben sind:

Low: 10 Lumen – 1870 Minuten
Mid: 60 Lumen – 930 Minuten
High: 450 Lumen – 150 Minuten
Turbo: 2000 Lumen – 1 Minute + 90 Minuten

Die Lampe setzt auf ein Zwei-, genaugenommen auf ein Dreischalterprinzip und kann auf zwei Arten bedient werden.

1. Heckschalter:
Mit dem runden Tailcap-Schalter wird die Lampe ein- und ausgeschaltet. Sie startet dabei grundsätzlich im Turbo-Modus. Mit dem flachen Schalter werden die Leuchtstufen rotierend von dunkel nach hell durchgeschaltet. Hält man den flachen Schalter bei ausgeschalteter Lampe gedrückt, strobt die Lampe für die Dauer des Gedrückthaltens mit wechselnder Frequenz.

2. Seitenschalter:
Ein kurzer Druck auf den seitlichen Schalter schaltet die Lampe ein. Durch jeden weiteren kurzen Druck geht es ebenfalls rotierend von dunkel nach hell durch die Leuchtstufen. Ein langer Druck bewirkt das Ausschalten.
Klickt man den Schalter bei eingeschalter Lampe schnell doppelt, strobt die Lampe. Auf einen weiteren Doppelklick folgt SOS. Durch einen einfachen Klick gelangt man in die zuvor aktivierte Leuchtstufe zurück. Das direkte Ausschalten aus den Blinkmodi ist nicht möglich.
Bei der Bedienung über den Seitenschalter verfügt die Lampe über Memory und schaltet in der Leuchtstufe ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde.

Gegen versehentliches Einschalten kann die Lampe durch leichtes Aufdrehen der Tailcap gesichert werden. Der Seitenschalter ist davon allerdings nicht betroffen. Ihn kann man außer Betrieb setzen, indem man ihn bei ausgeschalteter Lampe dreimal schnell klickt. Dann ist die Lampe ausgelockt, was durch zweimaliges Blinken quittiert wird. Wieder eingelockt wird die Lampe ebenfalls durch dreifaches schnelles Klicken.

Der Knackpunkt: Nach einer Minute lockt sich die Lampe selbst aus und kann nicht mehr über den seitlichen Schalter bedient werden. Das ist erst dann wieder möglich, nachdem die Lampe durch den schnellen Dreifachklick wieder eingelockt worden ist, was ich nicht gut gelöst finde. Denn ich hätte lieber selbst mehr Kontrolle über Memory, ohne die Lampe jedesmal, wenn sie länger als eine Minute ausgeschaltet war, neu einlocken zu müssen.

Es gibt zwar nach einer Minute des Nicht-Leuchtens eine alternative Variante, aber die ist auch nicht besser: Wenn man die Lampe mit dem runden Heckschalter einschaltet und zehn Sekunden wartet, funktioniert auch der Seitenschalter wieder. Der Nachteil liegt auf der Hand: Beim Einschalten landet man immer im Turbo-Modus, bevor der Seitenschalter wieder arbeitet.


Die Lampe kann wahlweise von hinten…

 


… oder über einen Seitenschalter bedient werden.

 

Stromversorgung:
Betrieben werden kann die Lampe wahlweise mit einem 18650-Akku oder zwei CR123A-Primärzellen. Im Lieferumfang enthalten ist ein ungeschützter Brinyte-Akku mit einer Kapazität von 3100 mAh. Bei Verwendung des mitgelieferten Magnetladekabels kann er beim Laden in der Lampe verbleiben. Während des Ladevorgangs leuchtet in der Lampe eine rote LED. Ist der Akku komplett geladen, wechselt die Farbe auf grün. Beim Testmodell lud der Akku bis auf 4,18 Volt.


Im Lieferumfang ist ein ungeschützter 18650-Akku enthalten.

 


Geladen werden kann der Akku mit dem mitgelieferten Magnetladekabel, ohne der Lampe entnommen werden zu müssen.

 


Während des Ladevorgangs leuchtet eine rote LED im Schalter. Bei komplett vollgeladenem Akku wechselt die Farbe auf grün.

 

Laufzeittest:
Beim Test wurde die Lampe mit dem mitgelieferten Akku betrieben, im Turbo-Modus eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.

Nach einer Stunde habe ich den Test beendet. Der Akku wurde mit einer Leerlaufspannung von 3,52 Volt gemessen – faktisch zwar fast leer, aber eine gewisse Restlaufzeit dürfte damit immer noch drin sein. Mit 15.300 Lux lag der gemessene Wert nach einer Stunde noch deutlich über dem Wert, den die Lampe in High erreicht (10.100 Lux).


Fazit:
Die Brinyte PT18 Pro Oathkeeper ist astrein geregelt. Zum Schutz der LED regelt sie zu Beginn der Laufzeit von anfänglichen 46.800 Lux zweimal bis auf 15.300 Lux herunter. Dieser Wert wird anschließend konstant gehalten.

 

Beam:
Die Stärke der Lampe liegt eindeutig in der Reichweite. Im Lichtbild setzt sich ein heller Spot deutlich vom Sidespill ab. Die Reichweite ist mit 360 Metern angegeben. Legt man den zu Beginn der Messung erreichten Wert von 46.800 Lux zugrunde, kommt man sogar auf 432 Meter. Nach dem ersten Herunterregeln sind es immer noch 372 Meter, und nach dem zweiten Herunterregeln auf 15.300 Lux kommt man auf 247 Meter.


Scheiben-Schuss.

 

Resümee:
Sie kann schon gefallen – die PT18 Pro Oathkeeper von Brinyte. Die Verarbeitung ist klasse und die Bedienung intuitiv. Jeder Modus kann direkt erreicht werden – zumindest theoretisch. Denn dadurch, dass sich die Lampe nach einer Minute selbst auslockt, wurde Potenzial liegengelassen. Für einen Preis von etwa 135 Dollar bekommt man ein Komplettpaket, bei dem nichts dazugekauft werden muss und das es durchaus in sich hat. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe, die im Brinytestore erhältlich ist,  freundlicherweise von Brinyte.


Größenvergleich. Von links: Brinyte PT18 Pro Oathkeeper, Olight Warrior X Pro, Armytek Predator, Surefire 6P.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot im Dunkeln

 


PT18 Pro Oahtkeeper low

 

PT18 Pro Oahtkeeper mid

 

PT18 Pro Oahtkeeper high

 

PT18 Pro Oahtkeeper Turbo

 

nach oben



Keine Kommentare

Noch keine Kommentare.

RSS Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Diese Kommentarfunktion ist zurzeit nicht zugelassen.

Powered by WordPress MU.