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6. August 2010

Ledwave XP-1 Trooper

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Ledwave XP-1 Trooper001
Auch, wenn die Leuchtleistung nicht ganz „up to date“ ist – mit der XP-1 hat Ledwave eine „Lampe fürs Leben“ gebaut.


Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe wird in einer Plastik/Pappverpackung mit zwei CR123-Batterien geliefert. Weiteres Zubehör ist nicht dabei.

Ledwave XP-1 Trooper002
Verpackung der XP-1 Trooper.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 136 mm
Durchmesser Reflektoröffnung: 26 mm
Durchmesser Kopf: 32 mm
Durchmesser Tail breiteste Stelle: 29 mm
Gewicht: 122 g
Gewicht mit Batterien: 156 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig und sauber ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nur bedingt.
Löcher für Lanyard: nein.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Die Verarbeitung ist sehr hochwertig. Der Kopf ist fest verklebt. Auch die Gewinde wurden anodisiert. Gegen unbeabsichtigtes Einschalten kann die Tailcap gelöst werden.

Ledwave XP-1 Trooper003
Der Kopf ist fest verklebt und kann nicht geöffnet werden.

 

Ledwave XP-1 Trooper004
Die Lampe ist durchanodisiert. Gegen unbeabsichtigtes Einschalten reicht bereits ein leichtes Lösen der Tailcap.

 

Ledwave XP-1 Trooper005
Solide Materialstärke.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die XP-1 mit zwei CR123-Batterien. Möglich ist auch die Verwendung von Akkus mit 3 Volt bzw. 3,7 Volt. Die Lumenangabe seitens des Herstellers ist ein wenig irreführend: Laut Lasergravur auf der Lampe liefert sie 85 Lumen, auf der Herstellerseite ist sie mit 122,3 Lumen angegeben. Aber selbst diese Angabe ist eher konservativ – verglichen mit Lampen, die mit einer deutlich höheren Lumenzahl angegeben sind, kann die XP-1 problemlos mithalten. Die Laufzeit ist mit zwei Stunden angegeben. Für den Test wurde die Lampe mit zwei 16340-Akkus (3,7 Volt, 880mAh) befeuert.
Praxistest Laufzeitmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten zeigte das Luxmeter 4.000 Lux an.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 3.800 Lux
nach 20 Minuten: 3.800 Lux
nach 30 Minuten: 3.800 Lux
nach 40 Minuten: 3.800 Lux
Nach 45 Minuten begann die Lampe, in Intervallen zu blinken, als Zeichen dafür, dass die Akkukapazität sich dem Ende zuneigt. Waren die Intervalle zwischen „Licht“ und „kein Licht“ mit jeweils knapp drei Sekunden zunächst gelichlang, verschob sich das Verhältnis in Richtung „kein Licht“ innerhalb weniger Minuten drastisch – Testabbruch.
Beim Laufzeittest mit Batterien wurden nach dem Einschalten ebenfalls 4.000 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 3.800 Lux
nach 20 Minuten: 3.800 Lux
nach 30 Minuten: 3.800 Lux
nach 40 Minuten: 3.500 Lux
nach 50 Minuten: 2.500 Lux
nach 60 Minuten: 2.000 Lux
nach 70 Minuten: 1.700 Lux
Die Helligkeit nahm mit fortlaufender Dauer weiter ab. Die vom Hersteller angegebenen zwei Stunden Laufzeit werden zwar erreicht und auch übertroffen, allerdings ist die Lampe bis dahin längst zur „Funzel“ geworden.
Während des Testlaufs war, sowohl beim Betrieb mit Akkus, als auch beim Batteriebetrieb, nach zehn Minuten eine deutliche Erwärmung der Lampe bemerkbar. Da sie auf einem Stativ befestigt war und somit ohne jegliche Kühlung, wurde ein Modellbau-Ventilator zur Kühlung zugeschaltet. Im Praxisbetrieb reicht die Umgebungsluft beim Laufen bereits aus, um die Lampe zu kühlen.
Fazit: Beim Betrieb mit Batterien kündigt sich deren Erschöpfung nach knapp 40 Minuten durch kontinuierlich dunkler werdendes Licht an. Beim Akkubetrieb allerdings ist die Regelung der XP-1 so gut, dass sie fast schon wieder schlecht ist. Bis zu dem Moment, in dem die Lampe durch Blinkzeichen mangelnde Kapazität der Stromversorger meldet, ist keinerlei Helligkeitseinbuße feststellbar – nicht einmal bei kontinuierlicher Messung mit dem Luxmeter. Ein zweiter Satz Akkus/Batterien sollte daher immer mitgeführt werden, ansonsten steht man ziemlich schnell im Dunkeln.

Ledwave XP-1 Trooper006
Sowohl die aufgedruckte Angabe von 85 Lumen, als auch der herstellerseitig angegebene Wert von 122 Lumen sind, verglichen mit den Angaben der meisten anderen Hersteller, dezent untertrieben.


Leuchteinheit:

Eine 3-Watt-LED sorgt für die Erleuchtung. Die Frontlinse beteht aus Glas, der Reflektor ist ein OP aus Aluminium.

Ledwave XP-1 Trooper007
Die inneren Werte der XP-1.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem taktischen Forward-Clicky, mit dem auch Momentlicht und Morsen möglich sind. Dadurch, dass der Clicky einerseits einen relativ harten Druckpunkt hat und andererseits weit hervorsteht, ist ein versehentliches Einschalten ausgeschlossen, die Lampe aber dennoch gut zu bedienen.

Ledwave XP-1 Trooper008
Tailcap mit Clicky.

 

Ledwave XP-1 Trooper009
Die Tailcap von innen betrachtet.


Beam:
Der Hotspot setzt sich nur auf kürzeste Entfernungen vom Spill ab. Bereits ab einer Entfernung von wenigen Metern ergibt sich eine gleichmäßige Auslechtung des erweiterten Nahbereichs.

Ledwave XP-1 Trooper010
„White-wall-beamshot“ der XP-1.


Resümee:

Die Ledwave XP-1 Trooper liegt fantastisch in der Hand, ist hochwertig verarbeitet und mit Batterien 45 Minuten lang gut, mit Akkus sogar exzellent geregelt. Davon überzeugt ist auch die englische Armee, die die XP-1 als offizielle Dienstlampe nutzt. Für „Otto Normalverbraucher“ ist die Lampe vermutlich weniger interessant, da die meisten Nutzer sich mehr Helligkeit bei gleichzeitig längerer Laufzeit wünschen dürften. Für Flashaholics ist die XP-1 aufgrund ihrer tollen Qualität eigentlich ein „Muss“. Wer an einem Erwerb interessiert ist, sollte allerdings gründlich stöbern: Die Preisspanne in Deutschland (Stand: August 2010) bewegt sich zwischen 60 und 120 Euro. Weitere Infos sind unter www.ledwave.eu auf der Herstellerseite zu finden.

Die Beamshots wurden mit Blende 4 bei 2 Sekunden Belichtung und 800 ASA aufgenommen. Von oben nach unten:
Fenix LD10 (angegeben mit 120 Lumen), Ledwave XP-1 (angegeben mit 122 Lumen), Fenix LD20 (angegeben mit 180 Lumen).

Ledwave XP-1 Trooper011
Fenix LD10

 

Ledwave XP-1 Trooper012
Ledwave XP-1 Trooper

 

Ledwave XP-1 Trooper013
Fenix LD20

 

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